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Leben auf anderen Planeten?

Leben auf anderen Planeten?

10.07.2019 um 16:34
perttivalkonen schrieb am 02.07.2019:Bei solchen Dimensionen verändern sich die Auswirkungen bei Schwankungen der Parameter (Masse, Entfernung zum Stern, Entfernung zwischen den Planeten, Exzentrizität) dynamisch, exponentiell.
Hi nochmal,

ja und nein....
Du hast natürlich recht, dass klene anfängliche Unsicherheiten weiter anwachsen, aber das ist nicht bei jeder Art von Systemuntersuchung so relevant. Kommt auf das System an und was Du untersuchst.
Die meisten Systeme, von denen hier die Rede ist, sind eben stabil, was bedeutet, dass eben kleine Änderungen nicht viel ausmachen sollten. Zu Anderen geht es auch nicht darum genauestens vorherzusagen, wo sich ein Körper in 1000000 Jahre befindet, sondern darum zu zeigen, dass die Konfiguration insgesamt stabil ist. Und wenn Deine Analyse zeigt, dass Deine Parameter zwar schwanken, aber das System nicht auseinanderfällt, dann ist es eben stationär. Da stören meisten auch kleine Änderungen nicht viel, denn meistens sind es stabile und nicht labile Gleichgewichte, was wiederum bedeutet, dass sie sich bei kleinen Änderungen selbst ins Gleichgewicht bringen.

Es gibt generell natürlich auch Andere Konfigurationen, bei denen das nicht der Fall ist, doch diese sind eben nicht besonders stabil, und liegen daher eher selten (wenn überhaupt) vor. Das ist eine Art Überlebensbias des Samples.

Gruß


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10.07.2019 um 19:32
Urrghs schrieb:Die meisten Systeme, von denen hier die Rede ist, sind eben stabil, was bedeutet, dass eben kleine Änderungen nicht viel ausmachen sollten.
Klar sind die meisten Systeme stabil. Denn die, die nicht stabil sind, die sind über kurz oder lang zusammengebrochen.

Daß aber das kein Ruhepolster ist und wir durchaus auch mal was Instabiles beobachten können, zeigt uns Oumuamua deutlich vor Augen. Von allen möglichen extrasolaren Objekten fliegt gleich beim ersten Mal ein solch ungewöhnlich geformtes Ding vorbei. Und im Unterschied zu Oumuamua haben wir nun bereits hunderte Exoplanetensysteme mit tausenden Planeten registriert, sodaß da selbst nach der Wahrscheinlichkeit auch mal was Instabiles drunter sein könnte, ohne uns gleich als extrem unwahrscheinlicher Ausnahmefall zu erscheinen.
Urrghs schrieb:Da stören meisten auch kleine Änderungen nicht viel, denn meistens sind es stabile und nicht labile Gleichgewichte, was wiederum bedeutet, dass sie sich bei kleinen Änderungen selbst ins Gleichgewicht bringen.
Diese "kleinen" Änderungen liegen um mehrere Größenordnungen über denen, die in unserem Sonnensystem vorkommen. Und was "meistens" ist, hilft nur im statistischen Mittel.


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11.08.2019 um 18:03
Der Mond hat jetzt leben auf seiner Oberfläche mit vielen Wasserbären.

https://www.br.de/nachrichten/wissen/nach-bruchlandung-tausende-wasserbaeren-auf-dem-mond,RYXvuOy

Tiny tardigrades crash-landed on the Moon and probably survived
These microscopic creatures can survive for decades without water, then reanimate

https://arstechnica.com/science/2019/08/tiny-tardigrades-crash-landed-on-the-moon-and-probably-survived/


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12.08.2019 um 23:12
perttivalkonen schrieb am 10.07.2019:haben wir nun bereits hunderte Exoplanetensysteme mit tausenden Planeten registriert, sodaß da selbst nach der Wahrscheinlichkeit auch mal was Instabiles drunter sein könnte, ohne uns gleich als extrem unwahrscheinlicher Ausnahmefall zu erscheinen.
Es sind Systeme, die schon seit vielen Millonen Jahren bis in den Milliarden-Jahre-Bereich existieren. Sehr unwahrscheinlich, dass da in den wenigen Jahren, in denen wir sie beobachten, etwas dramatisches existiert.
Nein, sie sind stabil.
Was aber nicht automatisch heißt, dass ihre Planeten lebensfreundlich sind. Dazu bedarf es z.B. großer Mengen von freien Wasser.
Oder genügend Sauerstoff in der Atmosphäre.
Oder einer Rotation gegenüber dem Zentralgestirn.
Oder eines Magnetfeldes, dass den Sonnenwind abhält.
Und eines stabilen Zentralgestirns, das nicht alle zehntausend Jahre verrückt spielt und für eine Eiszeit oder kochende Meere sorgt.
Und die passende Größe muß so ein Planet auch haben. Schon eine etwas kleinere Ausgabe verliert auf Dauer ihre Atmosphäre. Und auf einer größeren wird es schnell ungemütlich, zumindest an Land. Ein Himmelkörper von doppelten Erddurchmesser hat nämlich nicht die doppelte Schwerkraft, wie mal in einer Terra-X Sendung behauptet, sondern die neunfache.

Es gibt wahrscheinlich noch einigen anderen Dinge, auf die ich als Laie gar nicht komme.
Ich wage mal die Vorhersage, dass von den entdeckten Exoplaneten die weit überwiegende Anzahl völlig steril ist ohne jede Spur von Leben.
Was nicht heißt, dass Leben da draußen ausgeschossen ist. Unsere Sonne ist zwar ein vergleisweise seltener Typ, aber bei den Millionen von Sternen allein in unserer Galaxis alles andere als ein Solitär. Und es wird viele, wahrscheinlich sehr viele Male so sein, das einem gelben Stern ein etwa erdgroßer Stern in einer Entfernung umkreist, die dem der Erde entspricht. Da sollten wir suchen. Wird natürlich wohl etwas weiter weg sein.


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13.08.2019 um 01:55
Lupo54 schrieb:Es sind Systeme, die schon seit vielen Millonen Jahren bis in den Milliarden-Jahre-Bereich existieren. Sehr unwahrscheinlich, dass da in den wenigen Jahren, in denen wir sie beobachten, etwas dramatisches existiert.
Wenn Du meinst, daß eine instabile Umlaufbahn bedeutet, daß so ein Planet seinen Orbit zwingend in den nächsten vier Wochen ändert, dann ja, dann wären die paar tausend Exoplaneten noch nicht ausreichend. Für die Stabilität der solaren Planeten allerdings rechnet man in Millionen Jahren hoch, nicht in Wochen, Monaten, ein paar Jährchen.

Millionen Jahre, die stehen dann aber zu Milliarden von Jahren bereits im groben Verhältnis 1 : 1000.

Und schon seh ich nicht, daß Deine obige Aussage irgendwie berechtigt / fundiert wäre.
Lupo54 schrieb:Sehr unwahrscheinlich, dass da in den wenigen Jahren, in denen wir sie beobachten, etwas dramatisches existiert.
Hab ich irgendwo von "wenigen Jahren" gesprochen? Oder funzt mein Argument der Lebensfeindlichkeit eines instabilen Orbits nur dann, wenn der Orbit sich binnen weniger Jahre ändert statt binnen einiger Jahrmillionen (gerne auch zig)? Würde es die Erde ordentlich aus der Habitablen Zone raushauen, wäre es Essig mit Leben, egal ob in Jahren oder Jahrzigmillionen.

Selbst ohne veränderten Orbit könnte es auf der Erde schlecht um zumindest höheres Leben bestellt sein, wenn wir nicht unseren Mond hätten: der Mars hat für die Stabilisierung seiner Rotationsachse keinen genügend massereichen Trabanten, entsprechend schwankt seine Achsneigung beträchtlich.
Im Jahre 1993 zeigten Jacques Laskar und Philippe Robutel vom Bureau des Longitudes in Paris sowie Jihad Touma und Jack L. Wisdom vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, daß sich die Neigung der Mars-Achse sogar abrupt ändern kann – und zwar um bis zu 60 Grad etwa alle zehn Millionen Jahre
https://www.spektrum.de/magazin/die-klimageschichte-des-mars/823591
Vergleiche auch
https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/der-tag-als-der-mars-kippte/
https://www2.mps.mpg.de/dokumente/publikationen/poster/marsforschung.pdf
Wikipedia: Mars_(Planet) (hier die Passagen beim fünften und zwölften Beleg "achse")

Aber selbst abgesehen davon, daß eine solche instabile Achse der Tod im Topf für höheres Leben ist, zeigt auch dies erneut, daß "instabil" nicht "wenige Jahre" bedeutet.

Nicht nur die Achsneigung des Mars ist instabil. Auch seine Exzentrik, also die Abweichung des Orbits von einer idealen Kreisbahn. Mit einer Exzentrik von 0,0935 belegt der Mars von allen acht solaren Planeten den zweiten Platz: zwischen Perihel (1,381AE) und Aphel (1,666AE) liegt eine Abweichung von 0,285AE. Vor 1,35 Millionen Jahren hatte der Marsorbit dagegen eine Exzentrizität von 0,002, was die heute geringste Exzentrizität von 0,0068 der Venus deutlich toppt. Und das bei einer Planetenbahn, die als stabil gilt!

Mit der Venusexzentrik lägen Perihel und Aphel des Mars nur noch 0,021AE auseinander (bei uns sinds aktuell 0,026AE). Mit der Merkurexzentrik dagegen lägen Perihel (1,21AE) und Aphel (1,84AE) um 0,63AE auseinander - und die im Perihel sonnenzugeneigte Hemisphäre des Mars hätte bis zur Subarktis ein fast irdisches Klima mit Plusgraden selbst in der Nacht! Im Aphel aber wäre der Mars um einiges kälter als heute schon.

Eine schwankende Exzentrik wäre also bei Exoplaneten am Rand der Habitablen Zone ihres Zentralgestirns wahrlich tödlich. Auch mit ansonsten stabilem Orbit.
Lupo54 schrieb:Und auf einer größeren wird es schnell ungemütlich, zumindest an Land.
Sofern es überhaupt "Land" gibt. Auf einer Supererde fallen die Höhenunterschiede zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Lithosphäre (Marianengraben vs. Himalaya) geringer aus, und bei anteilig gleicher Hydrosphäre wäre dann alles land unter.

Wahrscheinlich gibt es auf so einer Supererde nicht einmal aktive Plattentektonik, ein weiterer lebensfeindlicher Faktor. Das nur nebenbei.
Lupo54 schrieb:Ein Himmelkörper von doppelten Erddurchmesser hat nämlich nicht die doppelte Schwerkraft, wie mal in einer Terra-X Sendung behauptet, sondern die neunfache.
Nein, es wäre tatsächlich die doppelte Schwerkraft (aber nicht, weil Terra X es sagt). Zum Vergleich:

Der Merkur hat eine mittlere Dichte von 5,427g/cm³, die Erde eine von 5,515g/cm³. Das ist fast identisch (Mars hat 3,933, Jupiter 1,326).
Die Erdmasse liegt um den Faktor 18,1 über der Merkurmasse, der Erdradius um den Faktor 2,61 über dem Merkurradius. Und die Fallbeschleunigung? 9,81m/s² zu 4,3m/s² ergibt das Verhältnis 2,65:1. Das Verhältnis von Radius wie Oberflächenschwerkraft zweier Himmelskörper liegt bei gleicher Dichte also praktisch gleich auf. (Und 2,63³ ergibt 18,19, was zum Massenverhältnis Erde - Merkur paßt.)

Bei gleicher Entfernung würde der gravitative Einfluß eines acht mal so schweren Himmelskörpers immerhin noch vier mal so groß sein wie der des kleinen Himmelskörpers. Also eine vierfache Oberflächenschwerkraft, wenn Planet B mit der achtfachen Masse wie Planet A den selben Radius besäße wie jener.

Wie Du darauf kommst, daß ein Planet mit doppeltem Radius eine neunfache Schwerkraft an seiner Oberfläche haben müsse, ist mir ein Rätsel.
Lupo54 schrieb:Es gibt wahrscheinlich noch einigen anderen Dinge, auf die ich als Laie gar nicht komme.
Zahlreiche. Hab ja Exzentrik und Achsstabilisierung bereits angesprochen. Dann fällt mir noch die "Staubigkeit" des Systems ein sowie die "Staubsaugerfunktion" eines Gasriesen. Und wenn ich noch ein bisserl nachdenke oder nachschlage, fallen mir sicher noch ein paar weitere Lebensbedingungen ein, die ich in den letzten Jahren immer wieder mal in diversen Foren aufgelistet hab.

Weswegen ich Deine Vorhersage
Lupo54 schrieb:Ich wage mal die Vorhersage, dass von den entdeckten Exoplaneten die weit überwiegende Anzahl völlig steril ist ohne jede Spur von Leben.
noch erhöhe, all in mache und sehen will.
Lupo54 schrieb:Was nicht heißt, dass Leben da draußen ausgeschossen ist.
Versteht sich eigentlich von selbst. Wie kann etwas ausgeschlossen sein, das mindestens einmal vorkommt?


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Leben auf anderen Planeten?

13.08.2019 um 14:41
perttivalkonen schrieb:Wie Du darauf kommst, daß ein Planet mit doppeltem Radius eine neunfache Schwerkraft an seiner Oberfläche haben müsse, ist mir ein Rätsel.
Weil ich ganz selbstverständlich davon ausgegangen bin, das ein Objekt mit doppelten Volumen bei gleicher Dichte eine zweifach größere Schwerkarft entwickelt usw.
Und siehe da, dem ist offenbar nicht so. Wieder was dazu gelernt. Danke.
Muß an der Schwerkraft liegen, da die Berechnung mathematisch stimmt bis auf den Faktor 9, der tatsächlich 8 ist. Für mich Grund genug, mich mit dem Phänomen Schwerkraft mal näher zu beschäftigen.
Aber das ist hier OT.


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14.08.2019 um 11:14
Hi,

kurz zu der Schwerebeschleunigung an der Oberfläche.
Die ist eigentlich recht simpel zu berechnen:

a = G*M/R²,

wobei G die Gravitationskonstante, M die Masse des Objekts und R der Radius ist.

Möchte man das nun in Bezug zur Schwerebeschleunigung der Erde setzen, braucht man nur die Verhältnisse der Größen dazu:

a_obj/g = M_obj/M_erde * (R_erde/R_obj)²

Es skaliert also linear mit Masse und quadratisch mit dem Kehrwert des Radius.

Bsp für Mond:
M_mond = 0.2727*R_erde
R_mond = 0.0123*M_erde

-> a_mond = 0.0123 / 0.2727² *g = 0.165*g
Also das 0.165-fache der Erdbeschleunigung


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14.08.2019 um 13:54
Uups;
ich meinte natürlich:

Bsp für Mond:
R_mond = 0.2727*R_erde
M_mond = 0.0123*M_erde


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14.09.2019 um 23:25
Mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble ist es Wissenschaftlern gelungen, Wasser auf einer Supererde nachzuweisen, die innerhalb der habitablen Zone um ihre Heimatsonne kreist. Derzeit ist noch unklar, wie hoch der Wasseranteil in der Atmosphäre tatsächlich ist; je nach Annahme schwankt er beträchtlich. Die Energie, die diese Supererde von ihrer Sonne erhält, ist vergleichbar mit der Energiemenge, die die Erde zu einem bewohnbaren Ort macht. Möglicherweise ist der Rote Zwergstern dieses Systems aber ein eher unruhiger Kandidat und könnte gefährliche Strahlung produzieren, und die Supererde ist wohl nicht wirklich mit unserer Erde vergleichbar. Trotzdem könnte es sich um eine lebensfreundliche Welt handeln, die aber eben ihren eigenen Gesetzen folgt. Die Strahlung könnte teilweise durch ein starkes Magnetfeld kompensiert werden, falls die Supererde eines produziert; oder aber das Leben hat sich an mögliche Strahlungsausbrüche angepasst. Um was für eine Welt es sich womöglich handelt, können nur weitere Untersuchungen zeigen. Die Supererde ist ein perfekter Kandidat für eine weitere Erforschung, da es sich um einen relativ großen Planeten handelt, der einen Roten Zwergstern in einer relativ engen Umlaufbahn umkreist...

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/hubble-findet-erstmals-wasser-auf-einem-planeten-in-lebensfreundlicher-zone-um-...


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Leben auf anderen Planeten?

15.09.2019 um 00:45
Spektrum.de brachte vor zwei Tagen einen Artikel dazu: Warum der Hype um K2-18b nicht gerechtfertigt ist
Der gestrige Mittwoch lieferte neues Anschauungsmaterial für Forschung, bei der öffentliche Darstellung und wissenschaftliche Bedeutung auseinanderklaffen. [...]

Eine Relevanz für die Suche nach außerirdischem Leben hat die in »Nature Astronomy« erschienene Studie jedoch nicht. Das liegt zum einen an der Größe des Exoplaneten: Bei diesem handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine »Supererde«, wie viele Presseberichte nahelegten. Viel eher dürfte es sich um einen kompakten Planetenkern mit weit ausgedehnter Gashülle handeln, der eher Neptun ähnelt als Mutter Erde, einen so genannten Mini-Neptun. [...]

Zum anderen ist Wasserdampf an sich noch keine Sensation. Wissenschaftler haben das Gas mittlerweile an vielen Orten im Weltall nachgewiesen. So pusten gleich mehrere Monde im Sonnensystem den Stoff ins All, in Spuren findet man ihn auch in den Atmosphären von Neptun und Uranus – und sogar in der Hülle manches lebensfeindlichen, extrasolaren Gasriesens.
[...]
Es wäre daher hilfreich zu wissen, in welcher Menge der Stoff in der Atmosphäre von K2-18b vorkommt. Aber just diese Information liefert die Studie der britischen Astrophysiker nicht: Sie können lediglich schätzen, dass der Wassergehalt zwischen 0,1 und 50 Prozent liegt. [...]


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Leben auf anderen Planeten?

04.10.2019 um 11:15
dactivman schrieb am 04.10.2003:Hi Leuts,Planeten gibt es viele, aber gibt es welche auf denen es Leben gibt? Oder gibt es Planeten auf denen es möglich ist das der Mensch Überlebensfähig ist? Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir eure Meinungen schreibt.Danke!!!
Ich hab die Tage eine Doku gesehen, in der nachvollziehbar folgende Möglichkeit angesprochen wurde.

Ab min. 24:00
https://www.welt.de/mediathek/dokumentation/space/strip-the-cosmos/sendung159204360/Im-Innersten-des-Universums-Neue-Wel...

Da sich die Sonne in etwa 4-5 Milliarden Jahren zu einem roten Riesen wandeln und die Erde "fressen" wird, rücken logischerweise andere Planeten und deren Monde in eine habitable Zone.
So zum Beispiel auch der Saturnmond Titan.
Er ist ein Eismond, nach Ganymed der zweitgrößte Mond im Sonnensystem und der einzige mit einer dichten Gashülle.
Obwohl die Oberflächentemperatur des Titan weitaus niedriger ist als die der Erde, gilt er hinsichtlich der dichten, stickstoffreichen Atmosphäre und des Auftretens von Flüssigkeit als der erdähnlichste Himmelskörper des Sonnensystems. Seine Gashülle ist auf der Oberfläche etwa fünfmal so dicht und der Druck etwa 50 % höher als auf der Erde. Sie besteht überwiegend aus Stickstoff und enthält Kohlenwasserstoffe sowie Spuren anderer organischer Verbindungen. Die Oberfläche und die oberste Schicht des Mantels sind aus Eis und Methanhydrat.[4]
Für Leben an der Oberfläche, das auf Wasser basiert, kreist Saturn mit seinen Monden in einer viel zu kalten Gegend um die Sonne (außerhalb der habitablen Zone). Vorstufen von Leben werden jedoch nicht ausgeschlossen.[5] Unterhalb der Oberfläche befindet sich möglicherweise ein Ozean mit flüssigem Wasser, obgleich die Temperaturen dort unter 0 °C liegen.
Quelle: Wikipedia: Titan_(Mond)

Laut den Theorien der Wissenschaftler, könnte sich bei Ausdehnung der Sonne demnach eine lebensfreundliche Atmosphäre auf dem Titan bilden. Die kilometerdicke Eisschicht würde schmelzen und Meere bilden. Titan könnte also durchaus Erdähnlich werden und das für hunderte Millionen Jahre.

Springender Punkt ist die Zeit der Entwicklung. Man müsste die Erde schon viel, viel früher verlassen um das weitere Überleben zu sichern. Somit fällt die Besiedlung des Titan denke ich flach. Es sei denn die Menschen könnten über Millionen Jahre den Titan in seiner jetzigen Form bewohnen und die Wandlung zum lebensfreundlichen Mond begleiten. Was ich persönlich aber nicht glaube.

Eher wahrscheinlich finde ich den Gedanken, dass sich auf dem Titan selbst Leben bilden könnte, mitunter auch intelligente Spezies. Zeit genug wäre ja.
Ob die dann noch rausfänden, dass es in unserem Sonnensystem bereits Leben auf einem Planeten Namens gab, den die Sonne verschlungen hat?


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13.10.2019 um 23:46
BlinderPassagi schrieb am 04.10.2019:Eher wahrscheinlich finde ich den Gedanken, dass sich auf dem Titan selbst Leben bilden könnte, mitunter auch intelligente Spezies. Zeit genug wäre ja.
Ob die dann noch rausfänden, dass es in unserem Sonnensystem bereits Leben auf einem Planeten Namens gab, den die Sonne verschlungen hat?
Das ist ein interessanter Gedanke. Mit Glück könnten sie vielleicht Überreste von Satelliten in Umlaufbahnen finden oder ähnliches. Immerhin schießen wir sehr viel ins All. Allerdings halte ich das für unwahrscheinlich. Die Venus könnte früher theoretisch auch einmal bewohnt worden sein, aber davon würden wir auch keine Spuren mehr finden.


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19.11.2019 um 14:30
Jörmungandr schrieb am 13.10.2019:Die Venus könnte früher theoretisch auch einmal bewohnt worden sein, aber davon würden wir auch keine Spuren mehr finden
Am Mars beispielsweise konnte man schon Biomoleküle nachweisen, ebenso konnte man am Saturnmond Enceladus organische Moleküle nachweisen.
Wer weiß was noch alles ans Licht kommt. Das größte Problem sind einfach die Entfernungen, allerdings wenn man bedenkt welche Sprünge die Technik in den letzten 100 Jahren gemacht hat und diese Fortschritte verlaufen immer schneller, könnte es gut möglich sein, dass wir in sagen wir mal 50 Jahren soweit sind, andere Planetensysteme im Detail zu erforschen und gegebenenfalls Leben auf anderen Planeten in anderen Systemen zu beweisen.

Neues kommt ja ohnehin fast täglich zum Vorschein, wie z.B. das Abregnen von Eis am Saturn zwischen den Ringen und dem Planeten selber.


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16.01.2020 um 01:23
Um den 100 Lichtjahre entfernten Roten Zwergstern TOI 700 hat das Weltraumteleskop TESS drei Planeten entdeckt, darunter eine etwa erdgroße Welt innerhalb der habitablen Zone. TOI 700d ist 20% größer als die Erde und erhält von seiner Heimatsonne 86% der Energiemenge, die die Erde von der Sonne empfängt. Derzeit wird vermutet, das sich TOI 700d in gebundener Rotation befindet und somit auf einer Seite ständig die Sonne scheint, während die andere Seite in ewiger Finsternis gehüllt ist. Zur Untersuchung des Klimas und der Lebensfreundlichkeit wurden etwa 20 Simulationen durchgeführt. Die Beobachtungen von TESS werden durch das Weltraumtelskop Spitzer bestätigt...

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/nasa-teleskop-findet-erdgrossen-planeten-in-lebensfreundlicher-zone20200107/

Aufgrund seiner relativen Nähe und den Eigenschaften seiner Sonne ist TOI 700d ein geeigneter Kandidat für weitere Beobachtungen mit Hilfe bodengestützter Instrumente, mit denen seine Atmosphäre und seine Beschaffenheit näher untersucht werden kann...

Um zwei nahe Rote Zwergsterne wurden potentiell lebensfreundliche Supererden entdeckt. Um Gliese 180 kreist eine Supererde mit der 7,5 fachen Masse der Erde mit einer Umlaufzeit von 106 Tagen; eine ganz ähnliche Welt mit etwa 7,9 Erdmassen umkreist Gliese 229A in 122 Tagen. Gliese 180 ist 39 Lichtjahre von der Erde entfernt; bei Gliese 229A sind es
19 Lichtjahre. Dabei ist GJ180d wahrscheinlich nicht rotationsgebunden. Beide Planeten stehen auf der to-do-Liste für weitere Untersuchungen...

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/zwei-potentiell-lebensfreundliche-planeten-und-umkreisen-nahe-zwergsterne202001...


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