philae schrieb:Vergesslichkeit.
Ok, fairer Punkt aber die Selbstorganisation nimmt einem im Zweifel niemand ab. Deswegen habe ich meinen Post schon mit stärkerem "nudging" (drängen) formuliert, sich ein zeitliches Ziel der Umsetzung zu setzen damit manche so eher mental in die Pötte kommen.
abberline schrieb:Das ist aber auch nur recht oberflächlich. Decken, Kerzen, Batterien etc sind eine Sache und klar kann man sich EPAs bunkern. Aber die Schäden, die solche Knalltüten anrichten, sind ja auch zugefrorene und kaputt gemachte Heizungen, medizinische Versorgung etc
Irgendwo muss man anfangen. Manches ist individuell. Für manche sind je nach Wohnort Umweltkatastrophen oder Unwetter zusätzlich ein Faktor (Flut, Ahrtal?). Im urbanen Raum habe ich ggf. keine nennenswerte Flutmöglichkeit und muss wieder auf andere Gegebenheiten achten.
Realistisch halte ich für viele (keine abschließende Aufzählung, ist halt individuell) Unwetter, Stromausfall oder medizinische Notfälle oder Brand wo man schnell das Haus verlassen muss. Schon bei letzterem fängt Preppingrelevanz an. Ich hatte mal einen spontanen medizinischen Notfall am Morgen und musste sofort ins Krankenhaus. Ich hatte noch Zeit mich anzuziehen und Geldbörse mitzunehmen. Ende vom Lied war, dass ich zwei Wochen am Schlauch im Krankenhaus hing und nur die Klamotten zur Verfügung hatte die ich angezogen hab. Das ist dann extrem beschissen nach spätestens 2-4 Tagen oder so (mit Wenden
:D :D :D). Mir konnte zum Glück jemand vor Ort mit Unterwäsche helfen. Ich hätte aber dann massiv von einer sogenannten "bug out bag" bzw. Fluchtrucksack profitiert wo Ersatzunterwäsche, ggf. noch hygienische Utensilien, Powerbank (geladen) und ggf. Kopien von wichtigen Dokumenten drin sind. Gleiches kann bei Feuer relevant sein oder wenn man halt aus anderen Gründen fluchtartig weg muss.
Warum hatte ich so was nicht? Weil ich bis dato naiv immer vom besten Fall ausging. Der Ernstfall hat mich gelehrt, welche Relevanz so was haben kann. Hätte mich angezogen und griffbereit meinen 'Fluchtrucksack' bzw. Ersatztasche gegriffen auf dem Weg nach unten gen Krankenwagen. Runterschleppen konnte ich mich selbst, aber nicht nach Ersatzklamotten suchen da ich nicht wusste ob ich jeden Moment umkippe - und dann kippe ich lieber im Hausflur oder an der Straße um wo man schneller zu mir kommt als wenn noch ne Wohnungsöffnung on top kommt.
Aber das nur schon zum Nutzen von einem Fluchtrucksack. Idealerweise hat jeder Haushalt Bevorratung zwischen 3 und 14 Tagen. Essen, was man auch kalt essen kann bzw. nicht leicht verderblich ist und ohne Strom konsumiert werden kann, genug Wasser zum sowohl Trinken und Waschen, Radio, Batterien, Taschenlampe, vielleicht Kerzen (auf korrekten Umgang achten), etc.
Wenn jeder Haushalt im Schnitt für zumindest 3-7 Tage eine Bevorratung hätte und die Bevölkerung das ernster nehmen würde, wären wir deutlich krisenresilienter statt aufgeschmissen