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Der Fall Uwe Barschel

1.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krawatte, Lösungsmittel Auf Dem Badevorleger, Abgerissener Hemdknopfes ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Uwe Barschel

26.08.2025 um 09:44
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Um etwa 1200 Uhr : Knauer geht ins Zimmer, (Tür war nicht verschlossen).
war die Tür nicht verschlossen oder angelehnt? hatte noch nie ein Hotelzimmer dessen Tür nicht von alleine Schloss...


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Der Fall Uwe Barschel

26.08.2025 um 11:10
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Es gab Etagen-Kellner und wohl auch Etagen-Zimmermädchen, somit weit weniger als 300 Zimmer;
Dann bleiben vielleicht 50 oder 60 Zimmer, das ist auch noch genug.
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:war die Tür nicht verschlossen oder angelehnt? hatte noch nie ein Hotelzimmer dessen Tür nicht von alleine Schloss...
Die Türe war laut Stern-Reporter nicht verschlossen, sondern angelehnt. Wenn man sich die altehrwürdigen Türen des Hotels ansieht, dann waren es offenbar noch keine selbstschließenden.

https://www.werner-kalinka.de/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6411-1536x1152.jpg
https://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-der-fall-barschel/doku/barschel-das-raetsel-112~_v-standard644_8f2906.jpg
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:es ist doch denkbar, daß die Medikamente ausgetauscht worden sind, so daß ein ahnungsloser UB sich ohne es zu wissen selbst vergiftet
Netter Gedanke. Mir ist nicht bekannt, dass die Medikamentenschachteln der toxikologischen Untersuchung widersprochen hätten. Sie waren auch im Zimmer vorhanden, weil die Schweizer Polizei ermittelt hat, wo die Medikamente hergestellt bzw. vertrieben wurden. So kamen Präparate aus dem Ostblock ("Faustan", frei verkäuflich in der DDR, bei uns als "Valium").

Die Schachteln wurden fotografiert, aber es gibt bekanntlich keine Fotos aufgrund eines Fehlers. Sie wurden auch nicht als Asservate archiviert. Aber es gibt in den Akten eine Liste.


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Der Fall Uwe Barschel

26.08.2025 um 16:50
Herr Generalstaatsanwalt Rex schreibt in seinem Bericht auf S. 39 :
Bei diesen Medikamenten handelt es sich aber nicht um die Medikamente, die im Körper von Uwe Barschel aufgefunden wurden, sondern wiederum um andere Medikamente, auch nicht die, die Dr. Barschel regelmäßig einzunehmen pflegte.
Die LIdte der Packungen stimmte nicht mit dem toxikologischen Befund überein. Von etwaigen Packungen, die wohl zu diesem Befund gepasst hätten, ist keine Spur gefunden.

Quelle: https://doczz.net/doc/5775570/beitrag-von-generalstaatsanwalt-erhard-rex---schleswig

Ob die Tür angelehnt war? Ich müsste mal nachsehen, aber meine irgendwo gelesen zu haben, Knauer habe gesagt, er hätte die Klinke heruntergedrückt: Jedenfalls war die Tür nicht verschlossen.


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Der Fall Uwe Barschel

26.08.2025 um 17:00
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Herr Generalstaatsanwalt Rex schreibt in seinem Bericht auf S. 39 :
Vielen Dank für die Fundstelle, ich hatte den Bericht nicht mehr parat.

OK, reichlich verquast, was Rex da schreibt, weil er sich ausdrücklich nur auf das Cyclobarbital bezieht, nicht auf die anderen Medikamente wie Lorazepam, Diazepam, das Antihistaminikum usw.

Es klingt jedenfalls so, als ob die Medikamentenschachteln nicht die Medikamente betrafen, die im Magen/Blut Barschels gefunden worden sind. Aber was waren dann das für Medikamente? Dazu bringt Rex kein Wort. Stattdessen mutmaßt er, Barschel habe die Schachteln der suizidalen Dosis die Toilette hinunter gespült.

Etwas wirr, dieser Teil.

Es existiert also eine Liste der Schweizer Polizei zu den aufgefundenen Schachteln, die jedoch im Anschluss entsorgt wurden oder verlustig gingen. Ich kenne diese Liste nicht.


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Der Fall Uwe Barschel

26.08.2025 um 17:05
PS: Hier ein Überblick der Medikamente, die in Barschels Körper gefunden wurden (Ermittlungsbericht von OStA Wille):

https://www.allmystery.de/i/jywuqsgh1nnv_Ohne_Titel.jpg

Die Menge an Benzodiazepinen ist gewaltig. Das sind 10 bis 20fache Dosen der Tagesdosis, dazu mehrere Präparate. Damit hätte man auch ein Pferd bewusstlos gekriegt.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 02:55
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Stattdessen mutmaßt er, Barschel habe die Schachteln der suizidalen Dosis die Toilette hinunter gespült.
Barschel wird die Medikamentenschachteln gar nicht ins Hotel mitgebracht haben sondern nur deren Inhalt, also die Pillen.

Dafür mag es mehrere gute Gründe gegeben haben:

– Vermeidung, dass seine Frau die Schachteln vor seiner Abreise entdeckt
– Platzgründe im Reisegepäck
— Kontrolle bei der Einreise
– Angst vor anderweitiger Entdeckung vor seinem Tod, .z. B. durch Hotelpersonal
– Scham im Anbetracht der Tatsache, dass die Schachteln nach seinem Tod gefunden werden (ähnlich dem Umstand, dass Badewannensuizidenten häufig bekleidet in die Wanne steigen, damit sie nicht nackt entdecken werden)
– Verschleierung als Mord

Ist es nicht logisch, dass Barschel nicht mit den Schachteln umher gereist ist?


Was die "falschen Schachteln" anbelangt:
Ein Mörder, der einen Suizid vortäuschen möchte, würde wohl kaum falsche Packungen zurück lassen (nur bevor die Diskussion wieder los geht).


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 06:48
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Ist es nicht logisch, dass Barschel nicht mit den Schachteln umher gereist ist?
Hm. Wir haben da ein Problem, weil es zwar keine Schachteln des tödlichen Cocktails im Zimmer gegeben hat. Aber unzweifelhaft gab es Medikamentenschachteln mit weiteren Tabletten.

Rex äußert sich da verquast (siehe Zitat oben), was aber etwas klarer wird, wenn man OStA Willes Ermittlungsbericht hinzuzieht:
Ausweislich des Berichtes der Genfer Kriminalpolizei befand sich in einer
Tasche der Hose eine Schachtel Wyeth Tavor. (...[30 bis 35 Stück]). Ferner läßt sich einem Fernschreiben von
Interpol Schweiz vom 12.10.1987 entnehmen, daß auch die Medikamente Tramal,
Demetrin, Syntex und "Fiorinac"
im Zimmer 317 aufgefunden worden sein dürften.
(Bei Tranal handelt es sich un ein stark wirksames Schnerzmittel, bei Demetrin
um ein Beruhigungsmittel und bei Syntex um Sexualhormone; ein Medikament mit
der Bezeichnung "Fiorinac" konnte in der einschlägigen Literatur nicht identi-
fiziert werden, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, daß in diesem Punkte
ein Übertragungsfehler vorliegt). Auch der etwaige Verbleib dieser Präparate
ist ungeklärt. Nach den jetzigen Erkenntnissen enthält jedoch keines der
Medikamente unmittelbar in vorliegenden Fall zum Tode führende Wirkstoffe,
während zu dem in dem Fernschreiben mit "Fiorinac" bezeichneten Medikament
nicht keine Aussage gemacht werden kann.
Darüber hinaus wurden - gesichert - folgende Medikamente aufgefunden: Eine
Schachtel Diazepam - Ratiopharm mit 10 Tabletten, zwei Kapseln Grippostad und
drei Tabeletten Doregrippin.
Quelle: s.o. Ermittlungsvermerk OStA Wille, S. 19.

Es gab also Schachteln im Zimmer von:

- Diazepam ("Valium", Benzodiazepin, Beruhigung)
- "Tavor" (Lorazepam, Benzodiazepin, Beruhigung)
- "Tramal" (Tramadol, Opioid, starkes Schmerzmittel)
- Demetrin (Beruhigung)
- Syntex (Testosteron)
- "Fiorinac" (unbekanntes Präparat, evtl. Übertragungsfehler, vielleicht Diclofenac, ein mittelstarkes Schmerzmittel)

Das ist auch schon eine ganze Latte. Diazepam und Tavor wurden auch im Körper gefunden, die anderen Präparate nicht. Man hat sie also als nicht todesursächlich eingestuft.

Dass Barschel seinen Cocktail in eigenen Döschen oder Blistern mitgebracht hat, ist gut denkbar, aber es wurden wohl keine leeren Transportbehältnisse aufgefunden.

Die Herkunft der tödlichen Medikamente und der Verbleib von Behältnissen/Schachteln ist also ungeklärt.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 07:31
Sowohl die Zimmertür als auch die Medikamenten(packungen) sind ein Gewirr. Das hätte sich kein Krimi-Autor einfallen lassen.

Gibt es eigentlich Berechnungen, aus denen hervorgeht, wieviel jeweilige Tabletten/Kapseln Barschel hätte nehmen müssen, um die im toxikologischen Befund ermittelten Werte zu erreichen?

Eine weitere Frage:
Knauer berichtet, dass im Badezimmer ein warmes, feuchtes Klima herrschte (https://www.spiegel.de/politik/der-tote-von-zimmer-317-a-40212bd8-0002-0001-0000-000053203432).
Rex (https://doczz.net/doc/5775570/beitrag-von-generalstaatsanwalt-erhard-rex---schleswig) vermerkt, dass die Temperatur des Wassermischers auf 27 Grad eingestellt war, also ziemlich kühl. Dies stimme zu Empfehlungen aus dem „Suizid-Handbuch“.
Ein Bad mit dieser Wassertemperatur wirkt m.E. kaum „warm und feucht“. oder irre ich mich da?


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 07:47
Seit längerer Zeit habe ich zwei Fragen, die ich mir nicht erklären kann, vielleicht hilft hier das Forum.

1. Wenn UB ermordet worden wäre, weshalb ist die Tötung so ostentativ zur Schau gestellt worden, und nicht eine eher diskretere Möglichkeit gewählt worden? Wollte man sehen lassen, wer es war, so ähnlich wie bei Novichok?

2. kann man ausschließen , daß die Journalisten mehr in der Tatraum eingegriffen haben, als man denkt?


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 07:56
und noch etwas: auf dem Bett wurde ein Buch gefunden. Von Jean-Paul Sartre "Das Ekel".
Dazu vier Anmerkungen oder Fragen:

1. War das Buch in Französisch oder Deutsch gehalten?
2. Ein Mann wie UB liest doch so etwas nicht, für mich läuft das unter Gymnasiastenlektüre, sorry
3. Stimmt es, daß das Buch heute im Besitz von Herrn Wille ist?
4. War es das Buch "Der Ekel"?


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 09:09
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Ein Mörder, der einen Suizid vortäuschen möchte, würde wohl kaum falsche Packungen zurück lassen (nur bevor die Diskussion wieder los geht).
Aber ein Mörder, der eine völlig unübersichtliche Lage zurücklassen möchte, würde vielleicht so etwas absichtlich zustandebringen. Das gleiche gilt übrigens für einen Suizid, wenn auch ich mir kaum vorstellen kann, dass der sich in seinen letzten Stunden mit so etwas befasst. Gibt es Beispiele, in denen ein Suizid so dargestellt wurde, als sei es ein Mord (und dann auch noch so uneindeutig wie in diesem Fall)?


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 09:19
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Aber ein Mörder, der eine völlig unübersichtliche Lage zurücklassen möchte, würde vielleicht so etwas absichtlich zustandebringen. Das gleiche gilt übrigens für einen Suizid, wenn auch ich mir kaum vorstellen kann, dass der sich in seinen letzten Stunden mit so etwas befasst. Gibt es Beispiele, in denen ein Suizid so dargestellt wurde, als sei es ein Mord (und dann auch noch so uneindeutig wie in diesem Fall)?
der ganze Fall ist so verworren, daß ich immer mehr mir vorstellen kann, daß es ein Zeichen sein soll auf den Urheber der Tat. Und das dieses Zeichen sehr wohl verstanden sein soll und eventuell auch wird von denen, die gemeint waren. sehr banal: einm wenig wie Zorro, der mit seinem Degen ein Z in die Oberbekleidung sticht.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Herkunft der tödlichen Medikamente und der Verbleib von Behältnissen/Schachteln ist also ungeklärt.
ich habe echt die Übersicht verloren, wie bitte war die Lage? Es gab Verpackungen, die sind aber von der Polizei entsorgt worden? Oder / und diese passten nicht zu den Medikamenten?
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Knauer berichtet, dass im Badezimmer ein warmes, feuchtes Klima herrschte (https://www.spiegel.de/politik/der-tote-von-zimmer-317-a-40212bd8-0002-0001-0000-000053203432).
Rex (https://doczz.net/doc/5775570/beitrag-von-generalstaatsanwalt-erhard-rex---schleswig) vermerkt, dass die Temperatur des Wassermischers auf 27 Grad eingestellt war, also ziemlich kühl. Dies stimme zu Empfehlungen aus dem „Suizid-Handbuch“.
Ein Bad mit dieser Wassertemperatur wirkt m.E. kaum „warm und feucht“. oder irre ich mich da?
tja, könnte schon sein, aber ich habe immer mehr die wage Ahnung, das von Seiten der Auffindenden etwas anders dargestellt sein könnte.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 09:20
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Gibt es eigentlich Berechnungen, aus denen hervorgeht, wieviel jeweilige Tabletten/Kapseln Barschel hätte nehmen müssen, um die im toxikologischen Befund ermittelten Werte zu erreichen?
Ja. Ich hatte auf eine Liste aus den Ermittlungsakten der StA Lübeck verwiesen. Die letzte Spalte ist die Zahl der mutmaßlich eingenommenen Tabletten (in Abhängigkeit von der Stärke des Präparats). Bei Tavor konnten nur Spuren festgestellt werden.

https://www.allmystery.de/i/jywuqsgh1nnv_Ohne_Titel.jpg
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Sowohl die Zimmertür als auch die Medikamenten(packungen) sind ein Gewirr. Das hätte sich kein Krimi-Autor einfallen lassen.
Nun ja, das sind solche Details, dass die Zeugen einfach unzuverlässig sind. Zum Zeitpunkt ihrer Wahrnehmung und auch bei den Ermittlungen vor Ort hat niemand geahnt, dass Mordtheorien auftauchen. Das gesamte äußere Geschehen enthielt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder Gewalt. Dementsprechend wurde ermittelt, wie das bei Suizid der Fall ist. Und ich bin mir sicher, das war nicht der erste Fall mit Tabletten und Badewanne.
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Ein Bad mit dieser Wassertemperatur wirkt m.E. kaum „warm und feucht“. oder irre ich mich da?
Das Bad hatte kein Fenster. Das Licht war aus, die Lüftung dürfte also nicht gelaufen sein. Bei 27 Grad "dampft" es nicht, aber natürlich verdunstet Wasser. Auch über Barschels Kleidung und den Körper (siehe die nassen Haare) verdunstete Wasser. Ansonsten müssen wir diesen Eindruck des Zeugen so nehmen, wie er ist. Unglaubhaft ist das nicht.
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:1. Wenn UB ermordet worden wäre, weshalb ist die Tötung so ostentativ zur Schau gestellt worden, und nicht eine eher diskretere Möglichkeit gewählt worden? Wollte man sehen lassen, wer es war, so ähnlich wie bei Novichok?

2. kann man ausschließen , daß die Journalisten mehr in der Tatraum eingegriffen haben, als man denkt?
Zu 1. Kommt darauf an. Was ein böser Geheimdienst aber sicher gemacht hätte: Den bewusstlosen Barschel in der Wanne an den Füßen ziehen, damit sein Kopf unter die Wasserlinie kommt. Nur dann wäre der Tod 100%ig sicher gewesen. Man hätte ihn nicht noch stundenlang bewusstlos in der Wanne liegen lassen - mit der Gefahr der Entdeckung und Rettung.
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:Von Jean-Paul Sartre "Das Ekel".
Es geht das Gerücht um, dass Wille sich das aus den Lübecker Asservaten bedient haben soll. Vielleicht stammt die Info sogar von ihm selbst.

Ansonsten "Der Ekel": Also als Gymnasiast hätte ich das nicht gelesen oder lesen müssen. Der Roman passt zu einem Suizid. Was Barschel damit sagen wollte, ist Spekulation.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 11:12
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:2. kann man ausschließen , daß die Journalisten mehr in der Tatraum eingegriffen haben, als man denkt?
PS: Zu 2.
Nein, kann man nicht - egal wer jetzt da "denkt".

Die Angaben der Stern-Reporter müssen nicht stimmen. Dabei denke ich weniger, dass sie irgendwelche Sauereien für sich behalten haben. Sondern, dass das widerrechtliche Eindringen in Zimmer 317 und das Auffinden der Leiche maximalen Stress - wenn nicht gar einen Schock - ausgelöst haben. Falsche Erinnerungen sind dann nicht verwunderlich.

Kriminalistisch ist es einfach: Da es keine konkreten oder generellen Anhaltspunkte gibt, die den Aussagen entgegen stehen, muss man sie als zutreffend betrachten.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 12:29
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir haben da ein Problem, weil es zwar keine Schachteln des tödlichen Cocktails im Zimmer gegeben hat. Aber unzweifelhaft gab es Medikamentenschachteln mit weiteren Tabletten.
Danke, ist mir bekannt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Dass Barschel seinen Cocktail in eigenen Döschen oder Blistern mitgebracht hat, ist gut denkbar
Oder in einer Pausenbrottüte, aus Papier oder aus Kunststoff.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:aber es wurden wohl keine leeren Transportbehältnisse aufgefunden.
Kann Barschel entsorgt haben, eine zerkleinerte, von Hand in kleine Fetzen zerrissene Pausenbrottüte aus Papier sogar in der Toilette seines Zimmers.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Herkunft der tödlichen Medikamente und der Verbleib von Behältnissen/Schachteln ist also ungeklärt.
Die Herkunft ist wohl das kleinere Problem, für den Verbleib der Schachtel habe ich oben eine Hypothese aufgestellt - er hatte sie womöglich gar nicht mitgebracht:

Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 86)

Weiter:
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Knauer berichtet, dass im Badezimmer ein warmes, feuchtes Klima herrschte (https://www.spiegel.de/politik/der-tote-von-zimmer-317-a-40212bd8-0002-0001-0000-000053203432).
Rex (https://doczz.net/doc/5775570/beitrag-von-generalstaatsanwalt-erhard-rex---schleswig) vermerkt, dass die Temperatur des Wassermischers auf 27 Grad eingestellt war, also ziemlich kühl. Dies stimme zu Empfehlungen aus dem „Suizid-Handbuch“.
Ein Bad mit dieser Wassertemperatur wirkt m.E. kaum „warm und feucht“. oder irre ich mich da?
27 Grad in einem kleinen Badezimmer vielleicht schon; fraglich ist aber, ob man von der Wassertemperatur auf die Lufttemperatur und damit -feuchte schließen kann. Dazu kennen wir Knauers individuelles Empfinden nicht.

Ansonsten ist eigentlich hier schon alles gesagt:
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das Bad hatte kein Fenster. Das Licht war aus, die Lüftung dürfte also nicht gelaufen sein. Bei 27 Grad "dampft" es nicht, aber natürlich verdunstet Wasser. Auch über Barschels Kleidung und den Körper (siehe die nassen Haare) verdunstete Wasser. Ansonsten müssen wir diesen Eindruck des Zeugen so nehmen, wie er ist. Unglaubhaft ist das nicht.
Weiter:
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:1. Wenn UB ermordet worden wäre, weshalb ist die Tötung so ostentativ zur Schau gestellt worden, und nicht eine eher diskretere Möglichkeit gewählt worden? Wollte man sehen lassen, wer es war, so ähnlich wie bei Novichok?
Was ist an einem Suizid ostentativ? Wenn man nicht so verschwindet, dass man nicht gefunden wird, also spurlos, ist die Auffindesituation immer ostentativ, egal ob Badewanne, Kopfschuss, Strick, Zug, Balkonsprung, ...
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:2. kann man ausschließen , daß die Journalisten mehr in der Tatraum eingegriffen haben, als man denkt?
Nein. Genau das ist seit Längerem mein Ansatzpunkt. Und nicht nur meiner:

Beitrag von niurick (Seite 14)

Beitrag von EC145 (Seite 14)

Weiter:
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:auf dem Bett wurde ein Buch gefunden.
Das Buch hatten wir weiter oben schon mal.
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:3. Stimmt es, daß das Buch heute im Besitz von Herrn Wille ist?
Es war (vorübergehend) in seinem Besitz:
Das Justizministerium überprüfte den Vorgang und entdeckte eine weitere Lücke: „Gesammelte Werke“ von Jean Paul Sartre, die Barschel mit im Hotel hatte. „Es konnte festgestellt werden, dass dieses Buch sich im privaten Besitz des leitenden Oberstaatsanwaltes a.D. befindet“, sagte Schmalfuß fast genau 24 Jahre nach dem Tod Barschels. Ob ein Disziplinarverfahren gegen Wille eingeleitet wird, prüft die Generalstaatsanwaltschaft.
Quelle: https://www.morgenpost.de/politik/article105306725/Chefermittler-nimmt-Barschel-Buch-mit-nach-Hause.html
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:4. War es das Buch "Der Ekel"?
Es war das Buch „Gesammelte Werke“ (s. o.).
Zitat von JLCPJLCP schrieb:Aber ein Mörder, der eine völlig unübersichtliche Lage zurücklassen möchte, würde vielleicht so etwas absichtlich zustandebringen.
Wozu? Er kann ja nicht mal damit rechnen, dass so sauber obduziert werden wird, dass die "medikamentösen Unstimmigkeiten", also die Widersprüchliche zwischen Obduktionsbericht und aufgefunden Medikamentenschachteln, aufgedeckt werden.

Eher frage ich mich wie gut denn obduziert wurde: Kann es sein, dass die falschen Medikamentenverpackungen doch die richtigen sind?

Waren die Blister der vorgefundenen Schachteln leer?
Zitat von Student1980Student1980 schrieb:der ganze Fall ist so verworren, daß ich immer mehr mir vorstellen kann, daß es ein Zeichen sein soll auf den Urheber der Tat. Und das dieses Zeichen sehr wohl verstanden sein soll und eventuell auch wird von denen, die gemeint waren. sehr banal: einm wenig wie Zorro, der mit seinem Degen ein Z in die Oberbekleidung sticht.
Und wie wurde das "Z" gestochen?

Durch die falschen Medikamentenschachteln? Alle mit Aufschrift "Made in CCCP" oder "Made in Israel" oder "Made in XYZ"? Oder wie soll der Hinweis abgeleitet werden?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Was ein böser Geheimdienst aber sicher gemacht hätte: Den bewusstlosen Barschel in der Wanne an den Füßen ziehen, damit sein Kopf unter die Wasserlinie kommt. Nur dann wäre der Tod 100%ig sicher gewesen. Man hätte ihn nicht noch stundenlang bewusstlos in der Wanne liegen lassen - mit der Gefahr der Entdeckung und Rettung.
Tatsächlich ist er erst in den Morgenstunden/am frühen Vormittag verstorben.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Kriminalistisch ist es einfach: Da es keine konkreten oder generellen Anhaltspunkte gibt, die den Aussagen entgegen stehen, muss man sie als zutreffend betrachten.
Wieso? Nicht mal vor Gericht wird jedem Zeugen vorbehaltlos geglaubt.

Ich persönlich halte Knauer für hinterfragungswürdig. Hier z. B. dürfte er "flunkern":
Sebastian Knauer: Ich wusste einfach nicht, was ich von dem gruseligen Szenario halten sollte. War es überhaupt Barschel, der da in der Wanne lag? Schlief er oder war er alkoholisiert? Ich spürte nur: Hier war etwas Grauenhaftes passiert. Dann wollte ich mich absichern, weil ich befürchtete, in dieser halblegalen Situation – ich hatte ja ein unverschlossenes Zimmer betreten – in einen undurchsichtigen Kriminalfall verwickelt zu werden. Vorher hatte ich schon von meinem außerhalb des Zimmers wartenden Kollegen Hanns-Jörg Anders, STERN-Fotograf, die Notizen auf dem Nachttisch des leeren Schlafzimmers ablichten lassen, jetzt machte ich noch Aufnahmen vom Mann in der Badewanne.
Quelle: https://culturmag.de/rubriken/buecher/peter-munder-befragt-sebastian-knauer-zu-uwe-barschel/34882

Er hat also den toten Barschel fotografiert um sich "abzusichern". Schon klar ...

Im Übrigen enthält die Seite eine schöne Schlussbemerkung:
Das Fazit, das Erhard Eppler in seinem Vorwort zu meinem Band „Barschel-Die Akte“ zieht, ist jedenfalls nachvollziehbar und für mich überzeugend: Er schreibt da: „Ich habe nie daran gezweifelt, dass Barschel sich selbst umgebracht hat. Die Akten, aber auch die Logik dieses Doppellebens sprechen dafür. Wenn bekannt wurde, was nie hätte bekannt werden sollen, war der Absturz zu tief. Wie soll, wer so von Macht und Geltung lebt, als Verfemter weiterleben?“
Quelle: https://culturmag.de/rubriken/buecher/peter-munder-befragt-sebastian-knauer-zu-uwe-barschel/34882


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 13:54
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir haben da ein Problem, weil es zwar keine Schachteln des tödlichen Cocktails im Zimmer gegeben hat. Aber unzweifelhaft gab es Medikamentenschachteln mit weiteren Tabletten.
Noch eine These, Behördenschlamperei:

– Was wenn die Medikamentenschachteln zu einem anderen Fall gehören und verwechselt wurden?

Alternativ:

– Was wenn die Schachteln schon früher verlustig gingen als behauptet und man daraufhin andere hervorgezaubert hat, mit der falschen Mischung?


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 16:28
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Wieso? Nicht mal vor Gericht wird jedem Zeugen vorbehaltlos geglaubt.

Ich persönlich halte Knauer für hinterfragungswürdig. Hier z. B. dürfte er "flunkern":
Auch ich glaube Knauer nicht jedes Wort. So könnte er über die Schuhe gestolpert sein, Notizen so hingelegt haben, dass man sie gut fotografieren kann, in Schubladen geschaut oder Barschels Reisegepäck geflöht haben. Das halte ich persönlich sogar für wahrscheinlich. Reporter-Handwerk. Nur gibt es eben kein Indiz, dass dem so war - außer die recht allgemeine Annahme, Reporter sagen nie die ganze Wahrheit und wühlen immer gerne in fremden Sachen.

Ein Gericht hätte aber mit so einer allgemeinen Begründung Probleme. Der Richter müsste sagen: "Ich glaube Ihnen nicht, Herr Knauer, aber ich kann Ihnen das Gegenteil nicht beweisen."

Und wenn dann gemutmaßt wird, die beiden Reporter könnten die Lage von Barschels Leiche irgendwie verändert haben, um ihn besser ablichten zu können, dann lautet auch hier die Antwort: Es gibt keinen Hinweis darauf. Den beiden "Findern" dürfte zudem klar gewesen sein, dass sie eine "crime scene" betreten hatten. Und zu viel der Einwirkung darauf ihnen um die Ohren fliegen könnte.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Oder in einer Pausenbrottüte, aus Papier oder aus Kunststoff.
Hm. Ist denkbar. Es handelte sich jedoch um 9 verschiedene Präparate mit mindestens 30 (eher 50 oder mehr) bis zu 120 (oder mehr) Tabletten, je nach Stärke des Präparats. Gehen wir einfach mal von 80 Tabletten aus. Die werden nicht lose in einer Papiertüte rumgeflogen sein. Er hätte auch nicht gewusst, welches Präparat er zu sich nimmt, hätte eine Handvoll nach der anderen schlucken müssen.

Klingt irgendwie nicht sehr praktikabel. Eher vorstellbar wäre, dass die Tabletten jeweils in einem (beschrifteten) Kunststoff- oder Papiertütchen abgefüllt waren. Von wem auch immer. Macht 9 Tütchen, das wieder in einer Plastik- oder Papiertüte. Wenn man dergleichen nicht gefunden hat, bleibt also die Frage, woher die Medikamente kamen und was mit ihrer Verpackung geschah.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Noch eine These, Behördenschlamperei:
Bin ich immer ein großer Fan von. Klar, ist denkbar. Wir haben nur nichts in der Hand.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 16:59
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ein Gericht hätte aber mit so einer allgemeinen Begründung Probleme. Der Richter müsste sagen: "Ich glaube Ihnen nicht, Herr Knauer, aber ich kann Ihnen das Gegenteil nicht beweisen."
Nun wir haben aber den Vorteil nicht vor Gericht zu sein und spekulieren zu dürfen. Und ich halte viele der Spekulationen hier im Thread für diskutabel (VTs ausgenommen).
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Macht 9 Tütchen, das wieder in einer Plastik- oder Papiertüte. Wenn man dergleichen nicht gefunden hat, bleibt also die Frage, woher die Medikamente kamen und was mit ihrer Verpackung geschah.
Ich halte es eben für sehr wahrscheinlich, dass er alles, was sich beseitigen lies, auch beseitigt hat, aus nichts weniger als Scham.

Andererseits natürlich die vorgefundenen Medikamentenverpackungen, ich weiß.

Evtl. war nur ein Teil der Medikamente in Originalverpackungen vorhanden (vor Ort gekaufte Tabletten?) und der Rest wurde in Butterbrotpapier eingewickelt o. Ä. von "daheim" ins Hotel mitgebracht?

Zudem mein Gedanke: Wie zuverlässig war die Obduktion überhaupt? (Auch wenn jetzt womöglich wieder einige VT'ler auf den Plan treten ...).

Ich meine nicht vom Ergebnis her sondern en détail, um genau zu sein bzgl. der Zuordnung der im Körper vorgefundenen Wirkstoffe zu den aufgetauchten Verpackungen - sowie umgekehrt. Vielleicht liegt da der Hund begraben. Wundern würde mich gar nix.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 18:35
Zitat von OriginesOrigines schrieb:hätte eine Handvoll nach der anderen schlucken müssen.
Was ich allerdings grundsätzlich überhaupt nicht ausschließen würde.


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Der Fall Uwe Barschel

27.08.2025 um 18:58
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Ich halte es eben für sehr wahrscheinlich, dass er alles, was sich beseitigen lies, auch beseitigt hat, aus nichts weniger als Scham.
Oder aus anderen Gründen. Da nie aufgeklärt werden konnte, woher er die Medikamente hatte, v.a. das mit Sicherheit tödliche Barbiturat, kann es gut sein, dass er die eingenommenen Dosen aus trüben Quellen hatte. Stichwort Sterbehelfer oder so etwas. Und da hatte er vielleicht auch Interesse, diese Quelle zu schützen. Keinen Anhaltspunkt zu hinterlassen, wer ihm geholfen hat.

Es ist auch möglich, dass er in der Nacht die Schachteln/Blister/Umverpackungen/Tüten in einem Mülleimer auf dem Flur des Hotels entsorgt hat. Das waren vielleicht nur ein paar Schritte. Da dort immer irgendwelche Putzkräfte auf den Gängen unterwegs sind, wurde der Abfalleimer am Morgen oder im Laufe des Vormittags entleert und deshalb nie etwas gefunden.

Die Medikamente, die er sich auf "normalen" Wege besorgt und nicht eingenommen hat, die ließ er wie sie waren. Er soll ja noch auf Gran Canaria einem Apotheker ohne Rezept Lorazepam oder Diazepam aus den Rippen geleiert haben. So wurde ein Döschen mit Lorazepam in irgendeiner Kleidung gefunden.
Zitat von BoobSinclarBoobSinclar schrieb:Was ich allerdings grundsätzlich überhaupt nicht ausschließen würde.
Yep.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Zudem mein Gedanke: Wie zuverlässig war die Obduktion überhaupt? (Auch wenn jetzt womöglich wieder einige VT'ler auf den Plan treten ...).
Ach, das kann man immer fragen, zumal Ermittlungsfehler der Polizei ja nicht bestritten werden können. Allerdings waren es zwei Obduktionen, eine in Genf und eine - auf Veranlassung der Familie - in Hamburg. Sie kamen im Wesentlichen zum selben Ergebnis. Ich denke, das Ergebnis ist sehr zuverlässig, zumal Prof. Janssen und Prof. Pöschel aus Hamburg vor einigen Jahren nochmals ausdrücklich erklärt haben, es sei Suizid gewesen und man solle Herrn Barschel endlich mal ruhen lassen.

Zwei Dinge sind dabei entscheidend:
1. Es wurde keine Gewalteinwirkung festgestellt. Auch Mund, Luft- und Speiseröhre waren ohne Verletzung (weshalb Brandenbergers Magensonde Quatsch ist). Hämatome sind entweder zu Lebzeiten durch das lange Liegen in der Badewanne entstanden oder post mortem durch den Transport der Leiche.
2. Die Toxikologie. Sowohl in Genf wie auch in Hamburg waren neben den Pathologen auch Toxikologen am Start. Im Körper wurden die bekannten Medikamente nachgewiesen. Da Barschel nach der Einnahme noch relativ lange lebte und die Halbwertszeit einiger Medikamente kurz ist, konnten die Mengen nicht genau bestimmt werden. Von Lorazepam wurden z.B. nur noch Spuren gefunden, obwohl die mutmaßliche Tagesdosis Barschels schon 10 mg betrug (normal: 1 mg). Auch ließ sich die Reihenfolge der Einnahme nicht bestimmen. Anderer Ansicht Brandenberger. Einig war man sich, dass das Cyclobarbital tödlich war. Mangels anderer Alternativen blieb also nur: Willentliche Einnahme, mutmaßlich in Suizidabsicht.

Ich glaube, das ist sicher.


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