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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

73 Beiträge, Schlüsselwörter: Öl, Plastik

Plastikmüll - aus Alt mach Neu

31.12.2015 um 12:39
Das Konzept der plastikfreien Läden ist so einfach wie zukunftweisend: Es spart Unmengen an Plastikverpackungen, die unter hohem Energieaufwand produziert werden, nur um kurz nach dem Einkauf im Müll zu landen. Die Kunden ihre Waren selbst abfüllen zu lassen, erlaubt es ihnen zudem, nur die wirklich benötigte Menge zu kaufen und so Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Viele der verpackungsfreien Läden verkaufen zudem ausschließlich Bio-Waren und legen besonderen Wert auf regionale Erzeugung –umweltfreundlicher ist nur die Eigenproduktion.

....sicherlich hat es momentan noch ein paar Nachteile, aber es liässt sich ausbauen , denke ich....

http://www.utopia.de/magazin/plastikfreie-laeden


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31.12.2015 um 12:44
@schaunischaf Sehr unwahrscheinlich dafür halten sich die Waren in einer Plastikverpackung mit Schutzatmosphäre einfach wesentlich besser.


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31.12.2015 um 12:52
@taren

Einige Waren.

Allerdings gab es auch schon in früheren Zeiten Methoden, einige Arten von Lebensmitteln haltbar zu machen. Ganz ohne Kunststoff und Schutzatmosphäre.

Der ganze Kram wird nur ,,gebraucht", weil wir aktuell in einer extremen Überflussgesellschaft leben und auch ganzjährig alle Arten von Lebensmitteln zur Verfügung haben wollen. Am besten noch als Fertiggerichte.

Die Idee bei wenig oder gar keinem Verpackungszeug ist ja, dass man nur ungefähr so viel kaufen soll, wie man auch zeitnah verbraucht. Und trockenen Reis, Nudeln, Kichererbsen, Bohnen etc. halten sich auch wunderbar und lange ohne Plastikbehältnisse oder Kunststoffverpackungen. Kartoffeln halten sich, Äpfel, anderes Obst und Gemüse, Eier, Fleisch und Wurst sind in der korrekten Zubereitung und Lagerung lange sauber und gesund haltbar.


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

31.12.2015 um 13:01
....ich denke auch, dass es vielen Leuten nicht bequem genug ist. ok, Glasbehälter wiegen eben beim Transport mehr als Plastik.

Aber gerade das, was @Kc anspricht, ist doch, dass man dadurch auch nur das kauft, was man benötigt, da haben wir nämlich den nächsten Punkt der Ressurcenverschwendung:: Lebensmittel! was da an Bergen in den Müll geht...oh mann!


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

31.12.2015 um 13:42
@Kc Wenn aber leicht verderbliche Waren länger halten, dann wird auch weniger weggeworfen. Da sowohl Supermarkt als auch daheim die Bevorratung leichter ist. Insofern halte ich die offene Verteilung für keinen wirklichen Vorteil, zumal es immer Probleme mit der Hygiene geben wird. Zeitnah verbraucht, würde bedeuten man müsste öfters einkaufen und wenn dies mit einem Fahrzeug durchgeführt wird, dann hätte man zumindest aus Ressourcensicht nicht viel gewonnen, denn einmal zum einkaufen fahren wird mehr Erdöl verbrauchen als für ein wenig Plastik. Ich bin gewohnt von den Grundwaren, Konserven etc. etwa 1/2 - 1 Jahr zu bevorraten aber davon ist auch nur ein kleiner Anteil in Plastik verpackt, Nudeln z.B., wo sehr viel Plastik verwendet wird und wo ich mir eine lose Abfüllung vorstellen könnte wären Hygieneartikel, wie Seife, Spüli, Reinigungsmittel Klopapier etc, hier wird fast alles in Kunststoff geliefert und dies könnte man sehr leicht umstellen.


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

31.12.2015 um 14:29
Kc schrieb:Spontan klingt diese Erfindung ja großartig
Ja, ist nur eigentlich nicht von diesem Japaner und auch kein bisschen neu.
Nennt sich Syntrol-Thermolyse, Teile des Verfahrens wurden bereits 1937 patentiert und in Mannheim plant man seit mindestens drei Jahren an ner Fabrik, die das im großen Stil machen soll...
http://www.oekoenergie-umweltfonds.de/der-fonds/technik.html


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14.01.2016 um 18:45
Auch mal meinen Senf dazu gebe:

Ich denke, richtig interessant wird diese Methode erst dann, wenn es vom Preis und Qualität her mit neuen Erdöl
mithalten kann.
Die 1kWh zeigen ja nur die idealen Stromkosten an. Ich denke das Vorsortieren wird auch noch etwas kosten. Denn nicht jedes Plastik ist gleich und viele Verpackungen sind Mischverpackungen. (z.B. Zahnbürste, Batterien)

@raitoningu
Danke, kam mir nämlich auch schon bekannt vor

@schaunischaf
Plastikfreie Läden ist zwar eine schöne Vorstellung, aber das wird noch dauern, bis es sich etablieren wird.
In Kleinstädten oder auf dem Land gibt es dafür noch nicht genug Kundschaft! Ja selbst der Bauernhof nebenan hat Platiktüten.


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

21.03.2017 um 14:11
Es geht vor allem darum, das Plastik nicht verrottet. Eine Plastikflasche im Meer bleibt dort in dieser Form mindestens 450 Jahre. Sie verschwindet nicht und löst sich durch das Wetter nur langsam in ihre Einzelteile auf, die aber wiederum von Frischen gefressen werden und wieder bei uns auf dem Teller landen. Ich lebe seit 2 Jahren plastikarm und produziere fast keinen Plastikmüll mehr. Das ist eigentlich so einfach, wenn man umweltbewusst und motiviert ist. Hier zum Beispiel https://www.careelite.de/plastikfrei-leben-ohne-plastik das ist eine knappe Anleitung, welche Plastikprodukte man direkt austauschen kann. Denn eigentlich ist fast alles in unserem Alltag aus Plastik. 

Mich motivieren alleine schon die Bilder von Tiere, die sich selbst im Plastik erhängt haben oder einfach so viel Plastik gefressen haben, dass der Körper einfach nicht mehr mitmacht.

Ich hoffe, dass ich etwas dazu beitragen kann, dass sich die generelle Einstellung zum Plastik ändert. LG Sunny :)


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21.03.2017 um 20:43
@Miralein82

Bei allem Mitleid für die armen Fische, aber Plastikfragmente metabolisieren werden sie sicher nicht, wie denn auch, ich denke evolutionsbedingt dürften sie kaum die Fähigkeit haben, Kunststoffe zu assimilieren. Daher werden wir auch keine Fische mit Plastik- angereichertem Fleisch auf unseren Tellern finden. Wenn ein Fisch ein Stück Plastikfragment frisst, kommt es einfach am anderen Ende des Fisches wieder heraus. Eine reale Gefahr für Ökosysteme ist meiner Meinung nach trotzdem gegeben, da durch große Mengen an künstlichem Treibgut die Chance erhöht wird, fremde Arten in andere Ökosysteme zu befördern:

Wikipedia: Plastikmüll_in_den_Ozeanen#Biologische_Wirkung


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n3ji
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21.03.2017 um 20:56
Kreislauf Mikroplastik

Mikroplastik wird aufgenommen und landet am Ende wieder bei uns.


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21.03.2017 um 21:18
@n3ji

Nimmst du deine Fische nicht aus, bevor du sie isst? Das im Verdauungsapparat eines Wasserlebewesens Plastikfragmente zu finden sind, bestreite ich auch gar nicht. Nur, dass diese im Organismus verbleiben. Dieses Bildchem vom Plastikkreislauf ist übrigens niedlich. Wie sollen chemisch beständige Kunststoffe im Körper eines Tieres angereichert werden? (Es geht hier nur um Plastik, mir ist klar, dass andere Verbindungen durchaus akkumuliert werden können). Iss mal ein (meinetwegen kleines) Flummi und achte ein, zwei Tage später mal darauf, wie dieses aussieht, wenn es seinen Weg durch deinen Verdauungstrakt genommen hat. Ich muss mich übrigens korrigieren, in meinem Beitrag vor Diesem sprach ich von Assimilation. Was kein Problem wäre, da Plastik dann vom Fisch chemisch in seine Bestandteile zerlegt und dem Fisch wirklich als z.B. Kohlenstoffquelle zur Verfügung stünde.


Zutreffender finde ich hier den Begriff Akkumulation. Wie soll der Fisch Plastikfragmente in seinem Gewebe anreichern? Wüsste eben nicht wie, da die Biochemie eines Fisches eben nicht dafür gemacht ist. So wie die von uns allen nicht. Stichwort Flummi.


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n3ji
ehemaliges Mitglied

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21.03.2017 um 23:52
@mightyrover
Also eigentlich wollte ich deine Behauptungen ausführlich wiederlegen. Aber der Satz:
mightyrover schrieb:Dieses Bildchem vom Plastikkreislauf ist übrigens niedlich
hat mir dann doch zu sehr aufgestoßen. Das "Bildchen" stellt einen komplexen Sachverhalt zur Veranschaulichung dar. Diese Art von Relativierung empfinde ich dann doch provokant. Daher hätte ich gerne einen Beleg für deine Behauptung(en).

Zu Klarstellung:
mightyrover schrieb:Es geht hier nur um Plastik
Ist leider der falsche Begriff. Plastik = Umgangssprache. Es geht um Kunststoffe.
mightyrover schrieb:Iss mal ein (meinetwegen kleines) Flummi
Mir entzieht sich hier leider die wissenschaftliche Erkenntnis...


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22.03.2017 um 00:50
@mightyrover
Hi. vielleicht helfen ja solche Artikel weiter, das Ausmaß und die Wirkungsweise besser einzuschätzen?

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/streit-um-bisphenol-a-kunststoff-im-koerper-1.2072382
http://www.wiwo.de/technologie/forschung/bisphenol-a-in-unserem-blut-fliesst-plastik/9002916.html

Recht zuverlässiger Artikel zum Thema
http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0550.pdf

Z.


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22.03.2017 um 07:41
@Z. 

Mir ist die Diskussion um die sog. Weichmacher bekannt, auch die Spekulationen über Bisphenol A. Eine angeblich gesundheitsschädigende Wirkung ist aber keineswegs eindeutig nachgewiesen, vielmehr kommen laut Wiki die dort aufgeführten  Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Wikipedia: Bisphenol_A#Studien_zu_gesundheitlichen_Gefahren

Ich will dieses Zeug nicht gutheißen, aber auch nicht verteufeln. Zumal ein Fisch auch kein Fertiggericht aus einer Dose mit Plastikbeschichtung frisst, in welcher BPA ins Essen diffundieren und dadurch in den Körper gelangen kann. Weiterhin steht im Wikiartikel zu BPA, dass dieses sehr schwer löslich in Wasser, aber löslich in Ethanol und Laugen. Wüsste jetzt auf Anhieb nicht, wo diese im Verdauungstrakt zu finden sein sollen, aber vllt hat da ein Biologe mehr Informationen. Im Gegenteil, BPA benötigt zur Synthese ein Proton (nach IUPAC-Nomenklatur, also ein H+ Ion), also saure Umgebung. Warum sich BPA aus Kunststoffen dann im sauren Milieu des Magens lösen sollte, erschließt sich mir nicht ganz. Von Diffusion mal abgesehen, aber da sollte ein längerer Zeitraum erforderlich sein, als die Stunden im Verdauungstrakt eines Lebewesens. Z.B. eben jahrelange Lagerung einer Suppe in einer Konserve mit Plastikbeschichtung oder meinetwegen eines Getränks in einer Plastikflasche.

Ich will dieses Zeug keineswegs gutheißen und eine Vermüllung der Meere erst recht nicht, versteht mich nicht falsch. Ich persönlich glaube jedoch, die gesundheitlichen Gefahren, welche sich für uns durch den Verzehr von kunststofffressenden Fischen ergeben können, sind doch wesentlich kleiner, als der von @n3ji gezeigte Kreislauf und auch dieser Satz
Miralein82 schrieb:die aber wiederum von Frischen gefressen werden und wieder bei uns auf dem Teller landen
vermitteln wollen.
Eins noch, dieses Bild fand ich tatsächlich niedlich, dies war aber nicht provokativ gemeint. Es ist eben niedlich, schön bunt und einfach gehalten, dazu die schönen Zeichnungnen. Kindgerecht eben. Zumal es auch die Problematik aufführt, dass Mikroplastik Kläranlagen überfordern und nicht vollständig aus dem Abwasser entfernt werden kann. Bin mir nur nicht sicher, ob durch dieses Bild nicht zu endgültige Aussagen getroffen werden.


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22.03.2017 um 17:15
@mightyrover
Danke für die sehr aufklärenden Worte!
Auch n3ji wird das ziemlich sicher freuen...mM.

Bis später.
G Z.


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n3ji
ehemaliges Mitglied

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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

22.03.2017 um 22:21
@mightyrover
mightyrover schrieb:Eins noch, dieses Bild fand ich tatsächlich niedlich, dies war aber nicht provokativ gemeint.
Oki. Dann hab ich das in den falschen Hals bekommen. Sorry :(
@Z.
Danke schön :) Du hast ja schon einige gute Links gebracht.

Ich würde gerne zu dem Thema noch ergänzen:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/weichmacher/haeufige-...
https://www.verbraucherzentrale.de/kunststoffe?i=2
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3782.pdf
mightyrover schrieb:auch die Spekulationen über Bisphenol A.
Es ist mittlerweile keine Spekulation mehr. Die Sicht der Bewertung hat sich einfach nur geändert. Weg aus der Sicht (Studien) der Erzeuger, hin zu der Sicht (Studien) der Verwerter. Das ist ein Prozeß und der läuft immer gleich ab. Hersteller produziert. Beauftragt Studien, die naja... einseitig sind usw..
Bisphenol A: Ausschuss stimmt für eine Einstufung als "besonders besorgniserregend"

Am 4. Februar 2016 hat der REACH-Ausschuss für eine Einstufung von Bisphenol A als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B gestimmt. Wie auch krebserregende oder erbgutverändernde Stoffe der Kategorie 1, könnte BPA somit nach Artikel 57(a) der EU-Chemikalienverordnung REACH in die Kandidatenliste für besonders besorgniser­regenden Stoffe aufgenommen werden. Nun muss das EU-Parlament den Regulierungsentwurf prüfen, bevor er von der Kommission umgesetzt und im offiziellen Amtsblatt veröffentlicht werden kann. Die neue Regelung würde 20 Tage nach Veröffentlichung formal in Kraft treten, käme aber erst nach einer Übergangszeit von 18 Monaten zur Anwendung.
https://www.bund.net/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/

Falls du mal Zeit hast, kann ich dir diese Doku empfehlen:
Youtube: Mikroplastik im Meer (ARTE Doku Neu HD)
mightyrover schrieb:in welcher BPA ins Essen diffundieren und dadurch in den Körper gelangen kann.
Bisphenol kann/wird bereits über die Haut aufgenommen:
Bisphenol A geht durch die Haut
Montag, 8. November 2010

Toulouse/Boston – Das Thermopapier, mit dem viele Kassenbelege gedruckt werden, ist mit der Chemikalie Bisphenol A (BPA) belastet. Es wird über die Haut aufgenommen, was die hohe Exposition bei Supermarktkassiererinnen erklärt.

Bisphenol A lässt sich in den Industrieländern bei praktisch allen Menschen im Blut nachweisen. Bislang ging die Forschung davon aus, dass die Chemikalie, die in Kunststoffflaschen und den Epoxydharzbeschichtungen von Getränkekartons enthalten ist, über den Gastrointestinaltrakt aufgenommen wird.

Daniel Zalko, ein Toxikologe am Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) in Toulouse kann jetzt jedoch in Chemosphere (2010; doi:10.1016/j.chemosphere.2010.09.058) zeigen, dass auch eine perkutane Resorption möglich ist – und offenbar in erheblichem Ausmaß erfolgt: In den ex-vivo Experimenten diffundierten 65 Prozent der applizierten Menge durch die Haut von Schweineohren. Bei menschlichen Explantaten lag die Aufnahme bei 46 Prozent.

Von der Haut gelangt BPA oder seine Metabolite ins Blut und wird mit dem Urin wieder ausgeschieden. Der Epidemiologe Joe Braun von der Harvard Universität in Boston hat die Urinkonzentration bei 389 Schwangeren untersucht und mit ihrer beruflichen Tätigkeit in Beziehung gesetzt.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43404/Bisphenol-A-geht-durch-die-Haut

Ist auch bei Dosen der Fall. Oder früher in Babyflaschen. Bis diese Sorte verboten worden ist.
mightyrover schrieb:Ich persönlich glaube jedoch, die gesundheitlichen Gefahren, welche sich für uns durch den Verzehr von kunststofffressenden Fischen ergeben können, sind doch wesentlich kleiner, als der von @n3ji gezeigte Kreislauf und auch dieser Satz
Das Problem ist viel mehr, dass die Ausmaße noch nicht wirklich abschätzbar sind...


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

22.03.2017 um 23:52
n3ji schrieb:Das Problem ist viel mehr, dass die Ausmaße noch nicht wirklich abschätzbar sind...
Das unterschreibe ich glatt.... 
letter-z 2


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

23.03.2017 um 10:26
hmm was ich bei der Grafik auch nicht ganz verstehe....warum ausgerechnet aus Shampooflaschen?

Also von dem Shampoo direkt, welches bereits Mikroplastik enthält, oder durch die Flasche die weggeworfen wird? Das beträfe jedoch auch allen anderen Plasikmüll und nicht nur Shampoo.

Falls es wirklich direkt das Shampoo oder Duschgel ist...nun ja da bekommt man dann sicherlich das meiste schon ab in dem Moment wo man es sich auf die Haut reibt....und eher weniger durch belastete Fische.

und zu Bisphenol A...warum geht das nicht auch ohne auf Kassenzetteln? Bzw. komplett ohne in Trinkflaschen usw...
Warum nicht einfach ne Alternativlösung, die notfalls per Gesetz durchgesetzt wird? Zu teuer?


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n3ji
ehemaliges Mitglied

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23.03.2017 um 11:41
knopper schrieb:hmm was ich bei der Grafik auch nicht ganz verstehe....warum ausgerechnet aus Shampooflaschen?
Die Shampooflaschen sind nur ein Beispiel:
Sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, doch sie stecken fast überall drin, in Cremes, in Duschgel, in Shampoo: Kleine Mikroplastikteile. Für die Umwelt sind die Stoffe verheerend, sie werden ins Meer gespült, landen im Körper von Fischen und über die Nahrungskette wieder bei uns.
http://www.swr.de/marktcheck/mikroplastik-wenn-die-creme-zum-risiko-wird/-/id=100834/did=18084738/nid=100834/fsdwts/
knopper schrieb:Also von dem Shampoo direkt, welches bereits Mikroplastik enthält, oder durch die Flasche die weggeworfen wird?
Am Ende wohl beides. Warum auch immer das "Hartplastik" im Meer landet...
knopper schrieb:Falls es wirklich direkt das Shampoo oder Duschgel ist...nun ja da bekommt man dann sicherlich das meiste schon ab in dem Moment wo man es sich auf die Haut reibt....und eher weniger durch belastete Fische.
Es gibt da leider eine Folgewirkung:
Prof. Gerd Liebezeit, ehemals Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg argumentiert: "Das Gefährliche ist, dass diese Teilchen Schadstoffe wie Pestizide oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe anlagern können. Und wenn diese Teilchen, dann von Organismen wie Muscheln oder Fischen aufgenommen werden, dann können diese Schadstoffe wieder in den Organismus gelangen und auf diese Weise gelangen die Schadstoffe dann letztendlich auch wieder zu uns, wenn wir diese Fische zum Beispiel verzehren."
knopper schrieb:und zu Bisphenol A...warum geht das nicht auch ohne auf Kassenzetteln?
Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, ist die Kombination aus Thermopapier und Drucker einfach günstiger im Kostenbereich.
knopper schrieb:Warum nicht einfach ne Alternativlösung, die notfalls per Gesetz durchgesetzt wird? Zu teuer?
Weil der Mensch fast immer erst macht und dann denkt... Solange sich keiner beschwert, ist ja alles in Ordnung ;)


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Plastikmüll - aus Alt mach Neu

23.03.2017 um 17:08
@n3ji
Moin Moin...

Is schon erschreckend.
Bitte schaut euch den Bericht hier mal an. Mit Videos und vielem mehr zur Kunststoff Problematik...
https://reset.org/knowledge/plastic-ocean-plastikinseln-im-meer
Täglich produzieren wir gewaltige Mengen an Müll, ein großer Teil davon besteht aus Plastik. Dieses sehr langlebige Material landet in unseren Meeren und sammelt sich dort zu Plastikinseln von enormen Ausmaßen. Das ist nicht folgenlos für unsere Ozeane und seine Bewohner.
Sich schnell vor Augen führen wie es teilweise im Meer aussieht!?
Abfall-Insel so groß wie Texas treibt auf USA zu
Tsunami-Debris-California
https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article121589722/Abfall-Insel-so-gross-wie-Texas-treibt-auf-USA-zu.html

Lieben Gruß Z.


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