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Ramadan

142 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam
keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 21:07
@miakodaa
miakodaa schrieb:Man will etwas, auch wenn es nicht nötig ist, und holt es sich...
Will man seinen Glauben nicht, komme was wolle?


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Ramadan

29.06.2014 um 21:19
@miakodaa
Es ist sicherlich nicht abzustreiten, dass wir heutzutage eine Gesellschaft sind, die sich immer mehr nach dem "Wollen" richtet (Zitat)

Hier widerspreche ich entschieden. Ich streite das ab. Ich gehe davon aus, daß das in allen Gesellschaften schon immer ganz genauso war. Und heute nicht schlimmer oder besser ist als früher.

Ansonsten stimme ich Dir inhaltlich grundsätzlich zu.
Viele Grüße, Sandra


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Ramadan

29.06.2014 um 21:21
Hallo, alle zusammen,
ich bitte darum , daß alle sich um einen höflichen Ton bemühen,
und daß nicht gegenseitig böse Absichten unterstellt werden,
nur weil jemand anders eine Meinung vertritt,
die man nicht nachvollziehen kann.
Viele liebe Grüße,
Sandra


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Ramadan

29.06.2014 um 21:23
@keenan

genau, so eine plumpe Antwort? Es ging hier nicht um glauben
oder nicht. Das ist jedem selbst überlassen, darüber kann man
nicht urteilen. Es ging hier um Tiefgründigkeit, um etwas besser zu verstehen oder
verständlicher zu machen. Und ich bezweifle, dass man Glauben unter
Materialismus einordnen kann...


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Ramadan

29.06.2014 um 21:25
@sandra.31

könnte man vielleicht so sehen. Vielleicht haben wir aber heutzutage,
die besseren Mitteln oder Möglichkeiten, um an das ranzukommen,
was wir wollen. Ich denke dennoch, dass die heutige Gesellschaft auf diese
Nichtigkeiten mehr wert legt...


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Ramadan

29.06.2014 um 21:36
@Pallas
Hallo,
ich weiß nicht , wo Du bist, hier ist es jedenfalls derzeit eher kühl und regnerisch.
Trotzdem würde ich einen ganzen Tag ohne Wasser auch nicht gut überstehen.

Wenn ich aber von Kind auf daran gewöhnt wäre, daß Wasser Mangelware ist,
und außerdem glaubte, daß es eine religiöse Verpflichtung sei,
würde ich mein Bestes tun.
viele Grüße, Sandra


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keenan
ehemaliges Mitglied

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Ramadan

29.06.2014 um 22:00
@miakodaa

Niemand urteilt hier. Etwas aufzuzeigen bedeutet nicht, das man darüber urteilt. Für mich ist das weder schlecht, noch gut was sie da machen. Ich weiß, das es nur dazu dient, um vor den alltäglichen Problemen zu flüchten. Es ist eben leichter, seine Verantwortung abzugeben, in dem man das, was man tut, an eine Vorstellung abgibt.

Der Grund, warum jemand Ramadan macht, liegt doch auf der Hand. Man tut es für den Glauben. Und dieser Glaube wird nunmal von einem vorgestelltem Gott angeführt.

Natürlich kann jeder tun und machen was er will. Das gilt dann aber auch für jene, die Aufklärung betreiben. Jeder kann entscheiden ob er einer Intuition angehören will oder nicht, sein leben aus einem Buch heraus leben will oder nicht. Jeder kann entscheiden was er glauben will oder nicht.

Doch ist man mit der Entscheidung wirklich zufrieden oder tut man all das, wie Ramadan, um zufrieden zu werden? Trugschlüsse lassen einen nun mal nicht in ruhe und man muss damit klar kommen. Versucht man das, mit solchen Geboten, gerade nicht?

Wem bringt das wirklich etwas? Das Leid, das Leiden? Ist das, war das nicht der Grund der Menschen, der sie zu dem gebracht, gemacht hat?

Es ging immer nur um das Lösen des Leides, niemals um dessen Erhaltung. Wer das dennoch will, kann es tun. Doch solchen Menschen wünsche ich bestimmt kein Glück oder Unglück.

Ich wünsche ihnen wenn, dann eher Klarheit.


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Ramadan

29.06.2014 um 22:41
@keenan
Hallo,
ich stimme Dir zu, daß das Fasten, sowohl im Christentum als auch im Islam, unter anderem dazu dienen kann,
sich von den Problemen des Alltags zu distanzieren,
Abstand zu gewinnen.
Allerdings sehe ich das eher positiv.

Man denkt darüber nach, was man alles nicht unbedingt braucht,
man merkt, welche schlechten Angwohnheiten man sich... angewöhnt hat,
und man bemüht sich, sie zu überwinden.

Solange man das aufrichtig für sich selber tut, und keinen Schaden anrichtet,
ist das doch gut.
viele Grüße,
Sandra


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Ramadan

29.06.2014 um 22:44
@Dawnclaude
Hallo,
zum Abnehmen ist Fasten eher nix.
Manche Leute nehmen dabei sogar eher noch zu.
Viele Grüße,
sandra


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keenan
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Ramadan

29.06.2014 um 22:52
@sandra.31

Braucht man leiden um zu wissen was man nicht braucht? Du zieht das Leid also vor das Verständnis?


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Ramadan

30.06.2014 um 09:36
@ keenan

Danke mit solch einer Antwort kann man eher umgehen, als mit einem Satz
beehrt zu werden :)
keenan schrieb:Niemand urteilt hier. Etwas aufzuzeigen bedeutet nicht, das man darüber urteilt. Für mich ist das weder schlecht, noch gut was sie da machen. Ich weiß, das es nur dazu dient, um vor den alltäglichen Problemen zu flüchten. Es ist eben leichter, seine Verantwortung abzugeben, in dem man das, was man tut, an eine Vorstellung abgibt.
Da muss ich Ihnen erneut widersprechen. Im Glauben geht es nicht darum Verantwortung abzugeben,
sondern darum welches zu übernehmen. Man lernt Verantwortung für das eigene Handeln, für Ungerechtigkeiten die passieren, für das Leiden anderer zu übernehmen. Man lernt sich selbst zu respektieren und aus diesem Selbstrespekt andere. Sicher gibt es Menschen, die bestimmte Ideale pervertieren, dies nur auf den Glauben zu beschränken wäre jedoch "naiv". Es gab und wird immer Menschen geben, die Versuchen ihren Profit aus bestimmten Dingen zu schlagen oder ihre Verantwortung abzuwälzen (z.B. Politik)- dies jedoch zeugt von unreife und Heuchelei. Dies bezüglich kann ich Ihnen nicht widersprechen.
keenan schrieb:Der Grund, warum jemand Ramadan macht, liegt doch auf der Hand. Man tut es für den Glauben. Und dieser Glaube wird nunmal von einem vorgestelltem Gott angeführt.
Stimmt, der Glaube ist ein Motiv unter vielen. Es spielt eine Rolle, ich weis auch nicht warum dies so schlimm sein soll. Wie bereits erwähnt strebt man an vom "nafs" abzukommen, man möchte eine höhere Daseins-ebene erreichen. Wenn Glaube also den Menschen animiert aufrichtig Mitzufühlen, sich selbst zu verstehen und zu akzeptieren, warum nicht?
keenan schrieb:Natürlich kann jeder tun und machen was er will. Das gilt dann aber auch für jene, die Aufklärung betreiben. Jeder kann entscheiden ob er einer Intuition angehören will oder nicht, sein leben aus einem Buch heraus leben will oder nicht. Jeder kann entscheiden was er glauben will oder nicht.
Da gebe ich Ihnen auch 100% recht. Niemandem sollte das Recht genommen werden dürfen zu glauben oder nicht oder anderer Meinung zu sein. Es liegt immerhin im persönlichem Ermessen darüber zu entscheiden, welches dieser Dinge, einem plausibel erscheinen. Meine Wahrheit muss nicht die Ihre sein und auch umgekehrt.
keenan schrieb:Doch ist man mit der Entscheidung wirklich zufrieden oder tut man all das, wie Ramadan, um zufrieden zu werden? Trugschlüsse lassen einen nun mal nicht in ruhe und man muss damit klar kommen. Versucht man das, mit solchen Geboten, gerade nicht?
Ist man mit der Entscheidung nicht zufrieden, glaube ich nicht das man auf diesen verharrt. Irgendwann kommt man doch zu einem Punkt, wo es dann nicht mehr geht? Und wie soll man den Zufriedenheit aus einer "negativen" Gefühls-ebene erfahren? Ich denke Glaube kann helfen zufriedener zu sein. Man muss aber selbst etwas für das eigene Wohl tun. Dabei nur irgendwelchen "Handlungen" zu folgen, ohne Sinn und Motiv zu verstehen, scheint dann doch nicht hilfreich. Ist man jedenfalls mit sich selbst im reinen, verfällt man nicht so leicht in solche Trugschlüsse. Und by the way, tut man nicht vieles aus Überzeugung? Es ist doch so, dass die heutigen Wahrheiten die Trugschlüsse von Morgen sein können. Dafür reicht es doch nur die Entwicklungen zu sehen, die wir im Bereich der Wissenschaft und Technik gemacht haben...
keenan schrieb:Wem bringt das wirklich etwas? Das Leid, das Leiden? Ist das, war das nicht der Grund der Menschen, der sie zu dem gebracht, gemacht hat?
Warum beschränkt man sich beim Glauben immer auf Leid und Leiden? Leid zu erfahren gehört doch zum Leben dazu. Es kann sogar helfen verständiger zu werden und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Ich denke, ich weis was Sie sagen wollen, das "unser Leid" uns zu einem Gottglauben erst führen. Aber Leiden trifft nicht nur den Gläubigen, sondern alle Menschen...
keenan schrieb:Es ging immer nur um das Lösen des Leides, niemals um dessen Erhaltung. Wer das dennoch will, kann es tun. Doch solchen Menschen wünsche ich bestimmt kein Glück oder Unglück.
Speziell auf Ramadan bezogen, geht es nicht darum um Leid zu erfahren. In Islam wird der Körper und der Geist als etwas von Gott anvertrautes angesehen. Man soll sogar auf die Gesundheit dieser beiden achten und nichts tun was diesen Schädigen könnte (daher gibt es auch diese Ausnahmen, die bereits von sandra.31 erwähnt wurde; wenn ich mich nicht täusche). Jedenfalls werte ich Fasten nicht als Leid. Vielleicht ist es dann doch zu persönlich um darüber generell zu sprechen, aber ich habe es immer als etwas positives empfunden, das einem hilft sich körperlich und geistig freier zu fühlen.
So wünsche ich nicht nur bestimmten Personen mehr Klarheit, sondern auch allen übrigen.


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Ramadan

30.06.2014 um 10:23
Wünsche auch allen ein gesegnetes Ramadan.
Vor einigen Jahren habe ich selber auch gefastet. Früher durchgehend danach nicht mehr jeden Tag. Ich bin sehr dünn und man hat früher geglaubt ich sei Magersüchtig. Trotzdem war das fasten für mich nie wirklich ein Problem, obwohl ich früher ein schlimmerer Müllschlucker war als jetzt^^
Enthaltsamkeit.. Das sollte man dabei lernen, dankbar dafür sein was man hat, nachfühlen wie es den Menschen geht, die nichts zu essen haben etc.
Ich persönlich habe es nie als "LEID" angesehen. Wenn man es als Leid sieht sollte man es sowieso lassen. @keenan
Ich freue mich darauf, wenn ich wieder fasten kann :)


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keenan
ehemaliges Mitglied

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Ramadan

30.06.2014 um 12:57
@miakodaa
miakodaa schrieb:Da muss ich Ihnen erneut widersprechen. Im Glauben geht es nicht darum Verantwortung abzugeben,
sondern darum welches zu übernehmen. Man lernt Verantwortung für das eigene Handeln, für Ungerechtigkeiten die passieren, für das Leiden anderer zu übernehmen.
Wie kann man die volle Verantwortung übernehmen, wenn man den Ursprung seines Handelns in einer Vorstellung sieht? Wie kann man die volle Verantwortung seines Handeln übernehmen, wenn es doch ein Gott, der alles erschaffen hat und bestimmt?

Du widersprichst nicht mir, sondern dir Selbst.

Die volle Verantwortung seines Handelns kann man nur übernehmen, wenn man die Ursache seines Handelns erkennt. Und der, der dort handelt, einen Plan hat, Schicksale verteilt ist kein Gott, sondern man Selbst.

Religionen suggerieren da aber etwas ganz anderes, als die eigene Verantwortung. Das kann man doch seit Jahrtausenden auf der Welt beobachten. Wie viele Menschen sind schon im Namen, dieses vorgestellten Gottes gestorben?
miakodaa schrieb:Man lernt sich selbst zu respektieren und aus diesem Selbstrespekt andere.
Der Respekt den man lernen muss, kann man wieder verlernen. Das ist kein wirklicher Respekt, das ist vorübergehender Respekt.
miakodaa schrieb: Sicher gibt es Menschen, die bestimmte Ideale pervertieren, dies nur auf den Glauben zu beschränken wäre jedoch "naiv". Es gab und wird immer Menschen geben, die Versuchen ihren Profit aus bestimmten Dingen zu schlagen oder ihre Verantwortung abzuwälzen (z.B. Politik)- dies jedoch zeugt von unreife und Heuchelei. Dies bezüglich kann ich Ihnen nicht widersprechen.
Es gibt wohl Menschen die ihre volle Verantwortung übernehmen, doch diese sind weder religiös, noch anders, institutionell veranlagt.

Wer einen vorgestellten Gott braucht, um seine volle Verantwortung zu tragen, übergibt seine Verantwortung an seine Vorstellung, denn diese funktioniert wie eine stütze. Wenn man die nicht ablegt, wird man niemals die volle Verantwortung seines Handelns tragen, sondern sich an die Leichtigkeit, an die Hilfe, der gedanklichen Stütze gewöhnen.

Und, ist das nicht der Fall? Siehe dir die Welt an.
miakodaa schrieb:Stimmt, der Glaube ist ein Motiv unter vielen. Es spielt eine Rolle, ich weis auch nicht warum dies so schlimm sein soll. Wie bereits erwähnt strebt man an vom "nafs" abzukommen, man möchte eine höhere Daseins-ebene erreichen. Wenn Glaube also den Menschen animiert aufrichtig Mitzufühlen, sich selbst zu verstehen und zu akzeptieren, warum nicht?
Eine Wunde mit einer weiteren Wunde zu behandeln ist in der Tat schlimm, denn es wird nicht besser. Jene, die Religionen brauchen, sind verzweifelt. Jene die verzweifelt sind, weil sie das, was auf der Welt passiert, ihnen passiert, nicht ertragen können, was man auch nachvollziehen kann, übernehmen alles, was ihnen angeboten wird, nur um den Schmerz zu linder bzw. um den Schmerz zu unterdrücken.

Der Grund, warum jemand an etwas glauben muss, das nicht wirklich sein kann, liegt doch auf der Hand. Wer die Wirklichkeit nicht vertragen kann, muss in die Unwirklichkeit flüchten.

Wem bringt das etwas?
miakodaa schrieb:Da gebe ich Ihnen auch 100% recht. Niemandem sollte das Recht genommen werden dürfen zu glauben oder nicht oder anderer Meinung zu sein. Es liegt immerhin im persönlichem Ermessen darüber zu entscheiden, welches dieser Dinge, einem plausibel erscheinen. Meine Wahrheit muss nicht die Ihre sein und auch umgekehrt.
Die Wahrheit kann einem nicht gehören. Da liegt wohl der fatale Fehler, der Menschen.

Wenn man aus der Wahrheit ein Besitzt schmiedet, dann schmiedet man sich seine eigene Welt. Und wer sich seine eigene Welt schmieden muss, will, der hat noch nicht erkannt, das er unter seinesgleichen lebt.
miakodaa schrieb:Ist man mit der Entscheidung nicht zufrieden, glaube ich nicht das man auf diesen verharrt. Irgendwann kommt man doch zu einem Punkt, wo es dann nicht mehr geht? Und wie soll man den Zufriedenheit aus einer "negativen" Gefühls-ebene erfahren? Ich denke Glaube kann helfen zufriedener zu sein. Man muss aber selbst etwas für das eigene Wohl tun. Dabei nur irgendwelchen "Handlungen" zu folgen, ohne Sinn und Motiv zu verstehen, scheint dann doch nicht hilfreich. Ist man jedenfalls mit sich selbst im reinen, verfällt man nicht so leicht in solche Trugschlüsse. Und by the way, tut man nicht vieles aus Überzeugung? Es ist doch so, dass die heutigen Wahrheiten die Trugschlüsse von Morgen sein können. Dafür reicht es doch nur die Entwicklungen zu sehen, die wir im Bereich der Wissenschaft und Technik gemacht haben...
Viele haben gar keine freie Wahl. Sie müssen das übernehmen, was ihnen angeboten wird. Was meinst du wohl, warum der Mensch rebelliert?
miakodaa schrieb:Warum beschränkt man sich beim Glauben immer auf Leid und Leiden? Leid zu erfahren gehört doch zum Leben dazu. Es kann sogar helfen verständiger zu werden und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Ich denke, ich weis was Sie sagen wollen, das "unser Leid" uns zu einem Gottglauben erst führen. Aber Leiden trifft nicht nur den Gläubigen, sondern alle Menschen...
Weil aus dem Glauben, das abseits seines Seins wirkt, immer leid entsteht. Die Geschichte der Menschen ist doch voller Beispiele. Da braucht man kein weiteres Argument mehr, um dies darzulegen. Wer jedoch blind ist und aus der Geschichte der Menschheit nicht lernen will, dann ist die Angst wohl der einzige Grund, für diese Blindheit. Und diese Angst befriedigt andere.
miakodaa schrieb:Speziell auf Ramadan bezogen, geht es nicht darum um Leid zu erfahren. In Islam wird der Körper und der Geist als etwas von Gott anvertrautes angesehen. Man soll sogar auf die Gesundheit dieser beiden achten und nichts tun was diesen Schädigen könnte (daher gibt es auch diese Ausnahmen, die bereits von sandra.31 erwähnt wurde; wenn ich mich nicht täusche). Jedenfalls werte ich Fasten nicht als Leid. Vielleicht ist es dann doch zu persönlich um darüber generell zu sprechen, aber ich habe es immer als etwas positives empfunden, das einem hilft sich körperlich und geistig freier zu fühlen.
So wünsche ich nicht nur bestimmten Personen mehr Klarheit, sondern auch allen übrigen.
Wenn es beim Ramadan nicht um Leid gehen würde, dann würden es in den Religionen niemals um Leid gehen. Es geht aber um Leid. Ihre Bücher sind voll davon. Würde es hier um das lösen des Leides gehen, statt in der Erhaltung dessen, dann würden sich diese Menschen doch nicht so quälen.

In einer bestimmten Zeit nichts zu essen um danach zu den alten Gewohnheiten zurück zu kommen, hilft wohl keinem weiter.


@liaewen
liaewen schrieb:Vor einigen Jahren habe ich selber auch gefastet. Früher durchgehend danach nicht mehr jeden Tag. Ich bin sehr dünn und man hat früher geglaubt ich sei Magersüchtig. Trotzdem war das fasten für mich nie wirklich ein Problem, obwohl ich früher ein schlimmerer Müllschlucker war als jetzt^^
Enthaltsamkeit.. Das sollte man dabei lernen, dankbar dafür sein was man hat, nachfühlen wie es den Menschen geht, die nichts zu essen haben etc.
Ich persönlich habe es nie als "LEID" angesehen. Wenn man es als Leid sieht sollte man es sowieso lassen.
Man kann Müll auf zweierlei Art schlucken. Mit dem Mund und mit dem Verstand. Das eine schadet dem Körper, das andere, allem.


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Ramadan

30.06.2014 um 13:58
@keenan
Wie ignorant, unwissend, intolerant kann man denn sein?
keenan schrieb:Jene, die Religionen brauchen, sind verzweifelt.
Wie kannst du das über Mio von Menschen sagen die glauben?
Deine Philosophie kannst du dir echt sparen. Wenn du nicht an eine Religion glauben willst weil du ja ach so viel besser bist als alle gläubigen, dann ist das deine Sache. Aber Menschen die an einen oder mehrere Götter glauben als verzweifelt zu bezeichnen, dieses Recht hast du nicht!
Wenn du geistig so weit wärst wie du hier versuchst von dir zu geben würdest du so etwas doch gar nicht schreiben. Du hättest es nicht nötig. Du könntest auch ganz einfach deinen eigenen Standpunkt schreiben, ohne Menschen in eine Schublade zu stecken. Echt traurig.


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Ramadan

30.06.2014 um 14:13
@liaewen


naja, ich glaube nicht, dass man sich mit der aussage besser darstellt, als religioese menschen.
denke, du fuehlst dich da eher persoenlich beleidigt oder auf den schlips getreten.

es hat halt nichts mit intoleranz zu tun, etwas nicht zu moegen oder zu befuerworten.
toleranz heißt nur, das du es akzeptierst, wenn andere das anders sehen.
etwas wobei du uebrigens grade nicht das beste beispiel abgibst.
liaewen schrieb:Wie ignorant, unwissend, intolerant kann man denn sein
ignorant klammere ich hier aus, weil das deine subjektive empfindung ist, da gibts kein richtig und falsch. aber unwissend ist eindeutig ne diffamierung und der vorwurf der intoleranz ist haltlos.

ich will hier gar keinen streit vom zaun brechen, bitte versteh mich nicht falsch.
will eher mal versuchen, zwischen euch erhitzten gemuetern zu vermitteln.

es ist sicher stark verallgemeinert von @keenan, rundweg alle religioesen als verzweifelt zu bezeichnen, da hast du recht.
das ist aber kein grund, gleich so aus der rolle zu fallen :)

versuch mal stattdessen seine perspektive zu verstehen:

nahezu alle religionen reden davon, ihre anhaenger aus tiefstem unheil, unsaeglicher verzweiflung und leid zu erretten, sofern diese glauben. die mehrheit der religionen bezieht sich bei dieser erretung darauf, dass es dem menschen im jenseits besser gehen wird.

(zumindest die abrahamitischen kulte (christentum, islam, judentum) sind in dieser hinsicht sogar wissenschaftlich als totenkulte erfasst, und stellen mit ihrer anhaengerschaft immerhin knapp ein drittel aller religioesen menschen.)

das kann einem von außen schon vermitteln, das da ziemlich viele verzweifelte zeitgenossen unterwegs sind, oder nicht?

alles eine perspektivfrage, jedenfalls kein grund zum streiten.


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Ramadan

30.06.2014 um 14:33
slanderman schrieb:es hat halt nichts mit intoleranz zu tun, etwas nicht zu moegen oder zu befuerworten.
toleranz heißt nur, das du es akzeptierst, wenn andere das anders sehen.
etwas wobei du uebrigens grade nicht das beste beispiel abgibst.
Wo bin ich bitte intolerant gewesen? Ich habe ihn für diese Pauschalisierung angegriffen und nicht wegen seiner Sichtweise. Mein Mann ist ebenfalls Atheist und ich weiß, dass ich kein Problem habe mit Menschen die an keinen Gott glauben. Ich akzeptiere so etwas sehr wohl. Aber andersrum sollte er auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die gerne glauben. Die keine Terroristen sind, oder anderen Menschen schaden, oder andere bekehren möchten, verzweifelt sind etc. Ich denke da müssen wir sehr wohl unterscheiden. Solange ich die Religion für mich lebe, sollte mein Gegenüber das tolerieren können. So denke ich zumindest.

Darf ich fragen wieso es verzweifelt aussieht wenn so viele Leute an einen Gott glauben. Ich verstehe gerade den Zusammenhang nicht, sorry.

Im Umkehrschluss müsste es dann doch so sein, dass diese religiösen Menschen alle von Gott aus ihrem Unheil gerettet werden und sie alles von ihrem Gott bekommen? Meinst du das wäre so vielen Menschen seit Jahrhunderten nicht aufgefallen, dass es nicht so ist? ^^

Dann nehmen wir mal als Beispiel Deutschland oder Österreich (in meinem Fall).. Materiell gesehen dürfte es jeden von uns halbwegs gut gehen. Zumindest können wir unsere Grundbedürfnisse decken. Dann bleibt vl. noch die psychische Belastung aus diversen Gründen. Meinst du die haben es nötig an einen Gott zu glauben, damit sie sich Reichtum, Wohlstand, Gesundheit etc. wünschen können? Auf was ich hinaus will. In solchen Ländern "braucht" man Gott nicht wirklich oder? Auch wenn Menschen trotzdem verzweifelt sind. Hier gibt es das Amt, die PsychiaterIn etc. Aber in einem anderen Land wo es das nicht gibt, ist man verzweifelt, weil man keine andere Wahl hat also glaubt man einen Gott und hofft? So wirkt es gerade plump ausgedrückt für mich. Vielleicht versteh ich es einfach nicht, kann natürlich auch sein.

Ich denke, auch aus seiner Sicht ist es für mich nicht in Ordnung Gläubige in einen Topf zu schmeißen. Es hat sicher viele viele viele Gründe warum Menschen glauben. Und Verzweiflung kann natürlich eines davon sein, aber sicher nicht nur. Solche Aussagen treffen mich natürlich persönlich und ich finde sie nicht angebracht.
Natürlich will ich keinen Streit, ich will ja nur diskutieren. Solange man nicht versucht Leute zu diskriminieren oder sie als dumme blinde Gläubiger hinzustellen.


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emanon
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Ramadan

30.06.2014 um 15:08
@liaewen
Lassen wir mal Verzweiflung, was in meinen Augen kein wertminderndes Gefühl ist, mal aussen vor.
Meine Theorie ist ja, dass Gott/die Götter ein Lückenbüsser ist und die Gläubigen damit die Löcher in ihren Hirnen und Herzen füllen.
Z. B. springt Gott für Dinge ein, die man sich nicht erklären kann ("Loch im Hirn") oder versorgt Menschen mit einem Sinn fürs Leben ("Loch im Herzen")
Kannst du dich damit anfreunden?


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Ramadan

30.06.2014 um 15:10
keenan schrieb:Wie kann man die volle Verantwortung übernehmen, wenn man den Ursprung seines Handelns in einer Vorstellung sieht? Wie kann man die volle Verantwortung seines Handeln übernehmen, wenn es doch ein Gott, der alles erschaffen hat und bestimmt?
In dem man akzeptiert, dass jeder Mensch einen eigenen, freien Willen hat. Man kann sich nicht von solch einer Verantwortung lösen. Wie könnte man sonst für etwas in Rechenschaft gezogen werden, was man nicht wirklich selbst entschieden hat? Im übrigen meinte ich, das damit, dass du dich nicht mit der Materie nicht sehr gut auskennst (und auch nicht musst). Aber es ist nun mal so, dass im Islam jeder Mensch über Vernunft und freien Willen verfügt. Und entscheidet man aus diesem freien Willen heraus, dann kann man die Konsequenzen auch niemandem abwälzen. Ich möchte nicht sehr ins Detail und ich weis auch nicht, ob dies dich interessiert (wohl eher nicht), aber in diesem Kontext sollte man sich dann doch mit Qada and Qadar auseinandergesetzt haben.
keenan schrieb:Der Respekt den man lernen muss, kann man wieder verlernen. Das ist kein wirklicher Respekt, das ist vorübergehender Respekt.
Du gehst also davon aus, das Respekt "angeboren" ist? Eine gewisse Grundachtung vor anderen etc würde ich nicht unbedingt mit Respekt gleichsetzten. Letzteres ist dann doch gewichtiger und in den meisten Fällen muss man es sich verdienen.
keenan schrieb:Es gibt wohl Menschen die ihre volle Verantwortung übernehmen, doch diese sind weder religiös, noch anders, institutionell veranlagt.

Wer einen vorgestellten Gott braucht, um seine volle Verantwortung zu tragen, übergibt seine Verantwortung an seine Vorstellung, denn diese funktioniert wie eine stütze. Wenn man die nicht ablegt, wird man niemals die volle Verantwortung seines Handelns tragen, sondern sich an die Leichtigkeit, an die Hilfe, der gedanklichen Stütze gewöhnen.

Und, ist das nicht der Fall? Siehe dir die Welt an.
Natürlich, alle religiösen Menschen sind auch unfähig für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen. Sicherlich weist du das alle anderen gewissenhaft handeln... Ich sehe hier eher menschliches versagen, wenn man sich nicht dazu bringen kann, die Verantwortung seiner eigenen Taten zu tragen. Verallgemeinerungen scheinen dann doch fehl am Platz.
keenan schrieb:Eine Wunde mit einer weiteren Wunde zu behandeln ist in der Tat schlimm, denn es wird nicht besser. Jene, die Religionen brauchen, sind verzweifelt. Jene die verzweifelt sind, weil sie das, was auf der Welt passiert, ihnen passiert, nicht ertragen können, was man auch nachvollziehen kann, übernehmen alles, was ihnen angeboten wird, nur um den Schmerz zu linder bzw. um den Schmerz zu unterdrücken.

Der Grund, warum jemand an etwas glauben muss, das nicht wirklich sein kann, liegt doch auf der Hand. Wer die Wirklichkeit nicht vertragen kann, muss in die Unwirklichkeit flüchten.

Wem bringt das etwas?
Dazu kann ich nur sagen, dass dies deine persönliche Meinung ist, die ich nicht teile. Doch religiöse Menschen generell als Realitätsfern einzuordnen, betrachte ich dann doch als sehr arg.
keenan schrieb:Die Wahrheit kann einem nicht gehören. Da liegt wohl der fatale Fehler, der Menschen.

Wenn man aus der Wahrheit ein Besitzt schmiedet, dann schmiedet man sich seine eigene Welt. Und wer sich seine eigene Welt schmieden muss, will, der hat noch nicht erkannt, das er unter seinesgleichen lebt.
Ich denke schon, dass du verstanden hast, dass ich mit Wahrheit Erkenntnisse, Meinungen und des gleichen gemeint habe. Aber ich hätte mich genauer ausdrücken müssen. Dennoch kann nicht von einer einzigen "Wahrheit" gesprochen werden. Es existieren verschiedene Wahrheiten, Perspektiven bestimmter Tatsachen und Sachverhalte. Welches man für sich selbst beansprucht ist jedem selbst überlassen. So anmaßend kann ich nicht sein.
keenan schrieb:Viele haben gar keine freie Wahl. Sie müssen das übernehmen, was ihnen angeboten wird. Was meinst du wohl, warum der Mensch rebelliert?
Ja, natürlich! Etwas anderes wurde doch auch gar nicht behauptet. Durch Zwang kann man doch nicht positives erreichen. Aber man muss auch einräumen, das Religion instrumentalisiert wird um Zwang auszuüben. Dies alles ist eine höchst persönliche Angelegenheit, daher sollte es auch jedem selbst überlassen werden, an was und ob man glaubt.
keenan schrieb:Wenn es beim Ramadan nicht um Leid gehen würde, dann würden es in den Religionen niemals um Leid gehen. Es geht aber um Leid. Ihre Bücher sind voll davon. Würde es hier um das lösen des Leides gehen, statt in der Erhaltung dessen, dann würden sich diese Menschen doch nicht so quälen.

In einer bestimmten Zeit nichts zu essen um danach zu den alten Gewohnheiten zurück zu kommen, hilft wohl keinem weiter.
Dein Urteil steht fest und ich habe auch nicht den Wunsch dich umzustimmen, verstehe mich nicht falsch. Aber mit dieser Aussage machst du für mich klar, dass du dich hier nicht richtig auskennst. Na ja, kann man auch nicht verantworten, da du alle Religionen mit einem einzigen Wort gleichsetzt- Leid. Vereinfachungen oder Verallgemeinerungen jeglicher Art kann ich nicht zustimmen. Sie sagen, dann doch zu wenig aus.


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Ramadan

30.06.2014 um 15:11
@liaewen
keenan schrieb:Jene, die Religionen brauchen, sind verzweifelt.
Eigentlich gehts ja um den Ramadan.

Ich sehe das auch so: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung kämpft täglich um Nahrungsmittel. Für sie sind "Gott" und "Glaube" Kultur und Stütze, um in der Realität zu überleben.


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Ramadan

30.06.2014 um 15:19
@emanon
Nicht wirklich, aber lassen wir das einfach. Wieso kann man den friedlichen Leuten seinen Glauben nicht einfach lassen? Warum müssen solche Leute dumm, verzweifelt, oder mit Löchern im Hirn sein? Deren Glaube tut doch keinem was. (Und nein hier geht es nicht um Attentäter o.ä.)

@babykecks
Nein. Die Aussage traf er für alle Gläubigen, lies bitte nach.
So dumm es auch klingt. Dann fasten diese Leute sowieso täglich, oder??? Wo liegt das Problem also?
Klar hat auch der Glaube eine Kraft. Für arme Leute ist es eine Hoffnungsquelle. Nur gerade solche Leute müssten doch schnell den Glauben aufgeben wenn es ihnen schon so lange so schlecht geht und Gott ihnen nicht hilft oder es sogar schlimmer kommt. Meinst du nicht?


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