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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

85 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Traum, Träume, Welt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

24.11.2011 um 08:17
@oneisenough

danke für deine zeilen, ich verstehe langsam, was du eigentlich genau aussagen willst. ich habe sogar versucht mich an träume zu erinnern und festzustellen, ob ich mein ich bewusst war oder nicht. aber ich kann das nicht genau sagen. es ist schon eher wie ein unbeinflussbarer film.
Zitat von oneisenoughoneisenough schrieb:Ich habe jedoch nichts dagegen, wenn du dich für eine solche Maschine hälst. Du bist nicht der einzige, der sich selbst auf eine solche Maschine reduziert.
ja das mit maschine hört sich so an, wie wir maschinen als menschen verstehen. programmierbare logik. ich sehe den mensch jedoch anders. ich denke, dass das ich nichts anderes als eine hoch intelligente lebensform ist. sie lernt durch erfahrungen und fehlern und braucht keinen externen programmier wie es der mensch bei den maschinen ist. die bioelektrische aktivitäten im hirn verarbeiten all unsere aufgenommene informationen, somit das ich wachsen kann. ein erster hinweis auf eine solche these sind doch z.b. schlaganfall-patienten. die meisten menschen sind dann nicht mehr das gleiche ich wie vorher. also hat es das ich verändert, da es ja auch phyisisch was verändert hat.

ich frage mich andauernd, wieso der mensch immer einen geist in unserem körper sucht? es ist schon so, dass ich mein körper beobachten kann und feststelle, dass ist nicht ich, der das macht. wie z.b. verdauen etc.. das ich im menschen ist schon das steuer des körpers. aber das ich ist nach meiner ansicht einfach eine bio-elektrischer-mechanischer prozess, der sich in unserem kopf abspielt.


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

24.11.2011 um 11:07
Ich hatte in meinem Leben manche Wachträume, die so realistisch waren, daß ich dachte, das darf doch nicht wahr sein, das geht doch garnnicht, ich lebe doch im hier und jetzt, was ist das denn jetzt. Es war wirklich so realistisch, wie das Gefühlte im hier und jetzt! Ich fing an in diesem Traum dies zu überprüfen und es war dasselbe, jede Empfindung ob Schmerz usw..
Zwar konnte ich diesen Traum nicht beeinflussen, also bewußt steuern, doch kam mir eines sofort in den Sinn, weil es genauso realistisch war, wie die Realität des Hier und Jetzt.
Ich beschloß sofort nach einen Verbindung zu suchen zum Hier und Jetzt, indem ich zuerst eine Person in dem Traum befragte, ob dies hier jetzt die Realität sei. Sie antwortete: Ja, das ist die wahre Realität und dachte mir da, wie kannst du das jetzt überprüfen. Ich war so aufgeregt, daß ich in irgendeinen Büro hineinstürzte und sofort verlangte, daß man mich jetzt sofort unter meiner Telefonnummer anrufen sollte. Aber alle schauten mich an als ob ich verrückt wäre.
Was wäre passiert, wenn das Telefon im Hier und Jetzt geläutet hätte?
Und mit wem hätte ich dann gesprochen?
Ich meine damit, wäre es vielleicht doch möglich Dinge aus einer anderen Realität im Hier und Jetzt zu manifestieren. Wie würde unsere Realität dann aussehen?


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

24.11.2011 um 15:30
Ergänzungen zum "Bewusstsein"

Wenn wir über das "Ich" und das "Selbst" reden, um es verstehen zu wollen, dann müssen wir zwangsläufig auch über das "Bewusstsein" reden. Denn beides, das "Ich" und das "Selbst", gibt es nur im Bewusstsein, in dem wir es bemerken können. Man kommt also nicht umhin, jenes Phänomen namens Bewusstsein näher zu untersuchen. Was genau ist das eigentlich? Wie entsteht Bewusstsein? Entsteht es wirklich, oder war es schon immer vorhanden? Wenn es schon immer vorhanden war, dann kann es selbst keiner zeitlichen Aspekte unterliegen, dann sind die zeitlichen Aspekte von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft nur Eindrücke, die aus diesem zeitlosen Bewusstsein hervorgehen.

Können wir feststellen, ob Bewusstsein entsteht oder ob es schon immer vorhanden war?

Meine ganz persönliche Erfahrung sagt mir, dass Bewusstsein keineswegs immer vorhanden ist. Denn wenn ich schlafe und nicht träume, dann ist das Bewusstsein verschwunden. Während des Schlafens gibt es für mich nichts, absolut nichts. Weder meinen Körper, das Bett in dem er liegt, das Haus, die Stadt, ja, das komplette Universum mit all seinen Inhalten ist während des Schlafens für mich vollkommen verschwunden. Erst wenn das passiert, was wir Aufwachen nennen, erscheint damit unverzüglich das Bewusstsein und in ihm das komplette Universum, ohne jegliche Lücken, einschließlich mir selbst.

Offensichtlich ist Bewusstsein nichts Festes, nichts Unveränderliches. Es zeigt deutlich die Eigenschaften von "Erscheinen" und "Verschwinden", von "Anwesenheit" und "Abwesenheit", in bestimmten Wechseln. Spätestens hier wird deutlich, dass nicht ich dieses Wechselhafte bin, sondern ich bin Derjenige, der diese Wechsel bemerkt. Denn mich gibt es während all dieser Wechsel zwischen "Wachsein", "Träumen", "traumlosen Tiefschlaf", sowie in allen Übergangs- und Zwischenphasen. Nicht mein Gehirn bringt diese Phasen hervor, sonst es ist die ausführende Instanz, welche diese Phasen umsetzt.

Gibt es eine Gemeinsamkeit, die für all diese Phasen gilt?

Diese Gemeinsamkeit ist ein fundamental zugrunde liegendes Kommunikationsverlangen, welches sich in den genannten unterschiedlichen Phasen/Qualitäten jeweils unterschiedlich ausdrückt. Diesem Kommunikationsverlangen folgen sämtliche Lebewesen, ausnahmslos. Ich kenne kein Lebewesen, welches nicht in irgendeiner Art und Weise kommuniziert. Die Natur des Bewusstseins, sein Wesen, ist demzufolge, kommunikativ zu sein.

Was genau macht das Bewusstsein, um kommunikativ zu sein?

Bewusstsein benötigt grundsätzlich einen manifestierten, kommunikativen Ausdruck, das, was wir das Körperliche nennen. Das heißt: Es ist nicht so, dass es den Körper PLUS das Bewusstsein dazu gibt, sondern vielmehr: Der Körper selbst ist der manifestierte kommunikative Ausdruck von Bewusstsein. Ohne das Bewusstsein wäre mein Körper nur Kadaver. Und ohne meinen Körper könnte ich nicht kommunizieren. Das bedeutet: Alles Manifestierte, all das, was wir Materie nennen, und zwar in seinen sämtlichen Ausprägungsformen einschließlich der Kräfte, die es zusammenhalten, ist nichts anderes, als der manifestierte kommunikative Ausdruck des Bewusstseins.

Woher kommt das überall in der Natur feststellbare Kommunikationsverlangen? Was ist seine Quelle?

Wenn Bewusstsein der manifestierte Ausdruck dieses Kommunikationsverlangens ist, dann muss ein "Etwas" geben, was sich a priori zum Bewusstsein befindet, und dieses "Etwas" benutzt das Bewusstsein in gewisser Weise nur als Mittel zum Zweck.

Ich möchte nun versuchen, an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen, wie Bewusstsein entsteht und das es etwas gibt, was sich a priori zum Bewusstsein befindet.

Nehmen wir dazu wieder das Beispiel der Taschenlampe. Vorne an der Taschenlampe befindet sich ein Teil, den ich drehen kann. Ich kann das Licht damit fokussieren. Auf diese Weise erhalte ich mal einen scharf gebündelten Lichtstrahl, oder einen etwas breiteren oder schmaleren. Bitte beachten: Es ist dieser Lichtstrahl als solcher, der hier gemeint ist, und nicht etwa das, worauf der Lichtstrahl gerichtet wird. Der Lichtstrahl ist zu verstehen als das Ergebnis des Fokussierens.

Übertragen auf die Entstehung des Bewusstseins bedeutet das: Es muss etwas geben, was in ähnlicher Weise fokussiert und als kommunikatives Ergebnis das hervorbringt, was wir als Bewusstsein bezeichnen, da wir das manifestierte Ergebnis bemerken können.

Ich selbst kann solche manifestierten Ergebnisse jederzeit erschaffen, in dem ich meine Aufmerksamkeit entsprechend fokussiere. Zum Beispiel kann ich mir als Ergebnis des Ausübens von Aufmerksamkeit eine ganz bestimmte Vorstellung von etwas erschaffen, die es vorher noch nicht gab. Ich kann mir zum Beispiel ausdenken, wie ich meinen Winterurlaub verbringen möchte. Diese Vorstellung (mit allem was dazu gehört) ist etwas Neues. Es hat sie vorher noch nicht gegeben. Das Vorhandensein dieser Vorstellung kann als ein eigenständiges "Objekt" im Bewusstsein verstanden werden. Ich kann dieses "kommunikative Objekt" in den kommenden Tagen jederzeit benutzen, um meine Urlaubsvorbereitungen danach auszurichten. Ich habe also definitiv einen ganz konkreten Bewusstseinsinhalt erschaffen, den es vorher noch nicht gab.

Nochmal: Bewusstsein benötigt etwas, womit es sich ausdrücken kann. Das Bewusstsein kann sich nur - und nur dann (!) - seines selbst bewusst sein, solange es einen darin manifestierten Körper als Kommunikationsmittel gibt, egal, ob es sich dabei um ein Insekt, einen Wurm, einen Vogel oder einen Menschenkörper handelt.

Das bedeutet: Ohne einen Körper, das heißt im un-manifestierten Zustand (=nicht kommunizierend), ist das Bewusstsein sich selbst nicht bewusst. Der Körper wiederum ist das umgewandelte Essen, welches das un-personifizierte Bewusstsein trägt, es abfängt, und der Körper ist demzufolge das Instrument, mit dem Bewusstsein erst wieder "funktionstüchtig" gemacht wird.

Wie entsteht nun diese Körper-Bewusstseins-Einheit?

Die Quelle des menschlichen Körpers ist die vom männlichen Samen befruchtete weibliche Eizelle in der Gebärmutter. Anders gesagt: Dieser Samen und die Eizelle sind noch inaktive Kommunikationsmittel (=un-personifiziertes Bewusstsein) in einem bereits aktiven Kommunikationsmittel (=dem Körper der Mutter). Genau dieses Konzept, nämlich: Das befruchtete Ei durch den männlichen Samen, welches sich in der Gebärmutter erweitert, - dieses Konzept ist es, in dem das Bewusstsein ruhend (=un-manifestiert) geborgen ist, es ist daran gebunden, welches sich dann erweitert zu einer Babyform, zu einer Kindform sowie während des gesamten darauffolgenden kommunikativen Daseins.

Der Wechsel von un-personifiziertem zu personifiziertem Bewusstsein

Das Bewusstsein ist die Natur jedes physikalischen Körpers ist, und jeder physikalische Körper geht aus dem umgewandelten Essen hervor. In diesem, noch am Anfang befindlichen, kontinuierlichen Umwandlungsprozess hat das Individuum als solches, noch keine Signifikanz, das heißt, keinen direkten kommunikativen Einfluss. Das heißt: Dieser Umwandlungsprozess von Essen/Körpern ist die Umwandlung aus un-personifiziertem zu personifiziertem Bewusstsein.

Mit anderen Worten: Der individuelle Körper geht aus dem Essen hervor, und das Bewusstsein dazu ist zunächst universal, es ist "alles-beinhaltend".

Spätestens hier taucht die Frage auf: Wie kann da ein Individuum, von sich selbst, als einer separierten Eigenständigkeit reden, von einer Gebundenheit oder gar von Befreiung aus dieser Abhängigkeit? Ist irgendein Individuum zu seiner Geburt eingeladen worden? Einem Ereignis, dass nur bei einem ganz bestimmten Elternpaar stattfinden soll?

Dieses "Ich bin" erscheint (=im Sinne von erwacht) erst deutlich nach der körperlichen Geburt, welches klar und unzweifelhaft das Ergebnis eines natürlichen Prozesses ist, in dem weder die Eltern noch das Baby irgendeine Auswahlmöglichkeit haben. Das Entscheidende hierbei ist: Das als Körper manifestierte Bewusstsein ist eine phänomenale Einheit, die spontan aus dem umgeformten Essen hervorgeht. Diese Einheit erweitert sich während der Daseinsspanne und dann vergeht sie, das heißt, sie wird ebenfalls das, woraus sie einst selbst hervorging, sie wird zu Essen für andere Einheiten, und das personifizierte Bewusstsein, welches sich eine zeitlang als Körper ausgedrückt hat, fließt demzufolge zurück in das un-personifizierte Bewusstsein, weil ab hier der kommunikative Ausdruck eines personifizierten Bewusstseins fehlt. Und das war´s auch schon.

Wenn wir diesen ständigen Prozess von Erscheinen und Verschwinden einer phänomenalen Einheit betrachten, wo ist da die Frage nach einem "ich", welches ich vorgebe zu sein? Ich war niemals zu der Party des Entstehens der Erscheinung eingeladen. Es waren meinen Eltern, die mir erzählt haben, dass ich geboren wurde und dass ich einen eigenständigen Körper habe. Ich selbst habe keine persönliche Erfahrung über den tatsächlichen Beginn meines Daseins. Wie auch? Denn es gibt keinen. Mich hat es schon immer gegeben.

Wo also bin "ich" in diesem Prozess?

Ich bin dort, wo ich war, bevor diese Einheit "Körper-Bewusstsein" erschien. Die präzise Frage, die an dieser Stelle zwangsläufig auftaucht, ist: Wer genau agiert in der Welt als ein Körper? Die Antwort lautet: Im manifestierten Bewusstsein ist Bewusstsein alles Kommunikative, und das benötigt nun mal eine Form, um sich auszudrücken zu können!

Es ist dieses kommunikative Bewusstsein, welches seit Milliarden von Jahren als körperlicher Ausdruck (=Kommunikationsmittel) agiert. Es gibt Billionen über Billionen von psychosomatischen Formen, doch keine zwei sind vollkommen identisch, weil jedes ein eigenständiger Aspekt in diesem ständigen Prozess ist. Jede dieser Einheiten hat seine eigenen Charakteristika, seine eigenen Attribute.

Denke bitte einen Moment lang über die Anzahl der Möglichkeiten nach, die aus diesen Umformungen hervorgehen können! Sie bilden derzeit sämtliche Inhalte des Universums. Sie bilden das Universum an sich.

Bewusstsein drückt sich manifestiert aus und agiert mit diesen Kommunikationsmitteln, jedes von ihnen hat sein eigenes Temperament und seinen eigenen Charakter. Wenn dieses klar erkannt und verstanden sein wird, sollte auch mehr als deutlich werden, dass keine Individualität eine Autonomie besitzt, mit der sie unabhängig handeln könnte. Doch was macht diese Individualität? Mit größter Ignoranz glaubt sie, dass sie es ist, welche unabhängig agiert. Sie "übernimmt diese Lieferung" von stattfindenden Prozessen und bindet sich selbst in diese illusorische Gebundenheit, und erlebt fortan nur noch Leiden und Freuden.

Das ist, vereinfacht gesagt, das Konzept wie Gebundenheit von Körper und Geist überhaupt erst entsteht. Man hält sich selbst für ein eigenständiges Dasein, getrennt von allen anderen Manifestationen.

Aus meinen bisherigen Beschreibungen geht klar hervor, wie diese Pseudo-Eigenständigkeit erscheint, genannt das Ich/Selbst, welches dazu auserkoren wurde eine Gebundenheit zu sein. Es ist unbedingt notwendig, den konzeptionellen Prozess der Manifestation zu verstehen, der zugrunde liegt.

Was wir alle tatsächlich sind, jeder Einzelne von uns, ist dies Absolute Subjektivierte Einheit, die sie a priori zum Bewusstsein befindet, und aus der alles hervorgeht, ohne den geringsten Hauch einer Objektivität oder gar Persönlichkeit, reine pure Aufmerksamkeit. Die einzige Möglichkeit, die "das was wir sind" hat, ist sich selbst in einem Prozess der Dualität zu manifestieren, der Beginn des Fokussieren von Aufmerksamkeit in einer bestimmten Intensität und Qualität, welches als Ergebnis ein "Ich bin" hervorbringt, das eingebunden ist in den Prozess der Manifestierung mit dem Ergebnis eines Körpers als Kommunikationsmittel.

Dieser Prozess der sich manifestierenden Objektivität, welcher für jeden von uns als Eigenständigkeit so weit entfernt zu sein scheint, bringt eine Trennung in ein Subjekt hervor, welches beobachtet, und in ein Objekt, welches beobachtet werden kann, und zwar gleichzeitig. Beides sind Objekte im Bewusstsein: Das Subjekt, verstanden als Objekt welches subjektiv ist, sprich, der Beobachter, sowie das, was er beobachtet. Sie sind durch diesen Akt des Ausübens von Aufmerksamkeit zu Bewusstsein geworden. Das ist der essentielle Faktor der Geburt des Daseins im Bewusstsein! Das "Ich bin" ist hiermit geboren, sowie der begleitende Beobachter, der Zeuge, der durch den Akt der Beobachtung das Wissen über das Vorhandensein des "Ich bin" erlangt, und erst dann sagen kann "Ja, ich bin!"

Es ist nur und ausschließlich das Bewusstsein, in dem ein solcher Prozess als Ergebnis stattfinden kann. Jedes zu bemerkende objektivierte Etwas, ausnahmslos, welches unsere Sinne zu bemerken imstande sind und von unserem Verstand interpretiert wird, ist eine vorübergehende Erscheinung im Bewusstsein.

Der entscheidende Punkt hierbei ist die Entstehung des Beobachters. Er muss zunächst selbst als Objekt im Bewusstsein erscheinen, um subjektiv sein zu können. Das ist der wichtigste Punkt beim Verstehen, wenn es um die Erklärung der Entstehung dieser Pseudo-Eigenständigkeit "Ich bin" geht.

Dieses Subjekt versteht sich als die für die Beobachtung zuständige Instanz sämtlicher Objekte, und es versteht die Objekte wiederum als eine von sich getrennte Welt, und dieses Subjekt wiederum versteht seine eigene Pseudo-Eigenständigkeit als unabhängig, als autonome Entität, als ein SELBST, ausgestattet mit einer Willenskraft. Das alles sind selbst erschaffte Konzepte. Es sind daher nur Erscheinungen und nichts wirklich Reales im Sinne von unvergänglich.


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

25.11.2011 um 13:09
Könnte es sein, daß Du Rudi Berner gelesen hast: Bewußtsein und Logik oneisenough ?


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25.11.2011 um 13:49
@dakarnoir
Zitat von dakarnoirdakarnoir schrieb:Könnte es sein, daß Du Rudi Berner gelesen hast: Bewußtsein und Logik oneisenough ?
Ja, es könnte sein. Allerdings habe ich noch nichts von einem Rudi Berner gelesen. Doch ich danke dir für diesen Hinweis und werde mal nachschauen, was ich dort finde.


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25.11.2011 um 16:03
@oneisenough
Ich bin nicht ich!
Ich bin JENER,
der an meiner Seite geht, ohne dass ich IHN erblicke,
den ich oft besuche,
und den ich oft vergesse.
JENER, der ruhig schweigt, wenn ich spreche,
der sanftmütig verzeiht, wenn ich hasse,
der umherschweift, wo ich nicht bin,
der aufrecht bleiben wird, wenn ich sterbe.


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25.11.2011 um 16:56
@dakarnoir

Wenn das ein Textauszug von diesem Rudi Berner ist, dann scheint er zumindest zu wissen, was dieses "Ich bin" tatsächlich ist. :)

Er beschreibt hier das immer anwesende Selbst, welches der Parade der wechselnden Ichs zuschaut.


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14.12.2011 um 14:15
@oneisenough
Von welchen ichs sprichst du da? Es gibt kien Ichs, es gibt nur ICH wenn schon. Da ist niemand an deiner Seite. In Wirklichkeit ist nur ICH. Auch das BIN ist schon zuviel.


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

14.12.2011 um 15:41
@ElisabethM.
Zitat von ElisabethM.ElisabethM. schrieb:Von welchen ichs sprichst du da? Es gibt kien Ichs, es gibt nur ICH wenn schon. Da ist niemand an deiner Seite. In Wirklichkeit ist nur ICH. Auch das BIN ist schon zuviel.
Ich spreche von dem "Ich bin", mit dem du jeden Morgen aufwachst und weißt, dass es dich gibt.

Denn während du schläfst und nicht träumst, gibt es für dich nichts. Absolut nichts. Kein Bett, kein Körper, keine Familienangehörigen, keine Sonne, keine Erde, kein Universum. Absolut nichts. All das ist restlos und vollständig für dich verschwunden, während du schläfst und nicht träumst. In dieser Phase bist selbst Du - das Gefühl, dass es dich gibt - vollständig und restlos verschwunden.

Erst dann, und nur dann (!), wann du aus diesem Zustand des "Ich bin nicht" in den dualen Konterpart-Zustand des "Ich bin" wechselst, kehrt für dich auch das Bewusstsein zurück und damit das Gefühl deiner Anwesenheit. Erst dann kannst du sagen "Es gibt mich".

Jetzt weißt du, von welchem Ich-Gefühl ich hier spreche. :)

Solltest du nun denken, dass ich dieses "Ich bin" bin, dann irrst du dich.


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

14.12.2011 um 15:46
@oneisenough

In dieser Phase bist selbst Du - das Gefühl, dass es dich gibt - vollständig und restlos verschwunden.

hier wird deine unwissenheit sehr deutlich.
"Im schlaf"
Je mehr du dein hohes selbst verwiklichts, desto weniger gibt es auch die sogenannten abwesenheit von der du sprichst, man ist sich dann im schlaf selbst des schlafens bewusst., man ist nicht abwesend, und nichts verschwindet.Man ist präsenter denn je.


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

14.12.2011 um 15:56
@Hiroichi
Zitat von HiroichiiHiroichii schrieb:Je mehr du dein hohes selbst verwiklichts, desto weniger gibt es auch die sogenannten abwesenheit von der du sprichst, man ist sich dann im schlaf selbst des schlafens bewusst., man ist nicht abwesend, und nichts verschwindet.Man ist präsenter denn je.
Dann dürfte es dir ein Leichtes sein, mir allein die Anzahl der Körperumdrehungen zu nennen, die du vergangene Nacht während des Schlafens ausgeübt hast!

Wieviele sagtest du, waren es letzte Nacht?

Wollen wir mal beide in ein Schlaflabor fahren, und du sagst mir dann am nächsten Morgen, wie viele Körperdrehungen du gemacht hast, bevor wir uns das Video anschauen und nachzählen, wie viele es tatsächlich waren, Du bewußtes hohes Selbst, du! :)

Wirst du jetzt kneifen, mir die Anzahl zu nennen?


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

18.06.2012 um 10:34
@oneisenough

irgendwie schnall ich es nicht, vieleicht kannst du mir das noch mal erklären...

wie soll ein mensch etwas fundamentales "erfassen" oder überhaupt sicher sein, das es etwas fundamentales gibt, wenn sich stetig alles ändert bzw. im verlaufe des lebens der bezug zu allem und jedem und vorallem zu sich selbst sich gravierend ändert? geschweige denn etwas mit der aussage anfangen können, dass es noch vor dem konstrukt des ich, also gedanken, gefühle - mein körper halt - es etwas beständiges, ewiges gibt und das dieses etwas ich bin? "mein wirkliches ich"

es geht mir nicht darum, ob das stimmt oder nicht stimmt was du sagst (ich bin nicht daran interessiert, irgendwelche hörensagen-ansichten von mir über deine zu stellen, sondern eher daran was zu klären), das kann ich nicht wirklich beurteilen aber so wie ich hier und jetzt bin, "weiss" ich nur, das alles worüber ich mich definiere, meine gedanken, gefühle, mein bewusstsein, meine wünsche, eindrücke usw. alles konstruirte dinge sind ABER ich kann nicht sagen, dass es hier noch irgendeinen "feinen faden" gibt, den man bemerken könnte, welches du als diesen hintergrund oder so beschreibst.

ich meine, wenn ich tot bin, was bleibt mir? so viel man mir erzählt hat, nichts... dann gibt es mich nicht.

wenn ich schlafe (traumlos), dann ist da nichts...

wenn ich dann wie in deinem beispiel aufwache, dann fange ich zwar wieder an mich zu bemerken aber ist dieses bewusstsein nicht körperbedingt, also ebenfalls nur ein konstrukt?
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ich meine, nur aus diesem grund sind wir ja stetig bestrebt unseren körper und alles was "darin" ist zu schützen etc. und mit genuss zu erfüllen, weil wir ausser diesem nichts anderes wahrnehmen. ich tue es zumindest nicht, auch wenn mir gewisse erklärungsmodelle einleuchten aber ich sehe es nicht, ich begreife es nicht, ich erfasse es nicht, ich habe schlicht und ergreifend keine ahnung.

und es ist ja noch schlimmer. sogar wenn man davon ausgeht, dass das alles nur ein traum ist und das alles was ich sehe nicht wirklich ich bin und diese körper-ich-erscheinung unter totaler kontrolle steht, dass man trotzdem an eben jenem festhält und sogar angst hat diesen zu verlieren bzw. angst hat, nicht den "eigenen" wünschen entsprechend kommunizieren zu können.


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18.06.2012 um 22:33
@ps3
Zitat von ps3ps3 schrieb:wie soll ein mensch etwas fundamentales "erfassen" oder überhaupt sicher sein, das es etwas fundamentales gibt, wenn sich stetig alles ändert bzw. im verlaufe des lebens der bezug zu allem und jedem und vorallem zu sich selbst sich gravierend ändert?
Deine Frage beinhaltet bereits die Antwort. Du hast sie dir selbst gegeben, doch deine Denkgewohnheiten sind auf "Automatik" geschaltet und du läßt sie ablaufen in der Überzeugung, dass sie korrekt sind, und deswegen bemerkst du die Antwort nicht.

Nichts und niemand kann dich vom Gegenteil überzeugen, außer du selbst. Das heißt: Du musst die Antwort selbst herausbekommen. Du musst selbst erkennen und bemerken, dass du hier eine Frage stellst, dies es inhaltlich unmöglich geben kann. Denn obwohl du zwar ganz richtig das Vorhandensein von ständigen Veränderungen erwähnst, sprichst du gleichzeitig von "etwas, das sich verändert". Was soll das sein?

Wenn sich alles ständig verändert, dann kann es zu keinem Zeitpunkt ein konkretes Etwas geben, über das du eine gültige Aussage machen kannst. Doch genau das hinterfragst du hier.

Solche Art von Fragen ergeben sich aus dem Missverständnis oder besser gesagt von dem Unverständnis darüber, was wir "Zeit" nennen. Erst wenn das verstanden worden ist, wirst du bemerken, dass man unmöglich eine Frage über ein "Ding" oder einen "Gegenstand" stellen kann, welchen man zwar offensichtlich bemerkt, der sich jedoch ständig in einem Veränderungsprozess befindet. So etwas ist schlichtweg unmöglich. Und dennoch bemerken wir scheinbar ständig irgendetwas, denn sonst könnten wir ja nicht über "die Dinge" reden, nicht wahr?

Hierzu lautet die Antwortet: Für dich gibt es nur deswegen etwas Konkretes, weil deine Sinne der sogenannten Materie den Eindruck von Festigkeit geben. Es ist seit fast einem Jahrhundert kein Geheimnis mehr, dass Materie aus einem Zeug besteht, das wir Energie nennen. Und die ist nun mal nicht fest. Dass wir trotzdem den Eindruck haben, da ist beispielsweise eine "feste" Wand vor uns die wir nicht durchdringen können, liegt ausschließlich an unseren sinnlichen Fähigkeiten und den daraus entstehenden Wirkungen.

Man kann es auch so sagen: Eine Wand befindet sich deswegen nur und ausschließlich im Bewusstsein (verstanden als Ausdruck einer bestimmten Bewusstseins-"form"), weil sie nur dort bemerkt werden kann.

Erst wenn wir verstanden haben werden, was Bewusstsein tatsächlich ist, wozu man es braucht und wie es wirkt, dann wird sich auch für uns "die Welt verändern". Vorher nicht.


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18.06.2012 um 23:18
@oneisenough
Zitat von oneisenoughoneisenough schrieb am 20.11.2011:Deine "reale" Welt, so wirst du jetzt sagen, hat bereits lange vor dir existiert. Nun, in deiner Traumwelt gibt es ebenfalls Ozeane und Berge, Bauwerke und Gebäude wie auch Menschen, die offensichtlich schon seit einer sehr langen Zeit existieren.
Die sich in unserer Traumwelt bedindenen Inhalte haben ihre Beschaffenheit, so wie wir sie dort wahrnehmen nur deshalb, weil wir davon gelesen, gehört oder sie bildlich gesehen oder erlebt haben. Wäre dem nicht so, könnten wir sie in unseren Träumen nicht wahrnehmen. Wüßten wir nicht auf irgendeine Weise davon würden sie nicht existieren, weder in unserem Bewußtsein, noch sonstwo.


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oneisenough Diskussionsleiter
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19.06.2012 um 00:51
@Kayla
Zitat von KaylaKayla schrieb:Die sich in unserer Traumwelt bedindenen Inhalte haben ihre Beschaffenheit, so wie wir sie dort wahrnehmen nur deshalb, weil wir davon gelesen, gehört oder sie bildlich gesehen oder erlebt haben.
Ja, das kann ich so durchaus bestätigen.

Hinzufügen möchte ich noch, dass die Traumgeschehen nicht ausschließlich aus Erinnerungen bestehen, sondern auch zu einem Großteil aus Vorstellungen (=veränderte Erinnerungen).


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

19.06.2012 um 23:05
@oneisenough
Zitat von oneisenoughoneisenough schrieb:sondern auch zu einem Großteil aus Vorstellungen (=veränderte Erinnerungen).
Stimmt, dadurch kommt dann meistens das Irreale Zustande.


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23.06.2012 um 19:19
@oneisenough

war gesperrt...^^

nun, da ich absolut keine nerven habe, konkretisiere ich noch mal so kurz wie möglich:

du sagst ja, beobachter ungleich beobachtetes. also subjekt ungleich objekt, wobei hier natürlich körper, gefühle, gedanken etc. in wirklichkeit als objekt bezeichnet werden müssen, richtig?

nun... jegliche aufmerksamkeit die ich ausübe, ist an meinen körper, die sinne, gedanken, gefühle gekoppelt, wenn man das so sagen kann. ich erkenne also im moment nicht, dass sich meine "beobachterrolle" tatsächlich vom objekt unterscheidet, also beständig ist.

man hat mir nämlich gesagt, dass wenn ich sterbe, da nichts ist, ich wüsste selbst auch nicht was da sein sollte? wenn mein ganzer denkapparat/aufmerksamkeit bzw. mein ich-körper-empfinden erst durch eben diesen körper sammt 5 sinnen, gedanken, gefühle etc. zustande kommt, was soll den da also sein? nichts... so scheint es.

also warum sollte diese aufmerksamkeit bzw. die beobachterrolle, welche den wechsel zwischen den zuständen bemerkt wie schlafen/träumen/aufwachen etc. NICHT ebenfalls nur illusorisch sein? warum sollte dieses vermeintliche subjekt nicht ebenfalls nur ne vergängliche täuschung sein?

mir scheint es so... dann kommen natürlich so dumme fragen auf wie: gibt es mich dann überhaupt? und hier möchte ich gar nicht wörter wie wissenschaftlich, logisch, plausibel etc. benutzen, weils im endeffekt doch einer "lüge" gleich kommt. ein zustand mit all seinen facetten stellt sich nämlich nichtiger heraus als der zuvor, deshalb...

wie kann man diese show beenden? :D


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oneisenough Diskussionsleiter
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23.06.2012 um 20:16
@ps3
Zitat von ps3ps3 schrieb:du sagst ja, beobachter ungleich beobachtetes. also subjekt ungleich objekt, wobei hier natürlich körper, gefühle, gedanken etc. in wirklichkeit als objekt bezeichnet werden müssen, richtig?
Richtig.
Zitat von ps3ps3 schrieb:nun... jegliche aufmerksamkeit die ich ausübe, ist an meinen körper, die sinne, gedanken, gefühle gekoppelt, wenn man das so sagen kann. ich erkenne also im moment nicht, dass sich meine "beobachterrolle" tatsächlich vom objekt unterscheidet, also beständig ist.
Großes Kompliment für den ersten deiner beiden Sätze! Auch wenn das jeder Einzelne von uns genauso bemerkt, weigern sich doch die meisten von uns, anzuerkennen, dass es in Wirklichkeit das Körperliche ist, welcher der kommunikative Ausdruck für das ist, was sie Ich oder Selbst oder Seele oder was auch immer nennen.

Vielleicht kennst du den Ausspruch "Der Körper ist der Ausdruck der Seele". Diesen Spruch haben zwar viele Menschen schon mal irgendwo gelesen oder gehört, aber sie verstehen noch nicht wirklich, was damit gemeint ist. Sie fangen an zu interpretieren, dass damit vielleicht dieses oder jenes gemeint sein könnte. Würden sie den Ausspruch tatsächlich wörtlich nehmen, gäbe es keinen Interpretationsspielraum. Manchmal sind die Dinge ganz einfach, bevor das Denken sie wieder zerpflückt.
Zitat von ps3ps3 schrieb:mir scheint es so... dann kommen natürlich so dumme fragen auf wie: gibt es mich dann überhaupt? und hier möchte ich gar nicht wörter wie wissenschaftlich, logisch, plausibel etc. benutzen, weils im endeffekt doch einer "lüge" gleich kommt. ein zustand mit all seinen facetten stellt sich nämlich nichtiger heraus als der zuvor, deshalb...

wie kann man diese show beenden?
Wenn wir von Subjekt und Objekt sprechen, dann müssen wir zunächst feststellen, dass auch das Subjekt zunächst als Objekt vorhanden sein muss, um subjektiv sein zu können.

Wie erlangt denn nun ein Objekt seine Subjektivität?

Antwort: Es muss jemanden geben, der bezeugt, dass ein Objekt da ist, welches Subjektivität ausübt. Das ist der Moment der sogenannten Geburt der Seele. Sie ist ein bestimmter kommunikativer Ausdruck eines fundamental zugrunde liegenden Gesamt-Kommunikationsverlangens. Ich weiß, das ist ein schwieriger Satz. Man bekommt jedoch einen ersten Eindruck für die Wahrheit dieses Satzes, wenn man sich aufmerksam in der Natur umschaut und fragt:

Gibt es etwas, das nicht miteinander agiert oder reagiert und damit eindeutig ein kommunikatives Verhaltens zeigt?

Wenn du etwas findest, egal wo im Universum, dann darfst du mich einen Schwindler nennen und hast meine Aussage als einen Irrtum entlarvt. :)

Bis dahin gilt: Alles, was es gibt, ist ein bestimmter notwendiger Ausdruck eines fundamental zugrunde liegenden Kommunikationsverlangens. Welchen Namen du diesem Verlangen geben möchtest, ob Gott, oder Shiwa, oder Manitu, oder Krishna, oder sonst etwas, bleibt deinen persönlichen Neigungen vorbehalten. Ein Etikett verändert niemals das, worauf es geklebt ist. Wir Menschen diskutieren jedoch lieber Etiketten, als Inhalte.

Diese zugrunde liegende Aufmerksamkeit selbst ist kein Objekt, sondern eine fundamentale Fähigkeit, die keine Objekteigenschaften wie Form, Aussehen, Farbe, Raumzeit oder sonstige Eigenschaften hat. Sie selbst ist eigenschaftslos und immer anwesend, auch wenn der Einzelne sie nicht immer bemerkt, wie beispielsweise beim traumlosen Tiefschlaf. Warum das so ist, ist ein anderes und ebenfalls sehr interessantes Thema, wie ich finde.

Auf deine Frage, wie man die Show beenden kann, lautet die Antwort: Gar nicht. Denn nur was einen Anfang gehabt hat, kann man auch beenden. Anders gesagt, du wirst dich selbst niemals loswerden. Deinen kommunikativen Ausdruck (=Körper) wirst du sehr wohl los, weil der nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Aber dich, - dich wird niemand los, nicht mal durch eine Sperrung in einem Forum. :)


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

23.06.2012 um 21:43
@oneisenough
Zitat von oneisenoughoneisenough schrieb am 19.06.2012:Hinzufügen möchte ich noch, dass die Traumgeschehen nicht ausschließlich aus Erinnerungen bestehen, sondern auch zu einem Großteil aus Vorstellungen (=veränderte Erinnerungen).
Das Traumgeschehen dient u.a. dazu, Verdrängtes zu verarbeiten, schmerzhafte Gefühle usw., Traumen.. Heilungsgeschehen.
Andererseits scheint es aber auch aus Potentialitäten zu bestehen, wie ich in letzter Zeit feststelle.
Potentialitäten insofern ich im Traum eine am Tag zuvor tatsächlich erfahrene Situation in verschiedenen Variationen träume, also als verschiedene Möglichkeiten, aus denen ich jedoch eine einzige unbewusst ausgewählt habe. Verstehst Du, was ich sagen will? Ist schwer für mich auszuformulieren, weil es noch recht vage ist und unausgereift...
.... So stellt es sich mir im Moment dar, ob das die volle und ganze Wahrheit ist, weiss ich nicht...
(aber wir können ihr ja doch nicht entrinnen, die Wahrheit ist uns immer auf der Spur...haha lach gigig..)


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Falsches Selbstverständnis löst kein Problem dieser Welt

23.06.2012 um 22:53
@TheLolosophian
Zitat von TheLolosophianTheLolosophian schrieb:Potentialitäten insofern ich im Traum eine am Tag zuvor tatsächlich erfahrene Situation in verschiedenen Variationen träume, also als verschiedene Möglichkeiten, aus denen ich jedoch eine einzige unbewusst ausgewählt habe. Verstehst Du, was ich sagen will?
Ja, das verstehe ich sehr gut. Auch das, was du mit den Potentialitäten meinst.

Die Traumgeschehen sind jene erfahrbaren Realitäten (kommunikative Wirkungen), für die man sich im sogenannten Wachzustand NICHT entschieden hat, sie erfahren zu wollen.

Diese Aussage müsste man nun erläutern und erklären, damit deutlich wird, warum es diese Realitäten tatsächlich gibt. Manche nennen sie auch Parallel-Universen.

Im Traumgeschehen erleben wir dann u.a. Szenarien, Ereignisse und Handlungen, welche wir in der gewohnten Wirklichkeit für absolut unmöglich oder auch durchaus für möglich halten (Variationen, wie du sagst). Doch sie sind qualitativ genauso erfahrbar und wirklich, wie jene Wirklichkeit, für welche wir uns entschieden haben, sie in einer Art Fortschreibung zu erleben und die wir den Wachzustand nennen.

Würdest du eines dieser Traumgeschehen jede Nacht als Fortsetzung erleben, mit all den daran beteiligten Personen, Umgebungen und Orten, dann hättest du große Schwierigkeiten zu entscheiden, was du für den Wachzustand hälst und was du ein Traumgeschehen nennst. Der Unterschied zwischen Wachzustand und Traumzustand liegt ausschließlich in der Kontinuität und keinesfalls in der Qualität der Erfahrbarkeit.


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