Also das Interview mit Thomas Rid war sehr interessant und aufschlussreich, in der Substanz.
Politisch relevant dazu sind die Gedanken und Positionen etwa von Roderich Kiesewetter (CDU) und Konstantin v. Notz (Grüne).
Auch der Vorsitzende des Gremiums, der Grünen-Politiker Konstantin von Notz, hält eine gründlichere Überprüfung für notwendig. „Wir müssen den Sicherheitsbehörden alle nötigen Mittel an die Hand geben, um russische Agenten aufzuspüren – beginnend mit der Einreise.“
Es ist überfällig, der Öffentlichkeit klar zu sagen, wie viele Ereignisse oder Vorgänge mit russischen Geheimdiensten in Verbindung gebracht werden können.
Konstantin von Notz (Grüne), oberster Geheimdienstkontrolleur des Bundestags
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/politik/russische-touristen-genauer-durchleuchten-attentatsplan-auf-rheinmetall-chef-alarmiert-geheimdienstkontrolleur-12013490.htmlDie Regierungschefs anderer von Russlands asymmetrischer Kriegsführung betroffenen Länder schaffen das ja auch, mit der klaren Kommunikation. In Estland etwa. Oder Polen. Oder UK.
Darüber hinaus könnte man wohl auch generellere Fragen stellen bzgl. politischer Kommunikation in Sicherheitsfragen.
So hat auch Sara Nanni (Grüne, sicherheitspolitische Sprecherin) letzte Woche mehr Kommunikation angemahnt, in Sicherheitsfragen. Dass der Kanzler sich auf eine Variante von "Isso" beschränkt, wird der Lage nicht gerecht, sagte sie auch dazu.
Nanni weiter: „Der Kanzler sollte sich rasch dazu erklären.“ Scholz habe bisher nur „spärlich die tatsächliche Bedrohungslage der NATO thematisiert“. Dass sich der Regierungschef zur Entscheidung noch nicht geäußert habe, „obwohl es eine klare Einordnung dringend bräuchte, irritiert. Es kann sogar Ängste verstärken und lässt Raum für Desinformation und Verhetzung“, sagte die Grüne.
Quelle:
https://rp-online.de/politik/deutschland/us-langstreckenwaffen-der-kanzler-sollte-sich-rasch-dazu-erklaeren_aid-116045751Eine Claudia Major machte das mit der Einordnung in 2 Minuten. In einer Talkshow.
Und natürlich ließe sich das auch sagen, dass die Nicht-Präsenz des Kanzlers bei Fragen deutscher Sicherheit - vereitelter Mordplan, Stationierung, Entwicklungen in der Ukraine - das Diskursfeld weiter öffnet, für Wagenknecht & Co.