bgeoweh schrieb:Viel Glück dabei, auf Basis von "Man weiß nie, was da kommt" großangelegte Tiefbauprojekte, zwangsläufig in den teuersten Stadtkernlagen (ein Schutzbunker zu dem man erstmal zwei Stunden Pendeln muss bringt ja nichts) finanziert zu bekommen - völlig berechtigt würde der Einwand lauten, man solle mit dem Geld doch lieber marode Schulen, einstürzende Brücken und dergleichen instandhalten. Wir reden hier ja nicht von zwei-drei Millionen für eine Tiefgarage oder einen U-Bahnhof, sondern über die Investitionen, die nötig wären um hunderttausende bis Millionen von Menschen in Sicherheit zu bringen. Sowas kann man in totalitären Staaten machen oder eben wenn man Großstädte gerade erst aufbaut und sowieso alles eine Baustelle ist (wie es im 20. Jahrhundert ja vielerorts, gerade in den Mittelstädften, der Fall war, da in schneller Folge neben der Gas- und Wasserversorgung und modernen Kanalisationen auch noch Elektrizität, Telefon usw. verlegt wurden, dazu auch Massentransportmittel, Autostraßen usw. angelegt, ganze Stadtteile neu aus dem Boden gestampft wurden). In einer "reifen" Großstadt ist ein solches Unterfangen heute praktisch nicht finanzierbar, von der politischen Durchsetzbarkeit ganz abgesehen. Und ehrlich gesagt möchte ich ein Projekt "Bunker 21" auch nicht sehen, das würde vermutlich neue Maßstäbe im Bereich der Budgetüberschreitungen setzen.
Willkommen bei der Irrationalität des Menschen. Viele preppen auch nicht weil sie die Kohle lieber woanders hinwerfen und sich in Sicherheit wiegen. Dann kommt das Szenario aber und es ist zu spät.
Eigentlich müsste man zukunftssicher renovieren/bauen. Mindestmaß an Schutzräumen in öffentlichen Gebäuden zumindest, auch wenn es nicht der hightech-Bunker sein muss. Genau so wie man Neubauten IMO mit PV-Anlagen und Speicher bauen müsste als neuer Standard, um Energiediversität und Redunanz zu schaffen.