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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

283 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Global Justice Report, Milliardäre besteuern, Thomas Piketty ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 21:49
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wem fehlt denn Geld?
Der Allgemeinheit. Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Straßen. Irgendwer muss die ja bezahlen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Für die KS ist es Einkommen, Lohnsteuer.
Und für den Erben ist das Erbe ein Vermögenszuwachs, nur eben ohne Arbeit. Warum soll Geld aus Arbeit besteuert werden und Geld aus Erbe nicht?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Man hat zB die Steuerprogression basierend auf dem Prinzip der Leistungsfähigkeit.
Und wenn man sich dann anschaut, was Leistungsfähigkeit im Steuerrecht bedeutet ... hm. Nicht, wie viel jemand arbeitet, sondern wie viel er zahlen kann. Und wer Millionen erbt, ist finanziell ziemlich leistungsfähig. Nach Deinem eigenen Prinzip muss er also zahlen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mill war für eine Erbschaftsbegrezung, eigentlich Enteigung..Carnegie fand Erbschaften als schädlich für Kinder...
Da will ich nicht streiten, bei Mill ging es um Begrenzung. Er wollte nicht nur besteuern, sondern begrenzen, wie viel jemand überhaupt erben darf. Das ist noch radikaler als alles, wasso gefordert wird. Und Carnegie hat in seinem Aufsatz "The Gospel of Wealth" ausdrücklich eine hohe Besteuerung großer Nachlässe gelobt. Demnach doch etwas von beiden.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Einem Konkurrenten in gleicher Größe der keine Erbschaftssteuer zahlen muss.
Gerade Firmenerben werden in Deutschland bevorzugt. Ihr Betriebsvermögen kann ganz oder teilweise steuerfrei bleiben, und bei sehr großen Erbschaften gibt es obendrauf die zuvor erwähnte Verschonungsbedarrfsprüfung. Wer dagegen Geld oder Wertpapiere erbt, zahlt ganz normal. Von Wettbewerbsnachteil kann also keine Rede sein. Ungleich behandelt werden die Erben schon, nur profitieren davon die Firmenerben.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 22:04
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Allgemeinheit. Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Straßen. Irgendwer muss die ja bezahlen.
Nicht irgendwer sondern jeder. Erblasser haben sich genug daran beteiligt - mehr als deine Schützlinge.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und für den Erben ist das Erbe ein Vermögenszuwachs, nur eben ohne Arbeit. Warum soll Geld aus Arbeit besteuert werden und Geld aus Erbe nicht?
Lohn ist der Gegenwert für geleistete Arbeit, an sich was anderes als Vermögenszuwachs...eine Gegenleistung auf dem Markt.
Erben ist Unterstützung/Unterhalt innerhalb einer Familie weil es auch gegenseitige Pflichten gibt: Fürsorgereht für Kindern und Kinder müssen auch den Eltern Unterhalt zahlen wenn sie sich ein Heim nicht leisten können.
Wenn man diesen Gedanken weiter spinnt und Statistiken glaubt -> ein Kind würde paar hundert tausend Euro im Unterhalt kosten, dann müsste man dass zu Erbmasse rechnen und da wären viele über den Freibetrag.
Arbeit ≠ Erben...und auch nicht vergleichbar.
Wenn man den Faktor "Leistung" bzw. "Leistungslos" reinnehmen möchte, müssten wir bei Leuten die weniger arbeiten aber hohen Lohn haben eine höhere Steuer kassieren als von Fleißeigen mit gleich hohen Lohn.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:as Leistungsfähigkeit im Steuerrecht bedeutet ... hm. Nicht, wie viel jemand arbeitet, sondern wie viel er zahlen kann.
Stimmt so auch nicht und ist ungerecht - man unterstellt dass er das zahlen kann, wissen tut man das nicht...ich behaupte dass von zwei Angestellten mit gleichen Lohn und Situation einer mehr zahlen kann. Sollte er das?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demnach doch etwas von beiden.
Also...dann hat dein Satz nicht gestimmt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von Wettbewerbsnachteil kann also keine Rede sein.
Ok, Du willst es nicht verstehen...für mich iO.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 22:22
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Erben ist Unterstützung/Unterhalt innerhalb einer Familie
Dafür gibt es ja die Freibeträge. 400.000 € pro Elternteil und Kind, steuerfrei. Die normale Familienunterstützung ist also längst geschützt. Aber wer hunderte Millionen erbt, bekommt nun echt keinen Unterhalt mehr 😁 sondern ein Vermögen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Erblasser haben sich genug daran beteiligt
Die Steuer zahlt immer noch nicht der Verstorbene, sondern der Erbe. Und der hat für das Erbe noch gar nichts beigetragen.

But: is wie es is. Heute sind Wahlen im Donaldländ. Interessant wird es in Kalifornien finde ich (sieht aber gerade nicht allzu gut aus für eine Vermögenssteuer, weil sich diverse Herrschaften extremst spendabel gezeigt haben, diese zu verhindern). Aber abwarten. Gute Nach auf jeden Fall 🌙 ✨


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

03.11.2026 um 22:22
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, es ging um Firmenvermögen. Aber die Steuer kann über viele Jahre gestundet werden, niemand müsste deshalb Leute entlassen, oder what ever.
Was ist wenn diese Unternehmen die vererbt werden aber gerade mal kostendeckend operieren, nicht überall werden (Millionen)Gewinne erwirtschaftet? Wovon soll man dann die Steuern bezahlen ohne irgendwas zu veräußern oder zu kürzen?


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

gestern um 05:49
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dafür gibt es ja die Freibeträge. 400.000 € pro Elternteil und Kind, steuerfrei. Die normale Familienunterstützung ist also längst geschützt.
Ok, dann müssen wir aber auch alles dazu rechnen was die Eltern zahlen bis das Kind den ersten Job hat - das Kind tut auch dafür nichts.
Übrigens die 400.000 gelten seit 1 Jan 2009.
Seitdem sind die Renten West ca. +60,1 %, Ost ca. +82,2 % gesteigen, Hartz4,Bürgergeld,Grundsicherung um 60.2% - einen Anpassung des Erbfreibetrages sieht man als nicht notwendig ab...müssten bei 640.000 liegen.
*Dass die Anpassung nicht stattfindet ist ein Beweis für die Abzocke des Staates.


Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber wer hunderte Millionen erbt, bekommt nun echt keinen Unterhalt mehr 😁 sondern ein Vermögen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Steuer zahlt immer noch nicht der Verstorbene, sondern der Erbe. Und der hat für das Erbe noch gar nichts beigetragen.
Gut, spielen wir es mal durch:
Einzelkind K
Unternehmen U - 10 Mrd. Wert

Einzelkind K wird 51 - seine Eltern haben die Schenkungssteuer maximal ausgenutzt und haben ihm alle 10J 800.000€ zukommen lassen (maximalen Wert von heute).
Also hat er 6 x 800.000 bekommen = 4.800.000 Euro...weil auch Anteile aus dem Unternehmen dabei waren und diese gestiegen sind, hat er ein Vermögen von 10 Mio.
Unglücklicherweise sterben beide Eltern, er erbt 10,5 Mrd (Unternehmen und Assets).

Jetzt soll er die normale Erbschaftssteuer zahlen (dein Wunsch und der Commie Gang auch).
Aktuell liquide wäre er mit 9-9,5 Mio durch Verkauf des eigenen Vermögens ohne Erbe.
Erbschaftsteuer, Klasse I, 30% mit erneuten Abzug von 800k -> um die 3.149.760.000 €.
*ich erspare uns und mir Stundungsberechnungen mit Zinsen bzw. über Kredite, macht eh nur die Summe größer.

Also, es müssen 3,14 Mrd her:

- Direkten Verkauf von Anteilen, der Kurs sinkt wahrscheinlich, sagen wir 10%, müsste er also Anteile um die 4,34 Mrd verkaufen (26,78% Kapitalertragsteuer /Soli+ 10% Kursverlust)...sagenhafte 43,4% aus der Unternehmenskontrolle gehen in fremde Hände.
Ich schrieb auch mal: diese fremde Hände werden Ausländer sein bzw. Personen mit Wohnsitz im Ausland...keine Inländer.
Wenn Inländer im Vermögen quasi 40% bei jedem Erbvorgang an den Staat abführen, werden wir keine Inländer haben die diese Werte kaufen können - die 250 Milliardäre sind sehr schnell keine mehr.

- Dividendenauszahlungen -> diese müssen auch mit 26,78% versteuert werden, somit müssen 3,98Mrd. ausbezahlt werden.
Bei Börsennotierung: der Kurs sinkt um die Dividende, die Kasse um die Ausschüttung.
Nicht Börsennotiert: Die Kasse und das Eigenkapital sinken um die Ausschüttung.
Für das Unternehmen entsteht ein Wettbewerbsnachteil - stell Dir vor, das Unternehmen müssen aus der operativen Kasse und Rücklagen 40% ihres Firmenwertes bezahlen....das steht kaum einer durch.
Die Variante dass das Unternehmen Kredit in dieser Höhe übernimmt geht zwar auch, ändert aber nicht viel an den Beträgen.

So...viel weitere sinnvolle Varianten gibt es nicht - der Erbe muss um die 4 Mrd. auftreiben dass er die 3,14 Mrd. bezahlen kann.

Generell kann man also sagen - wenn man es so macht, wird der Staat mit 40% an diesen Erbschaften beteiligt - nach 3-4 Erbfolgen hat der Staat 100% kassiert. Abgesehen davon willst Du und die Gang auch zu Lebzeiten Vermögenssteuern, das beschleunigt das Ganze.

Wie bringt uns, den Staat, die Gesellschaft das weiter?
Was machen wir, der Staat und die Gesellschaft nach 3-4 Erbfolgen? Der Staat wird in dieser Zeit das Geld verbraucht haben.

Mich interessiert deine eigene Meinung oder Lösung / und ganz ehrlich, ich habe mir die Mühe gemacht das aufzudrösseln und zu rechnen, wenn jetzt "Pinketty sagt" oder nur "Tax the Rich" kommt, schreibst hier alleine weiter.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

gestern um 09:29
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mich interessiert deine eigene Meinung oder Lösung / und ganz ehrlich, ich habe mir die Mühe gemacht das aufzudrösseln und zu rechnen, wenn jetzt "Pinketty sagt" oder nur "Tax the Rich" kommt, schreibst hier alleine weiter.
🎃 Ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich argumentieren soll. Piketty ist hier Topic. Wenn du gehen willst, steht dir das frei.

Deine Rechnung beantworte ich dennoch, nicht weil Du es verlangst, sondern weil sie Fehler hat:

Erstens gebe ich dir recht. Die Freibeträge sind seit 2009 nicht angepasst worden, das ist unfair gegenüber normalen Familien. Die sollten mit der Inflation steigen.

Zweitens: "Nach 3 bis 4 Erbfolgen hat der Staat 100 %" stimmt einfach nicht. Bei 30% bleiben jedes Mal 70% übrig. Selbst nach vier Erbfolgen wären noch rund 24% da, und das nur, wenn das Unternehmen 100 Jahre lang keinen Cent wächst. Ein gesundes Unternehmen wächst aber.

Drittens rechnest du so, als müsste alles auf einen Schlag bezahlt werden. Mögliche Lösung:

– Keine Totalbefreiung mehr für Riesenerbschaften, aber auch keine 30 % auf einen Schlag.
– Besser ein niedrigerer Satz für alle großen Erbschaften, dafür ohne Schlupflöcher.
– Zahlung zinsfrei über 20 Jahre aus den laufenden Gewinnen, dann muss niemand verkaufen.
– Oder Zahlung in Firmenanteilen, zum Beispiel an einen öffentlichen Fonds oder an die eigenen Mitarbeiter. Dann landet nichts im Ausland, und die Firma bleibt in deutscher Hand.

Derart bleibt das Familienunternehmen bestehen, und trotzdem zahlt der Milliardenerbe nicht weniger als der Bruder, der 50.000 € erbt.


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gestern um 09:33
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Was ist wenn diese Unternehmen die vererbt werden aber gerade mal kostendeckend operieren, nicht überall werden (Millionen)Gewinne erwirtschaftet? Wovon soll man dann die Steuern bezahlen ohne irgendwas zu veräußern oder zu kürzen?
Ein Unternehmen, das nur kostendeckend arbeitet, ist steuerlich auch nicht viel wert. Der Firmenwert für die Erbschaftsteuer richtet sich vor allem nach den Erträgen. Kein Gewinn heißt niedriger Wert, heißt niedrige Steuer. Dazu kommen die Freibeträge von 400.000 € pro Elternteil.

Um solche Betriebe geht es auch nicht wirklich. Für die können Schutzregeln ruhig bleiben. Es geht um diese Riesenerbschaften: 45 Erben, 3,4 Milliarden erlassene Steuer ... hallo? Das sind keine Familienbetriebe am Existenzminimum.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

gestern um 17:20
Bewegt Euch Bürger 🤘


Teil 11: Schluss – eine weltweite Bürgerbewegung

Die Kernbotschaft des Reports: Eine bewohnbare Erde und hoher Wohlstand für alle lassen sich vereinbaren, aber nur mit Suffizienz, einer schnellen Energiewende und deutlich weniger Ungleichheit bei Einkommen, Vermögen und Macht. Was im Weg steht, ist laut Report keine technische Unmöglichkeit, sondern eine politische Entscheidung.

Was es braucht
• Ohne eine starke Bürgerbewegung mit Gewerkschaften, Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen wird nichts davon umgesetzt.
• Entscheidend sei eine kulturelle Auseinandersetzung darüber, was Suffizienz, Gleichheit und Wohlstand bedeuten, im Süden wie im Norden.
• Wirtschafts- und Haushaltspläne gehören nicht nur in die Hände von Expertinnen und Experten, sondern in die demokratische Debatte aller Bürgerinnen und Bürger.

Was der Report selbst als Lücken nennt
• Andere Umweltgrenzen wie Artenverlust, Süßwasser, Versauerung der Meere oder Bergbau sind noch nicht ausreichend einbezogen.
• Die Beschreibung der Produktionstechniken ist grob und schreibt vor allem bisherige Trends fort. Mögliche neue Techniken mit weniger Material und mehr menschlicher Arbeit kann das Modell kaum abbilden.
• Das Wissen der Bürgerinnen und Arbeitnehmer vor Ort muss besser mit den großen Zahlen verknüpft werden.
Quelle: Conclusion, Summary


Ein Beitrag unter vielen
Der Report sieht sich als kleinen Beitrag zu einer Bewegung, die vor allem im globalen Süden schon weit fortgeschritten ist. Er knüpft ausdrücklich an andere Initiativen an:
• die Bridgetown-Initiative, 2022 von Ländern des globalen Südens unter Führung von Barbados gestartet, die ebenfalls globale Vermögensteuern und eine Währungsreform verbindet,
• die Sevilla-Verpflichtung zur Entwicklungsfinanzierung,
• den Prozess für eine UN-Steuerkonvention,
• G20-Initiativen unter Brasilien und Südafrika zu globaler Ungleichheit,
• die Arbeit zu Wiedergutmachung für Sklaverei und Kolonialismus, etwa der Karibischen Gemeinschaft und der Afrikanischen Union.

Neu am Report sei vor allem, dass er diese Ideen in ein durchgerechnetes Gesamtmodell mit Wachstum, Temperatur und Verteilung einbettet.


Ausm Themen-Wiki: GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)


TAX THE RICH 💰


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gestern um 17:59
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um diese Riesenerbschaften: 45 Erben, 3,4 Milliarden erlassene Steuer ... hallo? Das sind keine Familienbetriebe am Existenzminimum.
Total gaga, wenn da manche ständig behaupten, dass die sofort Sozialhilfe beantragen müssten, wenn sie vernünftig besteuert werden.
Ich verstehe es nicht.
Ich verstehe auch nicht, warum manche nicht verstehen (oder es ihnen egal ist, oder schlimmer noch, sie es gut finden) dass Riesen Vermögen immer undemokratisch sind, bzw sie meist undemokratisch genutzt werden.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ohne eine starke Bürgerbewegung mit Gewerkschaften, Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen wird nichts davon umgesetzt.
• Entscheidend sei eine kulturelle Auseinandersetzung darüber, was Suffizienz, Gleichheit und Wohlstand bedeuten, im Süden wie im Norden.
Hier sehe ich große Probleme eine ausreichend große Menge Menschen davon zu überzeugen.


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gestern um 19:44
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Total gaga, wenn da manche ständig behaupten, dass die sofort Sozialhilfe beantragen müssten, wenn sie vernünftig besteuert werden.
Ich verstehe es nicht.
Probiere es doch mal mit Steuern auf Gewinne (sinnvoll) und auf Substanz (nicht sinnvoll in dem geplanten Ausmaß).
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ich verstehe auch nicht, warum manche nicht verstehen (oder es ihnen egal ist, oder schlimmer noch, sie es gut finden) dass Riesen Vermögen immer undemokratisch sind, bzw sie meist undemokratisch genutzt werden.
Ich sehe ein Problem wenn Du Leute über Geld definierst: viel = schlecht, wenig = gut...führt zur nächsten Frage warum Du Dich als gut empfindest.
Ich habe schon drauf hingewiesen dass auch die große Masse mit Normalvermögen = die Guten -> schlechte Entscheidungen treffen können.
Was mich angeht - ich lebe lieber in einer Gesellschaft die nichts gegen Reiche hat - egal wie reich.
Gesellschaften die Vermögen begrenzen und sehr hohe Einkommensteuern haben, brauchen die Leute die das nicht erreichen - die sagen dann dass sie gut sind ;)


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 08:08
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ich lebe lieber in einer Gesellschaft die nichts gegen Reiche hat - egal wie reich.
In so einer Gesellschaft würde doch jeder gerne leben 🙄 Dafür müßten die ÜBER-Reichen allerdings mal ihre angemessenen Steuern bezahlen, wie alle anderen auch! Denn dadurch, dass sie Millionen in hochspezialisierten Steuerkanzleien versenken, um sich ihre Milliardensteuern "optimieren" zu lassen, zahlen sie viel zu wenig bis nix an Steuern. Das führt dazu, dass man sich - dieses der Gesellschaft zustehende aber fehlende - Geld gegenseitig wegkürzen, und sich dann untereinander angehen muß. Die überreichen Steuervermeider schauen sich dieses Spektral von der Seite an. Sehr sehr peinlich und so gar nicht nice. Und weil sie sich nicht ändern, brauchts die systemische Änderung, nämlich die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und die Reform der Erbschaftssteuer! Demnach

TAX THE RICH 💰


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 09:00
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:TAX THE RICH
Und das nicht zu knapp!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ch lebe lieber in einer Gesellschaft die nichts gegen Reiche hat - egal wie reich.
Tja und ich lebe lieber in einer Gesellschaft, die nichts gegen LGTBQ+ oder Ausländer hat und die sich nicht ständig von den Superreichen verarschen lässt.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 11:10
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Und das nicht zu knapp!
Klar, andere sollen deine Wünsche zahlen, Du hast es schliesslich gesagt wie es richtig ist.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Tja und ich lebe lieber in einer Gesellschaft, die nichts gegen LGTBQ+ oder Ausländer hat und die sich nicht ständig von den Superreichen verarschen lässt.
Ja, genau - weil Normalverdiener alle LGxxx und Ausländer einfach lieben und den Staat nicht verarschen.
->
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich sehe ein Problem wenn Du Leute über Geld definierst: viel = schlecht, wenig = gut...führt zur nächsten Frage warum Du Dich als gut empfindest.



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um 11:25
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Und das nicht zu knapp!
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Tja und ich lebe lieber in einer Gesellschaft, die nichts gegen LGTBQ+ oder Ausländer hat und die sich nicht ständig von den Superreichen verarschen lässt.
Ich frage mich gerade wer hier wen verarscht? Die Superreichen die Normalos oder die Politiker die Normalos? 😂


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 12:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dafür müßten die ÜBER-Reichen allerdings mal ihre angemessenen Steuern bezahlen, wie alle anderen auch!
Ich behaupte sie bezahlen mehr als angemessen.
Es ist auch eine Grundsatzfrage: wieviele beteiligen wir Leute relativ und absolut.
Angenommen die Strasse muss runderneuert werden..man hat mir dieses Beispiel genannt...und alle haben gleich große Grundstücke somit sind die Beteiligungskosten gleich hoch, zB. 10.000€.
Sollen wir jetzt eine Diskussion führen ob es für den Teilzeitarbeiter schwerer ist als der Millionär neben an? Die Leistung die sie erhalten ist gleich.
Wie lange dauert bis einer kommt und sagt der Millionär soll komplett zahlen, das sei gerecht...

Ich bin zwar einverstanden dass Reiche und Gutverdiener sich mehr an der Staatsfinanzierung beteiligen, aber wieviel? Jetzt haben die heftige Progression auch noch drin, das reicht einem Pinketty immer noch nicht - er möchte seinen abgrundtiefen Hass ausleben und indoktriniert andere.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Denn dadurch, dass sie Millionen in hochspezialisierten Steuerkanzleien versenken, um sich ihre Milliardensteuern "optimieren" zu lassen, zahlen sie viel zu wenig bis nix an Steuern.
Das deutsche Steuerrecht ist kompliziert und bei den Summen auch die Strafen sehr hoch - daher muss man eine korrekte Steuererklärung abgeben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das führt dazu, dass man sich - dieses der Gesellschaft zustehende aber fehlende - Geld gegenseitig wegkürzen, und sich dann untereinander angehen muß.
Das ist nicht die Ursache für die leeren Kassen und Misswirtschaft.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die überreichen Steuervermeider schauen sich dieses Spektral von der Seite an. Sehr sehr peinlich und so gar nicht nice.
Noch peinlicher sind solche Vorwürfe. Ich weiss dass hier Fakten nicht zählen, aber alle Unternehmer haben große Interesse dass die Bürger Geld in der Tasche haben. Ich hatte es bereits ausgeführt der Staat und SV verdienen am Meisten an einem Arbeiter.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und weil sie sich nicht ändern, brauchts die systemische Änderung, nämlich die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und die Reform der Erbschaftssteuer!
Natürlich.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:TAX THE RICH
Ja, macht das:

SCR-20261105-kvav

https://www.cash-online.de/a/ab-wann-ist-man-reich-iw-zeigt-einkommensgrenzen-in-deutschland-727920/
Die Vermögenselite: Wer gehört dazu?

Wer in Deutschland zu den vermögendsten zehn Prozent zählen will, muss laut „iwkoeln.de“ mindestens 777.200 Euro auf der hohen Kante haben. Eine Summe, die für viele unerreichbar scheint. Die Studie arbeitet mit dem sogenannten Median statt mit dem Durchschnitt, wie „Spiegel“ berichtet. Der Vorteil: Extreme Ausreißer nach oben – etwa Milliardenvermögen – verzerren das Bild nicht so stark.
Quelle: https://www.business-punk.com/top-10-in-deutschland-ab-diesem-vermoegen-gehoerst-du-zur-geld-elite/

Derweil muss man sich hier das Geseier anhören es ginge nur um Milliardäre...traut dem Braten nicht, es sind alle gemeint. In diesem Punkt stimme ich sogar zu, will man jedem weltweit die Löhne finanzieren, muss man quasi die Mehrheit der Deutsche auch ausnehmen, gnadenlos.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 14:19
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, macht das:
Wenn Ich diese Tabelle sehe, bin Ich immer wieder verwundert, wie man ein Single mit 6k€ als “reich” bezeichnen kann.


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um 14:39
Zitat von vx110vx110 schrieb:Wenn Ich diese Tabelle sehe, bin Ich immer wieder verwundert, wie man ein Single mit 6k€ als “reich” bezeichnen kann.
Es ist aber mathematisch richtig: Deutschland hat sehr wenig Spitzenverdiener, die Masse zieht den Schnitt runter - und das ist auch der Grund warum Tax the Rich den Ingenieur aus dem Stockwerk drüber trifft...deswegen kann wohnt er zu Miete, deswegen kann er nicht kaufen. Deswegen wird seine Rente zusätzlich versteuert und wenn seine Eltern sich verabschieden soll er Erbsteuer zahlen, er sei leistungslos und hätte nichts getan.
Und wenn er arbeitslos wird, wird er auf das Niveau seiner RTL2 Nachbar gegrounded.
TAX THE RICH = TAX EVERYBODY


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 15:19
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:TAX THE RICH = TAX EVERYBODY
Quark, vor allem in Bezug zu Piketty, seine 90% Abgabe aufs Einkommen greift beim 1.000 bis 10.000 fachen des Durchschnittseinkommens. Da wäre in Deutschland irgendwo bei 50.000.000 Mio per annum. Da zählt der Ingenieur von oben drüber ganz sicher nicht dazu.
Vergleichbare Sätze (über 80%) gab es in den USA übrigens schon auf extreme Einkommen, ohne dass das der Wirtschaft in irgendeiner Form geschadet hätte. Denen bliebe in Deutschland selbst dann noch 5.000.000 Mio pro Jahr - wenn mich mein Kopfrechnen nicht verlassen hat.
Du vermischst gerne die Begrifflichkeiten um die es geht, um dir das so hinzubiegen wie es in deinen Kram passt. Aber deine performance in der Auseinandersetzung mit dem "kommunistischen pinketty" ist frei von jeglicher Vernunft und schlichter Weigerung dich mit seinem Konzept auch nur zu befassen - jenseits von Schlagworten und Echauffierung.


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um 15:36
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Es ist aber mathematisch richtig: Deutschland hat sehr wenig Spitzenverdiener, die Masse zieht den Schnitt runter - und das ist auch der Grund warum Tax the Rich den Ingenieur aus dem Stockwerk drüber trifft...deswegen kann wohnt er zu Miete, deswegen kann er nicht kaufen. Deswegen wird seine Rente zusätzlich versteuert und wenn seine Eltern sich verabschieden soll er Erbsteuer zahlen, er sei leistungslos und hätte nichts getan.
Und wenn er arbeitslos wird, wird er auf das Niveau seiner RTL2 Nachbar gegrounded.
TAX THE RICH = TAX EVERYBODY
Bei der Einteilung aufjedenfall.


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um 18:05
Zitat von vx110vx110 schrieb:Die Superreichen die Normalos oder die Politiker die Normalos
Die Superreichen die Politiker und die beiden zusammen dann die "Normalos"


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