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Leben als Mönch/Nonne oder Vergleichbares

Leben als Mönch/Nonne oder Vergleichbares

06.02.2017 um 01:45
Hallo,

das ist eine Diskussion zu folgender Umfrage:
Umfrage: Mönch/Nonne oder Vergleichbares werden - wäre das was für euch?

Könnt ihr es euch vorstellen, in der Religion, die ihr für euch ausgewählt habt, einmal - vielleicht auch nur für begrenzte Zeit - als Mönch, Nonne oder Vergleichbares zu leben?

Einerseits ist das Leben im Kloster oft anstrengend, das es viel - teils schwere - körperliche Arbeit zu erledigen gibt, wie zum Beispiel Putzen, Gartenarbeit oder das Kochen für ein ganzes Kloster. Es wird früh aufgestanden und früh ins Bett gegangen und man muss sich an viele Regeln halten.

Allerdings berichten viele, die in einem Kloster leben oder einmal dort gelebt haben, davon, dass sie noch nie so viel Zeit dazu gehabt hätten, für ihr eigenes Wohl und das Wohl der Gesellschaft zu sorgen.

Könnt ihr euch so ein Leben für euch selbst vorstellen? Wenn ja, warum und in welcher Religion? In welchem Orden, falls ihr euch schon entschieden habt? Wenn nein, warum nicht? Oder seid ihr noch unentschlossen?

Ich hoffe auf eine angeregte Diskussion, aber keine Streits oder persönlichen Angriffe.


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Leben als Mönch/Nonne oder Vergleichbares

06.02.2017 um 01:49
Ich könnte mir sehr gut vorstellen einmal als Mönche zu leben, natürlich. Ich würde dort jedoch den Buddhistischen Glauben vorziehen.


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06.02.2017 um 01:51
@fark
Das ist auch "meine" Richtung.

Darf ich fragen, welche Schule des Buddhismus Du bevorzugst? Oder hast Du Dich da noch nicht entschieden?

Bei mir soll es Soto-Zen sein. :)


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06.02.2017 um 02:12
@CountDracula
Soto-Zen ist sehr nett, ich persnölich finde aber den Theravada Buddhismus mit am besten.

Wenn ich shcon mal meinen Arsch für die Umwelt und andere Leute bewege, dann als Buddhist.


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06.02.2017 um 02:13
@fark
Ich auch. :D

Im Theravada hätte ich wohlmöglich gar keine Chance...


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06.02.2017 um 02:16
@CountDracula
Warum das nicht?


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06.02.2017 um 02:21
@fark
Ich bin transsexuell und schwul. Bei einigen Orden bin ich da leider gleich raus.


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06.02.2017 um 02:24
@CountDracula
Ja gut, damit habe ich kein Problem. Bin zwar weder Hetero noch schwul, aber an meiner Sexualität sollte es nicht hängen bleiben, ich lasse die ja persönlich nicht heraus hängen.

Aber das ist ja wieder von Orden zu Orden anders.


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06.02.2017 um 02:25
@fark
Leider gibt es in einigen Gegenden auch im Buddhismus Feindlichkeit gegenüber Frauen und Menschen, die nicht heterosexuell und cisgender sind.


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06.02.2017 um 02:31
Um zu vielen Einzeilern entgegenzuwirken und meinem eigenen Eröffnungspost ein bisschen mehr zu entsprechen, kann ich ja mal erzählen, wieso ich Zen-Mönch werden möchte.


Wobei - so richtig erklären kann ich das eigentlich gar nicht. Es ist einfach so ein Gefühl, das mir sagt, dass das der richtige Weg für mich ist. Von manchen Christen habe ich schon gehört, dass sie dieses Gefühl auch kennen; sie nennen es den Ruf Gottes, aber Gott gibt es im Zen nicht.


Im Mai 2016 war ich an Vesakh - das ist das höchste buddhistische Fest - in einem Kloster in Hannover, der Pagode Vien Giac (aka Kloster der Vollkommenen Erleuchtung). Schon als ich ankam, bemerkte ich diese ruhige und vertrauensvolle Atmosphäre.

Obwohl ich noch nie zuvor dort gewesen bin, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Unter den über den Daumen gepeilt 1000 Besuchern, die an diesem Tag dort waren, habe ich mich kein bisschen fremd gefühlt, obwohl ich niemanden kannte, alle um mich herum Vietnamesisch gesprochen haben (ich kann kein Vietnamesisch) und ich das Gefühl hatte, der einzige Deutsche auf dem Platz zu sein. Ich war umgeben von Menschen asiatischer Abstammung und habe nur eine einzige andere Person gesehen, bei der ich mir sicher war, dass sie auch keine asiatischen Vorfahren hatte.
Ich hätte mein Portemonnaie mitten auf dem Platz liegen lassen können und niemand hätte es gestohlen; da bin ich mir ziemlich sicher.

In der Andachtshalle bin ich einigen Mönchen und Nonnen begegnet, aber die Begegnung mit einem Mönch ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Er ging schnell durch den Raum, wirkte aber so gelassen, wie man nur sein konnte. Die meiste Zeit blickte er zu Boden, aber einmal sah er mich an und lächelte.
Ich habe noch nie zuvor jemanden gesehen, der so gelächelt hat. Das war so herzlich. Nicht nur die Augen haben mitgelächelt, sondern gleich der gesamte Körper. Alles an ihm hat Freundlichkeit und Frieden ausgestrahlt.

Das hat den Wunsch, Mönch zu werden, noch verstärkt.

Bald kann ich hoffentlich auch in eine Soto-Zen-Gruppe in meiner Nähe, die von einer Meisterin angeleiteit wird, die auch in diesem Kloster ordiniert ist. :)


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06.02.2017 um 02:40
@CountDracula
Mich interessiert ja gerade am Theravada Buddhismus die Lehre des vollständigen Meditierens und "Eins" werden mit seiner umgebung und seinem eigenen ich.


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06.02.2017 um 02:46
@fark
Das gibt es im Zen auch. :)


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06.02.2017 um 15:57
Ich sehe, das Thema ist sehr beliebt. :D


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Dogmatix
ehemaliges Mitglied

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06.02.2017 um 16:38
@CountDracula
Hm, was meinst du mit begrenzter Zeit? Ein Wochenende? Oder länger?


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06.02.2017 um 16:49
@Dogmatix
So lange, wie Du möchtest


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Leben als Mönch/Nonne oder Vergleichbares

07.02.2017 um 12:06
@CountDracula Das ist eine interessante Frage! Danke! 
Oh ja, ich freue mich schon sehr darauf! 
Ich bin Mama einer Großfamilie mit (beinahe) erwachsenen Kindern. Das ist mein 'Lebenssinn'. 
Doch seit einiger Zeit sehne ich mich auch nach Ruhe und nach mehr Zeit fürs Innenleben. Ich habe mir einige Oasen im Alltag geschaffen und bin momentan glücklich damit. 
Auf einer Reise im vorigen Jahr strandeten wir 'zufällig' in einem kleinen, christlichen Nonnenkloster in Rumänien. Für mich ist es ein Stückchen Paradies, denn es liegt einsam in wunderschöner Landschaft, ist 'alt', urtümlich und mit einer wunderbar liebevollen und ruhigen Atmosphäre, in der man einfach SEIN darf und angenommen wird. Die Schwestern dort betreiben Bienenhaltung und stellen eigene Produkte her (Honig, Propolis, Kerzen, Salben, Cremes, Seifen usw.) 
Genau in diesem Kloster möchte ich in einigen Jahren für mehrere Monate leben. 
Dabei geht es weniger um die spezielle Religion, sondern eher um die Atmosphäre und die Möglichkeit, dort zur Ruhe zu kommen und auf das leise Flüstern im eigenen Inneren lauschen zu dürfen. 
Und nein, wir (die Nonnen und ich) sprechen keine gemeinsame Sprache - nur ein paar Bröckchen englisch auf beiden Seiten. Aber ich wurde dort mitsamt meiner Familie für zwei Tage so freundlich und selbstverständlich aufgenommen - und mit Händen und Füßen, einem offenen Herzen und strahlendem Lächeln fiel die Verständigung leicht und gestaltete sich völlig natürlich und unabhängig von Worten. 


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Leben als Mönch/Nonne oder Vergleichbares

07.02.2017 um 12:32
@MissMuffin
Das hoert sich wirklich toll an!

@Topic
Ich stelle bei mir auch fest, dass ich mich im Alltag  oft nach innerer Ruhe sehne oder nach mehr Erkenntnis, wer ich bin..warum und wieso..
Nach einem inneren Fels in der Brandung.
Auch nach einer Gemeinschaft, die zusammen haelt, das fehlt mir besonders.
Ob man das alles jedoch in einem Kloster findet, weiss ich nicht.


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07.02.2017 um 15:11
Für mich wäre das unannehmbar. Ich genieße meine selbstgewählte Einsamkeit...


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07.02.2017 um 15:53
@CountDracula

was ich mir vorstellen könnte wäre die Teilnahme an einer SelbstversorgerGemeinschaft so für ein halbes Jahr oder so. aber wie schon in der Umfrage beschrieben mit einer Anlehnung an asketischer Lebensweise (hauptsächlich wegen leben ohne Tv und Internet). allerdings mit der Möglichkeit sich zu belesen in den religiösen/spirituellen Schriften..
direkt Mönch werden ist mir zu speziell, da hab ich das Gefühl man möchte mich zu etwas bestimmten bekehren und ich suche mir lieber aus allem Guten das Beste raus..

ich hab schon 2x in den letzten 6Jahren meinen DSL-Anschluss gekündigt um 1Monat Pause zu machen und dann danach nen neuen Vertrag gemacht.. am liebsten wäre es mir man könnte das bei den Anbietern auf Anfrage ohne zu kündigen..

also ich mag es und würd es machen..
https://www.youtube.com/watch?v=fxsQz392A8E


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savaboro
ehemaliges Mitglied

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Leben als Mönch/Nonne oder Vergleichbares

07.02.2017 um 16:54
Wäre für mich nichts. Nicht weil ich die Abgeschiedenheit nicht mag. Eher weil ich es liebe frei zu sein und mich nicht "einfügen" bzw. unterordnen möchte, bzw. Ich suche mir gerne meine Aufgaben selbst aus und möchte mir auch nicht vorschreiben lassen wann und was ich esse oder sonst etwas.


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