emanon schrieb:Mir geht es nicht um die eine oder andere konkrete Aussage, sondern generell darum, dass auf Nachfassen Tatsachenbehauptungen durch entsprechende Belege unterfüttert werden. Ist im Forum eigentlich Usus und sinnvoll, ich habe noch keine mich überzeugenden Argumente gelesen, warum das nun abgeschafft werden sollte.
Während es bei Geistern, Wundern, UFOs und dergleichen einigermaßen klar ist, worum es bei Behauptungen und Belegen geht, ist das im Allgemeinen nicht immer so klar und im Besonderen teilweise gar nicht nicht mehr; tendenziell nimmt diese Problematik bei gesteigerter Komplexität des Themas zu (und kann bei Unterkomplexität beteiligter Personen komplett in die epistemische Sackgasse führen). Das habe ich zuletzt verschiedentlich mal ansatzweise ausformuliert.
Ohne Klarheit in der Frage, was überhaupt so zu belegen wäre, dass das für alle Beteiligten akzeptabel und für die Diskussion sinnvoll wäre, ist es leider vergebliche Liebesmüh. Und die Moderation hat dabei auch immer wieder mal zu erkennen gegeben, dass sie da ... sozusagen ... nicht alle Gedankengänge quasi mitgeht, die möglich und vielleicht auch nötig wären. Sperren geht halt immer
:shrug:Aber wozu überhaupt philosophisch-erkenntnistheoretische Gedanken vortragen, wenn ein Teil der User die Belegpflicht schlicht nur als Knüppel benutzt. Okay, es gibt Proponenten, die sehr kühn und dummdreist Behauptungen raushauen, bar jeder Basis. Wenn eine solche Haltung erkennbar ist, bin ja auch gerne mal dabei und versuche es mit Belegforderungen. Aber was ich meine ist die bekannte Praxis, ohne echtes Interesse and er Diskussion jemanden, den man als Gegner ausgemacht hat, plump mit diesem Knüppel zu erschlagen. Das ist ein destruktives toxisches Verhalten, das diesem Forum schon viele User gekostet hat.
Ich wäre ganz sicher der Letzte, der etablierte Diskussionsregeln abschaffen wollen würde. Vielmehr muss man differenzieren und die Verhältnismäßigkeit wahren. Und ich bin mir sicher, dass du
@Atrox richtig verstanden hast. In einer Mystery-Debatte darauf zu beharren, dass alles plump als Meinung deklariert wird, ist am Ende absurder als manche Behauptung, die man gerne belegt hätte.
Es gehört zu einem Reife- und Lernprozess, irgendwann im Leben einfach mal einzusehen und zu akzeptieren, dass andere Leute anders ticken als man selbst und irgendwie in einer ganz anderen Gedankenwelt unterwegs sind. Ich finde, das ist in den einschlägigen Diskussionen auch sehr gut zu erkennen. Dann macht man meinetwegen sein Statement (Welpenschutz gilt für niemanden, der sich öffentlich äußert, das muss auch mal klar sein) und das muss es dann aber auch gewesen sein und man ist auch gleich wieder raus. Wohlgemerkt: Wenn es nicht allzu dummdreist rausposaunt ist, was derjenige uns mitteilen will. Man muss sich schon ein Stück weit um Sensibilität bemühen und sehen, welchen Tonfall und welche Ebene der jeweilige User vorgibt.
Diskussion muss konstruktiv sein, also mit positiver, aufgeschlossener Attitüde eingegangen werden. Sonst ist es scheinheilig und der Mühe nicht wert.
So, genug erst mal wieder.