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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

262 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Berlin, Stromausfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 01:17
Zitat von WardenWarden schrieb:Meines Erachtens kommt die Angst eher wenn man sich damit gar nicht befasst und dann davon selbst überrascht wird. Alles andere gibt Routine und Sicherheit, präventiv wie reaktiv.
Ich denke genau anders.
Es ist doch mMn viel beängstigender, wenn man weiß, was jetzt alles auf einen zukommt und man dann von der Theorie in die Praxis übergehen muss.

Jemand, der sich nicht wirklich, damit beschäftigt hat, bleibt doch erstmal innerlich ruhiger und weiß nicht, um dass ganze Ausmaß und den Konsequenzen die folgen werden.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 02:09
Zitat von MetaLunariaMetaLunaria schrieb:Ich denke genau anders.
Es ist doch mMn viel beängstigender, wenn man weiß, was jetzt alles auf einen zukommt und man dann von der Theorie in die Praxis übergehen muss.

Jemand, der sich nicht wirklich, damit beschäftigt hat, bleibt doch erstmal innerlich ruhiger und weiß nicht, um dass ganze Ausmaß und den Konsequenzen die folgen werden.
Jemand der sich damit nicht beschäftigt hat und dann davon überrscht wird, scheißt sich ein weil man total aufgeflogen ist wenn man nicht genug Vorräte und Ahnung hat, was man beachten sollte oder was zu tun ist.

Die Logik ist irrig.

Wenn ich mich vorher damit befasse - mental wie praktsich - bin ich umso routinierter bzw. nicht so unruhig, wenn es mich erwischt. Eher wäre ich ruhiger weil ich mich darauf vorbereitet habe.

Das ist doch sinngemäß wie mit nem Erste-Hilfe Kurs. Wenn ich weiß wie ich im Notfall identifiziere und agiere bin ich ruhiger als wenn ich in der Panik nicht weiß was zu tun ist und wem nicht akut helfen kann. Oder mir selbst.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 02:21
@Warden
@MetaLunaria

Bin da vom Typ wie @Warden: Habe ich mich mit etwas beschäftigt*, kann ich damit umgehen. Die Unruhe treibt mich vielmehr um, kenne ich eine Situation nicht genau, oder auch, habe ich den Eindruck, man erzählt mir (z.B. bei Ärzten) nicht die ganze Wahrheit. (Für mich funktioniert auch z.B. mich ablenken, nicht darüber nachdenken, mir etwas schönreden in anderen Situationen nicht. Bin auch nicht vom Typ "das will ich besser nicht wissen".)

*z.B.: Was tun bei Brand, Stromausfall, Erdbeben (letztere sind hier in der Region relevant), medizinischer Notfall (andere Personen anwesend, alleine), Problemen auf Reisen (zu mehreren, alleine). Manches davon wurde auch schon benötigt. Gut, nicht unwissend dagestanden zu sein, denn das macht mich bestimmt nicht
Zitat von MetaLunariaMetaLunaria schrieb:innerlich ruhiger
, gerade wenn
Zitat von MetaLunariaMetaLunaria schrieb:weiß nicht, um dass ganze Ausmaß und den Konsequenzen die folgen werden
.
In einer Situation waren andere Menschen mit von der Situation betroffen, die sich letztendlich als nur unangenehm aber nicht gefährlich herausstellte, und hatten z.T. ihre Situation durch panisches, unvorbereitetes Handeln verschlechtert.*
Zitat von WardenWarden schrieb:Jemand der sich damit nicht beschäftigt hat und dann davon überrscht wird, scheißt sich ein weil man total aufgeflogen ist wenn man nicht genug Vorräte und Ahnung hat, was man beachten sollte oder was zu tun ist.
Das. Und auch z.B. unüberlegte und sich als gelinde gesagt schlecht herausstellende Handlungen passieren nicht selten so: Fettbrand mit Wasser löschen wollen, für Wärme mit dem Grill sorgen wollen, nur um gängige Beispiele zu nennen. Harmlosere aber auch lästige wie der Versuch, wenn das Toilettenpapier ausgeht (ich sage nur: Pandemie...) Küchenrolle zu verwenden und sie runterzuspülen (verstopft).

*Konkrete Situation: Nächtliche Evakuierung eines Hotels. Die Evakuierung kündigte sich schrittweise an ("Bitte bleiben Sie in Ihren Zimmern und warten Sie auf weitere Durchsagen", ca. eine Viertelstunde später "Bitte verlassen Sie geordnet die Zimmer in Richtung Lobby, es besteht kein Grund zur Sorge"). Da standen dann Leute im Nachtgewand (Nachthemd, Pyjama oder auch nur Unterhose), teils barfuß, ohne Papiere, in mindestens einem Fall ohne Medikamente. Es wäre genügend Zeit gewesen, nach der ersten Durchsage sich anzukleiden, Papiere oder sogar eine gepackte Tasche mit hinunterzunehmen (es hat nicht gebrannt). Nur ca. 10 Prozent der Hotelgäste befanden sich vollständig bekleidet, mit festen Schuhen, mit Jacke und mit z.B. einem Rucksack in der Lobby. Ich war einer von ihnen. Und konnte die Sache innerlich ganz ruhig aussitzen, während vielen Leuten erkennbar kalt war, sie besorgt und ängstlich waren, Medikamente (die sie jetzt brauchten, oder um die sie sich sorgten in den nächsten Stunden sie zur nächsten Einnahme nicht erreichen zu können) nicht dabei etc.
Was hat geholfen? Gleich handeln anstatt mir die Sache schönzureden. In der Situation relevante Dinge griffbereit haben (Kleidung um ein Zimmer im Notfall zu verlassen, nicht irgendwo verstaut).


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11.01.2026 um 02:28
Nachtrag, da Editierzeit abgelaufen war:
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(Kleidung um ein Zimmer im Notfall zu verlassen, nicht irgendwo verstaut).
Kleidung, Papiere, Tasche. Beim ersten Alarm sofort parat gestanden als es noch hieß man solle im Zimmer bleiben, und dann vollständig bekleidet mit kleiner Tasche raus. Warum? Vorher auf so eine Situation mich gedanklich und praktisch vorbereitet.


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11.01.2026 um 09:54
Mit gigantischem Personalaufwand wird jetzt die Infrastruktur bewacht und die Polizei bis an die Belastungsgrenze gebracht:
Berliner Polizei schützt jetzt Stromanlagen: Nach dem Brandanschlag sind vier Hundertschaften in Berlin unterwegs
Im Berliner Südwesten ist der Strom zurück, doch jetzt bewachen Polizisten Kabelschächte. Unter den Beamten gilt der Einsatz als „völlig sinnfrei“.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-polizei-schutzt-jetzt-stromanlagen-nach-dem-brandanschlag-sind-vier-hundertschaften-in-berlin-unterwegs-15122013.html

Das kann es auf Dauer ja nicht sein


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 11:26
Zitat von LanzaLanza schrieb:Das kann es auf Dauer ja nicht sein
Vorallem wer soll das bezahlen? Und wenn man es genau nimmt, müsste man das überall machen - nicht nur Berlin. Frankfurt, Köln, München etc. und da es ja relativ "kinderleicht" ist solch einen Flächendeckenden Blackout zu verursachen - wird`s nicht der letzte gewesen sein in dieser Form.

Ich persönlich finde es wirklich beängstigend das man da so leicht dran kommt - ohne großes Vorwissen.


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11.01.2026 um 16:28
Zitat von MetaLunariaMetaLunaria schrieb:ist doch mMn viel beängstigender, wenn man weiß, was jetzt alles auf einen zukommt und man dann von der Theorie in die Praxis übergehen muss.

Jemand, der sich nicht wirklich, damit beschäftigt hat, bleibt doch erstmal innerlich ruhiger und weiß nicht, um dass ganze Ausmaß und den Konsequenzen die folgen werden.
Das dürfte bei vielen der Fall sein, das denk ich auch. Hilft aber nix und da ist ein wenig Vorsorge gar nicht schlecht und beruhigt dann wieder etwas


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 20:26
Zitat von LanzaLanza schrieb:Das kann es auf Dauer ja nicht sein
Das ist jetzt Symbolpolitik.

Das gesamte KRITIS-Netz ist nicht 24/7 perfekt abzusichern. Es geht einfach nicht. Planungen verlagern sich notfalls. Es muss an neuralgischen Punkten mehr getan werden aber 100%-Schutz gibt es nicht.

Deswegen sage ich immer wieder, Haushalte selbst müssen als Erste Hilfe Vorsorge betreiben. Dann ist die "Terrorkomponente" auch abgeschwächt. Kannst ne Gesellschaft die resilient und vorbereitet ist halt schlechter terrorisieren oder beeinträchtigen, als ne unvorbereitete.

Mich regt die fahrlässige oder vorsätzliche Ignoranz vieler bei dem Thema auf. Gewarnt und empfohlen wurde seit Jahren. Aber viele hören nicht. Wollen nicht hören. Sind dann aber die ersten die zur Last fallen oder unterstützt werden müssen bzw. früher als später.

Die Leute sollen ihren Arsch hochkriegen und preppen. Dieses Jahr noch, gefälligst.


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11.01.2026 um 20:29
Es gibt ja genug Strommasten (allein im Höchstspannungsnetz über 30.000), wenn da die richtigen Masten parallel abgesägt werden, ist Ruhe im Karton. Die kann man ja gar nicht alle absichern. Man muss die Täter selbst fassen.


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11.01.2026 um 20:31
Zitat von WardenWarden schrieb:Deswegen sage ich immer wieder, Haushalte selbst müssen als Erste Hilfe Vorsorge betreiben. Dann ist die "Terrorkomponente" auch abgeschwächt
Eigentlich ist sie erst wirkungsvoll abgeschwächt, wenn Angriffe dieser Art das System nicht mehr belasten indem die Schäden z. Bsp. innerhalb kürzester Zeit repariert werden können und auch werden.
Wenn natürlich von vornherein klar ist, so wie jetzt prima in allen technischen Details von Giffey (SPD) kolportiert, wie schwierig das nun ist so ein HV-Kabel zu flicken oder zu verlängern, dann weiß ich jetzt schon das es nicht wenige geben wird, die solche Anschläge als wirkungsvolles Mittel sehen, auf ihre Ideologie aufmerksam zu machen.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 20:33
Zitat von WardenWarden schrieb:Die Leute sollen ihren Arsch hochkriegen und preppen. Dieses Jahr noch, gefälligst.
Hast ja nun schon paar Mal deutlich gesagt ;)

Ist ja auch richtig. Nur im kalten sitzt man dann ja trotzdem, da die Heizungen in der Regel schon ordentlich Strom brauchen. Und bei 3-14 Tagen ist das sicher kein Spaß bei solchen Temperaturen.


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11.01.2026 um 20:40
Zitat von LanzaLanza schrieb:Hast ja nun schon paar Mal deutlich gesagt ;)

Ist ja auch richtig. Nur im kalten sitzt man dann ja trotzdem, da die Heizungen in der Regel schon ordentlich Strom brauchen. Und bei 3-14 Tagen ist das sicher kein Spaß bei solchen Temperaturen.
Man kann es nicht oft genug schreiben weil manche mehr als einen Wink mit dem Zaunpfahl brauchen. Mir sogar egal wenn das hier ggf. einzelne Mitlesende oder Mitschreibende mittlerweile nervt (warum überhaupt? Fühlen die sich angesprochen? Entweder haben sie selbst vorbereitet und müssen sich nicht angesprochen fühlen oder haben es nicht und sollten zur Tat schreiten).

Zudem wird nicht jeder Blackout bzw. jedes denkbare Szenario im kalten Winter sein. Erste Hilfe ist so oder so unerlässlich. Viele könn(t)en kompensieren - wer nicht, der nutzt dann staatliche Ressourcen und Bereitstellungsräume wie Turnhallen etc. wo man sich aufwärmen kann.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Eigentlich ist sie erst wirkungsvoll abgeschwächt, wenn Angriffe dieser Art das System nicht mehr belasten indem die Schäden z. Bsp. innerhalb kürzester Zeit repariert werden können und auch werden.
Wenn natürlich von vornherein klar ist, so wie jetzt prima in allen technischen Details von Giffey (SPD) kolportiert, wie schwierig das nun ist so ein HV-Kabel zu flicken oder zu verlängern, dann weiß ich jetzt schon das es nicht wenige geben wird, die solche Anschläge als wirkungsvolles Mittel sehen, auf ihre Ideologie aufmerksam zu machen.
Ob das nun Politik oder Experten (ich habs von nem 'Experten' auf Welt gehört, nicht von der Politik, siehe mein letzterer längerer Post dazu mit Videolink) verkünden oder nicht, ein Angreifer wird auch ohne zu große öffentliche Erklärung sehen, wie lange die Reparatur dauert, die halt nicht viel schneller ablaufen kann je nach Prozedere und Witterungsbedingungen. Zaubern können die Leute die daran bauen/reparieren nicht, je nach Schadenslage.

Ergo: Nichts ersetzt die erste Hilfe.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 20:45
Um bei künftigen Krisenfällen besser vorbereitet zu sein, fordert der Deutsche Städtetag eine „nationale Blackout-Reserve“ des Bundes mit mobilen Kraftwerken. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) plädiert bei The Pioneer für ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für zehn Jahre.
Quelle: https://taz.de/Nicht-Extremisten-das-Feld-ueberlassen/!6144633/

Hier wird ein Schutz in "mobilen Kraftwerken" gesehen sowie mal wieder einem "Sondervermögen".


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 20:49
Zitat von WardenWarden schrieb:Ob das nun Politik oder Experten (ich habs von nem 'Experten' auf Welt gehört, nicht von der Politik, siehe mein letzterer längerer Post dazu mit Videolink) verkünden oder nicht, ein Angreifer wird auch ohne zu große öffentliche Erklärung sehen, wie lange die Reparatur dauert, die halt nicht viel schneller ablaufen kann je nach Prozedere und Witterungsbedingungen. Zaubern können die Leute die daran bauen/reparieren nicht, je nach Schadenslage.
Ich habe Videos gesehen, in denen Techniker zur Sprache kamen, die extra angefordert werden mussten aus Hamburg glaube. D.h. in Berlin gab es vor allem keine personellen fachlichen Ressourcen die nötig gewesen wären. Weiterhin die Verfügbarkeit von Notstromern.
Dann mussten aufwändig Holzkonstruktionen gebaut werden um den beheizten "Reinraum" herzustellen, hier könnte es lagernde Zelte geben in entsprechender Größe um die Örtlichkeit der Muffe abzudecken usw.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 20:49
Zitat von LanzaLanza schrieb:Hier wird ein Schutz in "mobilen Kraftwerken" gesehen sowie mal wieder einem "Sondervermögen".
Klingt viel, ist auch viel

Mobile Kraftwerke vorhalten ist effektiv aber ziemlich teuer

Immerhin 1/8 des Wehretat


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

11.01.2026 um 21:01
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich habe Videos gesehen, in denen Techniker zur Sprache kamen, die extra angefordert werden mussten aus Hamburg glaube. D.h. in Berlin gab es vor allem keine personellen fachlichen Ressourcen die nötig gewesen wären.
Na ja. Hamburg ist ja nun auch keine Weltreise. Ich finde es normal, nicht für jeden Bereich immer Experten oder Fachpersonal vorzuhalten. Und ist doch gut, dass es diese Fachleute überall gibt und sie sich einbringen können. Das finde ich nicht so dramatisch. Es gab sie. Das ist wichtig.

Ich glaub auch nicht, dass die Berliner nicht irgendwelches Zeug zuhause hatten. Es ist aber die Kälte, der sie nicht standhalten konnten und dann die ganzen KH und Pflegeheime, Bedürftige, die eben auch keine eigenen Vorbereitungen treffen können und die nochmal ganz anders versorgt werden müssen. Auf sowas kann eine Stadt gar nicht immer vorbereitet sein. Vieles hat man auch auf weite Bank geschoben. Merkt man ja insgesamt, dass nach kaltem Krieg irgendwie Phantasialand geherrscht hat und man alles was an Krieg, Aufrüstung und Co. erinnert hat, stetig abgebaut hat. And here we are. Ist ja auch ne Form von Krieg.


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11.01.2026 um 23:49
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Mobile Kraftwerke vorhalten ist effektiv aber ziemlich teuer

Immerhin 1/8 des Wehretat
Wie viele Kraftwerke sollen vorgehalten werden? Welche Leistung hat eine Einheit?

Man könnte als Ergänzung auch große Akkumulatoren (oder andere elektrische Energiespeicher) als transportable Einheiten ausführen und zusammen mit transportablen Wechselrichtern für Notstromversorgungen nutzen. In wie weit könnte man Hybridfahrzeuge, dieselelektrische Lokomotiven und Schiffe so bauen, dass sie als Notstromaggregat geeignet wären?

Was aber wirklich zu denken geben sollte: warum hat niemand die Kabelbrücke beim Kraftwerk Lichterfelde als Schwachstelle im Stromnetz entlarvt? Besagte Brücke dürfte zeitgleich mit dem Kraftwerk zu Beginn der 1970er Jahre gebaut worden sein, also noch zu Zeiten des Kalten Krieges. Und in dem Netzsegmenten hingen nicht nur ein paar Villen, sondern auch ein inzwischen stillgelegter Forschungsreaktor ( Wikipedia: Berliner Experimentier-Reaktor ) und eine Einrichtung über die bis zur Wiedervereinigung ein Großteil des Telefonverkehrs zwischen der Alt-BRD und West-Berlin lief ( Wikipedia: Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg ).


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12.01.2026 um 18:44
Zitat von InterestedInterested schrieb:Vieles hat man auch auf weite Bank geschoben. Merkt man ja insgesamt, dass nach kaltem Krieg irgendwie Phantasialand geherrscht hat und man alles was an Krieg, Aufrüstung und Co. erinnert hat, stetig abgebaut hat. And here we are. Ist ja auch ne Form von Krieg.
In manchen Fällen muss man leider auch akzeptieren oder einsehen, dass es aus der "kalten Logik" des Staates keinen Sinn ergibt, Vorsorge- und Redundanzstrukturen bis ins Unendliche aufzublasen: irgendwo ist der Grenznutzen von Redundanz X deutlich geringer als der Nutzen, den man mit einer anderweitigen Verweldung der Ressourcen erreichen könnte, und dann muss ein Staat (oder eine Stadt, oder Kommune) eben auch irgendwie die Entscheidung treffen, die in Summe der Allgemeinheit am Meisten bringt. Sieht man ja auch bei bestimmten Unfallszenarien oder Unglücken, wie gerade erst dem Brand in der Schweiz: die Opfer werden sogar auf verschiedene Länder verteilt, weil es eben keinen Sinn macht, dass jede Kreisklinik die Einrichtungen für die optimale Versorgung von Brandopfer ständig vorhält und dann auch noch für 20, 30, 40 Betroffene gleichzeitig.
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Man könnte als Ergänzung auch große Akkumulatoren (oder andere elektrische Energiespeicher) als transportable Einheiten ausführen und zusammen mit transportablen Wechselrichtern für Notstromversorgungen nutzen.
Das ist um Größenordnungen ineffizienter als einfach Generatoren zu verwenden und deren Treibstoff zu transportieren - selbst die besten Akkumulatoren haben relativ wenig Energiedichte pro Gewichtseinheit verglichen mit z.B. Diesel, und Diesel hat den Vorteil dass man damit auch allerlei Fahr- und Werkzeug zusätzlich betreiben kann, wie es die Situation gerade verlangt.
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:In wie weit könnte man Hybridfahrzeuge, dieselelektrische Lokomotiven und Schiffe so bauen, dass sie als Notstromaggregat geeignet wären?
Lokomotiven und Schiffe vielleicht, Hybridfahrzeuge sind technisch meistens nicht so ausgelegt dass sie überhaupt sinnvoll Strom ausspeisen können, und wenn dann nicht in Dimensionen in denen das ohne nachgelagerte Technik für irgendwen was bringen würde.
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Was aber wirklich zu denken geben sollte: warum hat niemand die Kabelbrücke beim Kraftwerk Lichterfelde als Schwachstelle im Stromnetz entlarvt?
Woher weißt du, dass das "niemand" getan hat? Eine Schwachstelle zu finden heißt nicht automatisch, dass man auch Maßnahmen ergreifen muss, "Wir akzeptieren an dieser Stelle das Risiko" kann eine valide Reaktion sein, insbesondere, wenn die Schwachstelle nur unter spezifischen Szenarien wie Sabotage etc. eine ist und "Alltagsgefahren" wie z.B. Unwetterschäden technisch bekämpft sind.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

12.01.2026 um 19:01
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:In manchen Fällen muss man leider auch akzeptieren oder einsehen, dass es aus der "kalten Logik" des Staates keinen Sinn ergibt, Vorsorge- und Redundanzstrukturen bis ins Unendliche aufzublasen: irgendwo ist der Grenznutzen von Redundanz X deutlich geringer als der Nutzen, den man mit einer anderweitigen Verweldung der Ressourcen erreichen könnte, und dann muss ein Staat (oder eine Stadt, oder Kommune) eben auch irgendwie die Entscheidung treffen, die in Summe der Allgemeinheit am Meisten bringt. Sieht man ja auch bei bestimmten Unfallszenarien oder Unglücken, wie gerade erst dem Brand in der Schweiz: die Opfer werden sogar auf verschiedene Länder verteilt, weil es eben keinen Sinn macht, dass jede Kreisklinik die Einrichtungen für die optimale Versorgung von Brandopfer ständig vorhält und dann auch noch für 20, 30, 40 Betroffene gleichzeitig.
Ist auch bei den Bunkern so. Hat man hier rückgebaut/vergammeln lassen. In andere Ländern ist die Schutzdichte pro Bürger bzw. Slotanzahl viel höher.

Kann ich einerseits verstehen dass man gerade mental nach dem KK dachte "So jetzt haben wir Frieden woohooo!" und Erhalt von Schutzräumen kostet halt. Kommunen sind ja so schon klamm, etc. Andererseits traurig dass gerade ein Land wie Deutschland mit seinen theoretischen finanziellen Möglichkeiten (notfalls auf Landes- oder Bundesebene) da viel machen könnte aber nichts gemacht hat. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

Wir hatten auch einfach keine Vergleichbare reale oder prognostizierte Gefahrenlage. Die Finnen sind anders geprägt wegen ihrem Nachbarn Russland. Und Israel hat wg. Raketenbeschuss und Kriegen auch eine ganz andere Einstellung dazu.

Hier? Wir sind ja von Freunden umgeben und der Kalte Krieg lange her. Theoretisch könnte man auch argumentieren, dass massive Schutzräume in allen urbanen Ballungsräumen fragwürdig wären weil halt ein Kriegsszenario mit Massenbombardierung in diesen Breitengraden eher unwahrscheinlich ist. Selbst wenn jetzt ein konventioneller Krieg mit Russland ausbrechen würde wo die NATO involviert ist - auf deutschem Territorium würde vmtl. nicht gekämpft werden. Es würden ggf. strategische Langstreckenraketen auf manche militärischen und besonderen Ziele niedergehen wenn sie so weit kommen aber eher weniger die Bude von Ottnormal.

Dennoch wäre es eine zusätzliche Absicherung, Versicherung, wenn man Katastrophenschutz und Krisenresilienz wieder 'neu' entdeckt und fördert. Man weiß nie, was mal kommt. Man sieht auch am Falle der Ukraine was sein kann, wenn man Frontstaat wird oder ist und auch die Zivilbevölkerung aktiv angegriffen wird. Da lohnen sich Schutzräume dann wieder.


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45.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, Heizung etc - Brandstiftung?

12.01.2026 um 19:21
Zitat von WardenWarden schrieb:Dennoch wäre es eine zusätzliche Absicherung, Versicherung, wenn man Katastrophenschutz und Krisenresilienz wieder 'neu' entdeckt und fördert. Man weiß nie, was mal kommt. Man sieht auch am Falle der Ukraine was sein kann, wenn man Frontstaat wird oder ist und auch die Zivilbevölkerung aktiv angegriffen wird. Da lohnen sich Schutzräume dann wieder.
Viel Glück dabei, auf Basis von "Man weiß nie, was da kommt" großangelegte Tiefbauprojekte, zwangsläufig in den teuersten Stadtkernlagen (ein Schutzbunker zu dem man erstmal zwei Stunden Pendeln muss bringt ja nichts) finanziert zu bekommen - völlig berechtigt würde der Einwand lauten, man solle mit dem Geld doch lieber marode Schulen, einstürzende Brücken und dergleichen instandhalten. Wir reden hier ja nicht von zwei-drei Millionen für eine Tiefgarage oder einen U-Bahnhof, sondern über die Investitionen, die nötig wären um hunderttausende bis Millionen von Menschen in Sicherheit zu bringen. Sowas kann man in totalitären Staaten machen oder eben wenn man Großstädte gerade erst aufbaut und sowieso alles eine Baustelle ist (wie es im 20. Jahrhundert ja vielerorts, gerade in den Mittelstädften, der Fall war, da in schneller Folge neben der Gas- und Wasserversorgung und modernen Kanalisationen auch noch Elektrizität, Telefon usw. verlegt wurden, dazu auch Massentransportmittel, Autostraßen usw. angelegt, ganze Stadtteile neu aus dem Boden gestampft wurden). In einer "reifen" Großstadt ist ein solches Unterfangen heute praktisch nicht finanzierbar, von der politischen Durchsetzbarkeit ganz abgesehen. Und ehrlich gesagt möchte ich ein Projekt "Bunker 21" auch nicht sehen, das würde vermutlich neue Maßstäbe im Bereich der Budgetüberschreitungen setzen.


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