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Leben auf anderen Planeten?

838 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Leben, Weltall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leben auf anderen Planeten?

28.07.2015 um 15:48
@Peter0167

Habe die Stelle in dem Artikel gefunden:

Nun wollen wir aber wenigstens die Strecke bis Alpha Centauri überbrücken. Das sind nicht die rund 20 Lichtstunden von der Erde zu Voyager, sondern etwa 40.000 Lichtstunden oder die 2000-fache Entfernung. Da die Signalstärke mit der Entfernung quadratisch abfällt, bliebe also nur noch ein 4-Millionstel des Signals übrig.

So wie ich das verstehe, heißt das:
Das Signal, das die Voyager-Sonde von uns empfängt, wäre bis Alpha Centauri nochmals um den
Faktor 2000 x 2000 ( = ein 4-millionstel) mal schwächer.


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Leben auf anderen Planeten?

28.07.2015 um 16:32
@delta.m

Jep, genau so habe ich das auch verstanden. Das heißt, bei 1400 LJ Entfernung, wäre der Faktor ca. 3,8*10^-11. Ich könnte mir vorstellen, dass man da schon einige GW Sendeleistung braucht, damit uns dort noch jemand hört.


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Leben auf anderen Planeten?

03.08.2015 um 20:42
Interessant dürfte es zumindestens innerhalb der nächsten 10 Jahre werden, wenn die momentan im Bau befindliche Teleskopgeneration in Dienst gestellt wird. Dann wird es auch möglich sein, das Licht von den Exoplaneten zu empfangen. Und wenn wir erstmal deren abgestrahltes Licht haben, können wir die Zusammensetzung der Atmoshpäre ermitteln. Da wird es dann erst interessant.

So bleibt alles jedenfalls noch Spekulation. Denn theoretisch könnte der Planet auch vollkommen unwirtlich beschaffen sein. Die Venus ist auch noch in der habitablen Zone, aber hat eine gänzlich andere Entwicklung als die etwa gleichgroße Erde genommen. Enormer Druck, enorme Hitze und keine Plattentektonik, obwohl Erde und Venus beinahe Zwillinge sind.


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Leben auf anderen Planeten?

11.08.2015 um 11:12
Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um außerirdisches Leben auf fernen Welten entdecken zu können; dazu dienen ihnen die Informationen aus dem Licht des jeweiligen Exoplaneten. Beispielsweise liefert von heimischen Pflanzen reflektiertes Licht Informationen über ihre Inhaltsstoffe, indem bestimmte Wellenlängen reflektiert, andere dagegen absorbiert werden. Ein Teil dieses Lichts ist polarisiert. Mit einem Polarisationsfilter lassen sich so bestimmte Substanzen identifizieren, die für pflanzliches Leben charakteristisch sind. Es ist zudem auch möglich diese Beobachtungen zu machen, ohne das zuvor ein geeigneter Exoplanet entdeckt wurde, da die Lichtinformationen des betreffenden Systems verarbeitet werden. Um diese Beobachtungen in allen geeignet erscheinenden Systemen durchführen zu können, bedarf es aber noch der Leistungsfähigkeit zukünftiger Teleskope. Bis dahin ist das sonnennahe Alpha-Centauri-System die erste Wahl der Forscher; hier finden sich derzeit Anzeichen auf ein bis zwei Exoplaneten um Alpha-Centauri-B, die aber noch nicht entdeckt wurden...

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/suche-nach-leben-im-alpha-centauri-system20150807/

Es ist interessant, wieviele Informationen sich aus dem Licht herausfiltern lassen; so könnte man auch Exoplaneten aufspüren, die sich nicht durch eine der üblichen Methoden nachweisen lassen oder auch Substanzen finden, die möglicherweise zu anderen Formen des Lebens gehören, sofern deren "Signatur" nur deutlich genug ist. Es eröffnet sich so eine breite Palette von Möglichkeiten mit Hilfe einer Technik, die schon heute Anzeichen von Leben entdecken könnten und doch erst am Anfang steht...


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Leben auf anderen Planeten?

08.12.2015 um 01:35
Wissenschaftler planen den Start eines Weltraumteleskops, das potentielle Planeten im Alpha-Centauri-System aufspüren und direkt abbilden soll. Sowohl Alpha-Centauri a als auch Alpha-Centauri b gelten als sonnenähnliche Sterne, um die trotz ihres relativ geringen Abstandes zueinander, erdähnliche Planeten in den habitablen Zonen auf stabilen Umlaufbahnen existieren könnten. Nachdem es in den vergangenen Jahren bereits Hinweise auf Planeten gegeben hat, erscheint das nun nach erstmaliger Ablehnung weiter ausgearbeitete Projekt als sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Suchmethoden, zumal es sich relativ kostengünstig realisieren ließe. Das "Alpha Centauri Exoplanet Satellite“ (ACESat) könnte zudem weitere sonnennahe Sterne auf Planeten untersuchen und diese gegebenenfalls direkt abbilden...

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/weltraumteleskop-soll-alpha-centauri-planeten-suchen20151203/

Die Sterne des Alpha-Centauri-Systems liegen unserem Sonnensystem am nächsten; wenn sich hier Planeten finden lassen, so wären diese ein primäres Ziel einer jeden Beobachtungsmission. Ein erdähnlicher Planet wäre dabei wohl von größtem Interesse, aber auch jedes andere Objekt könnte sich aufgrund der geringen Entfernung als geeignetes Studienobjekt erweisen, als fremde Welt, die es zu entschlüsseln gilt...


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08.12.2015 um 01:43
@wolf359 sehr schön, endlich mal eine Mission die die nähere Umgebung abstreift, da bin ich mal sehr gespannt was da gefunden wird... wundert mich nur, warum Kepler da nichts findet, ider hab ich was verpasst
?


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08.12.2015 um 02:02
@Schrotty
Zitat von SchrottySchrotty schrieb:wundert mich nur, warum Kepler da nichts findet
Nicht jeder Stern hat Planeten


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Leben auf anderen Planeten?

08.12.2015 um 02:16
@Schrotty

Kepler ist bewegungseingeschränkt, da einige Geräte ausgefallen sind, deshalb ist nicht davon auszugehen, das es die nähere stellare Umgebung unter die Lupe nimmt, obwohl es weiterhin in Betrieb ist. Die ursprüngliche Kepler-Mission hat auch "nur" einen bestimmten Himmelsabschnitt untersucht, bevor die Geräte ausgefallen sind. Außerdem findet Kepler nicht jeden Planeten in einem beobachteten System, da es von einer zeitweisen Bedeckung des Sterns durch einen Planeten ausgeht, einem Helligkeitsunterschied, der gemessen wird, und mit dem Berechnungen angstellt werden können. Ob aber eine solche Bedeckung von unseren Sonnensystem aus überhaupt gesehen werden kann, hängt vom Beobachtungswinkel ab. Es wäre also möglich, das es Planeten gibt, die selbst von Kepler nicht entdeckt werden können. Das neue Teleskop könnte dagegen das Licht der jeweiligen Heimatsonne abblenden und Planeten direkt abbilden, sofern es sich um ein näheres System handelt; was natürlich besonders interessant ist, denn aus dem reflektierten Licht könnte man weitere Informationen gewinnen...


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08.12.2015 um 02:23
@wolf359 Ou man erst Hubble jetzt Kepler... warum gehen die Systeme nur so schnell kaputt, bei Hubble gans ja noch das Shuttle, aber Kepler zu reparieren ist ja nun nicht möglich..... schade.


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08.12.2015 um 02:48
@Schrotty

Kepler ist noch in Betrieb, weil einige Wissenschaftler es nicht so einfach aufgeben wollten; nachdem schließlich zwei von vier "Reaktionsrädern" ausgefallen sind, war es ursprünglich nicht mehr möglich ein Ziel vernünftig anzupeilen, bis man eine interessante Lösung fand, mit der eine neue Kepler-2 Mission weiterhin Beobachtungen durchführen kann...
Nach dem Ausfall von zwei der vier Reaktionsräder wurde ein neuer Plan entwickelt, wie das Teleskop weiterhin betrieben werden kann. Dazu muss es in eine Position gebracht werden, in der der Strahlungsdruck der Sonne das Teleskop nicht dreht. Dies erlaubt nur noch Beobachtungen entlang der Ekliptik, und das Teleskop wird alle 75 Tage auf eine neue Himmelsregion ausgerichtet. Damit wird weiterhin nach Exoplaneten gesucht, außerdem zählt die Untersuchung von Sternhaufen, jungen und alten Sternen sowie aktiven Galaxien und Supernovae zu den neuen Aufgaben des Teleskops.[
Wikipedia: Kepler (Weltraumteleskop)

Eine Reperatur wäre natürlich besser gewesen, und ein Teleskop das man auf jedes beliebige "Ziel von Interesse" richten könnte wäre geradezu ideal, aber auch ein "frei bewegliches" Teleskop mit der Funktionsweise von Kepler würde nicht jeden Planeten entdecken, selbst dann nicht, wenn das System relativ nahe liegt...


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27.12.2015 um 02:42
Um den nur 13,8 Lichtjahre entfernten Roten Zwergstern Wolf 1061 wurden drei Planeten entdeckt; dabei handelt es sich bei einen von Ihnen wahrscheinlich um eine Supererde mit der 4,5 fachen Masse der Erde, die innerhalb der habitablen Zone ihrer Heimatsonne liegt. Ein weiterer Planet liegt knapp außerhalb der habitablen Zone. Dazu gilt Wolf 1061 als ruhiger Stern. Die relative Nähe des Systems macht es zu einem idealen Beobachtungsobjekt; die Wissenschaftler hoffen nun, das die neu entdeckten Planeten von der Erde aus gesehen vor ihrer Sonne vorbeiziehen, so daß ihre Atmosphären untersucht werden können...

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/lebensfreundliche-super-erde-nur-14-lj-entfernt20151218/

Das Wolf 1061 - System
Youtube: UNSW discovery of closest potentially habitable planet - Wolf 1061c
UNSW discovery of closest potentially habitable planet - Wolf 1061c


Wolf 1061c ist jetzt die der Erde am nächsten gelegene potentiell belebte und bewohnbare Welt...

____

Das neue CARMENES-Instrument am 3,5-Meter-Spiegelteleskop des Calar Alto Observatoriums wurde erfolgreich getestet und kann schon in den nächsten Wochen die Suche nach erdähnlichen Exoplaneten um Rote Zwergsterne aufnehmen. Erdähnliche Planeten um Rote Zwergsterne umkreisen ihre kühlen Heimatsonnen in so großer Nähe, das diese überstrahlt werden. Das neue Instrument ist auf die Strahlung Roter Zwergsterne optimiert und erkennt die winzigen Bewegungen, die durch die Schwerkraft der Planeten auf ihre Heimatsonnen ausgeübt werden...

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/exo-erdensucher-carmenes-erfolgreich-getestet20151222/

Die beteiligten Wissenschaftler rechnen damit, das so in den nächsten Jahren dutzende von Planeten entdeckt werden, die innerhalb der habitablen Zone liegen könnten...

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Das in vielen Meteoriten enthaltene Mineral Schreibersit könnte die Entstehung des Lebens begünstigt haben; Experimente zeigen, das Schreibersit in Wasser ein Phosphat freisetzt, das in einer organischen Lösung zur Bildung von metabolischen Molekülen, wie beispielsweise ATP führt, das als das Molekül des Lebens gilt. Die beteiligten Wissenschaftler schätzen, das etwa 10 Prozent der in der Erdkruste vorhandenen Phosphate auf das Mineral Schreibersit zurückgehen könnten. Dazu merkten sie an, das derselbe Effekt auch auf den frühen Mars aktiv gewesen sein könnte...
Tatsächlich kam es in den Laborexperimenten zur Bildung metabolischer Moleküle, wie Adenosintriphosphat (ATP), das auch als das „Molekül des Lebens“ bezeichnet wird, da es die Energie zum Stoffwechsel aller bekannter Lebensformen bereit stellt.

„Die von uns beobachteten Reaktionen haben uns gezeigt, dass die zur Entstehung des Lebens notwendigen, wahrscheinlich schon vorhandenen präbiotischen Moleküle auf der jungen Erde für die Phosphorylierung von Biomolekülen geradezu empfänglich waren“, so die Autoren der Studie. „Unsere Ergebnisse legen nun nahe, dass meteoritischer Phosphor eine wichtige Rolle in der Entstehung des frühen Lebens gespielt hat.“

Während der Mechanismus der Phosphorylierung bislang immer noch unbekannt ist und aktiv erforscht wird, wäre es demnach also möglich, dass genau dieser Prozess in einer Lösung durch oder auf der Oberfläche von Schreibersit stattgefunden hat, wie es im Innern von Meteoriten nicht nur auf die frühe Erde, sondern auch auf den frühen Mars gelangte.
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/mineral-koennte-leben-auf-erde-u-mars-ausgeloest-haben20151222/

Es ist schon interessant, das die Lösung für so manches noch ungelöste Problem bei der Entstehung des Lebens einfach so vom Himmel fallen kann...


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24.01.2016 um 14:49
Proxima Centauri ist ein kleiner Roter Zwergstern, vom dem vermutet wird, das er noch zum Alpha-Centauri-System gehört, also zu denjenigen sonnenähnlichen Sternen, die unserem System am nächsten liegen. Derzeit ist Proxima Centauri mit einer Entfernung von 4,2 Lichtjahren sogar der unserer Sonne am nächsten liegende Stern; und gerade um Proxima Centauri scheinen sich die Anzeichen zu mehren, das er von mindestens einem (womöglich sogar "erdähnlichen"...) Planeten umkreist wird...

Deshalb wird nun "Pale Red Dot" aktiv, ein internationales Suchprogramm nach einem erdähnlichen Exoplaneten um unseren nächste Nachbarstern Proxima Centauri. Mit Hilfe des Planetensuchers HARPS, der kleinste Schwankungen des Sterns erkennen kann, die auf umlaufende Planeten hindeuten und den Teleskopen des "Burst Optical Observer and Transient Exploring System" (BOOTES) und das "Las Cumbres Observatory Global Telescope Network", die die Helligkeit überprüfen und so sicherstellen, das die Schwankungen nicht durch den Stern selbst verursacht werden, soll die Suche noch in diesen Tagen beginnen...

http://www.astronews.com/news/artikel/2016/01/1601-016.shtml

Dazu kommte den Wissenschaftlern eine seltene Sternenkonstellation zu Hilfe, denn Proxima zieht an zwei entfernteren Sternen vorüber, so das eine "verfeinerte Beobachtung" mit Hilfe des Mikrolinseneffektes möglich wird, um diesen zu nutzen werden das Hubble Weltraumteleskop, das europäische Gaia Weltraumteleskop und das Very Large Teleskop der Europäischen Südsternwarte verwendet. Mit abschließenden Ergebnissen wird in einigen Monaten gerechnet...

Besonders interessant: alles an diesem Projekt wird veröffentlicht...
„Die Entdeckung eines Planeten mit erdähnlichen Eigenschaften um den unserer Sonne nächsten Stern, also in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft, wäre eine bedeutende Entdeckung“, erläutert die ESO zum Projekt und führt weiter aus: „Nach vielen Jahren der Beobachtung durch unterschiedliche Teams, wurde mittlerweile ein Signal ausgemacht, dass auf einen erdartigen Planeten um Proxima hinweisen könnte. Diesen Planeten wollen wir im Rahmen von „Pale Red Dot“ nun versuchen zu bestätigen. Durch eine weitreichende Veröffentlichung und Übertragung unserer Fortschritte über unterschiedliche Kanäle wollen wir zudem die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik einem größeren Publikum nahebringen und eine neue Generation von Wissenschaftlern inspirieren.“
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/proxima-centauri-astronomen-suchen-erdplaneten-um-nachbarsonne20160119/

Man darf also gespannt sein...

Youtube: A Planet Around Proxima Centauri
A Planet Around Proxima Centauri


...


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05.04.2016 um 03:38
Das SETI-Institut sucht jetzt auch in der Umgebung von Roten Zwersternen nach möglichen Signalen außerirdischer Lebensformen; in den habitablen Zonen dieses in der Galaxis häufigsten Sternentyps, könnten vielleicht mehr bewohnbare Planeten existieren als um sonnenähnliche Sterne. Zwar ist die habitable Zone um einen Roten Zwerstern deutlich schmaler als bei einem Stern wie die Sonne, aber die große Anzahl Roter Zwergsterne gleicht dies wieder aus, denn 75% aller bekannten Sterne in der Milchstraße sind von diesem Sternentyp...

Vor nicht allzulanger Zeit galten hier erdähnliche Planeten als nicht sonderlich lebensfreundlich oder gar geeignet für intelligentes Leben, weil sie in eine sogenannte gebundene Rotation geraten können, bei der sie ihrer Sonne immer dieselbe Seite zuwenden, so das auf der einen Seite immer Tag herrscht, wodurch sich der Planet allmählich auf lebensunfreundlichere Temperaturen aufheizt. Neuere Studien zeigen nun aber, das eine Atmosphäre oder ein Ozean hier für einen Ausgleich sorgen können, so das an weiten Teilen der Oberfläche lebensfreundliche Bedingungen herrschen, in denen sich auch intelligentes Leben entwickeln könnte...

Diesen neuen Erkenntnissen folgend untersucht SETI nun gleich 20000 Rote Zwergsterne nach verdächtigen Signalen...
Hinzu belegen die bisherigen Daten zu entdeckten Exoplaneten, dass bis zur Hälfte aller Roten Zwerge über Planeten innerhalb ihrer habitablen Zonen verfügen könnten. Dieser Anteil könnte damit den potentiell lebensfreundlicher Planeten um sonnenähnliche Sterne noch übersteigen
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/suche-nach-intelligenten-signalen-um-20-000-rote-zwerge20160401/


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Leben auf anderen Planeten?

05.04.2016 um 09:54
Es gab mal auf Discovery Channel mit Morgan Freemann bei "Mysterien des Weltalls". Da wurde auch die Frage gestellt, wie wohl das Leben auf anderen Planeten aussehen würde.
Meistens geht man davon aus, dass sogar die Möglichkeit bestehen würde dass sogar in unserem Sonnensystem Leben gibt (abgesehen von uns) und zwar in Form von Einzelligen Lebewesen oder Bakterien.

Außerdem: Betrachtet man die unvorstellbare Größe des Universums besteht eine gute Chance, Lebewesen wie wir irgendwann zu entdecken


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Leben auf anderen Planeten?

05.04.2016 um 17:53
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Neuere Studien zeigen nun aber, das eine Atmosphäre oder ein Ozean hier für einen Ausgleich sorgen können
Globale Luftzirkulationen und Meeresströmungen, die hemisphärenweit Dutzende von Grad Temperaturdifferenz ausgleichen - angetrieben durch welche Corioliskraft?

Würde die Erde gebunden rotieren, müßte die Luft am Äquator 1667km/h schnell wehen, um in 24 Stunden einmal die Erde zu umrunden. Für ne Viertel-Wegstrecke wären es noch immer sechs Stunden. Bei einem Zehntel dieser Windgeschwindigkeit, bei 167kmh, könnte sich nichts und niemand mehr auf den Beinen halten, aber eine Viertel-Erdumrundung dauerte dann schon sechzig Stunden. Wie viele Grad Temperaturausgleich sollen in einer Zone von je 45 Breitengrade beiderseits der Dämmerungszone mit so einem lahmen Wind ermöglicht werden? Der sonnennahe Merkur hat auf seinen beiden Hemisphären einen Temperaturunterschied von 600 Grad! Der Erdmond noch immer stolze 215. Dünnere Atmosphären können zwar höhere Windgeschwindigkeiten erreichen und dabei niemanden von den Füßen hauen, die können dann aber auch entsprechend noch weniger für Temperaturausgleich sorgen.

Na und die Meere? Meeresströmungen haben Geschwindigkeiten von bis 60km/d, an günstigen Stellen sogar bis über 200km/d, doch nie über längere Strecken. Wie stark Meere die Temperaturen von Landmassen beeinflussen können, sieht man gut am Golfstrom. Der umfließt mit seinen letzten Ausläufern noch ganz Skandinavien und die Kolahalbinsel und läßt den Eismeerhafen Murmansk selbst im Winter eisfrei sein. Beeindruckend - wenn man das mal mit gleichen Breitengraden in Nordamerika und Grönland abgleicht. Die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft auf der Höhe, wo hier in Deutschland die Donau ihren nördlichsten Punkt erreicht. New York mit seinen kalten Wintern liegt auf der Höhe von Neapel. Die skandinavischen Hauptstädte Oslo, Stockholm und Helsinki sowie Tallinn und Sankt Petersburg liegen auf der Höhe der Südspitze Grönlands, auf dem nordamerikanischen Kontinent fangen hier die nördlichen Territorien Kanadas sowie Alaska an. Wo diese wieder im Norden aufhören und die nordkanadische Eismeer-Inselwelt beginnt, wachsen auf den norwegischen Lofoten Obstbäume und Erdbeerplantagen. Beeindruckend, wahrlich! - Aber das sind allenfalls zehn Grad Unterschied im Jahresmittel. Bei einem Planeten mit wenigstens deutlich über 100 Grad Temperaturunterschied auf den Hemisphären (schon auf der Erde mit seiner "Ganzkörper"-Sonnenbestrahlung liegen zwischen dem tropischen Jahresmittel 25°C und dem antarktischen Jahresmittel -55°C bereits 80 Grad Temperaturdifferenz; Tagesmittel und Nachtmittel unterscheiden sich da locker um 100grd) sieht es doch so aus, daß auf der einen Seite flüssiges Wasser möglich ist und auf der anderen Seite entweder nur gefrorenes Wasser oder nur Wasserdampf. Wie sollen Meeresströmungen denn da bittschön die Hemisphäre wechseln? Und dann auch noch in dem Umfang (sprich Tempo und Menge), daß mehr als nur 10 Grad Temperaturaustausch möglich ist.

Ich sehe ehrlich keine Chance dafür, daß Meere und Winde die Temperaturdifferenzen der beiden Hemisphären eines Planeten in gebundener Rotation nennenswert auszugleichen imstande wären. Wenn es auf der sonnenbeschienenen Seite flüssiges Wasser gibt, dannz.B. so, daß es im "äquatorialen Zentrum" kocht, und am Hemisphärenrand gefriert; und irgendwo dazwischen gibts ne breite Ringzone moderaten Klimas. Und auf der Rückseite herrschen Temperaturen um -100°C. Oder in der Mitte isses Moderat, der Rest der sonnenbeschienenen Seite ist frostig und die Rückseite arschkalt. Oder die kochende Mitte ist breit, der Hemisphärenrand moderat und die Nachtseite wenigstens antarktisch. Wie großflächig solch ein moderater Ring ist, keine Ahnung. Vielleicht groß genug, daß dort Leben entstehen und gedeihen und sich vielfältig entfalten kann. Vielleicht ist diese Zone aber auch zu schmal. Und da Rote Zwerge auch Schwankungen unterworfen sind, könnten die Klimaschwankungen auf so einem Planeten zu groß sein, als daß sich hier höheres, gar intelligentes Leben entwickeln könnte.

Aber ein wohltemperierter Planet gebundener Rotation, das halte ich für ausgeschlossen. Wie man schon am Mond sieht, der sich nur knapp alle vier Wochen einmal um sich selbst dreht, von der Sonne aus gesehen, und dem Merkur, der anderthalb Sonnenumrundungen dafür braucht, ist es auf der Merkurrückseite trotz der größeren Sonnennähe schon mal 100grd kälter als auf dem immer noch langsam rotierenden und auch kleineren Mond.


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05.04.2016 um 23:22
@perttivalkonen

Möglicherweise hat @wolf359 aber etwas anderes gemeint: Ich jedenfalls habe neulich gelesen, dass Meere und Atmosphären eine gebundene Rotation VERHINDERN können. Als Beispiel wurde da die Venus genannt, die wohl schon immer sehr langsam rotiert hat und die nach aktuellen Berechnungen aufgrund dieser geringen Ausgangsrotation durch die Sonne schon längst bis zu einer gebundenen Rotiation ausgebremst worden wäre - wenn sie nicht eine Atmosphäre besäße.
Der zugrundeliegende Mechanismus ist mir auch nicht näher bekannt (und wäre er mir bekannt, wäre er mir vermutlich nicht einsichtig), aber das heißt ja nichts.


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05.04.2016 um 23:24
Nachtrag:

Wobei Titan ja auch eine dichte Atmosphäre und trotzdem eine gebundene Rotation aufweist - was diese These wiederum etwas fraglich erscheinen lässt...


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05.04.2016 um 23:34
Nabend Pertti

"Aber ein wohltemperierter Planet gebundener Rotation, das halte ich für ausgeschlossen. Wie man schon am Mond sieht, der sich nur knapp alle vier Wochen einmal um sich selbst dreht, von der Sonne aus gesehen, und dem Merkur, der anderthalb Sonnenumrundungen dafür braucht, ist es auf der Merkurrückseite trotz der größeren Sonnennähe schon mal 100grd kälter als auf dem immer noch langsam rotierenden und auch kleineren Mond."

Was dann aber auch wieder die Venus widerlegt, denn 1 Venus Tag dauert 116 Erdtage (auf die Sonnenbahn bezogen) und die Oberflächentemperatur ist dort sogar ausgeglichener als auf der Erde, auch wenns dort etwas "molliger" als bei uns ist.

mfg
kuno


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06.04.2016 um 02:12
@kuno7
Das ist ja das Dumme an der Venus, daß die selbst für ihren Glutofen sorgt. Klar könnt auch ein Planet in gebundener Rotation ne gleichmäßig heiße Gluthölle sein, da will ich mich nicht gegen aussprechen.


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06.04.2016 um 19:31
Tach Pertti

Was spräche denn dagegen, dass ein Planet mit gebundener Rotation oder sehr langen Tagen, ähnlich wie die Venus, eine Oberflächentemperatur zwischen Null und Hundert Grad Celsius haben kann? Ich mein, auf der Venus müssen ja auch irgendwie die Wärmemengen zwischen Tag und Nachtseite transportiert werden.
Ich gehe mal davon aus, dass die Oberfläche der Venus durch ihre sehr dichte Atmosphäre so gut von der Sonneneinstrahlung isoliert ist, dass eine grössere Wärmemengen Übertragung nicht nötig ist, um die Temperaturen an der Oberfläche relativ konstant zu halten.

mfg
kuno


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