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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

48 Beiträge, Schlüsselwörter: Flüchtlinge, Zuwanderung, Asylbewerber, Zuwanderer, Asylgegner
Tourbillon
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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 13:26
Wie wir alle wissen, sind innerhalb eines Jahres, rund 1 Million Geflüchtete nach Deutschland eingereist.
Die meisten stammen aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Der größte Teil der Menschen sind muslimischen Glaubens und ich denke mal, daß das für die meisten Asylgegner das größte Problem darstellt - oder auch nicht?

Deshalb hier nun die Frage:

Wären euch 1 Million Japaner, oder Chinesen, Brasilianer, Kanadier, Neuseeländer.... lieber?


Ich habe extra nur zwei Antwortmöglichkeiten zur Auswahl gestellt, da es für mich in diesem Fall uninteressant ist, ob jemand strikt gegen alle Flüchtlinge ist, oder sie herzlich willkommen heißt.


Wer etwas dazu schreiben möchte, möge bitte sachlich bleiben und keinen braunen Müll posten!


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Ja, die wären mir lieber
53 Stimmen (64%)
Nein, auch die nicht
16 Stimmen (19%)
....
14 Stimmen (17%)
bunt
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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 13:32
Eine Million ist zu viel, egal von woher.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 13:34
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich Kanadier nehmen.

Wir haben aber nicht die Wahl, wir müssen dort helfen, wo Not ist, nicht dort, wo es uns sympathischer wäre.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 13:36
Ich denke nicht, dass der Glaube ein Problem ist, sondern, dass viele dieser Menschen in ihren Ländern ein ganz anderes Leben mit anderen "Gesetzen" führen (z. B.: in vielen nordafrikanischen Ländern steht auf Homosexualität die Todesstrafe). Der ganze Lebensstil, die gesellschaftliche Haltung sind verschieden - da kommt es zwangsläufig zu Schwierigkeiten. Bei den hier angesprochenen Beispiel mit den Japanern sehe ich dies nicht.
Und zum Thema Islam: Die vielen türkischstämmigen Menschen in Deutschland sind in der Regel ja auch Moslems, und mit solchen hatte ich noch nie ein Problem. Ganz im Gegenteil.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 14:02
Ich sehe das Hauptproblem in der Menge und nicht in der Nationalität. Wobei ich dann doch der Meinung bin, dass manche Mentalitäten und Kulturen leichter zu integrieren sind als andere, aka Kanadier :D


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 14:19
Nach 1945 kamen rd. 12,5 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Displaced Persons in die vier deutschen Besatzungszonen, in denen die Städte bis zu 90% zerstört waren.

Zwischen 1949 und 1989 kamen 3,5 Millionen DDR-Bürger in die BRD - 500.000 legal, 3.000.000 illegal.

Seit dem Zusammenbruch der "sozialistischen" Staaten 1989/90 kamen 4,5 Millionen Osteuropäer in die BRD.
Ach ja, und 1990 noch rund 17 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aus einem Nachbarstaat, die gleich noch ihr marodes Land mitbrachten.

Das haben unsere Vorfahren und wir alles "gestemmt".

Da drücken wir eine Mio Japaner auch noch weg. So lange sie Godzilla nicht mitbringen.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 15:58
@Tourbillon

Es ist weniger der Glaube an sich.
Entscheidender sind zum einen die radikalen Auslegungen des Glaubens, zum anderen die kulturelle Ferne, was sich besonders in unterschiedlichen Umgangsformen, Moralvorstellungen und Vorstellungen von Recht und Ordnung äußert.
Problematisch wird es, wenn es nicht nur um Kleinigkeiten handelt (gibt man jetzt die linke oder die rechte Hand zur Begrüßung), sondern um fundamentale Dinge.

Ein Beispiel: in so manchem Land des orientalischen Raums hat die Frau zu Hause zu bleiben und das zu tun, was der Mann sagt. In Deutschland haben wir seit vielen Jahren eine Bundeskanzlerin und sind vergleichsweise sehr weit hinsichtlich Frauenrechten und Gleichberechtigung.

In anderen Ländern ist es noch ziemlich normal, bei der Erziehung Gewalt anzuwenden, in Deutschland kann es schnell passieren, dass das Jugendamt vor der Tür steht (leider auch immer wieder nicht schnell genug) oder die Eltern den misshandelnden Lehrer verklagen.

Hier bekommst du eingetrichtert:,,Ein vernünftiger Mann prügelt sich nicht, sondern reicht Klage ein, wenn er sich schwer beleidigt sieht".
Woanders heißt es:,,Ein anständiger Mann sticht den Beleidiger nieder!"

Ich denke, Japaner neigen auch nicht so sehr dazu, sich mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Das ist ein bedeutender Faktor.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 16:09
Kc schrieb:Woanders heißt es:,,Ein anständiger Mann sticht den Beleidiger nieder!"
Wo? Habe ich noch nie gehört. Es mag sein, dass es in anderen Kulturen schneller zu Gewalt kommt, aber auch hier gibt es genügend Menschen, die jemandem, der sie beleidigt, gepflegt die Fresse polieren, statt zum Anwalt zu rennen.
Kc schrieb:Ich denke, Japaner neigen auch nicht so sehr dazu, sich mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Das ist ein bedeutender Faktor.
Ich weiß nicht, wie gut Du Japaner kennst, aber ich glaube, wenn Du einen absichtlich und schwer beleidigst, lächelt der auch nicht mehr so freundlich wie üblich...


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 16:50
Fuer mich liegt das Problem im meisst fehlenden Anpassungswillen!
Da zaehl fuer mich das Hausrecht, wie auf einer Party : wer Staenkert fliegt raus und zwar sofort, nicht erst nach einem Jahr Verhandlung!!


:pony:


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 17:09
Mir wären 1 Mio Brasilianerinnen lieber


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 17:29
@Tourbillon


wenn nur die frauen kämen - natürlich nicht!

:-)


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 18:20
@Commonsense

Es wird aber nicht mehr glorifiziert als ehrenhafte Handlung, wenn jemand mit zu kurzer Zündschnur einen Beleidiger verdrischt oder gar niedersticht oder? Anders, als orientalischen Kulturräumen.

Mir persönlich fallen spontan jetzt auch nicht so viele Berichte ein, wo japanische Migranten in Deutschland sich schnell gewalttätig verhalten hätten. Was in der organisierten Kriminalität so läuft, steht ja nicht in der Öffentlichkeit.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 18:51
@stupidity
Natürlich, Brasilianer.. schon mal gesehen, wie kriminell es da abgeht?

Japaner sind zumindest vom lernwilligen und der Arbeit her, seeeeeeehr tüchtig, definitiv wären die mir lieber.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 18:53
Kc schrieb:Es wird aber nicht mehr glorifiziert als ehrenhafte Handlung, wenn jemand mit zu kurzer Zündschnur einen Beleidiger verdrischt oder gar niedersticht oder?
Und im arabischen Raum wird das also gemacht? Der Ehrenmord hier in Frankfurt zumindest wurde auch von den Muslimen nicht gefeiert. Dass es ein paar Idioten gibt, will ich nicht in Abrede stellen - die gibt es bei uns ja auch, wie wir wissen.
Kc schrieb:Mir persönlich fallen spontan jetzt auch nicht so viele Berichte ein, wo japanische Migranten in Deutschland sich schnell gewalttätig verhalten hätten.
Das könnte vielleicht daran liegen, dass es nicht gerade viele Japaner gibt, die dauerhaft in Deutschland leben. Diese gehören meist zur gehobenen Schicht und sind zum Arbeiten hier.
Wenn eine große Menge an Japanern als Flüchtlinge käme, wären da aber auch junge arbeitslose Männer dabei, ebenso wie Yakuza und auch unorganisierte Kriminelle.

Ehrlich, das ist doch wieder mal Quatsch, den Du hier verzapfst. Du vergleichst Äpfel mit Birnen und bedienst Dich hetzerischer Klischees.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 19:00
LittleDarky schrieb:Japaner sind zumindest vom lernwilligen und der Arbeit her, seeeeeeehr tüchtig,
Waaaaa? 😂😂😂
Woran machst du das fest?
Das sie lange arbeiten bzw. auf Arbeit sind?

Schon mal in Japan gearbeitet bzw. Bekannte dort gefragt?
Dann würdest du wissen, dass sie solange auf Arbeit sind, weil sie auf der Arbeit zwischendurch schlafen und/oder ewig lange Pausen machen.
Natürlich sind die Leute fleißig, aber auch nicht viel mehr als Deutsche, Kanadier, Schweden...


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 19:02
@Holzhoden
Also wir hatten hier schon ein paar in der Firma, war wirklich lobenswert!
Außerdem meinte ich, dass Sie mir lieber wären als Syrier - wir haben hier ein paar Praktikanten und die jammern immer nur. Jammern wegen dem Amt, jammern wegen dem Geld, jammern wegen der vielen Arbeit..


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 19:07
@Commonsense

In Japan gibt es nachweislich ziemlich wenig Gewaltkriminalität abseits der Szene des organisierten Verbrechens. Ein Nachweis:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kriminalitaet-in-japan-eine-dicke-schwarze-null-des-verbrechens-12...

Selbst im vermeintlich ruhigen Deutschland wird gut dreimal mehr gemordet als in Japan, in den Vereinigten Staaten sogar achtmal so oft. Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten liegt in Japan bei 97,7 Prozent. Nur die deutsche Polizei kann da mit 96,1 Prozent mithalten. In den Vereinigten Staaten werden dagegen nur 64,8 Prozent dieser Fälle gelöst. Unter Japanern, das zeigen die internationalen Vergleichszahlen seit Jahren ganz deutlich, sind Mord und Tot-schlag, aber auch Diebstähle seltener als anderswo.


Auch das Auswärtige Amt stellt fest:

https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/JapanSicherheit.html

Die Kriminalitätsrate in Japan ist niedrig.

Demgegenüber, ich weiß ja nicht, ob du Christian Pfeiffer für einen Rechten hältst:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article7919186/Glaeubige-Muslime-sind-deutlich-gewaltbereiter.html

Jugendliche aus muslimischen Zuwanderer-Familien sind nach einer neuen Studie deutlich gewaltbereiter als Migranten anderer Konfessionen. Bei der Befragung von 45.000 Schülern seien insbesondere gläubige Muslime durch jugendtypische Delikte wie Körperverletzung oder Raub aufgefallen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine ihr vorliegende Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

Zurückgeführt wird dies demnach vor allem auf unterschiedliche Männlichkeits-Vorstellungen: „Die muslimische Religiosität fördert die Akzeptanz der Machokultur“, sagte Instituts-Direktor Christian Pfeiffer.



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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

10.09.2017 um 19:17
@Kc

Und wieder Äpfel mit Birnen.
Kriminalität
Riad gehört zu den sichersten Städten der Welt. Es gibt praktisch keine Kriminalität. Polizei- und Sittenwächter sind omnipräsent, haben aber nicht viel Arbeit.
http://www.goruma.de/Staedte/R/Riad/Soziale_Situation_und_Kriminalitaet.html

Ich kann natürlich keine Beispiele für junge Japaner anführen, die in Deutschland als soziale Randgruppe aufwachsen...


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

11.09.2017 um 09:41
Mal was zu Japan
http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/gewalt-und-mobbing-haben-in-japan-tradition--69699176.html
Gewalt und Mobbing haben in Japan Tradition
40 Ohrfeigen in einem Training, Blessuren, blauen Flecken: Ein 17-Jähriger erhängt sich, weil er die Schikane seines Basketballtrainers nicht mehr erträgt. Nicht der einzige Fall, der derzeit Japans Schlagzeilen beherrscht.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/japan-faelle-haeuslicher-gewalt-auf-rekordhoch-a-684275.html
Japan
Fälle häuslicher Gewalt auf Rekordhoch
Bruch mit einem Tabuthema: Häusliche Gewalt ist in Japan zunehmend ein gesellschaftliches Problem, die Anzahl der registrierten Fälle ist so hoch wie nie zuvor - und dennoch wird Gewalt gegen Frauen von vielen Japanern weiterhin als "Familienangelegenheit" angesehen.


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Asylgegner - wärt ihr auch gegen 1 Mio. Japanischer Zuwanderer?

11.09.2017 um 09:41
@Commonsense

Grundsätzlich ist es ja schön, wenn du das Forum frei halten willst von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen.
Unterstütze ich voll. Aber bei mir bist du an der falschen Adresse, wenn du mir entsprechende Haltungen unterstellst. Das tust du jedenfalls meinem Gefühl nach und es ist Schwachsinn.
Kaum etwas kann mir ferner liegen, als solche Ideologien.

Sehr wohl bin ich aber für Vernunft. Und ich bin nicht bereit, für reine Ideologie die Augen vor Realitäten zu verschließen.
Wenn wir wollen, dass Integration im Sinne eines positiven Zusammenlebens in Deutschland Erfolg hat, dann schaffen wir das nicht mit reiner, utopischer Ideologie. Sondern nur mit aktivem Engagement.
Dazu gehört es AUCH, Integrationshindernisse zu identifizieren. Und sich bewusst zu machen: an Integrationshindernissen sind nicht allein die ,,Deutschen" schuld. Mit unter ist niemand dran schuld, denn Integrationshindernisse entspringen einfach aus Unterschiedlichkeit, aus unterschiedlichen Entwicklungen, unterschiedlicher Sozialisierung, unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.

Es ist ein zugleich trauriger und lächerlicher Fehler, dies leugnen und schönreden zu wollen, weil eine Adressierung dieser Tatsachen vorgeblich ,,den Rechten hilft". Mir geht es um erfolgreiches Zusammenleben. Zum erfolgreichen, friedlichen Zusammenleben müssen Hinternisse abgebaut werden. Um Hindernisse abzubauen, muss ich diese zuerst einmal identifizieren.
Wenn ich mich dem von vornherein verweigere aus ideologischen Gründen, erreiche ich real zero positive Effekte.
Und ganz sicher keine verbesserte Gesellschaft.

Tatsache ist, dass sich die Kulturen verschiedener Länder unterscheiden. Tatsache ist, dass es Kulturräume gibt. Es gibt Kulturräume über Ländergrenzen hinweg, es gibt diverse Kulturräume innerhalb von Ländern unter einem größeren Kulturkreis.
Das festzustellen kann man nicht rassistisch oder rechtsradikal nennen - ansonsten müsstest du weite Teile der Sozial- und Geisteswissenschaften entsprechend betiteln.

Unterschiedliche Kulturen haben unterschiedliche Kennzeichen - logisch, sonst würde man sie nicht identifizieren und zwischen ihnen differenzieren können.
Die Kennzeichen zeigen sich besonders in der Erziehung der Kinder und Jugendlichen. Im sozialen Umgang zwischen verschiedenen Geschlechtern, sexuellen Orientierungen, Ethnien, Religionsgemeinschaften, Nationalitäten. Auch in Moralvorstellungen. Und in vielen anderen Faktoren.
Wiederum wohlgemerkt: das ist sachlich feststellbar, ganz ohne moralische oder rechtliche Bewertung.

Treffen Menschen unterschiedlicher Hintergründe in einem Land - in diesem Fall Deutschland - aufeinander, dann wird man Gemeinsamkeiten, aber auch Konfliktfelder finden. Auf den Konfliktfeldern muss man reden und sehen:,,Können wir eine Lösung finden und wie?"
Konflikte ergeben sich nicht nur auf individueller Basis, sondern auch auf kultureller Basis.
Wenn in der einen Kultur auf ihrem aktuellen Stand die gewalttätige Erziehung mittlerweile verpönt ist, in der anderen aber noch regelmäßig zu finden, ergibt sich ein Konfliktfeld.
In Deutschland hat eine Entwicklung stattgefunden - mein Opa und seine Mitschüler wurden noch regelmäßig vom Lehrer verhauen und wenn sie sich bei den Eltern beschwerten, gab es noch einen drauf, weil der Lehrer wohl seine Gründe hatte, der war ja Respektperson.
Bei meinen Eltern war es schon deutlich weniger, fast gar nicht mehr - und ein heutiger Lehrer oder auch ein Elternteil, der ein Kind ohrfeigt, muss damit rechnen, Geldstrafe oder sogar Knast zu bekommen. Wir lehnen Gewalt in der Erziehung ab.

Aber diese Ablehnung besteht nicht in allen Kulturen gleichermaßen. Nochmal ein Nachweis vom sicher nicht fremdenfeindlichen Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen:

Türkische Jugendliche sind mehr als doppelt so oft Mehrfachtäter von Gewalt wie Deutsche. Dies geht aus einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hervor, die dessen Leiter Christian Pfeiffer am Freitagabend bei der 14. „Trialog der Kulturen“-Konferenz in Bad Homburg vorstellte. Hauptgrund für die Gewaltbereitschaft sei die „Machokultur“, das traditionelle Männlichkeitskonzept mit der Vorherrschaft des Vaters, der den Gehorsam notfalls mit Schlägen einfordern dürfe. Für die Studie waren 16.000 Jugendliche in neun Städten befragt worden.



https://www.welt.de/politik/deutschland/article10767163/Tuerkische-Machokultur-ist-Integrationshindernis.html

Nachweislich fördert es die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und später Erwachsenen, wenn sie selbst mit Gewalt erzogen wurden.
Wenn sie gelernt haben, dass man zuhaut, statt zu reden, verhalten sie sich entsprechend.

Noch was, taz, auch kein rechtes Blatt:

Anonym will die Frau bleiben, die mir neulich schrieb, die Mitarbeiterin eines Jugendamts. Sie war ratlos. Ihrem Amt sind Fälle bekannt, in welchen Familien „mit Migrationshintergrund“ Gewalt zur „traditionellen Erziehung“ gehört. Da haben kleine Mädchen und Jungen blaue Flecken, werden mit Drohungen eingeschüchtert und zum „Gehorsam“ erzogen. Doch die Mitarbeiter im Jugendamt sollen „kultursensibel“ mit Eltern und Kindern umgehen, und auch dann nicht unbedingt einschreiten, wo das rein rechtlich notwendig wäre. Ihr Brief sagte, zusammengefasst: „Das geht doch eigentlich nicht, oder?“ Als würde sie von mir ein Okay für etwas wollen, was menschlich und gesetzlich glasklar ist: Einschreiten, selbstverständlich, egal, woher jemand kommt.

http://www.taz.de/!5317219/

Wir können also eine Konfliktzone identifizieren, die mit einem kulturellen Hintergrund im orientalischen beziehungsweise arabischen Raum zusammenhängt und sich in Deutschland auftut, wo heute andere Vorstellungen von Erziehung und Umgang untereinander herrschen.


Jetzt gehen wir mal nach Japan - es entspricht nicht der japanischen Kultur, physische Gewalt in der Erziehung anzuwenden.
Folgerichtig neigen auch Jugendliche und Erwachsene weniger zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Es entspricht nicht dem Ideal des Mannes, loszuschlagen.
Damit sind sie aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds kompatibler mit der deutschen Kultur.
Das wissen die Deutschen auch, die meisten sind nämlich nicht blöde ;)

Lange Rede, kurzer Sinn: man kann schließen, dass die Einwanderung einer größeren Zahl von Japanern auch nicht vollkommen unproblematisch wäre, vor allem in einem kurzen Zeitraum, aber weniger Herausforderungen bezüglich des Zusammenlebens auftreten würden, als mit Menschen aus dem orientalischen, arabischen oder afrikanischen Kulturraum.


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