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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

Biolehrer
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 16:04
Hantierer schrieb:Und außerdem halt ich sie nach Darwins eigenen Vorgaben für widerlegt. Diese Komplexität auf den untersten Stufen ist nicht mit der ET vereinbar.
Das mag nach Deiner privaten Weltsicht so scheinen, aber nach wissenschaftlichem Kenntnisstand ergibt sich eine andere Beurteilung. Doch da das hier Off Topic ist, lasse ich das mal auf sich beruhen und denke mir meinen Teil ... :D
Hantierer schrieb:Ich sehe die Ursachen in der Wirtschaft und nicht in der Biologie.
Landwirtschaft IST Wirtschaft! Und je nach Bedarf, sortiert sich die Landwirtschaft so, dass sie ihre Produkte zum Verkauf bringen kann. Und natürlich wird der Trend hin zu weniger Agrochemie und damit zu mehr Umweltschutz (und Bodenschutz) zunehmen, da die Landwirte wie auch die Agro-Konzerne nicht blöd sind, weil sie langfristig nur dann Geld verdienen können, wenn zahlungskräftige Kundschaft da ist. Also wird man Lösungen suchen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch finden, in großtechnischem Maße ökologisch nachhaltig zu produzieren.
Hantierer schrieb:Aquaponik ist als Lösungsansatz wirklich interessant, die wird heute schon betrieben und es wird noch mehr werden.
Die wird jedoch - schon wegen des immensen Verbrauchs an Plastik - nur eine untergeordnete Rolle bei der Sicherung der Welternährung spielen. Im urbanen Umfeld wird sich diese Technologie vielleicht etablieren, aber auf dem platten Land wird man weiterhin große Ackerflächen und große Stallungen benötigen, die man dann allerdings ökologischer als bisher bewirtschaften wird. Und ich setze da u.a. auf die Chancen der Gentechnik, hier passgenaue Nutzpflanzen und Nutztiere zu züchten.
Aaaalteer schrieb:Der Mensch hat sich schon ein paar wirksame Überlebensstrategien ausgedacht. Selbst wenn sich der Ackerbau als Sackgasse herausstellt und unsere Population schrumpft, werden wir wohl deswegen nicht aussterben.
Das sehe ich auch so. Zum Aussterben ist der Mensch zu klug und zu geschickt - es sei denn, der nächste Kalte Krieg eskaliert ins Maßlose, so dass wirklich niemand mehr übrig bleibt. Aber auch das ist eher die unwahrscheinliche Option.
HIP26727 schrieb:Unverkennbar.
Ja! :D


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30.03.2018 um 16:07
Hantierer schrieb:Die Frage lautet: "Können wir da noch raus kommen?"
Ja, nur verortet Bernte die Ursache für das Problem ganz woanders als du, nur scheint dieses Detail keine wirkliche Rolle für dich zu spielen.
Hantierer schrieb:Und außerdem halt ich sie nach Darwins eigenen Vorgaben für widerlegt.
Und welche Vorgaben genau wären das?
Hantierer schrieb:Diese Komplexität auf den untersten Stufen ist nicht mit der ET vereinbar.
Wie viel Komplexität hätte es denn maximal sein dürfen und warum?

mfg
kuno


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30.03.2018 um 16:15
Biolehrer schrieb:Das sehe ich auch so. Zum Aussterben ist der Mensch zu klug und zu geschickt - es sei denn, der nächste Kalte Krieg eskaliert ins Maßlose, so dass wirklich niemand mehr übrig bleibt. Aber auch das ist eher die unwahrscheinliche Option.
Ich finde das nicht so unwahrscheinlich, die Entdeckung der Kernspaltung hat dazu geführt, dass das Leben auf der Erde 13x vernichtet werden kann oder so ähnlich. Ebenfalls finde ich es nicht allzu klug, wenn sich Staaten, politische Systeme, Kulturen, Religionen und Ideologien gegenseitig bedrohen. Da steckt ne Menge Zündstoff (höhö) drin. Ich kann bei der menschlichen Machtgeilheit nur den Kopf schütteln, muss in einer Höhle wohnen und nen langen Bart tragen. Aber die Höhle muss Internet haben. :D


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HIP26727
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 16:17
cortano schrieb:btw.: bei erleuchteten @allmy-"Wissenschaftlern" wird vermutlich auch ein Heisenberg Schüler ...
Hmmm, da kann ich nicht mitreden, ich kenne keine »erleuchteten @allmy-"Wissenschaftler"«, weder mit noch ohne Anführungszeichen. So ganz eigentlich kenne ich überhaupt keine "erleuchteten" Wissenschaftler, zumindest keine, die das als Selbstbezeichnung benutzen würden. Und diejenigen "Wissenschaftler", die sich dieses Attribut anpappen, waren sicherlich nie "Heisenberg-Schüler".
cortano schrieb:... wie Prof.Dürr ganz schnell zum Eso-Spinner oder zumindest alterssenil, wenn er qua seines Wissens anfängt ...
Wobei natürlich auch für letztere, ergo auch für Dürr, für 'Schüler' sonstiger Koryphäen und für andere, in ihrem Fachgebiet durchaus renommierte Wissenschaftler die Aussage des ollen Nietzsche gilt:

“Auch große Geister haben nur ihre fünf Finger breite Erfahrung, gleich daneben hört ihr Nachdenken auf: und es beginnt ihr unendlicher leerer Raum und ihre Dummheit.”
(“Morgenröte” 5.Buch, Nr.564).

Und: Ja, dass diese eigentlich triviale Tatsache mit zunehmenden Alter etwas aus den Blick gerät, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Da muss man sich manchmal echt zusammenreißen.
>;o)


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Biolehrer
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30.03.2018 um 16:19
Aaaalteer schrieb:Ich finde das nicht so unwahrscheinlich
Na ja, es ist ein Unterschied, ob man Kernwaffen zur Abschreckung besitzt oder ob man sie tatsächlich auch einsetzt. In der Kuba-Krise war es schon einmal sehr eng, aber ich denke, daraus hat man auf beiden Seiten gelernt. Am Ende wollen auch die größten Führer der stolzesten Nationen ein angenehmes Leben führen. In einer atomar verstrahlten Wüste ohne zahlreiches Dienstpersonal ist das nicht möglich.


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30.03.2018 um 16:27
Biolehrer schrieb:Na ja, es ist ein Unterschied, ob man Kernwaffen zur Abschreckung besitzt oder ob man sie tatsächlich auch einsetzt. In der Kuba-Krise war es schon einmal sehr eng, aber ich denke, daraus hat man auf beiden Seiten gelernt. Am Ende wollen auch die größten Führer der stolzesten Nationen ein angenehmes Leben führen. In einer atomar verstrahlten Wüste ohne zahlreiches Dienstpersonal ist das nicht möglich.
Na hoffentlich. ;)


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30.03.2018 um 17:13
Biolehrer schrieb:Wenn nein... dann sind die entsprechenden Mutationen entweder nicht mitgeschleppt worden oder sie werden nicht mehr wirksam, weil die betreffenden Bereiche des Genoms weiteren Mutationen ausgesetzt gewesen sind, so dass die exprimierten Abschnitte keine erneute Kälteresistenz mehr bewirken.
Wenn die Bedingungen exakt gleich sind wird die Spezies in dem vorgelegten Szenario mit der besagten Erfahrung relativ besser aufgestellt sein gegenüber dem jeweiligen Selektionsfaktor. Und so ist es mit der gesamten Organisation seiner Merkmale (=Organismus). Alles hat sich über insgesamt vermutlich vier Milliarden Jahren mit einem sich stetig verändernden und praktisch unendlich komplexen Umweltdruck auseinandergesetzt und es haben sich immer und ausschließlich diejenigen Merkmale durchgesetzt, die insgesamt am besten passten (Survival of the fittest). Ein Organismus, bei dem irgendwelche Merkmale von Seiten einer anderen Spezies zu deren Vorteil manipuliert wurde, geht durch diese Schädigung unter. Das hatte Darwin erkannt, sonst hätte er bestimmt nicht seine gesamte Theorie davon abhängig gemacht.


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30.03.2018 um 17:14
Biolehrer schrieb:Das trifft auf den Menschen nicht zu. Der Mensch ist eins der am wenigsten spezialisierten Lebewesen.
Der heutige Mensch ist hochspezialisiert auf die Zucht anderer Lebensformen. Er ist dadurch innerhalb weniger Jahrtausende praktisch völlig abhängig geworden von einer Methode, die gar nicht dauerhaft funktionieren kann und hat diese besonders innerhalb der letzten 100 Jahre auch noch ungebremst instensiviert.


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Hantierer
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30.03.2018 um 17:26
cortano schrieb:Jein - ein Gutteil des Problems liegt schon auch in der Käuflichkeit der Wissenschaft
Ja auch, und vielleicht auch an der ET selbst. Die sagte ja, dass es am Ende jedem nur um seinen Vorteil geht und so kann man da tolle Ausreden finden. Damit kann man Egoismus und Rassismus direkt "wissenschaftlich" begründen und das wurde und wird auch so getan. Da fühlt man sich dann sicher, in seinen Fehlverhalten und kann die Gefühle der Menschen, Tiere und Pflanzen als Unsinn abtun.
kuno7 schrieb:Wie viel Komplexität hätte es denn maximal sein dürfen und warum?
Keine Ahnung, es wird wohl immer Ansichtssache bleiben. Jedenfalls kann sich der Motor des Geißeltierchens nicht einfach so aus einer zufälligen Mutation entwickelt haben. Dafür ist er zu komplex, besteht aus zu vielen Einzelteilen, die alle genau so funktionieren müssen, damit der Motor funktioniert. Da ist eine allmähliche Entwicklung oder zufällige Mutation ziemlich unvorstellbar.

Bei den Blattschneidameisen müssen es auch schon ziemlich abgefahrene Zufälle gewesen sein. Die wissen natürlich nur rein zufällig und einfach so, welche Sorte Arbeiterinnen dem Staat gerade fehlen und wie sie dann die Larven füttern müssen, damit die passenden Arbeiterinnen schlüpfen. Wäre ja auch töricht, da eine übergeordnete Instanz anzunehmen, die das steuern müsste.

Der horizontale Gentransfer ein ganz neues Element, was eben keine Mutation darstellt, sondern ein gezielter Austausch von Genen ist.

Außerdem kann man auch nicht erklären, warum sich manche Wesen über hunderte Millionen Jahre nicht verändert haben. Denn Mutationen und Veränderungen muss es dann immer und ständig geben. So dass auch Arten ohne Druck einfach durch den ganz normalen Zufall sich verändern müssten, ansonsten müsste man nämlich Absicht unterstellen.

Das alles sind Schwächen, die die ET für mich einfach nur indiskutabel machen. Man kommt zu keinem Ergebnis.
uatu schrieb:und während des anschliessenden Krankenhausaufenthalts noch mal sehr sorgfältig über die Fragestellung zu meditieren.
Nö, ich würde über meine Heilung meditieren und dann die Ärzteschaft mit meinen Selbstheilungskräften verblüffen, weil ich nur 1/3 der Zeit bräuchte, wie sie vorhersagen würden. Deswegen brauch ich auch keinen Beweis mehr, dass Geist auf die Materie einwirken kann und das es unterschiedlich wirkende Bewusstseinsstufen im Menschen gibt.
Biolehrer schrieb:Die wird jedoch - schon wegen des immensen Verbrauchs an Plastik - nur eine untergeordnete Rolle bei der Sicherung der Welternährung spielen.
Das muss ja nicht sein. Man kann auch andere Materialien verwenden und das geht auch im Freien unter der Sonne. Und man kann es prima mit einer Fischzucht kombinieren, das war mal der Grundgedanke dabei. Die derzeitige Fischzucht macht auch große Umweltprobleme. Indoor kann man da auch in Regalen anbauen und so die Fläche vervielfachen. Ist sicher auch für Wüstenregionen interessant.

Es wäre schon viel geholfen, wenn die Städte nur 20% ihres Bedarfs selbst produzieren könnten.
Biolehrer schrieb:Und ich setze da u.a. auf die Chancen der Gentechnik, hier passgenaue Nutzpflanzen und Nutztiere zu züchten.
Die braucht man nicht. Man hat mit normalen Zuchtmethoden und Optimierung der Haltung die Leistung der Milchkühe innerhalb weniger Jahrzehnte fast verdoppelt und hat die Kühe optimal an die Bedürfnisse der automatischen Melkanlagen angepasst. Jetzt sind sie allerdings noch anfälliger, viel größer können die Euter auch nicht mehr werden, dann können sie nicht mehr laufen.

Warum willst Du unbedingt Gentechnik machen? Wir können zielgerichtet und sicherer züchten und wenn wir gute Rassen haben, dann brauchen wir das auch nicht andauernd zu machen.

Wie willst Du dieses Risiko, was keiner wirklich abschätzen kann, rechtfertigen?

Großanlagen haben immer das Problem anfällig zu sein, auch die Aquaponik. In geschlossenen Räumen kann man Schädlinge gar nicht erst reinlassen, das wird aber immer schwieriger, je größer die Anlage. Und wenn dann einmal eine Plage eingeschleppt ist, hat man ganz schnell 100% Verlust und das ist ein hohes Risiko.


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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 17:26
Biolehrer schrieb:Die Fähigkeit des Werkzeuggebrauchs, gekoppelt mit der Fähigkeit der geistigen Vorwegnahme geplanter Vorhaben, versetzt den Menschen in die Lage, sich der Wegselektierung durch bewusstes Handeln wirksam zu entziehen. Gründe, warum das so ist, wurden bereits mehrfach hier aufgeführt, so dass ich da nichts wiederholen muss.Es wird Zeit, das endlich einzusehen.
Diese abschließende Selektion ist doch in vollem Gange. Und irgendein vernünftiger Plan ist nicht erkennbar. Als ich hier einige Beispiele zu den automatisch aufkommenden Extremformen der Parasiten genannt hatte, darunter jenes, dass nach Auskunft vieler Experten die z.Z. 8. wichtigste Nahrungspflanze (Banane) weltweit gefährdet (TR4), hattest Du mit Smiley garniert geantwortet, es sei doch schon eine resistente Sorte gezüchtet worden. Tatsächlich gibt es nur einen Laborversuch, bei dem die Versuchspflanzen teilweise bisher 2 Jahre gegen TR4 resistent blieben. So ähnlcih läuft das auch im großen Rahmen ab. Möglicherweise ist die letzte Phase des Prozesses auch mit einer generellen Verblödung verbunden (nicht Dich persönlich gemeint). Das spiegelt sich z.B. auffällig in zunehmend albernen Fernsehprogrammen u.ä. wieder.


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HIP26727
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 18:06
Hantierer schrieb:Warum willst Du unbedingt Gentechnik machen? [...]
Nu, z.B. könnte man damit Kühen und Hühnern zu Kiemen verhelfen, damit man die auch in Aquaponik-Anlagen einsetzen kann, woll?
Ich meine, ich mag gerne Fisch, aber ab und an möchte ich auch mal 'n Steak, 'nen halben Hahn oder ein paar Eier und ein leckeres Glas Milch dazu.
Hantierer schrieb:... viel größer können die Euter auch nicht mehr werden, dann können sie nicht mehr laufen.
Sießu, das Problem wäre bei Kühen in Aquaponik auch gelöst: Die Euter wären durch den Auftrieb ja fast gewichtslos. (Und die Hühnereier würden ganz sacht auch den Grund sinken, kaum noch Bruchgefahr.)
(Bei konventioneller 'Auf-Land'-Zucht könnte man dem Rindvieh vielleicht genetisch längere und kräftigere Beine verpassen (vielleicht ein paar Storchen- und Elefanten-Gene einbauen).) Du unterschätzt eindeutig den Ideenreichtum von homo s.!


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30.03.2018 um 18:24
Hantierer schrieb:Die sagte ja, dass es am Ende jedem nur um seinen Vorteil geht und so kann man da tolle Ausreden finden.
Die ET is aber kein moralischer Leitfaden sondern ne wissenschaftliche Theorie und von daher für Ausreden denkbar ungeeignet. Das die ET als Grundlage für allerlei Unsinn misbraucht wurde, kann man der Theorie selbst kaum vorwerfen.
Hantierer schrieb:Keine Ahnung
Jap, das trifft es vermutlich.
Hantierer schrieb:Jedenfalls kann sich der Motor des Geißeltierchens nicht einfach so aus einer zufälligen Mutation entwickelt haben. Dafür ist er zu komplex, besteht aus zu vielen Einzelteilen, die alle genau so funktionieren müssen, damit der Motor funktioniert.
Diese Behauptung beisst sich zwar ein wenig mit dem Satz davor, dennoch möchte ich dir mitteilen das erstens Blödsinn nich wahrer wird, nur weil er ständig von Kreationisten wiederholt wird und zweitens, was wäre wenn der "Motor" vorher gar kein Motor war, sondern was ganz anderes?
Hantierer schrieb:Der horizontale Gentransfer ein ganz neues Element, was eben keine Mutation darstellt, sondern ein gezielter Austausch von Genen ist.
Austausch ja, gezielt nein! Hatten wir doch schon.
Hantierer schrieb:Außerdem kann man auch nicht erklären, warum sich manche Wesen über hunderte Millionen Jahre nicht verändert haben.
Doch, man kann schon, nur du kannst oder willst es offensichtlich nich. Da muss man dann schon differenzieren.
Hantierer schrieb:So dass auch Arten ohne Druck einfach durch den ganz normalen Zufall sich verändern müssten, ansonsten müsste man nämlich Absicht unterstellen.
Nein, müsste man nich! Du müsstest nur mal ein Buch lesen, das die Grundlagen der ET vermittelt, dann würdest du auch verstehen warum.
Hantierer schrieb:Das alles sind Schwächen, die die ET für mich einfach nur indiskutabel machen. Man kommt zu keinem Ergebnis.
Wieder falsch, man kommt schon, nur du aus ober erwähnten Gründen nich.
Hantierer schrieb:Nö, ich würde über meine Heilung meditieren und dann die Ärzteschaft mit meinen Selbstheilungskräften verblüffen, weil ich nur 1/3 der Zeit bräuchte, wie sie vorhersagen würden.
Wenn du das so durchziehst, biste ein direkter Anwärter für nen Darwin Award. Ich kann dir aber nur dringend von einer solchen Vorgehensweise abraten, zu deinem eigenen Besten.
Hantierer schrieb:Wie willst Du dieses Risiko, was keiner wirklich abschätzen kann, rechtfertigen?
Wie willst du das gleiche Risiko bei der Züchtung rechtfertigen, da werden die Gene nämlich auch verändert, nur weiß halt gar keiner mehr was überhaupt bei raus kommt. Diese Frage konnte mir bisher noch kein "Gen Kritiker" beantworten.

mfg
kuno


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Biolehrer
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 18:59
berndw. schrieb:Wenn die Bedingungen exakt gleich sind wird die Spezies in dem vorgelegten Szenario mit der besagten Erfahrung relativ besser aufgestellt sein gegenüber dem jeweiligen Selektionsfaktor.
Es gibt keine exakt gleichen Bedingungen. Je länger Du zuwartest, um so stärker kommen andere Selektionsdrücke zum Tragen, die das Genom auf unvorhersehbare Weise verändern. Und veränderte Genome (Du hattest einen Zeitrahmen von mehreren Millionen jahren angenommen!) reagieren auf vergleichbare ähnliche Bedingungen ebenfalls verändert - zumindest jedoch unvorhersehbar.
berndw. schrieb:Ein Organismus, bei dem irgendwelche Merkmale von Seiten einer anderen Spezies zu deren Vorteil manipuliert wurde, geht durch diese Schädigung unter.
Nur dann, wenn die Zuchtorganismen wieder ausschließlich dem natürlichen Selektionsdruck ausgesetzt werden. Da das ein Züchter üblicherweise nicht tut, ist das ein rein hypothetisches Szenario. Wir dürfen also berechtigte Hoffnungen haben, dass Zuchterfolge auch in Zukunft stattfinden werden, so lange es Züchter gibt, die die zum Überleben ihrer Züchtungen notwendigen Rahmenbedingungen bereitstellen.
berndw. schrieb:Der heutige Mensch ist hochspezialisiert auf die Zucht anderer Lebensformen.
Dann hast Du offenbar falsch verstanden, was man in der Biologie unter Spezialisierung versteht. Menschen gleichen ihre hochgradige Unspezialisiertheit durch Werkzeuggebrauch aus. Werkzeuge hingegen können hochspezialisiert sein - je nach Anwendungsspektrum. Und wie gesagt - die gezüchteten Tiere und Pflanzen sterben uns nicht einfach mal so komplett unter den Händen weg, so dass wir ohne Nahrung dastünden. Das ist ein Ammenmärchen und offenbar Deine private Horror-Obsession ... :D
berndw. schrieb:Diese abschließende Selektion ist doch in vollem Gange.
Nein, überhaupt nicht. Es ist noch genügend Potential da, um weitere resistente Zuchtformen zu erzeugen. Wenn die bestimmte Bananensorte drauf geht, dann züchtet man eben eine neue, die nicht drauf geht. Es gibt ja nicht nur eine Bananensorte, von der die Ernährungssicherheit der Menschheit abhängt. Die Landwirte stellen sich dann kurzfristig auf die neue Sorte um und machen weiterhin Umsatz. Wo ist hier der Untergang der Menschheit in Sicht?
berndw. schrieb:Tatsächlich gibt es nur einen Laborversuch, bei dem die Versuchspflanzen teilweise bisher 2 Jahre gegen TR4 resistent blieben.
Na bitte, das lässt doch hoffen, dass es weitere Laborversuche geben wird, bei denen sich herausstellt, dass es noch weitere resistente Züchtungen gibt, die in den Anbau gelangen können. Mal mal nicht so schwarz. :)


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Biolehrer
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30.03.2018 um 19:11
Hantierer schrieb:Man kann auch andere Materialien verwenden und das geht auch im Freien unter der Sonne.
Ja, aber eben nur in begrenztem Umfang. Der große Rest muss dann doch konventionell produziert werden, und da kommt man langfristig auch an Gentechnik nicht vorbei, die man inzwischen viel präziser praktizieren kann, ohne sich mit Retroviren u.a. zu belasten, die man als Carrier bisher benötigte. Und was die Risiken betrifft, kann man diese durch Testverfahren so weit minimieren, dass GVO's für Verbraucher risikoärmer sind als konventionell gezüchtete Sorten. Musst Du nicht glauben, ist aber so. :)
Hantierer schrieb:Warum willst Du unbedingt Gentechnik machen?
Weil es geht und weil es schneller verwertbare Resultate bringt, die genau die Eigenschaften aufweisen, die man haben will. Am Ende haben alle mehr davon als wenn man aus ideologischen Gründen auf Gentechnik verzichten würde.
Hantierer schrieb:Großanlagen haben immer das Problem anfällig zu sein, auch die Aquaponik. In geschlossenen Räumen kann man Schädlinge gar nicht erst reinlassen, das wird aber immer schwieriger, je größer die Anlage. Und wenn dann einmal eine Plage eingeschleppt ist, hat man ganz schnell 100% Verlust und das ist ein hohes Risiko.
Siehst Du, darum kann Aquaponik schon aus Redundanzgründen keine dominierende Lösung für die künftige Landwirtschaft sein. Und was die Eintönigkeit des ständigen Fischverzehrs betrifft, hatte @HIP26727 ja schon das Passende dazu geschrieben ... ;)


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HIP26727
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 20:05
kuno7 schrieb:Hantierer schrieb:
Jedenfalls kann sich der Motor des Geißeltierchens nicht einfach so aus einer zufälligen Mutation entwickelt haben. Dafür ist er zu komplex, besteht aus zu vielen Einzelteilen, die alle genau so funktionieren müssen, damit der Motor funktioniert.

Diese Behauptung beisst sich zwar ein wenig mit dem Satz davor, dennoch möchte ich dir mitteilen das erstens Blödsinn nich wahrer wird, nur weil er ständig von Kreationisten wiederholt wird und zweitens, was wäre wenn der "Motor" vorher gar kein Motor war, sondern was ganz anderes?
Warum schickst Du ihm nicht einfach den passenden Link?
Ich meine, nicht, das der ihm etwas nutzen würde, dazu müsste er er ja zunächst mit dem kleinen 1x1 der Mikrobiologie völlig neu beginnen, nachdem er seinen Denkapparat von der Eso-Denke gereinigt hat. Aber dann bräuchtest Du bei seinem nächsten (und übernächsten und überübernächsten und über...) Nachplappern des Kreationisten-Geschwurbels von der 'irreduziblen Komplexität' nur noch mit dem Finger drauf zeigen, das verringert die Zeitverschwendung.


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Zilli
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30.03.2018 um 21:15
Ein ganz besonderer Glaube gehört schon dazu, zu glauben, so ein komplexer Bio-Mechanismus hätte sich völlig ziellos, planlos und ungewollt von ganz allein entwickelt ;)
bf4ef33250af flagellum
http://www.talkdesign.org/faqs/flagellum.html#fig5


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Biolehrer
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30.03.2018 um 21:38
HIP26727 schrieb:Warum schickst Du ihm nicht einfach den passenden Link?
Kann sein, dass manche Leutz des Englischen nicht so ganz mächtig sind. Darum hier eine Zusammenfassung und Diskussion auf gut Deutsch.


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HIP26727
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 21:44
Zilli schrieb:Ein ganz besonderer Glaube gehört schon dazu, zu glauben, so ein komplexer Bio-Mechanismus hätte sich völlig ziellos, planlos und ungewollt von ganz allein entwickelt ;)
Du sollst keine Bildchen gucken sondern Texte lesen. #-)
Wenn Dir der von Matzke zu hoch ist, gibt's hier auch was für den populus. Sogar auf Deutsch.
Übrigens gehört auch eine ganz besondere Vorstellungskraft dazu, sich Zeiträume
von 3.000.000.000 Jahren zu vergegenwärtigen.
Oder die 1.000.000.000.000.000.000 Bakterien, die Du alleine in Deinem Körper mit herumschleppst. Die bei einer Generationenfolge von 20 Minuten in jedem der obigen drei Milliarden Jahre 26.000 Generationen hervorbringen.
Damit sind viele überfordert, die glauben dann lieber.
Nicht wahr?


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Biolehrer
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 21:45
Grundsätzlich wäre es zu begrüßen, die Anregung von @Pan_narrans aufzugreifen und solche Dinge nicht hier auszudiskutieren:

Beitrag von Pan_narrans, Seite 12


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HIP26727
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Evolutionäre Sackgasse Landwirtschaft: Können wir da noch rauskommen?

30.03.2018 um 22:04
Biolehrer schrieb:Kann sein, dass manche Leutz des Englischen nicht so ganz mächtig sind. ...
Ja, aber doch nicht der Hantierer, oder? Wo denkst Du hin!
Der verbindet sich einfach mit seinem Dolmetscher-Geist. (Dummerweise hat der aber auch keine Ahnung von der Materie. Schließlich ist er ja der Hantierer-Dolmetscher-Geist.)
Biolehrer schrieb:Grundsätzlich wäre es zu begrüßen, ...
Sicherlich. Aber dann lasse ich's lieber: Ich habe nämlich furchtbare Probleme damit, mich in 2.000 Seiten lange Diskussionen einzuklinken und dann die schon 1.327 mal vorgebrachten Argumente zum 1.328sten mal vorzubringen. &-|


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