RomanTisch schrieb:Der Tracker wurde wohl durch die andere Tierärztin an Bord , Frau Dr. Herrschaft angebracht , die allerdings auch keinerlei Erfahrung in dieser Angelegenheit hatte.
Dilettanten am Werke. Keine Expertise, keine Dokumentation, keine Bilder, keine Daten. Tolle Crew.
Es war von Anfang an klar, dass die Rettungsaktion das Leben des Wals wahrscheinlich nicht würde retten können. Weil mit ihm etwas gar nicht in Ordnung war, sonst hätte es nicht mehrere Strandungen gegeben. Was er hatte, konnte nicht aufgeklärt werden. An eine Wunderheilung beim Transport in der Barge glaubten auch nur die, die auch sonst an Wunderheiler glauben. Aber gut, man wollte ihm die Chance geben, auch wenn das für das Tier eine Tortour gewesen sein muss, die Bagger, die Seile, tagelang die enge Barge ohne Bewegungsraum, das brutale Rausziehen am 2. Mai. Was muss das Wildtier Angst gehabt haben, es kann ja nicht wissen, dass es diese Menschen ja "nur gut mit einem meinen".
Bei todkranken Menschen macht man auch keine lebensrettende Operation mehr, wenn sie nur noch Quälerei ist.
Trotzdem: Wäre der Wal nach seiner Freilassung untergegangen, hätte man der Rettungsinitiative vielleicht dafür keinen Vorwurf gemacht. Nachdem das aber so chaotisch und ohne jede Dokumentation passiert ist, nachdem offen gelogen worden ist ("der Wal hat selbständig die Barge verlassen") fragt man sich, ob die wussten, was sie tun. Und wenn ja, von welchen Motiven sie geleitet waren.
Am Ende: Ein Desaster. Völlig unabhängig, ob da auf Anholt "unser" Buckelwal liegt oder nicht.
„Als würde man Oma aus dem Hospiz holen und nochmal schnell ins Phantasialand schieben, weil man die Karten schon gekauft hat, bevor sie krank geworden ist“
Und ernster: Wir würden
„diktiert von Irren, wie das Schicksal eines Tieres aussehen soll“, anstatt auf Menschen mit Fachwissen zu hören. Bielendorfer kritisiert: „Experten sind keine Experten mehr. Wir leben in Zeiten, wo niemand mehr Experte ist oder alle Experten sind.“
Quelle:
https://www.derwesten.de/aktuelles/timmy-ostsee-wal-tot-bielendorfer-id302061052.html