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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

283 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Global Justice Report, Milliardäre besteuern, Thomas Piketty ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 09:29
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich habe nicht behauptet, dass höhere Steuern Wachstum bringen. Es ging mir darum, dass sich hohe Spitzensteuern und Wachstum nicht ausschließen.
Doch, Du hast das boolsche UND verwendet, dass verbindet zwei Zustände.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die USA hatten in den 1950ern einen Spitzensteuersatz von 91%, und die Wirtschaft boomte wie selten zuvor.
Wenn dann fehlt da vielleicht ein "trotzdem" damit es Sinn macht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hm, Deine Quelle gibt mir doch recht.
Bei was? Dass sich Arbeit in DE lohnt? Dann müsste man nicht auswandern.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Da steht schwarz auf weiß, die Motive sind selten monokausal. Abgaben ja, aber genauso Karriereperspektiven, Bürokratie, Lebensqualität und Wohnkosten.
! aber nur für die die arbeiten ! Wer nicht so blöd ist zu arbeiten hat keins der oberen Probleme! Null!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Immer wieder falsch. Arbeit soll entlastet werden, große Vermögen belastet.
Ui ui, schon mal bereit machen dass dann Vermögen steigen!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Genau die Fachkräfte zwischen 25 und 45, die laut Deiner Quelle gehen, würden davon profitieren.
Nein, nicht doch. "Starke Schultern müssen mehr tragen", "Den Spitzenverdiener bleibt genug", "Fachkräfte und Experten dürfen sich ihrer Verantwortung nicht entziehen", "Solidarität".
Die die Du hier nennst ist aus der Sicht der Gutesten und Abzockpolitiker der Abschaum der zu bekämpfen gilt. Nicht einer! macht sich für die stark!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wer sie halten will, muss die Last von den Löhnen nehmen, und das Geld muss irgendwo herkommen. Rate mal, woher.
Oder wir geben dieses Geld nicht mehr aus und es muss nicht mehr irgendwoher kommen.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 09:38
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer nicht so blöd ist zu arbeiten hat keins der oberen Probleme! Null!
Sag mir, dass du nicht bereit bist ernsthaft zu diskutieren ohne zu sagen " ich bin an einer richtigen Diskussion nicht interessiert"


Eine einzige dumme Sprüchesammlung aus der Neoliberalen Mottenkiste


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03.11.2026 um 09:47
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Eine Handvoll Milliardäre gibt mehr Geld für eine einzige Abstimmung aus, als manche Länder für ihr gesamtes Gesundheitssystem zur Verfügung haben? Wacht mal auf Leute!
das ist echt übel. danke für die Info!

vor allem vor dem Hintergrund dass das Geld ja für das Gesundheitssystem verwendet werden soll.

man könnte ja verstehen wenn es keinen richtigen Plan gäbe und man vermutet das Geld versickert nur irgendwo oder wird verschwendet. aber so fragt man sich dann schon wieso man so viel Geld ausgibt für eine Kampagne gegen diesen Zweck..

und dann wundern sich noch einige, wenn manche der Meinung sind so wie das Geld der Milliardäre verwendet wird sollte man schon kritisieren dürfen!


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03.11.2026 um 09:51
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Doch, Du hast das boolsche UND verwendet, dass verbindet zwei Zustände.
Und in der Logik heißt A UND B wahr: beides war gleichzeitig der Fall. Damit ist bewiesen, dass sich hohe Spitzensteuern und Wachstum nicht ausschließen. Das "trotzdem" schenk ich Dir.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer nicht so blöd ist zu arbeiten hat keins der oberen Probleme! Null!
Wohl wahr. Wer von seinem Vermögen lebt, zahlt keine Sozialabgaben, hat keinen Chef, keine Pendelei und keine Abgabenlast auf Lohn. Genau deshalb sollen ganz große Vermögen mehr beitragen und Arbeit weniger.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nicht einer! macht sich für die stark!
Mir kommen gleich die Tränen. Weshalb sollte man sich für so destoyer wie Musk, Bezos oder Zuckerberg stark machen? Merkst Du noch iwas? Die ziehen ihr asoziales Ding durch. Wie kann man denn bitte auf solche Gedanken kommen, dass diese Ausbeuter Support bräuchten ... was stimmt mit Dir nicht?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Oder wir geben dieses Geld nicht mehr aus und es muss nicht mehr irgendwoher kommen.
Welches denn? Die Beiträge steigen laut deiner Studie wegen Rente, Pflege und Gesundheit, also wegen einer alternden Gesellschaft. Willst du bei der Rente kürzen? Bei der Pflege? Dann fang doch einfach bei Deiner eigenen an.


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03.11.2026 um 09:56
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weshalb sollte man sich für so destoyer wie Musk, Bezos oder Zuckerberg stark machen? Merkst Du noch iwas? Die ziehen ihr asoziales Ding durch.
also jetzt mach mal langsam, so kann man das keinesfalls bezeichnen!!

zum Beispiel:


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Reiche spenden und das nicht wenig, auch wenn sie viel mehr könnten!


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03.11.2026 um 10:18
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:also jetzt mach mal langsam, so kann man das keinesfalls bezeichnen!!
Ach, wie nennst Du es denn, wenn die Herrschaften ganze Medienlandschaften aufkaufen, um Einfluß zu nehmen, oder Millionen in Abstimmungen in Form von Spenden investieren, um diese zu ihren eigenen Gunsten zu beeinflussen? Oder wenn gar eine Einzelperson wie Musk mittlerweile Einfluss auf Kriegsereignisse nehmen kann.

Ja, ja. Reiche spenden, manche sogar viel. Aber es geht prinzipiell gar nicht um einzelne Spenden, sondern um das System. Du schreibst selbst: "auch wenn sie viel mehr könnten". Genau das ist das Problem: ob, wie viel und wofür gespendet wird, hängt allein vom Willen des Einzelnen ab. Obendrauf entziehen sie sich ihrer Steuerpflicht mit ihren weltweiten Unternehmen. Dazu hätte ich die entsprechenden Beiträge doch hier eingestellt. Dieses Verhalten ist zerstörerisch, deshalb mach' ich auch nicht langsam.

Und Spenden haben noch andere Seiten: sie sind steuerlich oft absetzbar, in den USA fällt bei Aktienspenden sogar keine Steuer auf den Kursgewinn an. Für viele Superreiche sind die Spenden im Verhältnis zu ihrem Vermögen Peanuts. Und wer im großen Stil spendet, bestimmt selbst, welche Themen gefördert werden, und kann damit auch politischen Einfluss nehmen, ohne dass jemand ihn gewählt hat. Das kann für eine Demokratie echt problematisch werden.

Deshalb bin ich für eine allgemeine Besteuerung großer Vermögen, wie Piketty sie vorschlägt. Dann entscheidet nicht der Wille Einzelner, sondern die Gesellschaft gemeinsam, wofür das Geld eingesetzt wird. Das ist keine Kritik an guten Absichten, sondern eine Frage von Fairness und Demokratie.


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03.11.2026 um 10:32
US-MIDTERMS 2026
Wie Elon Musk mit Rekordspenden die nächste US-Wahl prägt
Elon Musk ist der reichste Mensch der Welt. In der heißen Phase der US-Parlamentswahl wurde er zum Rekordspender für Donald Trumps Republikaner.
archiv-20.02.2025-usa-oxon-hill-elon-mus
Elon Musk, Tech-Milliardär auf der Conservative Political Action Conference (CPAC) im Gaylord National Resort & Convention Center. Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa
Tech-Milliardär Elon Musk gibt wieder hunderte Millionen Dollar aus, um das Ergebnis einer US-Wahl zu beeinflussen. Zur US-Parlamentswahl spendete der reichste Mensch der Welt über verschiedene Kanäle bereits nach vorläufigen Zahlen den Rekordbetrag von mehr als 440 Millionen Dollar. Und die volle Summe wird erst nach Ende der Abstimmung am kommenden Dienstag bekannt sein.
Der für seine rechten politischen Ansichten bekannte Chef des Autobauers Tesla und der Weltraumfirma SpaceX versucht dabei vor allem zu verhindern, dass Donald Trumps Republikanische Partei die Kontrolle über den US-Senat verliert. Musks Fokus liegt dabei besonders auf dem Bundesstaat Texas, wo seine Unternehmen – und er selbst – inzwischen zuhause sind. Er sitzt auf einem geschätzten Vermögen von zuletzt 865 Milliarden Dollar, hauptsächlich in Aktien von SpaceX und Tesla.
https://www.wiwo.de/politik/ausland/us-midterms-2026-wie-elon-musk-mit-rekordspenden-die-naechste-us-wahl-praegt/100266418.html

WAS, was hat sowas noch mit Demokratie zu tun?


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03.11.2026 um 13:07
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Je rechter und reicher ein Proponent ist, desto wahrscheinlicher dass er oder sie inflationär und in der Regel völlig falsch mit dem Begriff um sich wirft.
Auch wenn es "nur" ein Anekdotenargument ist, aber meine Erfahrung mit wirklich reichen Menschen (decamillionäre) zeigte eher das Gegenteil. Von denen war niemand libertär unterwegs. Auf der anderen Seite kenne ich viele arme Schlucker die auf Biegen und Brechen die libertären Unfug verteidigen, auch wenn das am Ende auf ihre Kosten geht. Noch weniger ist denen, das es anderen NOCH schlechter gehen soll. Warum auch immer.


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03.11.2026 um 13:35
@mitH2CO3

also ich möchte mich vehement dagegen stellen, jemand als asozial zu bezeichnen der z.b. sowas hier tut:
(dpa) Facebook-Chef Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben zur Unterstützung einkommensschwacher Studenten 12,1 Millionen Dollar (10,37 Millionen Euro) an die amerikanische Elite-Universität Harvard gespendet. Mit dem Geld sollen in den kommenden 15 Jahren bis zu 2300 Studenten finanziert werden, die für den öffentlichen Dienst ausgebildet werden, teile die Hochschule am Montag in Cambridge im amerikanischen Gliedstaat Massachusetts mit.
Quelle: https://www.nzz.ch/panorama/zuckerberg-und-chan-spenden-harvard-12-millionen-dollar-zur-vergabe-von-stipendien-ld.1328453

Und nur weil Zuckerberg z.b. die Washington Post gekauft hat, heißt das doch nicht automatisch, dass dort irgendwie großartig ein persönlicher Einfluss in das Unternehmen einfließt? Oder kannst du das irgendwie belegen, dass es dort irgendwas auf der Agenda der Berichterstattung geben würde was dieses Medium nicht schon vor der Unternehmensübername sowieso schon so gehandhabt hätte?

also bitte differenzieren wenn/bevor man pauschal auf die Milliardäre loshetzt!


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 14:01
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Und nur weil Zuckerberg z.b. die Washington Post gekauft hat,
Die Washington Post gehört Jeff Bezos, nicht Zuckerberg.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:heißt das doch nicht automatisch, dass dort irgendwie großartig ein persönlicher Einfluss in das Unternehmen einfließt? Oder kannst du das irgendwie belegen, dass es dort irgendwas auf der Agenda der Berichterstattung geben würde was dieses Medium nicht schon vor der Unternehmensübername sowieso schon so gehandhabt hätte?
Ja, es gibt Belege. 2024 hat Bezos die schon vorbereitete Wahlempfehlung der Redaktion für Kamala Harris gestoppt, rund 200.000 Leser haben daraufhin gekündigt. https://www.derstandard.at/story/3000000242897/schon-250000-abo-kuendigungen-bei-washington-post

2025 hat er angeordnet, dass die Meinungsseiten nur noch "persönliche Freiheiten und freie Märkte" verteidigen sollen. Der zuständige Redakteur trat zurück, und der frühere Chefredakteur Marty Baron sagte öffentlich, Bezos stelle seine Geschäftsinteressen über die Zeitung. Bezos bestreitet das, aber die Fakten sprechen für sich. https://www.nbcnews.com/media/jeff-bezos-washington-post-op-ed-david-shipley-rcna193817

Die Zuckerberg-Spende für Harvard ist eine nette Sache. 12 Millionen für Stipendien gleichen aber im Ansatz nicht aus, was dem Gemeinwesen an anderer Stelle fehlt. Laut Tax Justice Network gehen Staaten jedes Jahr rund 492 Milliarden Dollar an Steuern verloren, weil Konzerne und Superreiche Steueroasen nutzen. https://taxjustice.net/reports/the-state-of-tax-justice-2024/

Oder in Deutschland z.B. die reformbedürftige Erbschaftssteuer, und die dadurch entstehenden Ausfälle. Allein im Jahr 2024 haben die Finanzämter 45 Großerben Erbschaftsteuer in Höhe von 3,4 Milliarden Euro erlassen. 45 Menschen, 3,4 Milliarden Euro, legal. Das ist der Punkt, um den es geht: nicht um einzelne Menschen und ihre Spenden, sondern um ein System, das so etwas zulässt.


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03.11.2026 um 14:02
oder würdest du Bill Gates z.b. auch als asozial bezeichnen?
Aus der Datenbank der Gates Foundation geht hervor, dass Gates und seine Ex-Ehefrau über ihre Stiftung insgesamt 319 Millionen Dollar an internationale Medienunternehmen gespendet haben.
Quelle:

z.b. Geld an Guardian und Spiegel..

macht er das auch um Einfluss zu üben`?


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03.11.2026 um 14:15
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:oder würdest du Bill Gates z.b. auch als asozial bezeichnen?
Jo, bin selbst schuld, weil ich das Wort hier verwendet habe, dass man nicht so auf die Inhalte achtet. Demnach lasse ich das Wort weg.

Und ich unterstelle Bill Gates auch keine bösen Absichten. Dennoch zeigt das Beispiel ziemlich auf den Punkt, worum es geht: wenn eine Stiftung Medien wie den Spiegel oder den Guardian mitfinanziert, beeinflusst sie, worüber berichtet wird, selbst wenn sie das gar nicht will. Wer das Geld gibt, setzt Schwerpunkte. Der Spiegel weist ja auch offen darauf hin, wenn ein Ressort von der Gates-Stiftung unterstützt wird. Das ist transparent, aber es bleibt dennoch die Frage, weshalb ein einzelner Milliardär entscheidet, welche Themen Geld bekommen. Darum geht's. Nicht primär um gute oder böse Milliardäre, sondern darum, dass so viel Geld in so wenigen Händen auch viel zu viel Macht bedeutet. Selbst bei den möglicherweise Gutmeinenden. Daher braucht das ganze eine Regulierung. Und der Report gibt dazu gute Vorschläge.


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03.11.2026 um 14:37
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, es gibt Belege. 2024 hat Bezos die schon vorbereitete Wahlempfehlung der Redaktion für Kamala Harris gestoppt, rund 200.000 Leser haben daraufhin gekündigt. https://www.derstandard.at/story/3000000242897/schon-250000-abo-kuendigungen-bei-washington-post

2025 hat er angeordnet, dass die Meinungsseiten nur noch "persönliche Freiheiten und freie Märkte" verteidigen sollen. Der zuständige Redakteur trat zurück, und der frühere Chefredakteur Marty Baron sagte öffentlich, Bezos stelle seine Geschäftsinteressen über die Zeitung.
das zeigt doch aber das der Bürgerwille immer noch was zählt und er eigentlich sogar Einfluss verloren hat dadurch, dass er versucht hat seinen Einfluss geltend zu machen?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:12 Millionen für Stipendien gleichen aber im Ansatz nicht aus, was dem Gemeinwesen an anderer Stelle fehlt. Laut Tax Justice Network gehen Staaten jedes Jahr rund 492 Milliarden Dollar an Steuern verloren, weil Konzerne und Superreiche Steueroasen nutzen.
ich bin da immer etwas skeptisch was solche Zahlen angeht weil das ja nur auf Schätzungen zurückgeht, weil das was illegal ist darüber hat man keine verlässlichen zahlen. hätte man sie dann würde ermittelt und bestraft?
außerdem kann man den Reichen ja auch keinen Vorwurf machen und sie als asozial bezeichen wenn das was sie tun legal ist?

andernfalls was ist z.b. mit den Deutschen die im Schnitt jeden Monat mehr als 60Euro für den Lieferdienst ausgeben anstatt selbst zu kochen?
bezeichnet man die Bevölkerung dann pauschal auch als asozial weil das Geld besser (zum Teil) gespendet wäre?


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03.11.2026 um 14:49
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demnach lasse ich das Wort weg.
achso ok, dann werd ich dich auch nicht weiter drauf festnageln.. <3


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03.11.2026 um 14:54
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:das zeigt doch aber das der Bürgerwille immer noch was zählt und er eigentlich sogar Einfluss verloren hat dadurch, dass er versucht hat seinen Einfluss geltend zu machen?
Die Leser haben reagiert. Aber Bezos besitzt die Zeitung immer noch, und seine Linie gilt. Die Leser konnten gehen, aber nicht mitbestimmen. Das ist der Unterschied zwischen Marktmacht und Demokratie.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:ich bin da immer etwas skeptisch was solche Zahlen angeht weil das ja nur auf Schätzungen zurückgeht, weil das was illegal ist darüber hat man keine verlässlichen zahlen. hätte man sie dann würde ermittelt und bestraft?
Das meiste davon ist gar nicht illegal, sondern legale Gewinnverschiebung, und die Berechnungen stützen sich unter anderem auf Daten, die Konzerne selbst bei der OECD melden. Und die bereits genannte Zahl ist keine Schätzung. 2024 haben die Finanzämter 45 Großerben 3,4 Milliarden Euro Erbschaftsteuer erlassen. 45 Menschen, 3,4 Milliarden.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:man den Reichen ja auch keinen Vorwurf machen und sie als asozial bezeichen wenn das was sie tun legal ist?
Legal heißt nicht automatisch gerecht. Die Gesetze stammen ggf. aus einer Zeit, als die Dinge noch anders liefen, und sich nicht solche Auswirkungen auf die Gesellschaften ergaben. Gesetze werden von Menschen gemacht, und Menschen können sie ändern. Genau darum geht’s primär: um die Regeln, nicht um die Personen.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:was ist z.b. mit den Deutschen die im Schnitt jeden Monat mehr als 60Euro für den Lieferdienst ausgeben anstatt selbst zu kochen?
Der Vergleich hinkt. Wer Pizza bestellt, gibt sein bereits versteuertes Geld aus, das ist seine Sache. Hier geht es nicht ums Spenden, sondern darum, ob jemand überhaupt seinen fairen Anteil an Steuern zahlt.


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03.11.2026 um 15:04
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber Bezos besitzt die Zeitung immer noch, und seine Linie gilt. Die Leser konnten gehen, aber nicht mitbestimmen. Das ist der Unterschied zwischen Marktmacht und Demokratie.
das ist doch eigentlich bei jedem Unternehmen so, dass die Kunden eigentlich nicht direkt mitbestimmen über Unternehmensentscheidungen. Sie beeinflussen nur indirekt durch ihre Entscheidung ob sie kaufen oder nicht. Und dass ist völlig unabhängig davon ob das Unternehmen Eigentum eines Milliardärs oder nicht?

willst du jetzt für jegliche Art Unternehmen eine Art Demokratie der Kunden etablieren? Wie soll man sowas denn bewerkstelligen?

jeder der jemals einen VW gekauft hat, hat dann eine Stimme zur Mitbestimmung bei deren Unternehmensfragen?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:2024 haben die Finanzämter 45 Großerben 3,4 Milliarden Euro Erbschaftsteuer erlassen. 45 Menschen, 3,4 Milliarden.
Ging es da um Unternehmensvermögen? Hätte das Zahlen einer Erbschaftssteuer zum Stören des Geschäftsbetriebes geführt (Entlassungen)?


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03.11.2026 um 20:40
@RayWonders
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:jeder der jemals einen VW gekauft hat, hat dann eine Stimme zur Mitbestimmung bei deren Unternehmensfragen?
Ich denke Du weißt es selbst ... nein, keine Kundendemokratie für VW. Aber Medien sind eben auch kein "normales Produkt". Sie prägen, was eine Gesellschaft denkt. Wenn Einzelne so reich sind, dass sie ganze Zeitungen kaufen und deren Linie bestimmen können, wird es für die Demokratie heikel.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Ging es da um Unternehmensvermögen? Hätte das Zahlen einer Erbschaftssteuer zum Stören des Geschäftsbetriebes geführt (Entlassungen)?
Ja, es ging um Firmenvermögen. Aber die Steuer kann über viele Jahre gestundet werden, niemand müsste deshalb Leute entlassen, oder what ever.

Btw. wer eine Firma im Wert von über 26 Millionen erbt, kann eine "Verschonungsbedarfsprüfung“ beantragen. Kann der Erbe die Steuer nicht aus der Hälfte seines Privatvermögens zahlen, wird sie ihm erlassen. Das Firmenvermögen bleibt komplett außen vor. Wer also ein Milliardenunternehmen erbt, aber auf dem Papier wenig Privatvermögen hat, zahlt im Extremfall fast nichts. So kommen dann auch die 3,4 Milliarden für 45 Erben im Jahr 2024 zustande. Das Geld fehlt der Gesellschaft.

Und jetzt vergleich das mal mit normalen Erben: wer von seinem Bruder 50.000 € erbt, zahlt 4.500 € Steuern. Wer als Kind 800.000 € in Wertpapieren erbt, zahlt 60.000 €. Ohne Antrag auf Erlass, ohne Ausnahme.

Und das Bundesverfassungsgericht hatte diese Verschonungsregel schon 2014 teilweise gekippt. Die Erbschaftsteuer wurde aber seitens der Politik nicht reformiert. Aktuell ist das Bundesverfassungsgericht schon wieder am Thema dran.

Findest Du es etwa gerecht wie das läuft? Der Bruder zahlt, der Milliardenerbe auf die Riesenbeträge aber nicht ...


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03.11.2026 um 21:11
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Findest Du es etwa gerecht wie das läuft? Der Bruder zahlt, der Milliardenerbe auf die Riesenbeträge aber nicht ...
Yepp, der Bruder sollte auch nichts zahlen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das Geld fehlt der Gesellschaft.
Nein, es ist bereits besteuertes Geld.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber die Steuer kann über viele Jahre gestundet werden, niemand müsste deshalb Leute entlassen, oder what ever.
Auch wenn über Jahre gestundet, ist es ein Wettbewerbsnachteil...und immer noch nicht klar warum man das zahlen soll, nur weil der neue Eigentümer aus der gleichen Familie ist? Das ist doch kein Grund.


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03.11.2026 um 21:23
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Yepp, der Bruder sollte auch nichts zahlen.
konsequent. Aber dann fehlt das Geld, und es muss woanders herkommen. Woher könnt es denn kommen: von der Arbeit. Die Krankenschwester zahlt also mehr, damit Erben nichts zahlen müssen 😶‍🌫️
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:es ist bereits besteuertes Geld.
Oft eben nicht. Große Vermögen bestehen vor allem aus Firmenanteilen und Aktien, deren Wertzuwachs nie versteuert wurde, weil nie verkauft wurde. Und selbst wenn: von Deinem versteuerten Gehalt zahlst Du beim Einkaufen trotzdem Mehrwertsteuer. Doppelt besteuert wird bei uns ständig, nur bei Kartoffeln regt sich jemand auf 🙄
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:warum man das zahlen soll, nur weil der neue Eigentümer aus der gleichen Familie ist?
Weil er Millionen bekommt, ohne dafür einen Finger zu rühren. Du predigst doch immer Leistung, oder war das Dein Bruder? Erben ist das Gegenteil von Leistung. Deshalb waren sogar liberale Denker wie John Stuart Mill und Andrew Carnegie für eine Erbschaftsteuer. Denk nach, Herr Apex!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wettbewerbsnachteil
Gegenüber wem? Die USA, das Paradies der freien Marktwirtschaft, besteuern sehr große Erbschaften mit bis zu 40 %. Und die Steuer kann gestundet werden. Kein Familienunternehmen muss deshalb dichtmachen.


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03.11.2026 um 21:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber dann fehlt das Geld, und es muss woanders herkommen.
Wem fehlt denn Geld? Das solltest Du schreiben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Woher könnt es denn kommen: von der Arbeit. Die Krankenschwester zahlt also mehr, damit Erben nichts zahlen müssen 😶‍🌫️
Für die KS ist es Einkommen, Lohnsteuer.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weil er Millionen bekommt, ohne dafür einen Finger zu rühren. Du predigst doch immer Leistung, oder war das Dein Bruder? Erben ist das Gegenteil von Leistung.
Eben! Man hat zB die Steuerprogression basierend auf dem Prinzip der Leistungsfähigkeit. Wenn Du sagst Erben leisten nichts für das Erbe, sollte man auch keine Steuer erheben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Deshalb waren sogar liberale Denker wie John Stuart Mill und Andrew Carnegie für eine Erbschaftsteuer.
Nö, Mill war für eine Erbschaftsbegrezung, eigentlich Enteigung..Carnegie fand Erbschaften als schädlich für Kinder...also nichts vom beiden.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Gegenüber wem?
Einem Konkurrenten in gleicher Größe der keine Erbschaftssteuer zahlen muss.


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