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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

59 Beiträge, Schlüsselwörter: Medium, Schizophrenie, Spiritismus
lernender
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 10:54
@Rhythm
Spiritismus und Schizophrenie liegen für mich nah beieinander. Die einzigen Geister, die ich kenne, die gibt es in unserem Unbewußten, Gott einmal ausgenommen. Der Schizophrene wird von diesem Unbewußten völlig mit seinem Müll zugeschüttet. Spiritismus ist nur eine bewußtere Form von Hereinfallen auf diese "innere Welt".


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 10:57
@lernender

Der Schizophrene erlebt diese Spirit-Welt unfreiwillig.
Der Wald- und Wiesenspirituelle sucht eine Weltanschauung.


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lernender
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:05
@amsivarier
Ja, genau so. Dem Schizophrenen erscheint diese Welt übrigens genauso real wie dem Spirituellen. Es ist auch schwer möglich, sich davon zu lösen, wenn man so ein "Gläubiger" ist.


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lernender
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:08
@amsivarier
Ach ja, im Psychoseschub kann der Schizophrene gar nichts anderes glauben, weil kein Bewußtsein einschreiten kann - das ist beim Spirituellen immer anders.


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N8Alp
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:12
Es ist im Gegenzug auch die Frage von Bedeutung, ob Spiritismus etwas mit Schizophrenie zu tun hat. Die Psychiater und Psychoanalytiker verneinen das und verweisen auf ein definiertes Krankheitsbild. Ist der Schizophrene spiritistisch herausgehoben, wenn ihm die Stimmen im Hintergrund seines Geistes Öbszönitäten befehlen? "Fick diese Milchflasche voll Gehacktes! Jetzt!!".
Lasse man einen Schizphrenen mit einem Spiritisten diskutieren. Es wäre gerade so, als würde der Kuckuck den Baum mit seiner Wohnhöhle volltexten.


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lernender
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:18
@amsivarier
@N8Alp
Nun, Schizophrenie ist nicht gleich Schizophrenie. Aber ich kenne Schizophrenie mit vielen Gesichtern aus eigener Erfahrung. Als gerade mal an Gott glaubendem Agnostiker wollten mir die Stimmen auch Esoterik nahe bringen. Das fühlt sich extrem realistisch an, ist aber aus meiner Sicht Blödsinn. Und die Stimmen "aus dem Jenseits" wollten mir die Welt erklären und auch der Teufel kam als "Geist" vorbei. Ich hatte "Kontakt" mit vielen "Geistern", bin aber dieser inneren Welt gegenüber völlig ablehnend eingestellt. Aber es so, dass das alles glaubwürdig erscheint. Wenn man später trotzdem nicht dran glaubt, verschwindet dieser Eindruck aber später wieder.


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N8Alp
ehemaliges Mitglied

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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:27
@lernender
lernender schrieb:...bin aber dieser inneren Welt gegenüber völlig ablehnend eingestellt. Aber es so, dass das alles glaubwürdig erscheint. Wenn man später trotzdem nicht dran glaubt, verschwindet dieser Eindruck aber später wieder.
Das scheint mir ein starkes Indiz für erfolgreiches Lernen zu sein. Das gefällt. Wenn du tief in deinem Inneren die Illusion als solche erkennst, gewinnst du.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:46
@N8Alp
@lernender

Das größte Risiko sehe ich darin wenn man sich in seine Schizophrenie "verliebt".

Ich habe mit einem Fachmann über einen speziellen Fall gesprochen.
Dieser Fall hörte nicht nur Stimmen, nein er visualisierte sie.
Sie bekamen Gestalt.

Zudem fingen sie an ihm "Lebenstipps" zu geben die derjenige als Zukunftsdeutungen interpretierte.

Naja, es gibt ja das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiungen...
Klar, das die Hinweise der Stimmen dann eintreten.


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lernender
ehemaliges Mitglied

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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 11:57
@amsivarier
@N8Alp
Mit den Stimmen umgehen ist wie mit fremden Menschen umgehen. Zum einen muss man sich die durch sie erzeugten Emotionen wegreden (das machte ich vorher auch bei meiner cholerisch/schwierigen aber sonst liebenswerten Freundin so) und zum anderen muss man deren Glaubwürdigkeit prüfen. Bei meiner Prüfung kam 100% unglaubwürdig heraus und so glaubte ich - oft erst im Nachhinein - nichts davon. Das führt am Ende anscheinend dazu, dass diese Stimmen keine Macht mehr über einen haben, meine erklären mir sogar, dass sie Langeweile haben, weil ich nicht mehr reagiere.
Und dieses verlogene System aus Stimmen/Gedanken/anderen Halluzinationen und Emotionen/Affekten nenne ich inzwischen das Prinzip des Teufels, weil man dem nachsagt, dass er täuscht und quält. Und das tut dieses System bei jedem Menschen, nur beim Schizo eben sichtbarer und ausgeprägter.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 12:01
@lernender

Wenn es keine Krankheit wäre, könnte man den Stimmen durchaus Humor anerkennen.

Wie bei dir hat die Person aus meinem Beispiel auch "lustige" Momente mit den Stimmen.


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lernender
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 12:07
@amsivarier
Auf deren Humor kann ich gut verzichten - war danach meine Entscheidung. Und so habe ich das als weder lustig noch als schlecht angesehen, sondern nur als vorhanden. Das liegt daran, dass ich den Stimmen keinen Sieg mehr bei mir gönnen will.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 12:31
@lernender

Dafür hast du meinen vollen Respekt!
Bravo!

Wie schätzt du Erkrankte ein die sich den Stimmen hingeben und es geniessen von ihnen geführt zu werden?


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domitian
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 13:25
In wieweit das Stimmen hören als Genuss betrachtet werden kann, lasse ich mal dahin gestellt sein. Ein Vorteil ist zumindest: Man ist nie allein :D

Aber ich kenne drei Fälle, wo diese Stimmen einen in den Selbstmord getrieben haben, einmal hat´s dann auch leider geklappt. Und ab da ist das sicher nicht mehr lustig.


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lernender
ehemaliges Mitglied

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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 13:36
@amsivarier
FSE schrieb:
Wie schätzt du Erkrankte ein die sich den Stimmen hingeben und es geniessen von ihnen geführt zu werden?
Die Frage ist für mich, inwiefern diejenigen in der Lage sind, bewußt dagegen anzugehen. Da ich in Menschen nicht hineinsehen kann, kann ich da auch nichts einschätzen. Ausserdem ist es eine Art Sucht, diesen Stimmen zuzuhören. Ob es auch Menschen gibt, die das genießen, weiß ich nicht. Ohne bewußtes Einschreiten verliert man jedenfalls völlig dabei.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 13:42
@lernender
@domitian

Und deswegen rate ich jedem hier unbedingt einen Arzt zu konsultieren wenn man Stimmen hört oder meint fremdgesteuert zu sein.

Kein Arzt packt einen in die geschlossene Abteilung.
Aber das denken ja viele...


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lernender
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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 15:47
@amsivarier
Neuroleptika geben einem die Chance, das Thema bewußt zu verarbeiten. Wenn man das getan hat, ist das Hören von Stimmen ungefährlich - die Affekte sind dann weg und man muss das ständige Gelaber halt nur noch aushalten. Dann benötigt man die Neuroleptika auch nicht mehr und sie bewirken auch anscheinend nichts mehr. Sobald aber unkontrollierbare Affekte und extreme Emotionen auftauchen sind Neuroleptika zwingend einzunehmen - meine Meinung.


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oneisenough
ehemaliges Mitglied

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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 17:33
@amsivarier
amsivarier schrieb:Der Betroffene merkt ab und zu auch nicht was passiert.
Wenn du mit "Betroffener" einen anderen Menschen als dich meinst, dann gilt:
Man kann grundsätzlich nicht wissen, ob jemand etwas bemerkt oder nicht. Man kann stets nur bemerken, ob man selbst etwas mitbekommt oder nicht. Deutlicher gesagt: Wäre ich ein solcher Betroffener und würde Stimmen hören, dann weißt du es erst dann, wenn ich dir etwas darüber mitgeteilt haben werde. Vorher nicht. Bis dahin kannst du dir lediglich etwas darüber ausdenken oder aus meinem seltsamen Verhalten schlussfolgern, dass da etwas stattfindet, was du als nicht-normal verstehst.
amsivarier schrieb:Wenn diejenigen den Fehler machen und Erklärungen im Paranormalen suchen, verlaufen sie sich.
Dass es solche Vorgänge gibt, ist unbestritten. Offensichtlich liegt der Fehler des sich Verlaufens im Bereich dessen, was man als natürlich verstanden wissen will. Es gilt die vereinbarte Überzeugung: Alles, was nicht reproduzierbar ist und nicht den derzeit geltenden Überzeugungen entspricht, darf es nicht geben. Das Phänomen, über das wir hier reden, pfeift jedoch auf solche Überzeugungen.



@libertarian
libertarian schrieb:Was genau passiert denn bei einer Schizophrenie? Ich hätte deine Sicht dazu gerne näher erläutert. Natürlich nur, wenn du möchtest. Warum gibt es sie und was soll sie? Was hat es mit Entwicklung zutun?
Da ich weder ein Betroffener noch ein Arzt bin, kann ich es nicht medizinisch erklären, sondern nur in der Art, wie ich es verstanden habe, als es mir erklärt wurde. Jede Art von Stimmenhören ist grundsätzlich betrachtet ein kommunikativer Vorgang, denn sonst gäbe es kein solches Stimmenhören.

Ausnahme: Das Erzeugen von vorgestellten Stimmen/Dialogen. Solche Vorstellungen kommen zustande, indem man bereits vorhandene Erinnerungen verändert und als Ergebnis etwas Neues erhält, was es zuvor noch nicht gab, eben dass da Stimmen/Dialoge sind, die dies und jenes miteinander austauschen. Alle übrigen Arten von Stimmenhören, die eben nicht mit dem Erzeugen von Vorstellungen erklärt werden können, sind ohne jeglichen Zweifel kommunikative Vorgänge.

Den tatsächlichen Grund für das Kommunizieren auf diese Art kennen nur diejenigen, die sie aktiv anwenden. Wir können zwar diese Art bei Betroffenen überall dort bestätigen, wo Menschen mit solchen "Symptomen" in den Kliniken behandelt werden, eben weil sie anders als in der üblichen Weise reagieren. Doch wir halten es derzeit für eine Krankheit, für eine Störung, die man behandeln muss, weil sie zur Bewältigung des für uns als gewohnt und üblich stattfindenden Alltagsgeschehens keine Hilfe ist. Tatsächlich jedoch ist es eine Störung nur in Bezug auf die mit unseren Sinnen in gewohnter Weise anzuwendenden Kommunikationsformen. Dass unsere Sinne und unsere kognitiven Qualitäten jedoch mehr hergeben (sie jedoch nicht von jedem beliebig anzuwenden sind), beweisen solche "Phänomene".


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 18:02
Die Ursachen von Schizophrenie



Trotz intensiver Forschungsarbeiten hat man bis heute die Ursachen schizophrener Störungen noch nicht klar definiert. Eine einzige Theorie gibt es nicht. Vielmehr geht man von mehreren Risikofaktoren aus, die in ihrer Zusammenstellung zu einer schizophrenen Psychose führen können. Man spricht von einer multifaktoriellen Genese, d.h. zahlreiche unterschiedliche Einflüsse sind von Bedeutung. Hiermit möchte ich einige Faktoren anführen, die zu einer Schizophrenie führen können:

Biologische Faktoren (Erblichkeit)

Hier geht man von der Genetik des schizophrenen Patienten aus. Aus Untersuchungen geht hervor, dass die Häufigkeit der Erkrankung in der Verwandtschaft schizophrener Patienten höher als in der Gesamtbevölkerung ist. Dieser Einfluss der Vererbung kann nur als eine Teilbedingung für den Ausbruch von Schizophrenie angesehen werden, denn bei ca. 60 % der Betroffenen gibt es keine weiteren schizophrenen Erkrankungen in der Familie.

Erkrankungsrisiken bei:

Eltern von Schizophrenen: 2 – 10 %

Geschwister von Schizophrenen: 6 – 12 %

Kinder eines schizophrenen Elternteils: 12 – 14 %

Kinder mit zwei schizophrenen Elternteilen: 36 – 46 %

Enkeln, Neffen: 1 – 3 %

Es sind auch Forschungen an eineiigen Zwillingen durchgeführt worden. Man kam auf folgendes Ergebnis: Wenn ein Zwilling an Schizophrenie erkrankt ist, so liegt das Risiko für den anderen Zwilling bei 31 - 78% ebenfalls an Schizophrenie zu erkranken. Bei vollständiger Erbbedingtheit müsste es jedoch bei 100% liegen, d.h. beide Zwillingsgeschwister müssten an Schizophrenie erkranken. Dies beweist, dass neben Erbfaktoren noch andere Faktoren und Einflüsse für die Krankheitsentstehung ausschlaggebend sind.

Biochemische Faktoren: Die Dopamin – Hypothese

Dopamin ist eine chemische Überträgersubstanz (=Transmitter), die im Mittelhirn gebildet wird und in verschiedenen Bereichen des Großhirns am Hirnstoffwechsel beteiligt ist.

Wenn das Gehirn Informationen verarbeitet, werden diese als Nervenimpulse über Nervenbahnen weitergeleitet. Zwischen den einzelnen Nervenzellen gibt es Umschaltstellen (sog. Synapsen), wo Transmitter zur Beförderung notwenig sind.[13] Aus Forschungen geht hervor, dass bei schizophrenen Patienten diese Reizübertragung bei den Dopamin-Synapsen gestört ist, da zuviel Überträgerstoff Dopamin vorhanden ist. Dies ist auch der Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung der Schizophrenie mit Neuroleptika. Diese bewirken, dass die Empfangsstellen der Nerven (Rezeptoren) blockiert werden, damit es durch das Zuviel an Dopamin nicht zu einer Überreizung der Nerven kommt.


Quelle: Lundbeck 'Schizophrene/ Schizophreniforme Störungen', Informationsbroschüre, S. 7
Psychologische Faktore

Hier werden vor allem, psychosoziale, das heißt partnerschaftliche, familiäre, berufliche und gesellschaftliche Einflüsse genannt. Es gibt eine so große Vielfalt an Hypothesen, die sich mit den psychologischen Einflüssen beschäftigen, ich möchte daher nur einige Anmerkungen dazu anbringen.

In der Familienforschung wird beispielsweise davon ausgegangen, dass zwischenmenschliche Belastungen, Einbußen oder Mangelsituationen zu Auslösung, Verstärkung oder Rückfall einer schizophrenen Psychose beitragen können. Dies kann vor allem bei einer gestörten Mutter-Kind-Beziehung der Fall sein, ohne dass es sich dabei um eine schizophren erkrankte Mutter handelt.

So wurden beispielsweise folgende familienpsychologischen Auffälligkeiten diskutiert:
überstarke Bindungsversuche durch die Mutter mit besitzergreifender oder gar feindseliger Einstellung dem Kind gegenüber; die Neigung, Gefühle und Bedürfnisse des Kindes misszuverstehen; ein gemütsmäßig unreifer Erziehungsstil, der die dominierende Einstellung gegenüber dem Kind von der eigenen Mutter, also der Großmutter des schizophrenen Kranken übernommen hat; ferner natürlich gängige Belastungsfaktoren wie uneheliche Geburt, Trennung oder Scheidung der Eltern, Alkoholabhängigkeit oder sonstige zerrüttete Familienverhältnisse.
Weiters diskutiert man Kommunikationsstörungen in der Entwicklung, wie z.B. der 'double-bind' Kommunikation, d.h. dem Kind werden ständig in sich widersprüchliche Botschaften vermittelt, Probleme in der Rollenzuweisung (z.B. das Kind als 'Ersatzpartner') und das Auftreten belastender, traumatischer Lebensereignisse.

Die Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Diese Hypothese besagt, dass manche Menschen empfindsamer gegenüber äußeren und inneren Reizen sind, was bewirkt, dass sie viele Dinge besonders intensiv erleben, aber auch, dass sie weniger 'robust' für Belastungen, Stress und innere Konflikte sind. Diese Verletzlichkeit (Vulnerabilität) wird in aktuellen Forschungen als Ursache der Erkrankung genannt. Zum Auftreten der Krankheitssymptome kommt es, wenn Belastungen und Stress zu groß werden. Zu einer Überforderung der nervlichen Belastbarkeit kommt es meist in folgenden Situationen:

* bei nervlicher Daueranspannung

* bei schulischer oder beruflicher Überforderung

* bei sehr konfliktreichen Beziehungen

* bei emotionalen Enttäuschungen

Mit dieser Vulnerabilität spielen weitere Faktoren zusammen, wie erbliche Faktoren, Entwicklungsstörungen im Embryonalstadium oder Komplikationen bei der Geburt.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

08.10.2013 um 21:25
@amsivarier

Danke für deine Erklärung, jetzt verstehe ich, was du meintest. ^^
@amsivarier schrieb:
Ganz frech würde ich nun sagen das so etwas nur jemand behaupten kann der seine Schizophrenie genüsslich auslebt und sich wegen seiner schizophrenen Erlebnisse für was besonderes hält.
Sehe ich auch so.
Die Stimmen können einem ja auch so etwas suggerieren, oder?
@amsivarier schrieb:
Hier auf Allmy sind einige die offenbar an Schizophrenie erkrankt sind, aber auch viele die es überwunden haben....
Ja, ist mir auch schon aufgefallen.
@amsivarier schrieb:
Das größte Risiko sehe ich darin wenn man sich in seine Schizophrenie "verliebt".

Ich habe mit einem Fachmann über einen speziellen Fall gesprochen.
Dieser Fall hörte nicht nur Stimmen, nein er visualisierte sie.
Sie bekamen Gestalt.
Heißt das, er hat "richtige" Personen gesehen?

Ich finde dieses Krankheitsbild sehr interessant.
Eine Erkrankte erzählte mir, dass ihre Stimmen im Kopf permanent ihre Handlungen kommentierten ("Sie nimmt ein Glas", "Sie trinkt aus dem Glas", "Sie stellt das Glas auf den Tisch zurück").


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

09.10.2013 um 09:46
Lepus schrieb:Heißt das, er hat "richtige" Personen gesehen?
Nein, nicht real.

Er versuchte sich an Astralreisen.
Dort traf er dann die Wesen die ihm beratend zur Seite stehen.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

09.10.2013 um 12:46
@amsivarier
Ach so, ich dachte schon, er sieht im wachen Zustand Leute, die nicht da sind und agiert mit ihnen.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

09.10.2013 um 12:56
Lepus schrieb:Ach so, ich dachte schon, er sieht im wachen Zustand Leute, die nicht da sind und agiert mit ihnen.
Hatte ich schon öfters nach 6-10 Tage ohne Schlaf auf Amphetaminen. Hab auch am Laptop gesessen und gechattet obwohl er aus war u.s.w sowas kommt wohl einer schizophrenen Wahnvorstellung am nächsten.


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

09.10.2013 um 13:25
@Schmandy
Übel.

Ich hatte in meiner Einstellungsphase mit meinen Antidepressiva auch Probleme.
Da habe ich Schatten gesehen und Spinnen, die (zum Glück ;) ) nicht da waren.
War aber im Vergleich sehr harmlos.


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Jesussah
ehemaliges Mitglied

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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

09.10.2013 um 13:36
@Rhythm


Ein Geist kann ohne Körper nicht bestehen. Ein Geist zu interviewen kommt dem sinnlosen Unterfangen gleich, ein Körper zu interviewen. Um bei deiner Frage zu bleiben......

Schenke den Menschen die von sich behaupten Geister gesehen oder mit welchen geredet zu haben die frei umher schweben, keine Beachtung.

Schizophrene sind gefangen zwischen mehreren Persönlichkeiten in einem Leben. Viele entscheiden sich in ihrem Leben zur einer Persönlichkeiten. Schizophrene sind bei ihrer Auswahl einfach hängen geblieben. Deshalb sehen die, die sich für eine entscheiden haben, solche als Krank an. Spirituell ist das eine genau so wenig wie das andere. :)


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Haben Schizophrene etwas mit Spiritismus zu tun?

09.10.2013 um 13:44
@Jesussah

Dissoziative Identitätsstörung hat nix mit Schiziophrenie sondern ist ein eigenes Krankheitsbild

Wikipedia: Dissoziative_Identitätsstörung


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