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Schwarze Löcher

527 Beiträge, Schlüsselwörter: Universum, Schwarze Löcher

Schwarze Löcher

13.04.2019 um 23:34
skagerak schrieb:Meinem Verständnis nach wäre die Materie nicht weg im Sinne von ganz weg. Sie ist nur noch Energie mit unendlich viel Masse, oder so.
Masse ist eine Eigenschaft der Materie.


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14.04.2019 um 00:04
@rogerhouston
Woher soll ich das denn jetzt wissen? Ich hab noch nie in einem SL nachgesehen. Und die Macher des Videos ebensowenig. Allerdings würde ich fast wetten, daß die Leutz vom Vid eben auch nur "Proton, Elektron, Neutron" als "Materie" meinen. Da können wir sicher sein, daß Protonen und Neutronen nicht mehr existieren, wenn sie den EH durchstoßen und in die Singularität stürzen. Aber die Quarks, aus denen diese Protonen und Neutronen bestehen (Elektronen sind schon Quarks), die bleiben. Ob die auch in nem SL bleiben, keine Ahnung. In der Singularität kommt weder Materie noch Strahlung an (siehe Raumzeitkrümmung unendlich), und außerhalb selbiger sind die Bedingungen maximal dieselben wie t+1 Plancksekunde nach Urknall, und da existierte Materie schon. Wieso sollte sie sich in umgekehrter Richtung dann also schon zuvor auflösen?


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14.04.2019 um 00:25
@rogerhouston
Joa, und Materie ist im Grunde Energie, oder nicht?
So zumindest mein bescheidenes Verständnis, weiter weiß ich auch nicht.


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14.04.2019 um 13:17
Sonni1967 schrieb:
Sonni zitierte Y.:
Wenn sich die Raumzeit krümmt (wie in der Nähe von Massen) und deshalb die Zeit langsamer vergeht scheinen die
Geschwindigkeiten dort für einen entfernten Beobachter geringer zu sein als sie vor Ort sind.

Im Extremfall, am Ereignishorizont eines schwarzen Loches, wo die Zeit im System eines äußeren stationären Beobachters ganz stehen bleibt, bleibt daher auch das Licht stehen. In jedem Fall ist aber die lokale LG immer C, kurz und bündig Y.
Moin Sönnchen,

was Y. da formuliert, so schön bündig ausspricht... muss aber auch korrekt eingeordnet werden....
Macht man´s nicht, kommen Unstimmigkeiten zu Tage... ich hoffe im Folgenden sind nicht zu viele der gleichen... :)

Mal gaaanz allgemein.. (nicht etwa um dich zu korrigieren)
Erstmal wird Licht das vom "Frei-Faller" kommt, immer schwächer (da bis ins unendliche Rotverschoben), man sieht also schon deswegen nix vor dem EH "kleben bleiben". Auch deswegen, weil die Lichtmenge die ein "F-F" aussenden/abgeben könnte, apriori begrenzt ist. Die Konklusion, weil das Licht vor EH extrem Rotverschoben, würde man nicht sehen wie der "F-F" einfällt, ist in dem Sinne nicht korrekt..

Wenn wir von aussen zuschauen, was würden wir erwarten zu sehen.. Dass das Objekt, der "F-F", irgendwann hinterm Horizont verschwindet... und genau dies passiert auch... optisch betrachtet. Ein unendlich rotverschobenes Photon ist nicht mehr messbar/sichtbar.
Der "F-F" wird unsichtbar und verschwindet somit als wäre er eingefallen.... Das einzige was passiert ist, dass der "Nahe-Beobachter" das Spektakel zeitlich versetzt ablaufen sieht, er sieht den "F-F" langsamer einfallen, das ausgesandte Licht schwächer werden.. (S. des "Meisters" erste Aussage) Der "F-F" wird jedoch auch aus Sicht des "N-B" in endlicher Zeit verschwinden... unsichtbar... als wäre er eingefallen.. Das ist was man sieht...

Dann "das Licht stehen"... Dies trifft absolut zu, jedoch streng gesehen nicht für den Bereich vor dem EH, da wird es in endlicher Zeit so Rotverschoben das es unmöglich wird es auch nur noch im geringsten zu detektieren...oder zu sehen, wie bereits ausgeführt. Deswegen ist ein Loch, der Schatten, übrigens auch absolut Schwarz, logo.... Der Bereich wo Licht stehen, besser, sozusagen stationär bleibt, entspricht einer Kreisbahn auf die Photonen einschwenken können (und dort sozusagen auch ewig das Loch umkreisen werden, solange dies nicht zerstrahlt, oder wächst), die sich in 1.5 facher Entfernung des Rs (Schwarzschild Radius) im Außenbereich des Lochs verorten lässt. Dort kann man von einem "stehen bleiben" des Lichts sprechen...

Der 2te Ort wo ein Photon theoretisch "stehen" kann, befindet sich exakt auf dem EH, umgangssprachlich besser, da von so einem Photon kein Signal, keine Information, mehr nach außen dringen kann, exakt hinter EH... Dieser art lokale Photonen kann es über die gesamte EH-Sphäre verteilt gegeben, SF mässig ;) , könnte man sich sowas wie eine "Lichtglocke" vorstellen, die hinter dem EH theoretisch möglich... da dort die Fluchtgeschwindigkeit exakt c. Praktischer betrachtet, wird ein Photon nach überschreiten des EH jedoch mit aller höchster Wahrscheinlichkeit zur Singularität propagieren, da alle Wege die man sich innerhalb EH vorstellen kann (ähnlich wie mit Rom) immer in Richtung Singularität zeigen... (s. Raum und Zeit vertauschen die Plätze)

Dann noch, zumindest in ungefähre Richtung Spocks (hihihinterlistiger) Frage... Man hört auch oft dass ein "F-F" drehe er sich den um und schaue während Freifall richtung Universum, diesen falles zeitlich bedingt (ZD), das Ende des Universums betrachten könne. Dies ist im Schwarzschild Falle nicht korrekt.
https://arxiv.org/abs/0906.1442

Alleine schon deswegen weil er in endlicher Eigenzeit in der Singularität landen wird..... und diese Zeitspanne wird sehr sehr kurz sein.... Auf jeden Fall wird der "F-F" nicht hinter einem Bücherregal landen...( hahaha so ein Hollywoodschinken der auch noch Anspruch auf Realität erhob, typisches Marketing).

Die ART gestattet jedoch sowas wie Zeitschleifen, die wir bei stark rotierenden Löchern nicht ausschliessen können.....dann würde der "F-F", wenn hinein geratend, zumindest sowas wie einen Mischmasch, aus Anfang und Ende des Universums sehen können... ob er begreifen könnte was er da in extremen Zeitraffer, und wahlos zusammgefügt, evtl.."sehen" könnte..na ja.. Auf jeden Fall wäre er "praktisch" schon längst, in Stücke zerrisen und ich meine nicht den Spaghetti Effekt, der einen nur mal in die Länge zieht. Es gibt noch einen erweiterten Effekt der einen in Fäden, die in unterschiedliche Richtungen zur Singularität zeigen (zb. auf die Ränder dieser), auseinander zieht...is aber vlt ein bisschen zu kompliziert jetzt...

Die endliche Zeitdauer im Falle des "F-F, richtung Singularität... betreff "sehr sehr kurz"... Der "F-F" kann zwar c nicht überschreiten, und man argumentiert zudem öfter mal ähnlich wie Pertti, "von einem ins Unendliche gekrümmten Raum", wo es dann sozusagen...selbst mit v=c unendlich dauerte bis zur Singularität.... Man vergisst jedoch oft, dass laut ART dem Raum selbst nicht verboten ist >> c zu propagieren... Man selbst hat v =c, fliesst aber sozusagen in einer Blase stets beschleunigendem, weitaus überlichtschnellen Raum, in Richtung Singu.. Das verkürzt die Eigenzeit-Sache, die theoretische Strecke, enorm. Und wie gesagt, was Verstehen, Sehen, Empfindungen betrifft, ist man, inklusive Denkapparat, längst zum Burger geworden, der sich über die komplexe Metrik im Innenraum verteilt hat...

Zu guter letzt... Spock.. Du sagst ja selbst, v=c eines Ruhemasse behafteten Objekts zu diskutieren ist sozusagen "Sinnlos".. Dito.
Genauso "Sinnlos" ist es auch einen auf EH stationären "F-F" heranzuziehen, da lässt sich nähmlic... alles und nichts hinein interpretieren.. Jedoch... gehen wir mal davon aus 2 stationäre "F-F", jeder auf seinem EH, dann... ticken deren Eigenzeit-Uhren im gleichen Takt...
Da sie gleicher G-Beschleunigung. jedoch nur wenn sie auch gleicher Masse. ;). zB. meine Uhr ging dann etwas schneller als deine..
Ich hoffe das beantwortet deine interessante Frage..??

Und zu Pertti... vlt hab ichs ja falsch verstanden... Ich stelle mir die Frage, ob wenn jemand stets mit Lichtgeschwindigkeit durchs Uni flöge, dann für diesen keine Eigen-Zeit verginge...?? ;) Da ja das Argument kam.. (aus Erinnerung) "es würde keine Eigenzeit während der Reise von Ort zu Ort mit c vergehen..." Klar kann eine Ruhemasse (Reisender) c nicht erreichen.. aber mich würde interessieren, wenn doch, ob er dann "älter" als das Universum werden kann...?? .?.

Wie auch immer.. muss urbeiten...
Liebste Grüße und Respekt fürs voranschreiten... bzgl. Physik... Sönnchen
Auch dir Spock, beste Grüße.
Z.


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14.04.2019 um 13:32
rogerhouston schrieb:Masse ist eine Eigenschaft der Materie.
Das ist, so, nicht überall gültig Da mit Masse nicht apriori Ruhemasse zu meinen ist...
A. Kommt es auf den Kontext an.
B. Auf das Lehrbuch, das man in Händen hält.
Das ganze ist besser verständlich, wenn man mal nachliesst, warum es teilweise zur Konvention kam, das der Begriff Masse ausschliesslich mit Ruhemasse zu definieren sei...
C. Witzig ist auch ;), dass von der besagten Ruhemasse eines Teilchens, ein Großteil aus kinetischer Energie (Bewegungsenergie) zustande kommt.... Apropo Ruhemasse.. Ein ziemlich streitbares Thema..
D. Photonen gehören streng gesehen nicht zur Materie...
Z.


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14.04.2019 um 14:37
Hi Z., war gestern ganz schön überfordert mit den Fragen, ich und schwarze Löcher hihi, hänge ja
noch immer an der SRT gedanklich fest (Zwillingsparadoxon und soooo) :D
Z. schrieb:er sieht den "F-F" langsamer einfallen, das ausgesandte Licht schwächer werden.. (S. des "Meisters" erste Aussage) Der "F-F" wird jedoch auch aus Sicht des "N-B" in endlicher Zeit verschwinden... unsichtbar... als wäre er eingefallen.. Das ist was man sieht...
Ohhh, das Licht von einem freifallenden Objekt (in Richtung SL) wird auf seiner Reise zu einem äußeren stationären Beobachter
so rot verschoben ( immer energieärmer, weil es ja aus dem Gravitationstopf hinaus muss) sodass der äußere Beobachter
das fallende Objekt irgendwann nicht mehr wahrnehmen kann. Das fallende Objekt wird dann quasi unsichtbar für ihn
(als wäre es in den Ereignishorizont eingefallen). Ich glaube dass verstehe ich.
Z. schrieb:Der Bereich wo Licht stehen, besser, sozusagen stationär bleibt, entspricht einer Kreisbahn auf die Photonen einschwenken können (und dort sozusagen auch ewig das Loch umkreisen werden, solange dies nicht zerstrahlt, oder wächst), die sich in 1.5 facher Entfernung des Rs (Schwarzschild Radius) im Außenbereich des Lochs verorten lässt. Dort kann man von einem "stehen bleiben" des Lichts sprechen...
Das ist dann der Bereich wo die Photonen sich gerade noch vor dem Ereignishorizont befinden (oder besser ihm entkommen
können) und die erzeugen dann den für uns noch sichtbaren "Ring" um den schwarzen Bereich ( dem Ereignishorizont), dem
Point of no return in Form einer Aggregationsscheibe. Hoffe stimmt so :)
Z. schrieb:Man vergisst jedoch oft, dass laut ART dem Raum selbst nicht verboten ist >> c zu propagieren... Man selbst hat v =c, fliesst aber sozusagen in einer Blase stets beschleunigendem, weitaus überlichtschnellen Raum, in Richtung Singu.. Das verkürzt die Eigenzeit-Sache, die theoretische Strecke, enorm.
Damit meinst du es so wie es im River Modell für schwarze Löcher beschrieben ist, gell.., das Modell finde ich echt gut
weil für mich so schön anschaulich.

https://jila.colorado.edu/~ajsh/insidebh/waterfall.html

https://galileospendulum.org/2013/10/21/the-river-of-spacetime/

Echt blöd dass man da nur so wenig in deutscher Sprache drüber finden, grrrr....
(hatte es durch den Übersetzter gejagt). Alles weitere, grübbel, grübbel, hehe

Liebste Grüße


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14.04.2019 um 14:59
Z. schrieb:Und zu Pertti... vlt hab ichs ja falsch verstanden... Ich stelle mir die Frage, ob wenn jemand stets mit Lichtgeschwindigkeit durchs Uni flöge, dann für diesen keine Eigen-Zeit verginge...?? ;) Da ja das Argument kam.. (aus Erinnerung) "es würde keine Eigenzeit während der Reise von Ort zu Ort mit c vergehen..." Klar kann eine Ruhemasse (Reisender) c nicht erreichen.. aber mich würde interessieren, wenn doch, ob er dann "älter" als das Universum werden kann...?? .?.
Sieh's mal aus der Perspektive des Reisenden. Je mehr er sein Raumschiff beschleunigt, desto kürzer werden die Distanzen vor ihm. Würde er nun tatsächlich c erreichen (klar, das kann realiter nicht geschehen), dann wäre jede Distanz eines in Flugrichtung liegenden Objektes exakt Null. Sollte er bei einem dieser fernen Objekte anhalten wollen, er würde es stets zu exakt dem selben Zeitpunkt tun, und zwar exakt dem Zeitpunkt, da er c erreicht hat. Egal, ob das Zielobjekt vom Start seiner Reise ab nun ein Lichtjahr entfernt lag oder zehn Milliarden Lichtjahre. Der Reisende erlebt seine Echtzeit völlig normal.

Sollte der Reisende hingegen nie wieder langsamer als c-schnell fliegen, dann wird seine Eigenzeit nicht über das "Zusammenschrumpfen des vor ihm liegenden Raumes auf Null" hinaus gehen. Was das Wahrscheinlichere wäre, denn ob nun der Reisende persönlich oder der Autopilot seines Raumschiffes benötigen Zeit, um nach Erreichen von c den Bremsvorgang einzuleiten. Dass geht aber nur vor Erreichen von c. Ist c erst einmal erreicht, gibts keine folgende Eigenzeit mehr für irgendne Aktion.

Selbstverständlich wird der Reisende nicht älter als das Universum werden. Er wird (sollte er wieder abbremsen können) ein "stinknormales Alter für seine Spezies" erreichen - bezogen auf seine Eigenzeit. Für andere, c-ferne Beobachter mag er sehr viel älter geworden sein. Jedoch maximal so alt wie das Universum; endet dies, dann ja wohl auch der c-Reisende.


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15.04.2019 um 06:14
Sonni1967 schrieb:Z. schrieb:
Der Bereich wo Licht stehen, besser, sozusagen stationär bleibt, entspricht einer Kreisbahn auf die Photonen einschwenken können (und dort sozusagen auch ewig das Loch umkreisen werden, solange dies nicht zerstrahlt, oder wächst), die sich in 1.5 facher Entfernung des Rs (Schwarzschild Radius) im Außenbereich des Lochs verorten lässt. Dort kann man von einem "stehen bleiben" des Lichts sprechen...

Sonni antwortete:
Das ist dann der Bereich wo die Photonen sich gerade noch vor dem Ereignishorizont befinden (oder besser ihm entkommen
können) und die erzeugen dann den für uns noch sichtbaren "Ring" um den schwarzen Bereich ( dem Ereignishorizont), dem
Point of no return in Form einer Aggregationsscheibe. Hoffe stimmt so :)
Hi Sonni, ich schrieb ... in 1.5facher Entfernung, "gerade noch" und "um den schwarzen Bereich" wirkt auf mich..
noch näher dran... als gemeint.. Wie auch immer.

Einfach mal ein Größenvergleich Rs / Kreisbahn
str3
Gestrichelt = 1.5faches des Schwarzschild Radius = mögliche Kreisbahn für Photonen.
Kreis mittig =Rs
Wenn ein Photon dem Sl näher kommt, den gestrichelten Bereich überquert, wird es mit höchster Wahrscheinlichkeit einfallen.
Beispiel Abstände: Sl mit 10 M☉ = Rs ≈30 Km / mögliche Photonen Kreisbahn ≈ 45 Km. Das ist in Relation schon ein Stück vom Horizont weg..

Bild ansonsten: Trajektorie/Lichtablenkung zb. Blau... Ein Naher-Beobachter (Schwarzer Punkt) kann sich theoretisch selbst sehen, obwohl nach vorne schauend. (Geht soweit, dass er bei einem bestimmten Abstand, den eigenen Hinterkopf sehen könnte)
Sonni1967 schrieb:Damit meinst du es so wie es im River Modell für schwarze Löcher beschrieben ist, gell.., das Modell finde ich echt gut, weil für mich so schön anschaulich.
Deswegen beziehe ich mich drauf.. Etwas das fließt, entspricht Szenarien auf die man im Altag ganz allgemein konditioniert wurde.
Jeder hat schon mal ein Schiff gesehen, dessen Antrieb ausgeschaltet und ohne Segel, welches dennoch vom Fluss fortgetragen wird...
Von daher ist es zZten. vorteilhaft sich solcher Beispiele zu bedienen, um zumindest die Dynamik des Geschehens allg. verständlich zu transportieren.

Wenn ich nun wie Prof. Ulrich Walter argumentiert hätte, dass der Raum in Bewegungsrichtung des "F-F" schrumpft (ein Beispiel das ich persönlich für wesentlich naheliegender halte), anstatt fließt. Und um so näher der Singularität...umso stärker schrumpft, um die zunehmende "Geschwindigkeit, Dynamik", zu erklären, wäre dies mM. für einige wesentlich schwieriger nachzuvollziehen...
Mal abgesehen von möglichen Einwänden... derer, die sich ein "schrumpfen des Raumes" zunächst nicht vorstellen können (kritiklos).
Das River-Modell hat somit einen klaren Erklärvorteil... und die Diskussion wird durch teils nur umständlich nachvollziehbares, nicht aufgeheizt. Was noch wichtiger.. man sollte mit Freude lernen. Sonst bleibt sogut wie nichts hängen.. Wie auch immer.

Prof. Hamilton, der´s R-Modell 2005 auf den Weg brachte, hat übrigens 2018 ein schönes Paper, eine umfangreiche Arbeit abgeliefert..
https://jila.colorado.edu/~ajsh/astr3740_17/grbook.pdf

Schlaf gut
HG Z.


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15.04.2019 um 06:33
perttivalkonen schrieb:Sollte der Reisende hingegen nie wieder langsamer als c-schnell fliegen, dann wird seine Eigenzeit nicht über das "Zusammenschrumpfen des vor ihm liegenden Raumes auf Null" hinaus gehen. Was das Wahrscheinlichere wäre, denn ob nun der Reisende persönlich oder der Autopilot seines Raumschiffes benötigen Zeit, um nach Erreichen von c den Bremsvorgang einzuleiten. Dass geht aber nur vor Erreichen von c. Ist c erst einmal erreicht, gibts keine folgende Eigenzeit mehr für irgendne Aktion.
Hallo perttivalkonen,
Danke für die prompte Antwort.
Eine Frage bitte. Nehmen wir utopischer Weise an.. Raumschiff nebst Besatzung v=c.

Wenn nun ein Photon im inneren des Schiffs von a nach b "fliegt", ich mache zB. ne Taschenlampe an und versuche das vor mir stehende Steuerpult zu beleuchten, wird das Photon dann erst garnicht aus der Lampe herauskommen? Oder zB. so gut wie stehen bleiben und den Pult niemals erreichen? Für mich soll ja, soweit ich das Bold oben ""verstehe""... bei v=c keine Eigenzeit mehr vergehen!?

Gruß Z.


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15.04.2019 um 07:35
Z. schrieb:Wenn nun ein Photon im inneren des Schiffs von a nach b "fliegt", ich mache zB. ne Taschenlampe an und versuche das vor mir stehende Steuerpult zu beleuchten, wird das Photon dann erst garnicht aus der Lampe herauskommen?
Für einen anderen, c-fernen Beobachter ebenso wie für den Piloten tritt Licht ständig aus der Taschenlampe aus
a) bis zum Erreichen der Reisegeschwindigkeit c,
b) ab Verlassen der Reisegeschwindigkeit c.
Bis dahin also völlig gleich.
Während des Zeitraumes der Reisegeschwindigkeit c scheint für den fernen Beobachter Pilot & Raumschiff "in der Zeit eingefroren" zu sein. Da emittiert die Taschenlampe also gar nix, und der ferne Beobachter muß sich nicht wundern, wieso da kein Photon rauskommt. Für den Piloten hingegen folgt auf das Erreichen von c sofort das Abbremsen, sodaß für ihn das Licht kontinuierlich, ununterbrochen aus der Taschenlampe austritt, und zwar lichtschnell.
Ach ja, und für beide Betrachter treten während der Zeit der Reisegeschwindigkeit c exakt gleich viel Photonen aus der Taschenlampe aus: Null.


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15.04.2019 um 17:53
perttivalkonen schrieb:Während des Zeitraumes der Reisegeschwindigkeit c scheint für den fernen Beobachter Pilot & Raumschiff "in der Zeit eingefroren" zu sein. Da emittiert die Taschenlampe also gar nix,
Bleiben wir mal im Raumschiff v=c und vergessen den entfernten Beobachter...
Du glaubst also, dass da kein Photon aus der Lampe käme?

NG Z.


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15.04.2019 um 18:21
Z. schrieb:Bleiben wir mal im Raumschiff v=c und vergessen den entfernten Beobachter...
Du glaubst also, dass da kein Photon aus der Lampe käme?
Ähm, doch, das schrieb ich auch ausdrücklich. In dem Falle kommt ununterbrochen Licht aus der Lampe.
perttivalkonen schrieb:Für den Piloten hingegen folgt auf das Erreichen von c sofort das Abbremsen, sodaß für ihn das Licht kontinuierlich, ununterbrochen aus der Taschenlampe austritt, und zwar lichtschnell.
Es gibt nur eben keinen Zeitraum größer als Null, während dessen der Pilot und sein Raumschiff mit c fliegen. Das Beschleunigen auf c geht direkt über ins Abbremsen, eben weil der Pilot mit Erreichen von c bereits sein Ziel erreicht hat - jedes denkbare Ziel. Im Ernstfall das Ende des Universums (egal, ob zeitlich, räumlich oder Sankt Nimmerlein). Jegliche Distanz ist bei c Null.

Bei Reisegeschwindigkeit c bewegt sich alles relativ zur Rakete mit c. Gemäß der Lorenzkontraktion ist damit jede Distanz auf Null geschrumpft. Bei v=c gibt es keine "Reisedauer".


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15.04.2019 um 18:34
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:jedes denkbare Ziel. Im Ernstfall das Ende des Universums (egal, ob zeitlich, räumlich oder Sankt Nimmerlein).
Wo bitte ist das "Ende" des Universums? (hallo @Z. , sag was dazu :D )

Aber mal im Ernst:
Glaubst Du, dass das Raumschiff (mit v=c) auch die entfernten Bereiche des Alls erreichen kann, die sich aufgrund der Raumexpansion mit ÜLg von uns weg bewegen?


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15.04.2019 um 18:37
delta.m schrieb:Aber mal im Ernst:
Glaubst Du, dass das Raumschiff (mit v=c) auch die entfernten Bereiche des Alls erreichen kann, die sich aufgrund der Raumexpansion mit ÜLg von uns weg bewegen?
Ich denke, bei v=c ist es egal ob es das mögliche Ende des Universums ist, oder sonst ein Ziel.


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15.04.2019 um 18:44
@skagerak
skagerak schrieb:Ich denke, bei v=c ist es egal ob es das mögliche Ende des Universums ist, oder sonst ein Ziel.
Hm,
und warum kann uns dann kein Licht von jenseits den beobachtbaren Univerums erreichen?


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Schwarze Löcher

15.04.2019 um 18:53
delta.m schrieb:Wo bitte ist das "Ende" des Universums?
Ich schrieb, daß es egal ist, ob dies ein räumliches Ende ist, ein zeitliches oder schlicht gar keins (Sankt Nimmerlein). Wenn jede Distanz Null ist, dann ist jede Distanz Null. Im Falle des unendlichen Universums wäre dennoch der Ereignishorizont das "Ende".
delta.m schrieb:Aber mal im Ernst:
Glaubst Du, dass das Raumschiff (mit v=c) auch die entfernten Bereiche des Alls erreichen kann, die sich aufgrund der Raumexpansion mit ÜLg von uns weg bewegen?
Das erübrigt sich ja wohl. Dennoch kann in einem solchen Universum die Reise unendlich lang dauern - gemessen nach der Zeit eines anderen Beobachters. Trotzdem endet für den Piloten auch da die Reise mit dem Erreichen von c. Schrieb ich schon weiter oben.


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15.04.2019 um 18:58
delta.m schrieb:Hm,
und warum kann uns dann kein Licht von jenseits den beobachtbaren Univerums erreichen?
Tjoa...siehe perttis Beitrag ... :-)

(ja, da wäre ich in Erklärungsnot geraten ;) )


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15.04.2019 um 19:08
@skagerak
skagerak schrieb:Tjoa...siehe perttis Beitrag ... :-)
(ja, da wäre ich in Erklärungsnot geraten ;) )
Dazu
delta.m schrieb:und warum kann uns dann kein Licht von jenseits den beobachtbaren Univerums erreichen?
hat @perttivalkonen aber (noch) nichts geschrieben ;)

Denn aus diesen Bereichen wird das Licht auch nicht nach unendlich langer Zeit zu uns kommen - mMn.


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Schwarze Löcher

15.04.2019 um 19:10
delta.m schrieb:Denn aus diesen Bereichen wird das Licht auch nicht nach unendlich langer Zeit zu uns kommen - mMn.
ja, okay. Nicht für uns als Beobachter vielleicht? Ich weiß es auch nicht.


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Schwarze Löcher

15.04.2019 um 19:22
delta.m schrieb:hat @perttivalkonen aber (noch) nichts geschrieben ;)

Denn aus diesen Bereichen wird das Licht auch nicht nach unendlich langer Zeit zu uns kommen - mMn.
Ja und? Wo ist da nun das Problem? Der Ereignishorizont bleibt auch für das Raumschiff. Dennoch fliegt es unendlich weiter, auch dann noch, wenn es an allem, was mal sichtbar vor ihm lag, vorbeigeflogen ist, bzw. alles, was einst gerade noch sichtbar war, dank Expansion mittlerweile überlichtschnell vor ihm davon entfleucht, und also auch irgendwann einmal kein Licht mehr von da das Raumschiff erreicht. Das Raumschiff fliegt immer weiter (für einen externen Beobachter) bzw. ist schon da überall (Pilotenbeobachtung).


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