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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 10:32
Dieser Thread soll vergleichbar mit dem Lateinamerikathread von @Can , alle wichtigen News bezüglich Afrika beherbergen.
Jedoch würde ich gerne Nordafrika dabei ausklammern und aufs sogenannte "Schwarzafrika" konzentrieren.
480px-Afrika
Sprich Marokko Algerien Tunesien Libyen Aegypten und die arabische Halbinsel nicht in diesen Thread miteinbeziehn.
Mir ist bewusst dass Länder wie Algerien und Libyen Einfluss auf Länder wie Mali und den Tschad ausüben, doch sollten sie hier nur eine nebensächliche Rolle spielen.
Bezüglich Sudan und Mali gibts schon eigene Threads was die Bürgerkriege betrifft, doch alle andern Themen für die es keinen geeigneten Thread gibt, können eigentlich hier rein.
Was geht in Nigeria? Was ist los im Kongo, Tansania, Angola?
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 10:33
So dann mach ich mal den Anfang:
Kongo im Krieg: UNO berät und bombt

Die UNO hat jetzt aktiv in die Kämpfe im Kongo eingegriffen. Kampfhubschrauber der Friedenstruppe Monusco beschossen Rebellenstellungen. Etwa 450'000 Menschen sollen auf der Flucht sein
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Mit ihrer militärischen Intervention im Osten des Landes wollen die Vereinten Nationen die Regierungstruppen gegen die Rebellengruppe M23 unterstützen

Die Aufständischen wurden aufgefordert, ihren Vormarsch auf die Stadt Goma im Osten des Landes aufzugeben. Jegliche Versuche, das Mandat der UNO-Truppen zum Schutz der Zivilbevölkerung dort zu unterminieren, «werden nicht toleriert», hiess es nach einer Sondersitzung.

«Die Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo kämpfen jetzt zur Sicherung der Stadt Goma», zitierte Radio Okapi aus der Hauptstadt Kinshasa Julien Paluku, den Gouverneur der umkämpften Provinz Kivu. Er bestätigte, dass die Monusco genannte Friedensmission der UNO eingegriffen habe: «Monusco hat sich mit Kampfhubschrauber eingeschaltet, um den Vormarsch der Rebellen aufzuhalten.»
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Die UNO werfen Ruanda vor, die M23 – benannt nach dem 23. März 2009, als eigentlich ein Friedensabkommen ausgehandelt wurde – zu unterstützen.

Hintergrund ist der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi, dem bei den Massakern 1994 bis zu einer Million Tutsi zum Opfer fielen. Die M23 ist von den Tutsis geprägt – ebenso wie die Regierung Ruandas.

Kampf gegen «Terminator»

«Wir müssen eine klare Botschaft an die Rebellen schicken», sagte Frankreichs UNO-Botschafter Gerard Araud. Die Rebellen werden angeblich von dem desertierten kongolesischen General Bosco Ntaganda angeführt. Der 39-Jährige, der sich selbst «Der Terminator» nennt, wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen gesucht. Die Rebellen haben in letzter Zeit vor allem im Osten Kongos Geländegewinne erzielt.
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/11/18/International/Kongo-im-Krieg-UNO-beraet-und-bombt?WT.zugang=fr...
Bezüglich M23:
Wikipedia: Bewegung_23._März
Und noch Infos zu Monusco:
Die UNO-Friedenstruppe Monusco gibt es seit November 1999. Sie ist mit mehr als 20'000 Mann nicht nur die bei weitem grösste Blauhelmmission, sondern mit einem Etat von mehr als einer Milliarde Dollar auch die teuerste.
http://monusco.unmissions.org/


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Billy73
ehemaliges Mitglied

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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 11:57
@Glünggi

guter thread. die geschichte mit den hutus und den tutsis wird sicher lange folgen haben. in dem zusammenhang hatte ich gelesen, dass damals die franzosen auf den seiten der hutus gekämpft hatten. die franzosen werden von manchen mitverantworklich für den völkermord gemacht.

die franzosen heisst es, wollten ruanda nicht dem anglophilen überlassen, um ihren einfluss aufrechtzu halten.

wieso greifen die tutsis kongo an? wollen sie sich rächen?


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 14:04
Ouh News aus Afrika....achso...ja...Krieg....*hust*....."News"


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 15:40
@GilbMLRS
Naja, oft ist das Thema halt Krieg ja.. leider.
Aber man darf hier gerne auch andere News reinposten... wie zBsp Hungesnöte und Ebola :D
Ne halt alles was politisch von Interesse sein könnte... auch Wahlen, Frauenrechte etc..
Zum arabischen Raum haben wir 10'000 Threads und zu Afrika irgendwie nichts.
Es liegt auch am mangelndem Interesse der Bevölkerung hier was in Afrika abgeht... darum ja auch ein Sammelthread und nicht wegen jedem Ereigniss nen eigenen Thread .
Wollte halt schon oft etwas posten, was zwar interessant war, aber für nen eigenen Thread keine Substanz hatte.
Und jetzt las ich halt die News bezüglich Kongo und dachte mir ",so und nun machst halt nen Thread über Afrika auf." Es hat zwar nen Thread über einen Bundeswehreinsatz im Kongo.. aber das passt halt irgendwie nicht... wie so oft bei Themen aus Afrika.
@Billy73
Ich kenne die genauen Hintergründe auch nicht so recht, doch soweit ich weiss haben wir hier wieder so ein Grenzproblem. Also dass Landesgrenzen quer durch ein Siedlungsgebietes eines Volkes geht.
Die Franzosen haben soweit ich weiss vorallem im Niger ihre Interessen, aufgrund der Energieversorgung... inwieweit sie im Kongo Interessen verfolgen weiss ich auch nicht genau.
Aber sie haben offensichtlich welche ;)
Wie gesagt..das Interesse beüglich Afrika ist sehr gering bei uns hier in Europa. Demenstprechend wenig Informationen erhält man aus der Tagespresse.
Demenstprechend schlecht bin ich auch informiert.... aber ich arbeite daran ;)


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Billy73
ehemaliges Mitglied

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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 16:02
@Glünggi

es wird doch bestimmt paar almyuser geben, die schwarz-afrikanische wurzeln haben.....

zum thema hutus und tutsis gibts bestimmt auch so spezialisten hier. es gibt hier viele leute, die sehr gut informiert sind....


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Puschelhasi
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 17:14
Ich glaube ich kenn da nur einen, und der hat bestimmt sowieso keine Ahnung.


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Billy73
ehemaliges Mitglied

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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 17:29
in namibia gibts doch deutsche. vielleicht gibts allmyuser aus windhoek :)


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 18:26
also, soviel ich weiß, war Ruanda auch mal eine deutsche Kolonie, die später, nach dem 1. Weltkrieg an Belgien abgetreten werden musste.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 18:49
Das was in Ruanda und an den Grenzgebieten abläuft, ist ein langwieriger Krieg zwischen den Volksstämmen der Hutu und der Tutsi. Was schon länger dauert als der Konflikt in Israel. Wenn
ich mich noch richtig erinnere, waren zuerst die Tutsi, die herrschende Volksgruppe, danach die Hutu. In wieweit jetzt die Franzosen darin involviert sind, weiss ich nicht.


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Billy73
ehemaliges Mitglied

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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 19:43
@ilke

in zentralafrika gabs keine deutschen kolonien:

Wikipedia: Deutsche_Kolonien_und_Schutzgebiete

hier der völkermord:

http://de.wikipedia.org/wiki/Völkermord_in_Ruanda

die kolonialmächte hatten auch bisschen vorarbeit gemacht. scheinbar hielten sie die tutsis als rassisch höherwertiger und bevorzugten sie gegen die hutus. später äderte sich das und die hutus "rächten" sich. - der völkermord wurde damals nicht als solcher von den amerikanern anerkannt, weil sie nicht eingreifen wollen.

nach dem völkermord, konnten sich tutsi rebellen gegen die hutus durchsetzen. - als die tutsi am gewinnen waren, schickten die franzosen soldaten, um die hutu-flüchtlinge bzw. völkermörder zu beschützen, dabei entwaffneten sie die flüchtlinge nicht und gestatteten vielen die flucht ins ausland, was von den tutsis als weiterführung der französischen politk auf der seite der völkermörder gesehen wurde.
Vor diesem Hintergrund ergriff Frankreich die Initiative und stellte sich an die Spitze der Opération Turquoise. Diese humanitäre Intervention war gestützt auf Kapitel VII[113] der UN-Charta und führte ab dem 24. Juni 1994 zur Bildung und Aufrechterhaltung einer Sicherheitszone im Südwesten Ruandas. In diesem Gebiet, das etwa ein Fünftel Ruandas ausmachte, ballten sich die Hutu-Flüchtlinge. Erklärter Zweck war der Schutz der Zivilisten innerhalb dieser Zone sowie die Förderung der Verteilung von Hilfsgütern durch Hilfsorganisationen. Die Operation stieß, obwohl sie vielen Zivilisten Sicherheit brachte, von Beginn an auf Kritik. Die RPF sah in dieser Maßnahme die Fortsetzung des Versuchs Frankreichs, die alte Regierung Ruandas zu stützen und den Sieg der RPF zu vereiteln. Diese Sichtweise wurde dadurch gefördert, dass extremistische Hutu den Einmarsch der Franzosen euphorisch begrüßten und versuchten, sie zum Kampf gegen die Rebellen zu animieren. Die Interventionstruppe entwaffnete die Hutu-Milizen nicht und wirkte einer Flucht von Tätern und Regierungsangehörigen ins Ausland nicht entgegen. Auch dies förderte die Kritik an der Politik Frankreichs. Am 21. August 1994 übergaben die Franzosen die Zone der nunmehr personell gestärkten UNAMIR II.[114]



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Billy73
ehemaliges Mitglied

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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 19:56
Ruandische Anschuldigungen gegen Frankreich [Bearbeiten]

Im August 2008 folgte als Reaktion Ruandas die Drohung, internationale Haftbefehle gegen hochrangige französische Offizielle zu erlassen. Der ruandischen Regierung zufolge liegt ein Report vor, der zwanzig französischen Militärangehörigen sowie zwölf Politikern, darunter Edouard Balladur, Alain Juppé und Francois Mitterrand, eine führende Rolle bei der Durchführung der Massaker zuweist.[158] Von französischer Seite werden sämtliche Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen.[159]

Frankreich unterhielt seit der Hutu-Revolution enge Kontakte zur Regierung und betrachtete Ruanda als wesentlichen Teil der Frankophonie und damit des eigenen Einflussbereichs in Afrika. Die Übergriffe der RPF wurden als „anglophone“ Aggression und Bedrohung empfunden, als Versuch, Ruanda zu übernehmen und aus dem französischen Einflussbereich herauszulösen. In diesem Zusammenhang wird Frankreich auch beschuldigt, mit der légion présidentielle einen Stab für Strategie und psychologische Kriegführung innerhalb der ruandischen Armee geschaffen zu haben, der nur auf Weisung Mitterrands gehandelt habe. Nach Beginn des Völkermords seien überdies zahlreiche französische Militärs im Lande geblieben. Sie seien in ruandische Hutu-Armeeeinheiten eingegliedert worden, die aktiv am Völkermord teilnahmen.[160] Nach einer Verlautbarung des ruandischen Justizministeriums sollen französische Soldaten auch im Rahmen der Opération Turquoise aktiv an den Massakern teilgenommen haben

2010 räumte der französische Präsident Nicolas Sarkozy mit Blick auf den Völkermord 1994 in Ruanda schwere Fehler seines Landes ein. „Es hat eine Form von Blindheit gegeben, wir haben die Dimension des Völkermords nicht wahrgenommen“.[115]


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 20:00
Billy73 schrieb:in zentralafrika gabs keine deutschen kolonien:
Jetzt ist Ruanda schon nicht mehr in Zentralafrika. Was sich alles so ändert.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 20:03
@Billy73

Ruanda war eine deutsche Kolonie, bitte folgendes lesen :)

http://www.kigali.diplo.de/Vertretung/kigali/de/03/Bilaterale__Beziehungen/Bilaterale__Beziehungen.html


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Billy73
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 20:06
@ilke
@Tyon


ihr habt recht.:)


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Billy73
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 20:26
ruanda war wohl eine deutsche residentur:
Der Ausdruck Residentur bezeichnet in der Verwaltungsgeschichte der deutschen Kolonien den Zuständigkeitsbereich eines Residenten, also eines ständigen Vertreters der Kolonialverwaltung beim Herrscher eines afrikanischen Gebietes unter ausländischer Oberherrschaft.

Der Resident hatte nicht die Aufgabe, in die eigentlichen Verwaltungsgeschäfte einzugreifen, sondern nach dem System der indirekten Herrschaft den traditionellen lokalen Machthabern kontrollierend und beratend zur Seite zu stehen und die Vertretung der deutschen Interessen gegenüber der einheimischen Bevölkerung wahrzunehmen. Das Modell entsprach den englischen Protektoraten. Im britischen Kolonialreich gab es diese Art von residents schon längere Zeit, als Deutschland sein Kolonialreich aufbaute.
Wikipedia: Residentur_(Kolonialgeschichte)


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 20:30
@Billy73

egal ob es eine Residentur war oder eine Kolonie, den Grundstein für den Konflikt Tutsi/ Hutu ist schon damals gelegt worden.


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Billy73
ehemaliges Mitglied

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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 20:37
@ilke

ich würde mal sagen, einer der möglichen ursachen. gibt ja auch verschiedene theorien dazu bei wiki, wieso es passiert ist. letztlich scheint es nicht geklärt zu sein, wieso der hass der hutus so heftig war.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.11.2012 um 21:00
@Billy73
stimmt, einer der möglichkeiten, :)


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Can
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

19.11.2012 um 17:58
Granatenexplosien in einem Bus in Nairobi (Kenia)



... dabei sind viele Tote und Verletzte(min. 28) zu verzeichnen. Zu dem Anschlag sollen sich Sympathisanten der extremistischen Al Shabab bekannt gegeben haben


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