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Ist Gott Machtpolitik?

50 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Glauben, Kirche

Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 19:29
"Da gibt es einen allmächtigen Gott, ihr könnt ihn nicht wahrnehmen, doch er ist überall, weiß alles! Gehorcht mir, und er wird euch belohnen mit ewigem Dasein im Paradies, nach dem Tode (Gut, das lässt sich jetzt nicht so leicht überprüfen, aber dieser Gott fordert vor allem (blinden) Glauben). Widersetzt ihr euch, gehorcht ihr nicht und vor allem glaubt ihr nicht an Gott, wird das BÖSE euch nach dem Tod auf Ewigkeit grausam foltern!"

Klingt offensichtlich nach allzu weltlicher Machtpolitik, nicht nach Spiritualität. Der gemeine Kleriker wird dies zwar etwas vorsichtiger ausdrücken, doch im Kern trifft er die gleiche Aussage.
Die ursprüngliche Idee dahinter mag sein, dass nicht nur die öffentlichen Handlungen, sondern auch die Gedanken der Menschen kontrolliert werden, denn ein Mörder wird unter Androhung einer Strafe seine Tat heimlich verrichten. Sitzt ihm aber der Teufel in den Gedanken, der ihm einredet "Gott sieht dies und wird dich furchtbar bestrafen", überdenkt er seine Tat vielleicht nochmal; überprüfen kann er es ja nicht, ob er tatsächlich bestraft wird.

In einer Welt, in der es noch keine Überwachungskameras gab, finde ich das plausibel. Religion also als vorzeitliche Überwachungsmaschinerie? Die Geschichte zeigt, dass das dennoch nur so halb funktioniert. Die Natur des Menschen lässt sich einfach nicht so leicht bezwingen, egal wie stark der Glaube ist. Dass es jedoch religiös motivierte Heere von Soldaten gab ist jedoch unbestreitbar.

Gleichwohl mag hier jemand anmerken, dass die Führungsriege der großen Weltreligionen selbst an ihren Gott glaubt. Ist die heutige Religion aber nicht bloß ein Produkt einer langen Geschichte, die ihr Eigenleben entwickelt hat? Möglicherweise hat der erste Mensch, der die Religion und einen erfand, nicht wirklich selbst dran geglaubt, sondern nur die Macht im Auge gehabt. Unbezweifelbar erlaubt die Religion wenigen Menschen, Herrschaft über sehr viele zu erlangen. Wenige Menschen, die vielleicht keine Lust haben, selber für ihr täglich Brot zu arbeiten. Das geht natürlich nur, wenn sie versichern, ihre Religion ist die einzig wahre. Dies sollte also schon misstrauisch machen.

Als Nebenprodukt wird die Religion auch von Gläubigen missbraucht, um Gewalttaten zu verüben, durch willkürliche Interpretation und indem sich die Leute selbst belügen, die Regeln zurechtbiegen.

Anbei bemerkt: zwar setze ich die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes herab, mein Post behandelt jedoch nicht diese Frage. Der Gott, unter dem eine Religion gegründet wird, ist sicherlich erfunden, von einem etwaigen Erschaffer des Universums, den es geben kann oder auch nicht, rede ich hier nicht.

Wie bescheuert muss man also sein, um so einem Verein beizutreten? Will man betrogen und belogen werden?

Nun diskutiert, meine Jünger! Deus lo vult!


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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 19:36
Gut erläutert. Gott eignet sich nun mal wunderbar um Menschen zu versammeln und gewisse ansprüche durchzusetzen. Ich glaube nicht unbedingt das die ersten leute ohne glauben waren, es kann auch sein das sie durch Gebete (Meditation) erkenntnise gewannen und diese auf Gott zurückführten.


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Keysibuna
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 19:53
Gott hat als Werkzeug immer gut funktioniert.


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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 21:31
Opium fürs Volk?
Taktik zum ruhighalten de Masse?

JA


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PartOfAll
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 21:57
Gnaz genau, so sieht es aus, @Thermometer . Die Art von Glauben, die dem Menschen anhängt, ganz gleich welcher Herkunft er ist, ist Opium für's Volk. Darum wird's auch langsam Zeit mit einem von Menschen gemachten Gottesbild aufzuhören. Die inflationäre Verwendung des Begriffes 'Gott' hat zu einer Verzerrung der tatsächlichen Bedeutung, die mit Ihm in Zusammenhang steht, geführt.

Ein von Angst und Schrecken gequälter Geist, der in Deckung geht, bei jeder 'unautorisierten' Handlung, jedem unbedachten Wort und jedem 'unreinen' Gedanken, ist natürlich schnell einzuschüchtern.

Es wird auch Zeit, dass die Leute langsam ihren Kopp aufmachen und erkennen, was ihnen da vorgemacht wird. Wir sind frei. Es gibt nichts, wovor man Angst haben könnte. Die Angst ist ein selbstgemachtes und -gedachtes Gefängnis. Und das hat mit Gott überhaupt nichts zu tun.


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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 22:02
@PartOfAll

Mal so nebenbei gefragt: Was hat denn deiner Meinung nach was mit "Gott" zu tun bzw. was bedeutet dies?

Ist es wieder eine Sache der Definition?


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 22:05
@mrsheffield
"Da gibt es einen allmächtigen Gott, ihr könnt ihn nicht wahrnehmen, doch er ist überall, weiß alles! Gehorcht mir, und er wird euch belohnen mit ewigem Dasein im Paradies, nach dem Tode (Gut, das lässt sich jetzt nicht so leicht überprüfen, aber dieser Gott fordert vor allem (blinden) Glauben). Widersetzt ihr euch, gehorcht ihr nicht und vor allem glaubt ihr nicht an Gott, wird das BÖSE euch nach dem Tod auf Ewigkeit grausam foltern!"

Klingt offensichtlich nach allzu weltlicher Machtpolitik, nicht nach Spiritualität.Text
Genau, Spiritualität, braucht weder Gehirnwäschen von Konfessionen noch geistig-seelische Manipulation durch einen Gott, der reine Erfindung ist.

Das Große unerklärliche Phänomen hinter jeglicher Existenz, kann so jedenfalls nicht ausfindig gemacht werden. Hinter dem Gott der großen Konfessionen steckt aller Wahrscheinlichkeit nach oder eigentlich ganz offensichtlich der Machttrieb des Menschen.

LGK


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PartOfAll
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 22:42
Nein, das ist eigentlich keine Sache der Defintion, das ist eine Sache des eigenverantwortlichen Nachdenkens, @Mr.Dextar .
Denn die Frage ' Ist Gott Machtpolitik' impliziert ja, dass Gott mit einer Form von Macht ausgestattet wird, die aber einzig menschlich ist. Wenn ich von einem Wesen, einem Bewusstsein, einer Allmacht ausgehe, dann ist diese so ausgerüstet, das sie sich nicht mit so kleingeistigen Angelegenheiten wie Politik oder Machtrangelei befassen müsste. Das sind Attribute, die dem Menschen angehören.


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Ist Gott Machtpolitik?

29.07.2011 um 23:00
mrsheffield schrieb:Sitzt ihm aber der Teufel in den Gedanken, der ihm einredet "Gott sieht dies und wird dich furchtbar bestrafen", überdenkt er seine Tat vielleicht nochmal; überprüfen kann er es ja nicht, ob er tatsächlich bestraft wird.
also eigentlich ist das gar nicht so verkehrt - der mensch ist noch nicht so weit , allein gelassen zu werden

ich find auch Überwachung heutzutage ANSICH nicht schlimm

das problem ist , dass der mensch eben mensch ist und alles verkehrt macht

guantanamo sind die hexenverbrennungen von gestern


ich hätte nichts gegen führung - gegen einen machtapperat der uns überwacht und uns sagt was ok ist und was nicht - ABER - dann müssten an der spitze echt leute sitzen zu denen ich aufschauen kann - auf die ich gerne höre - leute die wissen was das beste für uns ist - und die ehrlich einen friedlichen und FAIREN planeten im auge haben

doch das dürfte kaum möglich sein - weder mit doktrinen der religion - noch mit einem moderenen machtapparat

der mensch ist einfach zu dämlich für alles - sorry

dann lieber autonome dörfer mit anführern - mah geht auch nicht - dann bekriegen sich wieder die dörfer

keeeeeeeeeeeeeine ahnung


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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 03:14
Mehr noch als das, Gott ist nicht nur Überwachungswerkzeug, sondern auch Repression, Reglement, er gibt Koodination und Struktur. Er ist Beobachter, Richter und Henker gleichermaßen.

Wir haben hier das absolute Machtwerkzeug. Um den Wirkungsgrad dieses Werkzeuges zu erfassen, muss man seine Regeln annehmen. Wenn man nicht nach den Regeln lebt, ist man - mal ganz primitiv gesehen vogelfrei. Die Werdung zum Menschen hängt davon ab, ob man Gottes Gesetzen folgt. Tut man dies nicht ist man kaum ein Mensch.

Wer die letzten Jahrhunderte lesen und schreiben konnte, der las die Bibel. Unsere Schriftkultur fusst auf der Bibel. Alles was über ein Leben hinausgeht basiert auf Menschen welche die Bibel verinnerlicht hatten. Das sollte man sich klarmachen.
Die Schriftkultur war immer autoritär, bis heute ins Internetzeitalter hinein. Und der Grundsatz der Schriftkultur war die Bibel bis zur Aufklärung. Aber die Aufklärer selbst lasen noch die Bibel, - wenn auch um sich von ihr zu emanzipieren.


Gott ist ein hartnäckiges System. ein System dass sehr fest verankert ist.
Es ist für unsere Gesellschaft bis in die 70er hinein quasi der Bootsektor.

Dann kam aber der Wandel durch neue Medien und hier wendet sich das Blatt. im Grunde haben wir momentan kein Blatt, aber auch keinen Gott. Was Vorteil wie auch Nachteil ist. Andere teilweise repressivere Mächte übernehmen diese Funktionen.


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souljah
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 03:16
@mrsheffield

ist das eine ernste frage?


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orbiphlanx
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 03:37
auf der anderen seite heißt es nicht das es einen gott gibt, nur weil die Menschen seinen Namen missbrauchen.


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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 04:17
Das Problem liegt ja schon bei der Definition von Gott.

Ein individueller Gott? Möglich.
Ein massentauglicher Gott? Nein!
Ein anthropomorphisierter Gott? Nein!
Ein Gott als Antwort auf nicht beantwortbare Fragen? Vielleicht.


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Dude
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 04:24
Gott IST absolut und ewig = zeitlos, und hat überhaupt nix zu tun mit irgendwelchen weltlichen, auf Dogmen fussenden, hierarchisch strukturierten Religionskonstrukten die einzig und allein Machterwerb, Machterhalt und Machtvergrösserung einiger weniger über alle andern zum Antrieb und Zwecke haben. Und dieses diabolische Prinzip wird von den Päpsten, Gurus und Hohepriestern und dem andern Gesindel auch geschickt genutzt, wie ja im ersten Post hier vom TE bestens erläutert.

Wahre Religio (von lat. religere = rückverbinden [mit dem Ursprung der Quelle allen Seins und Lebens]) ist immer individuell einzigartig, daher ist jedes von aussen auferlegte Konstrukt letztlich schädlich für die religiöse Entwicklung des einzelnen Individuums, denn diese führt einzig über die Ur-Quelle selbst.


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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 04:32
@Dude


Damit bist nur auf einer Linie mit dem Gottesglauben vor den Schriftkulturen, du akzeptierst Gott als Weseneit ganz - und gänzlich ohne Ratio - auf die Natur und die eigene Bewusstheit hin - gänzlich primitiv. Herrlich, die Rückentwicklung des Menschen zurück zum angsterfüllten Vulkananbeter. dont do Drugs.


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Dude
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 04:37
Angst??? Ich fürchte weder Tod noch Teufel! @DeadPoet
Lies nochmal richtig bitte, denn ich schliesse die Nutzung der Ratio in keinster Weise aus - im Gegenteil halt ich sie für eminent.


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Ist Gott Machtpolitik?

30.07.2011 um 05:57
Es braucht nur ein Gesetz das Gewaltaten, Hetze und Diskriminierung im Namen der Religion verbietet-
Ach haben wir schon?
Wir haben sogar ein Gesetz dass Gewalttaten generell verbietet?
Ist ja krass ey...
Ne aber stimmt schon Religion ist ein Quell für Gewaltaten.
Da fällt mir ein... Beziehungsdelikte stehen auch ganz weit oben... evt. sollten wir Beziehungen verbieten... nur zur Sicherheit.
Und wenn wir schon dabei sind, auch gleich den Sex. Damit wäre das Aids und übervölkerungsproblem auch besser unter Kontrolle zu halten.
Gibt ja die künstliche Befruchtung.. da lässt sich auch besser selektieren.. natürlich nur zum Wohle unseres neugebohrenen Einheitsbrei.
Achsooo.. es geht um Herrschaft?
Dass wenige Menschen herr über viele sind... also so wie bei den Banken?
Dann bin ich ja froh, dass Geld keine Droge ist und in seinem Namen nicht gemordet wird.... ich mein sonst müsste man Geld auch noch verbieten.. und wo bliebe denn da der Spass?


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