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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

8.272 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Gesellschaft, Natur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

18.04.2024 um 12:34
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Mit nem AfD Verbot verschwände zwar die AfD, aber nich deren Wähler! Das wäre einerseits reine Symptombekämpfung und andererseits nich sonderlich demokratisch.
So lange man der AfD oder sonst einer Partei keine Verfassungsfeindlichkeit nachweisen kann, sind diese nich zu verbieten.
Deswegen gibt es ja extrem hohe Hürden gegen das Verbot, das sieht man ja, dass eher Leute mit rechtsextremen Ansichten Ministerpräsident werden könnten, bevor die AfD verboten wird.
Ja, die Wähler verschwinden nicht - aber sie müssten sich neu organisieren. Einige der Wähler werden erkennen, dass sie einer gefährlichen Sache nachgelaufen sind und werden durch Selbstreflexion wieder demokratischer. Andere werden versuchen eine „neue AfD“ aufzubauen, andere werden zur NPD und Co gehen.
Die Gefahr der AfD ist immer noch, dass sie sich betont bürgerlich-(Wirtschafts-)liberal geben, eine Art „FDP am rechten Rand“, aber in Wirklichkeit ist sie schon längst im Flügel aufgegangen. Und nicht der Flügel in der AfD.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

18.04.2024 um 14:35
@Fichtenmoped
Ein Verbot halte ich auch nicht für die Lösung aus den von dir genannten Gründen.

Was die Arbeitsverweigerung hinsichtlich des Klimaschutzes betrifft, ist aber auch das von dir genannte Original der bürgerlichen lieberalen Partei grenzwertig was die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben betrifft und somit nicht weit von der AFD entfernt meiner Meinung nach.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

21.04.2024 um 20:46
Hier ist eine Einordnung der Rechtslage, die ein wenig über den Tellerrand und somit über das Jahr 2024 hinaus geht.

So ganz legal sind die Entscheidungen der Regierung nicht, bzw sie werden Jahr für Jahr immer illegaler und teurer.

Arbeitsverweigerung und Verschleppung hat sich aber eigentlich noch nie gelohnt;
Erstmals hatte eine Klimaklage gegen ein Land vor dem Europäischen Gerichtshof Erfolg. Droht Deutschland nun das gleiche Schicksal?
Es könnte ein wegweisendes Urteil sein: Vor dem Europäischen Gericht für Menschenrechte wurde zum ersten Mal einer Klimaklage recht gegeben. Zwei Seniorinnen aus der Schweiz hatten beklagt, dass der Klimaschutz ihres Staates nicht ausreicht. Das sei auch für Deutschland ein wichtiges Urteil, sagt die Rechtsanwältin und Umweltrechtlerin Miriam Vollmer.

Sie sieht die Bundesregierung in der Pflicht, stärkere Klimaschutzmaßnahmen vorzunehmen. Denn sonst könnte es ab 2027 teuer werden. Dann greift ein neuer Mechanismus der Europäischen Union.

Im Interview mit t-online erklärt sie, was das Urteil für Auswirkungen hierzulande haben könnte, was die Bundesregierung vorbeugend tun kann und warum die Leute "sich mal ehrlich machen" müssen.
Aktuell gibt es beim Emissionshandel auf EU-Ebene zwei Töpfe. Der erste Topf, ETS-1, ist für Industrie und Energie. Die Regeln macht die Europäische Kommission schon lange für ganz Europa und die Unternehmen kommen damit eigentlich gut klar. Beim zweiten Topf, dem ESR, gibt es einen Spielraum der Mitgliedsstaaten. Hier können sie für den Klimaschutz noch eigene Regeln machen. Sie müssen nur bestimmte Minderungsziele einhalten. Diese Minderungsziele riss die Bundesregierung zuletzt 2023. Immer wenn sie die reißt, muss sie woanders in Europa Minderungsrechte einkaufen von Staaten, die es besser hinbekommen. Nur: Ab 2027 können Länder ihre Regeln nicht mehr selbst machen.
Sie sieht die Bundesregierung in der Pflicht, stärkere Klimaschutzmaßnahmen vorzunehmen. Denn sonst könnte es ab 2027 teuer werden. Dann greift ein neuer Mechanismus der Europäischen Union.

Im Interview mit t-online erklärt sie, was das Urteil für Auswirkungen hierzulande haben könnte, was die Bundesregierung vorbeugend tun kann und warum die Leute "sich mal ehrlich machen" müssen.

t-online: Frau, Vollmer, kann die gewonnene Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auch für Menschen in Deutschland ein Präzedenzfall werden?

Miriam Vollmer: Da ist für Deutschland ein wichtiges Urteil, denn auch Deutschland ist Partei des zugrunde liegenden Regelwerks – der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Deren Grundrechte gelten damit auch in Deutschland. Es gibt in Europa nämlich drei Grundrechtskataloge. Neben der EMRK haben wir die Grundrechte im Grundgesetz und die Grundrechtscharta der EU. Alle enthalten individuelle Grundrechte, wie beispielsweise eben Leben und Gesundheit. Die erfolgreich klagenden Seniorinnen aus der Schweiz haben sich darauf berufen und vorgetragen, dass die immer höheren Temperaturen sie, gerade weil alte Menschen auf hohe Temperaturen empfindlicher reagieren als jüngere, besonders betreffen. Das stimmt ja auch. Der Kreislauf macht das nicht mehr so mit.

Rechtsanwältin Dr. Miriam Vollmer.
Rechtsanwältin Dr. Miriam Vollmer. (Quelle: Heidi Scherm)
Zur Person
Dr. Miriam Vollmer ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verwaltungsrecht. Sie berät seit 2006 als Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei re | Rechtsanwälte Unternehmen der Energiewirtschaft und der Industrie, die öffentliche Hand, Vereine und Verbände vor allem im Umwelt- und Energierecht. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Das könnten auch deutsche Bürger vortragen. Wann steht also die Bundesregierung vor einem europäischen Gericht?


So einfach ist das nicht. Grundsätzlich muss ich erst einmal auf der niedrigsten Ebene bei einem Gericht anfangen und mich dann hocharbeiten. Rechtswegerschöpfung nennt man das. Aber die Frage ist ja: Worum geht's jeweils? Wo, wofür, wogegen wende ich mich? Einfach so klagen, nach dem Motto: 'Ich wünsche mir eine andere Politik' – das geht nicht. Ich brauche immer etwas ganz Konkretes. Wir werden sehen, ob die deutsche Klimaklage aus 2021, die beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist, hierfür reicht. Aber ich möchte besonders betonen: Die Wirkung der erfolgreichen Klage ist eine andere, als wenn ich beim Amtsgericht 500 Euro vom Unfallgegner einklage.

Welche?

Zum einen stärkt sie der Klimabewegung den Rücken. Weil die jetzt die auf ihrer Seite hat, die eigentlich gar nicht so leidenschaftlich klimabewegt sind, aber sagen: 'Diese Klimagesetze und -anpassungen müssen wir jetzt einfach haben, um einen rechtlichen Standard einzuhalten.' Zum anderen verhindert sie im politischen Raum eine Abschwächung von Standards. Denn natürlich sagen andere immer: 'Das ist alles ganz schön viel. Das schaffen wir ja gar nicht. Wir sollten den Standard auf ein realistisches Maß senken.' Dieser wird dann aber wohl nicht die Erderwärmung aufhalten. Stattdessen wird das Leben der Menschen in Deutschland deutlich eingeschränkt und Senioren werden im Sommer krank oder müssen sogar sterben. Dann ist kein schönes Leben mehr für die Menschen möglich. Solche Urteile beschreiben und begrenzen also den politischen Raum neu.


Nun gab es bereits ein Urteil gegen die Bundesregierung. Das Bundesverfassungsgericht hat einer Verfassungsbeschwerde gegen das Klimaschutzgesetz recht gegeben. Freiheitsrechte von jungen Menschen seien eingeschränkt worden.

Richtig, das Bundesklimagesetz wurde nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts deswegen deutlich nachgeschärft. Das ist natürlich auch in Zukunft möglich. Oder zum Beispiel, dass Änderungen des Bundesklimagesetzes zum Schlechteren, wie die jetzt vollzogene Streichung von Sektorzielen, wieder aufgehoben werden müssen.

So hart trifft die Klimakrise Deutschland
Waldsterben im Harz: Deutschlandweit geht es den Bäumen schlecht.
Starkregen, Überschwemmungen und Fluten: Nach Einschätzung des Deutsches Wetterdienstes werden Wetterextreme wie diese mit der anhaltenden Erderwärmung weiter zunehmen. Im Juli 2021 etwa kam es in Teilen Deutschlands zu heftigen Unwettern. Am schlimmsten waren Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz betroffen: Dort starben mehr als 190 Menschen. Die Flut verursachte zudem Sachschäden in Milliardenhöhe. (Hier zu sehen: die Abbruchkante bei der Flutkatastrophe in Erftstadt im Sommer 2021.)
+9
Diese Änderung sei notwendig, weil ansonsten "Fahrverbote an Wochenenden" drohen, sagte Verkehrsminister Volker Wissing. Dabei gilt unter anderem für den Verkehrssektor ab 2027 ein neues Regelwerk der EU beim Emissionshandel.


Ja, das stimmt. Da muss ich etwas weiter ausholen: Aktuell gibt es beim Emissionshandel auf EU-Ebene zwei Töpfe. Der erste Topf, ETS-1, ist für Industrie und Energie. Die Regeln macht die Europäische Kommission schon lange für ganz Europa und die Unternehmen kommen damit eigentlich gut klar. Beim zweiten Topf, dem ESR, gibt es einen Spielraum der Mitgliedsstaaten. Hier können sie für den Klimaschutz noch eigene Regeln machen. Sie müssen nur bestimmte Minderungsziele einhalten. Diese Minderungsziele riss die Bundesregierung zuletzt 2023. Immer wenn sie die reißt, muss sie woanders in Europa Minderungsrechte einkaufen von Staaten, die es besser hinbekommen. Nur: Ab 2027 können Länder ihre Regeln nicht mehr selbst machen.

Geld sparen durch Klimaschutz: Das ist der Emissionshandel
Warum hält Deutschland die Regeln nicht ein und was verändert sich?

Das liegt vor allem an den Sektoren Verkehr und Gebäude. Im Gebäudebereich ist das halb so wild. Da macht die Bundesregierung schon eine Menge und hat 2023 auch fast eine Punktlandung hingelegt. Aber bei Kraftfahrzeugen sieht es ganz schlecht aus. Das hat einen Grund: In Deutschland fahren einfach zu viele und zu große Verbrenner. Ab 2027 greift aber die neue Emissionshandels-Richtlinie, und es entsteht ETS-2. Diese Richtlinie verpflichtet die Deutschen, an einem europaweiten System teilzunehmen. Der Preis für CO2 entsteht dann am europäischen Markt. Die verfügbaren Zertifikate sind durch die Minderungsziele begrenzt und praktisch nach oben offen.[/quote]

Quelle:

https://www.t-online.de/klima/leben-umwelt/id_100389162/klimaklage-erfolgreich-das-droht-jetzt-der-bundesregierung.html


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

23.04.2024 um 07:56
Neulich hatten wir doch den Punkt, das es uns viel Geld kosten wird, wenn wir auch weiterhin zu wenig gegen den Klimawandel unternehmen. Hier mal ein ganz konkretes Beispiel:
Die Dürre in Katalonien trifft den Schaumweinhersteller Freixenet massiv: Angesichts der anhaltenden Trockenheit hat das Unternehmen einen Plan zur vorübergehenden Entlassung von fast 80 Prozent seiner Belegschaft angekündigt. Die Umsetzung werde je nach Jahreszeit und Dürresituation variieren, teilte das für seinen Cava bekannte Unternehmen aus Katalonien mit.
Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/spanien-freixenet-plant-massive-personalreduktion-aufgrund-von-duerre-und-wasserknappheit-a-8e6924e4-ea79-4bff-af36-22fcbd68f0bb

D.h. hier fängt es tatsächlich an Wohlstand zu kosten.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

26.04.2024 um 14:10
Screenshot 20240426 1401002Original anzeigen (0,2 MB)

Zuverlässiges KILLER-REZEPT.
Einfach alles so weitermachen, wie bisher.
Diejenigen, die weltweit versprachen, uns zu schützen und unseren Schutz zu organisieren, kennen ALLE Risiken.
In der dramatischen Frühjahrsflut droht südöstlich des Ural eine weitere, eine unsichtbare Gefahr - im Gebiet Kurgan, etwa 1.700 Kilometer östlich von Moskau. Atomphysiker Andrej Oscharowskij von der NGO "Sozial-Ökologische Union" schaut besorgt auf frei zugängliche Flutaufnahmen aus der Region.

Die besondere Gefahr liegt in einer Abbaumethode des Urans, die man vielleicht äußerst wohlwollend als extrem kurzsichtig bezeichnen könnte. "Anstatt das Uran-Erz aus einer Tiefe von 400 Metern zu fördern und dann das Uran chemisch zu extrahieren, wurde dieser zweite Teil in den Untergrund verlagert", erklärt Oscharowskij. Das sei billiger gewesen, aber auch viel gefährlicher für die Umwelt. "Unterirdische Bohrungsauslaugung heißt das." Verdünnte Schwefelsäure werde ins Erz gepumpt, die Säure löse dort alles auf und wandle Uran in eine lösliche Form.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-ural-ueberschwemmungen-verseuchung-100.html

Screenshot 20240426 1408282Original anzeigen (0,2 MB)

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-hochwasser-104.html


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

26.04.2024 um 14:45
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Zuverlässiges KILLER-REZEPT.
Na herzlichen Glückwunsch, das haben sie ja wieder super hinbekommen. Aber Kernenergie ist ja sooooo billig und soooooo sauber.....


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

27.04.2024 um 08:50
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Und wenn die Leute anfangen dynamische Systeme, die absolut nicht linear sind, mit ihrer Küchentischlogik zu erklären, wissen wir dass der Invest in Schulen besser wäre als die Subvention von E-Autos.
Da hast du sicher Recht, nur weil wir wissen, dass der massive Ausstoß von Klimagasen in die Atmosphäre den anthropgenen Klimawandel verursacht, können wir natürlich noch lange nich davon ausgehen, dass weniger Ausstoß zu geringerer Erwärmung führt.
Könnte ja auch ganz anders sein, das muss erst noch genau erforscht werden und bis dahin sollten Subventionen in Klimaschutzmaßnahmen lieber erstmal zurückgehalten werden, denn die könnten ja völlig unnütz sein.

kuno


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

27.04.2024 um 16:45
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Na herzlichen Glückwunsch, das haben sie ja wieder super hinbekommen. Aber Kernenergie ist ja sooooo billig und soooooo sauber.....
Das gab es auch in Deutschland mal, bei der Wismut in Königstein.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 09:57
@kuno7

Es liegt in der Verantwortung der Politik zu subventionieren, wenn es sinnvoll ist. Seit den 90er Jahren sinkt die CO2-Emission kontinuierlich. Auch PV-Anlagen werden seit über 20 Jahren kontinuierlich mehr.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#emissionsentwicklung

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/250915/umfrage/anteil-der-photovoltaik-an-der-stromerzeugung-in-deutschland/

Dem gegenüber steht eine kontinuierliche Steigerung der durchschnittlichen Lufttemperatur:

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/trends-der-lufttemperatur#steigende-durchschnittstemperaturen-weltweit

Also ja, ich denke man sollte schon darüber nachdenken, ob die Subventionierung einzelner hier sinnvoll ist oder ob man Maßnahmen ergreift die gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden. Denn so ist der Klimaschutz in Deutschland ein Paradebeispiel für Lobbyismus.

Meine Gegenvorschläge wären die Renaturierung von Straßen, sowie Aufforstung der neu gewonnenen Grünflächen. Es gibt keinen Grund warum man bei jeder Teekanne bis vor die Tür fahren kann. Und wir könnten damit sogar nicht nur den CO2-Ausstoß auf Null bekommen, sondern in einen negativen Bereich, wovon alle massiv profitieren würden. Ein Effekt, den wir mit PV-Anlagen und E-Autos nicht erzielen können.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 10:43
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Meine Gegenvorschläge wären die Renaturierung von Straßen, sowie Aufforstung der neu gewonnenen Grünflächen. Es gibt keinen Grund warum man bei jeder Teekanne bis vor die Tür fahren kann.
Die Renatrurierung geht einher mit Bäumen, wo früher Parkplätze waren. Ein absolutes No-Go in Deutschland!
https://www.br.de/nachrichten/bayern/baeume-statt-parkplaetze-buerger-proben-den-widerstand,Tw9nP3L


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 10:51
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Die Renatrurierung geht einher mit Bäumen, wo früher Parkplätze waren. Ein absolutes No-Go in Deutschland
Einfach die Straßen mit renaturieren. Dann braucht es da auch keine Parkplätze mehr.

Gemeinwohl steht vor Eigenwohl.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 10:54
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Meine Gegenvorschläge wären die Renaturierung von Straßen, sowie Aufforstung der neu gewonnenen Grünflächen.
Klingt immer toll. ist es auch, kann aber nie als alleinige maßnahme helfen, da sichergestellt werden muss, dass diese flächen nicht mehr wieder versiegelt werden. Bäume müssen mindestens 50 jahre stehen, damit sie nennenswert CO2 aufnehmen können. Das ist unwahrscheinlich und damit spreche ich nicht einmal das abholzen an, sondern zunhemende waldbrände, schädlinge, unwetter und dürren die schon jetzt einiges an wald vernichten dank fahrt aufnehmendem klimawandel.

Renaturierung muss nebenbei laufen, keine frage. Man darf sich davon aber nicht zuviel versprechen. Das ist eine maßnahme für die zukunft, sofern die flächen überleben und das kann niemand verischern. Handlungsbedarf ist aber auch jetzt und vor allem mit maßnahmen, die kurzfristig etwas bringen, zwingend erforderlich und da sind wir nicht beim bäume pflanzen, sondern beim einsparen fossiler energieträger.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 10:58
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Seit den 90er Jahren sinkt die CO2-Emission kontinuierlich.
Schauen wir uns doch mal an, weshalb die CO2 Emissionen sinken.
Schwache Wirtschaft, milder Winter – weniger CO₂

Deutschlands Emissionen sinken deutlich, zeigt ein neuer Bericht. Nur dahinter steckt kein erfolgreicher Klimaschutz. Der Verkehrssektor schneidet immer schlechter ab.
Quelle: https://www.zeit.de/wissen/2024-04/klimaschutz-co2-emissionen-gesunken-milder-winter-wirtschaft


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 11:24
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Schauen wir uns doch mal an, weshalb die CO2 Emissionen sinken.
Schwache Wirtschaft, milder Winter – weniger CO₂

Deutschlands Emissionen sinken deutlich, zeigt ein neuer Bericht. Nur dahinter steckt kein erfolgreicher Klimaschutz. Der Verkehrssektor schneidet immer schlechter ab.
Das ist ein recht vernichtendes Urteil für die Klimaschutzbemühungen. Und doch fließen die vielen Steuereuros in Subventionen.


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28.04.2024 um 11:37
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Einfach die Straßen mit renaturieren. Dann braucht es da auch keine Parkplätze mehr.

Gemeinwohl steht vor Eigenwohl.
Wobei Straßen auch dem Gemeinwohl dienen. Ver- und Entsorgung sind da ein Thema, genau wie Schutz. Oder soll die Feuerwehr in Zukunft im 8x8 kommen?
Oder der Paketbote im Geländewagen?


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 12:46
Die sollen ruhig das Autofahrverbot bringen. Da geht's aber mir persönlich aber nicht um Emissionen, sondern um die Blödheit mancher Autofahrer. Ist doch nicht mehr normal, wie manche fahren. Die verwechseln scheinbar die Bundesstraße mit der Nordschleife.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 13:30
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Meine Gegenvorschläge wären die Renaturierung von Straßen, sowie Aufforstung der neu gewonnenen Grünflächen. Es gibt keinen Grund warum man bei jeder Teekanne bis vor die Tür fahren kann. Und wir könnten damit sogar nicht nur den CO2-Ausstoß auf Null bekommen, sondern in einen negativen Bereich, wovon alle massiv profitieren würden.
Klingt natürlich erstmal gut, man fragt sich natürlich wieviel Potential hier in Deutschland dafür überhaupt zur Verfügung steht.
Ein kurze Recherche meinerseits dazu ergab, es werden pro Hektar Wald wohl ca. 6Tonnen CO2 per Annum eingelagert, alternativ braucht es wohl etwa 80Buchen um eine Tonne CO2 pa. zu binden, für diesen Durchschnittswert müsste die Buche dann aber auch 80Jahre wachsen.

Nun blasen wir in Deutschland allerdings jedes Jahr umme 750Mio. Tonnen CO2 Äquivalent an Treibhausgasen in die Luft, was bedeutet, dass wir zum Ausgleich (wenn ich mich nich verrechnet habe) rund 1,25Mio km² Wald bräuchten. Blöderweise is Deutschland aber nur 357.000km² groß, das wird für ne Netto Null Emission nich reichen, von einem negativen Bereich ganz zu schweigen.

Und wenn ich dann lese, dass für die Renaturierung von 19 Parkplätzen, auf denen dann 11 Bäume wachsen sollen, mal eben 220Mille veranschlagt werden, wird das im Vergleich zu ner entsprechenden PV Anlage wohl nich billiger sondern deutlich teurer werden.

kuno


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28.04.2024 um 14:17
Es geht doch schon los mit diesen ganzen Sinnlosfahrten. Heut ist schönes Wetter. Was sieht man? Motorräder und Protzkarren 25× ums Rondell fahren.

Es interessiert keinen. Aber über Spritpreise meckern. Kann man diese Scheißkarren nicht mal in der Garage lassen?


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 14:37
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Wobei Straßen auch dem Gemeinwohl dienen. Ver- und Entsorgung sind da ein Thema, genau wie Schutz. Oder soll die Feuerwehr in Zukunft im 8x8 kommen?
Oder der Paketbote im Geländewagen?
Das ist das Problem. Wenn wir nicht nur homöopathisch das Klima alibimäßig schützen wollen, werden wir das Thema Mobilität gänzlich anders denken müssen.

Mal eben nach Malle fliegen? Ne
Mal kurz drei Städte weiter shoppen gehen? Auch nicht
Briefe und Pakete innerhalb 1-2 Tage? Wird Vergangenheit sein

@kuno7

Es stehen ca 60.000 Hektar dem Verkehr/Mobilität zur Verfügung. Das ist natürlich nicht die eine Maßnahme, die alles löst. Aber sicherlich eine sinnvolle Flanke, wenn weitere wirksame Maßnahmen ergriffen werden.

Wie @peekaboo dargelegt hat, zählen PV und E-Mobilität nicht zu den wirksamen Maßnahmen.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

28.04.2024 um 15:37
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Es stehen ca 60.000 Hektar dem Verkehr/Mobilität zur Verfügung. Das ist natürlich nicht die eine Maßnahme, die alles löst. Aber sicherlich eine sinnvolle Flanke, wenn weitere wirksame Maßnahmen ergriffen werden.
Wie schon beschrieben, die 60.000Hektar könnten als Wald renaturiert etwa 360.000Tonnen CO2 pro Jahr aufnehmen, allerdings emittieren wir in Deutschland diese Menge in knapp 6 Stunden.
Also selbst wenn wir alle Straßen Deutschland in Wald umwandeln würden, was natürlich komplett unrealistisch is, würde damit nich mal 1 Promille unseres Treibhausgas Ausstoßes kompensiert werden.

Ich sag ja nich, man solle sowas nich machen, wo es geht, aber als Lösung für unser Treibhausgasproblem taugt das nich mal im Ansatz.
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Wie @peekaboo dargelegt hat, zählen PV und E-Mobilität nicht zu den wirksamen Maßnahmen.
Das magst du so sehen, aber allein die PV in Deutschland hat letztes Jahr gut 40Mio. Tonnen CO2 Äquivalent eingespart, also mehr als das Hundertfache dessen, was die Renaturierung aller Straßen in Deutschland in Wald binden könnten.
Wenn also das schon keine wirksame Maßnahme is, dann kannst du die Renaturierung von Verkehrsfläche quasi vergessen.

kuno


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