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Aktuelle Interessante Forschungsfelder

4 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Forschung, Forscher, Neuigkeiten, Forschungsfelder
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Aktuelle Interessante Forschungsfelder

08.06.2020 um 23:56
Irgendwie langweilt mich der Wissenschaftsbereich hier im Forum.. Wurde schon alles gesagt zu den vorhandenen Threads?

Mich würde interessieren, ob es interessante bestimmte Forschungsthemen von denen ihr die letzten Jahre erfahren habt.

Was mich z.b. sehr interessiert und was ich ab und zu mal zufällig im TV sehe sind neue spezielle Recycling-Methoden..

Oder gerade hab ich mal gesucht nach: "Was kommt nach dem Higgs-Boson"

Naja, das Buch möchte ich nun nicht gleich kaufen..

ein ziemlich langer Artikel spricht scheinbar davon, dass man es auch noch nicht so genau weiß:
https://www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/experimente/teilchenbeschleuniger/lhc/forschung-am-lhc/nach-der-higgs-entde...

Sorry dass ich jetzt nicht anfange Google zu benutzen um Neueste interessante Dinge zu entdecken, sondern euch danach frage, die ihr euch vielleicht regelmäßig informiert habt über die letzten Monate und Jahre..

Was ist relativ neu und spannend? Vielleicht können wir hier ein paar Dinge sammeln für Interessierte und bei Bedarf hier und da nen neuen Thread draus machen..


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Aktuelle Interessante Forschungsfelder

09.06.2020 um 00:31
RayWonders
schrieb:
Irgendwie langweilt mich der Wissenschaftsbereich hier im Forum..
So ging es mir im letzten Jahr auch, habe deswegen einen ähnlichen Thread aufgemacht (Projekte der Wissenschaft), ... wurde leider ein absoluter Flop. Ich hoffe du hast mehr Erfolg, denn so langsam nervt mich dieser ganze PM- und Scammerkram nur noch.

Ich interessiere mich schon seit vielen Jahren für die Teilchenphysik und alles was damit zu tun hat (Beschleuniger, Kernfusion, Standardmodel, etc.). Neutrinos gehören da zu meinen absoluten Favoriten, daher verfolge ich auch wann immer es geht alles was es dazu gibt. Leider ist das nicht viel. Vor einigen Jahren wurde z.B. noch viel über das KATRIN-Experiment am KIT berichtet, heute ist da nix mehr von zu hören...

https://www.katrin.kit.edu/deutsch/864.php (Archiv-Version vom 01.11.2019)

Dauern die Versuche noch an? Wertet man bereits die Daten aus? Gibt es vorläufige Resultate? ... Alles Fragen die mich brennend interessieren ... mal sehn, ob es hier Antworten geben wird :)


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16.06.2020 um 21:56
Peter0167
schrieb am 09.06.2020:
Gibt es vorläufige Resultate?
Habs mal kurz gegooglet. Ja, es gibt bereits erste Messergebnisse. Hier der Abstract aus dem entsprechenden Paper:
We report on the neutrino mass measurement result from the first four-week science run of theKarlsruhe Tritium Neutrino experiment KATRIN in spring 2019. Beta-decay electrons from a high-purity gaseous molecular tritium source are energy analyzed by a high-resolution MAC-E filter. Afit of the integrated electron spectrum over a narrow interval around the kinematic endpoint at 18.57keV gives an effective neutrino mass square value of (−1.0+ 0.9−1.1) eV2. From this we derive an upperlimit of 1.1 eV (90% confidence level) on the absolute mass scale of neutrinos. This value coincideswith the KATRIN sensitivity. It improves upon previous mass limits from kinematic measurementsby almost a factor of two and provides model-independent input to cosmological studies of structureformation.
https://arxiv.org/pdf/1909.06048.pdf

In deutsch (meine Übersetzung, keine Gewährleistung):
Wir berichten über die Ergebnisse der Neutrinomassen-Messungen vom ersten 4-Wochen durchlauf des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments im Frühling 2019. Beta-Zerfall Elektronen von einer hochreinen gasförmigen molekularen Tritium Quelle werden von einem hochauflösenden MAC-E Filter bzgl. der Energie analysiert. Eine Passung [denk: Ausgleichgerade; keine Ahnnug wie komplex hier...] des integrierten Elektronenspektrums über ein enges Intervall um den kinematischen Endpunkt bei 18.57keV gibt einen effektiven Neutrinomasse-Quadrat Wert von (−1.0+ 0.9−1.1) eV2. Daraus leiten wir eine Obergrenze von 1.1 eV (90% Konfidenzintervall) auf dem absoluten Maßstab der Neutrinos ab. Der Wert stimmt mit der Genauigkeit von KATRIN überein. Er verbessert die bisherige Obergrenze der Masse fast um einen Faktor von 2 und liefert modellunabhängigen Input zu kosmologischen Studien zur Strukturformation.
Ich weiß nicht ob seitdem weitere Experimente durchgeführt wurden. So weit ging meine Google-Suche dann doch nicht.

Ansonsten ist es vielleicht Interessant einfach mal Pressemeldungen der Institute zu lesen, die einen Interessieren. Nehmen wir Plasmaphysik. Da ist das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching ne tolle Addresse und auf deren Seite findet man das:
Die im Jahr 2013 in japanisch-europäischer Zusammenarbeit begonnene Montage der Fusionsanlage JT-60SA wurde Ende März 2020 abgeschlossen. Bis zum Betriebsbeginn des internationalen Testreaktors ITER ist JT-60SA nun die weltweit größte und fortschrittlichste Anlage vom Typ Tokamak. Sie soll ITER ergänzen und die Datenbasis für ein späteres Demonstrationskraftwerk vergrößern.
https://www.ipp.mpg.de/4841544/jt60sa

Ein neuer Fusionsreaktor, der, im Gegensatz zu JET, längere Plasmapulse aushalten soll, um entsprechende Daten zu sammeln.

Auch Interessant:
Die nächste Runde des schrittweisen Ausbaus der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald ist in vollem Gange. Eine wassergekühlte Innenverkleidung des Plasmagefäßes wird die Anlage tauglich machen für höhere Heizleistung und längere Plasmapulse. Die Fertigung des Herzstücks der neuen Verkleidung, des sogenannten Divertors, hatte der Garchinger Institutsteil des IPP übernommen. Die letzte Lieferung nach Greifswald steht kurz bevor. Hier sind die Vorbereitungen für den Einbau der Teile abgeschlossen. Die aufwändigen Montagearbeiten werden bis weit in das nächste Jahr dauern. Wendelstein 7-X, die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, soll die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen.
https://www.ipp.mpg.de/de/aktuelles/presse/pi/2020/01_20?c=9995

Mit der Kühlung gibt es bis zu 30 Minuten Plasma!

Man kann auch in andere Gebiete schauen. Interessiert an der Entwicklung von Computerchips die das Gehirn ein wenig nachahmen und so besser bei Deep Learning Methoden sein könnten?
Wissenschaftler weltweit arbeiten an memristiven Bauelementen, die mit extrem wenig Strom auskommen und sich ähnlich wie Nervenzellen im Gehirn verhalten. Forscher der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) und des deutschen Technologiekonzerns Heraeus haben nun herausgefunden, wie sich die Schalteigenschaften dieser Elemente planmäßig beeinflussen lassen. Entscheidend sind kleinste stoffliche Unterschiede, so gering, dass sie von der Fachwelt bislang übersehen wurden. Die Design-Vorgaben der Forscher könnten den Weg ebnen für zahlreiche Anwendungen, etwa für energieeffiziente, nicht-flüchtige Speicher oder neuro-inspirierte Computer.
https://fzj.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/UK/DE/2020/2020-05-11-memristor-design.html

Soll es doch lieber um neue Krebsforschung gehen?
Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) ist es gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam in Laborexperimenten gelungen, besonders strahlenresistente Krebszellen von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich mithilfe einer zielgerichteten Immuntherapie – der UniCAR-T-Zell-Therapie – abzutöten. Die Forscher entwickelten hierbei ein neues molekulares Bindeglied, das die UniCAR-T-Zellen an ein bestimmtes Oberflächenmerkmal der untersuchten Krebszellen koppelt und so aktiviert. Die kombinierte Radio-Immuntherapie mit UniCAR-T-Zellen könnte künftig die Heilungschancen von Krebspatienten mit strahlenresistenten Tumoren verbessern. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten die Wissenschaftler im Magazin Oncoimmunology (DOI: 10.1080/2162402X.2020.1743036).
https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=61006&pNid=99

Wo wir bei Immuntherapien sind, könnten wir und mRNA Impfstoffe anschauen, womit man sich quasi gegen Krebs impfen würde. Nichts wirklich neues, aber hatte vor Corona (einige Impfstoffkandidaten sind mRNA Impfstoffe) nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit:
Genetische Impfstoffe vermitteln die Infor-mation über tumorspezifische Antigenemittels genetischer Vektoren. Der Vektor in Form von rekombinanten Viren, rekombi-nanter DNA oder rekombinanter messenger RNA (mRNA) codiert dabei also für ein tumor-spezifisches Antigen. Auf Basis der geneti-schen Information wird in transfizierten Zel-len das antigene Protein gebildet, welchesdann eine entsprechende adaptive Immu-nantwort über Aktivierung tumorspezifischerLymphozyten auslösen kann. Ein wesent-licher Vorteil genetischer Impfstoffe, insbe-sondere von rekombinanter DNA und RNA,besteht darin, dass unterschiedliche Tumor-antigene adressiert werden können. DieseTechnologie bietet daher eine einzigartige Möglichkeit, in kurzer Zeit wirksame Medi-kamente für alle möglichen Krebsarten her-zustellen
https://www.biospektrum.de/blatt/d_bs_pdf&_id=932394 (ACHTUNG PDF)

Ich weiß nicht, interessantes gibt es viel (Wobei die Einteilung ja eher Subjektiv ist). Vollkommen neues ist selten, einfach weil Wissenschaft nicht soooo schnell voranschreitet.

Ansonsten hier einfach mal eine kleine Sammlung von Pressemeldungen, die ich mit später mal genauer durchlesen werde:

Neue Therapie-Chancen für Multiple Sklerose in Sicht : https://www.mdc-berlin.de/de/news/press/neue-therapie-chancen-fuer-multiple-sklerose-sicht

Mit dem Sonnenteleskop auf der Suche nach Dunkler Materie: https://www.desy.de/aktuelles/news_suche/index_ger.html?openDirectAnchor=1816&two_columns=0

Seit Jahrzehnten rätseln Astrophysiker über zwei markante Röntgen-Emissionslinien von hochgeladenem Eisen: Ihr gemessenes Helligkeitsverhältnis stimmt nicht mit dem berechneten überein. Das beeinträchtigt die Bestimmung der Temperatur und Dichte von Plasmen: https://www.gsi.de/start/aktuelles/detailseite/2020/06/02/neue_messung_verschaerft_altes_problem.htm?no_cache=1&cHash=95...

Damit entdeckte die Kooperation in Rhenium einen bislang unbeobachteten Quantenzustand, der für zukünftige Atomuhren interessant sein könnte: https://www.mpi-hd.mpg.de/mpi/de/nachrichten/nachricht/quantensprung-auf-der-waage

Sind alles kleine Dinge. Größere geschehen nicht einfach, da müsste man Wissen, was, das bereits erforscht ist, man noch nicht kennt. Und jeder hat seine Wissenslücken (und Interessen) woanders.


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05.07.2020 um 16:26
Habe gerade etwas auf ReadersDigest gefunden -> https://www.readersdigest.ca/culture/good-news-stories-world/

Ein Artikel über eine junge Studentin die zwei Dinge verbunden hat. Den enormen Fischabfall der jährlich anfällt, und das produzieren eines Plastikersatzes..

https://www.theguardian.com/world/2019/sep/19/scaling-back-graduate-invents-plastic-alternative-from-fish-waste
Hughes, from Twickenham, in south-west London, used red algae to bind proteins extracted from fish skins and scales, creating strong overlapping bonds in a translucent and flexible sheet material. Although it looks and feels like plastic, initial testing suggests it is stronger, safer and much more sustainable than its oil-based counterpart.

It is estimated people in the UK use 5m tonnes of plastic every year, nearly half of which is packaging. Only 51% of local authorities in England have separate food waste collections and even where recycling schemes are in place, the majority of bio and compostable plastics are not generally suited to existing waste treatment infrastructures.

An estimated 492,020 tonnes of fish waste are produced by the fish processing industry every year in the UK and it is considered a huge and inefficient waste stream with low commercial value.

Unwanted offcuts include offal, blood, crustacean and shellfish exoskeletons and fish skin and scales, all of which ends up in landfill or incineration. Through research carried out on the Sussex coast, Hughes found fish skins and scales were the most promising sources for the plastic alternative, due to their flexibility and strength-enabling proteins. A single Atlantic cod could generate the organic waste needed for 1,400 bags of MarinaTex, she found.

“Plastic is an amazing material, and as a result we have become too reliant on it as designers and engineers,” Hughes said. “It makes no sense to me that we’re using plastic, an incredibly durable material, for products that have a life cycle of less than a day. For me, MarinaTex represents a commitment to material innovation and selection by incorporating sustainable, local and circular values into design. As creators, we should not limit ourselves to designing to just form and function, but rather form, function and footprint.”


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