hidden schrieb:Immer wenn Putin eskaliert weiß man, das ihm was quer sitzt. So gesehen ein guter Marker, das man auf dem richtigen Weg ist
Ja, keine Sorge, im Baltikum wissen sie, wie man die richtigen Signale sendet. Sie reagieren mit Gegendrohung.
"Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen", sagte er der "Neuen Zürcher Zeitung".
In Moskau lösten diese Worte Empörung aus. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach auf Reisen in Peking von "kurzsichtigen Politikern" im Baltikum, "die mit Russophobie durchtränkt sind", wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Weil die baltischen Staaten "geradezu wahnhaft russlandfeindlich" seien, handelten sie gegen ihre eigenen Interessen. Weiter sagte er, die Aussagen grenzten an Wahnsinn.
Quelle:
https://www.n-tv.de/politik/Balten-reagieren-mit-Gegendrohung-auf-Kreml-Erzaehlung-id30841708.htmlAch, dazu noch, das war natürlich im Zusammenhang gemeint, und
Fellatix schrieb:Zum neuen Paket der EU-Kommission noch kurz, 3 Gedanken
1. Wie ich schon sagte, von der Leyen ist da sehr klarsichtig und mit Sicherheit dahinter. Sie will da strategisch führen. Aber einige europäische Regierungschefs haben da offenbar mehr "Angst" als vdL.
2. Die Bedeutung der deutschen Autoindustrie geht zurück.
3. Wenn dich die andere Seite in eine Ecke zwingt oder zwingen will, was macht man da? Wie ein Kaninchen vor Angst erstarren? Oder zurückkämpfen? ... Insofern bin ich da schon gespannt, was daraus wird und wie.
zu 2., zweiter Punkt, Andreas Fulda erklärt das ganz gut und besser, als ich es kurz hinschrieb.
China ist aber ein sehr wichtiger Handelspartner. Bedeutet das nicht auch weniger Wachstum für Deutschland?
Wir verlieren monatlich Tausende gut bezahlte Jobs in der deutschen Industrie. Das hat viel mit der staatlich subventionierten Konkurrenz in China zu tun. Laut einem Bericht des Wall Street Journal aus dem Jahr 2019 erhielt Huawei in der Vergangenheit Steuererleichterungen, Finanzmittel und günstige Ressourcen in Höhe von bis zu 75 Milliarden Dollar. Da können europäische IT-Unternehmen wie Nokia, Ericsson oder Deutsche Telekom nicht mithalten - europäische Gesetze verbieten so weitreichende staatliche Unterstüztung.
Dennoch brauchen wir eine Form des Protektionismus, nicht nur im IT-Bereich sondern auch in anderen Branchen wie der Automobilindustrie. Nur weil Volkswagen oder BASF dagegen ist, wird das nicht falsch. Man kann heute nicht mehr sagen: Was im Chinageschäft gut für BMW ist, ist auch gut für Bayern oder Deutschland. Das müssen wir uns klar machen. Die Interessen Deutschlands und der deutschen Konzerne divergieren mittlerweile massiv. Denen ist relativ egal, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften.
Quelle:
https://www.n-tv.de/politik/Moskau-ist-eindeutig-der-Juniorpartner-Pekings-geworden-id30842592.htmlIm Rest des Interview geht es - angesichts von Putins Besuch - um Russland als Juniorpartner Chinas; da war (für mich) nicht wirklich Neues dabei. Dass D sein Wirtschaftsmodell hinterfragen und auch neu aufstellen muss, klar.