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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

236 Beiträge, Schlüsselwörter: Rotverschiebung, Spektrum, Wellenlänge, Doppler Effekt, Raumdehnung

Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

27.12.2018 um 23:54
skagerak schrieb:Joa...is in Ordnung...Aber es geht ja meinem Verständnis nach darum, wie etwas Unendliches einen Anfang gehabt haben kann.
So wie ich die Diskussion hier verstanden habe gehts eher darum sich vorstellen zu können, wie sich etwas unendlich Großes ausdehnen kann und von mir aus auch, wie etwas unendliches entstehen kann.
Ich halte dieses Vorhaben von Anfang an für zum scheitern verurteilt, da das menschliche Gehirn imho schon klar an der Vorstellbarkeit einer jeglichen räumlichen Unendlichkeit kapitulieren muss, geschweige denn, sich sinnvoll mit deren Entwicklung zu beschäftigen.
Sowas kann mann nur mathematisch machen, also wenn man kann. :)

mfg
kuno


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 00:03
skagerak schrieb:Aber es geht ja meinem Verständnis nach darum, wie etwas Unendliches einen Anfang gehabt haben kann.
Eben, das geht m.M.n. nicht.

Wenn ich mir den "Lebenslauf" des Universums anschaue, beginnt der ja kurz nach dem Urknall, auf subatomarer Ebene. Wenig später wächst es auf die Größe einer Apfelsine, dann auf die Größe der Erde, des Sonnensystems, und ehe man sich versieht, ist es "erwachsen" :D

Aber wann wurde es unendlich? Wie lange muss etwas endliches denn wachsen, um den Status "unendlich" zu erhalten? Kann ich dir sagen: selbst die Ewigkeit reicht nicht aus. Etwas endliches wird niemals unendlich werden, ebenso wie etwas unendliches nicht plötzlich endlich wird, keine Chance. Und daher auch meine Schlussfolgerung, dass ein unendliches Universum weder größer noch kleiner werden kann, die Attribute sind zur Beschreibung gänzlich ungeeignet und dürften in dem Zusammenhang gar nicht verwendet werden.

Wenn du anderer Meinung bist, bin ich sehr gespannt auf deine Erklärung, insbesondere den Teil, wo der Übergang vollzogen wird ... von endlich auf unendlich.

In perttis Beitrag sind jedoch ein paar interessante Ansätze, über die es sich nachzudenken lohnen könnte, aber nicht mehr heute, bin bereits zu müde...


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 00:11
Peter0167 schrieb:Wenig später wächst es auf die Größe einer Apfelsine, dann auf die Größe der Erde, des Sonnensystems, und ehe man sich versieht, ist es "erwachsen"
Was du meinst is vielleicht das sichtbare Universum, aber das is auch endlich groß. Wenn das Universum unendlich groß is, dann schon von Anfang an.

mfg
kuno


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 02:05
Peter0167 schrieb:Wenn ich mir den "Lebenslauf" des Universums anschaue, beginnt der ja kurz nach dem Urknall, auf subatomarer Ebene. Wenig später wächst es auf die Größe einer Apfelsine, dann auf die Größe der Erde, des Sonnensystems, und ehe man sich versieht, ist es "erwachsen" :D

Aber wann wurde es unendlich? Wie lange muss etwas endliches denn wachsen, um den Status "unendlich" zu erhalten? Kann ich dir sagen: selbst die Ewigkeit reicht nicht aus.
Wenn nun aber nicht das Universum apfelsinengroß war, sondern nur das beobachtbare Universum, dann muß da auch nichts Endliches unendlich geworden sein. Dann ist nur etwas von Apfelsine über Erde zu r=46 Milliarden Lichtjahre angewachsen. Und das, bei nem unendlichen Universum, eben unendlich mal nebeneinander, hintereinander, übereinander. Wie die Karos auf dem wachsenden Blatt Papier.

Deswegen nochmals meine Frage: Wie groß war ein expandierendes Blatt Papier bestehend aus Karos in unendlich vielen Zeilen und unendlich vielen Spalten
a) vor 13,79[9(fast)Periode] Milliarden Jahren, wenn die Kantenlänge eines Karos da eine Plancklänge betrug,
b) noch eine Plancksekunde früher?


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 10:46
perttivalkonen schrieb:Deswegen nochmals meine Frage
Sowohl bei a wie auch bei b lautet meine Antwort: unendlich

Aber wie gesagt, ich gehe die Dinge gerne anders an, zumindest so lange wie es irgend möglich ist, auf Vergleiche und Veranschaulichungen zu verzichten. Das Universum ist weder zweidimensional, noch hat es Karos mit Kantenlängen, daher will ich zunächst ohne diese vermeintlich "hilfreichen" Veranschaulichungen auskommen.
perttivalkonen schrieb:Wenn nun aber nicht das Universum apfelsinengroß war, sondern nur das beobachtbare Universum, dann muß da auch nichts Endliches unendlich geworden sein.
Das sehe ich auch so, aber dann stellt sich mir die Frage, wieso dann immer von der Entstehung des Universums die Rede ist, und nicht von der Entstehung des beobachtbaren Universums. Offensichtlich besteht da ein signifikanter Unterschied. Denkt man das weiter, und dein Beitrag zeigt mir, dass du dies offenbar auch schon getan hast ....
perttivalkonen schrieb:Und das, bei nem unendlichen Universum, eben unendlich mal nebeneinander, hintereinander, übereinander. Wie die Karos auf dem wachsenden Blatt Papier.
... dann landet man bei einem Modell, in dem das unendliche Universum aus unendlich vielen beobachtbaren Universen besteht, quasi wie eine "Zellstruktur" (um auch mal einen hinkenden Vergleich zu benutzen :D).

Natürlich ist das alles kaum überprüfbar, aber bei den Dingen wo man sich sicher ist, sollte man doch die Begriffe auch korrekt anwenden, um Irritationen zu vermeiden, und ich bin nun mal irritiert, wenn ich Sätze wie diesen hier lese:
Das ΛCDM-Modell bzw. Lambda-CDM-Modell ist ein kosmologisches Modell, das mit wenigen – in der Grundform sechs – Parametern die Entwicklung des Universums seit dem Urknall beschreibt.
Wikipedia: Lambda-CDM-Modell

Beschreibt das Standardmodell der Kosmologie nun die Entwicklung des Universums, oder nur die des beobachtbaren Universums? Oder existierte das Universum bereits "vor" dem beobachtbaren Universum? Fragen über Fragen... :D


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 10:52
@mafiatom
Danke für den Thread! Das treibt mich auch schon "ewig" um :-)


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 12:06
Peter0167 schrieb:Sowohl bei a wie auch bei b lautet meine Antwort: unendlich
Bei b) hätte mich natürlich das Wieso interessiert. So nach dem Motto "Wie kann etwas als Singularität bzw. ohne Existenz von Raum unendlich groß sein?"
Peter0167 schrieb:Aber wie gesagt, ich gehe die Dinge gerne anders an, zumindest so lange wie es irgend möglich ist, auf Vergleiche und Veranschaulichungen zu verzichten. Das Universum ist weder zweidimensional, noch hat es Karos mit Kantenlängen, daher will ich zunächst ohne diese vermeintlich "hilfreichen" Veranschaulichungen auskommen.
Dann frage ich mich, wieso Du Sachen aufnimmst wie "das Universum soundsolang nach Urknall apfelsinengroß". Denn genau da ist ja nicht das Universum beschrieben, sondern unser heutiges beobachtbares Universum. Zu deutsch: da hat jemand den Partikelhorizont mit nem Bleistift nachgezeichnet und läßt nun diese grafische Darstellung rückwärts in Richtung Urknall schrumpfen. Soundso nach Urknall ist seine Zeichnung nur noch apfelsinengroß. Exactellement sowas wie die Würfel oder die Karos.

Ja wäre gemeint gewesen, daß zum damaligen Zeitpunkt der damalige Partikelhorizont halt nen Apfelsinenradius besessen hätte und nichts mit unserem Partikelhorizont zu tun hat, aber das ist nicht gemeint. Sonst könnten wir ja auch nicht von einer Expansion des Universums sprechen. Von dem zu sprechen setzt die "gezeichnete Linie" voraus. Quasi das "gedachte Koordinatengitter".

Keiner weiß, wie groß das Universum (jenseits des beobachtbaren Horizonts noch) ist. Also wäre jede Angabe über dessen Größenveränderung ab Urknall arschlos. Also kann man davon nur sprechen, indem man ein Areal definiert und dessen Größenveränderung beschreibt.

Man hätte natürlich auch ne ferne Galaxie nehmen und die Distanz zu uns verwenden können, um die veränderte Distanz zu verschiedenen früheren Zeitpunkten zu benennen und so die Entwicklung zu beschreiben. Schon die Gleichzeitigkeit von hier und da für die Distanzbestimmung aber verlangt ein "gedachtes Koordinatensystem". Um die "gezeichneten Linien" kommst Du nicht rum.

In der Physik wird damit gearbeitet, aber Du verweigerst Dich dem. Wenn Ihr mir nix ohne sowas bringt, dann spiel ich nicht mehr mit. So! Ob das der richtige Weg ist?
Peter0167 schrieb:Das sehe ich auch so, aber dann stellt sich mir die Frage, wieso dann immer von der Entstehung des Universums die Rede ist, und nicht von der Entstehung des beobachtbaren Universums.
Echt jetzt? Weil man davon ausgeht, daß jenseits der Beobachtbarkeit noch immer alles so funzt wie hier. Daß da nicht plötzlich ein fünfdimensionaler Raum mit zweidimensionaler Zeit losgeht, daß da nicht die Sterne Rumba tanzen und überhaupt Big Party ist, während wir wieder mal nicht eingeladen sind und mit den Stino-Konstanten des Universums vorlieb nehmen müssen. Weil dahinter kein anderes Universum liegt, sondern unseres weitergeht. Das ist kein Wissen, keine Erkenntnis, das ist nur ne Annahme. Aber es ist geradezu ein Paradigma, ein Apriori. Die Konstanz der Bedingungen, das "überall gleich" funzt innerhalb der Beobachtbarkeit jedenfalls ganz prima. Selbst Ausnahmen (Gravitationsverhalten im Außenbereich der Milchstraße) gelten nicht nur in unserer Raumregion, sondern praktisch überall, wo wir hinsehen können (und es entsprechend große Galaxien gibt).

Sollte es irgendwann gute Gründe geben, das mal anders zu sehen, sodaß Sacxhen besser, einfacher oder umfassender erklärlich werden, könnwa das ja gerne ändern. Doch bis dahin dominiert die Vorstellung vom ganzen Universum aus einem Urknall.

Und nebenbei: Sollte "das dahinter" älter sein - wieso hat uns dann noch kein Licht von da erreicht?
Peter0167 schrieb:... dann landet man bei einem Modell, in dem das unendliche Universum aus unendlich vielen beobachtbaren Universen besteht, quasi wie eine "Zellstruktur" (um auch mal einen hinkenden Vergleich zu benutzen :D).
Irrtum. Aber sowas von! Das hieße ja, daß unsere "Kordinatengitter" absolut wären. Daß unser beobachtbares Universum eine "Zelle" wäre. Aber ein Beobachter in sagenwirmal zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung sieht doch ne ganz andere "Kugel von innen" als wir. Zwar zu nem erheblichen Teil überschneidend, aber dennoch mit unterschiedlichem Horizont-"Rand". Obwohl dessen wie unser Koordinatengitter nicht übereinstimmen, können jenes wie unser Universum damit gleich beschrieben werden. Und es wäre richtiggehend albern, da von "unserem Universum und dahinter dann anderen Universen" zu sprechen. Der Horizont der Beobachtbarkeit ist keine vom Universum her bestimmte Größe, sondern abhängig vom Stand des Beobachtenden. Er spiegelt also keine Struktur eines Multiversums wieder und erlaubt keine für andere Regionen abweichenden Bedingungen odgl.


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 13:19
perttivalkonen schrieb:Bei b) hätte mich natürlich das Wieso interessiert. So nach dem Motto "Wie kann etwas als Singularität bzw. ohne Existenz von Raum unendlich groß sein?"
Unendlichkeiten stellen ebenso wie Singularitäten nur für die Physik ein Problem dar, die Mathematik hingegen interessiert sich nicht für Plancksche Begrenzungen, da spielt es keine Rolle, wie viele Nullen hinterm Komma stehen. Ich schrieb ja bereits gestern, dass die Mathematik eine Strukturwissenschaft ist, und damit ein wesentlich breiteres Spektrum abdeckt, als die Physik. Die Physik beschränkt sich auf das, was tatsächlich real existiert, da ist eben bei Planck Ende im Gelände, während dort für die Mathematikerinnen und Mathematiker der eigentliche Spass erst beginnt :D
perttivalkonen schrieb:Dann frage ich mich, wieso Du Sachen aufnimmst wie "das Universum soundsolang nach Urknall apfelsinengroß". Denn genau da ist ja nicht das Universum beschrieben, sondern unser heutiges beobachtbares Universum.
Ich habe es nicht "aufgenommen", ich habe es quasi als "Negativbeispiel" gebracht, um zum Ausdruck zu bringen, dass dies nicht meiner Vorstellung von einem unendlichen Universum entspricht, sondern bestenfalls der eines beobachtbaren Universums.

Und an dieser Stelle möchte ich mich auch aus der Diskussion verabschieden, nicht weil es mich nicht interessieren würde, aber es wird mir einfach zu mühsam, weil ich immer das Gefühl habe, in kleine "Grabenkämpfe" gezogen zu werden, die am Ende nur vom ursprünglichen Grundgedanken ablenken. Und der lässt sich eigentlich sehr gut auf ein paar wenige Aussagen reduzieren, die sich aus meiner Sicht widersprechen...

A: Das Universum ist unendlich.
B: Das Universum entwickelte sich aus einer Singularität heraus

Klar kann man das Problem umschiffen, indem man sagt, B gelte nur für das beobachtbare Universum, aber dann sollte man das auch so durchziehen, oder dem Kind einen anderen Namen geben. (m.M.n.)

Noch kurz was zum Rest: Die genannten Argumente, insbesondere das mit "Stand des Beobachtenden" sind sicher richtig, und ich werde die auch in meine Überlegungen mit einbeziehen, aber ich muss das irgendwie auf meine Weise packen. Diskussionen mit dir sind anfangs sehr effektiv und gewinnbringend, aber im weiteren Verlauf dann leider kontraproduktiv (soll kein Vorwurf sein, nur eine Feststellung meinerseits - jeder hat nun mal seinen eigenen Stil). Ich habe großen Respekt vor deinem Fachwissen und Sachverstand, aber ich behalte nun mal gern mein Ziel im Auge, und will mich nicht zu Erklärungen drängen lassen, in denen ich mich dann selbst verzetteln kann, das ist voll Kacke fürs Selbstvertrauen. :D


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 19:19
Peter0167 schrieb:Ich schrieb ja bereits gestern, dass die Mathematik eine Strukturwissenschaft ist, und damit ein wesentlich breiteres Spektrum abdeckt, als die Physik.
Sehr richtig.
Peter0167 schrieb:A: Das Universum ist unendlich.
B: Das Universum entwickelte sich aus einer Singularität heraus
Dass muss kein Widerspruch sein.
Vorschlag zur Güte: Denken wir uns das Universum zunächst als unendliches, unbegrenztes und flaches Kontinuum, das mindestens durch die drei uns bekannten Raumdimensionen definiert ist.
Dieser Raum ist in Abwesenheit von Energie und Materie - und damit Beobachtern - weder mess- noch wahrnehmbar.

Dann passiert etwas seltsames: Irgendwie wird eine kleine Menge Energie in diesem ‚Gefäß‘ freigesetzt und zumindest der thermodynamische Zeitpfeil beginnt in diesem Augenblick und setzt die Zeit die Gang. Die Gravitation moderiert die Wechselwirkungen zwischen der Raumzeit und der in ihr enthaltenen Energie bzw. Materie.

Unterm Strich würde ich vorschlagen, dass die Metrik eines Raumes nur in Anwesenheit von massebehafteten Teilchen physikalisch relevant ist. Insofern hat der Raum erst mit dem Urknall eine Metrik erhalten, die wahrnehmbar wurde.

Weiter diskutieren?


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 19:26
hawak schrieb:Weiter diskutieren?
Verehrter @hawak, du bist einer der wenigen verbliebenen Lichtblicke, wegen derer es sich noch lohnt, bei Allmy zu bleiben. Wie könnte ich da nein sagen?!


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 19:55
hawak schrieb:Denken wir uns das Universum zunächst als unendliches, unbegrenztes und flaches Kontinuum, das mindestens durch die drei uns bekannten Raumdimensionen definiert ist.
Dieser Raum ist in Abwesenheit von Energie und Materie - und damit Beobachtern - weder mess- noch wahrnehmbar.

Dann passiert etwas seltsames: Irgendwie wird eine kleine Menge Energie in diesem ‚Gefäß‘ freigesetzt und zumindest der thermodynamische Zeitpfeil beginnt in diesem Augenblick und setzt die Zeit die Gang. Die Gravitation moderiert die Wechselwirkungen zwischen der Raumzeit und der in ihr enthaltenen Energie bzw. Materie.
Also war Raum vor Zeit? :)


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 20:02
skagerak schrieb:Also war Raum vor Zeit? :)
Es ist ein Denkansatz, der hoffentlich noch fortgeführt wird, und keine Tatsachenbehauptung. Lassen wir ihn diesen Ansatz doch erst einmal weiter denken, bevor wir ihn zerstückeln ... den Denkansatz natürlich :D


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 20:04
@Peter0167
Ja ich weiß :-D Kannst Dir denken worauf ich hinaus bin?


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

28.12.2018 um 22:21
Peter0167 schrieb:Klar kann man das Problem umschiffen
Hier umschifft nur einer, und zwar Du. So, wie Du hier eierst und mit Floskeln statt Antworten daherkommst. Insofern begrüße ich Dein Ausscheiden aus der Diskussion. Muß ich mich nicht aufregen...


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

29.12.2018 um 06:17
hawak schrieb:Dass muss kein Widerspruch sein.
Das sehe ich haargenau so. Ganz im Gegenteil. Das darf sogar ausdrücklich auch ein Widerspruch sein.

Per Definition ist das doch schon so, dass man einer Singularität theoretisch alles andichten kann, was einem in den Sinn kommt, da nun mal keine physikalischen Gesetzmäßigkeiten greifen. Also ist dem Ganzen, zumindest falls ich es richtig verstehe, alles und "gleichzeitig" (da keine Raumzeit vorhanden) nichts inhärent. =)


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

29.12.2018 um 09:50
weißichnixvon schrieb:Per Definition ist das doch schon so, dass man einer Singularität theoretisch alles andichten kann, was einem in den Sinn kommt, da nun mal keine physikalischen Gesetzmäßigkeiten greifen. Also ist dem Ganzen, zumindest falls ich es richtig verstehe, alles und "gleichzeitig" (da keine Raumzeit vorhanden) nichts inhärent. =)
Vielleicht ein Jain! und Jain?


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

29.12.2018 um 18:47
@skagerak
@weißichnixvon
@Peter0167
Ja, ich möchte und werde das auch sehr gerne noch weiter ausführen und diskutieren...allerdings stecke ich gerade in ausgesprochen weltlichen Aktivitäten fest (die Zeit um den Jahreswechsel ist die Schlimmste des Jahres), daher komme ich frühestens morgen dazu, ein paar Aspekte zu diesem nicht ganz trivialen Thema zu Papier zu bringen.

Deshalb bitte ich um ein wenig Geduld.


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

29.12.2018 um 20:10
hawak schrieb:Deshalb bitte ich um ein wenig Geduld.
Geht klar, überhaupt kein Problem, ... nimm dir die Zeit, die du brauchst.

Ich bin nicht in Eile, ... Geduld ist quasi meine Kernkompetenz.

Schon Konfuzius wusste: Geduld ist nicht die Fähigkeit zu warten ...

... sondern beim Warten gut gelaunt zu bleiben :)

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Hab erst im letzten Jahr meine Geduldsfäden kohlefaserverstärkt und keramikummantelt!

Warten? Kein Problem :D

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Jepp, ich bin die Ruhe selbst :D ...

... und sowas von tiefenentspannt ...

kaenguru-ganz-entspannt-youre-doing-it-r

Morgen ist auch noch ein Tag :D

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Und für alle die, die nicht warten können, hab ich hier noch ein paar Tipps:

Spoiler
Wandbild-Atme


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

29.12.2018 um 20:49
hawak schrieb:weißichnixvon
Ah hmmmm 😏 so so
😜


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Rotverschiebung, Blauverschiebung -> Doppler Effekt?

30.12.2018 um 10:59
Über Themen der Kosmologie zu diskutieren, ist nicht einfach.

Warum? Weil wir zwar sehr gute Modelle entwickelt haben, unser Universum in räumlicher und zeitlicher Ausdehnung zu beschreiben und verstehen. Allerdings basieren die entsprechenden Standardtheorien, wie z.B. Lambda-CDM, auf Postulaten und einer klassischen Raumzeit-Theorie, namentlich beispielsweise Dunkle Materie, Dunkle Energie, kosmologisches Prinzip und ART.

Postulate sind natürlich zunächst sehr hilfreich, um Lücken in Erklärungen sinnvoll zu schließen, aber irgendwann muß ein physikalischer Nachweis über die tatsächliche Existenz geführt werden. Das ist weder bei der dunklen Materie gelungen (die den Modellen nach eigentlich mittlerweile nachgewiesen sein sollte) und schon gar nicht bei der dunklen Energie, deren Eigenschaften (z.B. antigravitative Wirkung) schon auf den ersten Blick ausgesprochen exotisch sein müssen.

Das kosmologische Prinzip, also die Annahme, das Universum sei von jedem Punkt aus betrachtet homogen und isotrop, ist ein nützliches Hilfsmittel, um das Ungetüm der Feldgleichungen der ART auf ein Maß zu reduzieren, mit dem man rechnen kann. Die Friedmann-Lösungen der ART sind genau hieraus entstanden und bilden seither einen festen Grundbaustein in nahezu allen Überlegungen. Obwohl die Gleichförmigkeit der kosmischen Hintergrundstrahlung ein starkes Indiz für das kosmologische Prinzip liefert, ist es noch lange kein Beweis.

Bis hierher ist das alles nichts Neues - ich möchte lediglich deutlich machen, dass unser Bild vom Universum auf recht wackeligen Füßen steht und andere Interpretationen vielleicht unwahrscheinlicher, aber nicht unmöglich sind.

Jetzt kommt meine persönliche Abneigung von mathematischen Unendlichkeiten bei physikalischen Prozessen ins Spiel, die ich fast immer als Unzulänglichkeit entweder des Modells oder der mathematischen Methoden empfinde. Ich halte unendlichen Druck, unendliche Dichte bzw. Singularitäten insgesamt, die uns die ART beschert, schlichtweg für falsch, weil die ART als klassische (und damit kontinuierliche) Theorie an ihren eigenen mathematischen Randbedingungen scheitern muss.

Gleichzeitig bin ich der Auffassung, dass das von der ART beschriebene Raumzeit-Modell nur in Anwesenheit von massebehafteten Teilchen sinnvoll ist. Das mag sich zwar ziemlich metaphysisch anhören, aber tatsächlich kann es in einer Raumzeit, die keine Masse enthält, keinen thermodynamischen Zeitpfeil geben, weil buchstäblich keine Zeit gemessen werden kann, wenn die Raumzeit nur lichtartige Teilchen beherbergt. Damit entfiele auch (höchst spekulativ, ich weiß) jede Metrik des Raumes und er wäre nur eine Art Potential, das lediglich aufgrund quantenmechanischer Prozesse einen Fuß in der Realität hat.
Dieses Bild hat den Vorteil, dass eine Raumzeit erst durch die Anwesenheit von Masse überhaupt definiert ist.

Was hat das ganze Geschwafel jetzt mit der gemessenen Rotverschiebung durch die kosmische Expansion zu tun?

Nun, erstens könnte die Expansion nicht auf das Wirken einer dunklen Energie zurückgehen, wenn das kosmologische Prinzip falsch ist. Falls das Universum nicht so homogen und/oder isotrop ist, wie angenommen, stimmen die vereinfachenden Friedmann-Gleichungen nicht mehr und die Expansion könnte quasi nur in ‚unserem‘ Bereich des Universums stattfinden, weil weiter entfernte Masseballungen diese gravitative Wirkung in dem von uns beobachtbaren vergleichsweise massearmen Raum auslösen. Es bräuchte keine dunkle Energie mehr, um die Beobachtungen zu erklären.

Zweitens wäre unsere Beobachtung einer eher flachen, euklidischen Raumzeit dann ebenfalls nur ein Artefakt unseres Ortes im Universum und daher lokaler Natur. Tatsächlich wären dann quasi wieder alle Varianten von denkbaren Raumzeit-Geometrien im Spiel, die ein geschlossenes, endliches und randloses Universum ermöglichen, was mir persönlich wesentlich angenehmer wäre, wir die nächste Unendlichkeit los wären…


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