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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

494 Beiträge, Schlüsselwörter: Kindergeld

Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

15.06.2012 um 23:32
Und grundsätzlich mal immer schön differenzieren und nicht alle über einen Kamm scheren.

Die Rede hier ist doch von ausländischen Saisonarbeitskräften. Diese sind im landwirtschaftlichen Sektor angesiedelt und unterliegen somit gesonderten, an die Landwirtschaft angepassten Vorschriften.
Diese erlauben auch längere Arbeitszeiten, weil man grob sagen kann: wenn die Arbeit da ist muss sie getan werden. Sprich sind die Erdbeeren reif, müssen sie vom Feld.

Zudem weiß ich aus beruflicher Erfahrung, das viele ausländische SAK ihren Jahresulaub verwenden bzw. noch unbezahlten Urlaub nehmen um hier in Deutschland DIE Arbeit zu machen, zu der schlicht und ergreifend kein Deutscher bereit ist.

Also keine Stammtischparolen, sondern erst mal erruieren wovon genau die Rede ist.

Für die bereits mehrmals erwähnten 700 Euro geht auch hier kein Pole, Rumäne oder Bulgare mehr auf die Felder und schafft sich den Rücken krumm. Da wird schon ordentlich verdient und somit auch Lohnsteuer gezahlt. Ausserdem sind die ausländischen SAK ab einer gewissen Höhe des Bruttolohnes in D verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben, genau wie jeder andere auch.

Und da die SAK somit teilweise unbeschränkt steuerpflichtig sind, ist auch die Sache mit dem Kindergeld aufgekommen.
Das Kindergeld wird nicht ohne weiteres gezahlt wenn jemand aufs Amt geht und das verlangt, da müssen jede Menge Bescheinigungen aus Polen gebracht werden. Einfach mal so ist das nicht beantragt. Und deshalb machen viele das auch nicht, weil der Aufwand einfach zu groß ist.

Wer Details nachlesen möchte:

http://www.saisonarbeitskraefte.de/
http://www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Agrarsozialpolitik/Saisonarbeitskraefte/saisonarbeitskraefte_node.html
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=landwirtschaftliche%20saisonarbeitskr%C3%A4fte&source=web&cd=6&ved=0CIgBEBYwBQ&url...

Meine persönliche Erfahrung kommt daher das ich Steuerfachfrau bin und in einer Steuerkanzlei arbeite, deren Mandanten zu 90% aus landwirtschaftlichen Betrieben besteht, die somit auch ausländische SAK beschäftigen.


Gegenbeispiel: ich habe mehrere Jahre mit meinem Mann in Frankreich gelebt. Zwar haben wir keine Kinder und ich kann nicht sagen ob uns dort Kindergeld zugestanden hätte, aber ich habe mich dort beim Arbeitsamt gemeldet. Ich konnte kostenlos Sprachkurse und Aufbaukurse besuchen und habe auch in Frankreich Arbeitslosengeld bezogen.

Also es ist nicht immer so das die "Bösen" in Deutschland "abzocken", das kann man als Deutsche auch ganz offiziell und legal im Ausland.

Schwarze Schafe gibts immer und überall, das streite ich gar nicht ab, aber die Masse ist das nicht.


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

16.06.2012 um 00:44
Thema ist Saisonarbeiter und Kindergeld


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

16.06.2012 um 12:25
murphyslaw schrieb:Das Kindergeld wird nicht ohne weiteres gezahlt wenn jemand aufs Amt geht und das verlangt, da müssen jede Menge Bescheinigungen aus Polen gebracht werden. Einfach mal so ist das nicht beantragt. Und deshalb machen viele das auch nicht, weil der Aufwand einfach zu groß ist.
Papierkram,das müssen deutsche auch.
murphyslaw schrieb:Und deshalb machen viele das auch nicht, weil der Aufwand einfach zu groß ist.
hm,wenn ein Familienvater von 5 Kindern nun 1000 euro zusätzlich bekommen kann,wäre es dieser Aufwand jedoch wert...die Gesetze wurden ja erst jetzt gemacht,vorher hat wahrscheinlich nie jemand kindergeld beantragt...der stein kam ja erst ins rollen,nachdem 2 saisonarbeiter geklagt haben.


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

16.06.2012 um 22:45
andreasko schrieb:Papierkram,das müssen deutsche auch.
Richtig. Ist nur im eigenen Land einfacher, weil alles vor Ort und wenn einmal beantragt läufts durch bis sich was ändert. SAK müssen bei jedem Aufenthalt einen neuen Antrag stellen und Nachweise aus Polen bringen. DAS meinte ich mit mehr Aufwand.
andreasko schrieb:die Gesetze wurden ja erst jetzt gemacht,vorher hat wahrscheinlich nie jemand kindergeld beantragt...der stein kam ja erst ins rollen,nachdem 2 saisonarbeiter geklagt haben.
Und nachdem sich die Rechte für Polen in der EU allgemein zum 01.01.2012 geändert haben - nicht nur in Bezug auf Deutschland. Zudem sollte vielleicht auch mal erwähnt werden, dass es in Polen ebenfalls Zahlungen von Kindergeld gibt, die mit den unsrigen vergleichbar sind - und diese auf die Ansprüche hier angerechnet werden.

Also kann man nicht lapidar sagen "die kommen her und kassieren" und sich drüber aufregen - denn so kam es in den letzten Kommentaren für mich rüber und das ist SO einfach nicht korrekt.

Deshalb mein vlt. etwas ausgiebig geratener Kommentar dazu. Sorry dafür.


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

17.06.2012 um 22:36
@andreasko wenns dich wirklich stört, geh und stech spargel, ich glaube das ist die richtige aufgabe für deine kognitiven fähigkeiten.

wer in dt arbeit hat auch anspruch auf sozialleistungen für die familie, ist das so schwer zu verstehn? oder fehlt die fähigkeit fairnes wenn sie einem selbst nichts nütz zu verstehn?


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Sea_Cucumber
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 09:18
murphyslaw schrieb:Das Kindergeld wird nicht ohne weiteres gezahlt wenn jemand aufs Amt geht und das verlangt, da müssen jede Menge Bescheinigungen aus Polen gebracht werden. Einfach mal so ist das nicht beantragt. Und deshalb machen viele das auch nicht, weil der Aufwand einfach zu groß ist.
So groß scheint der Aufwand nicht zu sein und vor allem wenn man dann auch noch das Kindergeld 4 Jahre rückwirkend gezahlt bekommt
Flut ausländischer Kindergeldanträge unterschätzt

Jeder EU-Bürger mit Job in Deutschland hat Anspruch auf Kindergeld. Selbst wenn der Nachwuchs im Ausland lebt. Das gilt laut EuGH-Urteil auch für Saisonarbeiter. Den Steuerzahler kostet das viel Geld.

Am Anfang ging es um 304 Euro. So viel Kindergeld im Monat hatte der polnische Saisonarbeiter Waldemar Hudzinski in Deutschland für seine zwei Kinder beantragt, die mit der Mutter in Polen geblieben waren, als er für drei Monate zur Arbeit hierherkam. Das war vor sechs Jahren. Heute geht es um mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Zunächst lehnte die Familienkasse Hudzinskis Antrag ab – für das Kindergeld sei Polen, nicht Deutschland zuständig. Schließlich sei Hudzinski ja nur vorübergehend in Deutschland gewesen, während seine Kinder in Polen blieben, wo es immerhin auch Kindergeld gebe. Folglich sei nicht das deutsche, sondern das polnische Sozialversicherungsrecht anwendbar.

Dagegen klagte jedoch der polnische Landwirt durch alle Instanzen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gab ihm recht. Verkürzt gesagt, hat jeder EU-Ausländer Anspruch auf Kindergeld, sofern er in Deutschland arbeitet und "unbeschränkt steuerpflichtig" ist, egal, wo die Kinder leben.

In Polen wie ein Lauffeuer verbreitet

Das "Hudzinski-Urteil" aus dem Juni 2012 fand in Deutschland nur in steuerrechtlichen Fachzeitschriften Beachtung. In Polen muss es sich dagegen wie ein Lauffeuer verbreitet haben. Anders ist die Flut von Kindergeldanträgen aus Osteuropa – vor allem aus Polen –, die nach dem Urteil über die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) hereinbrach, nicht zu erklären. Nach Schätzungen des Finanzministeriums in Berlin dürfte das Urteil die deutschen Steuerzahler mittelfristig rund 600 Millionen Euro kosten.

"Wir haben die Auswirkungen des Urteils unterschätzt", sagt Torsten Brandes, der Leiter der Familienkasse, die im Auftrag des Finanzministers das Kindergeld verwaltet. Man habe mit einem Anstieg gerechnet. "Aber diese Antragswelle hat uns überrascht." Die Kindergeldanträge von Ausländern mit Kindern im Heimatland stiegen nach dem Urteil bis Ende 2013 um 30 Prozent.

"Es ist davon auszugehen, dass nach dem Abklingen dieser Antragswelle eine gegenüber dem Ausgangswert dauerhafte Steigerung der Anspruchsberechtigten eintreten wird", heißt es in einer internen "Sachstandsinformation" der Bundesagentur, die der "Welt" vorliegt. Dieser "Aufwuchs" könne aber derzeit nicht konkret beziffert werden, da parallel zu der dargestellten Entwicklung ein "genereller Anstieg der Fallzahlen durch gestiegene Migration insbesondere aus Ost- und Südosteuropa zu beobachten ist".

Flut an Anträgen legt Kassen lahm

Aktuell stapeln sich in den Familienkassen, die auf "über- und zwischenstaatliches Recht" spezialisiert sind, 30.000 unbearbeitete Anträge. In vielen Fällen warten die Antragsteller seit mehr als einem Jahr auf ihr Geld. In Einzelfällen reicht der Bearbeitungsstau bis in das Jahr 2012 zurück. "Die Flut der Anträge legt die betroffenen Familienkassen teilweise lahm", klagt Brandes und versichert zugleich: "Bei den inländischen Kindergeldzahlungen gibt es keine größeren Probleme."

In der Familienkasse Bautzen stieg der Arbeitsanfall um 70 Prozent. In dem kleinen sächsischen Ort unweit der polnischen Grenze werden alle Kindergeldanträge aus Polen und Tschechien bearbeitet. Eigentlich sollte das von einem Team aus 22 Leuten erledigt werden. Mittlerweile gibt es zwei Teams, weitere sind im Aufbau, außerdem bearbeiten Kollegen in Chemnitz die Anträge mit. Ein Grund für die hohe Zahl der Anträge ist, dass das Kindergeld – wie im Steuerrecht üblich – rückwirkend für vier Jahre beantragt werden kann.

Für die Antragsteller lohnt sich das. "Manchmal kommt so ein Kleinwagen zusammen", erzählt eine Mitarbeiterin in Bautzen. In der Spitze hat die Familienkasse bis zu 25.000 Euro Kindergeld auf einen Schlag ausgezahlt. Kein Wunder, dass wütende Antragsteller auch schon mal persönlich vorsprechen und sich beschweren, wo ihr Geld bleibt.

Einkommen steigt um knapp 40 Prozent

Vor allem montags sei das der Fall, wenn die Busse von Polen zur Arbeit nach Deutschland fahren, und freitags, wenn sie wieder zurückkommen. "Die Autobahn führt ja direkt an Bautzen vorbei", schildert eine Mitarbeiterin. Wenn ein Antragsteller für 1000 Euro im Monat arbeitet und zwei Kinder hat – dann steigt sein "Lohn" dank Kindergeld auf einen Schlag um knapp 40 Prozent. Manchmal kommen auch 100 oder 200 Anträge zugleich, eingereicht von einem einzigen Steuerbüro oder einem Lohnsteuerhilfeverein.

Die Mitarbeiter in Bautzen leisten bürokratische Schwerstarbeit. Sie müssen ausländische Urkunden, Steuerbescheide, Arbeitgeber-, Familienstands- und Ausbildungsbescheinigungen prüfen. Nachweise und Informationen müssen im Ausland beschafft und übersetzt werden. Oft sind die Antragsteller nur ein paar Wochen oder Monate von polnischen Firmen nach Deutschland "entsandt", sie arbeiten für verschiedene Arbeitgeber, manchmal kommen sie zwei- oder dreimal, andere vier- oder sechsmal im Jahr nach Deutschland.

Zweisprachige Anträge stehen bereit

Überdies wird das polnische Kindergeld mit dem deutschen Kindergeld verrechnet. Doch auch so lohnt es sich. Während in Deutschland 184 Euro für die ersten beiden Kinder gezahlt werden, 190 Euro für das dritte und 215 Euro für jedes weitere Kind, sind es in Polen zwischen zehn und zwölf Euro – je nach Zahl und Alter der Kinder. Außerdem schwankt die Verrechnungssumme mit dem Wechselkurs.

Die Bundesagentur ist serviceorientiert: Die Anträge auf Kindergeld gibt es zweisprachig in Deutsch-Polnisch und Deutsch-Tschechisch. Für Antragsteller wurde auch eine Anlaufstelle eingerichtet, in der sie sich ohne Termin beraten lassen können. "Jeder, der in Deutschland fleißig ist und hier steuern zahlt, der soll auch Kindergeld kriegen", meint eine Mitarbeiterin. Die Bundesagentur hofft nun, in Verhandlungen mit dem Finanzministerium mehr Geld und Personal durchzusetzen, um den Antragsstau auflösen zu können.

Im Herbst Urteil zu Hartz IV

Mit Sorge blickt man nach Luxemburg. Dort fällt der EuGH im Herbst erneut ein Urteil, das große Auswirkungen auf die deutsche Arbeitsbehörde haben könnte: Dann geht es um die Frage, ob EU-Ausländer auf Arbeitssuche in Deutschland Hartz IV bekommen können.

In der mündlichen Verhandlung im März hatte Deutschland den pauschalen Ausschluss verteidigt. Bringt der EuGH die deutsche Regelung zu Fall, müssten die Mitarbeiter in den Jobcentern jeden einzelnen Fall aufwendig prüfen und eine Arbeitsmarktprognose abgeben.

Das werde die Mitarbeiter schlicht überfordern, sagt der zuständige BA-Vorstand Heinrich Alt und warnt: "Sollte der EuGH entscheiden, dass künftig auch für die Arbeitssuche Hartz IV gezahlt werden müsste, dann bekäme das Thema Sozialhilfetourismus eine ganz andere Dimension."
http://www.welt.de/politik/deutschland/article127410715/Flut-auslaendischer-Kindergeldantraege-unterschaetzt.html


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 09:28
@Sea_Cucumber
Sea_Cucumber schrieb:Kindergeld 4 Jahre rückwirkend gezahlt bekommt
Was hat das mit dem aufwand zu tun? Wenn es einem zusteht ist es natürlich logisch, dass man es dann auch nachbezahlt bekommt.


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def
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 11:22
@aseria23

Das hat keinen komischen Beigeschmack für dich?

Das die reine Tätigkeit hier zum Kindergeld berechtigt ohne das dieses Kind jemals in Deutschland war? Eine simple Auskunft der Meldestelle reicht... es gab Fälle, da bekammen Leute Kindergeld für die Kinder ihrer Nachbarn.

Dir ist klar das dies zu einer Verzerrung in den Ländern (hier Polen) führt oder? Wer in Polen Kindergeld beantragt hat sicher nicht ansatzweise die hiesigen Beträge also wird er alles dafür tun, hier zu arbeiten um die höheren "Randgelder" abzugreifen. Das wiederum führt zu immer mehr Arbeitskräften die es für weniger Geld tun, als hier Ansässige...

Das hat unsere Wirtschaft nebst Legislative ja mal geschickt eingefädelt...


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 16:01
Durch und durch gerecht. Da der deutsche Unternehmer von den niedrigen Löhnen profitiert ist die Zahlung von Kindergeld nicht mehr als recht und billig.


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 16:26
Also ich verstehe auch nicht, wieso es ein Problem sein sollte, den hier abeitenden Menschen auch die hier geltenden Zusatzzahlungen zu gewähren.


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 16:37
def schrieb: es gab Fälle, da bekammen Leute Kindergeld für die Kinder ihrer Nachbarn.
soll das amt doch nen dna test machen um zu schauen wessen nachwuchs das wirklich ist... also ich fände das lustig...


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 16:45
Naja aber das wäre doch schon etwas zu einfach. Man will das an Auflagen knüpfen, also paar Vorraussetzungen muss es ja schon geben bevor man einfach Kindergeld "verschenken" kann.

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2013-12/kindergeld-auflagen-migranten-zuwanderung


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 19:48
Da sieht man wieder die ungerechtigkeit. Als meine frau und unser kind vor vier jahren, mir folgend, nach norwegen gingen wurde uns umgehend das kindergeld gestrichen. Meine frau wusste zum damaligen zeitpunkt noch nicht hundertprozentig ob sie bleibt oder nicht. Und das als deutsche Staatsbürger, aber die ausländer / saisonatbeiter ect. die bekommen das problemlos..traurig


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 20:07
@kvelertak
kvelertak schrieb:Meine frau wusste zum damaligen zeitpunkt noch nicht hundertprozentig ob sie bleibt oder nicht
Na wenn sie das nicht weiss, was ist daran dann bitte ungerecht?


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Warhead
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 21:08
andreasko schrieb:Eigentlich müssten bei einem polnischen Vater von 5 Kindern alle Glocken am läuten sein wenn er das nun liest..als Erdbeerpflücker 700 Euro verdienen und ca.1000 Euro Kindergeld die ihn dann gesamt zusteht.Macht im Monat 1700€ die er als Erdbeerpflücker verdienen kann.
Stelle mir die Zielgruppe reichlich limitiert vor.Wieviele kinderreiche Väter wohl hier Erdbeeren pflücken und Kindergeld beantragen...*grübel*


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

29.04.2014 um 23:00
def schrieb:Das die reine Tätigkeit hier zum Kindergeld berechtigt ohne das dieses Kind jemals in Deutschland war? Eine simple Auskunft der Meldestelle reicht... es gab Fälle, da bekammen Leute Kindergeld für die Kinder ihrer Nachbarn.
Wenn's ums Geld geht sind die Ämter knauserig. Jeder kennt das beim BaFög oder beim beantragen von Kilometer Geld, wie groß der Aufwand ist und was man immer beilegen muss. Dann legt man alles zusammen und der Arsch oder die Tussi macht immer noch auf stur.


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def
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

30.04.2014 um 07:51
@aseria23
@kvelertak


Kvelertak schrieb:
Meine frau wusste zum damaligen zeitpunkt noch nicht hundertprozentig ob sie bleibt oder nicht

Na wenn sie das nicht weiss, was ist daran dann bitte ungerecht?
Der Knackpunkt ist, dass die polnische Familie garnicht nach Deutschland kommen muss. Sie muss sich garnicht mit der Frage plagen ob sie bleiben möchte oder nicht. Kommt der Vater jede Woche zum Arbeiten nach Deutschland reicht dies. Auch reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Meldestelle der Gemeinde in Polen über die Kinder. Nachprüfbar ist das allerdings nicht... warum auch, schließlich handelt es sich um eine offizielle Bescheinigung.
In der Vergangenheit gab es, wie ich schon beschrieb, nicht nur einmal den Fall das mit Gefälligkeitsbescheinigungen grobes Schindluder betrieben wurde.

Um der Gerechtigkeit genüge zu tun, kannst du dich ja mal über die Vorraussetzungen für "Kindergeld" in Polen erkundigen und uns das erörtern.
Warhead schrieb:Stelle mir die Zielgruppe reichlich limitiert vor.Wieviele kinderreiche Väter wohl hier Erdbeeren pflücken und Kindergeld beantragen...*grübel*
Ersetze doch einfach Erdbeerpflücker durch Bauarbeiter.


Problematisch ist meines Erachtens auch, dass hier geleistete Abgaben in den polnischen Wirtschaftskraislauf fließen... unabhängig der Einzahlungen des Beantragenden bekommt jeder das gleiche Kindergeld.
D.h. bei einem Verdienst von sagen wir 1200 Brutto kommen insgesamt um die 350 € Abgaben zusammen (Steuer + SV). Stellt dieser AN nun Antrag auf Kindergeld für 2 Kinder macht er sogar noch gut dabei und das System zahlt drauf.

Natürlich ist das auch bei einem deutschen AN so aber dieser steckt das Geld auch hier in die Wirtschaft und bezahlt einen Kitaplatz und unterhält seine Kinder damit.
Der Pole hingegen schafft seinen Verdienst + Kindergeld (was ja für die BRD schon ab 2 Kindern ein defizit "Geschäft" ist) fast ausschließlich nach Polen.

Letztendlich sollte man auch nicht aus den Augen verlieren, dass die deutschen Arbeitgeber unglaublich davon profitieren, dass jede Woche unzählige Billiglöhner aufgrund all der Anreize ins Land tingeln. Warum denn mehr für einheimische Arbeitnehmer zahlen wenns der Pole für die Hälfte macht?

Ich bin unglaublich gespannt, ob man diesen Grenzgängern und Pendlern auch den gesetzlichen Mindestlohn zahlen muss oder ob dafür bereits ne Ausnahemregelung in der Schublade liegt...
individualist schrieb:Jeder kennt das beim BaFög oder beim beantragen von Kilometer Geld, wie groß der Aufwand ist und was man immer beilegen muss. Dann legt man alles zusammen und der Arsch oder die Tussi macht immer noch auf stur.
Ich beantrage ständig Entgeltfortzahlungen, fülle Entgeltbescheinigungen für die Arge aus oder
telefoniere mit Sachbearbeitern aller möglichen Ämter.

Weiß man einmal wie der Hase läuft, ist das ein Klacks...


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Sea_Cucumber
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

01.05.2014 um 13:32
Ich hätte es selbst nicht besser sagen können:
Der RTL WEST Kommentar zum Kindergeld für EU-Ausländer
https://www.facebook.com/photo.php?v=704970216220645


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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

01.05.2014 um 13:36
@Sea_Cucumber

Der Typ ist ein Idiot.


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Sea_Cucumber
ehemaliges Mitglied

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Deutschland muss Kindergeld an polnische Saisonarbeiter zahlen

01.05.2014 um 13:48
@aseria23

Na was glaubst du wie der Reporter, ich und viele andere über Leute wie dich denken...

Wenn DU den Kommentar schlecht findest, dann ist es schon so eine Art Indikator für mich, dass ich es sicherlich toll finden werde, denn wir beide haben etwas gemeinsam: die gegenseitige Abstoßung ;)


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