CharlesBarron schrieb:Ich bezweifle, dass du für die Gesamtheit der Menschen sprechen kannst. Dir persönlich mag deine „persönliche Identität“ als puristisches Konstrukt das Wichtigste sein. Nimm jedoch bitte zur Kenntnis, dass deine persönliche Präferenz - gerade aus absolut privilegierter Stellung heraus - mitnichten ein Maßstab für momentan ca. 8 Milliarden Menschen sein kann. Ich empfinde das als ziemlich anmaßend. Menschen in Charkiw, Gaza, dem Sudan, Venezuela, Nordkorea, dürften eine einigermaßen andere Priorisierung vornehmen.
Du hast entweder meinen Beitrag nicht verstanden oder konstruierst absichtlich irgendwas. Ich nehme mal ersteres an, um dir zweiteres nicht unterstellen zu müssen. Wer sich stark über seinen Besitz identifiziert, denkt auch, er könne damit provozieren anderen eine privilegierte Stellung andzuichten und ihnen dann einen Strick draus drehen. Das anmaßend zu nennen ist noch weit untertrieben.
Definiert man sich weniger über "meins deins" und mehr darüber, dass man Teil von etwas ist, wird persönlicher Wohlstand auch weniger zu etwas, was man verteidigen müsste. Identifiziert man sich durch materiellen Besitz, wird man das nicht verstehen können.