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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

5.254 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Berlin, Cannabis, Hanf, Coffe Shop

Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 10:24
Einige werden es sicherlich mitbekommen haben, dass in dem Stadtteil Kreuzberg in der deutschen Hauptstadt Berlin eine Diskussion darüber lief, die Einrichtung eines so genannten ,,Coffee Shops" nach dem Vorbild der Niederlande zu erlauben.

Auch, wenn es wahrscheinlich die meisten wissen - in den niederländischen Coffee Shops gibt es nicht (nur) Kaffeespezialitäten, sondern es sind auch Orte, an denen vor allem legal Cannabisprodukte konsumiert werden können ;)

In Deutschland war (und ist) der Umgang mit Cannabis zwar uneinheitlich, beispielsweise gibt es so genannte ,,geringe Mengen für den Eigenbedarf", bei denen normalerweise ein Verfahren eingestellt, falls man mit ihnen erwischt wird, doch tendenziell wurde von Politik und Behörden bisher eine klare ,,Null-Toleranz-Politik" gefahren. Sprich, die Erlaubnis zum Anbau, zur Verarbeitung und zum Handel wurde rigoros verweigert, gerne in Verbindung mit dem drohenden, prägnanten Schlagwort,,DROGEN!"

Die Polizei und die Judikative waren angehalten, alles in dieser Richtung streng zu verfolgen.

In Berlin-Kreuzberg soll nun ein anderes Modell erprobt werden, eben ein ähnliches Modell, wie in den Niederlanden, ein Ort, wo ganz legal Erwachsene unter sauberen, ruhigen Umständen saubere Cannabisprodukte konsumieren können.

Hierzu sollte man wissen, dass die Hauptgefahr durch diese Produkte vor allem darin besteht, dass illegal gehandelte Cannabisprodukte oftmals verunreinigt sind, teils mit hochgiftigen und zudem immer ein gewisses Gewaltpotenzial zwischen beteiligten Personen besteht, etwa aufgrund der Gefahr, entdeckt und bestraft zu werde oder weil es um Geld geht.


Die Bezirksversammlung Friedrichshain-Kreuzberg hält die rigorose Verfolgung und Bestrafung des illegalen Handels und Konsums für gescheitert und möchte nun einen anderen Ansatz ausprobieren.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-11/berlin-kreuzberg-friedrichshain-coffeeshop


In diesem Thread soll das Für und Wider dieses Ansatzes diskutiert werden. So mal als Denkanstoß:

Ist dies der erste Schritt zu weiteren Legalisierungen in Deutschland?
Werden wir in den kommenden Jahren, sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, immer mehr Coffeeshops sehen?

Nach welchen Bedingungen sollten sie arbeiten? Wird dies die Kriminalität in Zusammenhang mit Rauschmitteln einschränken?

Besteht die Gefahr eines ,,Dammbruchs" in der Hinsicht, dass immer mehr Rauschmittel erlaubt werden, auch stark schädliche bzw. besteht die Gefahr, dass viele Menschen dann kiffen werden? Ist dies dies tatsächlich eine Gefahr?


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29.11.2013 um 10:41
@Kc
Kc schrieb:Besteht die Gefahr eines ,,Dammbruchs" in der Hinsicht, dass immer mehr Rauschmittel erlaubt werden, auch stark schädliche bzw. besteht die Gefahr, dass viele Menschen dann kiffen werden? Ist dies dies tatsächlich eine Gefahr?
Ich kann es überhaupt nicht aktzeptieren, viele Drogenkonsumenten reden die Gefahr von Cannabis herunter, es sei harmloser als Bier, etc dabei bestehen trotzdem große Risiken wie das Ausbrechen von psyschischen Erkrankungen. Ich würde mich freuen wenn Alkohol verboten werden würde und Cannabis verboten bliebe, es wird sonst immer Menschen geben die diesen Süchten verfallen, man sieht welches Leid übermäßiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen und Erwachsenen anrichtet.
Kc schrieb:Hierzu sollte man wissen, dass die Hauptgefahr durch diese Produkte vor allem darin besteht, dass illegal gehandelte Cannabisprodukte oftmals verunreinigt sind, teils mit hochgiftigen und zudem immer ein gewisses Gewaltpotenzial zwischen beteiligten Personen besteht, etwa aufgrund der Gefahr, entdeckt und bestraft zu werde oder weil es um Geld geht.
Das ist richtig Sand oder sogar Rattengift wurden schon gefunden, dies kommt natürlich zu den natürlichen Gefahren hinzu
aus Wikipedia
Wikipedia: Cannabis_als_Rauschmittel#Toxizit.C3.A4t
Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein höheres Risiko für die Auslösung psychotischer Erkrankungen besteht.[41] Insbesondere wird in diesen Studien Cannabiskonsum mit der Auslösung der Schizophrenie in Verbindung gebracht. Es wird vermutet, es könne eine genetische Disposition für die Auslösung von Psychosen geben, sodass – bei dafür empfänglichen Personen – Psychosen bereits durch einmaligen THC-Konsum ausbrechen könnten. Bereits moderater Konsum könne eine dauerhafte Drogenpsychose auslösen, bereits abgeklungene psychotische Erkrankungen könnten erneut aufbrechen. Unter Verdacht einer vermuteten Auslösung steht dabei das sogenannte Comt-Gen (Catechol-O-Methyltransferase-Gen). Grundsätzlich wird Personen mit einer Neigung zu psychischen Problemen empfohlen, den Konsum von Cannabis zu meiden.
Der letzte Satz ist natürlich richtig aber der Großteil der Kosnumenten haben bei sich selbst eben keine psychischen Probleme festgestellt soll in jedem Coffeeshop ein Arzt sitzen der die Gesundheit der Konsumenten vorher pinibel überprüft?


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 10:43
Guten Morgen,

also ich persönlich denke, dass ein einziger legaler Laden nichts ändern wird. Er wird zur Pilgerstätte von ganz Berlin und Umgebung. Ich denke er wird nicht Aussagekräftig bleiben weil vielleicht die illegalen Angebot immernoch günstiger sind. (nur eine Annahme)

Da Problem bei diesen, ich nenne es mal "Light-Drogen" ist ja, dass der Staat im Moment nichts am Handel verdient. Sind wir mal ehrlich und es würde ein Modell, ähnlich wie beim Alkohol eingerichtet, würde es doch eigentlichkein Problem geben? Einzig und Allein die Tatsache, dass in den letzten Jahrzenten eine starke Anti Cannabis Politik gefahren wurde und es immernoch in vielen Köpfen drin ist.

Was mich allerdings interessieren würde, woher bekommen diese Läden eigentlich das Zeug? In Deutschland kann man es sich ja unter gewissen Umständen wie zB. Krebskrankheit verschreiben lassen. Das muss ja auch angebaut werden?! Woher beziehen Apotheken und dann irgendwelche zukünftigen Läden ihre "Ware"?`


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 10:50
@wanagi
wanagi schrieb:Ich kann es überhaupt nicht aktzeptieren, viele Drogenkonsumenten reden die Gefahr von Cannabis herunter, es sei harmloser als Bier, etc dabei bestehen trotzdem große Risiken wie das Ausbrechen von psyschischen Erkrankungen. Ich würde mich freuen wenn Alkohol verboten werden würde und Cannabis verboten bliebe, es wird sonst immer Menschen geben die diesen Süchten verfallen, man sieht welches Leid übermäßiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen und Erwachsenen anrichtet.
Nach diesem Ansatz müssten aber dann alles potentiellen Suchtmittel verboten werden.
Glücksspiel, Zigaretten, Alkohol...etc. Jede Sucht kann das ausbrechen von psychischen Krankheiten in sich bergen.


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29.11.2013 um 10:52
@smokehead
Was wäre daran so schlimm, wenn alles gefährlichen Substanzen verboten wären? Würde das nicht viel Leid verhindern?


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 10:54
@wanagi
naja, das müsste man schon extrem differenzieren. Schokolade zum Beispiel oder sehr fettes Essen. Die Gefahr von Diabetes oder extremer Gewichtszunahme haben auch folgenschwere Auswirkung auf Körper und Geist. Ich denke das man das nicht so pauschalisieren kann.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 10:57
@wanagi
wanagi schrieb:Ich kann es überhaupt nicht aktzeptieren, viele Drogenkonsumenten reden die Gefahr von Cannabis herunter, es sei harmloser als Bier, etc dabei bestehen trotzdem große Risiken wie das Ausbrechen von psyschischen Erkrankungen. Ich würde mich freuen wenn Alkohol verboten werden würde und Cannabis verboten bliebe, es wird sonst immer Menschen geben die diesen Süchten verfallen, man sieht welches Leid übermäßiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen und Erwachsenen anrichtet.
Dazu möchte ich dann aber mal folgende Frage(n) stellen - du argumentierst ja im Prinzip:,,Das ist gefährlich, das sollte verboten werden!"

Egal, ob nun Cannabis oder Alkohol.

Daraus folgt doch: Erlaubt sein sollte nur, was ,,gut und richtig und gesund" für den Menschen ist.

Wenn ein Mensch aber nur noch tun darf, was ,,gut und richtig und gesund" für ihn ist, wie steht es dann eigentlich mit seiner Freiheit?
Ist er dann nicht eher in höchstem Maße unfrei und dem Zwang und Druck unterworfen, immer das zu tun, von dem, wohlgemerkt, ANDERE sagen, es sei ,,das Beste" für ihn?

Wie kann das vereinbar sein mit unserem Grundgesetz, aber auch mit Menschenrechten, die größtmögliche Freiheit der Menschen propagieren?


Zudem: Wie kann man Alkoholkonsum vergleichen mit Cannabiskonsum, wenn das eine nachweislich ein sehr hohes Suchtpotenzial besitzt und schon für zahllose Kranke und Tote gesorgt hat, während das beim anderen nicht der Fall ist?

Zum Stichwort ,,psychische Krankheiten" würde ich ja mal antworten: Es ist denkbar und nicht weit hergeholt, wie wissenschaftliche Untersuchungen schon ergeben haben, dass die Umstände und das Umfeld die Gefahr von negativen Auswirkungen begünstigen. Sprich die Angst, entdeckt und bestraft zu werden, der Konsum in einer schmutzigen Bude...

Es ist auch denkbar, dass psychische Schäden auf die Streckmittel zurückzuführen sind, ebenso muss man wohl, wie bei allen anderen Rauschmitteln, auch Alkohol, sagen, dass es auf den Konsumenten und seine Anlagen und Lebensumstände ankommt.

Ich selbst kenne ja nur das ,,Rauschmittel Alkohol" und da kann ich sagen, dass ich den ab und zu mal trinke, aber keineswegs brauche, es können Wochen und Monate vergehen, bis ich mal wieder was trinke, zum Beispiel mit Freunden oder weil ich Lust auf einen leckeren Wein zum Film habe.

Deine Punkte kann man also wohl nicht zwangsläufig dem Cannabis anlasten, würde ich mal behaupten.


Bitte übrigens zu beachten: Ich bin generell Nichtraucher und hab noch nie gequalmt oder ein Rauschmittel, abgesehen von Alkohol ab und an, konsumiert ;)

Ich bin also kein ,,Konsument, der die Gefahr kleinreden will".


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29.11.2013 um 11:06
@smokehead
smokehead schrieb:also ich persönlich denke, dass ein einziger legaler Laden nichts ändern wird. Er wird zur Pilgerstätte von ganz Berlin und Umgebung. Ich denke er wird nicht Aussagekräftig bleiben weil vielleicht die illegalen Angebot immernoch günstiger sind. (nur eine Annahme)

Da Problem bei diesen, ich nenne es mal "Light-Drogen" ist ja, dass der Staat im Moment nichts am Handel verdient. Sind wir mal ehrlich und es würde ein Modell, ähnlich wie beim Alkohol eingerichtet, würde es doch eigentlichkein Problem geben? Einzig und Allein die Tatsache, dass in den letzten Jahrzenten eine starke Anti Cannabis Politik gefahren wurde und es immernoch in vielen Köpfen drin ist.

Was mich allerdings interessieren würde, woher bekommen diese Läden eigentlich das Zeug? In Deutschland kann man es sich ja unter gewissen Umständen wie zB. Krebskrankheit verschreiben lassen. Das muss ja auch angebaut werden?! Woher beziehen Apotheken und dann irgendwelche zukünftigen Läden ihre "Ware"?`
Es ist ja nur ein erster Modellversuch - ein einziger Laden wird natürlich keine großen, direkten Auswirkungen haben.

Aber ein Erfolg dieses Modellversuchs könnte, meine ich, dazu führen, dass sich dieses Modell auch in anderen Städten Deutschlands verbreitet und beispielsweise eine Regelung entsteht ähnlich den niederländischen Coffee Shops.


,,Anti-Cannabis-Politik" ist ein gutes Stichwort - wie ja schon von mir angemerkt wurde eine ,,Null-Toleranz-Politik" in der vergangenen Zeit gefahren.
Gerne wurde in Kampagnen ganz undifferenziert das schwer belastete Schlagwort ,,DROGEN" verwendet und bei der ,,Aufklärung" darüber so getan, als könnte man diesen Stoff beispielsweise mit stark schädlichen Designerdrogen wie Crack gleichsetzen.

Es wurde versucht, mit dem mahnenden, moralischen Zeigefinger den Leuten Angst einzujagen auf eine Art und Weise, die eigentlich jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt und zutiefst unehrlich war.

Man sollte sich nicht täuschen - natürlich ist Cannabis potenziell gefährlich. Dieser Satz trifft aber auch auf zahllose, legale Stoffe zu. Das Gefahrenpotenzial ist sogar nachweislich geringer, als bei derzeit legalen Rauschmitteln Alkohol und Tabak.
smokehead schrieb:Was mich allerdings interessieren würde, woher bekommen diese Läden eigentlich das Zeug? In Deutschland kann man es sich ja unter gewissen Umständen wie zB. Krebskrankheit verschreiben lassen. Das muss ja auch angebaut werden?! Woher beziehen Apotheken und dann irgendwelche zukünftigen Läden ihre "Ware"?`
Wenn eine Sondergenehmigung vom zuständigen Amt vorliegt, dann dürfen deutsche Apotheken das aus den Niederlanden beziehen. Ob sie Cannabisprodukte dann von dortigen Apotheken oder Coffeeshops oder spezialisierten Züchtern medizinischen Marihuanas kaufen, weiss ich leider nicht.

So halten es meines Wissens auch die Coffeeshops in den Niederlanden, auch sie kaufen eben von speziellen Züchtern.

Möglicherweise würde es dann Regelungen geben, wie Einfuhrgenehmigungen für die Shopbetreiber in Deutschland oder das Recht, auf einer bestimmten, gesicherten Fläche Cannabis legal anzubauen.


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Puschelhasi
ehemaliges Mitglied

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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:06
Wer Drogen oder Alkohol konsumieren will, der tut das auch. Ich denke inzwischen, dass man erwachsenen Menschen durchaus zutrauen darf so etwas selbst zu entscheiden.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:07
wanagi schrieb:Würde das nicht viel Leid verhindern?
Betrachten wir die Frage mal historisch:

Wikipedia: Prohibition
Wikipedia: Prohibition_in_den_Vereinigten_Staaten

Also eher nicht.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:14
@kleinundgrün
..die Prohibition ist ein gutes Beispiel, dass das verbieten von Suchtmitteln die gesellschaftlich akzeptiert und toleriert sind, nichts bringt. Wie @Puschelhasi schon schrieb, sollte jeder für sich entscheiden dürfen, was er mit seinem Körper macht und was nicht. Es sei denn, es hat Auswirkung auf Dritte. Sprich Kriminalität, in welcher Form auch immer. Dafür gibt es gesetze. Nur bin ich der Meinung, dass eine Strafminderung nicht auf Drogen zurückzuführen sein sollte.

@Kc
vielen Dank für die Information. Dachte es mir schon fast, dass die das dann aus den Niederlanden beziehen. Wobei man sagen muss, in den Niederlanden ist es meines Wissens auch nicht 100% legal sondern vielmehr ist es toleriert. Müsste dazu mal etwas raussuchen, habe da vor einer Zeit mal was gelesen.
Kc schrieb:Es wurde versucht, mit dem mahnenden, moralischen Zeigefinger den Leuten Angst einzujagen auf eine Art und Weise, die eigentlich jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt und zutiefst unehrlich war.
Interessant würde es sein, wenn sowas mit bereits legalen Substanzen wie Alkohol gemacht worden wäre. Es ist doch meist so, dass solange immer jemand sagt, DAS IST SCHLECHT FÜR EUCH, bekommt die Gesellschaft eine gewisse Antihaltung. Man muss es nur oft genug wiederholen...


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:21
Also ich finds gut...

Man darf auch nicht vergessen, wieviel Steuergelder jedes Jahr für die Überwachung und Festnahme von Dealern drauf gehen. Keine Zollfahnder müssten mehr an der Grenze zur Niederlande stehen. Eher würde Deutschland Steuern einnehmen.
Und wer mal in Niederlande war, wird bestätigen, dass die Menschen dort auch nicht alle Psychisch gestört sind, nur weil Ihnen die Möglichkeit gegeben wird Cannabis legal zu kaufen.

Viel schlimmer finde ich, dass es erlaubt is, sich einfach 3 Flaschen Vodka zu kaufen, womit man sich mal eben Todtrinken kann. Das juckt auch keinen...


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:26
Berlin <3

Ich würde lieber ein paar Euro mehr ausgeben, wenn ich weiß, dass der Anbau staatlich kontrolliert wird und man nicht mehr zu nem Ticker laufen muss um was zu bekommen und dann paranoid mit der Bahn fährt.

Ich hoffe das Pilotprojekt führt dazu, dass dieser sinnlose Kampf gegen Cannabis endlich eingestellt wird.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:30
@Kc
Kc schrieb:Es ist auch denkbar, dass psychische Schäden auf die Streckmittel zurückzuführen sind, ebenso muss man wohl, wie bei allen anderen Rauschmitteln, auch Alkohol, sagen, dass es auf den Konsumenten und seine Anlagen und Lebensumstände ankommt.
Streckmittel sind eine große Gefahr das ist klar aber eben auch das Cannabis an sich auch, z.b. bei Jugendlichen
aus Wikipedia
Wikipedia: Cannabis_als_Rauschmittel#Toxizit.C3.A4t
Es gibt Belege, dass regelmäßiger Konsum bei Erwachsenen und Heranwachsenden zu Hirnveränderungen führen kann; einige Studien haben zum Ergebnis, dass diese Veränderungen bei Heranwachsenden irreversibel sein könnten.[50]

Ein Studie aus dem Jahr 2000, von Wilson et al.[51] hatte zum Resultat, dass Probanden, die vor dem Alter von 17 Jahren anfingen, Cannabis zu konsumieren, verglichen mit jenen, die später anfingen, ein verringertes Hirnvolumen sowie ein erhöhtes Verhältnis von weißer zu grauer Hirnmasse hatten. Männliche Versuchspersonen, die vor dem Alter von 17 Jahren anfingen, hatten einen höheren CBF-Wert („cerebral blood flow“, dt. Gehirndurchblutung) als andere Versuchspersonen. Sowohl Männer als auch Frauen, die früher begannen, hatten eine kleinere Körpergröße und ein geringeres Gewicht, wobei diese Effekte bei Männern stärker nachzuweisen waren. Solche Effekte scheinen demnach stark vom Einstiegsalter abhängig zu sein. Die Bewertung der Korrelation zwischen Cannabiskonsum und Hirnveränderung wird durch den Umstand erschwert, dass die betrachtete Gruppe z. B. ebenfalls frühzeitiger Alkohol und Nikotin konsumierte und nicht ausgeschlossen werden kann, dass deren gesundheitsschädliche Wirkung Einfluss auf die Ergebnisse hatte. Eine andere Studie (2006) verglich jugendliche Alkoholkonsumenten mit Konsumenten von Alkohol und Cannabis und Abstinenzlern. Hier konnte nur bei der Gruppe der reinen Alkoholkonsumenten ein Hirnvolumenabbau belegt werden. Dies könnte auf eine neuroprotektive Wirkung des Cannabis hinweisen.
.
bei Erwachsenen
Eine Studie ergab, dass die Großhirnrinde von Langzeitkonsumenten schlechter durchblutet wird.[60] Eine Literaturauswertung von Iversen fand kaum Anhaltspunkte, welche für eine Schädigung des Gehirns sprechen. Sie kommt zum Schluss, dass die Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn vermutlich nur geringfügig und vollständig reversibel sind.[45] Studien (Adams and Martin, 1996; Solowij, 1998) zeigten bei chronischen Cannabiskonsumenten eine charakteristische Veränderung im EEG. In der Studie von Solowij, 1998, fanden sich Belege, dass eine geringfügige, wenn auch signifikante Leistungseinbuße der kognitiven Hirnleistung vorhanden sein könnte, obwohl die Probanden mindestens zwei Jahre Cannabis-abstinent gelebt hatten.[45] Eine Metaanalyse der University of California, San Diego (UCSD) fand bei schweren Cannabisrauchern „überraschend wenig“ Hinweise für eine substanzielle Hirnschädigung, allenfalls eine geringe Einschränkung der Gedächtnisfunktion konnte beobachtet werden, deren praktische Relevanz jedoch unklar ist.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:34
@wanagi

Da wir annehmen können, dass in einem CoffeeShop die Abgabe streng geregelt ist, wo sind dann die großen Gefahren?

Dein Wikiartikel spricht deutlich von geringfügigen Veränderungen bei Erwachsenen.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:45
@fregman
Die Gefahr des illegalen Beschaffen wird durch Coffee Shops nicht gebannt aber wahrscheinlich eingedemmt. Es gibt für Dealer immernoch eine Zielgruppe, und das werden diejenigen sein, denen das Zeug im Laden zu teuer ist oder die, die sichs nicht kaufen können (zu jung z.B.). Das wäre ein Argument, was man bringen könnte. Aber ich würde den Cannabis (miss-)gebrauch nicht auf die Gesundheitsschiene treten. Da gibt es andere legale Substanzen, die eigentlich viel schlimmer wären.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 11:51
@smokehead

Eine Eindämmung ist immernoch ein größerer Fortschritt, als der jetzige Stillstand. Das jüngere trotzdem eine Möglichkeit finden an Gras zu kommen, wird sich auch mit 100 Coffee Shops nicht verhindern lassen, aber es wird die Kriminalisierung von Konsumenten sowie die potenziellen Gefahren durch Streckmittel verringern können.

Abgesehen davon könnte eine geringe Steuer auf Cannabis, die den Preis nicht in utopische höhen treibt, bedeutende Mehreinnahmen generieren. Der jetzige Kampf gegen den Cannabis frisst Millionen, nicht umsonst wird besonders in Berlin die Grenze für den Eigenbedarf immerwieder angehoben.


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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

29.11.2013 um 12:39
Ein guter grund meinen Vater öfters in Berlin zu besuchen. :D
Der grösste vorteil ist das man sicher gehen kann das man kein gestrecktes Zeug bekommt...


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29.11.2013 um 12:41
wanagi schrieb:Was wäre daran so schlimm, wenn alles gefährlichen Substanzen verboten wären? Würde das nicht viel Leid verhindern?
@kleinundgrün schrieb:
Betrachten wir die Frage mal historisch:

Wikipedia: Prohibition
Wikipedia: Prohibition_in_den_Vereinigten_Staaten

Also eher nicht.
Beides ist richtig !
Nun macht was daraus !:
Irgend ein Zwischending zwischen Verbot und Schönreden(Marketing/Werbung)


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29.11.2013 um 12:45
Was sollte der Vorteil sein Cannabis zu legalisieren?(Außer natürlich die Konsumenten zu entkriminalisieren)
Würde man da nicht den militanten Drogenbefürwortern Tür und Tor öffnen?


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