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Wachstum um jeden Preis?

29 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wachstum um jeden Preis?

gestern um 09:57
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Will man keinen Wachstumszwang, muss das wirtschaftliche Handeln an mehr ausgerichtet sein, als der egoistischen Nutzenmaximierung
Das ist immer wieder ein Punkt wo ich struggle weil mMn dieser Egoismus schon an einer Stelle anfängt die man mMn garnicht damit in Verbindung bringt.
Vielleicht ist Egoismus aber auch das falsche Wort.
Folgendes:
Ein Unternehmer baut sein Unternehmen nicht auf sondern er bleibt der einzige Angestellte und alles was erwirtschaftet wird geht ausschließlich in die eigene Tasche. Schaffe schaffe Hause baue, alles meins. Mein Haus, mein Auto, mein Pool.
Ein Phänomen was ich sehr oft erlebe.
Der Gegenentwurf könnte sein, daß das Unternehmen weitere Arbeitsplätze bereitstellt und somit anderen Menschen und Familien ebenfalls eine Lebensgrundlage anbietet. Das allerdings, also das System "Arbeitgeber" steht immer mehr im Ruf der Ausbeutung oder Unsozialität wohingegen die One-Man-Show viel eher sich vom Beitrag an die Gesellschaft entfernt ohne das dies irgendwie kritikwürdig gesehen wird.
Wie gesagt, ich struggle ein wenig damit.


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 10:11
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Die Formel gilt für ALLES, was mit einer Rate von 1% jährlich wächst
Ja aber du wendest sie ja auf eine Recheneinheit an
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Ich warte noch auf den nicht wirren Beitrag, in dem du dann hoffentlich schreibst, was eigentlich deine Aussage ist. Du wirfst
Das deine Vorstellungen von Gesellschaftsänderungen auf falschen Annahmen beruhen, biologisch, Psychologisch, .

Ist ja nicht so als hätte dasselbe schon einer vor 20 Jahren erzählt, inklusive Verweis auf Ameisen.
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Ahem du widerlegst dich selbst. Deiner Argumentation folgend dürfte die Ameise keine eigene Wahrnehmung haben.
Sie haben auch kein selbstbewusstsein, das ist nicht Mal bei allen höheren Säugetieren nicht zwingend der Fall.
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Also ich versuch es nochmal: Will man keinen Wachstumszwang, muss das wirtschaftliche Handeln an mehr ausgerichtet sein, als der egoistischen Nutzenmaximierung
Das Problem ist das du einfach Mal alles als egoistisch abtust, Menschen sind natürlich von Natur aus zu einem Grad egoistisch, das nennt sich Selbsterhaltungstrieb.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Das ist immer wieder ein Punkt wo ich struggle weil mMn dieser Egoismus schon an einer Stelle anfängt die man mMn garnicht damit in Verbindung bringt.
Joch viel eher, die Reihenfolge ist für gewöhnlich man selbst, nachkommen Familie, soziae Gruppe.


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 10:24
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Joch viel eher, die Reihenfolge ist für gewöhnlich man selbst, nachkommen Familie, soziae Gruppe.
Wenn man diese Reihenfolge auch abarbeitet, mein Punkt ist, daß es häufig eben schon ganz am Anfang einen break gibt und man geht nicht weiter, aber der M5 steht vor dem Pool. Wichtig.


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 13:14
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das deine Vorstellungen von Gesellschaftsänderungen
Hab ich jetzt schon zweimal geschrieben und schreibe ich gern noch ein drittes mal: Ich habe nichts zu meiner Vorstellung von Gesellschaftsänderungen geschrieben. Du legst mir das in den Mund und diskutierst gegen deinen eigenen Strohmann.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Sie haben auch kein selbstbewusstsein
Haben sie nun keine eigene Wahrnehmung oder kein Selbstbewusstsein?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das Problem ist das du einfach Mal alles als egoistisch abtust
Und wieder kommt die Wertung ("abtun") von dir, nicht von mir. Ebenso wie das "Problem", was es nicht gibt. Deine Beiträge sind eine einzige Nebelkerze ins Nirvana und das verwehrt jegliche Chance auf eine inhaltlichen Diskussion.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ein Unternehmer baut sein Unternehmen nicht auf sondern er bleibt der einzige Angestellte und alles was erwirtschaftet wird geht ausschließlich in die eigene Tasche. Schaffe schaffe Hause baue, alles meins. Mein Haus, mein Auto, mein Pool.
Ein Phänomen was ich sehr oft erlebe.
Damit unterstellst du, dass der einzige Zweck des Wirtschaftens die Mehrung des eigenen Besitzes ist. Das mag bei vielen Unternehmern so wirken, aber meistens hat man ja eher inhaltliche Ziele, Vorstellungen, Visionen, etc. und die langfristige Motivation ist eher "ideeller" Natur. Der wirtschaftliche Erfolg ist zwar die notwendige Bedingung, aber das ist i.d.R. nicht der Grund, warum der Unternehmer morgens aufsteht und/oder warum der Selbstständige 24/7 selbst und ständig ist. Wenn der Punkt erreicht ist, an dem der Unternehmer von seiner Tätigkeit leben kann, dürften ja eigentlich keine zusätzlichen Anstrengungen nötig sein. Meist ist aber das Gegenteil der Fall und das Wachstum geht dann erst richtig los.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Der Gegenentwurf könnte sein, daß das Unternehmen weitere Arbeitsplätze bereitstellt und somit anderen Menschen und Familien ebenfalls eine Lebensgrundlage anbietet. Das allerdings, also das System "Arbeitgeber" steht immer mehr im Ruf der Ausbeutung oder Unsozialität wohingegen die One-Man-Show viel eher sich vom Beitrag an die Gesellschaft entfernt ohne das dies irgendwie kritikwürdig gesehen wird.
Wie gesagt, ich struggle ein wenig damit.
Schwer zu sagen, ob Egoismus der richtige Begriff ist. Es gibt sicherlich gute Gründe für Beispiele einer One-Man-Show genauso wie es gute Gründe gibt, so viele Leute wie möglich einzustellen. Beides kann egoistisch oder altruistisch motiviert sein. Egoistisch würde ich es eher nennen, wenn das "Ego" selbst in den Vordergrund gestellt wird - also die Überzeugung, dass die eigene Individualität und ausschließlich persönliche Interessen als wichtig genommen und gegenüber anderen herausgestellt werden müssen. Das hat dann auch viel damit zu tun, wie wichtig es einem ist, sich mit anderen Individuen zu vergleichen. Und das wird ja auch oft getan, ohne dass irgendjemand in seiner Existenz bedroht wäre, wenn man es nicht machen würde.


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 14:38
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Damit unterstellst du, dass der einzige Zweck des Wirtschaftens die Mehrung des eigenen Besitzes ist
Das tue ich nur in dem von mir beschriebenen Fall, der erhebt nicht den Anspruch pauschal gültig zu sein.
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Das mag bei vielen Unternehmern so wirken, aber meistens hat man ja eher inhaltliche Ziele, Vorstellungen, Visionen, etc. und die langfristige Motivation ist eher "ideeller" Natur.
Die Ideele Natur vermisse ich immer mehr.
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:Egoistisch würde ich es eher nennen, wenn das "Ego" selbst in den Vordergrund gestellt wird - also die Überzeugung, dass die eigene Individualität und ausschließlich persönliche Interessen als wichtig genommen und gegenüber anderen herausgestellt werden müssen
Genau dieses Verhalten, Motivation meine ich.


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 16:09
Zitat von JimtonicJimtonic schrieb:muss das wirtschaftliche Handeln an mehr ausgerichtet sein, als der egoistischen Nutzenmaximierung. Dann braucht es eine Ausrichtung auf gemeinsame Wohlfahrt
Diese Frage ist ja zunächst einmal an sich selbst zu richten: wie viel von deinem persönlichen Wohlstand bist du bereit, zum Wohle aller aufzugeben? Wäre dir der Lebensstandard in Italien ausreichend (im selben Perzentil der dortigen Gesellschaft, in dem du momentan verortet bist)? Wie sähe es aus, wenn es der Lebensstandard eines vergleichbaren Rumänen wäre? Oder Brasilien? Oder Südafrika? Malawi? Haiti? Was ist dein Limit des persönlichen Verzichts, damit globale Gleichheit hergestellt werden kann?


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 20:18
Zitat von CharlesBarronCharlesBarron schrieb:Da Geld lediglich eine Rechengröße ist, ist unendliches Wachstum selbstverständlich möglich.
Goldbasiertes Geld kann nicht unendlich wachsen.


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 20:21
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Goldbasiertes Geld kann nicht unendlich wachsen.
Du vermengst schon wieder Kaufkraft mit Nominalwert.
Btw: Der Dollar wurde 1971 vom Gold entkoppelt ;-)


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Wachstum um jeden Preis?

gestern um 20:25
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Goldbasiertes Geld kann nicht unendlich wachsen.
Wer hat denn Goldstandard?


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