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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

13.03.2016 um 19:48
An der Elfenbeinküste gab es einen Überfall auf 3 bei Touristen beliebten Hotels mit mehreren Toten....

http://www.n-tv.de/politik/Mehrere-Tote-bei-Anschlag-auf-Strandhotels-article17210161.html


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

25.03.2016 um 07:59
laut eigenen Angaben hat die nigerianische Armee hunderte Geiseln aus der Gewalt der Boko Haram befreit.
Hunderte Geiseln aus Gewalt von Boko Haram befreit

Erfolg gegen Boko Haram: Der nigerianischen Armee ist es eigenen Angaben zufolge gelungen, Hundert Geisel aus den Händen der Islamisten zu befreien.
25.03.2016


© AFP
Soldaten der nigerianischen Armee im März bei einem Begräbnis ihrer Kameraden, die im Kampf gegen Boko Haram getötet wurden.

Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben 829 Geiseln aus den Händen der Islamistengruppe Boko Haram befreit. In der Region Kala Balge hätten Soldaten „22 Terroristen“ getötet und 309 von ihnen festgehaltene Geiseln befreit, teilte ein Armeesprecher am Donnerstag mit. An einem anderen Ort seien 520 Geiseln befreit worden, nachdem sich Soldaten ein Feuergefecht mit den Entführern geliefert hätten.

Dabei seien drei Boko Haram-Mitglieder getötet und ein weiteres festgenommen worden, teilte der Armeesprecher weiter mit. Die Islamisten entführen regelmäßig Frauen und Kinder, um sie als Kämpfer, Diener oder Sexsklavinnen zu benutzen.



Boko Haram kämpft seit sechs Jahren für die Errichtung eines islamischen Staats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Mindestens 17.000 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet, mehr als 2,5 Millionen Menschen wurden durch die Gewalt in die Flucht getrieben.

Der Konflikt weitete sich mittlerweile auch auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger aus, deren Armeen sich am Kampf gegen Boko Haram beteiligen.


Quelle: rad./AFP
( http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/armee-829-geiseln-in-nigeria-aus-gewalt-von-boko-haram-befreit-1414449... )


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08.04.2016 um 07:54
Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der sudanesischen Region Darfur haben, nach Schätzungen der Vereinten Nationen, seit Beginn des Jahres mehr als 103.000 Menschen in die Flucht getrieben.
Sudan: Hunderttausend Menschen fliehen vor Kämpfen in Darfur

Die heftigen Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungsgruppen in der Krisenregion Darfur zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Die Uno geht von mindestens 103.000 Flüchtlingen aus.
Flüchtlinge im Sudan Zur Großansicht
REUTERS

Flüchtlinge im Sudan

Die Gewalt in der westsudanischen Krisenregion Darfur hat nach Angaben der Uno seit Beginn des Jahres bereits mehr als 103.000 Menschen in die Flucht getrieben. Hilfsorganisationen gehen sogar von 138.000 Flüchtlingen seit Januar aus, sagte der für Friedenssicherung zuständige Uno-Vertreter Herve Ladsous in New York. Die Menschen seien in vier Flüchtlingslagern untergebracht.

Seit 2003 kämpfen Rebellen in Darfur gegen die Regierung. Sie werfen ihr vor, die nicht-muslimische Bevölkerung zu unterdrücken. Mitte Januar waren in der Region Dschebel Marra heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen von Präsident Omar al-Bashir und Rebellen einer Untergruppe der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) ausgebrochen.

Laut Ladsous dauern die Kämpfe weiter an. Weil die Regierung der Friedenssicherungsmission UNAMID keinen Zugang gewähre, lasse sich die genaue Zahl der Ziviltoten nicht bestimmen, sagte Ladsous. Seit 2003 sind dem Konflikt bereits mehr als 300.000 Menschen zum Opfer gefallen, insgesamt sind rund 2,6 Millionen Menschen auf der Flucht.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hatte 2009 und 2010 gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir zwei Haftbefehle erlassen. Ihm werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

brk/AFP/dpa
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/darfur-mehr-als-103-000-menschen-fliehen-vor-kaempfen-a-1085948.html )


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26.04.2016 um 07:48
In Burundi wurde der Sicherheitsberater des Präsidenten von unbekannten erschossen. Derweil eskaliert die Gewalt zwischen den ethnischen Gruppen der Hutus und der Tutsis zunehmend, sodass befürchtetwird, dass es zu einem erneuten Völkermord kommt.
Burundi: Angst vor dem nächsten Völkermord

Von Christoph Titz

In der Hauptstadt Burundis ist der Sicherheitsberater des Präsidenten erschossen worden - sein Wagen wurde von Kugeln durchsiebt. Jetzt beschäftigt sich der Internationale Strafgerichtshof mit der eskalierenden Gewalt.
Burundischer General: Erschossen vor der Schule seiner Tochter Fotos
AFP

Das Paar brachte seine Tochter zur Schule, als die Angreifer zuschlugen: Mehrere Bewaffnete haben am Montagmorgen den burundischen General Athanase Kararuza und seine Frau erschossen. Der Jeep des Paares wurde vor dem Schulgebäude in der Hauptstadt Bujumbura von Kugeln durchsiebt.

Der General war Sicherheitsberater des Präsidenten und einer der wichtigsten Militärs Burundis, in der zentralafrikanischen Republik hatte er als Vize-Kommandeur die Uno-Friedenstruppe befehligt. Doch Kararuza ist nicht das erste hochrangige Opfer, das der eskalierende Machtkampf in dem zentralafrikanischen Land fordert. Mitte vergangener Woche schossen Unbekannte den Oberst Emmanuel Buzubona von einem Motorradtaxi. Buzubona soll dem regierungskritischen Lager innerhalb der Armee angehört haben.

ICC leitet Vorermittlungen wegen Burundi ein

Zwar trifft die Gewalt immer wieder Militärs, doch die Grausamkeiten gegen Zivilisten sind mindestens so erschütternd: Seit Monaten verhaften Sicherheitskräfte des Präsidenten Pierre Nkurunziza Oppositionelle bei nächtlichen Razzien. Morgens liegen danach oft Tote in den Straßen. Mancher Gefangener taucht nie wieder auf. Glaubhafte Berichte darüber und über Massengräber liegen Uno-Vertretern seit Langem vor.

Ist die Gewalt, die Burundi seit einem Jahr erschüttert, noch ein Machtkampf zwischen Opposition und Regierung? Oder ist sie Vorbote eines Völkermords - eines Verbrechens, das Burundi und seine Nachbarländer schon so oft erleiden mussten?

Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt der Internationale Strafgerichtshof (ICC): Chefanklägerin Fattou Bensouda erklärte am Montag, der Anklagebehörde lägen detaillierte Berichte über Morde, Verhaftungen, Folter und Vergewaltigungen vor. Außerdem seien mehrfach Menschen spurlos verschwunden. Nun prüft Bensoudas Behörde in einem Vorermittlungsverfahren, ob ein Hauptverfahren eingeleitet werden kann. Der ICC kümmert sich nur um schwerste Vergehen, um Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und eben um Völkermord.

Vorwürfe gegen Ruanda: Mischt Kagame in Burundi mit?

Ausgelöst wurde der ethnisch aufgeladene Konflikt in Burundi im April 2015 durch die Weigerung von Präsident Pierre Nkurunziza, nach zwei Amtszeiten abzutreten. In einer Wahl, die von der Opposition boykottiert wurde, ließ Nkurunziza sich im Juli im Amt bestätigen.

Die Konfliktlinien in Burundi verlaufen zwischen den Volksgruppen Hutu und Tutsi. Nkurunziza, der Hutu ist, will von der Macht nicht lassen. Oppositionelle Tutsi, aber auch ein Teil der Armee, wollen Nkurunzizas Sturz. Einen Putsch wehrte der Präsident im vergangenen Sommer ab. Oppositionelle Tutsi behaupten, eine Hutu-Allianz des Präsidenten mache Jagd auf sie. Getreue von Nkurunziza beschuldigen das vom Tutsi Paul Kagame regierte Ruanda, es unterstütze Aufständische gegen den Präsidenten.

Insgesamt starben nach Schätzungen der Uno bislang mehr als 400 Menschen. Dutzende getötete Oppositionelle und Rebellen wurden nach Angriffen auf vier Militärposten im Dezember in Massengräbern verscharrt . 250.000 Einwohner Burundis sind geflohen. Die meisten Flüchtlinge retteten sich vor den Unruhen in Flüchtlingslagern im benachbarten Tansania.

Die internationale Gemeinschaft ist alarmiert: Im burundischen Bürgerkrieg starben zwischen 1993 und 2005 mehr als 300.000 Menschen. Im benachbarten Ruanda führte ethnische Hetze zum Völkermord von 1994, bei dem binnen weniger Wochen mindestens 800.000 Tutsi sowie moderate Hutu meist mit Macheten erschlagen wurden.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/burundi-sicherheitsberater-des-praesidenten-ermordet-a-1089166.html )


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03.05.2016 um 08:11
In der Demokratischen Republik Kongo haben sich die Parteien in Opposition zum amtierenden Präsidenten Joseph Kabila zu einem Bündnis zusammengeschlossen und den ehemaligen Gouverneur der Provinz Katanga, Moïse Katumbi zum Herausforderer bei den bevorstehenden Wahlen ausgewählt.
Demokratische Republik Kongo: Anti-Kabila-Allianz einigt sich auf Präsidentschaftskandidaten

In der Demokratischen Republik Kongo formiert sich die Opposition gegen Präsident Kabila: Ein neues 16-Parteien-Bündnis kürte mit Moïse Katumbi einen frühere Vertrauten des Staatschefs zu dessen Herausforderer.
Moïse Katumbi: Ex-Gouverneur, Unternehmer, Fußballboss Fotos
REUTERS

Kommt es tatsächlich zu einer Präsidentschaftswahl in der Demokratischen Republik Kongo, will ein breites Oppositionsbündnis den früheren Gouverneur der Provinz Katanga, Moïse Katumbi, gegen Amtsinhaber Joseph Kabila unterstützen.

Am späten Sonntagabend verständigte sich das 16-Parteien-Bündnis auf den gemeinsamen Kandidaten Katumbi. Gleichzeitig gab sich die Oppositionsgruppe einen neuen Namen: Als "Alternance pour la République" ("Wandel für die Republik" - AR) will sie künftig bei Wahlen gegen Kabilas Volkspartei zur Wiederherstellung der Demokratie (PPRD) und deren Verbündete antreten.

AR-Kandidat Katumbi, 51, gilt als populärer und charismatischer Politiker. Bis vergangenen September war er Mitglied der Präsidentenpartei. Dann legte er aber seinen Gouverneursposten nieder und ging in Opposition zu Kabila. Der wohlhabende Geschäftsmann besitzt unter anderem den erfolgreichsten Fußballklub im Kongo, Tout Puissant Mazambe, der in Katumbis südkongolesischer Heimat Lubumbashi spielt.

Präsident Kabila regiert das zentralafrikanische Land mit seinen mehr als 80 Millionen Einwohnern seit 2001. Seine Amtszeit läuft im November aus, laut Verfassung darf er nicht mehr kandidieren. Oppositionsgruppen befürchten, dass Kabila trotzdem eine weitere Amtszeit anstreben könnte. Möglich ist, dass Kabila erst eine Volkszählung oder Regionalwahlen abhalten lässt, was die Präsidentschaftswahl um viele Monate verzögern könnte.

Für das Oppositionsbündnis AR ist Katumbis Nominierung ein "entscheidender Schritt, um einen demokratischen Wandel zu garantieren", sagte der Koordinator der neuen Gruppe, Delly Sessanga.

Dem SPIEGEL sagte Katumbi Anfang April, Gegner und kritische Journalisten würden im Kongo ohne korrekte Gerichtsverfahren ins Gefängnis geworfen. Straffreiheit für Handlanger des Regimes sei neben der Korruption das größte Problem des Landes.

Als prominenter Oppositionsvertreter fürchtet Katumbi um seine Sicherheit: Wer als Kandidat antrete, gelte als Verräter und habe viele Feinde. Darum sorge nun ein früherer Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama für seinen Schutz, so Katumbi zum SPIEGEL.

cht/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/moise-katumbi-anti-kabila-allianz-kuert-praesidentschaftskandidaten-a-1090427.html )


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06.05.2016 um 08:02
Weil in Simbabwe die US-Dollar Banknoten zuneige gehen, führt die dortige Zentralbank Schuldscheine ein, die als Parallelwährung dienen sollen. Das Land hatte die eigene Währung aufgegeben und auf den US-Dollar umgestellt nachdem die verfehlte Wirtschaftspolitik 2009 zu einer Hyperinflation führte.
Ersatzwährung in Simbabwe: Mugabe treibt es immer Dollar
Inzwischen abgeschaffter Simbabwe-Dollarschein (2009) Zur Großansicht
REUTERS

Inzwischen abgeschaffter Simbabwe-Dollarschein (2009)

Simbabwe versinkt in wirtschaftlichem Chaos, nun greift die Regierung Robert Mugabes zu drastischen Mitteln: Wegen Bargeldmangels gibt das afrikanische Land Schuldscheine aus, die US-Dollar ersetzen sollen.

Wegen eines akuten Mangels an US-Dollar-Banknoten führt Simbabwe Schuldscheine als Parallelwährung ein. Zudem können Einwohner fortan höchstens 1000 US-Dollar pro Tag von Konten abheben. Mit diesen Maßnahmen soll die wirtschaftlich verheerende Bargeldknappheit überwunden werden, wie die Zentralbank des Landes im südlichen Afrika erklärte.

Eine verfehlte Wirtschaftspolitik hat in Simbabwe in den vergangenen Jahren zu einer Hyperinflation geführt. Daraufhin musste die Regierung von Machthaber Robert Mugabe 2009 die Landeswährung, den Simbabwe-Dollar, aufgeben und den US-Dollar einführen.

Damit konnte der komplette wirtschaftliche Kollaps abgewendet werden, jedoch kann die simbabwische Zentralbank keine US-Dollar drucken. Wegen einer anhaltenden Dürre sind in Simbabwe zuletzt die Exporteinnahmen zurückgegangen, was eine weitere Verknappung des Bargelds nach sich zog.

13 Milliarden Dollar - einfach weg

Zentralbankgouverneur John Mangudya erklärte nun, es würden innerhalb der kommenden zwei Monate Schuldscheine im Wert von 2, 5, 10 und 20 US-Dollar eingeführt. Zuvor hatte Simbabwe bereits eigene Münzen eingeführt, da es in dem Land keine US-Münzen gibt. Regierung und Zentralbank halten Simbabwe für wirtschaftlich zu schwach, um wieder eine eigene Landeswährung einzuführen.

Das von Mugabe regierte Land leidet seit Jahren unter extremer wirtschaftlicher Not. Erst im April hatten Tausende Demonstranten von ihrem Staatschef eine Erklärung für das Fehlen von Steuereinnahmen aus Diamantengeschäften im Wert von umgerechnet 13 Milliarden Euro gefordert. Mugabe gilt als korrupter Kleptokrat.
Fotostrecke


Der 92-Jährige Staatschef ist in dem Land im südlichen Afrika seit gut drei Jahrzehnten an der Macht. Er und seine Frau Grace werden regelmäßig für ihren verschwenderischen Lebensstil kritisiert.

Ende Februar feierte Mugabe 92. Geburtstag - mit 50.000 geladenen Gästen in einer Ruinenstadt. Die Kosten beliefen sich laut staatlichen Medien auf 700.000 Euro. Rund drei Millionen Simbabwer sind nach Angaben der Regierung wegen einer lange andauernden Dürre von Hunger bedroht.

Mugabe herrscht länger als irgendein anderer afrikanischer Staatschef und soll in seiner mehr als 30-jährigen Amtszeit ein enormes Vermögen angehäuft haben. Vor seiner letzten Wiederwahl 2013 hatte der Machthaber mehr als zwei Millionen neue Arbeitsplätze versprochen. Während offizielle Statistiken von einer Arbeitslosenrate im einstelligen Bereich sprechen, gehen Gewerkschaften von rund 80 Prozent aus.


mxw/dpa
( http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/afrika-simbabwe-fuehrt-pseudo-us-dollar-als-waehrung-ein-a-1090944.html )


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08.05.2016 um 08:07
Aus Angst davor, dass die Flüchtlingslager als Rekrutierungslager für Terroristen benutzt werden, will die Kenianische Regierung zwei gewaltige Flüchtlingslager, darunter das Größte der Welt, schließen. Betroffen sind 600.000 Menschen. Human Rights Watch kritisierte dieses Vorhaben.
Angst vor Terror: Kenia will größtes Flüchtlingslager der Welt schließen
Kinder im Flüchtlingscamp Dadaab Zur Großansicht
AFP

Kinder im Flüchtlingscamp Dadaab

Die kenianische Regierung will zwei gigantische Flüchtlingslager schließen, darunter das weltgrößte Dadaab. Wohin die gut 600.000 betroffenen Menschen stattdessen gehen sollen, ist unklar.

Kenia hat die Schließung von zwei Flüchtlingslagern mit insgesamt 600.000 Menschen angekündigt. Darunter ist auch das größte Flüchtlingslager der Welt in Dadaab, wo nach Angaben der Vereinten Nationen allein 330.000 Migranten aus Somalia leben. In dem zweiten Lager in Kakuma seien es rund 55.000 Somalis und mehr als 90.000 Menschen aus dem Südsudan.

Das Lager Dadaab besteht seit 1991. Dort wohnen vor allem Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in Somalia geflohen sind. Viele Kinder und Jugendliche wurden bereits im Lager geboren.

Dadaab hat sich zu einer regelrechten Stadt entwickelt, mit teilweise festen Häusern, kleinen Geschäften und einem großen Markt. Die kenianischen Sicherheitskräfte haben enorme Schwierigkeiten, das riesige Lager zu kontrollieren.

Die Auflösung solle so schnell wie möglich erfolgen, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Die Regierung befürchte, dass in einem der Lager Terroristen rekrutiert und ausgebildet werden.

Bereits vor einem Jahr hatte Kenia mit der Schließung des Lagers in Dadaab gedroht, nachdem die somalische Schabaab-Miliz die Universität Garissa im Osten Kenias angegriffen und dabei 148 Menschen getötet hatte.

Nun bittet Kenias Regierung die internationale Gemeinschaft um Hilfe, um das "Leiden der Flüchtlinge zu lindern". Man müsse gemeinsam die Verantwortung für die Flüchtlinge übernehmen, hieß es in der Mitteilung. Was genau mit den Menschen passieren soll, ließ die Regierung aber offen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte die Pläne. Sie warf kenianischen Sicherheitsbeamten vor, Somalier zu schikanieren. Die Bedrohung durch Schabab gebe es, sagte HRW-Flüchtlingsexperte Bill Frelick. "Doch die kenianische Regierung sollte jene Menschen angemessen strafrechtlich verfolgen, die Verbrechen begangen haben, und die Bemühungen um den Schutz von Flüchtlingen nach internationalen Richtlinien aufrechterhalten."

stk/dpa/AP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-will-groesstes-fluechtlingslager-der-welt-schliessen-a-1091218.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

11.05.2016 um 07:40
@Taln.Reich
«Sie hat von den europäischen Erfahrungen gelernt, dieser nicht sehr offenen Haltung Flüchtlingen gegenüber.»

In Kenia sage man sich nun: «Wenn ihr euch in Europa nicht an der Lösung beteiligt, warum sollten wir das dann tun?» Tatsächlich gehe es Kenia darum, an Gelder für ihren Militäreinsatz in Somalia zu kommen, da die internationale Gemeinschaft dort nicht selber intervenieren wolle.
http://www.srf.ch/news/international/stadt-der-verlorenen-droht-der-untergang


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13.05.2016 um 07:36
in Nigeria droht aufgrund des geringen Ölpreises am Weltmarkt eine Wirtschaftskrise. Um dagegen zu steuern kürzt der Staat nun massiv die Subventionen für Benzin. In Folge steigt der Benzinpreis um 70%.
Drohende Wirtschaftskrise: Nigeria erhöht Benzinpreis um fast 70 Prozent
Öltransportschiff vor der nigerianischen Küste Zur Großansicht
AP

Öltransportschiff vor der nigerianischen Küste

Die Förderländer leiden weiterhin unter dem niedrigen Ölpreis. Nigeria hat deshalb jetzt seine Subventionen für Benzin drastisch gekürzt, der Spritpreis steigt drastisch.

Um eine Wirtschaftskrise zu vermeiden, erhöht die Ölnation Nigeria den Benzinpreis im eigenen Land um knapp 70 Prozent. Die bisherigen staatlichen Sprit-Subventionen seien nicht mehr zeitgemäß, erklärte der stellvertretende Ölminister Ibe Kachikwu. Der Preis pro Liter wird demnach von 86,5 Naira auf 145 Naira (rund 64 Cent) steigen.

Nigeria ist der größte Ölproduzent Afrikas. Der anhaltend geringe Ölpreis hat Nigeria jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten gestürzt. Die Währung hat drastisch an Wert verloren, dem Staat geht das Geld aus. Die Ölindustrie generiert in Nigeria mehr als zwei Drittel der Steuereinnahmen.

Der westafrikanische Staat verfügt jedoch nicht über genügend Raffinerien und muss daher Benzin für teures Geld aus dem Ausland importieren. Zuletzt herrschte vielerorts Benzinknappheit, auf dem Schwarzmarkt wird der Treibstoff für rund 250 Naira pro Liter gehandelt.

Nigeria hatte 2012 bereits versucht, die Benzinsubventionen drastisch zu kürzen. Angesichts anhaltender Massenproteste knickte die damalige Regierung jedoch ein. Der für die damalige Kampagne verantwortliche Gewerkschaftsbund, der Nigerianische Arbeitskongress (NLC), rief nun zu neuen Protesten auf.

IEA rechnet mit steigendem Ölpreis

Möglicherweise könnte sich der Ölpreis zum Jahresende wieder erhöhen. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet in ihrem Monatsbericht mit einem schnelleren Abbau des weltweiten Überangebots an Rohöl als bisher angenommen. Aufgrund einer robusten Nachfrage aus China, Indien und anderen Schwellenländern sei für die erste Jahreshälfte nur noch mit einem durchschnittlichen Überschuss von 1,3 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu rechnen, heißt es in dem Bericht.

Die Ölnachfrage dürfte demnach dieses Jahr um 100.000 Barrel pro Tag höher ausfallen als bislang angenommen und liegt voraussichtlich bei 95,9 Millionen Barrel. Im späteren Jahresverlauf sei mit einer "dramatischen" Schrumpfung des Überangebots zu rechnen.

nck/dpa
( http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/billiges-oel-bedroht-wirtschaft-nigeria-erhoeht-benzinpreis-a-1091997.html )


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19.05.2016 um 07:33
Zwei Jahre nach der Massenentführung von Chibok, als die Boko Haram 200 Schulmädchen entführte, ist eine der entführten wieder aufgetaucht.
Boko Haram in Nigeria: Entführte Schülerin nach zwei Jahren gefunden
Entführte Chibok-Mädchen (Video von 2014) Zur Großansicht
AFP/ BOKO HARAM

Entführte Chibok-Mädchen (Video von 2014)

Über 200 Mädchen wurden 2014 von Boko Haram aus einem Internat im nordnigerianischen Chibok entführt. Nun ist eine der Schülerinnen offenbar wieder aufgetaucht.

Im Norden Nigerias haben Soldaten eine junge Frau aufgegriffen, die zu den vor gut zwei Jahren von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram entführten Schülerinnen gehören soll. Amina Ali Nkeki ist das erste Entführungsopfer aus der staatlichen Internatsschule von Chibok, das seit 2014 wieder aufgetaucht ist.

Die 19-Jährige sei im Sambisa-Wald aufgegriffen worden, sagte der Sprecher der Opferfamilien, Lawan Zannah. Das Gebiet an der Grenze zu Kamerun gilt als Rückzugsgebiet der Islamisten.

Ein Onkel Nkekis sagte der Nachrichtenagentur AP, die junge Frau sei am Dienstagabend zurück nach Chibok gebracht worden, um ihre Identität zu verifizieren. Dort sei sie mit ihrer Mutter zusammengetroffen. Der Vater sei während ihrer Geiselhaft gestorben. Er sagte, Nkeki sei schwanger und traumatisiert.

Auch Vertreter der Gemeinde Chibok und des Bundesstaates Borno bestätigten, dass eine junge Frau freigekommen sei. Sie sei in der Obhut des Militärs und werde in die Hauptstadt des Bundesstaates, Maiduguri, gebracht und dort befragt.

Die Boko-Haram-Extremisten hatten in der Nacht auf den 15. April 2014 die Schlafsäle der Chibok Secondary School gestürmt und 276 Schülerinnen entführt. Noch in derselben Nacht entkamen 57 Mädchen den Kidnappern, 219 der Chibok-Mädchen blieben bis zuletzt vermisst.

Die Terrorgruppe versucht seit sieben Jahren, im Norden Nigerias einen islamistischen Gottesstaat zu errichten. Bei Angriffen der Terroristen und Gegenangriffen nigerianischer Militärs starben seit Beginn des Islamistenaufstands mehr als 17.000 Menschen.
Fotostrecke


Etwa 2,5 Millionen Menschen flohen vor der Gewalt in der Grenzregion zwischen Nordnigeria, Kamerun, dem Tschad und Niger. Die Extremisten haben Tausende Frauen und Kinder entführt, als Sklaven gehalten und sie teilweise auch zu Selbstmordattentaten gezwungen.

cht/AP/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-geisel-erstes-chibok-maedchen-seit-zwei-jahren-in-nigeria-frei-a-109290... )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

02.06.2016 um 14:54
Aktualisiert am 02. Juni 2016, 13:07 Uhr


Mehr als 60 Tote und Verletzte, Feuergefechte in der Nacht: Die islamistische Shabab-Miliz hat ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu attackiert. Die Belagerung dauerte bis zum Morgen an.

16 Tote und 55 Verletzte hat das schwere Attentat auf ein Hotel im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu bislang gefordert. Die vorläufige Zahl der Opfer gab die Stadtverwaltung an.

Zunächst hatte sich ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe in Luft gesprengt, die Fassade des Hotels "Ambassador" wurde dabei weitgehend zerstört. Anschließend stürmten Bewaffnete in das Gebäude und eröffneten das Feuer. Zu dem Angriff bekannte sich die islamistische Schabab-Miliz.
http://web.de/magazine/politik/islamistenkommando-toetet-hotelgaeste-mogadischu-31595498


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

05.06.2016 um 08:13
Im Niger hat die Boko Haram einen Militärstützpunkt angegriffen, wobei laut Aussage des Verteidigungsministeriums 32 Soldaten umgekommen sein sollen.
Niger Zahlreiche Tote bei Angriff von Terrormiliz Boko Haram

Die Terrormiliz Boko Haram hat in Niger einen Armee-Stützpunkt angegriffen. Dutzende Soldaten wurden getötet. Auch zu Plünderungen soll es gekommen sein.
04.06.2016


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© AFP
Zwei nigerianische Soldaten im Niger Delta

Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben bei einem Angriff auf einen Stützpunkt im Südosten des Nigers 32 Soldaten getötet. Unter den Toten befänden sich 30 Soldaten aus Niger und zwei aus Nigeria, teilte das Verteidigungsministerium in Niger am Samstag mit.

Bei dem Angriff am Freitagabend sollen demnach 67 weitere Militärangehörige verletzt worden sein. In einem Gegenangriff hätten die Streitkräfte die Kontrolle über den Ort Bosso am Samstagmorgen wieder zurückerobert, sagte Militärsprecher Moustapha Ledrux.


Während der Besetzung, die mehrere Stunden angedauert haben soll, sei es zu Plünderungen gekommen, berichteten örtliche Medien. Der Ort Bosso liegt an der Grenze zu Nigeria. Die Kämpfer der Boko Haram wollen im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Gebieten einen sogenannten Gottesstaat errichten. Bei Angriffen und Anschlägen in der Region töteten die sunnitischen Fundamentalisten seit 2009 mindestens 14.000 Menschen.


Quelle: bfch./dpa
( http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/niger-zahlreiche-tote-bei-angriff-von-terrormiliz-boko-haram-14270217.... )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

08.06.2016 um 08:10
Nachdem die Boko Haram die Stadt Bosso im Nigerkurzzeitig übernommen hatte, flohen zehntausende Bewohner. Bei der Rückeroberung kamen nach Behördenangaben 26 Soldaten und 55 Boko-Haram-Kämpfer ums Lebens.
Niger: 50.000 Menschen fliehen vor Boko Haram
Demonstration gegen Boko Haram in Niamey in Niger Zur Großansicht
AFP

Demonstration gegen Boko Haram in Niamey in Niger

Boko Haram macht vor Landesgrenzen nicht Halt. Die Terrorgruppe zwingt in Niger Zehntausende in die Flucht.

Nach einem Angriff der radikalislamischen Gruppierung Boko Haram im Grenzgebiet von Niger sind Zehntausende auf der Flucht. Bis zu 50.000 Menschen seien seit Samstag aus der von Boko Haram kurzzeitig eingenommenen Stadt Bosso geflohen, teilte das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit. Viele Menschen seien "traumatisiert und haben Angst", sagte ein Sprecher. Sie schliefen im Freien und bräuchten "dringend Hilfe".
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-zwingt-50-000-menschen-in-die-flucht-a-1096372.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

08.06.2016 um 14:40
Die Sprache im neuen Bericht ist überaus deutlich. In Eritrea seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit 25 Jahren weit verbreitet, schreibt die UNO-Untersuchungskommission über Menschenrechte in Eritrea.
In Internierungslagern und Militäreinrichtungen soll systematisch grausame Gewalt stattfinden. Die Rede ist von Folter, Sklaverei, Tötungen, Vergewaltigungen und verschwundenen Personen. Die eritreischen Behörden würden damit ein Klima der Angst verbreiten. Dies um die Bevölkerung zu kontrollieren und jegliche politische Opposition zu unterdrücken.

Das UNO-Gremium kommt zum Schluss, dass die Internationale Gemeinschaft nun mit härteren Bandagen gegen das Unrechtsregime vorgehen müsse. So solle sich auch der Internationale Strafgerichtshof mit der Situation in Eritrea befassen. Die einzelnen UNO-Mitgliedsstaaten müssten Tatverdächtige in ihren Ländern strafrechtlich verfolgen und ausliefern, damit die Mächtigen für diese Gräueltaten zur Verantwortung gezogen würden.
http://www.srf.ch/news/international/die-uno-uebt-scharfe-kritik-an-eritrea
Man muss anmerken, dass die Untersuchungskommission nicht in Eritrea war und der Bericht auf Zeugenaussagen beruht. Jedoch auch nicht aus Reisefaulheit, sondern weil eine Untersuchung vor Ort schlicht nicht möglich ist.
Und was ich auch noch anmerken will ist, dass man da verdammt vorsichtig vorgehen muss, damit kein Machtvakuum entsteht... saudiarabien ist gleich nebenan :D


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

26.06.2016 um 09:14
In Mogadishu, Somalia, sind 15 Menschen bei einem Selbstmordanschlag der Al-Schabab auf ein Hotel ums Leben gekommen.
Mogadischu: Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf Hotel
Brennendes Auto vor dem Naasa-Hablood-Hotel in Mogadischu Zur Großansicht
REUTERS

Brennendes Auto vor dem Naasa-Hablood-Hotel in Mogadischu

Erst zündeten sie eine Autobombe, dann stürmten Bewaffnete das Gebäude: Schon wieder sind bei einer Terrorattacke in einem Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu Menschen getötet worden.

Wieder trifft es ein Hotel in Mogadischu: Mindestens 15 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt getötet worden.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/somalia-schon-wieder-tote-bei-anschlag-auf-hotel-in-mogadischu-a-1099810.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

09.07.2016 um 08:18
Trotz des bestehenden Friedensabkommens sind im Südsudan, am Tag vor dem Unabhängigkeitstag, Schüsse zwischen Soldaten und Rebellen abgefeuert worden.
Südsudan: Schüsse vor dem Präsidentenpalast
Kampfjet als Kinderspielplatz in Juba, Südsudan Zur Großansicht
AFP

Kampfjet als Kinderspielplatz in Juba, Südsudan

Die Unabhängigkeit des Südsudan jährt sich zum fünften Mal - am Tag vor dem Jubiläum fallen Schüsse in der Hauptstadt Juba. Experten warnen vor einer Eskalation.

Am Vortag des fünften Jahrestages der Unabhängigkeit des Südsudan sind nahe des Präsidentenpalast in der Hauptstadt Juba Schüsse gefallen.

Zeugen berichteten von Schusswechseln. Einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge wurden neben Schusswaffen auch Artilleriegeschütze eingesetzt. Später beruhigte sich demnach zwar die Lage am Präsidentenpalast, in der Stadt waren aber weiter Schüsse zu hören.

Im Palast hielten sich zu dem Zeitpunkt Präsident Salva Kiir und sein Stellvertreter Riek Machar für eine Pressekonferenz auf. Sie wollten eine Erklärung zu Schusswechseln am Vortag in der Hauptstadt abgeben, bei denen fünf Soldaten von Rebellen getötet wurden. Kiir sagte, er könne nichts über die aktuellen Geschehnisse sagen.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedsudan-schuesse-vor-dem-praesidentenpalast-in-juba-a-1102182.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

09.07.2016 um 08:22
Im Nordosten Nigerias kamen mindestens sechs Menschen bei Selbstmordanschlägen auf Moschoen ums Leben. Das Nigerianische Militär beschuldigt die Boko Haram.
Terror in Nigeria: Attentäter tötet sechs Gläubige in Moschee
Propagandavideo der Terrorgruppe Boko Haram Zur Großansicht
AFP/ Boko Haram

Propagandavideo der Terrorgruppe Boko Haram

Im Nordosten Nigerias sind mehrere Menschen bei Terrorangriffen auf muslimische Gotteshäuser getötet worden. Das Militär beschuldigt die Terrorgruppe Boko Haram, die Selbstmordbomber geschickt zu haben.

Bei Selbstmordanschlägen auf Moscheen in Nigeria sind mindestens sechs Menschen ermordet worden. Zwei Terroristen schlugen am Freitagmorgen in der im Nordosten gelegenen Stadt Damboa zu, wie das nigerianische Militär erklärte. Die Armee beschuldigte die Terrorgruppe Boko Haram, die Attentäter geschickt zu haben.

Der erste Angreifer versuchte demnach in die Zentralmoschee zu gelangen. Dabei wurde er von Sicherheitskräften aufgehalten und sprengte sich in die Luft. Ein zweiter Angreifer verschaffte sich Zutritt zu einer kleineren Moschee und tötete dort sechs Gläubige und sich selbst.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/terror-in-nigeria-attentaeter-toetet-sechs-glaeubige-in-moschee-a-1102142.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

09.07.2016 um 21:56
Der Staat ist offensichtlich verloren:

[...]Schon wenige Monate nach der Staatsgründung überwarfen sich der neue südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein Stellvertreter Riek Machar. Kiir unterstellte seinem Vize Putschabsichten und setzte ihn ab. In der Folge führte Machar eine Rebellenarmee in einen blutigen Bürgerkrieg. Der Konflikt dauerte mehr als zwei Jahre und forderte Zehntausende Tote. 2,2 Millionen Menschen wurden vertrieben, beinahe jeder vierte Südsudanese.

Die Gewalt war extrem: Kinder und Menschen mit Behinderungen wurden lebendig verbrannt. Soldaten vergewaltigten systematisch Frauen und töteten gezielt Zivilisten. Gefangene wurden unter sengender Sonne in Container gesperrt, bis sie tot waren. Auf Rebellen- und auf Regierungsseite geschahen solche Kriegsverbrechen nicht einfach - sie gehörten zur Taktik des grausamen Machtkampfs. Das hielten Uno-Analysten in einem Bericht fest.

Wer körperlich unversehrt geblieben ist, bei dem bleiben oft seelische Narben: Laut einer Studie, durchgeführt in allen zehn Bundesstaaten, leiden 41 Prozent der Bevölkerung unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, berichtet Amnesty International. Das junge Land ist politisch und wirtschaftlich in der Krise, seine Menschen sind seelisch schwer gestört.[...]


http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedsudan-fuenf-jahre-krieg-und-gewalt-a-1101657.html


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

09.07.2016 um 22:39
Aldaris schrieb: seine Menschen sind seelisch schwer gestört.[...]
Eigentlich alles was in einem Reiseführer über so ein Land stehen muss.

Unglaublich was noch immer in Teilen de Erde abgeht.

Ich würde es geistig erfassen, wenn die sich gegenseitig umbringen weil zu wenig Essen da ist, weil nicht alle ernährt werden können, aber das was da teilweise abgeht, dafür fehlt mir die Erklärung.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

10.07.2016 um 09:26
@insideman

Da mangelt es einfach an allem: An Bildung, an sowas wie einer moralischen Erziehung, an Perspektiven .. dazu kommen die ganzen traumatisierten Menschen, die vermutlich schon als Kinder rekrutiert wurden, nur Gewalt und Elend erlebt haben und nun voller Hass sind. Möglicherweise spielen gerade bei den Soldaten auch Drogen eine Rolle. Die 'Warlords' (von Politikern kann man meiner Meinung nach nicht sprechen) mit ihrer Terrorpropaganda tun dann ihr übriges. Ich bin aber bei dir; man kann sich das nicht vorstellen. Umso schlimmer, dass eine ganze weitere Generation ebenfalls verloren zu sein scheint.


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