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Globalisierung oder Kolonialisierung?

550 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Globalisierung, Kolonialisierung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 21:42
Afrika hat halt Riesenpech, nicht nur das enorme Erbe der Kolonialzeit samt zerstörtem Selbstbewusstsein auf den Schultern, sondern auch nocht die großteils widrigen klimatischen Verhältnisse, Tausende verschiedene Sprachen und teils verfeindete Völker, Aberglauben, Sitten und Einstellungen (insbesondere bei Männern), die einfach nicht in eine moderne Welt passen etc.

Ich frage mich, wie Afrika den Rückstand je aufholen will ...


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 21:44
Fehlende Bildung würde ich mal sagen.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 22:09
Die afrikanische politische Klasse verdankt ihre Legitimität dem verbreiteten Glauben an das Vorhandensein eines neokapitalistischen Komplotts.
Fast 50 Jahre Desinformation und anti-imperialistische Propaganda haben den Afrikaner unfähig gemacht, sich selbst als ein Wesen zu begreifen, das den Lauf der eigenen Existenz selbst bestimmen kann.
Ganz Afrika scheint mittlerweile überzeugt davon zu sein, nicht im geringsten für sein eigenes Schicksal verantwortlich zu sein.
Es sind wohl weitere 50 Jahre erforderlich, damit man endlich einsieht, dass zwischen dem, was man tut, und dem, was man ist, ein Zusammenhang besteht.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 22:20
Die Herrscher dieser Staaten kassieren das Geld und kaufen Waffen und lassen es sich nebenbei gut gehen. Die Bevölkerung wird dumm gehalten und mit dummen Parolen zu getextet. Bildung fehlt fast vollständig bzw gegen gutes Geld ist sie zu haben.
Und die westliche Welt hat nichts anderes zu tun, als die ganze Kohle der Entwicklungshilfe weiterhin dahin schleppen, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen.

Hansi,da der Ostblock keine Kohle zum überweisen hatte, baute er dort Fabriken auf mit bildungstechnischer Unterstützung. Oder zukünftige Arbeiter wurden in den Ostblockländern ausgebildet. So sind sie selbst für ihre Zukunft zuständig.
Der Ostblock hatte also die bessere Lösung, aber leider....


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 22:32
Ich würde auch sagen, Bildung und eine funktionierende Grundinfrastruktur sind die dringendsten Probleme, soll heißen, Kanalisation, sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Der Rest kommt dann schon von selbst. Der Brain-Drain muss auch gestoppt werden, es gibt so viele Afrikaner mit Doktortitel, die in Frankreich oder England bleiben statt zurückzukehren. Aids ist leider auch ein Riesenproblem, da spielen auch wieder die mangelnde Bildung, der Aberglaube etc. eine große Rolle.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 22:34
Ah, Elektrizität habe ich vergessen, sehr wichtig heutzutage. Aber die wird immer teurer und stellt schon für Indien etc. ein Problem dar, vielleicht lieber Solarenergie im großen Maßstab?


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 22:52
Mal ne provokante Frage: Sollten die Afrikaner ihre größeren Wildtiere aussterben lassen? Eigentlich hat kein heute führendes Land mehr größere Wildtiere, Afrika wird dagegen gerne nicht zuletzt von Ausländern zu einer Art Museum gemacht, wo man gerne mal zur Safari hindüst. Da gibt es riesige Gegenden, wo es noch zugeht wie in grauer Urzeit. Wir Europäer mischen uns ständig in die Belange Afrikas ein, sie müssten diese und jene Tiere schützen, hier und dort einen Nationalpark einrichten etc. Was würden wir sagen, wenn sie sich derart in unsere Belange einmischten?


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

16.05.2008 um 23:00
Größere Wildtiere findet man außerhalb der Nationalparks kaum noch.
Ich denke nicht, dass sie in irgendeiner Hinsicht hinterlich für die Entwicklung sind.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 06:41
Um mal wieder von der Fauna und Flora etwas Abstand zu nehmen (thematisch), -ist es nicht so, dass man den Leuten dort halt lieber Fische verkauft hat, anstatt ihnen zu zeigen wie man angelt?

Und jetzt stellt man sich relativ arrogant vor sie hin und bemängelt eben, dass sie sich nicht selbst aus der Krise führen können. Auch diese Einstellung scheint mir ein Überbleibsel aus Kolonialzeiten zu sein.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 09:49
Das Fischbeispiel ist gut.
Wenn ich Fisch will,habe ich zwei Möglichkeiten:kaufen oder angeln.
Und wenn ich angeln will,dann kann ich entweder warten bis irgendeiner mir ne Angel in die Hand drückt und es mir mal zeigt oder ich kann mir ne Angel bauen/kaufen und es selbst versuchen .
Und genau das ist der Punkt.
Dieses Postkolonialismusgejammer, da geb ich Hansi recht, ist in vielen Fällen nichts anderes als ein Alibi für die Länder,deren eigene "Eliten" es trotz Entwicklungshilfe und erheblicher Geldzuflüsse nicht auf die Reihe gekriegt haben.
Komischerweise gibt es nämlich westliche Staaten ohne nennenswerte Kolonialvergangenheit ,denen es außerordentlich gut geht und Drittweltländer,die keine bzw. nur eine kurze Kolonialvergangenheit hatten und die es trotzdem nicht auf die Reihe gekriegt haben.

Schwarz-Afrika hatte im Laufe der Geschichte , also auch in seiner präkolonialen Phase nie einen wissenschaftlich-technologischen Vorsprung oder Großmachtstatus und war daher auch nie in der Lage Fortschritt zu generieren.
Ein solcher wissenschaftlich-technologischer Fortschritt wurde nur in Nordafrika erst durch Ägypten und dann durch die Araber (wenn auch nur kurzzeitig) erreicht. Die Tatsache ,daß die diesen Status nicht halten konnten und deshalb auf Drittweltstatus herabsanken lag in erster Linie an den dort herrschenden Eliten selbst und am gesellschaftlich-religiösen System, das offenbar zu starr und nicht wandlungsfähig genug war, um sich neuen Gegebenheiten anzupassen und daher auf dem erreichten Status quo beharrte.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 19:34
http://www.bueso.de/artikel/weltweite-hungerkatastrophe-biotreibs

Ich bin neulich über etwas gestolpert, was wohl unmittelbar mit dem Thema dieses Threads zu tun hat und zu dem, wie mir scheint, auch eine gewisse Gewichtung.

Helga Zepp-LaRouche - Weltweite Hunger- und Finanzkatastrophe!

Es passiert nun genau das, was absolut vorhersehbar war: In 33 (!)
Nationen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ist es zu einer Explosion
von Hungerkatastrophen und Hungeraufständen gekommen.
Die Welt steht zweifellos am Beginn eines Hunger- Tsunamis, der ebenso
die direkte Folge des Versuches der Zentralbanken ist, den
Zusammenbruch des hoffnungslos bankrotten Weltfinanzsystem durch die
Injektion immer neuer Liquidität hinauszuschieben, wie die Schuld der
Spekulanten, die sich auf den Nahrungsmittelsektor geworfen haben, und
die Folge der menschenverachtenden Vernichtung von Nahrungsmitteln für
die Produktion von Biotreibstoffen.

Die Weltbank hat nun Zahlen veröffentlicht, nach denen der Preis für
Weizen in den vorangegangenen 36 Monaten bis Februar um 181 Prozent (!)
angestiegen ist und Nahrungsmittel während der gleichen Zeit 83
Prozent(!) teurer geworden sind. Wenn weltweite Aufstände, eine
Milliarde Menschenleben bedrohende Hungerkatastrophe und der Absturz in
ein neues dunkles Zeitalter verhindert werden sollen, dann muß die
kriminelle Vernichtung von Nahrungsmitteln für Biotreibstoff sofort
beendet werden und ein weltweites Crash-Programm für die Verdopplung
der Produktion von Nahrungsmitteln in Gang gesetzt werden! Um es zu
verdeutlichen:

Hungeraufstände und Proteste fanden statt in Liberia,
Nigeria, Senegal, Elfenbeinküste, Ägypten, Kamerun, Burkina Faso,
Mauretanien, Kenia, Mosambik, Usbekistan, Jemen, Jordanien, Bolivien,
Indonesien, Haiti, Guatemala, Nikaragua, Honduras, El Salvador; in
weiteren Nationen zeichnen sie sich ab. Für viele Länder und rund zwei
Milliarden Menschen, die ohnehin seit Jahrzehnten an Unterernährung
leiden, bedeutet die derzeitige, hyperinflationäre Preisexplosion die
Existenzfrage.

Weiterlesen unter:

Siehe Link, oben rechts.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 19:45
Link: www.bueso.de (extern) (Archiv-Version vom 19.12.2008)

Sorry, irgendwas ist da schief gelaufen:

http://www.bueso.de/artikel/weltweite-hungerkatastrophe-biotreibstoffe-sofort-stoppen (Archiv-Version vom 19.12.2008)


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 19:59
@ZaphodB

Ganz so ist es auch nicht, nur liegen die Glanzzeiten Afrikas schon weiter zurück und da sie kaum eigene Schriften hatten (da nicht benötigten), ist auch wenig erhalten. Aber es gibt arabische Berichte aus dem ersten Jahrtausend n. Chr., in welchen die arabischen Besucher begeistert waren von der Infrastruktur, Ordnung und Moral der Menschen, ich glaub, es war das alte Songhai- oder Ghana-Reich (das nichts mit dem heutigen Ghana zu tun hat). Das waren Riesenreiche in der Größenordnung Europas. Aber seit deren Zerstörung durch die Berber etc. ging es mit Schwarzafrika bergab ...


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 20:01
wenn man Afrika 8 Jahrhunderte lang ausgebeutet
die Menschen dort als minderwertig und bestenfalles als Sklaven benutzt hat

ihnen heute noch wegnimmt was wegzunehmen geht und auch noch GENtech und Waffen verkauft...


Warum glauben wir überhaupt, dass unser Lebensstiel der einzig Menschenwürdige ist?
die ganzen Sorgen, die wir uns züchten um uns ein wenig Wichtigkeit zu geben!!

vielleicht damit wir hier in einem Forum, auf den Rest der Welt zeigen können
weil wir ein Handy und einen Labby besitzten und nicht wissen, wer in 30 Jahren unsere
Rente finanziert.


die Grenzen der freien Marktwirtschaft sind morgen auch bei uns erreicht
mal schauen wie manche von uns dann dreinschauen :)


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 20:23
Es liegt sehr viel am Selbstbewusstsein, und ich spreche nicht vom demonstrativen Pseudo-Selbstbewusstsein von Machos, von denen es in Afrika leider jede Menge gibt. Kulturell hat Afrika kein großes Selbstbewusstsein, auch als Rasse. Da vergiften sich x Menschen mit lebensgefährlichen Bleichmitteln, nur um heller auszusehen. Etwas Black is Beautiful würde nicht schaden. Die schwarzen Amis haben oder zumindest hatten lange Zeit ähnliche Probleme.
Wir reden uns leicht aus der Bequemlichkeit unserer Kultur heraus und wischen die psychologischen Spätfolgen der Kolonialzeit in Afrika, aber auch in Südamerika und Asien einfach so vom Tisch.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 21:01
@yoyo
daß es dort auch größere gut organisierte Reiche (Ghana,Shongai,Simbabwe ,bis hin zu den Zulu) gab weiß ich wohl, aber das alleine reicht nicht aus.Sowohl die Araber als auch Europa verdankten bzw. verdanken ihre Vorrangstellung dem wissenschaftlich-technologischen Vorsprung und der Möglichkeit Fortschritt zu generieren.Und der fehlte offenbar in Afrika bzw. war nicht langfristig und umfassend genug angelegt um erfolgreich zu sein.
Möglicherweise war es das Unvermögen der dort etablierten, sehr traditionell ausgerichteten Gesellschaften , sich neuen Einflüssen und Reformen gegenüber ohne unmittelbaren Zwang zu öffnen .Das Überdauern der alten Stammes- und Wirtschaftsstrukturen zeigt sich ja noch heute und auch die heutigen Eliten denken dort noch heute z.T. in diesen alten Strukturen.


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 21:45
Zaphod@

Die Kolonialisierung hat Millionen Menschen in die Sklaverei und in den Tod getrieben, Gesellschaften auseinandergerissen und die Eliten "vorbereitet" die heute Wirtschaft und Politik regieren usw.

Ich glaube nicht, dass wir Europäer einfach mit dem Verweis auf mangelnde Flexibiliät unser Gewissen reinwaschen können

Häufig wird die partielle Verschlechterung der Lage nach der Unabhängigkeit stillschweigend als Argument FÜR die Kolonilaisierung eingestreut ... Hm vlt sollte man sich einmal Gedanken machen, warum passiert ist, was passiert ist ...?

Ganz unbeteiligt können die vorherigen Herren nicht sein ...


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 21:49
@al-chidr

Ausnahmsweise bin ich mit dir mal 100% einer Meinung! scheinst wohl doch mehr zu überlegen als ein Taliban! Nur verstehe ich nicht wieso du dann radikalismus richtig findest!


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 21:51
"Fast 50 Jahre Desinformation und anti-imperialistische Propaganda haben den Afrikaner unfähig gemacht, sich selbst als ein Wesen zu begreifen, das den Lauf der eigenen Existenz selbst bestimmen kann."

Das ist zwar richtig hansi nur mal wieder wird vergessen wer das zu verantworten hat! Nähmlich das kapital was billige Sklaven benötigt,statt sich entwickelnden Menschen in dieser Region!
Das ist das problem! Und das wird von euch Kleingeistlichen Globalisten ignoriert!


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Globalisierung oder Kolonialisierung?

17.05.2008 um 21:59
Na ja, man entwickelt wohl nichts, was man nicht braucht. Wozu in Nigeria einen Streitwagen, den Urahn des Autos, entwickeln ... Wozu groß in Militärtechnik, der wir ja viele Errungenschaften verdanken, investieren, wenn man keine Nation hat, die man verteidigen muss oder ausdehnen möchte ... Wozu landwirtschaftliche Maschinen entwickeln, wenn man mehr als genug Hände zur Verfügung hat ...


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