mitH2CO3
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@KephalopyrKephalopyr schrieb:Am Gold hat mich schon immer seine außergewöhnliche Farbe und seine ursprüngliche Herkunft fasziniert.
Du spielst jetzt aber nicht auf die Spanische Gold Galeone an, oder? :ask:Kephalopyr schrieb:und seine ursprüngliche Herkunft fasziniert.
Klondike in Finnland? :D Von der Landschaft her könnte es durchaus passen!mitH2CO3 schrieb:auf zum Goldschürfen nach 🇫🇮
Krasse Sache! Wusste ich gar nicht. Das die Ostsee an den Küstengebieten mit Bernstein gesegnet ist ja, aber Gold? Coole Sache!mitH2CO3 schrieb:Yeah :D s.
Hat vom Empfinden her etwas orientalisch verspieltes an sich, so wie Sting's Desert Rose. Finde ich jedenfalls.mitH2CO3 schrieb:Angelit
"Angelit" habe ich durch einen lieben Menschen kennengelernt, dem es bei dieser Musik so ergeht wie Dir :D und nunmehr auch mir.perttivalkonen schrieb:Vid angeklickt und Lautsprecher aufgedreht... eingetaucht und abgehoben...
Die beiden Frauen sind Saminnen, sie joikenPrivateEye schrieb:Hat vom Empfinden her etwas orientalisch verspieltes an sich, so wie Sting's Desert Rose. Finde ich jedenfalls.
HintergrundWikipedia: Joik
Zur Zeit der samischen Religion wurde der Joik sowohl von den Schamanen als ritueller Gesang, als auch profan von allen Samen verwendet. Es handelt sich um einen mit dem Jodler verwandten, eintönig-gutturalen Gesang, bei dem die Musik oft wichtiger ist als die Worte. Die Ureinwohner Sápmis besingen damit Menschen, Tiere und Naturphänomene. Der Joik ist traditionell ein integraler Bestandteil ihrer Kultur, der weniger der Unterhaltung als vielmehr der Möglichkeit dient, sich dem Besungenen näher zu fühlen.
Der Joik wird von Männern wie Frauen gepflegt und enthält gesungenen Text oder bedeutungslose Silben. Er war früher die einzige traditionelle Musikform der Samen und bestand aus einem Sologesang ohne instrumentale Begleitung. Das hauptsächliche Melodieinstrument der samischen Musik war das Rohrblattinstrument fadno, während der Schamane für seine Sitzungen die Schamanentrommel verwendete. Beide dienten gelegentlich auch als Begleitung des Joik.
Der samische Joik ist nur teilweise formalisiert und etwa zur Hälfte Improvisation. Dem Grundverständnis nach entsteht ein Joik einfach bei einem Menschen durch das Leben in der Natur, man kann ihn also nicht direkt als improvisatorischen Gesang kennzeichnen – er existiert einfach und passt sich der Stimmung und der Landschaft an.
Bei künstlerischen Auftritten wird er allerdings etwas der Situation angepasst. Es kommen rhythmische und melodische Veränderungen vor. Einzelne Vibrati und schnelle oder langsame Tremoli können eingebaut werden.
Ritueller Joik
Bis zur vollständigen Christianisierung der Samen – die spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschlossen war – versetzte sich der Schamane (Noajde) mit Hilfe der Zaubertrommel und des Joiks in eine rituelle Ekstase. Während der Trance joikte eine der versammelten Frauen, um den Noajden an seine Aufgabe zu erinnern und seine Seele zurück ins Diesseits zu begleiten.
Vom 18. bis ins 20. Jahrhundert war das Joiken als Ausdruck der alten Religion verboten. Auch danach wurde es von vielen Pfarrern als Sünde bezeichnet und zum Teil bestraft.
Themen des Joikens
In einer Mischung aus Lied und Gedicht bzw. Ballade behandeln die Texte meist das Leben in der wilden Landschaft um den Polarkreis.
Das Joiken kann von der Vergangenheit oder von der Zukunft handeln, am häufigsten „spielt“ es aber in der Gegenwart. Seine Themen erstrecken sich auf die Inhalte des gesamten Leben des Joikers (Interpreten). Manche der Joiks erzählen von Personen, die meisten aber von Tieren, die besonders wichtig für die Samen sind – z. B. Rentiere und einige Wildtiere.
Auch heilige Plätze in der Natur, Gefühle und Hoffnungen sind bekannte Themen des Joiks. Die traditionellen und beliebtesten Joiks sind jene über den Wolf und solche Personenjoiks, die den Charakter einer Person beschreiben.
Der Joik drückt die tiefe Verbundenheit der Samen mit der Natur aus. Man joikt nicht über etwas, sondern man joikt etwas – d. h. beim Joiken entsteht in Sänger und Zuhörer die Vorstellung von der Anwesenheit von Menschen, Tieren, Situationen oder Landschaften. Ein Joik ist endlos. Er benötigt keine Worte, der Interpret kann die Geschichte durch Worte, Gesten, Melodie, Rhythmus und andere Ausdrucksformen erzählen bzw. variieren. Der Joik ist ein „Ding-an-und-für-sich“.
Mittlerweile kommt vieles "Altes" oder auch "Heidnisches" wieder zurück, oft in Verbindung mit einer neuen Naturverbundenheit. Das ist ja auch so nicht verkehrt oder schlecht. Man kann nur hoffen, das es genug Aufzeichnungen etc. gibt und das solche Sachen nicht in Vergessenheit geraten.mitH2CO3 schrieb:Vom 18. bis ins 20. Jahrhundert war das Joiken als Ausdruck der alten Religion verboten. Auch danach wurde es von vielen Pfarrern als Sünde bezeichnet und zum Teil bestraft.
Jap. Dank Samen und Saminnen, wie in Finnland bspw. Ulla Pirttijärvi, darf man sich noch am samischen Gesang erfreuen.PrivateEye schrieb:Mittlerweile kommt vieles "Altes" oder auch "Heidnisches" wieder zurück, oft in Verbindung mit einer neuen Naturverbundenheit. Das ist ja auch so nicht verkehrt oder schlecht. Man kann nur hoffen, das es genug Aufzeichnungen etc. gibt und das solche Sachen nicht in Vergessenheit geraten.
Ulla Pirttijärvi-Länsman is a Sami joik singer from the village of Angeli (Sami: Aŋŋel), Finland. She began her career with the music group Angelin Tytöt, but left soon after to pursue a solo career. She performs traditional joik music with Western arrangements of contemporary instruments.[1]
Naja, "mittlerweile". Mari Boine ist nun schon vierzig Jahre im Geschäft. Die Wiki sagt, der internationale Durchbruch sei dann erst '89/90 gekommen, aber da kannte ich schon sowohl Joik als auch Mari Boine. Ausm Radio udgl. Hinfahren war zu DDR-Zeiten ja nich so...PrivateEye schrieb:Mittlerweile
Gern! :}mitH2CO3 schrieb:dann sach ich nur: auf zum Goldschürfen nach 🇫🇮
Sowas interessiert mich grundsätzlich nicht. Gold findet seinen Ursprung draußen in den Sternen. Es kommt nicht von der Erde.PrivateEye schrieb:Du spielst jetzt aber nicht auf die Spanische Gold Galeone an, oder?
Ne, eher dieses eine Lied aus den 90ern. Klang recht ähnlich, war langsam, entspannt, selbe Art von Musik und Gesang, auch eine Frau, aber die Stimme heller und flüsternder. Hab es vage im Kopf, aber komme nicht drauf. Das war wie eine Entspannungsmusik, aber mit einer Frau die dazu sang. War eigentlich ein sehr bekanntes Lied, oder Band.PrivateEye schrieb:Hat vom Empfinden her etwas orientalisch verspieltes an sich, so wie Sting's Desert Rose. Finde ich jedenfalls.
Joar, bei so 40 Jahren passt mittlerweile ganz gut wie ich finde. :D So im galaktischen Maßstab. :Dperttivalkonen schrieb:Naja, "mittlerweile". Mari Boine ist nun schon vierzig Jahre im Geschäft.
Wäre mir auch neu wenn die Spanier das, neben der Paella, erfunden hätten. :D Die haben das Zeug auch nur geklaut und transportiert. Und manchmal, für neugierige Entdecker und Abenteurer, ganz praktisch auf dem Meeresboden deponiert. ;)Kephalopyr schrieb:Sowas interessiert mich grundsätzlich nicht. Gold findet seinen Ursprung draußen in den Sternen. Es kommt nicht von der Erde.
Hast du @perttivalkonen eine Ahnung, was @Kephalopyr meinen könnte? Mir selber fällt gerade nix dazu ein. Leider. :(Kephalopyr schrieb:Ne, eher dieses eine Lied aus den 90ern. Klang recht ähnlich,
Nicht die Spur einer Ahnung. Allerdings hab ich für ein paar Jahre der Neunziger kaum Erinnerungen, da könnts was gegeben haben. Mir fällt nur dieser Indianergesang in Endlosschleife als Hintergrund eines Songs ein... - Return To Innocence von Enigma von 1993.PrivateEye schrieb:Hast du @perttivalkonen eine Ahnung, was @Kephalopyr meinen könnte?
Michel Cretu machte da auch einiges mit Gregorianischen Gesängen:perttivalkonen schrieb:Return To Innocence von Enigma von 1993.