klompje1 schrieb am 30.06.2026:Habe richtig geweint wo sie gekommen sind um sie zu fällen.
two-cents schrieb:Sehr schade um die Blaufichte und ich verstehe dich gut, dass die Nachricht, dass sie nun doch gefällt werden muss, betroffen macht.
Ich habe auch schon geweint 😭.
Die Fichte hat die Nachbarn schon länger gestört, sie haben sich über sie beschwert: macht Schatten auf ihrem Grundstück, verliert Nadeln und was ist, wenn sie umfällt...
Drum habe ich eben den Baumgutachter beauftragt, der damals gesagt, hat, dass ihr die Trockenheit nicht gut tut, aber sie gesund ist.
Ich sagte den Nachbarn dann, die Fichte wird nicht gefällt, denn die ist länger da als ihr Haus. Warum kauft man sich ein Grundstück neben einem, auf dem viele Bäume stehen und beschwert sich dann hinterher darüber? Ist ja nicht so, als würde man das nicht gleich sehen. 🙄
Jetzt bekommen die Nachbarn, was sie wollten. Aber hilft ja nichts, auch wenn mich das ärgert. Dass die Fichte dann vielleicht doch noch umfällt und Schäden verursacht, kann ich nicht riskieren, auch wenn sie aufgrund ihrer Neigung ohnehin auf unsere Seite fällt und nicht auf ihre.
Ich werde aber sicher wieder einen Baum pflanzen, diesmal einen, der Trockenheit besser aushält. In der engeren Auswahl stehen Esskastanie und Silberlinde.
Bis die Bäume so hoch sind, dass sie sich wieder beschweren würden, sind die Nachbarn bereits verstorben, das sind Senioren 60 plus. 🤷🏼
In den ersten 30 Jahren wächst eine Edelkastanie etwa 10 Meter, eine Silberlinde erreicht nach 30 Jahren in der Regel eine Höhe von 15 bis 20 Metern.
orlets schrieb:Keine Pflanzen,keine Natur. Pflanzen machen etwas "Arbeit", ständiges gießen...da haben wohl die wenigsten Lust darauf.
Das ist etwas, das mich immer bei den Menschen wundert, die in ein Haus mit Garten ziehen. Zu uns raus ziehen viele Wiener und die haben dann total kahle, zugepflasterte Gärten mit dem obligatorischen Pool, gepflasterten Einfahrten, befestigten Terrassen mit ein paar Kübelpflanzen und sonst Rasen. Vielleicht noch ein hoher Zaun rundherum.
Für die hätte es eine Wohnung mit Dachterrasse in Wien oder sonstwo auch getan, dafür hätte kein weiteres Grundstück versiegelt werden müssen.
Ich wünsche mir wirklich, dass die Gemeinden sowas verbieten bzw. regeln. Bei uns ist sogar geregelt, welche Fassaden- und Dachfarben erlaubt sind und wie hoch die Zäune sein dürfen bzw. wie sie straßenseitig ausgestaltet sein müssen.
Aber sowas, das echt wichtig wäre für die Umwelt und das Klima, wird nicht geregelt!
Bei uns ist es extrem trocken und wir haben ständig Wasserknappheit, wieso darf jeder einen Pool aufstellen?
Es bekommt immer wieder in den letzten Jahren Temperaturen um die 40 Grad, wieso darf man Einfahrten pflastern und Parkplätze vor Geschäften asphaltieren, anstatt zum Beispiel Rasensteine zu verwenden?
Wieso wird Schotter im Garten nicht verboten und eine bestimmte Ausgestaltung des Gartens vorgeschrieben (heimische Pflanzen, Mindestanzahl an Bäumen und Sträuchern abhängig von der Grundstücksgröße mit Liste zur Auswahl)?
Muss man das verstehen? Es regt sich ja auch keiner auf, dass vorgeschrieben ist, wie ein Zaun auszusehen hat, aber bei der Einfahrt geht das nicht und es wird als zu große Einschränkung empfunden?