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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

55 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Religion, Gesellschaft, Religionen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
zoraster Diskussionsleiter
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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 16:11
Ich möchte hier mal eine gewagte These aufstellen: Mit den Untergang der Religiösität zerfallen auch Kulturen & Zivilisationen. Und Ich möchte meinen das die Unspiritualität einiger Kulturen für ihren politischen Zerfall eine ganz extrem wichtige Rolle spielt wenn es nicht sogar DER Grund dafür ist.
Schauen wir uns doch nur mal die alten Zivilisationen an: Ägypten ging unter weil das Land an Kultur und Religion verlor, das Perserreich verlor ungefähr Zeitgleich mit den Untergang des Zoroastrianismus und der Islamisierung seine hohe Stellung, Indien ging ebenfalls mit der Zeit langsam unter als sich die verdische Weisheitslehre in einen götzenkultänlichen Polytheismus umwandelte und ebenfalls Rom ging unter als man den Philosophen des hellenischen Kulturkreises geringere Bedeutung zugestand. Und wenn wir uns nun Deutschland anschauen wird das auch klar: Mit Anfang des 20. Jahrhunderts kam mit der Weimarer Republik ebenfalls der Abstieg Deutschlands denn mit der Abschaffung der konstitutionellen Monarchie welche auch das geistliche Wohlergehen d. Volkes garantierte kam der gesellschaftliche und politische Zerfall.
Wir müssen der Tatsache in Auge Blicken - Religion und Politik kann man gar nicht trennen, Laizismus ist eine Illusion. Warum ist das so? Weil Politik vom Menschen Abhängig ist und der wird von der Religion beeinflusst. Die Religion/Weltanschauung macht die Gesellschaft: Jeder Mensch wird geprägt von seinen Glauben, ist dieser Glaube nicht mehr da ändert sich der Mensch und damit die Gesellschaft. Religion, zumindest die meisten, vermitteln tugendhaftes Leben in Bescheidenheit, Strebsamkeit, Mut, usw. und das hat positiven Einfluss auf die Gesellschaft und damit auf die Politik.
Damit zeigt sich die Wichtigkeit einer gemeinsamen spirituellen Basis für das Volk, Ich möchte nun nicht sagen das eine einheitliche Volksreligion aufgebaut werden sollte denn es ist mir ehrlich gesagt völlig Wurst ob man mehr in Richtung Jesus, Buddha, Odin, Mohammed/Ali geht aber man sollte die Wichtigkeit spiritueller Werte mehr anerkennen und aufgrund Gemeinsamkeiten welche man zwischen Zarathustra, Jesus, Buddha und Co. Finden kann ein einiges Fundament erbauen welches jeden Menschen Zugang zu spirituellen Leben bieten kann. Ich denke das jede Religion, von einigen Ausnahmen abgesehen, den Menschen zu einen heilsamen Leben verhilft und ihn letztendlich auch irgendwie ein Stück näher der Erleuchtung bringen wird denn darauf zu bewegen tun wir uns stetig wobei manch einer aufgrund seiner Spirituellen Erkenntnis/Religion dies schneller tut und manch anderer aufgrund unheilsamer Spiritualität langsamer voran kommt.
Gruß, Zora

„Vom den allerersten Werden
Der unendlichen Natur,
Alles Göttliche auf Erden
Ist ein Lichtgedanke nur.“



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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 16:41
>>>Ägypten ging unter weil das Land an Kultur und Religion verlor<<<

- Und wieso verlor es Kultur und Religion? Ich denke die Religion basierte nicht auf Wahrheit, je weiter eine Religion in seiner Lehre von der Wahrheit entfernt ist umso schneller wird es untergehen.

>>>das Perserreich verlor ungefähr Zeitgleich mit den Untergang des Zoroastrianismus und der Islamisierung seine hohe Stellung<<<

- Wobei islamisierung aber nicht Untergang bringt, das Perserreich konnte der islamisierung nicht standhalten und musste seine hohe Stellung damit abgeben, während die islamisierten Gebieten nach und nach einen kulturen aufstieg erlebten.

>>>Wir müssen der Tatsache in Auge Blicken - Religion und Politik kann man gar nicht trennen, Laizismus ist eine Illusion.<<<

- Das ist richtig, nur die herrschenden Organe können aber Religion von der Politik per Gesetz raushalten. Was aber letzendlich nichts bringt wenn die herrschenden Organe selbst auch religiöse Inhalte in ihrer Weltanschaung haben.



Was man auch erwähnen sollte, entgegen einiger Behauptungen einen Religionen die Menschen. Ok heute stoßen die Weltreligionen aufeinander und verursachen auch Konflikte, aber man stelle sich das ganze ohne Religion vor, wenn jedes Land seinen starken Nationalismus hätte, es würde mehr Unterschiedliche Kräfte auf der Welt geben und damit auch viel mehr Konfliktpotenzial.

Der Verstand funktioniert wie das Auge: Wir erblicken die Umwelt nicht als ganzes. Wissen ist der Sichtfeld u. Glaube das worauf wir aus unserem Sichtfeld schließen können um Verwirrung zu meiden. Als nicht-allwissende werden wir nie alles verstehen ohne zu glauben.


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wunjo ehemaliges Mitglied

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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 16:46
Na ... gehen wir doch zu unseren Ursprung zurück :-)

Bei Odin ... wir bleiben Heiden


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26.11.2005 um 17:23
bestimmt, weil ich nicht wie ein altes waschweib jeden sonntag in die kirche laufe, wird die gesellschaft untergehen...

bestimmt!


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zoraster Diskussionsleiter
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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 17:24
@Lighstorm
„Und wieso verlor es Kultur und Religion? Ich denke die Religion basierte nicht auf Wahrheit, je weiter eine Religion in seiner Lehre von der Wahrheit entfernt ist umso schneller wird es untergehen.“

Ok Ich denke auch nicht das Ra auf seinen Sonnenwagen für Tag-und-Nacht verantwortlich ist, aber dennoch kann Ich dir im Umkehrschluss nicht zustimmen: Nur weil eine Religion lange besteht und viele Anhänger hat muss sie deshalb auch noch nicht wahr sein. Beispiel: In Ahnlenung an den FSM-Kult gründe Ich jetzt einfach mal die Ketschup-Kirche, jeder mag Ketschup und Ich werde deshalb viele Anhänger finden und in den Ländern wo es keine Ketshup-Anhänger gibt sende Ich meine Ketsup-Missionare aus welche die Religion des Gottes Ketschup und seinen Propheten Zoraster verkündet, und wenn es noch ein paar Hohlköpfe gibt dann renne Ich mit Gewalt in deren Länder ein und bekehre sie zum Ketschup. So: Nu habe Ich auf der ganzen Welt die Ketschup-Religion verbreitet, aber heisst das dann gleich das über uns der Ketschup-Gott wacht? Nein. Die Anhängerzahl und die Zeit d. bestehens sagen also nichts über den Wahrheitsgehalt einer Lehre aus.


„Wobei islamisierung aber nicht Untergang bringt, das Perserreich konnte der islamisierung nicht standhalten und musste seine hohe Stellung damit abgeben, während die islamisierten Gebieten nach und nach einen kulturen aufstieg erlebten.“

Klar weil da meist überhaupt keine Religion oder nur Götzenkult herrschte, Kupfer ist natürlich auch immer noch besser als Nichts aber am besten bleibt Gold insofern war der Islam natürlich noch etwas aussagender als die Verehrung einer Statue aber kann es vom spirituellen Inhalt doch nicht mit den hellenischen Philosophien, buddhistischen Weisheitslehren, christlicher Mystik oder dem nordischen Geheimkults der Wihinei aufnehmen weshalb Völker die diese Weltsichten vertraten den Moslems kulturell doch überlegen waren.

@wunjo
Das wäre natürlich das Ideal.

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zoraster Diskussionsleiter
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26.11.2005 um 17:29
@sarah
Der gesellschaftl. Untergang ist doch bereits in vollen Gange. Wenns nur du wäre, wäre es absolut ok, aber das ist ja bei der gesamten Gesellschaft der Fall.
Warum? Weil Religion eine bestimmte Ethik vermittelt die den gesellschaftl. Zusammenhalt stärkt und dessen Zukunft garantiert und somit aktiven Einfluss auf das Schicksal der eignen Nation und der eignen Kultur nimmt. Ist das nicht mehr der Fall, fällt das Weg, der Mensch verhällt sich anders: Ohne Ethik, ohne Moral, ohne Tugend und das kann zwangsläufig nur negativen Einfluss auf Gesellschaft, Staat und Kultur ausüben.

„Vom den allerersten Werden
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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 17:41
@zoraster

Wenn schon etwas zerfällt was schon alt ist, dann wird sich auch was neues daraus bilden ! Es werden die alten Kulturen durch neue ersetzt werden , das wird auch mit den vielen Religionen passieren - Wer lässt sich heute noch Geschichterln
reindrücken ohne wenn und aber- Nobody!!!lg Atlan

Hab nur den Mut, die Meinung frei zu sagen und ungestört!
Es wird den Zweifel in die Seele tragen dem, der es hört.
Und vor der Luft des Zweifels flieht der Wahn.
Du glaubst nicht, was ein Wort oft wirken kann! J.W.G.



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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 17:44
@zoraster

>>>Klar weil da meist überhaupt keine Religion oder nur Götzenkult herrschte, Kupfer ist natürlich auch immer noch besser als Nichts<<<

- Du hast geschrieben: "das Perserreich verlor ungefähr Zeitgleich mit den Untergang des Zoroastrianismus und der Islamisierung seine hohe Stellung"
Dann war der Zoroastrianismus wohl ein Nichts, nach deiner Aussage zu urteilen.
Auch scheint das Christentum im Orient wo es eigentlich entstanden ist nichts geschafft zu haben, der Islam erschien anscheinend viel überzeugender.

>>>weshalb Völker die diese Weltsichten vertraten den Moslems kulturell doch überlegen waren.<<<

- Das Perserreich ist dann wohl auch wegen seiner Überlegenheit untergangen als sie mit dem Islam konfrontiert waren. Genau wie auch die Kreuzzüge mit ihrer Überlegenheit letzendlich gescheitert sind. Genau wie die Mongolen (die eine ernsthafte Bedrohung für die islamischen Kultur war, richtete große Zerstörung an) von denen viele später selber Moslems geworden sind als sie gegen Moslems kämpften. Deshalb war wohl auch Griechenland irgendwann wegen seiner überlegennen Ideologien unter muslimischer Herrschaft. Weil der Islam so schwach macht haben die Osmanen wohl auch bis nach Wien geschafft. Spanien war anscheinend auch sehr überlegen.
Dann die heutige Zeit, die angst des starken Westens vor dem politischen Islam zeigt anscheinend auch die Schwäche des Islams.

Der Verstand funktioniert wie das Auge: Wir erblicken die Umwelt nicht als ganzes. Wissen ist der Sichtfeld u. Glaube das worauf wir aus unserem Sichtfeld schließen können um Verwirrung zu meiden. Als nicht-allwissende werden wir nie alles verstehen ohne zu glauben.


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zoraster Diskussionsleiter
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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 18:00
@atlan
Nur ob dieses “neue” so toll ist, das ist doch die Frage.

@Lightstorm
„Dann war der Zoroastrianismus wohl ein Nichts, nach deiner Aussage zu urteilen.
Auch scheint das Christentum im Orient wo es eigentlich entstanden ist nichts geschafft zu haben, der Islam erschien anscheinend viel überzeugender.“

Reden wir aneinander vorbei oder stellst du ich absichtlich dumm. Folge noch mal der Disskusion, es ging nämlich nicht ums Perserreich: du ahst geschrieben “während die islamisierten Gebieten nach und nach einen kulturen aufstieg erlebten.“ worauf Ich schrieb „Klar weil da meist überhaupt keine Religion oder nur Götzenkult herrschte, Kupfer ist natürlich auch immer noch besser als Nichts aber am besten bleibt Gold insofern war der Islam natürlich noch etwas aussagender als die Verehrung einer Statue“ , das bezog sich als auf die von dir erwähnten anderen islamisierten Gebiete wie Arabien, Ägypten Nord-Afrika wo eben Götzenkult regierte. Im Perserreich sorgte es, wie erwähnt, nämlich eher für Untergang im gegenstaz zur Zeit unter dem Zarathustrianismus.


„Genau wie auch die Kreuzzüge mit ihrer Überlegenheit letzendlich gescheitert sind. Genau wie die Mongolen (die eine ernsthafte Bedrohung für die islamischen Kultur war, richtete große Zerstörung an) von denen viele später selber Moslems geworden sind als sie gegen Moslems kämpften. Deshalb war wohl auch Griechenland irgendwann wegen seiner überlegennen Ideologien unter muslimischer Herrschaft. Weil der Islam so schwach macht haben die Osmanen wohl auch bis nach Wien geschafft. Spanien war anscheinend auch sehr überlegen.“

Das hat doch damit nichts zu tun. Man kann die kulturelle Stärke nicht an den militärischen Fähigkeiten festmachen, denn das der Islam da überlegen war ist klar: Masse statt Klasse. Das ist es was den Islam hier kennzeichnet. Geschafft habt ihr es ja letztendlich doch nicht: Die Mongolen blieben Buddhisten, Spanien ist nun ein christliches europäisches Land, Griechenland auch, die Österreicher konnten Wien vor der 15fachen Mehrheit an osmanischen Muslimen verteidigen. Also wenn man schon danach geht dann waren deine Argumenta aber Grottenschlecht ^^ Nicht nur das ihr dann doch nicht ans Ziel gekommen seid, nein ihr habt auch eurasische Friedfertigkeit gerne ausgenutzt (Ich kann ja auch einen friedlich meditierenden indischen Guru ein Dolch in den Rücken rammen ;))

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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 18:00
Hi Zora, (wird ein langes posting)

Gutes Posting, obwohl die Überschrift für mich etwas verwirrend war, da eben das Wort Religiosität generell schon ziemlich überstapziert wird.
Sehe ich sonst aber sehr ähnlich, wie du. Nur denke ich, dass das Problem eigentlich ein bisschen tiefgründiger ist. Ich möchte da auf einige Sätze von dir näher eingehen.

>>>Ägypten ging unter weil das Land an Kultur und Religion verlor<<<

Das, glaube ich, ist so nicht wirklich richtig. Es hat für mich viel eher den Anschein, dass Ägypten seine Macht verlor, weil es an seiner Religion erstickte. Mit Ausnahme der Epoche des Aton-kultes, hat sich in 4000 Jahren Geschichte fast nichts in dieser Kultur geändert. Klar, denn sie war offensichtlich so perfekt, dass Revolutionen vom Volk aus nicht statt finden mussten. Es gab nur in extremen Krisenzeiten Unruhe (Hungerkatastrophe etwa 2500 vChr?).
Nur über die Jahrhunderte wurde der Vorsprung dieser Zivilisation kleiner und kleiner, weil es kaum mehr Entwicklung gab. Aber sie hatten immensen Reichtum angehäuft und das zog Bewunderer und Neider aus der Umgebung an. Und allmählich wuchsen die anderen Völker über die ägyptische Kultur hinaus. Ägypten, erstarrt in seinen Kulten, konnte dem Fortschritt nach 4000 Jahren Herrschaft nichts mehr entgegensetzen. Erst dann ging die Religion unter, da sie offensichtlich den Erklärungsnotstand nicht Herr wurde.

>>>das Perserreich verlor ungefähr Zeitgleich mit den Untergang des Zoroastrianismus und der Islamisierung seine hohe Stellung<<<

Das Perserreich wurde schon fast 1000 Jahre vor dem Islam von den Griechen einverleibt. Schon damals verlor es seinen hohen Stellenwert. Dies hatte aber weniger mit dem Zerfall ihres Glaubens zu tun, sondern viel mehr mit der Tatsache, dass sie die Griechen unterschätzten. Es war ein Wagnis, das auch zu Gunsten der Perser ausgehen hätte können, nur Alexander war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Und er war ein "Mozart" der Kriegsstrategie, dem die Perser letztendlich ausgliefert waren. Interessant ist aber schon, dass zu jener Zeit der Zoroasterkult tatsächlich schon im Niedergang war, da er immens gegen die griechischen Philosopien anzukämpfen hatte, die auch im Perserreich hohen Stellenwert genossen.
Das Sassanidenreich (Neupersisches Reich) ging durch die ständigen Konfrontationen mit den Nachbarn nach nur 400 Jahren unter. Der Versuch ein neues, wirkliches Imperium zu errichten, scheiterte , weil sich das Reich ausblutete. Dadurch erst konnte der Islam in Persien eindringen.

>>>Und wenn wir uns nun Deutschland anschauen wird das auch klar: Mit Anfang des 20. Jahrhunderts kam mit der Weimarer Republik ebenfalls der Abstieg Deutschlands denn mit der Abschaffung der konstitutionellen Monarchie welche auch das geistliche Wohlergehen d. Volkes garantierte kam der gesellschaftliche und politische Zerfall. <<<

Obwohl es das abstruse Imperium "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" auf Papier gab, war es bis 1871 nie eines. Es hatte keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn gerade die Religion war es, die fast 1000 Jahre bürgerkriegsähnliche Zustände hinterliess und die Gesellschaft auseinander dividierte, weil sie jedem aristrokratischen Emporkömmling gottgegebenes Recht zuwies, Land und Titel zu besitzen. Der Einsatz gottgegebener Egoisten hatte tiefe Zerwürfnisse durch territoriale Ansprüche zur Folge. Der Abstieg Deutschlands in der Weimarerer Republik war keiner, denn Deutschland war schon am Boden durch den Kriegswahn von Monarchisten.
Österreich ist mit diesem Niedergang untrennbar verbunden.

Mit dem Rest deines Postings gehe ich absolut konform. Eine Gesellschaft, die Luxus geistigem Wohl vorzieht, ist dem Untergang geweiht, da sie sich in Millionen selbstsüchtige Egos spaltet. Luxus und Besitz als Lebensmotto, verträgt sich nicht mit der Bescheidenheit wahrer Vergeistigung. Religion kann sicher zu Opium für das Volk werden, und das Streben nach absurder Anhäufung von Besitztümern ist wie Heroin.

Lg


Demut besteht nicht darin, dass wir uns für Minderwertig halten, sondern darin, dass wir vom Gefühl unserer eigenen Wichtigkeit frei sind. Dies ist ein Zustand der natürlichen Einfachheit, der Einklang mit unserer wahren Natur ist und uns erlaubt, die Frische des gegenwärtigen Augenblicks zu schmecken.


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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 18:18
Die steigende Religiösität wird eines Tages der Untergang sein.

was für eine Missgeburt von Falschheit muss der moderne Mensch sein, dass er sich trotzdem nicht schämt, Christ noch zu heissen! [Friedrich Nietzsche]


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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 18:29
@ PaRaNoMal:
Steigende Religiösität? Wo denn?
Den Kirchen laufen die Mitglieder weg und der Zulauf der Sekten ist auch nicht mehr so dolle - und beides ist gut so..

Es stimmt zwar, dass Religiösität prinzipiell nichts mit einer Mitgliedschaft in irgendeinem Verein zu tun hat, aber dass der Privatglaube wächst, konnte ich auch noch nicht feststellen.

Es ist schon ganz gut, dass allmählich überkommene Glaubensstrukturen als der Ballast, der sie wirklich sind, gesehen und abgeworfen werden.


Zwischen Himmel und Erde gibt es mehr als...na ihr wisst ja Bescheid.


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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 18:40
@zoraster

>>>Das hat doch damit nichts zu tun. Man kann die kulturelle Stärke nicht an den militärischen Fähigkeiten festmachen, denn das der Islam da überlegen war ist klar: Masse statt Klasse.<<<

- Es war doch nicht nur die militärische Stärke. Vieleicht solltest du dir das mal anschauen:
Blütezeit des Islam
Islamischze Expansion
Geschichte des Islam
http://www.hr-online.de/website/specials/wissen/index.jsp?rubrik=7308&key=standard_document_2408728
Was die moderne Zivilisation dem Islam schuldet (Archiv-Version vom 16.10.2005)

>>>Masse statt Klasse.<<<

- Falsch. Schon am Anfang des Islams mussten Muslime immer gegen mehrheitliche Feinde kämpfen, mit großen Erfolgen wie du heute sehen kannst.

>>>Die Mongolen blieben Buddhisten<<<

- Ich sagte ja nicht das alle Mongolen Muslime wurden, aber sehr viele, ihr Feldzug scheiterte ja auch letzendlich.

>>>Spanien ist nun ein christliches europäisches Land, Griechenland auch<<<

- Man sieht eben das ihre Kultur ihnen damals keine Überlegenheit bescherte. Damals half ihnen ihre angeblich überlegene Weltanschaung nichts.

Der Verstand funktioniert wie das Auge: Wir erblicken die Umwelt nicht als ganzes. Wissen ist der Sichtfeld u. Glaube das worauf wir aus unserem Sichtfeld schließen können um Verwirrung zu meiden. Als nicht-allwissende werden wir nie alles verstehen ohne zu glauben.


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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

26.11.2005 um 18:43
@zoraster

Alle Kulturen die du auflistest sind nicht durch Mangel an Religiösitaet untergegangen. Ihre Gesellschaftssysteme hatten Fehler naemlich den Fehler dass sie sich Wissen und anderen Kulturen nicht öffneten und dadurch ihr eigenes Potential beschraenkten dadurch gab es zwichen Völkern und Staaten immer wieder Machtverschiebungen (England war mal ne Weltmacht, Frankreich war mal ne Weltmacht, die Römer, die Osmanen, die Russen....könnte man beliebig aufzaehlen), aber eigentlich drehten sie sich alle im Kreis.
Bis vor kurzem kannte ich nur ein Staat wo es anders ist: die USA, aber mittlerweile durch die Globalisierung naehern sich alle dem amerikanischen System an, trotzdem sind die Amerikaner immer noch der Motor.
Sie machen zwar auch Fehler wie alle anderen, aber im Unterschied zu den anderen lernen sie aus den Fehlern, mal schneller mal langsamer.
Nur wo Individualitaet und Freiheit existiert kann sich ein Volk entwickeln, es reicht nicht viel Öl oder viel Gold zu besitzen, der Motor muss laufen.


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26.11.2005 um 19:15
@Lightstorm

"? Ich denke die Religion basierte nicht auf Wahrheit, je weiter eine Religion in seiner Lehre von der Wahrheit entfernt ist umso schneller wird es untergehen. "

Soso Wahrheit? Von welcher Wahrheit sprechen wir denn hier eigneltich? Welche Religion oder Glaube ist den "wahrer" als der andere?

@zoraster

" Weil Religion eine bestimmte Ethik vermittelt die den gesellschaftl. Zusammenhalt stärkt und dessen Zukunft garantiert und somit aktiven Einfluss auf das Schicksal der eignen Nation und der eignen Kultur nimmt"

Soso Ethik? welche ist das? Homosexualität verdammen? Gleichstellung der Frau negieren? etc. etc.


I've seen things you people wouldn't believe. Attacks ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain...
Roy Baty, "Bladerunner"



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jayco ehemaliges Mitglied

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26.11.2005 um 19:19
@zoraster

Und Ich möchte meinen das die Unspiritualität einiger Kulturen für ihren politischen Zerfall eine ganz extrem wichtige Rolle spielt wenn es nicht sogar DER Grund dafür ist.

Da stimme ich dir zu.
Zumal die Spirituallität ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist. Wer sich keine Spirituallität erlaubt der leidet.

... sind wir schon da?!



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zoraster Diskussionsleiter
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27.11.2005 um 01:20
@vagabundus
Das mit den Ägyptern kann natürlich auch zufall sein das mit den religiösen Zerfall auch gleichzeitig der politische Stattfand - ist mir halt nur so aufgefallen.


„Das Sassanidenreich (Neupersisches Reich) ging durch die sätndigen Konfrontationen mit den Nachbarn nach nur 400 Jahren unter. Der Versuch ein neues, wirkliches Imperium zu errichten, scheiterte , weil sich das Reich ausblutete. Dadurch erst konnte der Islam in Persien eindringen.“

Das ist natürlich richtig. Aber zu den Zeitpunkt war acuh der Zarathustrianismus verschwunden und der Islam begann langsam Fuß zu fassen - Ich bin mir Sicher: Hätte die Lehre Zarathustras Stand gehalten hätte auch Persien stand gehalten. Zumindest kann Ich mir nicht vorstellen das dies Zufall war. Reiche mit religiösen Zerfall sind halt besonders leicht zu stürzen, aber ein Staat wo das Volk durch einr eligiöses Fundament zusammengeschweißt wird ist nicht zu stüzen, es steht Fest als Bruderschaft zusammen.


@Lightstorm
„Falsch. Schon am Anfang des Islams mussten Muslime immer gegen mehrheitliche Feinde kämpfen, mit großen Erfolgen wie du heute sehen kannst.“

Ja, friedfertige Völker aus dem Hinterhalt abmurksen war schon immer eine eurer Stärken, das muss man euch lassen.


„Man sieht eben das ihre Kultur ihnen damals keine Überlegenheit bescherte. Damals half ihnen ihre angeblich überlegene Weltanschaung nichts“

Militärisch gesehen mag das sein. Aber so gesehen knnst du es auch als Zeichen sehen das überlegene Spiritualität unserer Völker uns schon hilft weil wir ja letztlich kein Problem hatten euch wieder zu vertreiben.


@case
Auf den Islam mag das zutreffen aber es gibt auch noch andere formen spirituelle Ethik welche nicht nur Hass lehren.

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Mangel an Religiosität - Gesellschaftlicher Untergang

27.11.2005 um 01:28
@zoraster

"Ich möchte hier mal eine gewagte These aufstellen: Mit den Untergang der Religiösität zerfallen auch Kulturen & Zivilisationen."

Bestimmt nicht.
Selbst Religiös gesehen ist ein Mensch frei von jedem Willen der von ihm ausgeht.Im Grunde also eher eine Selbsteinschätzung ob man nun der Religion vertraut oder auch nicht.
Sich dahinter verstecken kann man sich immer, dennoch leben viele ohne Religion, was in meinen Augen okay ist.
Selbsterkenntniss ohne Religion sollte daher Standart werden !!

Wer mir eine Grube gräbt, der gräbt sein eigenes Grab.


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27.11.2005 um 01:33
@ Samael

Selbsterkenntniss ist aber ein Hauptbestandteil von Religion ;-)

Alle Produkte sind unbeständig
Alles Befleckte ist leidhaft
Alle Phänomene sind leer und ohne Selbst
Nirvāna ist Frieden



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27.11.2005 um 01:46
@Tron

"Selbsterkenntniss ist aber ein Hauptbestandteil von Religion"

Na das glaub ich wohl weniger.
Wenn nach dieser Aussage gehen sollte müßte jeder Wissenschaftler erhaben sein über Gott und seiner Selbsterkenntniss.


Wer mir eine Grube gräbt, der gräbt sein eigenes Grab.


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27.11.2005 um 01:48
Vielleicht sollte ich sagen, Selbsterkenntniss ist ein Hauptbestandteil von wirklich religiösen Menschen.

Nur bei wirklich religiösen Menschen existert Religion überhaupt, alles andere ist nur ein Zerrbild oder eine hohle Theorie.

Alle Produkte sind unbeständig
Alles Befleckte ist leidhaft
Alle Phänomene sind leer und ohne Selbst
Nirvāna ist Frieden



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