Shiloh schrieb:
Jan_ schrieb:Nein, 1,5 Stunden nehme ich mir nicht, um den Ausführungen eines Bergretters zu einem gestrandeten Buckel zu folgen.
Ist doch auch ok, besteht auch kein Zwang dazu.
Nur, ich sehe es halt so, dass ich mir nur eine Meinung bilden kann, wenn ich mich zuvor mit dem Ganzen beschäftigt habe im Sinne von vollständig zugehört oder gelesen und das Ganze von A bis Z erfasst habe.
Ich lese z.B. auch nicht nur 3 von 30 Seiten Stellungnahme oder höre mir nur in Auszügen einen Bericht an, um mir dann darüber eine klare Meinung zu bilden.
Jan_ schrieb:Nicht jeder hat die Muße, 1,5 Stunden einem österreichischen Dialekt zu folgen.
Jan_ schrieb:Schreib doch ein paar Worte dazu.
Hör' dir doch das Telefonat an. Auch ohne Muße.
Ich war bis jetzt nur ein stiller Mitleser.
Aber, wenn man hier schon so ein Telefonat einstellt, einige sagen, dass sie nicht die Zeit und Lust haben (mich eingeschlossen) sich ein 1,5 stündiges Telefonat anzuhören, dann kann man ja wohl erwarten, dass dieses kurz von dir zusammengefasst wird, wenn du es hier einstellst und darüber diskutieren willst bzw. behauptest, dass alles wahr ist, was dort gesagt wird.
Ansonsten reite nicht immer wieder darauf rum und lass es unargumentiert so stehen.
Shiloh schrieb:
Zaunkönigin schrieb:Wenn der Österreicher das nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen kann, sondern dafür anderthalb Stunden braucht, ist er für mich genau das, eine nervige Labertasche.
Ich habe auch erst gedacht, das ist ja ein langes Telefonat. Es sind aber viele fundierte Details enthalten.
Ich wusste bis dato z.B. gar nicht, dass Buckelwale gar kein Echolot besitzen wie andere Wale. Es hieß doch immer, der Wal sei wohl orientierungslos geworden. Nein, sobald ein Buckelwal in flaches Gewässer kommt, ist er orientierungslos. Weil Buckelwalen die feine Echoortung fehlt, um in flachen, küstennahen Bereichen präzise zu navigieren. Daher wäre ein Herausfinden des Wals aus der Ostsee durch alleiniges Freischwimmen wohl ziemlich unwahrscheinlich bis unmöglich gewesen, weil er dort in Küstennähe einfach nicht navigieren kann.
Hieß es aber nicht, der Wal müsse das alleine schaffen? Wenn er los will, schwimmt er schon Richtung Norden. Wie sollte ihm das gelingen? Gelang ihm nicht. Und es hieß: "Der Wal macht, was er will". Nein, der Wal macht nur, was er nur kann. Daher bleibt als einzig praktikables Vorgehen der Transport in tieferes Gewässer. Wussten die Fachleute doch?
Ich wusste bis dato z.B. auch gar nicht, dass es sich bei diesen Fällen von Walen mit Netzen und Plastik im Magen um Pottwale oder Schnabelwale handelte, die beide zu den Zahnwalen gehören. Bei Buckelwalen passiert das äußerst selten bis nie, da Buckelwale Bartenwale sind, deren Barten am Maul wie "Besen" bzw. "Filter" wirken, Fremdkörper dort drin hängen bleiben und dadurch nicht weiter in den Verdauungstrakt wandern können. Netzteile im Verdauungstrakt sind daher eher unwahrscheinlich. Wieder was gelernt als Laie.
Es ist anzunehmen, dass der Wal die ganze Zeit - vor und zum Zeitpunkt der Blutabnahme - wohl eher keine Organschäden hatte. Er wäre im tieferen Wasser wieder orientiert gewesen und als Bartenwal wäre das Verschlucken eines Netzes wohl auch eher sehr unwahrscheinlich gewesen. Die Haut hätte von Tag eins an mit Zinkauflagen behandelt werden können. Zinksalbe oder Zinkspray kennt jeder Tierarzt.
Warum wurde über Tage und Wochen nicht versucht, dieses immer wieder aktive Tier zurück in sein Heimatgewässer zu bringen? Lebensbedrohliche Zustände, die den Wal angeblich zum "Hospiz-Insassen" machten, lagen doch wohl anscheinend gar nicht vor? Durch diese wochenlange Liegezeit könnte das nun evtl. anders aussehen. Warum musste er dort so lange liegen und leiden? Obwohl es schnell durchaus praktikable Konzeptvorschläge gegeben hat. Gerätschaften, THW usw. hätten zudem zur Ersthilfe innerhalb von Stunden zur Verfügung stehen können.
Ich glaube dem Österreicher jedes Wort.
Und bedanke mich für diese klaren Fakten.
Auch hier keine Widergabe des Telefonats, aber was du alles gelernt hast bzw. vorher nicht wusstest.
Warum kann man das so detailliert wiedergeben, aber das Telefonat nicht einfach mal ein wenig zusammenfassen?
Ich verstehe das nicht.
Aber ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.
Wie schon von anderen gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Bergretter aus Österreich Experte für Wale bzw. für deren Rettung sein soll.
Oder stranden so viele Wale in den Bergen in Österreich?