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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

236 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Global Justice Report, Milliardäre besteuern, Thomas Piketty ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 14:28
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Da finde ich einen Widerspruch: man sollte "Umdenken", dann frei entscheiden, aber wenn man nicht wie das pinketierte Zentralkomitee entscheidet ist man ewig gestrig.
Du darfst frei entscheiden. Und ich darf frei sagen, was ich davon halte. Das nennt sich Meinungsfreiheit.

Und "ewig gestrig" ist nicht, wer nachdenkt und dann anders entscheidet. "Ewig gestrig" ist, wer sich gar nicht erst auf neue Erkenntnisse einlässt, sondern unreflektiert alles ablehnt.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 14:45
Was ist Gerechtigkeit?

Wie der Report "Gerechtigkeit" versteht

Eine gerechte Gesellschaft gibt allen Menschen Zugang zu grundlegenden Gütern: Bildung, Gesundheit, Wohnen, Ernährung, Kultur, eine intakte Umwelt und echte Mitsprache in Politik und Wirtschaft. Entscheidend ist, wie es den Schwächsten geht. Sie sollen möglichst gute Lebensbedingungen haben.
Und wichtig: der Report verlangt keine absolute Gleichheit! Ungleichheit kann gerecht sein, wenn sie aus unterschiedlichen Lebensentscheidungen entsteht oder auch den Benachteiligten nützt. Aber das muss bewiesen werden, nicht einfach behauptet. Und es rechtfertigt nicht jedes beliebige Ausmaß an Ungleichheit. Beim Zugang zu Grundgütern soll es dagegen absolute Gleichheit geben. Niemand darf einer Gruppe Wahlrecht, Schule oder Gesundheitsversorgung verweigern, während andere mehr bekommen.

Die zwei großen Ziele

Soziale und wirtschaftliche Gleichheit: gleiches Durchschnittseinkommen pro Kopf in allen Ländern, volle Gleichstellung von Frauen und Männern, deutlich kleinere Abstände zwischen Arm und Reich innerhalb der Länder
Eine bewohnbare Erde: Ressourcenverbrauch innerhalb der ökologischen Grenzen, Erwärmung unter 2 °C

Die Lehre aus der Geschichte

Im 20. Jahrhundert haben vor allem West- und Nordeuropa gezeigt, dass man Ungleichheit stark verringern und gleichzeitig sehr wohlhabend werden kann, durch Sozialstaat, öffentliche Bildung und Gesundheit, progressive Steuern und Arbeitsrechte.
Seit den 1980er/90er Jahren ist dieser Trend aber ins Stocken geraten und teilweise umgekehrt.
Außerdem blieb der Fortschritt auf reiche Länder beschränkt, und deren Reichtum beruhte auch auf der Ausbeutung von Menschen und Natur weltweit.
Fortschritt kam oft durch soziale Kämpfe, manchmal auch durch Krisen und Kriege. Der Report sagt: Auf Katastrophen zu warten reicht nicht. Man braucht klare Ideen und Pläne, damit Veränderung in eine gute Richtung geht.

Was ist neu an diesem Report?

Er stellt Ungleichheit und Suffizienz ins Zentrum der Klimafrage. In den bisherigen Klimaszenarien spielen sie kaum eine Rolle.
Selbst das optimistischste Szenario des Weltklimarats geht davon aus, dass Afrika südlich der Sahara im Jahr 2100 nur ein Drittel des Einkommens der reichsten Länder erreicht. Der Report rechnet dagegen als einer der ersten eine vollständige Angleichung durch.
Alle Annahmen werden mit historischen Daten verglichen, um zu zeigen, was ehrgeizig, aber schon einmal dagewesen ist.
Quelle: https://globaljusticeproject.wid.world/insight/summary/

Frage, die sich daraus ergibt: ab wann ist Ungleichheit ungerecht?


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 14:46
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du darfst frei entscheiden.
Sorry, kindisch. Wer hier nicht der omg oh gott oh gott Pinketty Meinung ist, wird diskreditiert.
Auch das hat Parallelen zum Kommunismus: da darf man auch frei entscheiden, da gibt es auch Meinungsfreiheit. Die Frage bleibt ob es Freiheit nach der Meinung gibt...


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 14:53
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Eine gerechte Gesellschaft gibt allen Menschen Zugang zu grundlegenden Gütern: Bildung, Gesundheit, Wohnen, Ernährung, Kultur, eine intakte Umwelt und echte Mitsprache in Politik und Wirtschaft.
Und, ist nicht so?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Entscheidend ist, wie es den Schwächsten geht.
Nein, entscheidend ist wie es allen geht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und wichtig: der Report verlangt keine absolute Gleichheit! Ungleichheit kann gerecht sein, wenn sie aus unterschiedlichen Lebensentscheidungen entsteht oder auch den Benachteiligten nützt. Aber das muss bewiesen werden, nicht einfach behauptet.
Ja, der Beweis der Ungerechtigkeit fehlt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Beim Zugang zu Grundgütern soll es dagegen absolute Gleichheit geben.
Du meinst...zB der gleiche Krankenversicherungsbeitrag für alle? Gleiches Pflegeheim für alle ohne Einsatz des Vermögens - damit die die gespart haben nicht die Dummen sind?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Soziale und wirtschaftliche Gleichheit: gleiches Durchschnittseinkommen pro Kopf in allen Ländern,
Oh, die kommunistische Faust wieder: wenn ein Land fortschrittlich ist, viele Experten hat die zu recht viel verdienen, muss es sehr viele geben die wenig verdienen damit der Durchschnitt passt. Und dann kommt Pinketty, genau der, wieder und sagt zu große Abstände...Ungerecht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Außerdem blieb der Fortschritt auf reiche Länder beschränkt
Joah, aber auch die Leistung bleibt auf die beschränkt....
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Selbst das optimistischste Szenario des Weltklimarats geht davon aus, dass Afrika südlich der Sahara im Jahr 2100 nur ein Drittel des Einkommens der reichsten Länder erreicht.
Und das liegt an was?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Report rechnet dagegen als einer der ersten eine vollständige Angleichung durch.
Durch Zwang.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 14:55
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Sorry, kindisch. Wer hier nicht der omg oh gott oh gott Pinketty Meinung ist, wird diskreditiert.
Auch das hat Parallelen zum Kommunismus: da darf man auch frei entscheiden, da gibt es auch Meinungsfreiheit. Die Frage bleibt ob es Freiheit nach der Meinung gibt...
Wtf. "Kindisch"? Wenn Dir die Argumente ausgehen, dann greifst Du doch reflexartig zur Kommunismus-Keule 🥱

Im Kommunismus säßest Du für Deine Beiträge hier längst im Arbeitslager. Stattdessen schreibst Du jeden Tag frei, was du willst, ziehst ins Steuerexil, wann du willst, und kein Mensch hält dich auf. Wenn das Kommunismus ist, dann ist es der bequemste, den die Welt je gesehen hat. 😄

Und diskreditiert? Wer hat denn hier den Bundestag "630 Idioten" genannt, von "Zentralkomitee", "Besserwissern" und "Pinketty" gefaselt? Du teilst aus wie nix gutes, aber wenn eine mal was zurücksagt, ist es plötzlich Unterdrückung? Was für' ne Wehleidigkeit.

Freiheit heißt übrigens nicht, dass niemand widersprechen darf. Freiheit heißt, dass du Deine Meinung sagen darfst, und ich meine. Und meine ist: Deine Kommunismus-Peformance ist grottenschlecht.


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um 15:15
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und, ist nicht so?
Weltweit? Nein. In Afrika südlich der Sahara werden pro Kopf rund 210 € im Jahr für Bildung ausgegeben, in Nordamerika 4.140 €. Bei der Gesundheit reicht es von 110 € bis 8.300 € pro Kopf. 600 Millionen Menschen in Afrika haben keinen Strom. Das ist kein gleicher Zugang zu iwas.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein, entscheidend ist wie es allen geht.
So denn -> an den Schwächsten sieht man, ob es wirklich allen gut geht. Lt. Report würden bis 2100 89 % der Menschen ihr Einkommen verdoppeln. Allen geht’s also besser.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, der Beweis der Ungerechtigkeit fehlt.
Die ärmere Hälfte der Menschheit besitzt 2% des Vermögens, die reichsten 10% drei Viertel. Wie viel Beweis brauchst denn noch?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Oh, die kommunistische Faust wieder: wenn ein Land fortschrittlich ist, viele Experten hat die zu recht viel verdienen, muss es sehr viele geben die wenig verdienen damit der Durchschnitt passt. Und dann kommt Pinketty, genau der, wieder und sagt zu große Abstände...Ungerecht.
Gleicher Zugang heißt nicht gleicher Beitrag. Schau in die gesetzliche Krankenversicherung. Jeder zahlt nach Einkommen, aber alle bekommen dieselbe Behandlung. Genau das ist gemeint. Kommunistische Faust 👿 Nein, deutsche Sozialversicherung, Hörr Apex. Merk mal was. Gleicher Durchschnitt heißt auch nicht, dass Deutschland mehr Arme braucht. Es soll heißen, dass die armen Länder aufholen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und das liegt an was?
Zum Beispiel daran, dass Kredite in Afrika drei- bis viermal so teuer sind wie bei uns und nur 3 % der weltweiten Energieinvestitionen dort landen. Talent gibt es dort genug, Chancen nicht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Durch Zwang.
Aha, also durch Wachstum und durch Steuern aufs reichste 1%, beschlossen von gewählten Parlamenten. Wenn das Zwang ist, dann ist jede Steuer Zwang, auch die, aus der deine Rente mitbezahlt wird.

Antworte halt mal hierauf:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Frage, die sich daraus ergibt: ab wann ist Ungleichheit ungerecht?



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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 16:36
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:böse Zungen in den USA behaupten ja vermutlich, dass unser Sozialstaat mit den ganzen Steuern schon nah am Kommunismus ist?
Dieses Kommunismus Gelaber ist halt einfach nur dumm (wenn es ernst gemeint ist) oder einfach der stete Versuch soziale Strukturen zu diskreditieren.
Je rechter und reicher ein Proponent ist, desto wahrscheinlicher dass er oder sie inflationär und in der Regel völlig falsch mit dem Begriff um sich wirft.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 17:05
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weltweit? Nein. In Afrika südlich der Sahara werden pro Kopf rund 210 € im Jahr für Bildung ausgegeben, in Nordamerika 4.140 €. Bei der Gesundheit reicht es von 110 € bis 8.300 € pro Kopf. 600 Millionen Menschen in Afrika haben keinen Strom. Das ist kein gleicher Zugang zu iwas.
Und? weil die das nicht hinkriegen, sollen Europäer/Westler dafür enteignet werden?
Irgendwie verstehe ich das nicht, einer geht hier seinen Weg, zahlt Höchststeuern und Abgaben und soll für andere auch noch blechen? Wo ist die Verbindung, was hat das mit Gerechtigkeit zu tun?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:So denn -> an den Schwächsten sieht man, ob es wirklich allen gut geht.
Nö, wenn drüber ein Einheitsbrei ist, zB in Nordkorea wo ziemlich alle gleichgeschaltet sind...sieht man gar nichts.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die ärmere Hälfte der Menschheit besitzt 2% des Vermögens, die reichsten 10% drei Viertel. Wie viel Beweis brauchst denn noch?
Das mag der Ist Zustand sein, muss aber nicht ungerecht sein. Ohne Gründe und warum das über einen einseitigen Transfer angeglichen sein muss = Ideologie.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Gleicher Zugang heißt nicht gleicher Beitrag. Schau in die gesetzliche Krankenversicherung. Jeder zahlt nach Einkommen, aber alle bekommen dieselbe Behandlung.
Ja, ungerecht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Zum Beispiel daran, dass Kredite in Afrika drei- bis viermal so teuer sind wie bei uns und nur 3 % der weltweiten Energieinvestitionen dort landen. Talent gibt es dort genug, Chancen nicht.
Kredite bzw. Kosten richten sich nach dem Risiko - was unternehmen als die Afrikaner um bessere Kreditwürdigkeit zu erreichen? Ich schlage als Erstes die Klassiker vor: pünktlich und überhaupt zahlen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn das Zwang ist, dann ist jede Steuer Zwang, auch die, aus der deine Rente mitbezahlt wird.
Meine Rente wird aus RV Beiträgen bezahlt...deine sofern Ansprüche bestehen auch.
Und ja es ist Zwang, wenn man dem nicht nachkommt, kommt Knast.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Frage, die sich daraus ergibt: ab wann ist Ungleichheit ungerecht?
Easy, schon im deutschen Steuerrecht und Zwangssystem, hatte ich schon früher dargestellt:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb am 09.09.2026:Zwei absolut gleiche Menschen machen den gleichen Job:
A arbeitet Teilzeit 20h
B arbeitet Vollzeit 40h
Durch die Progression hat B einen geringeren Nettostundenlohn, zahlt auch mehr GKV, PV...und obwohl er mehr den Staat unterstützt hat, er die gleichen Leistungen.
Hier, Leistung ungleich, Leistungsbestrafung folgt auf dem Fuss...und wenn trotz höheren Beiträgen ein höheres Vermögen raus kommt, sagst Du wieder: ist ungerecht verteilt.
Wie gedenkst Du Leistungsträgern weiter zu motivieren wenn Vermögen nach oben bis zu 90% besteuert werden sollen? Mehr Leistung lohnt sich für den Erbringer weil? (Komm nicht mit: Arbeit macht Spaß...)


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 17:13
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Lehre aus der Geschichte

Im 20. Jahrhundert haben vor allem West- und Nordeuropa gezeigt, dass man Ungleichheit stark verringern und gleichzeitig sehr wohlhabend werden kann, durch Sozialstaat, öffentliche Bildung und Gesundheit, progressive Steuern und Arbeitsrechte.
Seit den 1980er/90er Jahren ist dieser Trend aber ins Stocken geraten und teilweise umgekehrt.
Außerdem blieb der Fortschritt auf reiche Länder beschränkt, und deren Reichtum beruhte auch auf der Ausbeutung von Menschen und Natur weltweit.
Was denn jetzt: wird man durch Sozialdemokratie-Programme reich oder beruht das nur auf der Ausbeutung von Dritten? Irgendwie ist der Text hier innerhalb weniger Abschnitte logisch nicht ganz schlüssig.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 18:23
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:weil die das nicht hinkriegen, sollen Europäer/Westler dafür enteignet werden?
Nein, nicht die Europäer sollen zahlen, sondern das reichste 1 % der Welt. Der Normalverdiener mit Höchststeuern ist damit nicht gemeint.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ohne Gründe und warum das über einen einseitigen Transfer angeglichen sein muss = Ideologie.
Den einseitigen Transfer gibt es doch längst, nur andersherum! Laut Report bekommen reiche Länder auf ihre Auslandsvermögen höhere Renditen, als sie selbst auf ihre Schulden zahlen. Dadurch fließen jedes Jahr 0,6 bis 0,8 % der Weltwirtschaftsleistung von armen in reiche Länder, doppelt so viel wie die gesamte Entwicklungshilfe. Wer blecht demnach also für wen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nö, wenn drüber ein Einheitsbrei ist, zB in Nordkorea wo ziemlich alle gleichgeschaltet sind...sieht man gar nichts.
in Nordkorea hungern die Schwächsten, und genau daran sieht man, dass das System versagt. Gutes Beispiel genau dafür.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kredite bzw. Kosten richten sich nach dem Risiko
Jap, da haste recht,. Und Zahlungsmoral zählt auch. Aber es ist halt ein Teufelskreis. Teure Kredite machen das Zurückzahlen schwerer, und viele afrikanische Länder stecken schon jetzt in der Schuldenfalle. Wer ein Vielfaches an Zinsen zahlt, holt eh nicht mehr auf. Es macht doch nicht wirklich für irgendjemanden Sinn, diese Situation derart zu belassen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Meine Rente wird aus RV Beiträgen bezahlt
Aber eben nicht nur. Die Rentenversicherung bekommt nach meinem Verständnis jedes Jahr einen dreistelligen Milliardenbetrag aus dem Bundeshaushalt, also aus Steuern.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb am 09.09.2026:Zwei absolut gleiche Menschen machen den gleichen Job:
A arbeitet Teilzeit 20h
B arbeitet Vollzeit 40h
Durch die Progression hat B einen geringeren Nettostundenlohn, zahlt auch mehr GKV, PV...und obwohl er mehr den Staat unterstützt hat, er die gleichen Leistungen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hier, Leistung ungleich, Leistungsbestrafung folgt auf dem Fuss...und wenn trotz höheren Beiträgen ein höheres Vermögen raus kommt, sagst Du wieder: ist ungerecht verteilt.
Hä, die Kranken- und Pflegebeiträge sind doch ein fester Prozentsatz vom Lohn. Pro Stunde zahlen A und B also genau gleich viel, solange sie unter dieser Beitragsbemessungsgrenze grenze liegen. B hat dann am End fast doppelt so viel netto auf dem Konto.
Und wenn B über 5.812,50 € im Monat verdient, zahlt er auf den Rest gar nichts mehr. Pro Stunde zahlt er dann sogar weniger als A. Wo ist da denn die Leistungsbestrafung? Oder verstehe ich das falsch 🤔
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/b/beitragsbemessungsgrenze
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wie gedenkst Du Leistungsträgern weiter zu motivieren wenn Vermögen nach oben bis zu 90% besteuert werden sollen?
Die 90% gelten im Report nur für die Einkomensteuer ganz an der Spitze, doch nicht fürs Vermögen. Die Vermögensteuer beginnt bei 0 % und steigt bis 20% dann bei Milliardären. Die USA hatten in den 1950ern einen Spitzensteuersatz von 91%, und die Wirtschaft boomte wie selten zuvor. Und Skandinavien hat hohe Steuern und gehört zu den produktivsten Ländern der Welt. Hohe Steuern ganz oben und Leistung schließen sich also ganz offensichtlich nicht aus :) Und deshalb

TAX THE RICH 💰


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 18:28
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Was denn jetzt: wird man durch Sozialdemokratie-Programme reich oder beruht das nur auf der Ausbeutung von Dritten? Irgendwie ist der Text hier innerhalb weniger Abschnitte logisch nicht ganz schlüssig.
Das ist kein Widerspruch, es sind zwei verschiedene Ebenen. Ein Sozialstaat ist die Erklärung dafür, wie Europa den Reichtum im Inneren gerecht verteilt hat, ohne dabei ärmer zu werden. Die Ausbeutung erklärt, woher ein Teil des Reichtums überhaupt kam.

Bspw. eine Familie macht unfaire Geschäfte mit iwelchen Nachbarn, und teilt das Geld dann zu Hause gerecht auf. Beides stimmt gleichzeitig. Genau das kritisiert der Report ... Europa war gerecht nach innen, aber nicht nach außen. Und das will man ändern.


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um 19:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nein, nicht die Europäer sollen zahlen, sondern das reichste 1 % der Welt.
Ich sehe den Bezug trotzdem nicht. Wenn irgendwelche Länder ihr Zeug nicht gebacken kriegen, sollen die Reichen zahlen weil sie Geld haben.
Passt nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Laut Report bekommen reiche Länder auf ihre Auslandsvermögen höhere Renditen, als sie selbst auf ihre Schulden zahlen. Dadurch fließen jedes Jahr 0,6 bis 0,8 % der Weltwirtschaftsleistung von armen in reiche Länder, doppelt so viel wie die gesamte Entwicklungshilfe. Wer blecht demnach also für wen?
Dann sollen die Länder sich emazipieren und ohne reiche Länder auskommen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jap, da haste recht,. Und Zahlungsmoral zählt auch. Aber es ist halt ein Teufelskreis. Teure Kredite machen das Zurückzahlen schwerer, und viele afrikanische Länder stecken schon jetzt in der Schuldenfalle. Wer ein Vielfaches an Zinsen zahlt, holt eh nicht mehr auf. Es macht doch nicht wirklich für irgendjemanden Sinn, diese Situation derart zu belassen?
Kredite nicht mehr geben, Kredite nicht mehr aufnehmen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hä, die Kranken- und Pflegebeiträge sind doch ein fester Prozentsatz vom Lohn.
Und B zahlt auf doppelt so viele Stunden SV, bei gleichen Leistungen. Ich sage, B ein Schuft, der arbeitet!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:B hat dann am End fast doppelt so viel netto auf dem Konto.
Ha ha, der war gut.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die USA hatten in den 1950ern einen Spitzensteuersatz von 91%, und die Wirtschaft boomte wie selten zuvor.
Wieviele Personen haben den gezahlt? Inflationsbereinigt wäre es heute ab einem Einkommen von 2,2 Mio$.
Mit der Logik: DE hat niedrigere Steuersätze und kackt voll ab. Was sagt uns das? Nichts.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die 90% gelten im Report nur für die Einkomensteuer ganz an der Spitze, doch nicht fürs Vermögen.
Ja, ja.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 20:02
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dann sollen die Länder sich emazipieren und ohne reiche Länder auskommen.
Genau das will der Report doch!! Eine neue Weltwährung und eine Reform von IWF und Weltbank, damit die armen Länder nicht mehr am Tropf der reichen hängen. Hey, unfassbar, dass wir uns mal einig sind.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kredite nicht mehr geben, Kredite nicht mehr aufnehmen.
Sagt der Hörr Unternehmensberater? Ohne Kredite baut niemand Straßen, Kraftwerke oder Fabriken, auch Deutschland nicht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ha ha, der war gut.
Jetzt hab Dich halt nicht so. Wegen der Progression sind es also eher 70 bis 80 % mehr netto statt fast das Doppelte. So what. Aber B hat trotzdem deutlich mehr. Und "gleiche Leistungen" stimmt nur beim Arzt. Krankengeld, Arbeitslosengeld und vor allem die Rente richten sich nach dem Einkommen. B bekommt also auch mehr zurück.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:DE hat niedrigere Steuersätze und kackt voll ab. Was sagt uns das? Nichts.
Deutschland hat keine niedrigen Steuern, es besteuert Arbeit sehr hoch und Vermögen kaum, eine Vermögensteuer gibt es nicht mehr. Das will der Report ändern. Arbeit entlasten, große Vermögen belasten.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 20:05
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Genau das will der Report doch!! Eine neue Weltwährung und eine Reform von IWF und Weltbank, damit die armen Länder nicht mehr am Tropf der reichen hängen. Hey, unfassbar, dass wir uns mal einig sind.
Also braucht es das Geld von den Reichen nicht. Also langsam ist es hier ziemlich wild...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:So what. Aber B hat trotzdem deutlich mehr.
Aber die doppelte Arbeit kehren wir unter dem Tepich.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mit der Logik: DE hat niedrigere Steuersätze
..als die 91% ! Kontext beachten.


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GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

um 20:10
Demokratie zu verkaufen?

Morgen, am 3. November, stimmt Kalifornien über "Proposition 40" ab. Eine einmalige Steuer von 5% auf das Vermögen von Milliardären. 90% des Geldes sollen ins Gesundheitswesen fließen.

Es ist so zum kotzen: die Gegenkampagne hat über 304 Millionen Dollar ausgegeben, um die Steuer zu verhindern. Die teuerste Abstimmungskampagne aller Zeiten. Größter Einzelspender ist der Google-Mitgründer Sergey Brin mit 102 Millionen Dollar.
Den Befürworter, vor allem der Gewerkschaft von Pflegekräften, bleibt nur mit den Köpfen zu wackeln.

Gleichzeitig hat Elon Musk 👿 in diesem Wahlzyklus rund 366 Millionen Dollar in den US-Wahlkampf gesteckt, um den Republikanern die Mehrheit im Kongress zu sichern. Das ist genau das, was der Global Justice Report "Plutokratie" nennt. Wer das meiste Geld hat, kauft sich die Stimmen, die Kampagnen und am Ende gar die Politik.

Was hat das noch mit Demokratie zu tun? Einen Scheizz 💩 Eine Handvoll Milliardäre gibt mehr Geld für eine einzige Abstimmung aus, als manche Länder für ihr gesamtes Gesundheitssystem zur Verfügung haben? Wacht mal auf Leute!

TAX THE RICH 💰


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um 20:32
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also braucht es das Geld von den Reichen nicht. Also langsam ist es hier ziemlich wild...
was ne Logik: wer aufhört, sich beklauen zu lassen, hat damit automatisch neue Schulen, Stromnetze und Krankenhäuser? Die Reform stoppt den Abfluss, aber davon ist noch kein einziger Stein gesetzt. Allein die Klimainvestitionen kosten laut Report jedes Jahr 3 bis 4 % der Weltwirtschaftsleistung. Wer zahlt das? Die Bäuerin in Malawi mit ihren 290 € im Monat? Oder vielleicht doch besser die, die jahrzehntelang ausgebeutet und am meisten profitiert haben?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aber die doppelte Arbeit kehren wir unter dem Tepich.
Unter welchen Teppich denn schon wieder? B kriegt mehr netto, mehr Rente, mehr Krankengeld, mehr Arbeitslosengeld. Dass jede Extrastunde etwas weniger bringt, heißt Progression. Gibt’s in fast jedem Land der Welt, sogar in Deinem Exil da, in Kirgistan.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kontext beachten.
Dein eigener Kontext lautet: Steuersätze allein entscheiden nicht, ob eine Wirtschaft wächst. Fein, denn damit hast Du gerade Dein Argument versenkt, dass hohe Spitzensteuern die Leistungsträger vertreiben.


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