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Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

01.10.2011 um 08:05
Um wieder ein wenig zurück auf das eigentliche Thema dieses Threads zu kommen, die Tuidang-Bewegung:

(Hier zur Erinnerung oder für neue Mitleser, das Eröffnungsposting mit 3 Videos, in denen die Tuidang-Bewegung genau erklärt wird. Für eine konstruktive Diskussion hier im Thread finde ich es wichtig, sich die Videos einmal angesehen zu haben: Beitrag von Zachariel, Seite 1 )

In den USA findet sie offizielle Unterstützung bei Kongressabgeordneten.

USA: Der Republikanische Kongressabgeordnerte Thaddeus McCotter hat eine Resolution vorgeschlagen, mit welcher er die Diskriminierung, Belästigung, Gefangennahme, Folter und Hinrichtung von Glaubensgefangenen verurteilt.

Weiter fordert er die Regierung dazu auf, die religiöse Verfolgung seitens des kommunistischen Regimes anlässlich hochrangiger diplomatischer Treffen zur Sprache zu bringen, und er drückte seine Unterstützung für die Tuidang-Bewegung aus.

McCotter wird dadurch durch weitere Kongressabgeordnete unterstützt, namentlich Dana Rohrabacher, Lynn Wesmoreland, Gus Bilirakis, Walter B. Jones, Mario Diaz-Balart und James Sensenbrenner.

Hier der Link direkt zu McCotters Plattform, auf Englisch:

http://mccotter.house.gov/news/press-releases/2011/09/mccotter-introduces-resolution-condemning-communist-chinas-treatme...


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25h.nox
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Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

01.10.2011 um 08:24
@Zachariel die chinesen profitieren viel zu sehr von der kp als das sie sich gegen sie wenden würden.
unheil droht nur durch dezentralemachtzentren in den provinzen, die das system massiv schädigen durch günstlingswirtschaft und unlauterer kredit und boden vergabe.

die paar millionen abweichler kann man jederzeit niedermetzeln, dem westen sidn da die hände gebunden, und die chinesischen hardliner waren noch nie zimperlich gegenüber kleinüberlichem mob und reaktionären.

und die usa sind zwar der größte schuldner chinas, aber auch enger verbündeter der taiwanesen...


den chinesen ist zu wünschen das die kp lange regiert. und vorallem den schutz der bevölkerung vor religion weiter verstärkt


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Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

01.10.2011 um 09:06
@25h.nox

Meinungen wie die Deine erschrecken mich. Wirklich. "Schutz durch die KP VOR Religionen"? Weisst Du wirklich, wie dieser "Schutz" aussieht?

http://www.igfm-muenchen.de/china/religion/religion.html
http://www.migrationsrecht.net/nachrichten-asylrecht/1289-fluechtlingsschutz-wegen-religioeser-verfolgung.html
http://www.zeit.de/online/2007/24/christen

Das kommunistische Regime in China stellt keinen Schutz der Menschen. Das ist Propaganda, um die Verfolgung von Gläubigen jeglicher - aber nicht der KPCh genehmen couleur - zu verfolgen. Nach dem Motto: "Mache jemanden zum Feind der Massen, dann hast du freie Hand bei der Verfolgung". Ein Prinzip, was durch das Regime seit dessen Bestehen angewandt wird.

Und von der KP Ch profitieren nur ein zu kleiner Teil von Menschen, nämlich diejenigen, die selber skrupellos sind und in die eigene Tasche wirtschaften, auf die Kosten der anderen Bürger. Das sorgt eher für mehr Unmut, als für weniger, was wiederum noch mehr Menschen von der KPCh wegtreibt, siehe mein Posting in diesem Thread über Demonstrationen in China.

Beitrag von Zachariel, Seite 2

Auch wenn hier und anders wo stark dagegen angeredet wird, und die Zahl der Menschen, die nichts mehr mit dem Regime der KPCh zu tun haben wollen, klein geredet wird... Es tut sich was, in China. Genau so, wie sich in Deutschland etwas tat, vor dem November 1989, bevor die Mauer fiel.

Eine kritische Masse ist am entstehen, und ich denke bald ist wirklich der Punkt erreicht, an der sie gross genug ist, um die im Hintergrund wachsenden Geschehnisse an die Öffentlichkeit zu bringen.

Den Chinesen ist zu wünschen, dass die KPCh sich auflöst, und sich die Chinesen wieder selber bestimmen dürfen. Und nicht durch eine Macht, die dem Land und seinem Volk eine der grausamsten WESTLICHEN Ideologien aufgezwängt hat.

Dann können wieder ur-chinesische Werte zum Tragen kommen, wie z.B. Konfuzius. Konfuzius sagte zum Beispiel auch, zum Thema "Herrscher":

„Zi-lu fragte, wie man dem Herrscher dienen solle. Konfuzius antwortete: "Den Herrscher niemals täuschen. Sollte es erforderlich sein, sich ihm offen widersetzen."

Und ich glaube, das geschieht derzeit in China. Die Menschen widersetzen sich immer mehr, offen, ehrlich und von ganzer Überzeugung.


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01.10.2011 um 14:05
@Zachariel
Zachariel schrieb:Den Chinesen ist zu wünschen, dass die KPCh sich auflöst, und sich die Chinesen wieder selber bestimmen dürfen.
Alleine schon das "wieder" treibt mir Lachtränen in die Augen. WANN war das chinesische Volk denn unter Selbstbestimmung?

Und - ich habe schonmal gefragt - WER soll denn dann das Machtvakuum füllen das entstehen würde wenn die Partei plötzlich weg wäre. Es gibt de facto keine Opposition - soll das Land im Chaos versinken?

Alles schöne westliche Vorstellung und Propaganda - leider funktioniert das nicht in China.

Liebe Grüße


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01.10.2011 um 14:19
bei aller Zuneigung zur Selbstbestimmung und Demokratie

aber ich stell mir mal grad ein China vor, das politische wie Deutschland aufgebaut ist.

hui das könnte witzig aussehen.

Nein China wird wohl auf Dauer seinen Eigenen Weg finden müssen. Wobei aber das jeztige System zumindest Rechtsgleichheit und Menschenrechte einführen könnten /sollte müsste.


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01.10.2011 um 14:51
Nur weil nichts gross an der Oberfläche und z.B. in staatlichen Medien darüber berichtet wird, in China, @WangZeDong, heisst es ja noch lange nicht, dass es keine Opposition gibt. Ist ja wohl nicht gerade einfach, in der Öffentlichkeit Oppositionsarbeit in China zu leisten, da das Regime ja nur innerhalb der Partei "Opposition" duldet (siehe Wiki: Wikipedia: Volksrepublik_China#Opposition ) Sprich: Die "Opposition" muss trotz allem noch im Rahmen des von der KPCh Erlaubten stattfinden... Eine Farce, finde ich persönlich.

Also, Opposition ausserhalb der Partei wird vom Regime nicht geduldet, die wird nämlich sehr schnell als "Bemühungen zum Umsturz der Regierung" oder ähnliches abgestempelt... Und die entsprechenden Oppositionellen werden als "Staatsfeinde" klassifiziert... Und wie geht die KPCh mit "Staatsfeinden" um?

Ich denke, die echte "Opposition" hat in China durchaus ihre Lehren gezogen, z.B. aus dem Massaker auf dem Tiananmen 1989, und ist sicherlich vorsichtiger, also aus dem Untergrund agierend.

Es gibt auch diverse Rechtsvertreter in China, die sich für die Rechte der Bürger einsetzen. Solche Leute werden allerdings auch massiv verfolgt in China, wären aber sicherlich gute Kandidaten, in einer Interims-Regierung die entsprechenden Stellen zu besetzen, da sie mit dem chinesischen Recht und dem Aufbau der Regierung natürlich gut vertraut sind.

Und im Prinzip, gemäss Chinesischer Verfassung besitzt auf Kommunaler Ebene, für den lokalen Volkskongress, jeder chinesische Bürger das passive Wahlrecht. Viel Einfluss haben die Lokalpolitiker zwar nicht, werden aber trotzdem vom Regime selber gepiesakt... Aber es gibt doch immer mehr Menschen, die sich trotzdem als unabhängige Kandidaten zur Wahl aufstellen lassen wollen.

Ein wichtiger Punkt, denn es setzt Zeichen, wie ich finde.
Ich denke, je mehr die Macht der KPCh brökelt, je weniger Gewalt, Einschüchterung und Unterdrückung nützen, desto mehr von den im "Untergrund" versteckten Oppositionellen wird sich dann heraustrauen...

Hier noch ein paar Artikel.
Demokratie-Aktivist zu 2 Jahren Haft verurteilt (Englisch):
http://www.guardian.co.uk/world/2011/apr/12/chinese-democracy-protester-sentenced

Menschenrechtsanwalt inhaftiert und wieder auf freiem Fuss, unterstützte Demonstrationen im Stile der "Jasminrevolutionen":
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/china-menschenrechtsanwalt-ist-wieder-frei_aid_620047.html
Wikipedia: Gao_Zhisheng

Opposition in China unterdrückt:
http://www.spiegel.de/thema/oppositionsbewegung_in_china/

Regime über "unabhängige Kandidaten" verägert...
Youtube: Lokale Wahlen in China: Kommunistisches Regime über unabhängige Kandidaten verärgert (ist ein Beitrag von NTD TV) und hier noch zur "Bestätigung" aus anderer Quelle, von einem anderen Medium, über lokale Wahlen und unabhängige Kandiaten in Chinas Lokalpolitik:
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/chinas_unbehagen_gegenueber_dem_pluralismus_1.11353465.html

Es gibt im China garantiert genug fähige Leute, die sowohl moralisch/ethisch als auch auf intellektueller Ebene und was ihr Fachwissen betrifft, vollkommen geeignet sind, in die Lücken zu springen, welche bei einem Zerfall der KPCh auftreten würden. Nein, die Chinesen sind tatsächlich nicht dumm, oder unfähig, im Gegenteil. Wenn der richtige Moment kommt, wird es garantiert genug fähige und geeignete Menschen geben, die hervortreten und für eine entsprechende Übergangsregierung beitragen können. Und nein, ich meine nicht Falun Gong Praktizierende, denen "reicht" es, einfach nicht mehr verfolgt zu werden, sondern eben Menschen wie Menschenrechtsanwälte (z.B. Gao Zhisheng, wenn er dann noch lebe sollte) oder Bürger, die sich für die Lokalpolitik interessieren und dementsprechend ihren Teil beitragen mögen.

Ich denke, wenn Menschen wie Gao Zhisheng oder andere Menschenrechtsanwälte an die Macht kommen, würden sicherlich mal die Würde und die grundlegendsten Menschenrechte der Chinesen gewährt. Ob es dann wirklich zu einer Demokratie nach westlichem Vorbild kommt, oder ob China seinen ganz eigenen Weg geht, ist egal.

Ist das wirklich alles nur westliche Propaganda für Dich, @WangZeDong ?

Zu dem Punkt "wieder" Selbstbestimmung, so muss ich Dir auf herrschaftspolitischer Ebene recht geben, dort wurden die Chinesen tatsächlich schon immer "beherrscht", da hast Du recht. Entschuldige meinen Lapsus. Ich werde in Zukunft, was die Herrschaftsform betrifft, auf das Wort "wieder" verzichten.


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01.10.2011 um 14:59
@Zachariel

Ich spreche aber von einer regierungsfähigen Opposition, nicht vor irgendwelchen Träumereien.

Dazu reichen auch keine Rechtsanwälte und schon gar nicht FG-Jünger. Ich spreche von einem Land in dem eine Provinz schon größer ist und mehr Einwohner hat, als Deutschland, ein Land das wesentlich größer ist als ganz Europa. Mit unserem gelobten System schaffen wir es nicht, Europa zu einen und ein Land daraus zu machen, aber irgendwelche Möchtegernpolitiker in China schaffen das oder ?

Ich sehe da eher eine Chance wenn es wie @Fedaykin schreibt abläuft. Eine langsame Annäherung an andere Werte. Das passiert allerdings auch, das wollen gewisse Kreise nur nicht wahrhaben und lieber beim China-Feindbild bleiben. Dass es dort ALLEN Menschen immer besser geht, wird genauso verdrängt wie die immer mehr einsetzende Gerechtigkeit. Die KPCh kann auch nichts dafür, wenn irgendwelch Lokalbonzen das Recht in ihre Hand nehmen und es steht z.B. Todesstrafe auf Korruption - nur das verschweigt man lieber und redet China schlechter, als es sowieso ja wirklich ist.

Wie schon gesagt, es ist schön vor irgendwelchen Dingen zu träumen, aber eine in meinen Augen lächerliche Kleinbürgeropposition wird diesem Land NIE herr werden, da bricht sofort Chaos aus und dann hat man ja wieder einen Grund mehr China zu hassen.

Liebe Grüße


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01.10.2011 um 15:08
@WangZeDong

Nun, da unterscheiden sich unsere Ansichten und Meinungen, ich traue den Chinesen durchaus zu, dass sie das auf die Reihe kriegen werden. Und um zu präzisieren: Ich erwarte ja auch nicht, dass das sofort und reibungslos gehen wird, sprich: "Schwupps", die KPCh ist weg und sofort sind alle Lücken gefüllt und es geht gleich weiter, als ob nichts passiert wäre...

Nein ein gewisses Mass an Chaos wird es sicherlich geben, Aufstände, Orientierungslosigkeit, z.T. sicherlich auch "anarchistische" Zustände etc., aber ich denke nicht, dass China dadurch als Ganzes auseinander brechen wird - nach einem vielleicht rauen Übergang, wird es weiter gehen. Das "wie", das kann ich Dir natürlich auch nicht genau sagen, aber das "dass" - na, da hab ich wie gesagt wirklich Vertrauen. ;)

Und bitte... Ich habe China nicht als Feindbild.

Und übrigens... Nicht minder liebe Grüsse zurück. ;-)


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01.10.2011 um 15:20
@Zachariel

Da muss ich nochmal nachfragen:

Waren Sie schon in China, kennen Sie die Mentalität der Chinesen von Beijing bis Haikou. Das ist schlimmer als in Europa von Helsinki bis Antalya.

Das würde einen Bürgerkrieg auslösen der die ganze Welt mitziehen würde - man sollte dabei auch an das chinesische Kapital denken, das in anderen Ländern steckt usw usf.

Kurzsichtig geht natürlich alles, aber Weitsichtig ist manches eben schwierig bis unmöglich.

Da hilft es auch wenig, wenn man das mit Augen einer total unnützen, staatsfeindlichen Organisation sieht. Wenn die FG Anhänger alles so schlimm finden und es ihnen nur um den Sport geht, warum machen sie dann nicht QiGong und leben in Frieden? FG und DL und AWW werden verfolgt weil sie den Staat eliminieren wollen und ihre Utopien durchsetzen wollen - was ALLEN Chinesen schaden würde. So gesehen hat @25h.nox das ganz genau auf den Punkt getroffen und völlig recht. Ich würde mich auch weigern in einem Land zu leben in dem Scientology an der Macht ist. Genauso wenig wollen Chinesen zu recht FG Regierungen.

Liebe Grüße


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01.10.2011 um 16:05
Einen Nachtrag zum Thema "Übergang nach Zerfall der KPCh" habe ich noch:

Es gab und gibt natürlich moralisch-ethisch hochstehende Menschen in der KPCh selber, das ist mir sehr klar. Wenn das Gebilde "KPCh" zerfällt, dann eben auch, weil sich solche Menschen von ihr distanzieren, sprich: nicht mehr für die KPCh arbeiten wollen, nicht mehr von ihr profitieren wollen und ihr auch keine "Energie" mehr geben wollen... Ihr die "Manpower"-Basis entziehen.

Aber diese Menschen sind ja dann nicht einfach "weg", sie lösen sich ja nicht einfach in Luft auf, sondern sie sind immer noch da, und können und werden dann mithelfen, bei der Bildung einer neuen Regierung. Und wie ich vorher gesagt habe, es geht nicht um eine "FG"-Regierung... Falun Gong genügt es, wenn diese Verfolgung aufhört - das ist der einzige Sinn und Zweck der Anstrengungen, die KPCh aufzulösen.

...

Und habe gerade den neuen Beitrag "aufploppen" gesehen, @WangZeDong, darum ergänze ich gerade hier, anstatt zwei Beiträge zu schreiben:

Falun Gong möchte die Auflösung der Partei erst, NACHDEM diese mit der Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte. Und NACHDEM sich die Praktizierenden mit Petitionen oder mit öffentlichen Aufrufen z.B. auf dem Tiananmen an die Regierung gewandt hatten, mit der Verfolgung aufzuhören. Hier Hintergründe von Falun Gong selber, wie es zu dem Verbot kam
http://www.falungong.de/artikel/pressemitteilungen/1303587081.html?searchitem=25.%20april

Und noch etwas wichtiges: Die KPCh ist nicht gleichzusetzen mit dem Staat und nicht gleichzusetzen mit China. Das wäre in etwa, wenn man in Deutschland z.B. die CDU mit Deutschland gleich setzen würde, und dass die CDU der Staat Deutschland wäre. Eine Partei IST nicht der Staat und nicht das Land, auch wenn sie die einzige herrschende Partei ist. Das ist der grösste Propaganda-Erfolg der KPCh, nämlich die Menschen glauben zu lassen, dass sie der Staat wäre, dass sie China wäre.

Zu Falun Gong, warum die Falun Gong Praktizierenden nicht einfach ein anderes QiGong üben:

Es geht bei Falun Gong ja auch nicht um bloss Sport, sondern um Kultivierung, sprich: Die Arbeit am eigenen Charakter, in moralisch-ethischer Weise in Angleichung an die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. In den Büchern, insbesondere im Hauptwerk "Zhuan Falun" wird das gründlich erläutert. Es ist ein spiritueller Weg, der die Menschen sehr viel lehrt, insbesondere eine Selbstständigkeit und ein tiefgehendes Nachdenken über wer man selber ist und warum man etwas tut. Die Kultivierenden habe kein Interesse an politischer Macht, es lehrt einen einfach, ein unabhängiger, selbsständiger und für sich selber denkender Mensch zu sein.

Und DAS ist eben dem Regime ein Dorn im Auge: freie, mündige Bürger. Darum wird Falun Gong durch das Regime ja auch diffamiert und darum wurden auch die Bücher und die Materialien von Falun Gong in China durch das Regime vernichtet - damit die Menschen in China nicht selber schauen können, was Falun Gong wirklich ist, sondern schön brav die "Verteufelungen" seitens des Regimes und seines Propaganda-Apparates "schlucken".

Und wenn es das Regime schafft, einen Falun Gong Praktizierenden durch das Verbot,oder noch schlimmer, mittels psychischer und physischer Folter "umzuerziehen", sodass er nicht mehr Falun Gong praktiziert, ja, dann hat es das Regime geschafft, diese Freiheit und Mündigkeit zu zerstören. Und das erst schadet allen Chinesen. Ein Regime, dass keine freien und mündigen Bürger will, sondern nur Roboter und Sklaven, die auf Parteilinie getrimmt sind.

Die KP China ist die Sekte: Sie duldet niemanden neben sich, sie sagt den Menschen, wie sie zu leben und an was sie zu glauben haben, und wer davon abweicht, wird bestraft. Ist das nicht sektenhaft?


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krijgsdans
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01.10.2011 um 16:27
@Zachariel

Ma wieder dein indoktriniertes, manipulatives, auf Luegen aufbauendes Psychosekten-Geschwafel.


@Fedaykin
@WangZeDong
Fedaykin schrieb:Nein China wird wohl auf Dauer seinen Eigenen Weg finden müssen. Wobei aber das jeztige System zumindest Rechtsgleichheit und Menschenrechte einführen könnten /sollte müsste.
WangZeDong schrieb:Ich sehe da eher eine Chance wenn es wie @Fedaykin schreibt abläuft. Eine langsame Annäherung an andere Werte. Das passiert allerdings auch, das wollen gewisse Kreise nur nicht wahrhaben und lieber beim China-Feindbild bleiben.
http://www.faz.net/artikel/C31325/china-demokratie-ist-eine-gute-sache-30163858.html
http://german.china.org.cn/china/2007-10/15/content_9059556.htm
http://www.chinaweb.de/china_politik/deng_xiaoping/deng_xiaoping_china.htm#2.4.%20Die%20Ära%20Deng%20Xiaoping
http://www.faz.net/s/Rub0778DE9E237D4CD6BB1720FB3B76E07B/Doc~EF60123AEF4FE40E3A03ADFBA1FD5F454~ATpl~Ecommon~Scontent.htm...
http://www.oeko-net.de/kommune/kommune04-06/aheberer.htm
http://www.chinapolitik.de/studien/china_analysis/no_20.pdf
http://german.cri.cn/21/2005/10/19/1@37935.htm

(Letzten Link einfach kopieren und in Adressleiste einfuegen)


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Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

01.10.2011 um 16:43
@krijgsdans

Vielen Dank für die Links.

und ich nehme an, Du beziehst Dich auf diesen Beitrag von mir, oder?
Diskussion: Falun Gong, Harmlose Glaubensgemeinschaft/Sekte (Beitrag von Zachariel)


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01.10.2011 um 16:49
@Zachariel

Das ist zum Teil richtig, aber nur zum Teil.

Die FG IST politisch, alleine schon, wenn ich gegen ein Regime bin, BIN ich politisch. Zum anderen ist QiGong wohl auch eines der spirituellsten Praktiken die es gibt, da wird ja gerade Wert auf das Entwickeln von Qi gelegt. Die FG-Leute, die ich bisher kennen lernen durfte waren hingegen alle durchwegs ideologisch verblendet - ich hoffe, Sie machen da die erste Ausnahme ;).

Keine QiGong, TaiChi oder sonstige Schule wird gegen die Partei arbeiten, denen ist Politik WIRKLICH egal, das ist für mich der Unterschied. Es sind auch GongFu-Meister verfolgt worden, aber dennoch ist Gong-Fu bis heute völlig unpolitisch und immer noch - oder wieder - am Volk und sehr beliebt. Im Gegenteil kann man bestimmte Berufe nur erreichen wenn man darin geübt ist, z.B. bei der Polizei oder Sicherheitsunternehmen.

Das alles trifft bei Gruppierungen wie FG oder eben den Free-Tibet-Leuten überhaupt nicht zu, die mag keiner und die braucht auch keiner. Ehrlich gesagt, hier noch weniger als dort. Ich wäre mehr als erstaunt und würde mir das sehr verbitten, wenn die Chinesen plötzlich Antikapitalistische Vereine in China aufmachen würden und versuchen würden "uns auf den rechten Pfad zu führen" - so sehe ich FG auch hier. Unangebracht, unangemessen und total unnütz. Auf der Seite von FG steht ja extra, dass es buddhistisches QiGong ist - das ist "normales" QiGong auch, nur eben unpolitisch.

Das "Regime" - ich mag lieber die Regierung sagen - wird auch keinem der "Umerzogenen" verbieten QiGong zu machen, sie verbietet nur die Hetze gegen den Staat. Da QiGong aber laut eigenen Aussagen der FG Seite ein WESENTLICHER Bestandteil ist, ist ja nichts verloren, nur die politischen Umtriebe.

Nebenbei - Links von FG, die erklären warum FG gut ist und die Regierung schlecht, sind für mich genauso sinnentleert wie Links von der KPCh zur Information über FG - das müssen wir nicht spielen ;)

Ich habe das Thema auch öfters mit Tibetern und Uighuren - da kommt auch nachweislich alle Aufwieglerei nicht aus China sondern aus dem Ausland. In China lebende Tibeter - darunter eine Schulfreundin meiner Frau - sind sehr wohl zufrieden und stellen in keinster Weise die Partei oder die "Besatzung" in Frage. Das sind die Leute wie eben der DL, der seine Feudalherrschaft wieder errichten möchte und hier einen auf Buddhist macht. Der Mann ist übrigens LAMAIST, nicht Buddhist. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller ordentlichen Buddhisten den Mann als solches zu bezeichenen. Das wäre so als würde ich den Papst als Führer aller Moslems ausgeben, das ist eine Frechheit. Die Tibeter können sich frei bewegen und Geschäfte machen und sind keine Leibeigenen mehr, das stellt sie durchaus zufrieden - wenn man die Tibeter wenigstens mal fragen würde ob sie denn von den Chinesen befreit werden wollen....... Aber gefragt werden nur Aufwiegler wie der grinsende Oberkomiker, das Volk wird nicht befragt - warum nur?

Mit den Uighuren ist es ähnlich, die wollen zwar tatsächlich unabhängig sein, aber die reagieren auch nur auf Propaganda von den bei uns lebenden Uighuren die alles mögliche nach China schicken und ihnen erzählen wie schlecht sie es doch haben. Meine Schwiegermutter ist Han-Chinesin und dort aufgewachsen, mein Schwiegervater hat dort in der Armee gedient - beide sagen, dass die Leute dort genauso nett und zufrieden waren wie alle anderen auch - bis die Hetze anfing. Die Aufstände dort - ich glaube ich habe das sogar schon erwähnt - haben jedenfalls die Uighuren begonnne und haben Frauen und Kinder zu Tode geprügelt und Anderes. Soll da die chinesische Exekutive zusehen und nichts machen, oder soll sie den Aufstand und das Morden beenden? Man sieht und liest nur immer wie böse die Chinesen doch waren, weil sie ein paar von denen erschossen haben - aber man liest KEINE EINZIGE ZEILE von den geschändeten und getöteten chinesischen Frauen und Kindern - warum ?

Ich weiss auch nicht, was der Weisheit letzter Schluss ist, aber nach meinen Informationen ist der chinesische Staat im Recht seine Bürger zu schützen und das Land zu verteidigen gegen jeden der es schädigen will - dazu gehört halt auch mal FG.

Liebe Grüße
P.S. Natürlich genügt ein Beitrag, ich lese schon mit, danke ;)


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01.10.2011 um 16:57
@krijgsdans

Danke für die Links! Ich wusste das zwar, aber nur aus chinesischen Medien, das ist immer sehr Mühsam zu übersetzen, vor allem, weil mein Chinesisch dazu viel zu mangelhaft ist, da muss ich immer meine Frau bemühen und die hat gar keine Lust auf Diskussionen ;)

Liebe Grüße


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01.10.2011 um 17:03
@Zachariel
@krijgsdans

Sorry für den Dreifachpost - ich habe ganz vergessen:

Ist es rechtens und gut, wenn Uighuren in München 2009 auf einer Kundgebung chinesische Urlauber verprügeln? Ist es rechtens, wenn denen dann weil sie ja so arme Verfolgte sind keinerlei Strafe widerfährt?

Ich hätte die Kerle in den Knast geworfen und erstmal ein paar Tage hungern lassen, bevor ich sie zurück nach China geschickt hätte. Die wollen hier Asyl weil sie dort verfolgt werden und verprügeln dann harmlose Urlauber in UNSEREM Land ? ? ?

Liebe Grüße


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01.10.2011 um 18:02
Was gibt uns der Thread jetzt noch?

Irgendwie geht es ja jetzt mehr um politischen Missmut in China im allgemeinen und weniger um die Tuidang-Bewegung?

Da haben sich die Infos mit den Youtube-Videos anscheinend schon erschöpft?


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01.10.2011 um 19:26
@Comguard2

Sorry, bin selber nicht ganz "unschuldig" mit der Offtopicerei, liess mich da halt ein bisschen mit ins Offtopic reissen. Aber eins muss ich dazu noch sagen, der Missmut in China, wozu natürlich auch der politische Missmut gehört, ist sicher auch ein gewisser Faktor, der die Tuidang-Bewegung beeinflusst, von dem her, ganz so offtopic ist es nicht.

Ich werd mich aber ein wenig zurücknehmen, wenn eben auch extreme pro-KPCh Reaktionen wie z.B. die von 25h.nox kommen, um nicht durch eine Endlos-Diskussion andere Poster abzuhalten, sich selber in die eigentliche Tuidang-Diskussion einzubringen.

Denn die Diskussion über Tuidang selber ist mir schon wichtig, und ich wäre froh, wenn auch andere Teilnehmer sich ein wenig zurücknehmen könnten und sich auf das eigentlichen Kernthema konzentrieren könnten.

...

Zu Tuidang:
In den Staaten ist sie schon ein wenig bekannter, immerhin spricht sie ein Kongressabgeordneter in einer Resolution mit an, darum hab ich heut ja mal den Link im ersten Post auf Seite 3 hineingestellt. Hier nochmal der Link, falls er untergegangen sein sollte:
http://mccotter.house.gov/news/press-releases/2011/09/mccotter-introduces-resolution-condemning-communist-chinas-treatme...

Ich möchte ein wenig herausfühlen, ob und wie verbreitet sie denn auch in unseren Gefilden schon ist, und ob man selber schon - ausser hier im Forum - darüber gehört hat. Und was sonst noch für Infos darüber im Umlauf sind. Im August war z.B. eine Tuidang-Demo in Berlin, aber von der hat man kaum etwas zu hören bekommen.

Solche Sachen wären schön, wenn man sie zivilisiert zusammentragen könnte, neben einer sachlichen Diskussion über die Bewegung selber - ohne gerade mit der "Alles FG-Zeuch und S***" oder "Anti-China"-Keule totgeschlagen zu werden.

Ich denke, in Zukunft wird Tuidang eher mehr als weniger von sich reden machen, nämlich dann, wenn auch im Westen der Bekanntheitsgrad steigt, drum hat der Thread durchaus seine Berechtigung.


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Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

01.10.2011 um 19:56
OK, dann on topic - von 1.500.000.000 Menschen 100.000.000 sind nahe an 10 % der Bevölkerung.

Das ist schonmal eine glatte Lüge - das würde der ganzen Welt auffallen, wenn es so eine Bewegung überhaupt gäbe.

Ich mag auch nicht alle 1,5 Mrd Chinesen kennen, aber keiner, KEINER, den ich jemals zu Gesicht bekommen habe, würde bei so etwas überhaupt mitmachen. Das ist westliches Wunschdenken und findet in China gar nicht statt. WÜRDE es statt finden, hätten wir ein zweites "Tian an men" in den Nachrichten.

Wer es immer noch nicht begriffen hat, das ist Propagandamaterial um vor zu täuschen, wie es in China aussehen SOLLTE - das ist aber fernab jeglicher Realität.

Und wer mir da jetzt widersprechen will, sollte mir Belege vorbringen. Ich kann Belege bringen, dass diese angebliche Bewegung Müll ist - alleine die Zahlen sind ein schlechter Witz.

Wer in den Staaten und in Europa als Abgeordnete von irgendwas über China philosophiert ist dabei völlig unerheblich, die Chinesen juckt das weniger als gar nicht.

Liebe Grüße


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25h.nox
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Die Tuidang-Bewegung in China, Auflösung der KP Chinas von innen her

01.10.2011 um 21:07
Zachariel schrieb:Es gibt im China garantiert genug fähige Leute, die sowohl moralisch/ethisch als auch auf intellektueller Ebene und was ihr Fachwissen betrifft, vollkommen geeignet sind, in die Lücken zu springen, welche bei einem Zerfall der KPCh auftreten würden.
die gibts in jedem land... aber die kommen nach einem umsturz, einem aufstand, einem putsch oder wahlen nciht an die nötigen positionen.


@WangZeDong das problem der chinesen mit tibet ist das sie es als ihr eigentum ansehn.
dabei sind sie dort nur zivilisatoren, wie die udssr im osteuropa der nachkriegszeit.


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01.10.2011 um 22:23
@25h.nox

Ja, da würde ich nicht dagegen sprechen ;)

Natürlich hat China keinen jahrhunderte alten Anspruch, aber man muss der westlichen Propaganda auch etwas dagegen setzen ;)

Liebe Grüße


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