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Wie Jesus Gott wurde

56 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Religion, Jesus, Christentum ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie Jesus Gott wurde

25.08.2026 um 19:36
@Nexpert
eine Kreuzigung war eine brutale Tötungsart, das ist eine sehr grausame Angelegenheit und Strafe gewesen
dieses Kreuz, mit dem betreffenden Menschen, also hier mit dem verurteilten Jesus Christus, stand dann in dieser palästinensischen Hitze
also der Mensch war dann dieser Sonnenglut ausgesetzt, nicht zu reden von den physischen Schmerzen, die jemand da hat
und das tagelang !
ich glaube der Tod trat dann durch eine Gangrän ein, also das verteilte sich über die Wunden von den Händen und Füßen, über den Organismus/Körper
also das war gewissermaßen ein sehr qualvoller Tod

also die Wahrscheinlichkeit das zu überleben ? da glaube ich zumindest nicht daran, die Person kam nicht lebend vom Kreuz die dazu verurteilt wurde, das glaube ich nicht


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Wie Jesus Gott wurde

25.08.2026 um 20:04
Es besteht kein Dissens darüber,dass Jesus physisch tot war, als er angeblich auferstanden.


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Wie Jesus Gott wurde

25.08.2026 um 20:05
@Nexpert
hier ist etwas über die Kreuzigung, also Gangrän (Wundbrand) ist alleine nicht für den Tod verantwortlich
Der Tod durch Ersticken, Kreislaufkollaps oder Herzversagen trat bei nicht schon vorher geschwächten Menschen meist innerhalb von drei Tagen ein. Ihm gingen Qualen wie Durst, Wundbrand und Verkrampfung der Atemmuskulatur, je nach Jahreszeit auch Hitzeschäden bzw. Erfrierungen voraus.
Quelle: Wikipedia: Kreuzigung

du kannst dir da ziemlich sicher sein, dass das keiner der damals dazu verurteilt wurde, überlebt hat, davon kannst du ausgehen


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Wie Jesus Gott wurde

25.08.2026 um 20:44
@Nexpert
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Es besteht kein Dissens darüber,dass Jesus physisch tot war, als er angeblich auferstanden.
hier ist ganz klar ein Widerspruch in deinem Satz "physisch" war er tot - als er "auferstanden" ist, aber du sagst "angeblich"

ich könnte nun fragen "wie soll er denn auferstanden sein ?" wenn er "physisch" tot war ? - sieh es einfach mal so, "geistig" - also das was er da ausgelöst hat in jener Zeit, das wurde doch wieder entfacht, und am Leben erhalten, (das ist doch heute noch ein Thema, hier auch !) und das wurde damals über gute ausgebaute römische Straßen hinaus in die Welt getragen, das ist doch unbenommen - die verurteilte Person aber, die ist am Kreuz gestorben, das hat der nicht überlebt


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25.08.2026 um 20:46
Jemand kann nur von den Toden auferstehen, wenn er tot ist. Was muss man daran erklären?


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25.08.2026 um 20:49
@Nexpert
okay, dann lassen wir den einfach auferstehen ! ich will doch keine Gläubigen vergrämen


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25.08.2026 um 22:23
Ein Mann in Lumpen sitzt und liest die Bibel. Und ruft begeistert: Groß ist der Gott der Bibel: Er hat das Meer geteilt. Ein renommierter Theologe eilt vorbei und ärgert sich über die Unvernunft des Mannes solche Aussagen nicht zu hinterfragen und nicht wissenschaftlich einzuordnen. Er erklärt ihm, dass die Geschichte zwar zum Teil einen kleinen wahren Kern enthielte doch das übernatürliche eine falsch Lesart sei. Er erklärt, dass Einheit darin besteht, dass das kein Meer war, sondern ein kleines Flüsschen ein Tümpel oder eher sogar eine kleine normale Pfütze und die Teilung nicht durch Wunder erklärt werden muss. Der ernüchterte Mann nickt verstehend und liest weiter die Bibel. Doch kurz darauf schreit er wieder Gott ist noch viel größer. Der Theologe kommt zurück und sagt ihm ich habe dir doch erklärt, dass das Meer nicht geteilt wurde, sondern ein Tümpel. Das ist es ja sagt der arme Mann. Gott hat das ägyptische Meer samt Roß in einer Pfütze ertränkt.

So ist die liberale Theologie voller Wiedersprüche und Unglaube.

Sie glaubt es ist unvernünftig an Wunder zu glauben und die Bibel sei längst durch die Wissenschaft wiederlegt. Man glaubt lieber an einen Frosch der zu einem Prinzen wird bzw. eigentlich an noch absurdere Transformationen, nicht durch einen Kuss sondern durch Millionen von Jahren und Zufallsprozessen.
Man Philosophiert und wählt willkürlich und nach eigenem Vorstellungsvermögen des eigenen Verstandes 2000 Jahren nach erfüllten Prophezeiungen und Augenzeugenberichten, was davon glaubwürdig und wissenschaftlich ist. Weil das alles falsch ist das kann man null leugnen, weil so viel belegt und kohärent ist. Dann findet man noch so einige belesene und menschlich weise Männer, die das dann bestätigen und die Leute in eine Religion ohne Inhalt treiben.


Wer der Bibel nicht glaubt, könnte die Zeit in bessere Aktivitäten stecken, als dem armen Mann die Größe Gottes klein zu machen. Vor allem wenn er an eine per Definition zufällige entstandene Welt glaubt die dementsprechend auch nur ein zufälligen Sinn hat nämlich keinen, außer der Idee wir sind halt eine Laune der Natur ein Abfallprodukt oder ein glücklicher Zufall je nachdem.

Die Bibel sagt dazu folgendes:

[
22 Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, 23 verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit;
18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; 19 denn es steht geschrieben: »Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«.
20 Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben.

Quelle: 1. Korinther 1 (Schlachter 2000)]



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Wie Jesus Gott wurde

25.08.2026 um 23:38
Amen


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Wie Jesus Gott wurde

25.08.2026 um 23:56
Zitat von UnschweigsamUnschweigsam schrieb:Doch kurz darauf schreit er wieder Gott ist noch viel größer. Der Theologe kommt zurück und sagt ihm ich habe dir doch erklärt, dass das Meer nicht geteilt wurde, sondern ein Tümpel. Das ist es ja sagt der arme Mann. Gott hat das ägyptische Meer samt Roß in einer Pfütze ertränkt.
Das ist immer die selbe Masche. Man stellt absurde Begauptungen auf, die niemand gestellt hat, um lächerlich zu machen. Kein Wissenschaftler behauptet ernsthaft, Moses hätte eine Pfütze geteilt..


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Wie Jesus Gott wurde

26.08.2026 um 00:13
Ja das stimmt. Das hätte ich Kennzeichnen sollen. Dass das ein Gleichnis ist, ist hoffe ich dennoch verständlich.


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Wie Jesus Gott wurde

26.08.2026 um 00:28
Es gibt verschiedene Historisch kritische Herangehensweisen auch an das Wunder.
Quelle: https://journals.ametsoc.org/view/journals/bams/73/3/1520-0477_1992_073_0305_atoeft_2_0_co_2.xml

Natürlich redet keiner ernsthaft von einer Mini-Pfütze.


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Wie Jesus Gott wurde

26.08.2026 um 12:55
Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen
Und trotzdem beruft ihr euch auf Weisheit aus einem Buch, versucht zu verstehen, was nicht verstanden werden kann... Glaubt an Formen, Muster, Worte anderer... Wie stark ist der Glaube tatsächlich, wenn er euch größtenteils gegeben wurde und nicht aus, von, durch, euch selbst erfahren und erkannt wurde? Wieviel kann ein Mensch aus der Form einer Antwort schöpfen, und wieviel aus dem Erkennen was eine Antwort in euch und demnach auch anderen, bewegen kann?
Ihr sucht nach dem Unsagbaren und presst es in ein Wort, wollt das Unfassbare erfassen, wollt das Unbeschreibliche beschreiben... obwohl es immer dann am wahrhaftigsten in euch ist, wenn es unsagbar, unfassbar, unbeschreiblich bleibt...


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Wie Jesus Gott wurde

27.08.2026 um 01:28
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Die Interpretationen Ehrmanns ist die: nach der Kreuzigung Jesu flohen die Jünger nach Galiläa, hatten dort Visionen und glaubten, dass Jesus lebt und im Jenseits einen neuen Körper bekommen hat, während der alte Körper von Hunden gefressen wurde, was die Jünger nicht weiter bekommen hat. Eine Himmelfahrt brauchte es da natürlich nicht, wohl auch so eine Ausschmückung..
Paulus spricht in 1.Korinther15,35-53 nicht von einem Austauschen / Ersetzen des Körpers, wie Du es hier darstellst, sondern von einem Umwandeln des Körpers. Daher auch sein Beispiel vom Samen, der in die Erde geht und "stirbt", dort aber als verwandeltes Etwas "aufersteht". Er meint mitnichten, daß der Same einfach nur verrottet, und an selber Stelle entsteht was völlig Anderes, das nicht der "gestorbene Same" mehr wäre.
35 Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie?
36 Tor! Was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn.
37 Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen [Samenkörner].
38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und jedem der Samen seinen eigenen Leib.
39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; sondern ein anderes [ist das] der Menschen und ein anderes das Fleisch des Viehes und ein anderes das der Vögel und ein anderes das der Fische.
40 Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber. Aber anders ist der Glanz der himmlischen, anders der der irdischen;
41 ein anderer der Glanz der Sonne und ein anderer der Glanz des Mondes und ein anderer der Glanz der Sterne; denn es unterscheidet sich Stern von Stern an Glanz.
42 So ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit.
43 Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft;
44 es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistlichen.
45 So steht auch geschrieben: `Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist.
46 Aber das Geistliche ist nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistliche.
47 Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch vom Himmel.
48 Wie der Irdische, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen.
49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.
50 Dies aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch die Verweslichkeit nicht die Unverweslichkeit erbt.
51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden,
52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
53 Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.
Auch im Johannesevangelium steckt in der Szene von Maria und dem Auferstandenen (20,17) die Vorstellung, daß der Leib des Auferstandenen zunächst der ins Grab gelegte Leib ist, dann aber noch verwandelt wird.
Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott.
Auch in der Verklärungserzählung der drei anderen Evangelien (die sog. Synoptiker) kommt die Vorstellung der Verwandlung des irdischen Körpers in einen himmlischen vor, ohne daß der irdische Körper am Ende noch irgendwo rumläge und der himmlische sowas wie ein "neuer Anzug" wäre.
Mt17,2: Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiss wie das Licht;
Mk9,2b-3: Und er wurde vor ihnen umgestaltet; und seine Kleider wurden glänzend, sehr weiss, so wie kein Walker auf der Erde weiss machen kann.
Lk9,29: Und als er betete, veränderte sich das Aussehen seines Angesichts, und sein Gewand wurde weiss, strahlend.
Zitat von ParcoursParcours schrieb:
Zitat von UnschweigsamUnschweigsam schrieb:Menschen gehen nicht in den Tod für eine wissentliche komplett Lüge
ich persönlich bin überhaupt kein Fan von Ideologien ! lasst es mal lieber bleiben für eine Idee zu sterben !
Es geht nicht darum, ob jemand bereit ist, sich für ein "hehres Ziel" proaktiv in den Tod zu stürzen (Sprengstoffgürtel anlegen; für Führer, Gott, Demokratie-am-Hindukusch-Verteidigen odgl. Kanonenfutter spielen usw.). Es ging vielmehr darum, daß viele der ersten Christen, namentlich die Apostel, welche nach eigenem Bekunden den Auferstandenen gesehen hatten (haben wollten), ohne eigene Absicht für diesen ihren Glauben hingerichtet wurden. Der Knackpunkt dabei: hätten die sich das alles nur ausgedacht, um z.B, die darauf angeworbenen Neuchristen irgend abzuzocken (Spendensammlung, Machtausübung...) - wer hätt sich dafür dann hinrichten lassen? Schnell abgeschworen und weitergelebt! Aber nee, die ließen sich steinigen, mit Pfeilen erschießen, kreuzigen, köpfen... Sie starben, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen wollten. Glaube, nicht Ideologie, also wenn ein Glaubensgebilde zum Machtmittel in einer Gesellschaft eingesetzt wird.
Zitat von ParcoursParcours schrieb:das Christentum richtete sich gegen das Römische Reich
Nope. Trotz Verfolgung wehrten die frühen Christen sich nicht, agierten nicht gegen den Staat, die Regierung odgl. Sie beteten den Kaiser nicht an, aber sie beteten für ihn. Ganz nach Römer13:
1 Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten [staatlichen] Mächten; denn es ist keine [staatliche] Macht ausser von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet.
2 Wer sich daher der [staatlichen] Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen.
3 Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der [staatlichen] Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben;
4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.
5 Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen.
6 Denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern; denn es sind Gottes Diener, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind.
7 Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre [gebührt].
8 Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Jedenfalls erwähnt Paulus noch kein leeres Grab
Naaaja! Er erwähnt das Grab nicht ausdrücklich. Daß der begrabene Leib mit der Auferstehung die Begräbnisstatt verlassen hat (und verwandelt wurde; s.o.), das läuft durchaus auf ein leeres Grab für / bei Paulus hinaus. Ebenfalls in 1.Korinther15:
3 Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften;
4 und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften;
Hier faßt Paulus das, was er seiner Gemeinde ausführlich gepredigt hatte, ja nur mal kurz zusammen, klar fehlen da etliche Details. Daraus kannste nicht folgern, was zu jenem frühen Zeitpunkt noch nicht als Überlieferung galt.
Zitat von UnschweigsamUnschweigsam schrieb:So ist die liberale Theologie voller Wiedersprüche und Unglaube.
Diesen "Witz" hörte ich zum ersten Mal Mitte der Achtziger Jahre, und schon damals ging der so grottenschecht an der "liberalen Theologie" vorbei.

Was da karikiert wird, ist die sog. "Rationalistische Treologie, die ihre Hochzeit im 18.Jh. hatte und sogar noch bis ins 19.Jh. wirkte. Da allerdings war dies vor allem ein Instrument der Aufklärung, mehr ein Mittel gegen Theologie als eines der Theologie. Was dann später noch unter diesem Namen rangierte, fühlte sich zwar dem Rationalismus verpflichtet, erklärte biblische Wundergeschichten nicht mehr so unsinnig, wie es die Vertreter des theologischen Rationalismus tatsächlich so machten wie in jenem "Witz".

Heutzutage wird dieser Nicht-"Theologische Ansatz" z.B. im GreWi-Bereich noch angewendet. Die Leute erlentenwas, das sie sich nicht erklären konnten, und schilderten es ihrem beschränkten Verstehen gemäß als Big Wonder! Da landeten Aliens, hantierten mit unvorstellbarer Technik, und der dooge Hesekiel, kaum der Steinzeit erwachsen, redet vom Thronwagen Gottes.

Heutige dem Rationalismus verbundene Theologen ("heute" = schon seit dem 19.Jh.) fragen nicht, was da wohl wirklich passiert sein mag, sondern, was damit ausgesagt werden soll. Den einen mag ja interessieren, wie so ne Jungfrauengeburt vor sich gehen könnte - und wir ohne männliches Gen ein Junge dabei herauskommen kann! Daß hier letztlich die Göttlichkeit des Christus zum Ausdruck gebracht wird (Gott bewirkt das neue Leben ) - und nebenbei auch die gleichzeitige menschliche Natur Christi angesagt wird (menschliche Mutter), das scheint doch die eigentliche Aussageabsicht zu sein.
Zitat von UnschweigsamUnschweigsam schrieb:Sie glaubt es ist unvernünftig an Wunder zu glauben und die Bibel sei längst durch die Wissenschaft wiederlegt.
Nö, das sagt kein Theologe so in der Art. Das sagen nur so theologieferne wie theologiefeindliche Nixblicker.
Zitat von UnschweigsamUnschweigsam schrieb:Dass das ein Gleichnis ist, ist hoffe ich dennoch verständlich.
Tatsächlich ist es nur ein Zeichen dafür, keine Ahnung davon zu haben, was Theologen so glauben, sagen, meinen etc p.p.


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Wie Jesus Gott wurde

27.08.2026 um 07:25
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Paulus spricht in 1.Korinther15,35-53 nicht von einem Austauschen / Ersetzen des Körpers, wie Du es hier darstellst, sondern von einem Umwandeln des Körpers. Daher auch sein Beispiel vom Samen, der in die Erde geht und "stirbt", dort aber als verwandeltes Etwas "aufersteht". Er meint mitnichten, daß der Same einfach nur verrottet, und an selber Stelle entsteht was völlig Anderes, das nicht der "gestorbene Same" mehr wäre.
Habe ich kürzlich auch erfahren, ja. Am Samen kann man ja verfolgen, wie er Energie aufnimmt, wächst und den neuen Körper bildet, der mit dem Samen keine Ähnlichkeit hat. Auch die Funktion ist Anders. Darüber hinaus wächst der Körper nicht zum neuen Leib heran, sondern löst sich auf. Gott erschafft einen geistlichen Leib. Nach der Vorstellung der meisten Christen jedoch hat der Mensch eine unsterbliche Seele, die den Tod überlebt und daher hatte ich das Bild des neuen Körpers gebracht, den die Seele erhält.


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Wie Jesus Gott wurde

27.08.2026 um 08:37
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Nach der Vorstellung der meisten Christen jedoch hat der Mensch eine unsterbliche Seele, die den Tod überlebt und daher hatte ich das Bild des neuen Körpers gebracht, den die Seele erhält.
Hier gings - Dir gings - aber nun mal, daß (laut Ehrmann) der Auferstehungskörper ein vom Vortodeskörper verschiedener sei. Sodaß jener weiter fröhlich vor sich hinrotten, sich in seine Moleküle auflösen, von Hunden verzehrt werden kann, während der Auferstandene mit nem zweiten Bodysuit rumlustwandeln würde. Ob die Seele ewig sei oder nicht, hat damit doch nicht ansatzweise zu tun.

Du setzt hier mal eben Sterben mit Auferstehung gleIch, den "Zustand der Seele im Tod" mit dem Auferstehungskörper. Der Herr aber erstand nicht mit dem Sterben am Kreuz auf, er war zwischen Kreuzestod und "auferstanden am dritten Tage" ---> tot. Völlig egal, wie es um die Seele in der Zwischenzeit bestellt ist.


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27.08.2026 um 09:54
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Hier gings - Dir gings - aber nun mal, daß (laut Ehrmann) der Auferstehungskörper ein vom Vortodeskörper verschiedener sei
Muss er ja wohl, wenn der Körper sich nach dem Tod auflöst. Glaubt man dann an eine unsterbliche Seele, kommt man leicht zum Schluss, dass die Seele einen neuen, unsterblichen Körper bekommt.


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27.08.2026 um 12:38
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Muss er ja wohl, wenn der Körper sich nach dem Tod auflöst.
Das ist nicht die biblische Auffassung.
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Glaubt man dann an eine unsterbliche Seele, kommt man leicht zum Schluss, dass die Seele einen neuen, unsterblichen Körper bekommt.
Du kommst dahin. Auch ich glaube an eine unsterbliche Seele, und ebenso gehe auch ich vom Verrotten meines Körpers im Tod aus. Dennoch komm ich nicht zu diesem Deinem Schluß. Deine persönliche Sicht ist kein Apriori für das Funzen der Welt.


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27.08.2026 um 12:54
Ich verstehe nicht, worum der Streit jetzt geht. Wenn Die meisten Christen an eine unsterbliche Seele glauben, die nach dem Tod weiterlebt, dann heißt Auferstehung doch, dass diese Seelen einen neuen Körper bekommen, der Alte ist ja vergangen. Natürlich orientiert sich der an den alten Körper, den wollen die meisten Christen wieder haben, ist doch logisch. Was genau ist an dieser Schlussfolgerung falsch. Was ich verstehen könnte ist, dass Paulus nicht an eine unsterbliche Seele glaubte, sondern an eine Neuschöpfung des Menschens, die an den alten Körper orientiert ist. Das leuchtet mir ein. Und ja, wenn Paulus das leere Grab nicht erwähnt, kann man daraus den Schluss ziehen, dass für die ersten Christen dies nicht relevant war. In der Tat sind die Auferstehungsberichte so widersprüchlich, da muss nun wirklich viele gute Ausreden haben, um das zu fixen. Also hier finde ich Ehrman überzeugender.


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27.08.2026 um 16:09
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Wenn Die meisten Christen an eine unsterbliche Seele glauben, die nach dem Tod weiterlebt, dann heißt Auferstehung doch, dass diese Seelen einen neuen Körper bekommen
Nein, das heißt es eben nicht mal eben das. Eine weiterexistierende Seele ist noch nicht die Auferstehung. Schau Dir die Griechen an, bei denen ist das Weiterleben der Seelen ein Trauerspiel. Nur ganz wenige kommen ins Elysium, wo es ihnen gut geht. Auch in anderen Kulturen gibts diese eher dystopische "Zukunft der Seele" nach dem Tod. Auferstehung meint was anderes. Wenn in Deiner persönlichen Glaubenswelt die Seele nach dem Tod ne schöne Zeit hat, bitteschön! Aber daß andere das genauso sehen müssen, is nu mal nicht. Schon gar nicht ist das dann das christliche Konzept der Auferstehug, wie es im NT begegnet.
Zitat von NexpertNexpert schrieb:dass diese Seelen einen neuen Körper bekommen, der Alte ist ja vergangen
Der Witz aber ist, daß der alte Körper, selbst wenn er vergangen ist, für die Auferstehung "rekonstruiert" wird - und dann umgewandelt wird. Das, wie die Seele zwischenzeitlich existiert haben mag, ist weder der Auferstehungsleib noch dessen Ausgangsmaterial.

Für die Juden des 20.Jh. war der Holocaust deswegen ungleich schlimmer, schwerwiegender, als die einfache erschreckende Tatsache der millionenfachen Auslöschung jüdischer Menschen. Im Judentum debattierten die Rabbinen darüber, wie Auferstehung funktioniert, wo doch der tote Körper verrottet. Man kam zu dem Schluß, daß Gott den Körper aus den kümmerlichen Resten wieder aufbauen könne, Hauptsache, es ist noch so viel vom Körper übrig, wie der kleinste Knochen unseres Skeletts groß ist. Damals galt das letzte Glied des Kleinen Fingers als kleinster Knochen. Die Nazis nun, sie mordeten nicht nur, sie verbrannten die Leichnahme. Sie nahmen dem Volke Gottes die Auferstehung. Das Judentum hat diese Vorstellung sicher verarbeitet, aber es zeigt deutlich, wie eng die Auferstehung an den irdischen Körper anknüpft bei einer abrahamitischen Religion.

Vereinnahme nicht andere Glaubenswelten mit Deiner persönlichen Glaubenssicht.
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Und ja, wenn Paulus das leere Grab nicht erwähnt, kann man daraus den Schluss ziehen, dass für die ersten Christen dies nicht relevant war.
Nein. Wie gesagt, Paulus erwähnt die seinem Glauben und seiner Predigt / Mission zugrundeliegende Überlieferung an dieser einen Stelle nur mal kurz, nicht erschöpfend ausführlich. Daher kannste nicht folgern, was in dieser Kurzzusammenfassung fehlt, felte damls insgesamt. Für sein eigentliches Wirken zum Ausbau und zur Pflege seiner Gemeinden ließ Paulus ausdrücklich den "historischen Jesus" außen vor.
Zitat von NexpertNexpert schrieb:In der Tat sind die Auferstehungsberichte so widersprüchlich, da muss nun wirklich viele gute Ausreden haben, um das zu fixen.
Komisch, ich sehe da auch viele Gemeinsamkeiten, und das leere Grab gehört dazu. Fix das mal wech! Paulus jedenfals bringt keinen Auferstehungsbericht, daher kannste den dabei nicht berücksichtigen.


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Wie Jesus Gott wurde

27.08.2026 um 17:41
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nein, das heißt es eben nicht mal eben das. Eine weiterexistierende Seele ist noch nicht die Auferstehung.
Behauptet auch niemand, ich auch nicht. Wenn dem so wäre, bräuchte es die Auferstehung der Toten nicht.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nein, das heißt es eben nicht mal eben das. Eine weiterexistierende Seele ist noch nicht die Auferstehung.
Siehe oben
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wenn in Deiner persönlichen Glaubenswelt die Seele nach dem Tod
Ich glaube natürlich als Materialist weder an Seele, noch an Auferstehung.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Aber daß andere das genauso sehen müssen, is nu mal nicht.
Ich habe auch keinen Wunsch oder eine Aufforderung diesbezüglich geäußert.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Der Witz aber ist, daß der alte Körper, selbst wenn er vergangen ist, für die Auferstehung "rekonstruiert" wird - und dann umgewandelt wird
Das meinte ich auch mit meiner Äußerung, dass die Seele einen neuen Körper erhält.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Das, wie die Seele zwischenzeitlich existiert haben mag, ist weder der Auferstehungsleib noch dessen Ausgangsmaterial.
Siehe oben. Stellt sich natürlich die Frage, was die Seele ist und ob sie nicht ganz gut ohne Körper zurecht kommt, ist aber ein anderes Thema.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Vereinnahme nicht andere Glaubenswelten mit Deiner persönlichen Glaubenssicht.
Wie bitte? Wo tue ich das?
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Daher kannste nicht folgern
Dass andere Leute das folgern, wirst Du kaum verhindern können ...


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