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Ramadan

142 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam

Ramadan

29.06.2014 um 07:41
@Dawnclaude

ramadan heißt nicht, dass du generell nix isst...


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Ramadan

29.06.2014 um 07:42
@slanderman
Achso, was darf man denn dann genau?


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Ramadan

29.06.2014 um 07:46
@Dawnclaude

du meinst jetzt, was man essen darf, oder?
besser waere die frage: wann?

antwort waere dann:
im ramadan darfst du als glaeubiger moslem nur zwischen sonnenuntergang und sonnenaufgang essen.

„… und esst und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt!“

– Koran: Sure 2, Vers 187
quelle: Wikipedia: Ramadan#Der_t.C3.A4gliche_Fastenbeginn_und_Fastenabschluss


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Ramadan

29.06.2014 um 07:49
@slanderman
Okay danke. Würde das dann bedeuten, dass einige ihren Tagesablauf ändern, so dass sie Nachts länger auf sind? Oder wäre das schon gegen die Regeln?


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Ramadan

29.06.2014 um 07:54
@Dawnclaude

boa, das ist ne kniffelige frage.
ich wette darum gabs schon heftige debatten, so laeuft das ja meist bei religioesen menschen.

ich denke, das in der praxis viele menschen ihren tagesablauf umstellen werden, also in dem sinne, das sie frueher aufstehen, oder einen komplett anderen schlafrythmus annehmen, um auch gut genaehrt zu bleiben. (man braucht ja auch fuer viele koerperliche taetigkeiten einfach was im magen)

es gibt dann bestimmt theoretiker und fundamentalisten, die da dann mangelnde konsequenz oder mangelnden glauben reininterpretieren.
auf der anderen seite muss man aber eben auch bedenken: der islam kommt praktisch aus der wueste, oder etwas relativiert: aus heißen, wasserarmen gegenden. in solchen gefilden ist ja ein großteil des soziallebens und des alltags eh auf die abend und nachtstunden verlegt, weils halt klimatisch nicht anders klargeht.


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 13:02
@Pika


Ein Gott der einen Beweis will, kann nicht wirklich Gott sein. Da steckt wohl jemand oder etwas anderes dahinter.

Ramadan ist da das beste Beispiel. Es ist nur dafür da, um sich gut zu fühlen. Es geht nur um einen Selbst. Das ist in der Tat exakt das selbe Ebenbild des Gottes, das gehorsam fordert, denn bei diesem scheinbaren Gott, geht es wohl auch nur um ihn. Da ist es doch gar kein wunder, wenn seine scheinbaren Ebenbilder ihm gleich tun und die Welt voller Menschen ist,die nichts anderes im Sinn haben, als sich selbst gut zu stimmen.


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Ramadan

29.06.2014 um 14:21
Der Ramadan reduziert definitiv die Wartezeit beim Dönermann, weil ich dann vermutlich der einzige Kunde bin. :D


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Ramadan

29.06.2014 um 14:33
@keenan

Sich gut fühlen? Bei diesen heißen Sommertemperaturen, ohne etwas zu Essen geschweige etwas zu trinken. Hätte da schon nach zwei Stunden einen Kreislaufkollaps.


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 14:41
@Pallas


Man nimmt das Leid an um sich in seinem Glauben zu stärken. Das tut zwar körperlich weh, doch den Glauben stärkt es.

Das ist in etwa so wie ein Drogenabhängiger. Auch er tut seinem Körper weh, um seinen glauben zu stärken.

Beide glauben nämlich in einer eigenen Welt zu leben.


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Ramadan

29.06.2014 um 15:10
@keenan

Okay. Ein Gedanke habe ich jetzt in vielen Threads geäußert, aber noch keine eigene Antwort dazu gefunden.

Was macht es für einen Unterschied, seinen Glauben in einem reichen oder armen Land zu leben?

Eigentlich sollte doch der Glaube jede Not überwinden. Das würde doch genauso den "Glauben stärken".

Aber selbst streng Gläubige leben lieber in Wohlstand unter möglicherweise "Ungläubigen" etc. und eingeschränktem Islam. Warum eigentlich?

Ich kann den Themenkomplex Salafismus oder "Salafismus in Deutschland" oder sonstwo eigentlich gar nicht mehr nachvollziehen. Die Sehnsucht nach Wohlstand bzw. Gemütlichkeit wirken hier stärker als der Glaube. Oder gleich das orientieren an einer urmenschlichen Eigenschaft: Gier. Von daher sind sie selber irgendwo opportunistisch und frevelhaft, wenn sie nicht wirklich den zu 100% Islam in Saudi-Arabien oder so leben wollen, wenn dort auch in Armut.

@Pallas

Zwei Stunden ist bestimmt auch schon großzügig geschätzt. Vor allem denkst du wahrscheinlich noch an kurzärmelig und kurzze Hose usw.

Aber unter dem Kopftuch + dem Mantel oder unter der Burka bzw. überhaupt irgendner Ganzkörperkleidung ist zwei Stunden ja noch großzügiger geschätzt. Wobei die Temperaturen hier in Deutschland wahrscheinlich eh nicht vergleichbar sind mit Temperaturen in Saudi-Arabien etc., wo die Frauen so oder so mit ihrem Ganzkörperdress durchhalten müssen. Vor allem, wenn der Mann das ausdrücklich will. Und die halten das ja auch aus oder müssen das halt aushalten.


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Ramadan

29.06.2014 um 15:15
@kofi

2 Stunden sind wirklich sehr großzügig geschätzt. Trinke bei solchen Temperaturen eigentlich alle viertel Stunde etwas. (Wasser).

Ich meine damit, dass ich persönlich nicht länger als zwei Stunden aushalten könnte, ohne etwas zu trinken.

Wie schafft man das jetzt den ganzen Tag durchzuhalten?


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 15:22
@kofi
kofi schrieb:Was macht es für einen Unterschied, seinen Glauben in einem reichen oder armen Land zu leben?
Wer seinen glauben lebt, erkennt gar nicht, wie er von seinem Glauben gelebt wird. Leben sollte man niemals auf den Glauben aufbauen. Der Glaube ist dafür da, damit man das Leben stärken kann. Doch der Glaube, der das Leben ersetzt, kennt nur das Gesetz und verliert damit die Natürlichkeit des Lebens.

Die Antwort auf die Frage lautet also:

Keinen.
kofi schrieb:Eigentlich sollte doch der Glaube jede Not überwinden. Das würde doch genauso den "Glauben stärken".
Warum steckt man in Not? Weil man Glaubt in einer zu stecken?

Die Not, kommt notwendigerweise aus dem Glauben. Dabei spielt es gar keine Rolle, an was man glaubt, denn das was nicht ist, soll sein. Das Leben das nicht ist, muss sein und wenn es nicht sein kann, steckt man in Not.

Um es damit genauer zu sagen:

Wer steckt nicht in Not, wenn nicht der, der glaubt es zu tun?
kofi schrieb:Aber selbst streng Gläubige leben lieber in Wohlstand unter möglicherweise "Ungläubigen" etc.
Ja, das tun sie. Das tun sie, weil sie nichts anderes als das, tun können. So wie auch die ungläubigen nichts anderes tun können, was sie tun.
kofi schrieb:Ich kann den Themenkomplex Salafismus oder "Salafismus in Deutschland" oder sonstwo eigentlich gar nicht mehr nachvollziehen. Die Sehnsucht nach Wohlstand bzw. Gemütlichkeit wirken hier stärker als der Glaube. Oder gleich das orientieren an einer urmenschlichen Eigenschaft: Gier.
Der Glaube nach Wohlstand, weil man glaubt sich dann besser zu fühlen, ist auch ein Glaube.


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Ramadan

29.06.2014 um 15:36
@Pallas

Wenn der Glaube stark genug ist geht das sicher. Bei Leuten, die vegan leben, ist das ja ähnlich.

@keenan

Mir gefällt "Glaube" am Beispiel von Ländern wie Haiti.

Viele Menschen dort sind bitter arm, sie erleben Gewalt und Kriminalität. Aber der Glaube und Religion haben einen großen Anteil daran, dass Menschen sich nicht kollektiv im Meer ertränken. Man lebt sein Glaube in einem schwierigen Alltag und schöpft durch ihn Hoffnung, dass alles besser wird.

Und kennst du Haitianer hier in Deutschland? Wenn man dort unter solchen Umständen lebt, vor allem auch seit dem Erdbeben, warum kennt man hier keine? Warum wollen sie nicht flüchten? Wo sind die tausenden Haitianer in Deutschland? Was doch auch irgendwo heißt, Menschen leben selbst unter widrigsten Umständen ihren Glauben. Das geht, wenn man davon überzeugt ist.

So wie man "Glaube" annimmt in Ländern wie Haiti, würde ich auch Glauben annehmen. Als Stärkung.


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Ramadan

29.06.2014 um 15:37
@kofi
kofi schrieb:Aber selbst streng Gläubige leben lieber in Wohlstand unter möglicherweise "Ungläubigen" etc. und eingeschränktem Islam. Warum eigentlich?
naja, jede religion ist ja erstmal auch eine machtpolitische institution. ganz egal, ob sie denn -wie die kath. kirche wirklich irgendwo einen'hauptsitz' hat, oder nicht.

religion hilft, die gesellschaft zum einen zu ordnen, ihnen (den menschen) also eine heiligmaeßige ordnung der dinge vorzugaukeln, um diese damit (mit jener ordnung) abzufinden. ('das kann nicht ungerecht sein, immerhin ist alles was ist von gott dem allmaechtigen gewollt')
zum zweiten ist religion auch ein gutes mittel, ein ueber regionale grenzen hinaus verbreitetes, kulturelles, wir-gefuehl zu erschaffen. (was machtpolitisch ebenfalls oben genannte 'beduerfnisse' bedient)
zum dritten liegt es deshalb in der natur der dinge, dass die 'aufgeweckteren' unter den glaeubigen eine relativ kaltschnaeuzige art entwickeln, wenn es um konsequenzialismus im glauben geht, also eben z.B. das leben unter unglaeubigen etc.


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 15:39
@kofi
Viele Menschen dort sind bitter arm, sie erleben Gewalt und Kriminalität. Aber der Glaube und Religion haben einen großen Anteil daran, dass Menschen sich nicht kollektiv im Meer ertrinken. Man lebt sein Glaube in einem schwierigen Alltag und schöpft durch ihn Hoffnung, dass alles besser wird.
Und, wird alles besser?
kofi schrieb:Und kennst du Haitianer hier in Deutschland? Wenn man dort unter solchen Umständen lebt, vor allem auch seit dem Erdbeben, warum kennt man hier keine? Warum wollen sie nicht flüchten?
Weil sie nichts anders kennen. Die Angst vor dem Unbekannten, ist scheinbar eine große Angst.
kofi schrieb:So wie man "Glaube" annimmt in Ländern wie Haiti, würde ich auch Glauben annehmen.
Ein Austausch von Informationen bezweckt nur eines:

Überschreibung des Wesentlichen.

Der Grund warum die Haitaner arm sind und nur ihren Glauben haben um zu überleben, haben sie der Überschreibung zu verdanken.


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Ramadan

29.06.2014 um 15:40
@keenan
keenan schrieb:Man nimmt das Leid an um sich in seinem Glauben zu stärken. Das tut zwar körperlich weh, doch den Glauben stärkt es.
jop, das ist ein nicht nur in religionen, sondern auch in vielen 'privaten individualphilosophien' oft ausgepraegtes muster.
egal ob nun durch religioese aspekte, dem anhaengen an eine philosophische schule oder was sonst noch, es scheint in diesem kontext ein drang des menschen zu sein, sich in gewissem rahmen einer ritualisierten selbstkasteiung auszusetzen.


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 15:44
@slanderman


Diese Verhaltensweise hat den Zweck, den "seelischen" Schmerz zu lindern. Das tut es im Grunde für den Moment auch, so wie bei einem Drogensüchtigen es auch tut. Doch es hat wie immer, weitreichende folgen. Diese Verhaltensweise kann man, wie du schon geschrieben hast, bei jedem Menschen, der sich einer Institution zugehörig fühlt, erkennen.


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Ramadan

29.06.2014 um 16:06
@keenan

ja, lindern ist denke ich relativ.
auf jeden fall schafft das jeweils willkuerlich berbeigedachte 'kasteiungsmoment' es, fuer mehr oder minder lange zeit, die ueblichen sorgen zu verdraengen.
ob das jetzt linderung ist, sei dahingestellt. auf jedenfall ist es sicher eine art des 'sich zurueck ziehens', eventuell sogar der kontemplation, falls der betreffende sich nicht zu doof anstellt. ich denke, die grenzen verlaufen hier fließend.

also vorallem die zwischen einem eingehen, auf eigene psychisch-seelische beduerfnisse, und einem abgleiten in divergente zustaende.


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 16:09
@slanderman
slanderman schrieb:auf jeden fall schafft das jeweils willkuerlich berbeigedachte 'kasteiungsmoment' es, fuer mehr oder minder lange zeit, die ueblichen sorgen zu verdraengen.
ob das jetzt linderung ist, sei dahingestellt. auf jedenfall ist es sicher eine art des 'sich zurueck ziehens', eventuell sogar der kontemplation, falls der betreffende sich nicht zu doof anstellt. ich denke, die grenzen verlaufen hier fließend.
Ja, das trifft dann wohl eher zu. Es ist eher ein Verdrängen, als ein Lindern. Das stimmt.


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Ramadan

29.06.2014 um 20:39
Hallo an alle,

eine ziemlich interessante Diskussion, an der ich mich hiermit beteiligen will.
@keenan also dies ist eine ziemliche Reduzierung, was du da machst. Ramadan ist
sicherlich nicht da, um sich auf diese weise gut zu fühlen oder seinen Gewissen zu beruhigen. Es geht vielmehr um eine spirituelle Erfahrung, um in sich zugehen. Aber es stimmt, wenn du sagst es ginge
um einen selbst, auch wenn nicht in dem Sinne, den du darlegst.
Durch Ramadan soll der Mensch lernen seinen "nafs" zu kontrollieren (hierunter kann man auch Gier einordnen), diesem nicht mehr zu folgen und sich von diesem zu lösen. Es geht auch darum sich in die Lage anderer hineinzuversetzen, damit man ein gewisses Verständnis entwickelt und aus diesem Verständnis heraus gewillt ist zu helfen. Es ist sicherlich nicht abzustreiten, dass wir heutzutage eine Gesellschaft sind, die sich immer mehr nach dem "Wollen" richtet. Man will etwas, auch wenn es nicht nötig ist, und holt es sich... Also noch einmal, durch das Fasten soll man von diesem "wollen" wegkommen, sich nicht mehr an diesen klammern und in sich gehen. Klammert man sich nicht an Dinge, wird es einem auch nicht schwer fallen, zu geben. Man übt sich in Verzicht. Aber um das zu verstehen, braucht man Grundwissen, welches du nicht zu haben scheinst. Ich meine das auch nicht böse, aber mit Fetzen den man so hört kann man kein vollständiges Bild herstellen. Dafür bedarf es zumindest einer einigermaßen tiefer gehenden Beschäftigung. Natürlich auch nur wenn man es tatsächlich verstehen will.


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