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Freeganismus

91 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kapitalismus, Konsum, Freeganismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Freeganismus

21.07.2010 um 22:02
@Glünggi
Die Hippiezeit hat damit nix zu tun-ich habe angesprochen, daß es Kulturen gibt in denen der Verzicht eine andere gesellschaftliche Bedeutung hat-hätt mir auch den Buddhismus aussuchen können-und etliche Mönche, die morgens durch die Khao San Road in Bankok laufen und Reis einsammeln...
wär nur nich so krass gewesen-und da hätte das mit der zeitlichen Begrenzung vermutlich auch gepasst-tut es auf Sadhus meiner Ansicht nach nicht-und das Ganja ist da eher ein Randphänomen-evtl allerdings der Punkt, über den sich Legalisierungsgegner Sorgen machen..
Es ist aber nicht der Kernpunkt der Einstellung-der ist in der spirituellen Suche und im Ende des Dharma begründet-sie endet traditionell im Ganges...


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21.07.2010 um 22:08
Zitat von AUMNGH44AUMNGH44 schrieb:im Ende des Dharma
ups-meinte samsara


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21.07.2010 um 23:08
Also ich geh schon seit Jahren mehr oder weniger regelmässig containern.Seitdem sich hier mehrere Biosupermärkte angesiedelt haben machts erst richtig Spass.Käse und Joghurt ohne Ende,Dr.hauschka und Weleda,Neulandfleisch,Fortunas Füllhorm öffnet seine Schleusen


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22.07.2010 um 00:31
Zitat von AUMNGH44AUMNGH44 schrieb:daß es Kulturen gibt in denen der Verzicht eine andere gesellschaftliche Bedeutung hat
oder die Punkbewegung;)
auch da gibt es Beispiele, die alles andere als drogenmäßig abgespaced sind... und mehr Verstand haben, als der oberflächliche Betrachter denkt zu erkennen...


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22.07.2010 um 03:25
könnt auch im Defizit der Effektivität der sogenannten "Wegwerfgesellschaft" liegen-wenn ich für 2 Druckerpatronen mehr bezahl als für nen Druckerr inkl Druckerpatronen gibt mir das ein kleines ? ins Hirn-weil Entsorgung doch wer bezahlt?


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22.07.2010 um 03:51
Freegans in Rumänien sehen schon sehr eigenwillig aus:

/dateien/pr64277,1279763466,2912506513 19d4d8cf5eOriginal anzeigen (0,2 MB)


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22.07.2010 um 04:18
@voidol
scheiß joke!


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22.07.2010 um 04:23
@AUMNGH44

Hast recht. Es ist für mache sehr bitter dort.

/dateien/pr64277,1279765434,2006 10 13 06

Die wählen das nicht freiwillig als Lebensstil.


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22.07.2010 um 04:32
Hallo @voidol hu hu-welcome
es geht hier nicht um erzwungene Armut aufgrund wirtschaftlicher Misstände... auch wenn dir Kleingeist dies gelegen käme...
Es geht um bewußte Abgrenzung zur Norm!


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22.07.2010 um 04:41
Es geht hier um "bewußten wirtschaftlichen Verzicht"-wenn ich das richtig versteh...
@kulam


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22.07.2010 um 04:46
Zitat von AUMNGH44AUMNGH44 schrieb:Es geht um bewußte Abgrenzung zur Norm
Ah, bewusst gewählte Armut von Kids der Mittel- und Oberschicht.


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22.07.2010 um 05:04
Es ist doch typisch, für unsere Gesellschaft-etwas zu haben und niemanden um etwas bitten zu müssen-könnte es sein, daß genau daraus das Ungleichgewicht-welches gerne angeprangert wid entsteht?
ich möchte wie auch bezuzgnehmend\weiterführend auf die indischen Sadhus verweisen....


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22.07.2010 um 05:33
@voidol
Ab welchem Lebesjahr willst du deine Erleuchtung erfahren und ab wann beschäftigst du dich damit? Ab wann beschäftigst du dich mehr damit, deine Erkenntnisse an deine Kinder weiterzugeben, als wirtschaftlichen Wohlstand für sie zu erwirtschaften?-wenn du Rente kriegst?
was machst du bis dahin? ---arbeiten und deine Familie vernachlässigen?-oh-du kriegst alles unter einen Hut-lass dir sagen-du bist die Ausnahme und nicht die Regel!


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22.07.2010 um 08:06
Zur Vertiefung der Diskussion ist Hermann Hesses Roman "Siddhartha" bestens geeignet.

Der Vorteil:
Man(n) muss nicht selbst als Kind reicher Eltern, dann unter nackten Bettelmönchen oder danach als reicher Kaufmann gelebt haben.
Man braucht sich nicht selbst jahrelang in irgend einer Gemeinschaft erfolglos versuchen zu erarbeiten,
was man ebenso einfach durch eine tiefe Schau in unsere Gesellschaft erkennen kann.

Man erfährt, wie man selbst in sich zu Hause sein kann.
Das ist die erste und wichtigste Voraussetzung, um die Welt verändern zu können.

@voidol
@AUMNGH44


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22.07.2010 um 12:31
@AUMNGH44
Zitat von AUMNGH44AUMNGH44 schrieb:Es geht hier um "bewußten wirtschaftlichen Verzicht"-wenn ich das richtig versteh...
Richtig, nur stellt sich mir die Frage, ob es dem System wirklich schadet, da nun die meisten Freeganer als Anarchisten ein anderes Gesellschaftsmodell als ideal ansehen. Man entzieht sich lediglich soweit wie möglich der kapitalistischen Konsumgesellschaft (vermeintlich, denn die beste Form sich der Gesellschaft zu entziehen wäre ein autarkes Leben in dem man seine Güter selbst produziert ;)) und schadet ihr durch diese Lebensweise kaum.
Für Freeganer mag es zwar eine ethisch einwandfreie Lebensweise sein, handelt jedoch an ihrem Ideal vorbei, denn diese Lebensweise ist nicht massentauglich (und somit auch nicht schädlich für das System), weil man ja eben von den Abfällen der Masse lebt.


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22.07.2010 um 15:46
Diese Bewegung besitzt für mich in keinster Weise gesellschaftskritischen Inhalt. Weder sagt es sich von der kapitalistischen Wirtschaftsordnung los, ganz im Gegenteil da es sich hier um eine noch stärkere Abhängigkeit handelt, noch scheint sich hier mit möglichen Kritikpunkten am Kapitalismus überhaupt auseinanderzusetzen.
Denn weder stellt der "Wohlstand" als auch der "Konsum" ein Problem dar, sondern das jeweilige Übermaß dieser Dinge. Sinn kann es nicht sein Umsonst, also ohne Bezahlung sein Leben gestallten zu können, da ein Produkt oder eine Leistung nun mal einen Wert besitzt.
So lässt sich durch diese Bewegung erkennen das überproduziert wird, was wahrlich, zusammen mit den Bedürfnissen Menschen anderer Erdteile ein Problem darstellt. Jedoch wird dies zu einer ethisch zweifelhaft Begründeten Lebensweise ausgeweitet an Stelle sich mit der genaueren Analyse oder möglichen Problemlösungen auseinanderzusetzen.


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23.07.2010 um 05:53
@AUMNGH44
War jetzt nicht auf Deinen Beitrag abgezielt sondern allgemein dem Thema gewidmet.
In der Hippizeit, haben sich halt eben auch solche autarke Komunen gebildet... das hat sich aber zum grössten Teil verflüssigt.
Die meisten halten das nicht lange aus. Es gibt einige öfföff's oder wie immer sie heissen mögen, aber der Grossteil der Menschen erliegt der kapitalistischen Verlockung.
Liegt wohl auch darin begründet, dass es meist aus einer Anti und nicht aus einer Pro Haltung praktiziert wird. Also gegen das System und nicht für ein neues.
Der Budist lebt in erster Linie für seine Sache und verhält sich nicht aus einer Antihaltung so, sondern eben aus einer Prohaltung.
Darum ist das wohl auch beständiger.
Und was halt auch dazu kommt, oft merken die Leute halt, dass es nicht am System liegt, sondern am Mensch.
Das ist wie wenn Du verreist. Egal wo Du hingehst.. Dein "Ich" reist mit ;)


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Freeganismus

23.07.2010 um 11:20
Zitat von GlünggiGlünggi schrieb:aber der Grossteil der Menschen erliegt der kapitalistischen Verlockung
Was heißt hier Verlockung des Kapitalismus? Was hat es mit Kapitalismus zu tun, wenn man eben nicht bereit ist ein gewisses Maß an Lebensstandart aufzugeben? Nur weil ich nicht entweder aus Mülltonnen leben, andere Menschen anbetteln oder mir auf illegale Weise Wohnung sowie Grund und Boden beschaffen will, heißt es noch lange nicht das ich Kapitalismus befürworter bin.

Die Versorgung des Menschen mit Gütern ist nicht Eigenheit des kapitalistischen Systems, sondern eine Anforderung die sich an jegliche Wirtschaftsordnung stellt.
Nun könnte man einwenden das die Möglichkeit "nach immer mehr" diese Verlockung darstellt. Aber hier ist zu sagen das diese Option nur Wenigen zur verfügung steht und es ebenfalls sehr selten ist das jemand über seine Verhältnisse lebt, da dies auch in einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung sich selten als günstig erweißt.

Stellt sich also zu guter Letzt nur noch die Frage inwieweit der übermäßige Konsum, also der ohne Notwendigkeit, eine Verlockung für den Menschen ist. Und diese anziehende Wirkung würde ich eher als gering einschätzen, da sie wohl erst nach Befriedigung der Notwendigen Bedürfnisse und durch ein gewisses Maß der Beeinflussung zu stande kommt.

Gefahren liegen hier also eher in der Überproduktion von Gütern ohne Bedürfniss an ihnen und die künstlich Erzeugung des Bedürfnisses nach ihnen.

Also um es nochmal an einem Beispiel auszuführen das hier schon einmal genannt wurde ist ein möbeliertes Zimmer nicht ausdruck des kapitalistischen Systems, sondern der menschlichen bedürfnisse sofern die Stühle nicht aus purem Gold ohne künstlischeren Anspruch gefertigt sind.

So bleibt der Freeganismus eine Strömung die wohl er den Wunsch nach Individualität als auch Andersartigkeit erfüllt. Jedoch mit der Kapitalismuskritik einer zweifelhaften Begründung unterliegt, da nicht ersichtlich ist inwieweit die Negativseiten des Kapitalismus kritisiert werden als auch aktive Maßnahmen gegen diese Schwachpunkte ergriffen werden.

Somit erübrigt sich auch die Frage des Threaderstellers.


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Freeganismus

23.07.2010 um 12:54
Wenn man der Welt helfen möchte, dann finde ich es durchaus nicht schlecht aber ich glaube, das diese Vorstellungen unrealistisch sind. Wir leben in einer schlechten Gesellschaft. Leider ist Geld auch Macht. Ich mag es auch nicht aber wie soll man denn kostenlos leben? Kann mir nicht vorstellen das diese Wünsche umsetzbar sind.


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Freeganismus

23.07.2010 um 13:32
ich habe großen respekt vor leuten, die sich dafür entscheiden diesen weg zu gehen. das nenne ich konsequent. mich kotzt diese überfluss- und wegwerfgesellschaft ebenso an. wenn ich beim obst- u. gemüsehändler bin, halte ich immer ausschau nach den päckchen, die zusammengeschnürt neben der "frischen" ware liegen. lieber nehm ich die älteren kartoffeln bevor ich sehe wie sie im müll landen, weil alle oder die meisten nur die frischen kaufen.
man kann aber mit dem kauf von fair-trade-produkten auch seinen beitrag dazu leisten, dass in den jeweiligen ländern die arbeiter anständig bezahlt und behandelt werden, zumindest wird das immer behauptet.
freeganismus müsste es nicht geben wenn dieser scheiß raubtier- und kannibalenkapitalismus nicht so unglaublich menschenfeindlich wäre. es müsste eine mächtige internationale behörde geben, die darüber wacht, dass menschenrechte eingehalten und die natur geschützt würde. und so einen zahnlosen tiger wie die uno schicken wir rente ;)


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