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Globale Risiken durch Russland und China

948 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Russland, China, Ukraine ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Globale Risiken durch Russland und China

26.05.2026 um 17:34
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Hintergrund ist, dass Polen bereits im Zweiten Irakkrieg zu der Koalition der Willigen gehörte. Außerdem brauchen die USA Stützpunkte möglichst weit östlich in Europa, um von dort aus vor allem im Nahen Osten operieren zu können. Polen - aber nicht das Baltikum - bietet sich dafür an. Dafür wollen die USA Polen als zuverlässigen Partner. Deutschland hat da ausgedient.
Also Polen ist schon seit Längerem ein vorbildlicher NATO Bündnispartner; sie haben z. B. ein Minimum von 4% des BIP als Verteidigungsausgaben sogar in die Verfassung geschrieben (überparteilich, im Konsens) und liegen derzeit bei leicht über 5%.

Wenn die Stryker-Brigade (Vilseck, Bayern) aus der Oberpfalz abgezogen wird, was hat das mit dem Nahen Osten zu tun?
Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Thomas Erndl, ist über den Truppenabzug aus Bayern nicht überrascht. "Es liegt doch sehr nahe, dass die Amerikaner nicht dort reduzieren, wo sie Stationierungsorte haben, die für ihren eigenen Betrieb und ihre Machtprojektion von besonderer Bedeutung sind, wie Ramstein. An bayerischen Standorten sind sie da zum Üben. Und da ist es wahrscheinlich einfacher zu reduzieren", so Erndl im Interview mit Bayern 2.
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Bericht-USA-ziehen-5000-Soldaten-aus-bayerischem-Vilseck-ab-id30784231.html

Wenn in Polen mehr stationiert wird, dann ist das grundsätzlich erst mal eine gute Sache. Zu den neueren Informationen würde ich mit einer Beurteilung warten, bis da mehr bekannt ist. Ich würde das nicht unbedingt strukturiert nennen (wie Mark Rutte), aber das Bündnis steht unter Druck - und eine andere Lastenverteilung und das Begegnen der Herausforderung(en) durch das Simultaneitäts-Problem (die Ressourcen auch der USA sind begrenzt), also was, wenn zusätzlich zum Nahen Osten es auch ernst wird im Indopazifik und (zur Unterstützung Chinas durch Putin, zeitgleich, dafür würde ein Ausprobieren oder Zündeln reichen) an der NATO Ostflanke, das steht schon länger auf der Karte.

Dies noch, fast wie eine Bestätigung, jedenfalls überrascht nicht, Bericht der South China Morning Post von heute.
Marcos’ historic Japan trip: What will Philippine leader seek from Takaichi?
Story by Maria Siow
Quelle: https://www.msn.com/en-xl/news/other/marcos-historic-japan-trip-what-will-philippine-leader-seek-from-takaichi/ar-AA242IkW

Der erste Besuch eines philippinischen Regierungschefs in Japan (für 4 Tage), historisch, weil seit langem.

Die Reihen schießen sich.

Was steht auf der Karte?
He said that he would discuss with Takaichi how Tokyo's new defence posture, particularly last month's lifting of its post-World War II ban on the export of lethal weapons, could benefit the Philippines and other Southeast Asian countries.

Manila and Tokyo "have experienced the same difficulties in terms of coercive acts, in terms of different grey zone tactics", particularly in the South China Sea, Marcos said.

Analyn Ratone, the Philippine foreign affairs department's spokeswoman, said on Monday at a briefing in Manila that the two leaders would discuss cooperation on regional security, maritime and security issues. Both sides would explore new agreements on defence, trade, investment and human resources, she added.
Quelle: ebd.

Lageeinschätzung, auch zur Rolle Japans.
Beijing sees Taiwan as part of China to be reunited by force if necessary. Most countries, including the US, do not recognise Taiwan as an independent state, but Washington is opposed to any attempt to take the self-governed island by force and is committed to supplying it with weapons.

Joshua Espena, an international relations lecturer at the Polytechnic University of the Philippines, said Marcos' visit would significantly strengthen the strategic partnership, allowing Manila and Tokyo to secure global supply chains through freedom of navigation.

Both sides face what is seen as an increase in Chinese grey-zone operations - the use of coastguard vessels and maritime militias to enforce Beijing's territorial claims without triggering a war in the South China Sea and East China Sea, respectively.

"Even if both countries do not mention China at all, the fact that Japan is increasing its military footprint agitates [Beijing]," Espena said, noting that China saw Japan as an "external" party in the South China Sea dispute.

In recent months, Japan and the Philippines have rapidly elevated their defence and security partnership through landmark defence pacts and direct military aid.

A reciprocal visiting forces pact came into effect in September last year, allowing for the temporary deployment of Japan Self-Defence Forces to the Philippines for joint training and military exercises.

Japan was seen by the Philippines and other Asian allies as the "most preferred country" to take a leading security role as an alternative to the United States and China. Espena said. "Southeast Asia and the broader Indo-Pacific would [want to] hedge with Tokyo," he added.
Quelle: ebd.

Noch mehr Einschätzungen im Artikel.


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Globale Risiken durch Russland und China

26.05.2026 um 22:28
Was die Ostflanke betrifft, so denke ich, dass sich Trump und Putin auch da auf was verständigt haben.

Denn klar, dass neben den vielen anderen Entscheidungen - Waffenstop an Taiwan, scheinbare Einigung mit Iran, Abzug von Natotruppen und brutale Angriffe auf Kiev - auch die Zerstörung von ARD Studios sowie die Androhung von "gezielten Angriffen" auf die deutsche Botschaft auf die beiden Treffen in Peking folgt.

https://www.spiegel.de/ausland/russland-droht-diplomaten-in-kyjiw-nun-bestellt-die-eu-den-russischen-gesandten-ein-a-9aca78bf-d4a2-4250-9f21-9f7e0e425739?sara_ref=re-so-app-sh

Also eine Eskalation der hybriden Kriegsführung. Nachdem es mit den deutschen Flugzeugen nicht geklappt hat.

Putin wird jedenfalls die Einberufung des russischen Botschafters ebenso wenig beeindrucken wie Xi die Klage von Reiche über chinesische Nichteinhaltung von Wettbewerbsregeln.


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Globale Risiken durch Russland und China

27.05.2026 um 01:35
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Androhung von "gezielten Angriffen" auf die deutsche Botschaft auf die beiden Treffen in Peking folgt.
Ersteres ist Teil des hybriden Krieges, ebenso die Aufforderung an ausländische Diplomaten, die Stadt zu verlassen, und hat mit zweiterem herzlich wenig zu tun. Und ersteres ist nichts Neues. Und?
Die EU weist russische Forderungen zurück, Personal aus Kiew abzuziehen. Nach den jüngsten massiven Angriffen auf Kiew wolle Moskau mit der Forderung nur Panik schüren.
Quelle: https://www.zdfheute.de/video/zdfheute-xpress/eu-personal-kiew-forderungen-russland-video-100.html


Dazu
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:so denke ich, dass sich Trump und Putin auch da auf was verständigt haben.
Und was sollte das sein? Mit Blick auf die Ukraine hat das bislang nicht geklappt, wieso sollte es jetzt oder in Bälde klappen?
Russlands Machthaber Wladimir Putin "gerät immer weiter unter Druck", bilanziert Thomas Jäger. Das zeigen laut ihm auch die massiven Angriffe auf die Ukraine zuletzt. Militärisch, so der Politologe, könne Russland den Krieg nicht gewinnen. Politisch habe Putin lange auf Trump gehofft - sei aber enttäuscht worden.
Quelle: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Trump-sollte-Selenskyj-liefern-aber-es-gelingt-ihm-nicht-id30860175.html


Und, ähem
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:und brutale Angriffe auf Kiev
Das macht Russland seit über 4 Jahren, nicht mitgekriegt? Und also jetzt, hm, das Putin-Regime kündigt etwas an, was es seit Jahren macht? Hm hm hm, also hm, ich würde da auf Ratlosigkeit tippen.

Tut mir leid, aber ich vertraue da mehr den Stimmen aus der Ukraine (als was du da zusammenreimst). Wie etwa Denis Trubetskoy.
Es ist eine Ankündigung, die Angst verbreiten soll - in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, aber auch über die Ukraine hinaus. Das russische Außenministerium verkündete am Montag den Beginn der "systematischen Angriffe" gegen Rüstungsobjekte und "Entscheidungszentren" in Kiew...

... Ein guter Tag war es für die ukrainische Hauptstadt also sicher nicht. Trotzdem hat das Statement des Außenministeriums in Kiew eher für sarkastische Reaktionen gesorgt. Denn die Drei-Millionen-Stadt ist seit den ersten Minuten des Krieges das Hauptziel der russischen Luftschläge im Hinterland.

In diesen 4,5 Jahren hat Kiew bereits Dutzende von großen Luftangriffen erlebt, die allesamt bedeutenden Schaden verursacht haben. Im Oktober 2022 begann Russland etwa mit der ersten Welle der Angriffe auf die Energieinfrastruktur, die bis Mitte März andauerte. Im Mai 2023 musste Kiew eine Phase durchmachen, in der die Hauptstadt jede zweite Nacht beschossen wurde. Die jüngste Welle der Angriffe auf die Energieinfrastruktur, die dazu führte, dass die Kiewer bei Temperaturen bis zu -20 Grad ohne Strom und Heizung tagelang bleiben mussten, liegt erst ein paar Monate zurück. Und auch sonst erlebt die Hauptstadt so gut wie jede Woche einen heftigen russischen Luftangriff.

Wenn das nicht systematisch war, was ist denn überhaupt systematisch, fragen sich die Kiewer daher im Netz.
Gründe zur Besorgnis, also objektive Gründe, gibt es. Die liegen bei der Flugabwehr. Sie liegt aber nach wie vor bei souverän über 90 Prozent. Und bei der Verfügbarkeit von Patriot Luftabwehrraketen. Da existiert keine einfache Lösung, mehr im Artikel.

Mit Blick auf das ganze Bild, jedenfalls, scheint Denis Trubetskoy auch näher an der Sache zu sein.
Russlands eigentliches Problem derzeit ist, dass die eigenen Offensivaktionen an der Front seit Längerem stolpern. Die angepeilte Okkupation der gesamten Donbass-Region in der Ostukraine bleibt weit entfernt. Ukrainische Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur und die Tatsache, dass die Drohnen immer bis nach Moskau fliegen, bereiten dem Kreml, der nach innen wie außen Stärke demonstrieren muss, Kopfzerbrechen. Verstärkte Angriffe auf Kiew haben einen medialen Effekt, der etwa die eigenen Militärblogger zumindest für eine gewisse Zeit besänftigen könnte. Die Schattenseite ist jedoch aus Moskauer Perspektive, dass der Beschuss ihrer Hauptstadt der Ukraine zusätzliche Argumente gibt, um bei ihren Partnern mehr Unterstützung einzuwerben ...

Trotz eiskalter Temperaturen hat diese Strategie im Winter nicht funktioniert. Eine erwähnenswerte Ausreisewelle etwa aus Kiew blieb aus. Die Angriffe auf Kraftwerke und Leitungen haben eher die Menschen noch einmal daran erinnert, dass der eigentliche Feind in Moskau sitzt und innenpolitische Streitereien höchstens drittrangig sind. Schon seit einer gewissen Zeit wird in der Ukraine aber davor gewarnt, dass Russland gezielt Abwasser- und Wasserversorgungssysteme angreifen könnte. Am Sonntag wurde nun unter anderem auch die Kläranlage Bortnyzja angegriffen. Der Ausfall der Kanalisation würde Kiew vor enorme Herausforderungen stellen und könnte doch zahlreiche Menschen dazu bewegen, die Stadt vorerst zu verlassen.

Zum einen aber ist es Russland trotz mehrerer großangelegter Anläufe nicht gelungen, für einen richtigen Blackout in der Ukraine zu sorgen, auch wenn die Folgen der Angriffe auf die Energieanlagen noch Jahre nach dem Krieg spürbar bleiben werden. Zum anderen ist es in einem solchen Fall ebenfalls nicht unwahrscheinlich, dass die Reaktion der Ukrainer und Kiewer ähnlich ausfällt wie nach jedem anderen Luftangriff auch: Sie machen weiter, Tag für Tag.
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Kiew-fragt-sich-was-jetzt-noch-kommen-soll-id30858855.html



Fast könnte man meinen, du wolltest auch (im Sinne des Kreml) Angst und Schrecken verbreiten. Deshalb auch dazu noch, kurz erklärt von zwei Experten:
von Christian Mölling und András Rácz
25.05.2026 | 20:26

Russland setzte in der Ukraine jüngst die Oreschnik-Rakete ein. Reichweite und Geschwindigkeit machen das System gefährlich. Dennoch ist sie aktuell eher eine Propagandawaffe.
Quelle: https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ukraine-krieg-russland-kiew-angriff-oreschnik-rakete-analyse-100.html

Fazit?
Der Kreml versucht, das Image der Oreschnik so zu gestalten, als handele es sich um eine Art Wunderwaffe - eine Waffe, die den Verlauf des Krieges verändern und auch eine erhebliche Gefahr für Europa darstellen könnte. In Wirklichkeit ist die Oreschnik in ihrem derzeitigen Entwicklungsstadium jedoch kaum mehr als eine unfertige, experimentelle Rakete, die nur in sehr geringer Stückzahl verfügbar ist und nicht einmal über einen funktionsfähigen Sprengkopf verfügt.

Basierend auf der Analyse der beiden vorherigen Oreschniks ist die Rakete buchstäblich handgefertigt und aus Teilen anderer, älterer Raketensysteme zusammengesetzt. Daher ist ihr innerer Aufbau recht rudimentär, abgesehen davon, dass sie keinen richtigen Sprengkopf besitzt.

Alles in allem ist ihr Propagandawert weitaus höher als ihre tatsächliche militärische Leistungsfähigkeit.
Quelle: ebd.


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Globale Risiken durch Russland und China

27.05.2026 um 07:01
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb am 19.05.2026:Das würde auch erklären, warum Putin sich erst öffentlich angekündigt hat, als Trump schon hingreist war. Hätte man das vorher gewusst, hätte Europa noch versucht, auf Trump Einfluss zu nehmen, keinen schlechten Deal mit Xi/Putin auszuhandeln. So aber konnte Trump im Vorfeld Diskussionen darüber vermeiden, und das wird ihm gerade recht gewesen sein.
@Panaetius
Trump hatte seine Reise nach China verschoben. Wahrscheinlich "musste" er dann vor Putin ankommen, damit der Unterschied zu Putins Empfang nicht auffällt. Putins und Trump Begegnungen mit Xi unterschieden sich dann ja doch
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb am 19.05.2026:Putin und Trump wurden dagegen in identischer Art am Flughafen empfangen. Xi persönlich und 300 junge fahnenschwenkende Chinesen neben der sonst üblichen Entourage, amerikanische und chinesische Flaggen.
Das war ein mediales "déjà vu", hab ich gelesen


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27.05.2026 um 12:55
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Ersteres ist Teil des hybriden Krieges, ebenso die Aufforderung an ausländische Diplomaten, die Stadt zu verlassen, und hat mit zweiterem herzlich wenig zu tun. Und ersteres ist nichts Neues. Und?
Meiner Kenntnis nach hat Russland vor zwei Tagen zum ersten Mal gezielte Angriffe auf ausländische Vertreter - gemeint sind offenbar vor allem europäische - in der Ukraine oder in Kiew direkt angekündigt.
Russland fordert Diplomaten und ausländische Staatsbürger auf, Kiew „so schnell wie möglich zu verlassen“ und kündigt neue Angriffe an.
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/article/russland-kuendigt-neue-angriffe-auf-kiew-an-und-richtet-warnung-an-auslaender-und-diplomaten-10038295

Russische hybride Kriegsführung gibt es natürlich schon viel länger, aber die spielt sich dann eher in den Ländern selber ab, hier geht es um gezielte militärische Attacken auf Unterstützer der Ukrainer - wenn auch im Kriegsgebiet Kiev. Das ist trotzdem etwas Neues. Zumal bereits einen Tag vorher deutsche Presseorgane angegriffen wurden, nicht nur die ARD, sondern auch die Deutsche Welle bzw. die Sitze in Kiew: https://www.deutschlandfunk.de/studios-von-ard-und-deutscher-welle-in-kiew-beschaedigt-100.html

Gerade bei der Deutschen Welle ist es klar, dass Russland das Studio angegriffen hat, um den Betrieb zu stören, da die Deutsche Welle traditionell westliche Ideen möglichst weit nach Osten funken will, und somit Ziel der staatlichen Zensur in Russland ist.

Und gleichzeitig kündigt Trump an, sich aus der Verteidigung von Europa zurückzuziehen, wenn auch in Raten - aber niemand kann sich darauf verlassen, dass die Amerikaner überhaupt im Ernstfall Europa mit amerikanischem Geld und vor allem mit Menschen verteidigen würden. Und das alles kurz nach dem "Dreieckstreffen" (Trump - Xi, Putin - Xi).

Dass man sich in Kiew bzw. die Ukrainer darüber nicht besonders beeindruckt zeigen und Putin auch auf keine Wende im Ukraine-Krieg gezielt hat, ist natürlich klar, trotzdem hat Russland die Oreschnik-Rakete erst zum dritten Mal eingesetzt, und dabei das erste Mal auf Stadtgebiet, nicht nur auf militärische Ziele.

Es stimmt natürlich, dass der damit bezweckte Propagandaeffekt vor allem auf Europa zielt. Und hier - weniger mit Bezug auf die Ukraine - sehe ich vor allem die Eskalation.
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Fast könnte man meinen, du wolltest auch (im Sinne des Kreml) Angst und Schrecken verbreiten. Deshalb auch dazu noch, kurz erklärt von zwei Experten:
Angst und Schrecken sind die falschen Ratgeber.


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Globale Risiken durch Russland und China

27.05.2026 um 15:27
@FrauZimt

Das "Dementi" kam nur von russischer Seite, dort will man sich wohl nicht nachsagen lassen, dass man sich im Zeitplan an Trump orientiert:
Putins Berater Juri Uschakow wies am Montag entschieden zurück, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem Besuch des russischen Staatschefs und Trumps jüngster Reise gebe.

"Es sollte angemerkt werden, dass es keine Verbindung zwischen Trumps und Putins Besuchen gibt. Normalerweise stimmen wir die Tagesordnung für Gespräche mit den Chinesen im Voraus ab", sagte er.

Uschakow erklärte, das Datum von Putins Besuch sei Anfang Februar vereinbart worden, als Trump ursprünglich geplant hatte, Peking zwischen Ende März und Anfang April zu besuchen.
Quelle: https://de.euronews.com/my-europe/2026/05/19/putin-peking-russland-bessere-china-reise

Öffentlich bekannt wurde die Reise erst am 16.05. und im Nachhinein kann man viel behaupten. An diesen Terminen getroffen haben sie sich so oder so.


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Globale Risiken durch Russland und China

27.05.2026 um 17:40
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Das ist trotzdem etwas Neues. Zumal bereits einen Tag vorher deutsche Presseorgane angegriffen wurden, nicht nur die ARD, sondern auch die Deutsche Welle bzw. die Sitze in Kiew
Es bleibt dabei, es läuft nicht für Russland. Ratlosigkeit. Deshalb jetzt solche Sachen. Und gesteigerte Aktivität im deutschen (Des-)Informations-Raum.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Und gleichzeitig kündigt Trump an, sich aus der Verteidigung von Europa zurückzuziehen, wenn auch in Raten - aber niemand kann sich darauf verlassen, dass die Amerikaner überhaupt im Ernstfall Europa mit amerikanischem Geld und vor allem mit Menschen verteidigen würden. Und das alles kurz nach dem "Dreieckstreffen" (Trump - Xi, Putin - Xi).
Auch da. Das ist mir zu spekulativ.

Mark Rutte gibt da in regelmäßigen Abständen die passende Antwort und Botschaft.
NATO-Chef warnt Russland: „Unsere Antwort wäre tödlich"
12.02.2026 05:00

Ruttes Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über russische Übungen zur möglichen Abschottung der Suwałki-Lücke. Das Gebiet gilt im Falle eines Konflikts zwischen Russland und der NATO als strategischer Brennpunkt.
Und die NATO ist sich der Gefahren bewusst.
Die Suwałki-Lücke ist ein schmaler Korridor zwischen Polen und Litauen. Er verbindet die baltischen Staaten mit dem übrigen NATO-Gebiet und trennt die russische Exklave Königsberg von Weißrussland. Das Gebiet gilt im Falle eines Konflikts zwischen Russland und der NATO als strategischer Brennpunkt. Ruttes Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über russische Übungen zur möglichen Abschottung des Korridors. Wie er betonte, führe die NATO regelmäßig Übungen zu unterschiedlichen Szenarien und nutze dabei aktuelle Geheimdienstinformationen.

Die Sorgen um die Suwałki-Lücke wurden durch ein vom „Wall Street Journal“ beschriebenes Kriegsszenario neu entfacht. Ehemalige NATO-Vertreter, deutsche Abgeordnete und Sicherheitsexperten haben dabei ein russisches Vordringen in die litauische Stadt Marijampolė simuliert. Das von der Zeitung Die Welt und der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg organisierte Szenario ging davon aus, dass russische Truppen die Stadt unter dem Vorwand einer humanitären Krise in Königsberg einnehmen würden.
Quelle: https://www.polskieradio.pl/400/7764/Artykul/3646738,natochef-warnt-russland-unsere-antwort-w%C3%A4re-t%C3%B6dlich

Jetzt kannst du darüber spekulieren, ob es da von den USA "boots on the ground" gäbe (das ist innenpolitisch immer sensibel), aber dass es da im Ernstfall keine Unterstützung aus der Luft gäbe, das halte ich für abstrus. Im Übrigen werden ja jetzt 5tsd mehr US Soldaten in Polen stationiert (was du irgendwie als schlechte Nachricht interpretieren wollttest, warum noch mal?). Zur Erinnerung noch mal, schon Obama sprach vom Asian Pivot und sagte Merkel, Europa müsse in der Lage sein, sich auch allein verteidigen zu können. Nur, es passierte eben nichts. (Da sagt Merkel heute, aber ich wollte ja, aber sie wissen ja, Koalition und Sachzwänge und so. Zugegeben, Saskia Esken drohte noch 2019 mit dem Koalitionsbruch wegen 2 Prozent und rhetorisch feierte die SPD da den Rückfall in den Nationalpazifismus, aber das bringt jetzt auch alles nichts.) Jedenfalls ... dass da mehr als 10 Jahre später etwas passiert, eine Umstrukturierung, das ist jetzt so überaschend nicht. Und um mehr Tempo bei den Anstrengungen anzumahnen, dafür war Rubio auf dem letzten Außen-Treffen.
“It’s well understood in the alliance that the United States troop presence in Europe is going to be adjusted — that work was already ongoing, and it’s been done in coordination with our allies,” Rubio told reporters in the Swedish city of Helsingborg. “I’m not saying they’re going to be thrilled about it, but they certainly are aware.”

NATO spokesperson Allison Hart told POLITICO that "there has been an over-reliance on US forces and capabilities" by the alliance, adding: "But as Europe and Canada are investing more in defence and developing more capabilities, the balance of responsibility can shift."

"This change strengthens NATO’s defence plans by reducing over-dependence on one ally and is a reflection of a broader shift happening within the alliance," she said.
Quelle: https://www.politico.eu/article/us-to-pull-jets-destroyers-and-submarines-from-nato-in-a-broader-european-fallback/

M. a. W. das Gleichgewicht der Verantwortung verändert sich, das ist jetzt kein Grund zur Panik. Auch wegen dem Asian Pivot.


Asian Pivot in Aktion, Meldung von heute:
NATO moves toward inviting Indo-Pacific partners to July summit

Consensus emerging to invite Japan PM, others, says host nation Turkey official

ANKARA -- A consensus is emerging among NATO allies to invite the leaders of Japan, South Korea, Australia and New Zealand to its annual summit to be held in Ankara in July, a senior Turkish government official told Nikkei Asia.
Quelle: https://asia.nikkei.com/politics/defense/nato-moves-toward-inviting-indo-pacific-partners-to-july-summit

Das ist jedenfalls sehr gut, dass das (Eur - USA - Indopazifische Partner) jetzt zu einem Dreieck wird.


Du willst dir Sorgen machen? Das ist eher besorgniserregend.

Von der Friedrich-Nauman-Stiftung (FDP):
Studie: Deutschlands Importabhängigkeit von China steigt
Eine neue FNF-Analyse zeigt: Entgegen den Zielen der China-Strategie ist der Anteil chinesischer Einfuhren bei wichtigen Gütern gestiegen.
26.05.2026
Quelle: https://www.freiheit.org/de/taiwan/studie-deutschlands-importabhaengigkeit-von-china-steigt

Und das trotz der China-Strategie?
Ausgerechnet in kritischen Bereichen diversifiziert Deutschland nicht, sondern wird noch abhängiger und damit noch verletzlicher. Künftig könnte das De-Risking für Unternehmen noch komplizierter werden, da die chinesische Regierung mittlerweile aktiv dagegen steuert. Erst in diesem Frühling erließ der chinesische Staatsrat zwei Dekrete, mit denen Unternehmen, welche Produktion aus China herausverlagern, unter Druck gesetzt werden können.
Quelle: ebd.

Ja, die englische Version spricht da auch von "ironisch" (für ausgerechnet). Wann wurde die China-Strategie veröffentlicht? 2023. Ich schrieb seinerzeit darüber (interessierte kein Schwein). Irgendwie lief das unter Scholz so weiter, dass jedes Unternehmen das De-Risking so jeder für sich selbst interpretieren konnte ... Habeck kam nach seinem China-Besuch zurück (nach 2023) und sagte, wir brauchen eine Strategie (da hatte er auch recht). Zu dem Thema, siehe auch die Studien weiter oben.

Und immerhin, es tut sich etwas (T-Online von heute).
Nun steht Europa ohne Vorräte da. Experte Hell kritisiert in der "Wirtschaftswoche": "Die EU hätte bereits 2023 damit beginnen müssen, strategische Lager aufzubauen – allerspätestens." Allerdings gibt es Bewegung. Die EU-Kommission hatte im Dezember eine Initiative zur Bevorratung von seltenen Rohstoffen angekündigt. An den Planungen sind zehn EU-Länder in Arbeitsgruppen beteiligt, die von Italien, Frankreich und Deutschland geleitet werden.

Kürzlich wurden konkretere Pläne der EU bekannt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters will die Staatengemeinschaft mit einem ersten gemeinsamen Lager für kritische Rohstoffe ihre Abhängigkeit von China verringern. Dabei soll es auch um Gallium und Germanium gehen. Die EU führe bereits Gespräche mit großen Häfen wie dem niederländischen Rotterdam über die Lagerung der Mineralien.
Quelle: https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101270748/china-rohstoffexporte-gallium-und-germanium-werden-knapp-in-deutschland.html

Aber Reiche weiß auch, dass da China momentan noch die, nennen wir es mal: Eskalationsdominanz hat, trotz neuer Kooperationen mit etwa Kanada, Australien, Chile, Peru, Mongolei und Brasilien - auch deshalb ist sie da und will ausloten.


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Globale Risiken durch Russland und China

27.05.2026 um 22:02
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Im Übrigen werden ja jetzt 5tsd mehr US Soldaten in Polen stationiert (was du irgendwie als schlechte Nachricht interpretieren wollttest, warum noch mal?).
Die Ankündigung der Stationierung neuer Soldaten in Polen ist nicht per se schlecht, aber auch sie zählt zu den erratischen Handlungen Trumps. Denn Tage vorher hatte Trump angekündigt, 4000 bereits zugsesagte Soldaten nicht nach Polen zu entsenden. Und was mit der neuen Ankündigung und ist oder wo die hinsollen, weiß aktuell niemand.

Aber die USA machen das natürlich nicht uneigennützig, sondern meine Prognose wäre, dass sie in Polen neue logistische Stützpunkte, vor allem für den Nahen Osten einreichten wollen, da andere Partner mehr Probleme machen als Polen. Trump begründet das mit Sympathien mit dem polnischen Präsidenten - das wirkt zumindest so, als wolle er Schmeichler unmittelbar belohnen und Kritiker abstrafen, wie in seinem eigenen Umfeld.

Aus dem Rest von Europa ziehen die USA jedenfalls bereits zugesagte Soldaten und Waffensysteme zur Abschreckung zurück - und das schneller als erwartet und so, dass Europa darauf nicht vorbereitet war.
Die USA nutzen ihre Basen in Europa aktiv für ihre weltweite Präsenz ihrer Streitkräfte: So waren die Stützpunkte etwa in Deutschland und Großbritannien essenziell für die Luftschläge im derzeit pausierten Iran-Krieg ab Ende Februar. Allerdings schränkten mehrere Bündnispartner derartige Operationen auf ihrem Staatsgebiet ein: Italien verweigerte Landerechte für Bomber und Transporter auf der US-Logistikbasis Sigonella in Sizilien; Spanien untersagte nicht nur die Nutzung der dortigen Basen, sondern sogar Flüge durch den nationalen Luftraum. Donald Trump reagierte, indem er Truppenabzüge aus beiden Ländern androhte.

Die Bedeutung Europas erklärt sich also teilweise schlicht durch die erforderliche Logistik: Wenn Einheiten in eine Nachbarregion wie den Nahen Osten gebracht werden sollen, dann wäre die Vorlaufzeit erheblich größer, wenn sie jedes Mal in den USA starten würden. Außerdem sind die Reichweiten für Direktflüge begrenzt. Das gilt auch für Kommunikations-Infrastruktur: So betreibt die US-Armee im deutschen Ramstein eine Relaisstation für Drohnen-Signale, weshalb auch schon deutsche Gerichte sich mit der Frage befasst haben, inwieweit die Bundesrepublik gegen völkerrechtswidrige Drohnenangriffe einschreiten müsste.
Der Schutz gegen die russische Bedrohung dürfte Trump dabei ziemlich egal sein. Also nicht unbedingt was Polen betrifft. Polen war Teil der Koalition der Willigen im zweiten Irakkrieg und macht keine Probleme bei der amerikanischen Präsenz (weder die Bevölkerung noch die Regierung), investierte außerdem schon immer viel in die Verteidigung. Tucker Carlson wollte von Putin nur die Garantie, dass er nicht Polen angreift, und war damit zufrieden. Nach den baltischen Staaten hat er gar nicht gefragt. Die amerikanischen Wähler haben i.d.R. nicht die Geographiekenntnisse, dass sie dies interessieren würde.

Trump machte bei seiner zweiten Präsidentschaftskandidatur klar, dass er Polen gegen Russland verteidigen würde, hat dies aber für andere Länder nicht bestätigt, sondern eigentlich ausgeschlossen. Je nach Tageslaune könnte sich das ändern, aber Russland könnte einen Konflikt im Baltikum schüren - ohne Polen dabei anzugreifen - bei dem auch die Schwelle zur kriegerischen Auseinandersetzung (vergleichbar der Krim-Annexion) nicht klar ist. Stand jetzt glaube ich eher nicht, dass Trump sich dann einmischen würde.


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Globale Risiken durch Russland und China

28.05.2026 um 00:00
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Tucker Carlson wollte von Putin nur die Garantie, dass er nicht Polen angreift, und war damit zufrieden. Nach den baltischen Staaten hat er gar nicht gefragt.
Willst du hier jetzt auch noch über amerikanische Innenpolitik reden? Ich sag nicht, dass es OT ist. Aber das wäre dann doch woanders (in einem anderen Thread) besser aufgehoben.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Die amerikanischen Wähler haben i.d.R. nicht die Geographiekenntnisse, dass sie dies interessieren würde.
Warum sollten sie?
Und der deutsche Michel hat i.d.R. (auch hier) noch nicht mal Ahnung von der Politik in Frankreich, Polen oder Italien, also direkten Nachbarn.
Was ist nu schlimmer, könnte man da auch fragen.

Zu dem danach sage ich dann noch kurz.
1. Das war (nicht gerade toller) populistischer Wahlkampf, sag mal salopp, für die Fabrikarbeiterin in Ohio, die das nicht gut findet, dass sie mit ihrem Steuergeld auch noch für die Sicherheit ihrer Kollegin in Zuffenhausen mitbezahlen soll (die zudem mehr Feiertage bekommt). You don't pay, you don't get protection usw. Populisten arbeiten mit solchen Neid, nichts Neues. Und dass die wohlhabenden Europäer das eigentlich auch alleine hinbekommen sollten, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen, das versteht auch die Fabrikarbeiterin.
2. Wahlkampf ist nicht Politik.
3. Der Frust über die Europäer, der geht in Washington auch über Parteigrenzen hinaus, weiß grad nicht mehr, wer da ganz klug drüber gesprochen hatte, war vielleicht Kiesewetter. Da kannst du, wenn du willst, auch noch weiter zurückgehen, Jugoslawien Krieg, da wurden dann 75% der Einsätze geflogen von wem? Sozusagen die sicherheitspolitische Ursünde der Europäer. Und
4., sei auch noch erinnert an das Wort von Donald Tusk, 500 Millionen Europäer bitten 300 Millionen um Hilfe? Das ist grotesk. Ah, hier.
Größte Streitkraft Europas noch weiter aufstocken?

Tusk geht noch weiter. 300.000 Soldaten waren bisher die polnische Zielmarke. Schon damit würde das Land über die größte Streitkraft Europas verfügen. Nun spricht Tusk von einer halben Million Soldaten - die Reserve eingerechnet. "Wir streben an, bis Ende des Jahres einen fertigen Plan zu haben, sodass jeder erwachsene Mann in Polen für den Fall des Krieges ausgebildet ist." ...

500 Millionen Europäer würden 300 Millionen US-Amerikaner anflehen, sie vor 140 Millionen Russen zu schützen, die seit drei Jahren nicht imstande sind, 40 Millionen Ukrainer zu besiegen, sagt Tusk. Kein Grund zur Panik, soll das heißen. Und zugleich: Volle Kraft voraus.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-landminenverbot-militaertraining-100.html

Ok, die Tagesschau hat das etwas abgeschwächt, Tusk hatte das meiner Erinnerung nach noch etwas provokanter formuliert. Aber letztlich egal, wie gesagt oben, auf die Diskussion habe ich keine Lust hier.


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28.05.2026 um 00:24
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Die Ankündigung der Stationierung neuer Soldaten in Polen ist nicht per se schlecht, aber auch sie zählt zu den erratischen Handlungen Trumps. Denn Tage vorher hatte Trump angekündigt, 4000 bereits zugsesagte Soldaten nicht nach Polen zu entsenden
Glaube das war eine Entscheidung von Hegseth die Trump dann nicht gefallen hat.
Donald Trump hat Berichten zufolge die Entscheidung seines Verteidigungsministers überstimmt, die Entsendung amerikanischer Truppen nach Polen zu stoppen. Der US-Präsident sagte am Donnerstag die Stationierung von zusätzlichen 5000 Soldaten in Polen zu – ein Kurswechsel, der nur wenige Tage nach der Absage der Verlegung von 4000 US-Soldaten in das Land durch Pete Hegseth erfolgte
Quelle: https://www.merkur.de/politik/trump-ueberstimmte-hegseth-bei-abzug-von-truppen-aus-polen-zr-94319716.html#google_vignette


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Globale Risiken durch Russland und China

28.05.2026 um 04:29
@Panaetius

ach, da du ja neuerdings lieber über us innenpolitik diskutierst ... dazu auch noch, also motto anything goes in deinen Thread?

1. Weißt du, wieviele Bürger polnischer Abstammung leben in den drei battleground states Wisconsin, Michigan, Pennsylvania? Ich sags dir, verdammt viele.
2. Auch wenn Kamala alle 7 swing states letzlich verlor, hätte ihr ein Sieg in nur diesen drei battleground states noch gereicht.
3. Der Abstand in den 3 states war wieviel? Zusammen 260 tst wähler. Mehr als 2016, da wars viel knapper, aber immer noch ... wenn nur 131 tsd anders gewählt hätten (freilich in der richtigen Verteilung in den drei staaten), hätte es gereicht. 131 tsd, das ist nur ein volles football stadium, also verdammt wenig. Und
4. nu, kannst du dich an das letzte Quad Treffen erinnern? Biden, Starmer, Macron, Scholz? Da könnte ich nu auch noch drüber reden, über die Spekulationen, worums da ging, außer den Bildern. Aber was mich derzeit aufregte ... war
5. wieso lud Scholz - von europäischer Seite, er war ja Gastgeber: in Berlin - da nicht Donald Tusk mit dahin zu ein? Obwohl es dahingehend Anregungen gegeben hatte? Scholz, der doch aktive Wahlkampf-Hilfe für Biden/Dems betreiben wollte?
6. Klar, das hätte die Wahl wohl letzlich nicht gedreht, aber hätte es weh getan? Nein. Und
7. diese Art der Ignoranz kann mich aufregen (in diesem konkreten Bsp. und auch grundsätzlich), wo? bei Politikern. Aber bei normalen Bürgern? (Wählerbeschimpfung ist eh nicht so mein Ding) Nein, und

hier, in einem Thread über "Globale Risiken durch Russland und China" darüber zu reden, dass sich die amerikanischen Wähler nicht fürs Baltikum interessieren?
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Die amerikanischen Wähler haben i.d.R. nicht die Geographiekenntnisse, dass sie dies interessieren würde.
Ach, und nur nebenbei, meinst du das in toto? Also alle und wirklich alle? Kennst du da Prozentzahlen? Jedenfalls ... nicht mein Ding, aber vielleicht willst du das noch vertiefen?

Etwas konkreter zum Thema ... mir ist da zu viel Spekulation von dir.

Kennst du Stimmen aus Baltikum, die am Beistand der USA im Ernstfall zweifeln?

Das wäre doch mal was. Vielleicht gibt es die und ich habe sie nicht mitgekriegt. In welchem Fall ich über Lieferung der Information dankbar wäre.

Mir ist in dem Zusammenhang nur eine diplomatische Stimme bekannt in den letzten Wochen - und die richtete sich - ziemlich stark und offenbar - an Spanien: Es gibt da einige Großmäuler in Europa, sagte der Diplomat mit deutlicher Adresse an Spanien, die den Mund groß aufmachen, wenn es um die USA geht, aber würden diese Großmäuler auch im Ernstfall Truppen ins Baltikum entsenden?

Also ... ähem ja ... im Baltikum scheint es durchaus tiefe Zweifel zu geben mit Blick auf Europa bzw. zumindest das "glückliche" Spanien ("von Freunden umgeben"). Falls dir ähnlich tiefgehende Zweifel aus dem Baltikum mit Blick auf den Beistand der USA bekannt sein sollten - und sie mir entgangen sein sollten - wäre ich um diesbetreffende Information dankbar.


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Globale Risiken durch Russland und China

28.05.2026 um 09:26
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Ach, und nur nebenbei, meinst du das in toto? Also alle und wirklich alle? Kennst du da Prozentzahlen? Jedenfalls ... nicht mein Ding, aber vielleicht willst du das noch vertiefen?

Etwas konkreter zum Thema ... mir ist da zu viel Spekulation von dir.

Kennst du Stimmen aus Baltikum, die am Beistand der USA im Ernstfall zweifeln?

Das wäre doch mal was. Vielleicht gibt es die und ich habe sie nicht mitgekriegt. In welchem Fall ich über Lieferung der Information dankbar wäre.
Prozentzahlen dazu habe ich nicht - dafür mehrere Jahre in den USA gelebt. Man erfährt über Europa gar nichts, weder in der Schule noch im Fernsehen oder in sonst einem Kontext. Nachrichten aus Europa gibt es dort praktisch nicht, mit der einzigen Ausnahme von England. Höchstens vielleicht noch an der Universität in bestimmten Studiengängen - aber das sind dann keine Trump-Wähler. Und auch dort extreme Unterschiede zu hier. Die berühmte Frage, ob es in Europa Kühlschränke gibt oder Pasta und Pizza (bzw. kennt man das dort auch?). Ob es neben dem Hofbräuhaus in Las Vegas auch noch eines in München gibt. Wenn man in Deutschland wohnt, kann man mal eben mit dem Auto nach Moskau (die Annahme kam immerhin von jemanden, der sich bereits mit der deutschen Sprache beschäftigt hatte).

Die polnischen Zuwanderer. OK, für Polen gilt der Schutz der USA.

Zum Baltikum (Artikel ist nicht mehr ganz aktuell, aber gibt es ein wesentliches update)?:
Bittere Nachricht für Litauen, Lettland und Estland: Die USA wollen laut Medienberichten die Militärhilfe für die baltischen Staaten per Ende 2026 beenden. Das Vorhaben sei Teil der Aussenpolitik unter dem Motto «America First».
Sehr offen ist allerdings, ob die Amerikaner die 80'000 US-Soldaten, die derzeit in Europa stationiert sind, auf dem Kontinent belassen. Diese Truppenpräsenz wird derzeit im Pentagon in Washington überprüft. Der Leiter dieser Überprüfung ist Vize-Verteidigungsminister Elbridge Colby – und er gilt als Gegner der US-Militärpräsenz in Europa.
Quelle: https://www.srf.ch/news/international/america-first-in-der-nato-wegfall-der-us-militaerhilfe-erst-das-baltikum-dann-ganz-europa

Die Bedrohung bzw. Risiken durch Russland haben schon etwas damit zu tun, wie gut die Abschreckung funktioniert. Keine Abschreckung = maximales Risiko.


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Globale Risiken durch Russland und China

28.05.2026 um 11:58
Trump sagt Polen seine Unterstützung ausdrücklich zu:
Trump sagte im September, die USA würden sich nicht aus Polen zurückziehen. „Wir werden mehr dorthin schicken, wenn sie es wollen“, sagte er. „Wir stehen voll hinter Polen und werden dem Land helfen, sich zu schützen.“
Für die baltischen Staaten gibt es zwar "besondere Begünstigung", aber das ist mMn nicht gleichzusetzen mit militärischer Unterstützung. Das könnte sich z.B. auf Waffenlieferung oder nachrichtendienstliche Erkenntnisse sowie Expertise beziehen:
Die vier Staaten an der östlichen NATO-Flanke haben zugesagt, in den kommenden Jahren 5 Prozent ihres BIP für Verteidigung aufzuwenden. Der Kriegsminister sagte, Länder, die die Erwartungen der Regierung erfüllen, würden „besondere Begünstigung“ durch die USA erhalten.
Quelle: https://www.nordisch.info/estland/usa-deuten-fuer-baltikum-besondere-militaerische-unterstuetzung-an/


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Globale Risiken durch Russland und China

30.05.2026 um 12:17
Wieder Drohnenalarm am Flughafen München.
Der Betrieb am Flughafen München ist am Samstagvormittag wegen einer mutmaßlichen Drohnensichtung vorübergehend vollständig eingestellt worden. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Bundespolizei.

Vergangenes Jahr wurden am Flughafen in München mehrfach Drohnen gesichtet und der Flugbetrieb eingestellt. Auch die Bundeswehr schaltete sich ein, um bei der Drohnenabwehr zu unterstützen. Bayern hatte darum gebeten.

Lesen Sie auch: Drohnensichtungen häufen sich, Politiker vermuten Russland dahinter.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/muenchen-warnung-vor-mutmasslicher-drohne-flughafen-gesperrt-a-03075e30-a8dd-4a2d-806f-ba5e569d6766

Und gestern ist in Rumänien eine russische Drohne in ein Hochhaus geflogen.

Klar, dass kann alles daran liegen, dass Putin persönlich frustriert ist. Aber so oder so eskaliert er gerade gegenüber der EU und auch diese Ereignisse gehören mMn in den Kontext der Drohungen von gezielten militärischen Angriffen gegen Ausländer/Europäer in Kiew.


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Globale Risiken durch Russland und China

05.06.2026 um 23:10
Keir Starmer warnt jetzt auch vor möglichem russischem Angriff auf Europa in den nächsten Jahren. Es lägen britische Geheimdiensterkenntnisse vor.
Großbritannien geht davon aus, dass Russland in vier Jahren die Nato angreifen könnte. Zu dem Schluss seien britische Geheimdienste sowie weitere Nato-Staaten gekommen, sagte Premierminister Keir Starmer beim Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland.
Quelle:
https://www.spiegel.de/ausland/keir-starmer-haelt-russischen-angriff-auf-nato-in-vier-jahren-fuer-moeglich-a-c99d47ce-014b-4daa-93b3-e631436f3f0d


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Globale Risiken durch Russland und China

09.06.2026 um 00:20
Die Brandanschläge in deutschen Städten scheinen sich fortzusetzen, könnte eine auswärtige Macht wie Russland dahinterstehen?
Reutlingen (dpa) - Ermittler haben nach dem nächtlichen Brand in einem Umspannwerk mit großflächigem Stromausfall in Reutlingen einen möglichen Brandbeschleuniger gefunden. «Es gibt Anzeichen, dass ein Brandbeschleuniger benutzt wurde», sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Stuttgart. Am Brandort seien Spuren gesichert worden. Diese müssten nun ausgewertet werden.

Nach Auskunft von Innenminister Manuel Hagel (CDU) haben Staatsschutz und Antiterrorismuszentrum beim Landeskriminalamt in Stuttgart die Ermittlungen übernommen.
Quelle: https://www.antenne.de/nachrichten/welt/verdacht-auf-brandstiftung-nach-stromausfall-in-reutlingen


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Globale Risiken durch Russland und China

09.06.2026 um 09:58
Der Brandanschlag und Stromausfall in Berlin weist Ähnlichkeiten zu dem großflächigen Stromausfall in Berlin auf.
Spuren wie bei Anschlag in Berlin

Wie B.Z. aus Sicherheitskreisen erfuhr, weist das Brandbild im Umspannwerk Reutlingen-West Parallelen zu dem Feuer an einer zentralen Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde auf. Auch dort hatten die Flammen zeitgleich mehrere Hoch- und Mittelspannungskabel erfasst.
Quelle: https://www.bz-berlin.de/polizei/ermittler-pruefen-verbindung-zu-anschlag-in-berlin

Dass die "Vulkangruppe" (die sicherlich ohnehin von Hintermännern gesteuert wird) außerhalb von Berlin/Brandenburg tätig wäre, ist nicht bekannt.


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