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Melchisedek - König von Salem

32 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Ordnung, König, Friede, Abraham, Salem, Melchisedek, Hohenpriester
Fabiano
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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 16:28
Melchisedek – König von Salem


Wer war dieser geheimnissvolle Melchisedek?
Welche Bedeutung hat er für uns Menschen heute?
Ist dieser Melchisedek ein Wegweiser für alle drei großen monotheistischen Weltreligionen auf einen gemeinsamen Urglauben und Ursprung hin, des einen, einzigen, wahren und alleinigen Gottes?


Zur Bedeutung: Melchisedek (Malki-Zedek) „König des Lichts”, „König der Gerechtigkeit”, „König des Friedens”. Aus der Bibel wird von dieser Gestalt , einem (Priester-)König von Salem nur wenig berichtet, weder seine Herkunft noch sein Schicksal wird uns überliefert.


Nach der biblischen Überlieferung begegnete Abraham ihm, nachdem er den im Krieg der Könige (1. Mose 14,1-12) in Gefangenschaft geratenen Lot befreien konnte und in der Gegend von Sodom weilte. Melchisedek, der nicht nur König, sondern auch „Priester Gottes des Höchsten” genannt wird, kam zu ihm, brachte Brot und Wein und segnete Abraham, der ihm als Dank den Zehnten von allem übereignete.


Melchisedek war also König von Salem und gleichzeitig Priester des Höchsten. Im ersten Buch Mose gewinnt Abraham, der damals noch Abram heißt, eine Schlacht und trifft auf dem Weg zurück diesen Melchisedek. Der ist ein kanaanitischer Priesterkönig. Er war Priester der kanaanäischen Gottheit El Elyon, die im ersten Buch Mose mit der Identität des Gottes Abrahams verbunden wird.

Wie aus dem Nichts taucht in der Bibel plötzlich der Name Melchisedek auf. Er lebte zur Zeit Abrahams und segnete diesen und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat“ (1 Mose 14,18.19).


Im 110. Psalm Davids heißt es, dass den Priestern im eingenommenem Jerusalem ewiglich die „Weise Melchisedeks” zuteil werde (Ps. 110,4). Das Neue Testament greift diese Schriftbelege auf und bezeichnet im Hebräerbrief Jesus als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks (Hebr. 7,1-28), dessen Dienst dem menschlichen Priesteramt weit überlegen sei (Hebr. 8,1-10,18). Melchisedek gilt hier als Allegorie auf Jesus Christus, einmal weil grundsätzlich das Geringere von dem Höheren gesegnet wird (Hebr. 7,7), außerdem weil von Melchisedek weder Abstammung noch Ende berichtet sind.

Für das Christentum ist Melchisedek ein zentraler Wegweiser auf Christus hin, den König der Gerechtigkeit und König des Friedens, der die Friedensherrschaft Gottes aufrichten wird. Er ist Priester Gottes, des Höchsten. Und er war von Ewigkeit her und wird in Ewigkeit bleiben. Er gleicht dem Sohn Gottes und bleibt Priester für immer. Man könnte auch sagen dass Melchisedek das Urbild und Jesus das Abbild darstellt. Abbild für den ursprünglichen Glauben an den einen, einzigen und wahren Gott.


Hebr 7,1:
Das Hohepriestertum Jesu ist erhaben über das levitische Priestertum. Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, der Abraham entgegenging und ihn segnete, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte...

Hebr 7,3:
Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, hat er weder Anfang der Tage noch Ende...

Auch Jesus Christus ist König und Priester zugleich. Deswegen ist Jesus Christus auch Hohepriester nach der Weise Melchisedeks, welcher auch König und Hohepriester zugleich war:

“So hat auch der Christus sich nicht selbst verherrlicht, um Hohepriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm gesagt hat: »Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt.« Wie es auch an einer anderen Stelle heißt: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«“ (Hebräer 5,5.6)

Jesus war und ist also kein „normaler“ Priester der Linie Aarons, sondern hat eine ungleich höhere Stellung. Er wurde direkt von Gott berufen. Sein Amt ist ewig, für ihn gilt nicht die übliche Priesterordnung Israels, sondern er ist Priester nach Vorbild des geheimnisvollen Priesterkönigs Melchisedek.

Melchisedek der „König von Salem“ und „Priester des Höchsten Gottes“ (Hohepriester), kann als „König von Jerusalem“ oder auch als „König des Friedens“ interpretiert werden.
Der Name Melchisedek selbst lässt sich übersetzen und bedeutet ungefähr „König der Rechtschaffenheit.“ Die Bedeutung Melchisedeks besteht darin, dass er der erste überhaupt in der Bibel erwähnte Priester ist, und dass er für sein Opfer Brot und Wein verwendet, nicht Fleisch von Opfertieren, wie die späteren Priester des alten Testaments. Er kann so symbolisch auf Jesus Christus und die von diesem gestiftete Eucharistie als Opfermahl gedeutet werden.

Ferner wird „Salem“ häufig als die Stadt Jerusalem interpretiert, und diese Bibelstelle wäre dann der früheste geschichtliche Hinweis auf diese ansonsten in den Mosesbüchern noch nicht erwähnte Stadt. Außerdem weist uns Melchisedek auf Abraham hin, den Urvater aller monotheistischem Weltreligionen.

Melchisedek, der König von Salem und Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.


Es wurde schon viel gerätselt, wer dieser Melchisedek gewesen sein könnte. Manche halten ihn für einen Engel, aufgrund von Hebräer 7,3, manche für den Vorläufer Christi, oder gar für Christus selbst oder sogar Gott in Gestalt eines ewigen Königs eines Friedensreiches ("Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, hat er weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens, er gleicht dem Sohn Gottes und bleibt Priester für immer"). Jedenfalls weist er uns einmal auf Jesus Christus hin, den Sohn Gottes, den Herrn der Herren, den König der Könige, der als wahrer Hohepriester auch heute vor Gott, dem Allmächtigen für uns eintritt und Rückblickend auf Abraham, den Urvater aller drei großen Weltreligionen.


Eine christliche Auseinandersetzung Melchisedeks findet sich im Brief an die Hebräer in den Kapiteln 5–7. Der Segensempfang Abrahams wird als eine Unterordnung Abrahams unter Melchisedek und seines Gottes verstanden. Damit wird die erste Begegnung Abrams mit Melchisedek durch dessen Segen seines Gottes wegweisend für das Volk Israel und für alle weiteren Religionen, zu deren Stammvater oder Urvater Abraham gezählt wird mit allen seinen verheißenen Nachfahren.

David ist als König von Israel Vorfahre Jesu Christi (nach Mt 1,6), deshalb „Du bist Priester“, obwohl David selbst kein Priester war. Christi Priestertum gilt als ewig, also für immer, so wie das jenes Melichisedeks, der auftaucht ohne Vor- noch Nachfahren, ohne Anfang seiner Tage noch Ende seines Lebens.

Die Ämter des Königs und des Priesters waren zur damaligen Zeit getrennt. Die jüdischen Könige entstammten alle der Linie Davids. Auch Jesus, der König der Könige kommt menschlich gesehen aus dieser Linie, weswegen er im Neuen Testament auch als Sohn Davids bezeichnet wird. Die Hohepriester jedoch waren Abkömmlinge Aarons. In der Regel durfte ein König nicht den Dienst eines Priesters verrichten, beide Linien waren voneinander unabhängig.

Das christliche Opfer (die Eucharistie) wird nach der Ordnung des Melchisedek dargebracht, also mit Brot und Wein, unblutig und ohne Opfertiere. Die Stiftshütte war ein Abbild des himmlischen Urbildes. Irdische Tempel und Priesterschaft dagegen wurden zerstört, und Jesus gab den Tempel seines Leibes der Zerstörung preis, um sich selbst als Opfer des himmlischen Allerheiligsten Gottes darzubringen.


Abraham, der sich Melchisedek freiwillig unterstellt, gilt hier als Verkörperung aller von ihm abstammenden daraus hervorgehenden Religionen, also dem Judentum, den Christentum und dem Islam. Eine auf Abstammung beruhende Priesterschaft gibt es fortan nicht mehr. So ist auch das Christentum nicht mehr wie im Judentum, auf Abstammung hin ausgerichtet, sondern allen Menschen grundsätzlich zugänglich. Gleiches gilt im Islam. Der Segen Melchisedechs, der Abraham als erstem zuteil wurde, greift in der Folge auf alle daraus hervorgehenden Religionen über.

Ist der Ursprung aller monotheistischen Religionen, welche den Glauben an den einen, einzigen wahren und alleinigen Gott verkörpern also in der Gestalt des geheimnisvollen Melchisedek zu suchen und zu finden?

Ist die Zukunft aller drei monotheistischen Religionen und vielleicht auch das Besinnen auf Gemeinsame Grundwerte des Glaubens und damit ein Zugang zueinander und untereinander auch in der Gestalt des geheimnisvollen Melchisedek zu finden? Ist dieser Melchisedek ein Wegweiser für alle, die an den einen und einzigen wahren und alleinigen Gott glauben? Spiegelt dieser Melchisedek das wahre Wesen von Glauben nach einer geheimen Ordnung, der Ordnung Melchisedeks wieder?

Und warum ist so wenig über diese geheimnisvolle Gestalt des Melchisedek, dem König und Hohenpriester von Salem bekannt?


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Puschelhasi
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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 16:36
@Fabiano

Wie kann Jesus nach christlicher Auffassung von Gott zum Hohepriester berufen sein, wenn er doch Gott ist?

Hat Gott sich selbst zum Hohepriester gemacht? Ist Gott nun Gott oder Hohepriester?


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Fabiano
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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 16:42
Wer sagt, dass Jesus nach christlicher Auffassung Gott ist? - Christen sprechen von Jesus als Sohn Gottes. Dieser ist aber Teil einer göttlichen Dreifaltigkeit... Aber das ist ein anderes Thema, welches ich hier nicht diskutieren möchte. Hier geht es mir um Melchisedek !

@Puschelhasi


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shadowsurfer
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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 16:51
Salem liegt in Oregon, Westküste. ;)


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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 17:38
"Und warum ist so wenig über diese geheimnisvolle Gestalt des Melchisedek, dem König und Hohenpriester von Salem bekannt?"

Eine gewichtige Stimme zur Herkunft des Melchi:

Chantepie de la Saussaye/Alfred Bertholet, Lehrbuch der Religionsgeschichte, Band 1, Seite 620:

"... als Zeitgenosse Abrahams genannte jerusalemische Priesterkönig Melkisedek den kanaanäischen Gottesnamen Melek zeigt, wenn nicht Melkisedek sogar aus zwei Götternamen Melek und Sedek zusammengesetzt ist."

Wer wirklich gut und wissenschaftlich über Melchi informiert sein will, der lese Hermann Gunkel, Genesis, §38, Abrahams Sieg über die vier Könige (meine Ausgabe Seite 279-290)

damkina


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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 19:57
@Fabiano
Was ist denn deine Frage du hast alles was man über Melchisedek weiß aufgelistet und erklärt, eigentlich kann man da nicht mehr viel hinzufügen.

Interessant ist ja dass Jesus als einziger "Phrister" aus einem anderen Geschlecht, nämlich Juda hervorgeht und nicht wie alle Priester aus dem Stamm Levi.
Denn ein König konnte und durfte niemals Priester sein, klare Trennung von Staat und geistiger Führung.
Das war bei Mose und Aaron so und bei allen Königen die darauf folgten.

Nur bei diesem ominösen Melchisedek nicht und bei Christus.

Finde ich eine interessante Theorie dass dieser Melchisedek Jesus selbst gewesen sein könnte. Wieso nicht? Möglich wäre es.
Ich bin mir sicher wir werden es nie herausfinden, wenn es doch höchstwahrscheinlich nicht mal Abram wusste.

Deine Frage ist interessant, allerdings weiß ich nicht in wie weit uns das weiterbringt wenn wir hier noch mehr über Melchisedek wüssten.
Ich denke alles wichtige wissen wir, der Rest ist Detail und vielleicht interessant, aber man sollte nie das wirklich wichtige aus dem Auge verlieren weil man so sehr nach den Details sucht und forscht.


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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 20:43
Fragt mal die Mormonen - die haben das Melchisekische Priestertum, was mit Jesus gleichgesetzt wird, und das niedere Aaronische Priestertum.

Liebe Grüße
Freistil


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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 23:46
Fabiano@

Ich vermute, dass Melchisedek eine ähnliche Figur wie Al- Chidr im Koran (Sure 18, Vers 60 bis 78) ist. Ein Weiser der Vorzeit, dessen Priesterschaft, Salbung und Königtum auf seiner Weisheit der spirittuellen Welt beruht, die Gott ihn zuteil hat werden lassen.

Die Art Melchisedeks ist die spirituelle Seite des Prophetentums. Abraham war Stammesführer, Clanoberhaupt, er heiratete Frauen, gab Gott physische Opfer, reiste viele hundert Kilometer und verkündete die Worte seines Herrn ... das ist die äußere Rolle der Prophetenschaft. Sie steht im Vordergrund.
Die innere Seite der Prophetenschaft ist dagegen die unverzichtbare Grundvoraussetzung. Ohne die Eigenschaften der Geduld, Bescheidenheit, des unerschütterlichen Gottvertrauens und gesunden Forme der körperlichen und geistigen Askese ist kein Prophetentum möglich.

Mose lernte in der Korangeschichte von Al- Chidr diese innere Seite der Prophetenschaft. Anlass dieser spirituellen Reise und Unterweisung war seine Überzeugung, der gelehrteste Mann seiner Zeit zu sein. Daraufhin forderte Gott ihn heraus und sagte ihm, dass es noch einen gelehrteren Mann gäbe. Als er ihn dann schließlich an der Scheide zweier Meere traf, fand er eine andere, spirituelle Form des Wissens vor als er erwartet hatte und wurde von ihm darin unterwiesen, dass es Dinge gibt, die wir nicht begreifen können, solange Gott sie uns nicht mitteilt.

Dass Jesus die Weise Melchisedeks verkörpert, passt gut in die Prophetengeschichte. Er war ja hauptsächlich deswegen ins Volk Israel berufen worden, weil die Notwendigkeit bestand, dem starren, strengen und komplizierten, von den jüdischen Gelehrten und Eliten bestimmten Gesetz ein menschliches Antlitz zu geben.


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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 23:48
Übrigens bedeutet Melchi Sedek im Arabischen (Malik as- Sadiq) einfach "der rechtschaffene/vertrauenswürdige König"


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Fabiano
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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 23:48
@kastanislaus:

Ich meine, ich habe da schon einige Fragen in den Text eingebaut, worüber ich gerne diskutieren möchte:

- Wer war dieser geheimnissvolle Melchisedek?
- Welche Bedeutung hat er für uns Menschen heute?
- Ist dieser Melchisedek ein Wegweiser für alle drei großen monotheistischen Weltreligionen auf einen gemeinsamen Urglauben und Ursprung hin, des einen, einzigen, wahren und alleinigen Gottes?

- Ist der Ursprung aller monotheistischen Religionen, welche den Glauben an den einen, einzigen wahren und alleinigen Gott verkörpern also in der Gestalt des geheimnisvollen Melchisedek zu suchen und zu finden?

- Ist die Zukunft aller drei monotheistischen Religionen und vielleicht auch das Besinnen auf Gemeinsame Grundwerte des Glaubens und damit ein Zugang zueinander und untereinander auch in der Gestalt des geheimnisvollen Melchisedek zu finden?
- Ist dieser Melchisedek ein Wegweiser für alle, die an den einen und einzigen wahren und alleinigen Gott glauben?
- Spiegelt dieser Melchisedek das wahre Wesen von Glauben nach einer geheimen Ordnung, der Ordnung Melchisedeks wieder?
- Warum ist so wenig über diese geheimnisvolle Gestalt des Melchisedek, dem König und Hohenpriester von Salem bekannt?


Das ist doch schon eine ganze Menge ???


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Fabiano
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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 23:52
Danke für deine Erläuterungen, das hat meinen Horizont auch mal wieder etwas erweitert !

@DahamImIslam :D


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Melchisedek - König von Salem

23.11.2009 um 23:54
Lies dir mal die Geschichte im Koran vor dem Hintergrund meines posts durch, dann dürfte er sich noch weiter erweitern ;)


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jamesbondla
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Melchisedek - König von Salem

24.11.2009 um 00:42
Das ist der geheimnisvolle, grüne Mann
In etwa " Der grüne" - wobei "chidr" nicht das Wort für grün ist, aber damit verwandt ist
Das ist eine hochmystische Geschichte. Nichts für die Wahabiten-Brüder

Jedenfalls habe ich das so einmal mitbekommen :)


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salem888
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Melchisedek - König von Salem

24.11.2009 um 15:57
@Fabiano
Hallo Fabiano, Mea Culpa, ich gestehe die Geschichte
schmeichelt mir. Es sollte erkennbar sein, dass ich mich
auch mit der Materie auseinandersetze. Melchisedek ist
mir nicht fremd, und wie jede Metapher der heiligen Schrift
interessiert mich dieses Thema sehr. Ich finde es toll, welche
Mühe du dir gemacht hast Informationen zusammenzustellen.
Also von mir aus können wir hier gerne eine kleine Bibelkunde
abhalten, ich bin immer an der vermehrung von Erkenntnissen
interessiert. Ich bin allerdings etwas kurz an Zeit, muss deinen
Beitrag erst noch genauer betrachten, kann ein paar Tage dauern..

Wer war dieser geheimnissvolle Melchisedek?
rs58178,1259074657,melchisedek2yl7

Freundliche Grüsse


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Owais
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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 14:40
@DahamImIslam
DahamImIslam
schrieb:
Ich vermute, dass Melchisedek eine ähnliche Figur wie Al- Chidr im Koran (Sure 18, Vers 60 bis 78) ist. Ein Weiser der Vorzeit, dessen Priesterschaft, Salbung und Königtum auf seiner Weisheit der spirittuellen Welt beruht, die Gott ihn zuteil hat werden lassen.
Wie wäre das überhaupt möglich, wenn man der biblischen Geschichte Vertrauen schenkt lebte Melchisedek zur Zeit Abrahams. Dem Koran nach zu urteilen lebte er aber zur Zeit von Moses a.s.?


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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 15:17
Nur so am Rande:
Ich weiss dass gewisse katholische Auslegungen eine andere Ansicht diesbezüglich haben.
Aber das Abendmal ist keine Opfergabe. Sondern ein Gedenken an die Opfergabe Jesu, die alle Opfergaben überflüssig machte. Aus Christlicher Sicht war Jesu Tod das letzte nötige Opfer und er beauftragte uns das Abendmal zu seinem Gedenken und seinen Opfertod zu vollziehen.
Ob Melchisedek auf dieses zukünftige Ereignis hinweisen wollte? So wie später auch Abraham hinging und für den Bund bereit war seinen Sohn zu opfern, so wie später Gott, durch Jesus den Bund vollendete. Was Jesus bei seinem Tod am Kreuz mit dem Ausspruch "Es ist vollbracht" unterstrich.


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Fabiano
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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 17:41
@Owais: Interessant finde ich deine Anmerkung, dass dieser Melchisedek auch im Koran erwähnt ist. Selbst wenn die Zeitschiene in der er dort angeordnet wird, nicht mit der biblischen übereinstimmt, so wäre es ganz nett, wenn du mir mal die entsprechenden Koranstellen mitteilen könntest, wo auch dort Melchisedek erwähnt wird und was der Koran über ihn sagt.


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Owais
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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 17:56
@Fabiano

Meine Anmerkung war eher hypothetisch gemeint. Ich sehe da noch keinen wirklichen Zusammenhang.
Wenn wir davon ausgehen würden Melchisedek wäre der sog. AL Chidr, dann passt die biblische Zeitschiene nicht zu der koranischen in der AL Chidr ein Zeitgenosse von Moses ist.

Erst einmal die Vorgeschichte aus einem HADITH ;)

Sa`id Ibn Dschubair berichtete: „Ich sagte zu Ibn `Abbas, dass Naufa Al-Bikalyy behauptete, Moses von den Kindern Israels sei nicht derselbe Moses gewesen, der die Geschichte mit dem Al-Chidr(1) gemeinsam hatte. Er erwiderte: „Er lügt, dieser Feind Allahs! Denn Ubayy Ibn Ka`b berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Moses stand eines Tages auf und hielt eine Rede vor den Kindern Israels. Einer fragte ihn: „Welcher Mensch weiß am meisten?“ Er (Moses) antwortete: „Ich!“ Da hielt ihm Allah diese äußerung vor, weil er das Wissen nicht auf Ihn bezog, und gab ihm anschließend ein: „Doch einer von Unseren Dienern, der sich an dem Zusammenfluß beider Meere aufhält, weiß mehr Bescheid als du. „Moses sagte: „Jawohl Herr! Wie komme ich dann zu ihm?““ Allah sagte zu ihm: „Nimm einen Fisch in einem Kübel mit und achte darauf, dass du dem Weg des Fisches nachgehst, (bis) wenn er dir abhanden kommt.“ Da begab sich Moses auf den Weg in Begleitung seines jungen Dieners Dschuscha` Ibn Nun, und sie trugen den Fisch bei sich. Als sie an einem Felsen ankamen, ließen sie sich nieder. Dort legte sich Moses hin und schlief ein. Am Unterteil des Felsens gab es eine Wasserquelle, welche „Quelle des Lebens“ heißt, deren Wasser alles wiederbelebt, was es berührt. Mit diesem Quellwasser kam der Fisch in Berührung und wurde beweglich er rutschte dann aus dem Kübel hinaus, nahm seinen Weg hin und schwamm im Meer(1). Als Moses wach wurde, sagte er zu seinem jungen Diener: „Bring uns unsere Speise(2)!“ Er empfand erst die große Anstrengung(2), nachdem er weitergegangen war, wie dies ihm vorgeschrieben war. Sein junger Diener sagte zu ihm: „Hast du nicht gesehen, dass ich den Fisch vergaß, als wir auf dem Felsen rasteten?(3)“ Da kehrten sie beide um und schritten auf ihren Spuren zurück(4). Sie sahen im Meer den Weg des Fisches wie eine offene Rinne. Dies war für den jungen Diener ein wundersames Ereignis(3) und für den Fisch ein einfacher Weg ins Meer hinaus(5). Als sie endlich am (anderen) Felsen ankamen, fanden sie einen Mann, der in einem Gewand gehüllt war.(6) Moses grüßte ihn mit dem Friedensgruß (Salam). Er erwiderte: „Der Friede möge in deinem Land herrschen!“ Moses sagte: „Ich bin Moses!“ Er fragte: „Bist du Moses der Kinder Israels?“ Moses sagte: „Ja!“ Dann sprach er zu ihm: „Darf ich dir folgen, auf daß du mich über das rechte Handeln belehrst, wie du gelehrt worden bist?(7)“ Al-Chidr sagte zu ihm: „O Moses, du besitzt wahrlich ein Wissen, das Allah dich gelehrt hat, und von dem ich keine Kenntnis besitze! Und ich besitze ebenfalls ein Wissen, das Allah mich gelehrt hat, und von dem du keine Kenntnis besitzt.“ Moses sagte: „Ich will dir doch folgen.“ Er sprach: „Nun gut! Wenn du mir folgen willst, so frage mich nach nichts, bis ich es dir von selbst erkläre!(8)“ So machten sich beide auf den Weg entlang der Küste. Da fuhr an ihnen ein Schiff vorbei, dessen Insassen Al-Chidr erkannten und dann ihn mit seinen Begleitern auf ihrem Schiff, ohne Beförderungslohn, mitnahmen. Als sie auf das Schiff gelangten, setzte sich ein Vogel auf eine Schiffskante nieder und tauchte seinen Schnabel ins Wasser. Da sagte Al-Chidr zu Moses: „Dein Wissen und mein Wissen und das Wissen aller Geschöpfe zusammen ist gegenüber dem Wissen Allahs nicht mehr als die Wassermenge, die am Schnabel des Vogels hängenblieb!“ Es dauerte dann nur eine kurze Weile, bis Al-Chidr ein Beil nahm und ein Loch ins Schiff schlug. Moses sagte zu ihm: „Es sind Leute, die uns ohne Lohn beförderten! Da machst du dich an ihr Schiff heran, und schlägst du dort absichtlich ein Loch ein, um ihre Insassen ertrinken zu lassen. Wahrlich, du hast etwas Schreckliches getan(9)“ So zogen sie weiter, bis sie einen Jüngling trafen, der mit seinen Kameraden spielte. Da packte ihn Al-Chidr am Kopf und schnitt ihm diesen ab. Moses sagte zu ihm: ""Hast du einen unschuldigen Menschen erschlagen, ohne daß (er) einen anderen (erschlagen hatte)? Wahrlich, du hast etwas Entsetzliches getan!(10)“ Al-Chidr sagte: „Habe ich dir nicht gesagt, du würdest es nimmer fertigbringen, bei mir in Geduld auszuharren?(11)“ ...So zogen sie weiter, bis sie zum Volk einer Stadt gelangten und von ihm Gastfreundschaft erbaten diese aber weigerten sich, sie zu bewirten. Nun fanden sie dort eine Mauer, die einzustürzen drohte, und er richtete sie mit einer Handbewegung von ihm auf. Moses sagte darauf zu ihm: „Wir kamen in dieser Stadt an, und ihre Bewohner haben uns weder Gastfreundschaft erwiesen noch etwas zu essen gegeben. Wenn du es gewollt hättest, hättest du die Belohnung dafür erhalten können!(12)“ Er sprach: „Dies bedeutet die Trennung zwischen mir und dir. Doch will ich dir die Bedeutung von dem sagen, was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest!13) „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, setzte dann fort: „Wir wünschten es sehr, dass Moses sich geduldig verhalten hätte, damit er uns hätte berichten können, wie es mit den beiden weiterging!““

(Die im Text vorgekommenen Nummern weisen auf die Qur´an-Verse in der Surah 18, Al-Kahf (Die Höhle) hin, wobei die jeweiligen Verse wie folgt zu finden sind: 1) 60 ff., 2) 62, 3) 63, 4) 64, 5) 61, 6) 65, 7) 66, 8) 70, 9) 71, 10) 74, 11) 75, 12) 77, 13) 78)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 4727]


Die Stellen aus dem Koran:

Sura 18 Vers 60-82

60 Und als Mūsā zu seinem Burschen sagte: „Ich lasse nicht ab, bis ich die Stelle erreicht habe, an der die Meere zusammenkommen, und sollte ich lange Zeit weiter gehen.“

61 Als sie die Stelle erreicht hatten, an der sie zusammenkommen, vergaßen sie ihren Fisch, so nahm er seinen Weg im Meer, (auf und davon) schwimmend.

62 Als sie vorbeigegangen waren, sagte er zu seinem Burschen: „Bringe uns unser Mittagessen. Wir haben ja durch diese unsere Reise (viel) Mühsal erlitten.“

63 Er sagte: „Siehst du! Als wir beim Felsen Rast gemacht haben, gewiß, da habe ich den Fisch vergessen. Und es ließ mich ihn nur der Satan vergessen, ihn (dir) zu erwähnen. Und er nahm seinen Weg im Meer auf wunderliche Weise.“

64 Er sagte: „Das ist es, was wir suchten.“ Da kehrten sie beide zurück, indem sie ihren eigenen Spuren folgten.

65 Sie trafen einen von Unseren Dienern, dem Wir Barmherzigkeit von Uns aus hatten zukommen lassen und den Wir Wissen von Uns her gelehrt hatten.

66 Mūsā sagte zu ihm: „Darf ich dir folgen, auf daß du mich von dem lehrst, was dir an Besonnenheit gelehrt worden ist?“

67 Er sagte: „Du wirst (es) bei mir nicht aushalten können.

68 Wie willst du das auch aushalten, wovon du keine umfassende Kenntnis hast?“

69 Er sagte: „Du wirst mich, wenn Allah will, standhaft finden, und ich werde mich keinem Befehl von dir widersetzen.“

70 Er sagte: „Wenn du mir denn folg(en will)st, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst es dir gegenüber zuerst erwähne.“

71 Da zogen sie beide los, bis, als sie ein Schiff bestiegen, er darin ein Loch machte. Er (Mūsā) sagte: „Hast du ein Loch darin gemacht, um seine Besatzung ertrinken zu lassen? Du hast da ja eine grauenhafte Sache begangen.“

72 Er sagte: „Habe ich nicht gesagt, daß du (es) bei mir nicht wirst aushalten können?“

73 Er (Mūsā) sagte: „Belange mich nicht dafür, daß ich vergessen habe, und bedrücke mich in meiner Angelegenheit nicht mit einer Erschwernis.“

74 Da zogen sie beide weiter, bis, als sie dann einen Jungen trafen, er ihn tötete. Er (Mūsā) sagte: „Hast du eine unschuldige Seele getötet (und zwar) nicht (als Wiedervergeltung) für eine (andere) Seele? Du hast da ja eine verwerfliche Sache begangen.“

75 Er sagte: „Habe ich dir nicht gesagt, daß du (es) bei mir nicht wirst aushalten können?“

76 Er (Mūsā) sagte: „Wenn ich dich danach (noch einmal) nach irgend etwas frage, dann lasse mich dich nicht mehr begleiten. Dich trifft in Bezug auf mich kein Tadel.“

77 Da zogen sie beide weiter, bis, als sie dann zu den Bewohnern einer Stadt kamen, sie ihre Bewohner um etwas zu essen baten; diese aber weigerten sich, sie gastlich aufzunehmen. Da fanden sie in ihr eine Mauer, die einzustürzen drohte, und so richtete er sie auf. Er (Mūsā) sagte: „Wenn du wolltest, hättest du dafür wahrlich Lohn nehmen können.“

78 Er sagte: „Das ist die Trennung zwischen mir und dir. Ich werde dir jetzt die Deutung dessen kundtun, was du nicht aushalten konntest.

79 Was das Schiff angeht, so gehörte es Armen, die auf dem Meer arbeiteten. Ich wollte es schadhaft machen, denn ein König war hinter ihnen her, der jedes Schiff mit Gewalt wegnahm.

80 Was den Jungen angeht, so waren seine Eltern gläubige (Menschen). Da fürchteten wir, daß er sie durch (seine) Auflehnung und durch (seinen) Unglauben bedrücken würde.

81 So wollten wir, daß ihr Herr ihnen zum Tausch einen gebe, – besser als er an Lauterkeit und näher kommend an Güte.

82 Was aber die Mauer angeht, so gehörte sie zwei Waisenjungen in der Stadt, und unter ihr befand sich ein für sie bestimmter Schatz. Ihr Vater war rechtschaffen, und da wollte dein Herr, daß sie (erst) ihre Vollreife erlangen und (dann) ihren Schatz hervorholen – aus Barmherzigkeit von deinem Herrn. Ich tat es ja nicht aus eigenem Ermessen. Das ist die Deutung dessen, was du nicht aushalten konntest.“


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salem888
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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 18:09
Ach wie niedlich! DudelldiDuddeldi!!!
Melchisedek ist der König des Friedens.
Ich wünsch bei Gott, das viele Menschen,
die diesen Beitrag lesen, an folgendes Lied denken:

Gratulation! Wer von euch verstanden hat worum es
geht, kann sich des Friedens im Königreich der Himmel sicher sein.
(Bei unsicheren Forumisten empfehle ich die chronologie ernst zu nehmen...)

Alles was ich zu sagen habe verbirgt sich in diesem Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=Btly6coZEZI

Schalom!Der König von Salem-theres magic everywere...


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Fabiano
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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 19:00
Naja vielen Dank für den Mammuthbeitrag... Ich denke nicht, dass dieser Al Chidr aus dem Koran und den Hadithen der gleiche ist wie Melchisedek aus der Bibel. Passt einfach nicht.


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salem888
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Melchisedek - König von Salem

26.11.2009 um 19:15
Einverstanden. Das passt einfach nicht.
Trotzdem ein netter Versuch die Mysterien wiederzubeleben.
Machs gut Wasserpriester der Wein trinkt..


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