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Globale Risiken durch Russland und China

932 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Russland, China, Ukraine ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 11:44
@Jedimindtricks

Die Eastern Human Rights Groups dokumentiert Menschenrechtsverletzungen im besetzten Teil der Ukraine: https://www.bbc.com/news/magazine-37512356

Hat denn Sputnik News für dich die gleiche Absicht? Oder glaubst du Sputnik News würde sich auf darauf beziehen wollen?


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 11:52
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Ehrlich gesagt, fällt es mir auch schwer, deine(n) Hauptpunkt(e)/These in deinen letzten Beiträgen so ganz auf die Reihe zu kriegen.
Hauptpunkte sind, dass China (zu geringeren Teilen auch Iran und Nordkorea) sich daran beteiligt, eine neue Infrastruktur in den besetzten Gebieten der Ukraine aufzubauen, natürlich zum eigenen Vorteil - es geht um die Durchsetzung von Internetzensur und abhörsicheren Leitungen, aber auch um Verkehrsinfrastruktur - Häfen, Straßen, Schienen usw. - um einen Logistikkorridor zwischen Europa und Asien zu schaffen, u.a. um seltene Erden und andere Rohstoffe dort zu gewinnen. China plant außerdem langfristig Austauschprogramme zwischen dieser Region und Russland. Schon lange bekannt ist, dass China sich den westlichen Sanktionen gegen Russland widersetzt und Russland Bauteile für Waffen liefert, um den Krieg überhaupt führen zu können.

Daneben ist es natürlich auch richtig, dass Russland die einheimische Bevölkerung aus den besetzten Teilen vertreibt und versucht, ethnische Russen dort anzusiedeln.

Sehe da keine Widerspruch. Ist es jetzt klarer?


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 11:56
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Falls du eine verlässliche Analyse von Russlands Strategie in den besetzten Gebieten suchst (da geht es hauptsächlich aber um die Russifizierung, weniger um die threadbezogene geostrategische Frage
Russifizierung gibt es nicht nur in besetzten Gebieten. Die find ich auch hier in der diskussion wo Sachverhalte gar nicht mehr plausibel erklärt werden .
Vorher und hinterher wird sich allerdings beschwert das alles schlafschafe sind in europa ,ein europa das sowieso nixmehr kann .


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 12:00
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Die find ich auch hier in der diskussion wo Sachverhalte gar nicht mehr plausibel erklärt werden .
Meinst du deine eigenen Beiträge? Da stimme ich zu.


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 12:10
Zitat von FellatixFellatix schrieb:
May 5, 2026
Quelle: https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russias-resettlement-strategy-in-occupied-ukraine/

Detailliert und so 5-10 Min. Lesezeit
Wie erwähnt , der Krieg geht 12 jahre . Russifizierung war schon immer das thema weil die "ukraine ukrainisiert " . Der sogenannte " Genozid " an der russischen Bevölkerung.
The 12-year occupation of Crimea and parts of Donbas have greatly complicated the prospects of their eventual reintegration into Ukraine, largely because of the hundreds of thousands of Russians who have relocated to these areas.
Jetzt hab ich halt in 5 bis 10 Minuten nicht ein wort über China gelesen .Das chinesische " Baufirmen " dort tätig sind ist geschenkt, alles andere ist sanktioniert.

Was aber wichtig ist zu wissen das die Russen tricksen wo sie können
Russian repopulation efforts are supplemented by deliberate bureaucratic and physical demographic manipulations which have the ultimate intended effect of making occupied areas of Ukraine appear to be intrinsically Russian and support wider Russification efforts.
Darauf kann man durchaus reinfallen.
Das Russland mit höheren Einkommen in den Gebieten hantiert plus Geld das Leute locken soll ist auch Tatsache.
Immerhin bekommt man eine " kriegsversicherung "
The Kremlin, for example, is introducing a “war risks” insurance
Die wird halt nur nix wert sein.


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 12:14
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Ist es jetzt klarer?
Ja, danke. Da war jetzt nichts so wahnsinnig neu, aber klar ausformuliert.
Bei neuen Beiträgen ist (wäre) es hilfreich, die Detailbeobachtungen (so weit möglich) mit den strategischen Zielen zu verbinden bzw. mindestens (soweit möglich) anzudeuten. (Strategisch geht es freilich noch um mehr als (nur) Logistik.)
Mehr brauchts ja nicht.


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 12:23
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Jetzt hab ich halt in 5 bis 10 Minuten nicht ein wort über China gelesen .Das chinesische " Baufirmen " dort tätig sind ist geschenkt, alles andere ist sanktioniert.
Der Artikel heißt: "Russia’s Resettlement Strategy in Occupied Ukraine" - hat also mit chinesischen Investitionen usw. nicht direkt zu tun. Zweifelst du denn an der oben verlinkten Studie und den vielen anderen Texten, die hier verlinkt waren - und vor allem wie begründest du das? Was genau ist sanktioniert und hält China sich daran? Hast du vielleicht Beispiele?


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Globale Risiken durch Russland und China

06.05.2026 um 13:15
Die chinesischen Investitionen gehen weit über dort tätige Baufirmen hinaus, sondern eigentlich wird der gesamte Wiederaufbau von China finanziert:
Experten sagen, Russlands Fähigkeit, die besetzten Gebiete wiederaufzubauen, hänge zunehmend von chinesischer Finanzierung und Unterstützung ab.

„Die Rekonstruktion der Industrie unter Besatzung werde bereits mit chinesischem Geld finanziert. Ohne China habe Russland keine Möglichkeit, all dies schnell wiederaufzubauen.“

Diese Zusammenarbeit erfolgt oft über Mittelsmänner, darunter private Firmen und Einzelpersonen, die zwischen den beiden Ländern agieren.

Quellen: The Insider, Eastern Human Rights Group, Onet
Quelle: https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/china-festigt-seinen-einfluss-in-der-besetzten-ukraine-putin-scheint-machtlos/ar-AA229iih?ocid=AARDHP

Gerade in den letzten Tagen sind solche Zusammenhänge wieder vermehrt in den Nachrichten.


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Globale Risiken durch Russland und China

07.05.2026 um 08:13
@Panaetius

Falls du dich noch mehr in das Thema vertiefen willst, in Sachen Risiken und Herausforderung durch China, dann empfehle ich auch den jüngsten ECFR Policy Brief zum Thema, den findest du hier:
Beijing hold’em: European cards against Chinese coercion
Tobias Gehrke
Senior Policy Fellow

With
Nina Schmelzer

Policy Brief 31 March 2026
Vorneweg die wichtigsten Punkte, zusammengefasst.
Chinas Mineralienmonopol bedroht Europas saubere Technologien und industrielle Kernkompetenzen, während seine Überkapazitäten die Deindustrialisierung Europas beschleunigen. Dies verleiht Peking Zwangsmacht über Schlüsselsektoren und kann die Wettbewerbsfähigkeit der EU gefährden.

Die Reaktion der EU war bisher reaktiv und ineffektiv; sie setzte auf Diplomatie und Risikominimierung, ohne jedoch rechtzeitig und glaubwürdig Abschreckungsmaßnahmen einzusetzen.

Wirtschaftlicher Einfluss und Abschreckung sind Voraussetzungen für Europas Wettbewerbsfähigkeit. Europa verfügt über erheblichen Einfluss in den Bereichen Handel, Technologie und Infrastruktur. Es fehlt jedoch eine Strategie, wie und wann diese „Karten“ eingesetzt werden sollen.

Die EU sollte eine Doktrin der wirtschaftlichen Abschreckung entwickeln, die auf dem Prinzip „Eskalation zur Verhandlung“ basiert. Ein kompetenter, klarer und glaubwürdiger Ansatz würde Europas Fähigkeit stärken, Zwang zu widerstehen und seine industrielle Basis, seine Sicherheitsinteressen und seine wirtschaftliche Souveränität zu schützen.
(Übersetzt mit google.)

Quelle: https://ecfr.eu/publication/beijing-holdem-european-cards-against-chinese-coercion/

Die Autoren skizzieren Chinas "coercion playbook", wie China immer selbstbewusster und aggressiver wurde/wird.
Sollten die politischen Entscheidungsträger in Peking glauben, Eskalationszyklen aufrechterhalten oder gar für sich entscheiden zu können, wird ihre Hemmschwelle für den Einsatz von Zwangsmitteln sinken. Und wenn diese Mittel Wirkung zeigen, könnte das Erzwingen von Zugeständnissen abhängiger Partner zur Routine werden.

Anders ausgedrückt: Wirtschaftlicher Zwang und Abschreckung rücken von Nischenfällen am Rande der Weltwirtschaft hin zu einem Organisationsprinzip zwischen den Mächten im Zentrum des Geschehens. Die Hinwendung zu präziseren, formalen Maßnahmen bedeutet jedoch nicht, dass Grauzonen-Aktionen verschwinden werden; Pekings Ansatz kombiniert beide, um maximale Flexibilität zu gewährleisten. Europa muss sich entsprechend vorbereiten.
Quelle: ebenda

Und werden dabei sehr deutlich, was auf dem Spiel steht.
Was geschieht, wenn es der EU nicht gelingt, wirtschaftliche Abschreckung gegenüber China aufzubauen und anzuwenden? ...

Es geht um weit mehr als nur um diplomatische Verlegenheit. Die Zukunft der Sicherheit und Industrie des Kontinents ist eng mit seiner Fähigkeit verknüpft, China abzuschrecken ...

Sollte Pekings Drohung mit wirtschaftlichem Druck die EU erfolgreich davon abhalten, notwendige Handelsmaßnahmen zu ergreifen, um angesichts Chinas Überkapazitäten gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, könnten Europas industrielles Rückgrat und Millionen von Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe in den kommenden Monaten und Jahren verschwinden. Abschreckung dient daher nicht nur der Sicherheit, sondern ist auch ein Schutzwall für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie.

Nichts davon ist unausweichlich. Doch ohne glaubwürdige wirtschaftliche Abschreckung wird Europa immer wieder vor demselben Dilemma stehen: entweder Widerstand leisten und kurzfristige wirtschaftliche Einbußen hinnehmen oder Zurückhaltung üben und einen mittelfristigen Rückgang von Industrie und Wettbewerbsfähigkeit riskieren. Abschreckung und Risikominimierung haben ihren Preis, doch Untätigkeit ist noch kostspieliger ...

Zusammengenommen hat dies zu einem Mangel an Handlungsfähigkeit, Klarheit und Glaubwürdigkeit geführt. Was wie Vorsicht wirkt, ist oft nichts anderes als Lähmung aufgrund fehlender Strategie. Doch dieses Zögern lässt sich beheben: Eine glaubwürdige Strategie, wie und wann die vorhandenen Mittel eingesetzt werden sollen, kann die Entschlossenheitslücke der EU schließen. Im Folgenden analysiert dieses Papier die Hebelwirkung Europas und die notwendigen Schritte zu deren Nutzung.
Quelle: ebenda

(Alles übersetzt mit google.)

Danach werden sie sehr ausführlich, bezüglich einer möglichen Strategie, was sich nicht in wenigen Worten zusammenfassen lässt.

Worüber sie nicht sprechen, wie eine solche koordinierte Strategie im Rahmen der EU konkret zusammen- und herbeigeführt werden könnte.

Dabei geht es darum, wie auch Marko Martin in seinem Aufsatz (weiter oben) sagte, Kommendes zu antizipieren und sich entsprechend zu wappnen.

Ich würde schon sagen, a propos Brüssel, ich nannte da vdL, die da schon klar- und hellsichtig ist, im Erkennen der Risiken.

Das Problem ist die Umsetzung (und die Koordination).


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Globale Risiken durch Russland und China

07.05.2026 um 18:05
...Chinas Mineralienmonopol...
Naja, was willst du hören, es sind ihre Ressourcen und so gesehen ist das unser Problem alternativen zu erforschen oder andere Quellen zu erschließen, China muss diese nicht verkaufen.
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Worüber sie nicht sprechen, wie eine solche koordinierte Strategie im Rahmen der EU konkret zusammen- und herbeigeführt werden könnte.
Die Fakten sind allerdings das für China Europa nur ein Standbein ist, sie können auf Europa verzichten aber wir nicht auf China.

Unser größtes Problem ist allerdings, China läuft uns den Rang langsam ab bei Innovation und Fortschritt.


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Globale Risiken durch Russland und China

07.05.2026 um 22:33
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Danach werden sie sehr ausführlich, bezüglich einer möglichen Strategie, was sich nicht in wenigen Worten zusammenfassen lässt.
Danke für den Hinweis! Das hier fand ich spannend:
Modern defence systems depend on minerals like rare earths, graphite and niche compounds, all of which Chinese production dominates. Supply disruptions are already straining European defence production, particularly among the small and medium-sized firms that form the backbone of the defence industrial base. If Beijing tightened export controls further, EU governments and businesses could find themselves triaging production: prioritising some systems over others not because of battlefield needs, but because of shortages in key materials. Failing to check China’s economic weapon would therefore hand Beijing a partial veto over Europe’s defence industry expansion.

Second, Europe’s industrial transition is at risk. EVs, batteries, wind turbines and other clean technologies rely heavily on Chinese minerals and derivatives, such as magnets. Europe’s clean-tech shift is, for now, hostage to access to Chinese minerals.
Quelle: https://ecfr.eu/publication/beijing-holdem-european-cards-against-chinese-coercion/

Tatsächlich könnte es in verschiedenen politischen Lagern ein Problem werden, wenn die Frage aufkäme, ob die wenigen noch vorhandenen Seltenen Erden priorisiert an die Ukraine verschickt oder in der heimischen Industrie noch verwendet werden - vor allem, wenn es um den Aufbau grüner Energie geht.


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Globale Risiken durch Russland und China

08.05.2026 um 00:52
@Panaetius

Danke für Interesse und Lesen.

Dazu - zum Thema - passt auch die Meldung von heute. Obwohl ich Belgien auch kritisch sehe (Rolle im Streit um das eingefrorene russische Staatsvermögen), sagte der Außenminister bei seiner Rückkehr aus China
Belgium urges EU to save industry by getting tough on China

On returning from China, Foreign Minister Maxime Prévot warns the EU will become a “coalition of frogs” unless it embraces a cohesive strategy.
ein paar bemerkenswerte Sätze. Etwa
“And that begs the real question: Is Europe prepared to endure some temporary hardship for a few years in order to stand firm behind a series of measures designed to eventually reestablish a partnership based on a level playing field?”
Oder
Another irritant is the EU’s draft Cybersecurity Act, which would require telecom operators to ban Chinese tech champion Huawei from their supply chains.

“The European Union will only be able to respond to technological and industrial showdowns by standing united behind a strategy that is as widely shared as possible,” Prévot said.

“If we cannot be an ox, we will remain a coalition of frogs,” he added, evoking the image of a weak and disorganized group that produces little more than noise.

“That is a luxury we can no longer afford; with each passing month, it is like a decade of accelerated economic development.”
Quelle: https://www.politico.eu/article/belgium-urges-eu-save-industry-getting-tough-on-china/

Im Juni (18./19.) wird China wieder Thema sein, wenn die Hauptstädte zusammkommen, beim EU-Gipfel. Wie sehr Spanien (Sanchez) da ausschert (nicht nur in Sachen Huawei), darüber hatte ich gepostet.

Der belgische Außenminister hätte die Sätze wohl kaum so gesagt (viel Lärm von Fröschen, oder eine Frösche-Koalition, aber kein Konzert?), wenn er sie schon sähe, eine koordinierte, kohäsive Strategie.

Bemerkenswert auch (auch wenn es hier nur indirekt dazugehört) die Zunahme chinesischer Spionage (bzw. Zunahme der Sensibilisierung dafür, bei den Sicherheitsbehörden).

Auch von heute bzw. gestern, Festnahme in Norwegen.
Norwegian police arrest a Chinese citizen on spying allegations

OSLO, Norway (AP) — Authorities in Norway arrested a Chinese citizen on espionage allegations Thursday in connection with a purported effort to set up a receiver to collect sensitive satellite data, the country’s domestic intelligence service said.
Es ging um Staatsgeheimnisse.
Police launched their operation on the suspicion that a Norwegian-registered company was operating as a front for a Chinese state actor, the Police Security Service, or PST, said. ...

The incident “involves complicity in an attempt at serious espionage against state secrets,” the statement said.
Quelle: https://apnews.com/article/norway-china-arrest-espionage-allegations-bbf103dfa4fd056ef5773bd8a1e2a9ec

Und Verurteilung in UK, auch von gestern.
Two men first in British history to be found guilty of spying for China
Da ging es "nur" um Überwachung von Dissidenten.
A UK Border Force officer and Hong Kong trade official based in London have been found guilty of spying for China and surveilling dissidents through a “shadow policing” operation.

Chi Leung “Peter” Wai, 38, and Chung Biu Yuen, 65, also known as Bill, were found guilty at the Old Bailey of assisting a foreign intelligence service, making them the first people in British history to be convicted of spying for China.
Quelle: https://www.theguardian.com/uk-news/2026/may/07/two-men-guilty-spying-for-china-uk-wai-yuen


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Globale Risiken durch Russland und China

08.05.2026 um 08:39
Another irritant is the EU’s draft Cybersecurity Act, which would require telecom operators to ban Chinese tech champion Huawei from their supply chains.

“The European Union will only be able to respond to technological and industrial showdowns by standing united behind a strategy that is as widely shared as possible,” Prévot said.
Die Realität ist allerdings das Huawei vorne liegt und wir Europäer diese Lücke nicht mehr aufholen werden, was wir in erster Linie tun sollten ist eine besser Schule und Ausbildung fördern, weil wenn wir das generelle Level der Schulbildung nicht erhöhen werden wir nicht konkurrenzfähig sein.

Das Problem ist wenn wir uns isolieren wird das Ergebnis sein, wir zahlen deutlich mehr für deutlich schlechtere Produkte, damit ist niemanden geholfen. Sondern wir würden uns im Gegenteil noch weiter abschaffen. Während China dann Afrika aufbaut und dann wird selbst Afrika irgendwann an Europa vorbeiziehen...


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Globale Risiken durch Russland und China

08.05.2026 um 10:09
Zitat von tarentaren schrieb:Das Problem ist wenn wir uns isolieren wird das Ergebnis sein, wir zahlen deutlich mehr für deutlich schlechtere Produkte, damit ist niemanden geholfen.
Das konkrete Problem bei Huawei ist, dass China solche Netzwerke zur Spionage einsetzt, und - so zumindest meine Befürchtung - wo für Russland relevant auch noch mit Russland teilt. Die Einsparungen werden durch die Nachteile also mehr als ausgewogen - und Telekom, Vodafone usw. können ebenfalls die Infrastruktur bereitstellen.

Das legt auch das folgende nahe:
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Es ging um Staatsgeheimnisse.
Genau genommen um Satellitendaten vom Polarkreis:
The suspect, who was identified only as a Chinese woman, allegedly tried “to establish a receiver for satellite downloads from satellites in polar orbits suitable for collecting data that could harm fundamental Norwegian interests if it becomes known to a foreign state,” PST police attorney Thomas Blom said in a statement.
Quelle: https://apnews.com/article/norway-china-arrest-espionage-allegations-bbf103dfa4fd056ef5773bd8a1e2a9ec

Die Polarregion Norwegens ist rein geographisch kein Interessenschwerpunkt Chinas! Aber ich hatte die Zusammenhänge in dem Einleitungstext angedeutet. Die Spionage ergibt eigentlich nur Sinn, wenn China vorhätte, die Erkenntniss mit Russland im gemeinsamen Interesse zu teilen - denn die Polarroute wird effektiv von Russland kontrolliert.


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Globale Risiken durch Russland und China

11.05.2026 um 11:42
Alle sprechen jetzt über die Straße von Hormus, nur der Thread hier tat es schon zwei Tage vor Beginn des Irankrieges.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb am 25.02.2026:China, Russland, Iran und Nordkorea

Ein wichtiger Partner von China und Russland ist der Iran, der einerseits aufgrund seines Atomwaffenprogramms wie Russland von Handelssanktionen bedroht ist und andererseits die für den Ölhandel neuralgische Straße von Hormus sowie durch die Huthi-Rebellen den Zugang zum Roten Meer und zum Suezkanal kontrolliert.
Für China ist aber die Straße von Malakka wesentlich wichtiger. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, fließen 40% des Welthandels darüber. China erhält über die Straße von Malakka Rohstoffe wie Öl und Gas, umgekehrt erhalten der Westen und Europa dringend benötigte Lieferkettenteile.
Laut „19FortyFive“ laufen durch die Straße von Malakka jedes Jahr rund 40 Prozent des weltweiten Seehandels nach Volumen, Güter im Wert von umgerechnet mehr als 3 Billionen Euro. Öl und Flüssiggas strömen nach China, Japan, Südkorea und Indien, gleichzeitig gehen Chips, Komponenten und Fertigwaren aus Ost- und Südostasien in alle Welt.
Quelle: https://www.focus.de/politik/ausland/alle-reden-ueber-hormus-doch-in-der-strasse-von-malakka-liegt-die-wahre-gefahr-fuer-die-weltwirtschaft_6a76c6c5-7f24-456e-8e6b-ff372e9cdff7.html

Die USA bemühen sich daher seit dem von Obama eingeleiteten pivot to Asia um Einfluss bei den Anrainerstaaten der Straße von Malakka. Der wichtigste von ihnen ist Malaysia, während Indonesien den von China aus jenseitigen Küstenteil kontrolliert.

Trump hat zuletzt außenpolitische Erfolge in der Region verzeichnen können, indem im April 2026 ein integrierter Handels- und Militärpakt mit Indonesien gelang. Dieser ist auf den Konflikt mit China hin angelegt, während traditionell die südostasiatischen Ländern sich schwer damit tun, die USA im Konflikt mit China als Partner zu akzeptieren - aufgrund der Folgen, welches dies haben könnte.
So meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eigene Informationen, das Außenministerium habe in einem Brief an das Verteidigungsressort betont, sollte Indonesien den USA weitreichende Überflugrechte für Militärflugzeuge einräumen, könne das Land in mögliche Konflikte im Südchinesischen Meer hineingezogen werden.
Quelle: https://www.dw.com/de/usa-schliessen-enge-militaerpartnerschaft-mit-indonesien/a-76776720

Malaysia ist im Vergleich der wichtigere Anrainer der Straße von Malakka. Doch hier war es zuletzt 2014, als dem damaligen Präsidenten Barack Obama - der damit den ''pivot to Asia'' einleitete und zugleich aktiv die Freundschaft zu muslimischen Regierungschefs suchte (Kairo-Rede von 2009) - eine vertiefte Handelspartnerschaft, welche die Durchsetzung der internationalen regelbasierten Ordnung auf malaysischem Hoheitsgebiet mit einschloss, mit dem damaligen malaysischen Premier Najib Razak gelang.

Die wichtigsten Entwicklungen in dieser Partnerschaft von 2014 sowie die persönlichen Treffen von Obama und Najib (Najib ist der Name, Razak im Malaysischen das Patronym - nicht der Nachname) fielen allerdings mit mysteriösen Flugzeugabstürzen von März bis Dezember 2014 zeitlich zusammen. Ab 2015 gab es dann die ersten Leaks über den 1MDB-Skandal, dessen Initiator von China protegiert wurde, an die Zeitungen, so dass Najib international gesucht wurde (der Initiator auch, aber der lebt seitdem ganz gut in China) und schließlich 2018 seine Partei erstmals seit dem Beginn der Wahlen in Malaysia die Mehrheit verlor.

Anwar Ibrahim - am Tag des Verschwindens von MH370 noch gerichtlich wegen vermeintlicher Homosexualität zum Gefängnis verurteilt und politisch kaltgestellt - hat zwar als neuer Premier Trump ein Freudentänzchen bei seinem Besuch in Kuala Lumpur abgelockt, hält aber China die Treue. Malaysia war sogar das erste Land, das es sich leisten konnte, Trump für seine Zollpolitik abzuwatschen (die EU dürfte neidisch werden).
Malaysia Becomes First Country To Declare US Trade Deal 'Null And Void' After Supreme Court Tariff Ruling
Quelle: https://finance.yahoo.com/news/malaysia-becomes-first-country-declare-134407523.html

Damit wird es den USA unter Trump nicht gelingen, die Straße von Malakka im Falles eines Verstoßes China gegen die regelbasierte Ordnung - insbesondere durch eine Annexion Taiwans - vollständig zu kontrollieren, auch wenn Trump im Falle von Indonesien ein außenpolitischer Teilerfolg - im Gegenzug zu massiven amerikanischen Investitionen - erstmal geglückt ist:
Im Konfliktfall könnte die Straße von Malakka eine strategische Schwachstelle für China werden, erklärt die Sicherheitsexpertin Darshana Baruah vom Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS). "Im Falle eines Konflikts würden die USA versuchen, China den Zugang zu den wichtigen Seeverbindungswegen zu versperren, die das Land mit der übrigen Welt verbinden, sei es mit Afrika, Europa, dem Golf oder Südasien."

Die Rivalität von China und den USA um Einfluss in der Region schwelt seit langem. Es gibt anhaltende Spannungen um Taiwan und konkurrierende Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer. Sollte einer dieser Konflikte mal eskalieren, könnte die Kontrolle über die Meerenge ein entscheidendes Druckmittel werden.

Erst Mitte April haben Indonesien und die USA angekündigt, ihre Verteidigungspartnerschaft auszubauen. Zudem haben sie über die Möglichkeit diskutiert, dass US-Militär indonesischen Luftraum überfliegen darf. Das würde den USA ermöglichen, einen sensiblen Korridor wie die Straße von Malakka im Blick zu behalten.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/strasse-von-malakka-102.html

Nicht nur dadurch würden die USA es schwer haben, Taiwan gegen chinesische Annexionspläne verteidigen zu können, und Xi könnte Trump gar dazu bringen, seinen Schutz Taiwans aufzugeben:
Vor Trump-Xi-Gipfel: Können die USA Taiwan überhaupt noch verteidigen?

Die Fähigkeit der US-Armee zu agieren, hat sich seit diesem Händel im vergangenen Sommer auch ohne weitere chinesische Exportbeschränkungen derart verringert, dass Sicherheitsanalysten in der Volksrepublik kurz vor dem Gipfel der beiden Staatenlenker sagen, dass die USA ihr Waffenarsenal derart ausgeweidet haben, dass sie nicht mehr in der Lage sein würden, dem demokratischen Taiwan im Falle eines Angriffs der Volksrepublik zu Hilfe zu eilen.
Quelle: https://www.fr.de/politik/usa-taiwan-noch-verteidigen-vor-trump-xi-gipfel-koennen-die-zr-94299588.html

Steht am Ende der Entwicklung auch hier der Plan einer Einflussnahme Chinas auf die Wahlen in Taiwan durch Methoden der hybriden Kriegsführung?
Xi ist jüngst dazu übergegangen, neben der militärischen Einschüchterung der Insel, ständige Verletzung des Luftraums und Konfrontation zur See, die taiwanesische Opposition zu umgarnen und so einen Zugang zur öffentlichen Meinung in Taiwan zu erlangen, was am Ende zur Wahl einer Peking-freundlichen Regierung der KMT-Partei führen soll. Deren Vorsitzende Cheng Li-wun war im April in Peking und kehrte mit der Botschaft auf die Insel zurück, dass sich unter ihrer Ägide (sie könnte im Jahr 2028 für ihre Partei als Kandidatin für das Präsidentenamt antreten) das Verhältnis zum mächtigen Nachbarn normalisieren könnte. Für die USA hat Cheng nicht viel übrig, ihre bisweilen militant wirkende Rhetorik gegenüber Washington brandmarkt die USA eher als Besatzer, denn als Freund. Das verfängt derzeit noch nicht mit der Mehrheit der Taiwanesen, bis zur Wahl sind es allerdings noch zwei Jahre hin.

Und Peking kann, wie es schon oft bewiesen hat, das “long game” spielen. Unbehindert von Amtszeitbeschränkungen oder gar freien und fairen Wahlen, können Xi Jinping und die KP Chinas in Ruhe Pläne schmieden, aufsetzen und exekutieren. Trump hingegen, dessen Partei unter Umständen im Herbst bei den Midterm-Wahlen beide Kammern des Kongresses verlieren könnte, kann sich diesen Luxus nicht leisten.
Quelle: s.o.

Man weiß es noch nicht.


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12.05.2026 um 05:12
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb am 08.05.2026:Die Polarregion Norwegens ist rein geographisch kein Interessenschwerpunkt Chinas!
Na ja, China hat sich schon längst als near-arctic state bzw. Fast-Arktisstaat definiert. Das überrascht insofern nicht.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb am 08.05.2026:Die Spionage ergibt eigentlich nur Sinn, wenn China vorhätte, die Erkenntniss mit Russland im gemeinsamen Interesse zu teilen
So wird ein Schuh draus, ja.

Eine gute Analyse findest du z. B. hier (ist etwas lang bzw. länger).
Der selbsternannte Fast-Arktisstaat
von David Merkle

Chinas Politik in der nördlichen Polarregion

Ungefähr 13 Breitengrade trennen den nördlichsten Punkt Chinas vom Polarkreis. Dennoch drängt die Volksrepublik seit Jahren mit Nachdruck in die Arktis. Grund dafür ist ­einerseits der Rohstoffhunger einer aufsteigenden ­Wirtschaftsmacht. ­Andererseits hat die Führung in Peking die Region als eine wichtige Zone in einem möglichen Großmachtkonflikt der Zukunft identifiziert.
Quelle: https://www.kas.de/de/web/auslandsinformationen/artikel/detail/-/content/der-selbsternannte-fast-arktisstaat

Zu Genese, Hintergrund und der "Polaren Seidenstraße", im Fokus dabei auch? Grönland (auch wenn sich der Wind da gedreht hat).
Insbesondere Grönland und Island standen dabei lange im Fokus der chinesischen Aufmerksamkeit. Kvanefjeld, eine geplante Mine, um deren Öffnung ein erbitterter Kampf zwischen den politischen Parteien in Grönland entstanden ist, war dabei ins Zentrum der großen Debatte um die Zukunft der autonomen, aber formal dem Königreich Dänemark zugehörigen Insel gerückt, in der neben dem Thema Umweltschutz auch immer mehr die Gefahren wachsender Abhängigkeiten von Akteuren wie China thematisiert werden. Shenge Resources, ein chinesisches Staatsunternehmen, hatte bereits 12,5 Prozent der Anteile an dem Projekt erworben, bei dem eine Großzahl von Mineralien vermutet werden, die für die Herstellung elektronischer Bestandteile von Produkten wie E-Autos, Windturbinen und Mobiltelefonen benötigt werden, darunter Scandium und Yttrium, und die ansonsten fast ausschließlich in China zu finden sind. Inzwischen hat sich die politische Diskussion in Grönland aber soweit gedreht, dass auch unter den Wirtschaftsakteuren Ernüchterung eingetreten ist. Mit dem von Grönland verabschiedeten Uranium Act wurde das Projekt aus Umweltgründen dann vorerst auf Eis gelegt.

Staatschef Xi will China bis 2030 zu einer „great polar power“ machen.

...
So ließe es sich auch sagen, Russland ist Chinas Eintrittskarte in die Arktis.
Es gibt mittlerweile viele Hinweise darauf, wie weitreichend die Erschließung der Region mittels Anbindung an das chinesische Satellitensystem Beidou vorangeschritten ist und es lassen sich auch Rückschlüsse auf die sicherheitspolitischen Ambitionen Chinas in der Region ziehen. Hier werden nämlich insbesondere die Dual-Use-Eigenschaften, also Kenntnisse, die sich sowohl im zivilen als auch militärischen Bereich nutzen lassen, chinesischer Aktivitäten im Wissenschafts- und Klimabereich sichtbar. Sie unterstreichen die strategischen Intentionen Chinas im Wettbewerb der Großmächte und wurden in den vergangenen Jahren in Reden der politischen Führung weder heruntergespielt noch verheimlicht. Vielmehr hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping deutlich gemacht, dass es erklärtes Ziel sei, China bis 2030 zu einer „great polar power“ zu machen.

Dies ist im Kontext der machtpolitischen Überlegungen Chinas keinesfalls überraschend: Die Arktis ist als einer der Räume im Großmachtkonflikt identifiziert, in denen die Kontrolle und Macht über die zukünftige Ordnung noch nicht ausgefochten ist. Chinas Staatsführung sieht hier also eine Chance, die eigenen Ordnungsvorstellungen durchzusetzen. Dabei spielen militärische Präsenz und Machtprojektion eine entscheidende Rolle: 2015 tauchten erstmals fünf Schiffe der Volksbefreiungsarmee vor der Küste Alaskas auf und demonstrierten die Entschlossenheit Chinas, gegenüber den USA und ihren Verbündeten deutlich zu machen, dass in Zukunft auch mit einer wachsenden militärischen Präsenz Chinas in der Arktis zu rechnen sei.
Eine Herausforderung auch für Europa.
China und Russland haben im vergangenen Jahrzehnt eine ganze Bandbreite an Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Arktis vorangebracht. Im Zentrum der wissenschaftlichen Initiativen stehen dabei Forschungseinrichtungen, die sowohl auf russischer als auch auf chinesischer Seite enge Anbindungen an das Militär aufweisen. So widmen sich gemeinsame Aktivitäten beider Staaten unter anderem der Erforschung von Unterwasserakustik, einem als Schlüsseltechnologie geltenden Bereich zum Aufspüren von Marineaktivitäten. Auch im Bereich der satellitenbasierten Navigation haben beide Länder erhebliche Schritte zur Integration ihrer Systeme vorgenommen, was vor allem darauf hindeutet, dass sie auch im Austausch geheimdienstlicher Daten aktiv sind.

Fast selbstverständlich wurden auch nach der russischen Invasion der Ukraine gemeinsame Militärmanöver der russischen und chinesischen Seestreitkräfte fortgesetzt. Bei den Übungen, die die beiden Militärs zusammen im September 2022 abhielten, standen beispielsweise die „Befähigung zu gemeinsamen taktischen Manövern, die Stärkung der gegenseitigen Kommunikation, Übungen mit Artilleriebeschuss und Flüge von schiffsgestützten Hubschraubern“ im Mittelpunkt. Während Chinas wachsende Bedeutung in der Arktis keinesfalls immer kongruent mit Russlands Interessen verläuft, verstärken die wachsenden Abhängigkeiten Moskaus von Peking die gemeinsamen geostrategischen Ambitionen Chinas und Russlands, den Einfluss der USA auf die anderen Anrainerstaaten auszubalancieren und militärisch und wirtschaftlich die Kontrolle über weite Teile der polaren Seefahrtstraßen auszubauen ...

... Deutschland kann hier einen wichtigen Beitrag, unter anderem im Rahmen des Strategischen Kompasses der EU, leisten und damit unterstreichen, dass die Verbündeten aktiv darin unterstützt werden, die regelbasierte Ordnung und freie Navigation in den internationalen Gewässern der Arktis zu verteidigen.

Gerade mit Blick auf die intensiven Bemühungen Chinas, gemeinsam mit Russland initiierte Forschungsvorhaben voranzutreiben, die eine Über- und Umsetzung maritimer und nautischer Fähigkeiten in die militärische Anwendung erlauben, müssen die langfristigen Intentionen Chinas (hier im Zusammenspiel mit Russland) erkannt werden, das Machtgefüge im arktischen Raum, aber auch in der Ostsee und im Nordatlantik zu verändern. Dies trifft insbesondere auf die strategische Konzentration der chinesischen Marine auf die maritimen Handels- und Verkehrswege in diesen wichtigen Gewässern zu.

Deswegen bleibt es von fundamentaler Bedeutung, Informationen und Erfahrungen aus unseren eigenen Diskussionen mit China mit jenen Beobachtungen zu verknüpfen, aus denen sich die machtpolitischen Absichten Chinas ablesen lassen. Dazu zählt auch Chinas Vorgehen in der eigenen Nachbarschaft – mit Blick auf Taiwan sowie das Ost- und Südchinesische Meer. Diese hier ablesbaren Mechanismen müssen systematisch analysiert und herausgearbeitet werden. Sie geben zwar noch keinen Hinweis darauf, wie weit die Volksrepublik gewillt ist, auch im arktischen Raum die eigenen Interessen so offen zu formulieren und militärisch zur Schau zu stellen. Sie lassen aber Rückschlüsse zu, inwieweit China bereit ist, die USA und das westliche Bündnis auch in anderen Regionen offensiv herauszufordern. Sie bieten außerdem Aufschluss darüber, mit welchen Methoden es China gelingt (oder eben auch nicht), Forderungen gegenüber Anrainerländern geltend zu machen.
Quelle: https://www.kas.de/de/web/auslandsinformationen/artikel/detail/-/content/der-selbsternannte-fast-arktisstaat


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Globale Risiken durch Russland und China

12.05.2026 um 05:42
@Panaetius

Das könnte dich auch interessieren, etwa zu Chinas "Umerziehung". Gut, dass der Guardian nun auch solche Artikel bringt.
‘They have built a machine that pulls out their mother tongue’: why Tibet’s children ‘think they are Chinese’
Quelle: https://www.theguardian.com/global-development/2026/may/07/tibet-children-chinese-mandarin-school-preschool-language-culture

Zu politischen Stiftungen in D (???)
China-Politik der Luxemburg-Stiftung
Auf Maos Spuren

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet eine Bildungsreise nach China an. Reiseleiter sollte ein Mann sein, der seit Jahren unkritisch mit dem Regime ist.
10.5.2026
ähem?
Doch Fulda bemängelt mehrere Veröffentlichungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu China als einseitig und methodisch fragwürdig. „Das ist mehr Ideologie als öffentliche Bildungsarbeit.“ Mindestens drei Publikationen der Stiftung hat Wolfgang Müller selbst verfasst. Ohlberg sagt: „Es fällt auf, dass die Rosa-Luxemburg-Stiftung China viel unkritischer einordnet als andere politische Stiftungen.“ In einem Online-Beitrag der Stiftung werden Regime-Vertreter etwa als „Freund*innen in der Ferne“ bezeichnet.
Quelle: https://taz.de/China-Politik-der-Luxemburg-Stiftung/!6173740/

(Ex-Minister Scharping ist da auch fragwürdig unterwegs, aber m. W. nicht als Teil einer politischen Stiftung, das nur nebenbei.)

Und, näher beim Thread-Thema, zu Chinas Mineralien-Mafia (nicht nur ökologisch, u. a. 40tsd Kinder, die in mit CCP-Lieferketten verbundenen Kobaltminen gefangen sind):
China’s Minerals Mafia: Select Committee Investigation Mines China’s Worldwide Environmental Destruction
Quelle: https://chinaselectcommittee.house.gov/media/press-releases/china-s-minerals-mafia-select-committee-investigation-mines-china-s-worldwide-environmental-destruction

(Das ist aber sehr ausführlich, aber mit interessanten Daten, wenn du die drei Links voll durchliest.)

Und, was den Umgang Ds mit China anbelangt, wurde oben angesprochen (in Sachen Strategie und, ja, Umgang), da kann D von Japan lernen.

Viel.
Geopolitik
Was Deutschland von Japan im Umgang mit China lernen kann

Die diplomatische Krise zwischen China und Japan eskaliert, doch Tokio ist vorbereitet. Der ehemalige Spitzendiplomat Yamagami erklärt die Strategie und hat eine Botschaft an Deutschland.

Martin Kölling, Dana Heide
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/lehrstunde-aus-tokio-das-kann-deutschland-von-japans-umgang-mit-china-lernen/100177976.html

Da hat D etwas zu lang geschlafen, ja.
Global nimmt das Land daher eine Vorreiterrolle ein, und auch in Berlin werden Japans Erfahrungen und Strategien genau analysiert. Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte jüngst: „Japan hat diesen Weg der wirtschaftlichen Sicherheit schon eine Dekade vor uns begonnen.“

Wie dieser Weg für Deutschland aussehen könnte, erklärt Shingo Yamagami im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der ehemalige japanische Botschafter in Australien gilt als Kenner der chinesischen Machtpolitik und sagt: „Ich möchte betonen, dass China nicht mehr das China ist, das wir früher kannten.“ Das Land stelle seine Großmachtambitionen nicht mehr zurück und akzeptiere nur Stärke.
Ja, wenn ich nur daran denke, was Ds liebster Fernsehphilosoph (Precht) da (wie so oft) schon für Schwachsinn abgelabert hatte :-)
Yamagami überraschten die heftigen Reaktionen nicht. Die chinesische Führung betrachte die Welt strikt hierarchisch. „Das Konzept gleichberechtigter Partner, wie es im G7-Kreis zwischen Deutschland, Japan oder Frankreich gepflegt wird, ist Peking fremd“, sagt er. Sobald China sich wirtschaftlich überlegen fühle, erwarte es Unterwerfung.

Dies zeige sich auch symbolisch: Als Japan kürzlich einen Diplomaten zum Krisenmanagement entsandte, empfing der chinesische Gastgeber diesen demonstrativ mit Händen in den Hosentaschen, um den Handschlag zu verweigern.
Deutlicher und guter Rat, da, aus Japan:
Deutschland habe sich dabei lange der Illusion hergegeben, einen „Wandel durch Handel“ herbeiführen zu können. Yamagami empfiehlt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und verweist auf etwa zwei Dutzend japanische Geschäftsleute, die unter anderem wegen angeblicher Spionage in China inhaftiert seien.

Sollte das auch deutschen Managern passieren, rät Yamagami: „Vielleicht müssen Sie chinesische Geschäftsleute in Deutschland festsetzen.“ Das sei die einzige Reaktion, die autoritäre Regime verstünden.

Klarheit in der Taiwan-Frage

Auch starke Allianzen seien entscheidend. „Allein ist man ein Opfer, in der Gruppe eine Macht“, sagt Yamagami. Wenn Deutschland oder Japan isoliert auftreten, fühle sich China überlegen. Im Verbund mit anderen Ländern ändere sich das.

Zudem sollte sich der Westen geschlossen zu Taiwan positionieren – und Peking präventiv mitteilen, dass im Falle einer Invasion die „Ein-China-Politik“ sofort ende und Taiwan diplomatisch anerkannt werde. Die diplomatische Doktrin Chinas besage, dass die Insel zur Volksrepublik gehört.
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/lehrstunde-aus-tokio-das-kann-deutschland-von-japans-umgang-mit-china-lernen/100177976.html

Ok, zum vorletzten Rat, von Spanien (Sanchez, aber der ist auch nicht mehr lange) kann man da wohl nicht viel erwarten, aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, auf ein starkes Europa. Das war jetzt vielleicht etwas viel, aber hatte grad Zeit :-)


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Globale Risiken durch Russland und China

12.05.2026 um 21:10
@Panaetius

Das könnte für dich auch interessant sein, eine aufmerksame Lektüre der Analyse der Denkfabrik Rhodium Group. (Von gestern. Mit Grafiken und aufschlussreichen Daten.)
China’s Next-Generation Industrial Policy

China’s industrial strategy now touches almost every major sector in the economy and their underlying supply chains. These state interventions are accelerating China’s trade dominance and expanding foreign dependence on Chinese supply chains.

Camille Boullenois, Malcolm Black and Alessia Caruso
Sie blicken da noch einmal zurück, auf MIC 25. Und wie es gesehen und analysiert wurde.
Published within months of one another, these three reports delivered a strikingly consistent message:

MERICS (2016): “If China succeeds with ‘Made in China 2025,‘ foreign companies and industrial countries will find themselves confronted with a powerful competitor backed by massive state support across a wide range of advanced manufacturing industries.“

EU Chamber of Commerce in China (2017): “If implemented as currently envisaged, China Manufacturing 2025 risks distorting markets, crowding out foreign competitors, and fundamentally undermining the principles of fair competition.“

U.S. Chamber of Commerce (2017): “Made in China 2025 represents a decisive shift away from market-oriented reform toward state-directed economic outcomes, with profound implications for global competitiveness and US economic interests if left unaddressed.“

The analysis was clear. The evidence was made widely available. And the implications were articulated in direct terms across multiple credible, independent sources.
Quelle: https://rhg.com/research/chinas-next-generation-industrial-policy/

Und analysieren erneut, was auf dem Spiel steht.

Es geht u. a. um 650 Milliarden an Exporten, die bis 2030 wegbrechen könnten, in den G7.
Advanced industrial economies face the risk of sustained erosion in manufacturing competitiveness, particularly in sectors such as automotive, machinery, and chemicals. In aggregate, up to $650 billion—equivalent to around 12% of G7 manufacturing exports—could be directly exposed to Chinese market share gains by 2030 if they continue at the current pace. Over time, this could trigger broader effects, including declining investment, weakened innovation ecosystems, and the loss of industrial capabilities. Emerging economies also face challenges, as China’s continued upgrading limits opportunities to move up the manufacturing value chain. Growing dependence on Chinese supply chains raises strategic vulnerabilities. As China’s control over critical inputs and technologies expands, so too does its ability to weaponize this leverage.

The window for effective policy response is narrowing. While many governments have begun to react through trade defense measures, industrial policy, and efforts to de-risk supply chains, responses remain fragmented and largely uncoordinated. This risks amplifying trade diversion, duplicative investment, and intra-allied competition, while leaving underlying imbalances unaddressed. Without more coordinated action, China’s industrial policy is likely to continue reshaping global markets, entrenching dependencies, and eroding industrial competitiveness across both advanced and emerging economies.
Quelle: https://rhg.com/research/chinas-next-generation-industrial-policy/

M. a. W. kurz: Die Determination Chinas (CCP) ist ungebrochen. Die Märkte umzugestalten, Abhängigkeiten zu zementieren und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit der G7 auszuhöhlen. Was es dagegen braucht? Eine koordinierte Strategie.


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Globale Risiken durch Russland und China

13.05.2026 um 09:54
Deutschland habe sich dabei lange der Illusion hergegeben, einen „Wandel durch Handel“ herbeiführen zu können.
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/lehrstunde-aus-tokio-das-kann-deutschland-von-japans-umgang-mit-china-lernen/100177976.html

Ja, das ist insgesamt das Konzept der EU. Man will über mehr oder weniger vertiefte Partnerschaften, nicht unähnlich einer Kolonialmacht (als die sich Europa irgendwie immer noch sieht), die regelbasierte Ordnung aufzwingen - gilt zunächt für den Handel selbst (möglichst viele Länder sollen sich möglichst eng an EU-Regeln halten), im weiteren Sinne dann aber auch für Menschenrechte und Völkerrecht -> Verstöße dagegen ziehen Handelssanktionen in unterschiedlichem Umfang nach sich.

Immerhin hat die EU bis 2020 noch an einem Investitions (kein Handels-)abkommen mit China gearbeitet, das seitdem aber wegen der Sanktionen auf Eis liegt und wegen der chinesischen Unterstützung des russischen Angriffskrieges zu Lebzeiten von Xi Jinping wohl auch nicht mehr zu erwarten. In China will man also noch nicht mal europäische Investitionen haben, geschweigen denn irgendwelche Handelsregeln (zu denen "fair competition" bzw. ein "level-playing field" gehören). Da ist es viel lukrativer, die WTO von innen auszuhöhlen.
Zudem sollte sich der Westen geschlossen zu Taiwan positionieren
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/lehrstunde-aus-tokio-das-kann-deutschland-von-japans-umgang-mit-china-lernen/100177976.html

Die aktuelle Reise von Trump nach China lässt das Gegenteil erwarten. Einen weiteren Krieg wird Trump sich aus verschiedenen Gründen nicht leisten können und Xi weiß das. Eine Blockade der Straße von Malakka ist auch keine Option mehr, seitdem Najib 2018 abgewählt wurde und im Gefängnis sitzt.

Eher könnte China mit Blockaden punkten:
These state interventions are accelerating China’s trade dominance and expanding foreign dependence on Chinese supply chains.
Das gilt dann auch für Bauteile von Waffen, die der Westen derzeit noch an die Ukraine schickt. Wurde hier ja schon mehrfach darauf hingewiesen.
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Was es dagegen braucht? Eine koordinierte Strategie.
Das ist in einer Marktwirtschaft schwierig.


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Globale Risiken durch Russland und China

13.05.2026 um 12:17
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Man will über mehr oder weniger vertiefte Partnerschaften, nicht unähnlich einer Kolonialmacht (als die sich Europa irgendwie immer noch sieht), die regelbasierte Ordnung aufzwingen
Lol , und Russland begreift sich als antikolonialmacht ,die sind von ganz alleine gewachsen
Das geht raus an Afrika, lateinamerika, naher Osten und co ,europa will ich nur was aufzwingen , wir sind die guten .
Sehen wir doch in der ukraine , oder etwa nicht ?


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