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Radikaldemokratie/direkte Demokratie

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22.10.2015 um 13:14
EvilParasit schrieb am 18.10.2015:Genau diese Geschichte zeigt mir, dass das ganze nicht funktioniert.
Erschießungen, Verfolgung, Folter haben hier vermeintlich die Gier unterdrückt.
Allerdings erschließt sich mir daraus nicht, wie du da irgendein Menschenbild ableiten willst. Das ist genau so unsinnig wie irgendwelche Ökonomen die Verhaltensforschung betreiben. Ganz davon abgesehen, das dieser Zustand in der UDSSR ja nichteinmal verwirklicht war, sprich, es gab nicht einmal Sozialismus nach deren eigener Zwei-Stufen Definition. Man kann also etwas was gar nicht ernsthaft versucht worden ist nicht als Beispiel für das Misslingen der Idee heranziehen. Das Kommunismus über Staatssozialismus nicht verwirklicht werden kann stimmt allerdings auch dann. Ironischerweise hat sich die Bolschewiki ja auch darum bemüht jeden anderen Ansatz zu sabotieren.


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23.10.2015 um 09:44
@paranomal

Es geht mir darum, dass die Begierde und das Begehren, welche ein Teil des Individualismus sind, einen Kommunismus unter dem freien Willen, nicht machbar machen.
Es geht nur wenn man Individualisten dazu zwingt, ihre Begehren den Aufzugeben.

Dass die sozialistischen Systeme der letzten Zeit, keinen Kommunismus widerspiegeln, habe ich bereits geschrieben. Ich habe sie nur noch aus dem Grund erwähnt, weil ein User hier im Thread, diese als gutes Beispiel für den Kollektivismus nannte.
Diese benötigtb jedoch massive Gewalt um einen Kollektivismus vor zu spielen, und das Volk musste dem Individualismus der Führerschaft dienen.

Das sind jedoch meine Interpretationen.

Nachweise, dass Individualismus nicht angebohren ist, konnte ich nicht finden.


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Radikaldemokratie/direkte Demokratie

25.10.2015 um 12:49
EvilParasit schrieb:Es geht mir darum, dass die Begierde und das Begehren, welche ein Teil des Individualismus sind, einen Kommunismus unter dem freien Willen, nicht machbar machen.
Es geht nur wenn man Individualisten dazu zwingt, ihre Begehren den Aufzugeben.
Dafür muss man jetzt wissen was du mit Individualismus meinst.


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27.10.2015 um 18:45
Kollektivismus ist nicht gleich Kommunismus, sondern gehört dazu, und dafür sind vergangene und heutige sozialistische Systeme, insbesondere Nordkorea, ein sehr gutes Beispiel. Der Kommunismus ist nie erreicht worden, das hätte ich aber auch niemals behauptet, um Kollektivismus zu erreichen braucht es wesentlich weniger, haben doch sogar psychisch kranker Adolf und seine drogenabhängigen Kumpanen geschafft. Es ist auf keinen Fall gleichzusetzen, da Nationalsozialismus ebenfalls ein kollektivistisches System ist.

Klartext: Kommunismus beinhaltet Kollektivismus, das tut Sozialismus aber auch. Ersterer wurde nicht erreicht, letzterer ist sofort erreichbar, sobald er ausgerufen wird. Die UdSSR war sozialistisch und ist entsprechend ein gutes Beispiel für Kollektivismus.

Man o man, habe ich ein Talent dafür, elementäre Sachzusammenhänge kompliziert zu machen, sry^^


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27.10.2015 um 18:49
alexklusiv schrieb:da Nationalsozialismus ebenfalls ein kollektivistisches System ist.
Pseudokollektivismus triffts wohl eher. Wer nicht auf Linie ist, wird ausgestoßen, interniert, versklavt, drangsaliert, vernichtet...im Nazismus gibt es keinen Diskurs, sondern Führerkult. Der Führer behält immer Recht


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27.10.2015 um 19:21
@collectivist

Das ist ja richtig, aber auch Weißrussland hat einen abgeschwächten Führerkult. Das ist hochgefährlich, wenn das "Führerpatent" in falsche Hände gerät - das Schicksal hat uns bisher davor bewahrt. Aber in unserem Fall gehe ich fest davon aus, dass wir nach dem Abdanken Lukaschenkos die ersten freien Wahlen in einem unabhängigen sozialistischen weißrussischen Nationalstaat verzeichnen dürfen werden.

Doch das ist hier nicht die Frage. Auch in der Sowjetunion bekam man Probleme, wenn man entgegen der Flut strebte. Das ist im Vergleich zum Nationalsozialismus selbstverständlich ein deutlich abgeschwächter Fall, aber im Grundlegenden irgendwo das gleiche.

Ich stimme mit diesen Methoden in fundamentalen Punkten nicht überein. Allerdings bewerte ich auch das mit, was uns das gebracht hat, und das bewerte ich mit der Bestnote, ich liebe meine Heimat. Und eine "Weißruthenische Volksrepublik" oder sonst etwas weiß-rot-weißes nach dem nationalistischen Reiterbild würde ich sicher nicht lieben können, ob es nun meine Heimat wäre oder nicht.

Es ist immer schlecht, wenn alle Macht in einer Person zusammenfließt, und es ist auch immer schlecht, wenn Menschen benachteiligt werden, die ihre Meinung sagen. Aber wenn diese Person eine "Gute" ist, ist es erträglich. Und wenn die vertretene Meinung eine "Schlechte" ist, ebenfalls.

Wie du siehst, setze ich hier ausdrücklich zwei Maßstäbe an, weil ich einfach keine Alternative dazu sehe. Das ist mein wundester Punkt, wie ich schon bei mehreren Gelegenheiten gesagt habe, ich weiß einfach keine andere Lösung als zwei Maßstäbe. Wir dürfen, sollte es unumgehbar sein, diktieren, "die Anderen" dürfen es nicht. Klingt undiplomatisch und im politischen Wahlkampf wertlos, aber es ist besser, als die Sache totzuschweigen. Es ist besser zu sagen, dass ich keine Lösung habe. Und Außnahmeregelungen wie im Fall Lukaschenko (nicht zu vergessen seine Kohle...) zähneknirschend abnicken würde, wenn das Risiko sonst zu hoch werden würde, alles zu verlieren, also unser Wirtschaftssystem. Wenn für dessen Erhalt einer sich eine Krone aufsetzen zu müssen glaubt, dann ist das eben so. Aber man kann nie alles haben, und es ist immerhin das Zweitbeste.

Und das Beste wäre doch nun wirklich zu viel Zufall zu meinen Gunsten, wo es sich doch um meine Heimat handelt. Also ein sozialistisches Weißrussland mit freien Wahlen unter verfassungsgetreuen Vertretern mit festen Löhnen, auch für das Staatsoberhaupt. Dann würde ich mich nach meinem Abi mit sofortiger Wirkung nach Weißrussland begeben und versuchen, mich hochzuarbeiten und diese potentielle Leiter so weit wie möglich hinaufzusteigen.

Aber im Moment hätte derartiges Vorgehen keinen Sinn. Denn auch unser zweites Gesicht, der Ministerpräsident, hat nichts, keine Macht, kein Geld, keine Bekanntheit, erst seit Kurzem einen eigenen Wikipediaartikel. Und damit jemand anderes Präsident werden kann, muss sich unser jetziger erst eine paradiesische Insel gekauft haben.

Mal sehen, vielleicht lässt sich das ja einrichten, wenn wir ihn dann los wären. Nur dann, wenn er seine Macht mit sofortiger Wirkung an die KPdSU - Weißrussland (KPB) abgibt, versteht sich, so als Bedingung, ihn gehen zu lassen. Wäre ja noch schöner, wenn wir nicht gewählt werden und alles verlieren würden.

Da offensichtlich ist, wie unmöglich das ist, bin ich mit dem aktuellen Zustand durchaus zufrieden.


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27.10.2015 um 19:42
alexklusiv schrieb:Auch in der Sowjetunion bekam man Probleme
Natürlich...waren es doch Marxisten, die scharenweise gulagisiert wurden. Die Sowjetunion sollte ja ursprünglich eine demokratische Räterepublik werden, daher der Name Sowjet


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27.10.2015 um 19:53
@collectivist

Wenn für dich "Diktatur des Proletariats" mit "Demokratie" gleichzusetzen ist, dann ist das richtig. Für mich trifft das nur auf lange Sicht zu, am Anfang gilt es, einer ganz bestimmten Klasse ganz bestimmte Dinge vorzuschreiben und abzunehmen, daher Diktatur. Über diesen ersten Schritt waren wir längst hinweg, aber nun müssen wir von vorne anfangen. Aber ich bin mir sicher - wenn 2018 Zjuganov aus dem Mercedes aussteigt und unter für die letzten Stunden weiß-blau-roter Flagge den Kreml betritt, wird auch das ein überwindbares Problem sein.


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27.10.2015 um 20:15
@alexklusiv
Die Diktatur des Proletariats bezeichnet ein Herrschaftssystem, in dem demokratische Prozesse ausschließlich Proletariern vorbehalten sind. Warum sollten Kapitalisten, Rechtskonservative und Faschos mitbestimmen dürfen?
Demoraktie und Diskurs gilt nur innerhalb der Linken. Rechte und Neoliberale haben sich gefälligst anzupassen, anderenfalls stehe es ihnen frei, sich vorzugsweise ein kapitalistisches, konservatives Land auszusuchen und zu emigrieren


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27.10.2015 um 20:30
@collectivist

Genau das meine ich doch damit, dass es auf lange Sicht Demokratie ist, da dann jeder dem Proletariat angehört, einschließlich das Staatsoberhaupt, so definiert sich Kommunismus. Und auch genau das meine ich damit, zwei Maßstäbe anlegen und bestimmte perverse und abartige "Meinungen" ausschließen und nicht als solche anerkennen zu müssen.

Ich sehe das genau so wie du, zweifle es nicht an. Ich versuche nur, gewisse Dinge einfach eher so auszudrücken, dass sie für Menschen mit grundlegend anderer Meinung verständlicher und nachvollziehbarer sind.

Aber, wie ich zunehmend feststelle, ist das auch nicht so der Bringer. Ich kann Verständnis zeigen und vortäuschen soviel ich will, erwidert wird es nie. Deswegen ist das Prinzip des Ausschließens auch das einzig effektive.


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