seli schrieb am 08.06.2026:Da hat die Propaganda des BSW voll eingeschlagen. Was hat es mit Pazifismus zu tun, wenn man ein Land attackiert, das sich gegen einen Aggressor wehrt, wenn man die deutsche Regierung als Kriegstreiber bezeichnet, weil sie dem Opfer hilft, wenn man beanstandet, dass mit deutscher Hilfe die Ukraine Russland im Inneren angreift, aber noch nie auch nur ein Wort über russische Kriegsverbrechen und z.B. die " Menschen Safaris" russischer Drohnen verloren hat?
Wie oft soll Putin noch sagen, dass er von seinen Maximalforderungen nicht abweicht? Putin ist ein Psychopath, was er nicht bekommt, will er zerstören.
Seine Antwort auf den offenen Brief von Selenskyj :Die beste Antwort auf den Brief sei ein Aufruf an das russische Militär: „An die Arbeit, Brüder!“ Putin erklärt immer wieder, dass die russischen Kriegsziele auch durch eine Fortsetzung der Kampfhandlungen erreicht werden könne, wenn es nicht auf diplomatischem Weg gehe.
Quelle: https://www.morgenpost.de/politik/article412198509/putin-gibt-sich-siegessicher-und-haelt-an-donbass-forderung-fest.html
Unter Diplomatie versteht Putin nur uneingeschränkte Zustimmung.
Zur neu entdeckten Freundschaft des BSW zur AfD sage ich lieber nichts.
Okay… Dein Beitrag ist das perfekte Lehrbuchbeispiel für die moralisierende Hysterie, die uns politisch und wirtschaftlich gerade komplett vor die Wand fährt. Du zitierst hier stolz die Morgenpost und Putins Kriegs-Rhetorik (An die Arbeit, Brüder!) und merkst vor lauter moralischer Empörung gar nicht, wie maximal schlecht du argumentierst.
1. Du/ihr glaubt ernsthaft, ein Diktator stellt sich mitten im Krieg vor die Kameras und sagt: Huhu.. Leute, eigentlich läuft es gar nicht so gut, lasst uns mal nett über Kompromisse quatschen“?? Natürlich fordert er öffentlich das Maximum und gibt den unbesiegbaren Psychopathen. Das nennt sich psychologische Kriegsführung und Verhandlungsstrategie! Wer Putins öffentliche Parolen als unumstößlichen Beweis nimmt, dass Diplomatie unmöglich ist, hat das Prinzip von Außenpolitik nicht einmal im Ansatz begriffen. Verhandelt wird im Krieg nie aus moralischer Einsicht, sondern wenn der Druck und die Kosten zu hoch werden. Siehst du das anders?
2. Du regst dich über russische Kriegsverbrechen auf (das BSW verurteilt diesen Völkerrechtsbruch btw genauso.) Aber deine Konsequenz daraus ist: Wir liefern immer mehr Waffen, applaudieren, wenn mit deutscher Hilfe Ziele tief in Russland angegriffen werden und nehmen sehenden Auges das Risiko eines atomaren Weltkriegs in Kauf. Euer angebliches ,,Helfen“ hat die Front nicht wirklich verschoben. Es führt nur dazu, dass die Ukraine demografisch und wirtschaftlich komplett ausblutet. Spielt das keine Rolle? Alles auf dem Rücken der ukrainischen Bevölkerung!
3. der Westen versagt doch komplett bei der Diplomatie! Das kann man doch nicht ignorieren..
Du behauptest ,,Unter Diplomatie versteht Putin nur uneingeschränkte Zustimmung.“ Das ist eine billige Schutzbehauptung. Der Westen hat es doch noch
kein einziges Mal ernsthaft versucht! Wann wurden Moskau denn konkrete, knallharte Bedingungen von Westen für ein Exit-Szenario bei den Sanktionen oder strategische Sicherheitsgarantien vorgelegt? Zeig mal her. Noch nie! Die wirtschaftlichen Schwergewichte des globalen Südens (China, Indien, Brasilien) verlangen längst das Ende dieses Krieges. Wenn man mit diesen Staaten eine geschlossene Front aufbaut,
muss Putin an den Tisch. Ob er will oder nicht!
Ihr habt euch in eine militärische Endsieg-Illusion hineingesteigert, die euch jeder General hinter verschlossenen Türen längst ausgeredet hätte. Das BSW betreibt keine Propaganda, sondern Realismus. So sehe ich das. Und nein, ich bin absolut kein Putinfreund.
Fedaykin schrieb am 09.06.2026:Der blöde 2 Weltkrieg hat auch so lange gedauert weil man einfach nicht vor den Nazis kapituliert hat
Wow.. das ist jetzt echt der absolute Tiefpunkt dieser Debatte. Wer den Abwehrkampf gegen Hitler-Deutschland eins zu eins auf heute überträgt, hat weder Geschichte noch Geopolitik verstanden. Peinlich.
Machen wir mal den ganz harten Realitätscheck für dich:
Der Zweite Weltkrieg der Nazis war ein ideologischer Vernichtungs- und Rassenkrieg. Vor Hitler
konnte niemand kapitulieren, weil die Alternative die physische Auslöschung war. Der Ukraine-Krieg ist ein völkerrechtswidriger, aber nunmal ein klassischer geopolitischer Konflikt um Grenzen, Pufferzonen und die NATO-Osterweiterung. Wer Putin mit Hitler gleichsetzt, verharmlost die Nazi-Verbrechen…
Und ausseedem blendest du das atomare Zeitalter komplett aus!
Der fundamentale Unterschied zu 1945 ist, dass wir im nuklearen Zeitalter leben. Nazi-Deutschland hatte keine Atomwaffen! Russland besitzt das größte Nukleararsenal der Welt. Vergiss das nicht. Wie kann man glauben, man könne eine Atommacht auf dem Schlachtfeld zu einer bedingungslosen Kapitulation zwingen wie damals in Berlin?
BTW: Niemand beim BSW fordert eine Kapitulation!
Mir fällt auf, dass hier absolut jeder, der gegen Diplomatie wettert, die entscheidende Frage komplett totschweigt: Wie sieht eigentlich euer konkretes Exit-Szenario aus? Wann und wie genau soll dieser Krieg eurer Meinung nach enden? Mich interessiert das wirklich. Erst wenn die Krim zurückerobert ist, wenn Putin plötzlich von selbst aufgibt oder erst dann, wenn die Ukraine komplett ausgelöscht ist? Einfach nur hoffen?
Wenn ihr die Forderung vom BSW nach Verhandlungen ablehnt, was ist euer Plan? Was ist, wenn eure romantischen Hoffnungen platzen und der Ukraine irgendwann die Männer ausgehen, weil eine ganze Generation tot ist, schicken wir dann deutsche Soldaten in den Fleischwolf und ihr oder eure Enkel/Kinder gehen hin?
Ist euer blindes Prinzip Hoffnung wirklich die ganze Strategie? Ich checks nicht…