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Technologische Singularität

604 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Technologie, KI, Singularität ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Technologische Singularität

26.11.2008 um 22:15
@Pan_narrans

Intelligenz wird als die Fahigkeit gewertet auf neue Einflüße zielgerichtet, flexibel und vorrausschauend zu reagieren...

Was aber ohne dem Wissen über bestimmte Dinge nicht möglich ist, egal für wie klug man sich hält.

...und Kreativität einfach als die Fahigkeit etwas neues zu erschaffen.

Was aber nur durch Kombination von bekannten Dingen funktioniert. Und was man eben kombiniert, hängt von dem ab, was man damit zu erreichen versucht.

Selbst Deine Antwort, nennt nur mögliche Einflüße (Psyche, Erfahrung, Wissen) auf die Intelligenz ohne letztendlich darauf einzugehen, wie Intelligenz in lebenden Systemen erschaffen wird.

Intelligenz wird als eine geistige Überlegenheit gegenüber allem verstanden. Das Problem ist aber, dass du niemandem überlegen sein kannst, wenn dir bestimmte Informationen oder Inhalte fehlen. Was bedeutet, dass Intelligenz sich im Wissen über bestimmte Sachverhalte manifestiert. Wenn einer mit einem IQ von 110 in der Lage ist ein Handy zu reparieren, dann heißt es nicht dass einer mit einem IQ von 200 auch dies in der Lage wäre, auch wenn er so etwas wie ein Handy noch nie gesehen hat.
Wenn du ein System mit Intelligenz ausstatten möchtest, dann musst du ihm Wissen über bestimmte Dinge einspeichern und seine geistige Ausrichtung festlegen. Sonst passiert da nichts.

Wie gesagt, es scheint als wenn komplexe Netzwerke etwas mit Intelligenz zu schaffen hat, weil die intelligenten Systeme die wir kennen halt komplexe Netzwerke sind.

Es kommt darauf an, worauf du dich beziehst und welche Möglichkeiten und Eigenschaften du betrachtest. Ein System welches für einen bestimmten Zweck geschaffen wurde, ist in dem wofür es geschaffen wurde, intelligent. Wird es aber für etwas eingesetzt, wofür es nicht vorgesehen ist, dann ist es dumm.


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Technologische Singularität

27.11.2008 um 16:08
Stellt euch vor in 1000 Jahren Leben nur noch Roboter auf der Erde.
Die Roboter haben irgendwann angefangen Bewusstsein zu Entwickeln und uns Menschen getötet.


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Technologische Singularität

27.11.2008 um 16:12
Du verwechselst Intelligenz mit hoher Intelligenz bzw. Klugheit und gibst dem Begriff eine wertende Komponente. Das ist aber so nicht richtig.
Intelligenz bezeichnet erst einmal nur das Vorhandensein einer Fähigkeit, nämlich der zielgerichtet, flexibel und vorausschauend zu reagieren.

Ein Stein kann das nicht, er ist also nicht intelligent. Eine einzelne Ameise wird auf eine bestimmte Situation vll zielgerichtet reagieren, aber immer in der gleichen Art und Weise. Sie ist also nicht intelligent.
Eine Katze kann hingegen alles drei und besitzt deshalb Intelligenz, trotzdem ist sie sicherlich, verglichen mit Menschen keine Geistesgröße.
Um die Sache noch etwas seltsamer zu machen, ein Ameisenstaat kann auf neue Situationen in begrenzten Maße flexibel, vorausschauend und zielgerichtet reagieren und zeigt deshalb Anzeichen einer gewissen Intelligenz.

Erfahrung und Wissen sind sicherlich sehr hilfreich, wenn es um Problemlösung geht, aber es ist nicht die Ursache von Intelligenz, zu mindestens nicht in Gänze. Man braucht erstmal Intelligenz

Einem Stein und einer Ameise kann viel passieren, sie können also viele Erfahrungen machen, sie werden dadurch aber wohl nie intelligent.
Ein Computer kann auch eine riesige Datenbank besitzen, allein durch diese wird er wohl auch nie intelligent werden.
Es fehlt also noch etwas.
Was da fehlt kann noch niemand mit Gewissheit sagen und deshalb können wir auch noch keine sicheren Aussagen über die Möglichkeit eine KI zu erschaffen tätigen.
Was wir aber sagen können ist, dass die intelligenten Systeme die wir kennen, nämlich Gehirn und Insektenstaat/Schwarm komplexe Netzwerke sind. Aus diesen Grund wird halt darüber spekuliert ob komplexe Netzwerke eine Voraussetzung für Intelligenz sind oder Intelligenz vll sogar eine inhärente Eigenschaft genügend komplexer Systeme ist.


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27.11.2008 um 16:14
Hab heute im Fernsehn so ein Programm gesehen wo auf einen Computer gezeigt wurde wie die KI Hindernisse überwinden kann.Also z.b eine Wand.
Es dauert halt lange aber sie schafft es.Die KI lernt dabei auch mit also sie Speichern die Erfolge.Die haben gesagt das die das Programm also die KI auf Roboter übertragen wollen


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Technologische Singularität

27.11.2008 um 22:38
@Pan_narrans

Intelligenz bezeichnet erst einmal nur das Vorhandensein einer Fähigkeit, nämlich der zielgerichtet, flexibel und vorausschauend zu reagieren.

Ok und was heißt das jetzt genau? Was heißt eben zielgerichtet, flexibel und vorausschauend? Gehst du wirklich davon aus, dass ein Netzwerk, der einfach nur komplex ist ohne irgendwelche Informationen und Funktionen und somit Fähigkeiten zu haben, schon eine Intelligenz besitzt?

Eine einzelne Ameise wird auf eine bestimmte Situation vll zielgerichtet reagieren, aber immer in der gleichen Art und Weise.

Erstens, eine Ameise wird nur das tun, was sie tun muss um überleben zu können und sie wird nur das tun, was die Situation erfordert.
Zweitens, wenn man es genau nimmt, so macht der Mensch täglich auch Dinge, die in der gleichen Art und Weise geschehen, z.B. Arbeit oder Nahrung zu sich nehmen. Jede einzelne Aktion ist somit auch zielgerichtet und wird in der gleichen Art und Weise ausgeführt.

Um die Sache noch etwas seltsamer zu machen, ein Ameisenstaat kann auf neue Situationen in begrenzten Maße flexibel, vorausschauend und zielgerichtet reagieren und zeigt deshalb Anzeichen einer gewissen Intelligenz.

Eine Gruppe kann nie intelligenter sein als die einzelnen Mitglieder aus denen sie besteht.

Erfahrung und Wissen sind sicherlich sehr hilfreich, wenn es um Problemlösung geht, aber es ist nicht die Ursache von Intelligenz, zu mindestens nicht in Gänze.

Wie kann man auf völlig unbekannte Sachen reagieren, wenn das Wissen über diese Sachen nicht vorhanden ist? Was kann da die Intelligenz tun, wenn sie nichts hat um etwas tun zu können?

Einem Stein und einer Ameise kann viel passieren, sie können also viele Erfahrungen machen, sie werden dadurch aber wohl nie intelligent.

Wenn sie nicht intelligent sein können, dann können sie auch keine Erfahrungen machen.

Ein Computer kann auch eine riesige Datenbank besitzen, allein durch diese wird er wohl auch nie intelligent werden.

Aber durch seine riesige Datenbank kann der Computer so gut wie auf jede Anfrage reagieren und zwar auf so viele Arten und Weisen, wie die Datenbank groß ist.

Was wir aber sagen können ist, dass die intelligenten Systeme die wir kennen, nämlich Gehirn und Insektenstaat/Schwarm komplexe Netzwerke sind.

Wenn das so ist, dann ist Intelligenz einer dieser Begriffe die man zwar anwendet, aber nicht weiß, was diese zu bedeuten haben.


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Technologische Singularität

28.11.2008 um 09:40
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Ok und was heißt das jetzt genau? Was heißt eben zielgerichtet, flexibel und vorausschauend?
Ganz einfach. Zielgerichtet heißt, dass die Handlung auf das erreichen eines Ziels ausgerichtet ist.
Ein Beispiel ist wenn ich meinen Kater mal wieder nicht ins Wohnzimmer lasse, weil er Mist gebaut hat. Seine anschließenden Handlungen sind darauf ausgerichtet ins Wohnzimmer zu kommen; er handelt also zielgerichtet.
Vorausschauend heißt, dass in die Zukunft geplant wird, also eine Handlung vorgenommen wird mit dem Ziel das später was passiert.
Um bei dem Katerbeispiel zu bleiben, wenn mein Kater ins Wohnzimmer will, wirft er oft in der Küche Gegenstände auf den Boden. Er macht das weil er weiß (hier kommt Dein Wissen und Deine Erfahrung ins Spiel), dass ich dann in die Küche komme und er dann die Gelegenheit hat ins Wohnzimmer zu laufen.
Er denkt also mehrere Schritte in die Zukunft.
Flexibel heißt, dass man nicht immer gleich auf eine Situation regiert, sondern sein Verhalten ändert, wenn es nicht den gewünschten Erfolg bringt.
Um auch mit dem gleichen Beispiel abzuschließen, bevor mein Kater auf die Idee kam Gegenstände in der Küche auf den Boden zu werfen, hat er zuerst versucht ob die Tür aufgeht, wenn man wild auf sie einschlägt. Als das nicht klappte hat er versucht die Tür an zu schreien. Erst danach kam er auf den Küchentrick.
Mein Kater hat also flexibel, vorausschauend und zielgerichtet gehandelt. Da er es aber immer noch nicht sehr häufig schafft ins Wohnzimmer zu kommen, ist seine Intelligenz zwar vorhanden aber wohl nicht sehr hoch.
Zitat von TyranosTyranos schrieb: Gehst du wirklich davon aus, dass ein Netzwerk, der einfach nur komplex ist ohne irgendwelche Informationen und Funktionen und somit Fähigkeiten zu haben, schon eine Intelligenz besitzt?
Äh, nein. Hast Du überhaupt meine Postings gelesen?
Ich schrieb, dass weder ich noch irgendjemand anderes wirklich weiß wie Intelligenz entsteht.
Komplexe Netzwerke scheinen dafür nötig zu sein, aber ob sie es wirklich sind und dafür ausreichend, weiß niemand im Moment.
Da Intelligenz jedoch Informationen verarbeitet, muss sie schon in einen System existieren bevor Informationen in diesem ankommen. Die Intelligenz wird aber sicherlich durch diese Information beeinflusst.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Erstens, eine Ameise wird nur das tun, was sie tun muss um überleben zu können und sie wird nur das tun, was die Situation erfordert.
Ja und nein. Eine Ameise hat bestimmte Verhaltensmuster vorgegeben. In einer beliebigen Situation wird sie auf ein Verhaltensmuster zurückgreifen, dass durch bestimmte Ereignisse aktiviert wird. Vollkommen ungeachtet dessen ob es in der Situation wirklich hilft oder nicht. Sie handelt also nicht flexibel.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Zweitens, wenn man es genau nimmt, so macht der Mensch täglich auch Dinge, die in der gleichen Art und Weise geschehen, z.B. Arbeit oder Nahrung zu sich nehmen. Jede einzelne Aktion ist somit auch zielgerichtet und wird in der gleichen Art und Weise ausgeführt.
Wirklich? Dann ist Dein Speiseplan wohl etwas langweilig, wenn Du immer das gleiche Essen auf genau die gleiche Art und Weise zubereitet und isst.
Hast Du nicht mal Lust was anderes zu Essen? Und was machst Du wenn Dir Dein Kochlöffel zerbricht? Verhungerst Du dann?
Außerdem ist bei weiten nicht alles was der Mensch macht Intelligenz gesteuert, sondern vieles auch instinktiv oder reflexartig.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Eine Gruppe kann nie intelligenter sein als die einzelnen Mitglieder aus denen sie besteht.
Doch, genau dass kann sie:
Wikipedia: Schwarmintelligenz#Naturwissenschaftliche Beschreibung
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Wie kann man auf völlig unbekannte Sachen reagieren, wenn das Wissen über diese Sachen nicht vorhanden ist?
Moment, per Definition besitzen wir kein Wissen über völlig unbekanntes. Das wir auf völlig unbekannte Situationen trotzdem sinnvoll reagieren können, ist ein Hinweis darauf, dass Wissen keine Voraussetzung für Intelligenz ist.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Was kann da die Intelligenz tun, wenn sie nichts hat um etwas tun zu können?
Denken.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Wenn sie nicht intelligent sein können, dann können sie auch keine Erfahrungen machen.
Ah, Intelligenz muss also schon vor der Erfahrung existieren. Erfahrung kann deshalb keine Ursache von Intelligenz sein.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Aber durch seine riesige Datenbank kann der Computer so gut wie auf jede Anfrage reagieren und zwar auf so viele Arten und Weisen, wie die Datenbank groß ist.
Nur wenn Du ein Programm schreibst, was die jeweilige Situation bewertet und dann auf die Datenbank zugreift.
Außerdem reagiert es dann auf eine Situation immer gleich und ist daher nicht flexibel. Es ist also nicht mehr als die vorher erwähnte Ameise.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Wenn das so ist, dann ist Intelligenz einer dieser Begriffe die man zwar anwendet, aber nicht weiß, was diese zu bedeuten haben.
Bingo!
Genau das ist es und genau deshalb können wir momentan nicht sagen ob es jemals möglich sein wird eine künstliche Intelligenz zu schaffen.


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28.11.2008 um 21:37
@Pan_narrans

Da er es aber immer noch nicht sehr häufig schafft ins Wohnzimmer zu kommen, ist seine Intelligenz zwar vorhanden aber wohl nicht sehr hoch.

Naja wenn dein Kater nicht in der Lage ist Türen aufzumachen, dann kannst du ihm nicht vorwerfen zu wenig Intelligenz zu haben. Außerdem musste dein Kater erst mal herausfinden auf welche Art und Weise er ins Wohnzimmer gelangen kann. Ohne dieser "Erfahrung" wäre er niemals auf die Idee gekommen, wie er sein Ziel erreichen könnte. Von nichts kommt eben nichts, wenn man nicht herausgefunden hat, wie etwas funktioniert, dann kann man darauf auch nicht "intelligent" reagieren.

Da Intelligenz jedoch Informationen verarbeitet, muss sie schon in einen System existieren bevor Informationen in diesem ankommen.

Intelligenz kann auch nicht einfach aus nichts bestehen, sie braucht auch Informationen oder eben Eigenschaften, wie sie sich zu verhalten hat.

Eine Ameise hat bestimmte Verhaltensmuster vorgegeben. In einer beliebigen Situation wird sie auf ein Verhaltensmuster zurückgreifen, dass durch bestimmte Ereignisse aktiviert wird. Vollkommen ungeachtet dessen ob es in der Situation wirklich hilft oder nicht.

Das ist beim Menschen nicht anders. Der Unterschied zwischen einer Ameise und dem Menschen besteht eben darin, dass die Art der Verhaltensmuster unterschiedlich ist.

Sie handelt also nicht flexibel.

Nicht grundsätzlich. Wenn du nicht weißt, wie du auf etwas zu reagieren hast, da kannst du auch so intelligent sein wie du es möchtest, dass Wissen über eine bestimmte Situation wird dir nicht einfach so aus dem nichts zu fliegen.

Dann ist Dein Speiseplan wohl etwas langweilig, wenn Du immer das gleiche Essen auf genau die gleiche Art und Weise zubereitet und isst.

Hier geht es um die Aktivität an sich und die ist immer gleich.

Aus deinem Link:

Einzelne Ameisen haben ein sehr begrenztes Verhaltens- und Reaktionsrepertoire. Im selbstorganisierenden Zusammenspiel ergeben sich jedoch immer wieder Verhaltensmuster, die „intelligent“ genannt werden können.

Ein Individuum hat in der Gruppe andere Möglichkeiten als einzelner, aber wo etwas an einer Stelle hinzukommt, muss an einer anderen Stelle etwas weggenommen werden.
Vorteil einer Gruppe: Einer kann alle anderen warnen wenn sich eine Gefahr nähert; ein Feind kann schneller besiegt werden; gewisse Hindernisse werden effektiver beseitigt.
Nachteil einer Gruppe: Damit eine Gruppe als solche funktioniert, muss sich jeder an bestimmte Regeln halten, was irgendwo eine Einschränkung des Individuums bedeutet; macht einer aus der Gruppe einen Fehler, kann sich dieser Fehler fatal auf die gesamte Gruppe auswirken; jemand der sich nicht in der Gruppe an seine Regeln hält kann diese stark behindern, was dann zum Verfall dieser führen kann.
Wie gesagt, die Intelligenz der Gruppe hängt von der Verhaltensweise jedes einzelnen ab, stimmt diese nicht, dann funktioniert ein Kollektiv nicht.

Das wir auf völlig unbekannte Situationen trotzdem sinnvoll reagieren können, ist ein Hinweis darauf, dass Wissen keine Voraussetzung für Intelligenz ist.

Stell dir vor, du musst jemanden reanimieren, dazu hast du ein entsprechendes Gerät und eine Anleitung, aber diese ist in einer Sprache geschrieben, die du nicht verstehst und es ist auch niemand da der dir helfen könnte, was machst du? Oder wie kannst du deine Intelligenz so einsetzen, dass am Ende alles gut geht?

Denken.

Ok und wie funktioniert das Denken?

Ah, Intelligenz muss also schon vor der Erfahrung existieren. Erfahrung kann deshalb keine Ursache von Intelligenz sein.

Als erstes sind Instinkte wichtig, die festlegen, wie du auf bestimmte Reize zu reagieren hast. Dann selektierst du oder dein Verstand das was wichtig erscheint und definiert somit ein Ziel und diesem versuchst du zu folgen. Das machst du in dem du erst mal herausfindest, wie die Dinge so funktionieren und wie du effektiver an das was du willst herankommen kannst.

Nur wenn Du ein Programm schreibst, was die jeweilige Situation bewertet und dann auf die Datenbank zugreift.

Genau, damit eine Reaktion auf eine Situation erfolgen kann, muss man sich dieses "Verhalten" erst irgendwie aneignen, diese einfach so ausdenken und damit richtig liegen, funktioniert nicht.

Außerdem reagiert es dann auf eine Situation immer gleich und ist daher nicht flexibel.

Du wirst auf meinen Text genau so reagieren wie bis jetzt, du wirst dazu Stellung nehmen, also auch nicht gerade flexibel.:)


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Technologische Singularität

28.11.2008 um 22:53
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Stell dir vor, du musst jemanden reanimieren, dazu hast du ein entsprechendes Gerät und eine Anleitung, aber diese ist in einer Sprache geschrieben, die du nicht verstehst und es ist auch niemand da der dir helfen könnte, was machst du? Oder wie kannst du deine Intelligenz so einsetzen, dass am Ende alles gut geht?
Hmm, so zäumst du das Pferd aber von hinten auf.

Wissen ist ein Resultat von Intelligenz, aber Wissen ist nicht Bestandteil der Intelligenz.
Wenn ich 3 Jahre brauche, um eine Ausbildung abzuschliessen, du aber das selbe in nur einem Jahr lernen kannst und wir anschliessend den selben Wissensstand haben. Wer ist dann intelligenter? Nach deiner Theorie wären wir dann beide gleich intelligent. Das stimmt aber nicht, wir wissen nur das selbe. Aber du begreifst 3x schneller als ich.

Dazu befähigt dich deine Intelligenz, die Fähigkeit zu abstrahieren, logisch zu denken, zu schlussfolgern und wie Monkeyboy schon schrieb zielgerichtet, flexibel und vorausschauend zu handeln.

Aber reines Wissen hat mit Intelligenz nichts zu tun. Was bringt es mir, wenn ich ein Buch auswendig lerne, aber den Inhalt nicht verstehe?
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Genau, damit eine Reaktion auf eine Situation erfolgen kann, muss man sich dieses "Verhalten" erst irgendwie aneignen, diese einfach so ausdenken und damit richtig liegen, funktioniert nicht.
Intelligenz ist die Fähigkeit sich dieses Verhalten anzueignen, nicht das Verhalten selbst. Oder anders gesagt, Intelligenz ist die Fähigkeit zu lernen, nicht aber der Inhalt des Gelernten.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Du wirst auf meinen Text genau so reagieren wie bis jetzt, du wirst dazu Stellung nehmen, also auch nicht gerade flexibel.
Als vernuhftbegabtes Wesen, ist er wohl in der Lage frei zu entscheiden, ob er antwortet oder nicht und das ist dann wieder flexibel.


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29.11.2008 um 14:31
@Holzer2.0

Wissen ist ein Resultat von Intelligenz, aber Wissen ist nicht Bestandteil der Intelligenz. Wenn ich 3 Jahre brauche, um eine Ausbildung abzuschliessen, du aber das selbe in nur einem Jahr lernen kannst und wir anschliessend den selben Wissensstand haben. Wer ist dann intelligenter?

Ob ich etwas schneller lerne hängt davon ab, ob ich mich für das Thema interessiere und mich damit etwas intensiver beschäftige. Wenn du dich aber für das Thema nicht interessierst und nur dafür lernst, weil du es lernen musst, dann wirst du eben eine längere Zeit benötigen um auch etwas zu verstehen. So da ich mich mit der Sache etwas besser beschäftigt habe, habe ich auch letztendlich mehr Erfahrung und einen viel leichteren Zugang, als du es, ich sag mal vorsichtig, jemals haben wirst. Und erst dadurch bin ich intelligenter. Ich habe eine komplett andere Einstellung zum Thema als du, was ich mich am Ende in einem bestimmten Bereich intelligenter macht.

Dazu befähigt dich deine Intelligenz, die Fähigkeit zu abstrahieren, logisch zu denken, zu schlussfolgern und wie Monkeyboy schon schrieb zielgerichtet, flexibel und vorausschauend zu handeln.

Ja aber das kann nicht einfach so passieren. Ich muss einen gewissen Zugang zu etwas haben, damit ich mich mit diesem beschäftigen kann und dann im Ganzen eine gewisse Logik erkennen kann, erst dann kommt meine Intelligenz zum Einsatz.

Was bringt es mir, wenn ich ein Buch auswendig lerne, aber den Inhalt nicht verstehe?

Folgendes, der Unterschied zwischen reinem Wissen und Intelligenz besteht darin, dass Wissen sich eben aus Fakten zusammensetzt und Intelligenz ist eben Erfahrung und Wissen über bestimmte grundlegende Zusammenhänge, die sich über mehrere Bereiche erstrecken können. Diese Zusammenhänge muss man erst mal herausfinden und wenn man die herausgefunden hat, dann kann man auch intelligent handeln und das kann man als Wissen oder viel besser als Erfahrung ansehen.

Intelligent zu sein, heißt nicht sofort alles wissen zu können ohne sich richtig damit beschäftigt zu haben. Das funktioniert so nicht.
Außerdem ist das allgemeine Bild der Menschen was die Intelligenz betrifft total verzerrt. Man braucht nur 30 Sekunden etwas kompliziertes in der gleichen Tonlage zu erzählen und schon sind einige von deiner Intelligenz beeindruckt und wenn du das Thema wechselst und irgendwas auf die selbe Art und Weise präsentierst, dann denken alle von dir, dass du allwissend bist. Völliger Schwachsinn.
Nach meiner Theorie gibt es die Intelligenz nicht, zumindest nicht die die man sich vorstellt, aber nicht versteht, weil es diese nicht gibt.
Wenn ich eines kann, dann kann ich auf der anderen Seite was anderes nicht, ich kann nicht wirklich alles können. Das Problem ist, dass die Menschen dies aber so sehen und deine eigene nicht vorhandene "Allmächtigkeit" kannst anderen verkaufen, wenn du etwas zur Schau stellst, was irgendwie kompliziert aussieht.
Was eben auch zeigt, dass der Mensch auf bestimmte Reize, Bilder oder Eindrücke instinktiv reagiert und bei weitem nicht anders ist als ein Tier.

Als vernunftbegabtes Wesen, ist er wohl in der Lage frei zu entscheiden, ob er antwortet oder nicht und das ist dann wieder flexibel.

Man wird sich nur für das entscheiden, was der eigenen Vorstellung nach den festgestellten Mangel am besten beseitigt. Dass das als freie Entscheidung bezeichnet wird, ist schon etwas seltsam. Aber naja ist ein anderes Thema.


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Technologische Singularität

29.11.2008 um 17:47
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Ob ich etwas schneller lerne hängt davon ab, ob ich mich für das Thema interessiere und mich damit etwas intensiver beschäftige.
Nein. Es ist zwar richtig, das ich etwas das mich tatsichlich interessiert, auch besser und schneller lerne, aber nur, weil ich mehr Zeit und Aufmerksamkeit investiere.
Eine hohe Auffassungsgabe hat aber nichts mit Interesse, sondern mit Veranlagung und Training zu tun.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Intelligent zu sein, heißt nicht sofort alles wissen zu können ohne sich richtig damit beschäftigt zu haben. Das funktioniert so nicht.
Nein, heisst es nicht. Das behauptet ja auch niemand, weil Intelligenz mit konkretem Wissen nichts zu tun hat.

Um das ganze zu verkürzen: hier ist mal ein typischer Intelligenz-Test. Weiter unten steht worum es in den einzelnen Bereichen geht. Nicht in einem davon wird Wissen abgefragt.

http://www.focus.de/D/DB/DBV/DBV24_neu/DBV24C/dbv24c.htm

Da mal drüber nachdenken.


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29.11.2008 um 18:45
Zitat von Holzer2.0Holzer2.0 schrieb:Es ist zwar richtig, das ich etwas das mich tatsichlich interessiert, auch besser und schneller lerne, aber nur, weil ich mehr Zeit und Aufmerksamkeit investiere.
Aufmerksamkeit bestimmt. Aber nicht unbedingt Zeit.
Ich denke es hängt damit zusammen, dass man "Interessentes" deshalb als solches empfindet, weil die Grundstrucktur davon bekannt ist, und man es leichter identifizieren kann. Folglich kann man auch logische Ab- und Herleitungen besser verstehen, und lernt damit auch schneller.


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29.11.2008 um 23:45
@Holzer2.0

Es ist zwar richtig, das ich etwas das mich tatsächlich interessiert, auch besser und schneller lerne, aber nur, weil ich mehr Zeit und Aufmerksamkeit investiere.

Naja letztendlich investierst du überhaupt Zeit und Aufmerksamkeit für etwas, weil es dich eben interessiert, was nicht der Fall wäre, wenn es dich nicht interessieren würde. Was glaubst du was die ganzen Hochbegabten den ganzen Tag machen und wieso sie so hochbegabt sind? Sie beschäftigen sich ziemlich intensiv mit dem was sie interessiert und sind in der Lage sich viel länger auf etwas zu konzentrieren als ein Durchschnittsmensch. Deswegen haben sie auch einen viel besseren Durchblick darin, als z.B. sogar einer der sich als Fachmann bezeichnet. Und dieser Durchblick spiegelt sich in der Intelligenz wieder. Und ein längeres Durchhaltevermögen würde ich nicht als die Quelle der Intelligenz ansehen.

So, noch mal die Sache mit dem Interesse.
Damit du dich für etwas interessierst, brauchst du eine richtige Psyche dafür. Diese sorgt dafür, dass du in dem was dich interessiert etwas siehst, was für dich von Vorteil sein könnte. Und das ist eine Frage der Gene. Das heißt jetzt nicht, dass es in den Genen drin ist, dass du dich für Autos interessieren sollst. Es ist so, Autos haben eine bestimmte Erscheinungsform, diese Erscheinungsform spricht dann irgendwo den Menschen an und er fängt an sich dafür zu interessieren, weil er in diesen etwas sieht, was ihn stark oder sonst was macht oder machen könnte, auf jeden Fall etwas positives. Kennst du dieses Experiment mit dem Staubsauger im Elektroladen? War nicht allzu lange her irgendwo im TV. Da wurde ein türkisfarbener Staubsauger verkauft und der war ein renner, weil der irgendwie so niedlich aussah und die Leute irgendwie an ein Baby erinnert hat, während z.B. ein rotes Gerät nicht so erfolgreich war. So und genau so ist das mit den Autos und allem anderen, die haben irgendwas, was die Psyche der Menschen anspricht, aufgrund ihrer Erscheinung.

Eine hohe Auffassungsgabe hat aber nichts mit Interesse, sondern mit Veranlagung und Training zu tun.

Dass man besser darin ist, sich Dinge zu merken, hat mit Intelligenz nichts zu tun.

Nein, heisst es nicht. Das behauptet ja auch niemand, weil Intelligenz mit konkretem Wissen nichts zu tun hat.

Also es geht mir um folgendes.
Man nimmt einen angeblich Hochbegabten und einen Otto Normalverbraucher. Beide bekommen ein Buch z.B. über Medizin. Beide haben noch nie etwas damit zu tun gehabt und sollen sich jetzt damit beschäftigen, ich sag mal zwei Stunden lang. Beide fangen an interessiert zu lesen. Ungefähr nach ca. 20 Minuten hat der Otto N. kein Bock mehr, es ist ihm zu eintönig und zu langweilig. Der fängt an das Buch durchzublättern und nach etwas interessantem zu suchen. Irgendwann hat er auch darauf keine Lust mehr. Der Hochbegabte aber sitzt immer noch wie eine Statue, starrt immer noch ins Buch und saugt sich alles rein, was er nur unter die Linse bekommen kann. Der Otto N. setzt sich entspannt zurück und fängt an sich im Zimmer, wo er sich gerade befindet umzuschauen, er versucht irgendwo etwas interessantes zu finden. Da seine Suche nicht zum Erfolg führte, versucht er irgendwann sich mit dem Buch anzufreunden, was nicht funktioniert und er dazu gezwungen ist die restliche Zeit abzuwarten bis er endlich raus darf. Die Bewegungen des Hochbegabten sehen aber in der ganzen Zeit so aus, dass er nur die Sitzhaltung ändert, aber immer noch ins Buch starrt. So irgendwann sind die zwei Stunden um und jetzt sollen beide erzählen, was sie alles behalten haben. So der Hochbegabte fängt natürlich an wie ein Wasserfall zu reden, der Otto N. aber versucht, das was er behalten hat, mit Ähms und Öhms irgendwie umfangreicher zu gestalten und nach einer kurzen Zeit sagt er frustrierend, dass er das Buch total langweilig fand und es ihn nicht interessiert hat. Während dessen der Hochbegabte immer noch wie ein Wasserfall redet. So nach zwei Monaten werden Otto N. und der Hochbegabte aufgesucht um einen weiteren kurzen Test zu machen. Man konfrontiert die beiden mit einer Information, die sich auf das Thema bezieht, worüber sie lesen mussten, einer Information die nicht im Buch vorhanden war. Otto N. kann überhaupt damit gar nichts anfangen, auch wenn man ihn bittet in dieser Information irgendwo einen Sinn zu finden. Er würde sich zwar noch mal mit dem Buch beschäftigen um eben mit dieser Info was anfangen zu können, aber so ziemlich weit kommt er nicht. Bei dem Hochbegabten sieht es etwas anders aus. Auch wenn er schon einiges vergessen haben sollte, würde er mit dieser Information etwas anfangen können. Er würde wissen worum es geht und was es zu bedeuten hat.
So und diese Fähigkeit mit etwas neuem etwas anfangen zu können und darauf richtig reagieren zu können, darin wird diese Intelligenz zum Teil gesehen und dem zugeordnet.
Die Frage ist jetzt, was ist die eigentliche Quelle der Intelligenz?

A.) Durchhaltevermögen
B.) Wissen und eben Durchblick und Erfahrung in einem bestimmten Thema
oder
C.) Was anderes was keiner kennt.

Um das ganze zu verkürzen: hier ist mal ein typischer Intelligenz-Test.

Ich weiß worum es bei diesen Intelligenztests geht. Würde ich diese jeden Tag machen, würde ich immer besser werden. Und weil ich die jeden Tag mache präge ich mir so eine Art Routine ein was ich aber als Erfahrung bezeichne. Ob Geschicklichkeit, logisches Denken oder eben Erfahrung mit irgendwas, es läuft alles auf dasselbe hinaus. Ein Beispiel, wenn du eine komplizierte Matheaufgabe lösen musst, die Sachen enthält die du noch nie gesehen hast, dann wirst du Schwierigkeiten damit haben, weil du erst mal damit beschäftigt bist herauszufinden, was das alles zu bedeuten hat und damit, diese Informationen einzuordnen. So, da du dir eben nicht alles sofort merken kannst, werden deine Bemühungen ziemlich lange andauern, da du immer wieder damit beschäftigt bist, Ordnung im Ganzen zu finden. Wenn du jeden Tag das machen würdest, dann wirst du nicht lange Zeit dafür brauchen um in komplizierten Matheaufgaben eine Ordnung zu sehen, da die Elemente, die dort auftauchen die gleichen sind, welche nur anders zusammengesetzt sind. Und diese Elemente hast du dir schon durch dieses tägliche Training eingeprägt. So und mit allem anderen ist es genau so. Man kennt eben die Elemente, weiß worauf es ankommt und kann somit auf neue Situationen effizient reagieren. Z.B. Fehlersuche in einem Gerät, wenn man nicht weiß wie es funktioniert und was die einzelnen Bestandteile zu bedeuten haben, wird man sich da nie zurechtfinden. Erst nach dem gewisse Dinge klar sind, weiß man schon was nicht stimmt und woran es liegt. Und so etwas ist auch, wo man vorausschauend, zielgerichtet und flexibel handeln muss.

Der Verstand funktioniert eben nur auf Basis von Wissen und psychischer Orientrierung. Da gibt es irgendwie keine extra Instanz, die sich Intelligenz nennt.


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30.11.2008 um 09:30
@Tyranos
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Der Verstand funktioniert eben nur auf Basis von Wissen und psychischer Orientrierung. Da gibt es irgendwie keine extra Instanz, die sich Intelligenz nennt.
Das sehe ich nicht so.
Intelligenz ist die Fähigkeit bereits vorhandene Kenntnisse über Verschiedes auf Neues anzuwenden. Also die Kombinationsfähigkeit des Verstandes alte kognitive "Werkzeuge" auf neue Probleme anzuwenden.

Beispiel:

Ein Affenkind hat seine Eltern dabei beobachtet, wie sie mit einem Stock (eine Maschine, die die Kraft des Armes verlängert) die Äpfel vom Baum holten, indem sie den Stock nach ihnen schlugen.
Einige Äpfel sind aber dabei in einen See gerollt, und die Affen kommn nicht ran, weil sie nicht nass werden wollen.
Nun heisst es kombinieren.
Das Affenkind denkt sich...
Wenn man eine Armverlängerung dafür nutzen kann um nach etwas zu schlagen, kann man sie vielleicht auch dafür benutzen um etwas ranzuholen?
Probieren. Gehet. Voila!

Und so funktioniert das von der einfachsten Alltagsbanalität bis zur kompliziertesten mathematischen Gleichung.

Der "Transfer" von Wissen macht die Intelligenz aus, nicht das Wissen selbst.


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30.11.2008 um 17:50
@rockandroll

Wenn man eine Armverlängerung dafür nutzen kann um nach etwas zu schlagen...

Und das meine ich ja mit Wissen, man muss eben wissen wozu diese Armverlängerung gut ist und wie sie funktioniert. Damit man überhaupt dieses Wissen erlangt, muss man sich dafür interessieren, dies ist wiederum von der Psyche und somit auch Wahrnehmung abhängig. Vielleicht ist dieses Gefummel mit der Armverlängerung doch zu nervig, also entscheidet man sich für eine andere Möglichkeit, also z.B. selbst raufklettern. So dadurch, dass man sich fürs Klettern entschieden hat, wird man nicht wirklich verstehen wie dieses Werkzeug funktioniert und es wird dann demjenigen auch nicht einfallen, wofür man es sonst so noch benutzen könnte. Hat man sich fürs Werkzeug entschieden, dann bekommt man seine Funktionsweise mit. Die Abläufe zur Nutzung dieses Werkzeugs haben bestimmte Bewegungsmuster, die man sich einprägt und die Bedingungen, wo das Ganze zum Einsatz kommen soll, hat man sich auch gemerkt. So, wenn man eine Situation sieht, die dem gleicht, was man schon gesehen hat und wo von man gelernt hat, dann fällt einem die Lösung für das Problem sofort ein. Das alles passiert unterbewusst. Stellt man sich erst mal vor, dass die Gehirnzellen aus Transistoren bestehen. Diese Transistoren werden durchs lernen miteinander verknüpft und diese Verknüpfung stellt quasi die gelernte Information dar. Jede einzelne Verknüpfung benötigt einen Aktivierungscode. Diesen Aktivierungscode liefert ein Reiz, welcher aus der Umwelt kommt, die man beobachtet. So jetzt sieht man in seiner Umwelt etwas bestimmtes, Reize werden emfangen, jeder einzelne Reiz hat ein bestimmtes Muster und dieses Muster stellt den Aktivierungscode für die einzelnen Transistorverknüpfungen dar. Kommt etwas neues, was man bisher noch nicht gesehen hat, ist das Gehirn verwirrt, das es die Information nicht einordnen kann, weil dieser Reiz einfach ins Leere geht, da es keine passende Verknüpfung für diesen vorhanden ist. Es müssen neue Verknüpfungen geschaffen werden um mit dieser neuen Information etwas anfangen zu können. So wenn eine Situation auftaucht, die bekannte Elemente enthält, dann aktiviert dieser Reiz mit seinem speziellen Muster bestimmte Transistorverknüpfungen, das Gehirn erinnert sich somit und schaltet alle weiteren Transistoren die zum Ganzen dazugehören bis zur Handlung und somit Reaktion auf diesen Reiz durch. Und diese Durchschaltung kann niemals die Intelligenz sein, erstens es passiert automatisch, zweitens wird von außen aktiviert und drittens, es ist bei jedem Lebewesen gleich.

Diese Kombinationsgabe ist nichts weiteres als dieser Durchschalteffekt von Transistoren. Damit man aber etwas kombinieren kann, braucht man Wissen dazu, eben diese Verknüpfungen. Und je mehr man davon hat, desto mehr kann man kombinieren, was sich wiederum in der Intelligenz zeigt.


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30.11.2008 um 18:40
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Und das meine ich ja mit Wissen, man muss eben wissen wozu diese Armverlängerung gut ist und wie sie funktioniert.
Definitiv nein. Gib einen Kleinkind mal einen Stock in die Hand und schau Dir an was es damit macht.
Das Kind wird erst einmal mit dem Stock herumprobieren und verschiedene Möglichkeiten für diesen ausprobieren.
Dabei wird es sich verschiedene Möglichkeiten zuerst ausdenken, bevor es diese in die Tat umsetzt. Der Gedanke kommt hier also vor der Erfahrung und dem Wissen.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Damit man überhaupt dieses Wissen erlangt, muss man sich dafür interessieren, dies ist wiederum von der Psyche und somit auch Wahrnehmung abhängig.
Hirr hast Du wieder zum Teil recht. Wahrnehmung hat höchstwahrscheinlich was mit Intelligenz zu tun. Jedoch ist sie alleine wohl auch nicht ausreichend, weil sonst ja jede Kamera intelligent wäre.
Vielleicht ist dieses Gefummel mit der Armverlängerung doch zu nervig, also entscheidet man sich für eine andere Möglichkeit, also z.B. selbst raufklettern.t
Es wird zwischen hier zwischen zwei Alternativen abgewogen und sich dann für die erfolgsversprechendere entschieden. Also wird vorausschauend, flexibel und zielgerichtet gehandelt. Was im Gehirn das Affenkind dazu befähigt und wie es das tut ist aber noch nicht bekannt.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:So dadurch, dass man sich fürs Klettern entschieden hat, wird man nicht wirklich verstehen wie dieses Werkzeug funktioniert
Brauch es auch nicht. Allein, dass es aus zwei Varianten die ausgewählt hat, die für es mehr Erfolg verspricht hat es intelligent gehandelt.
Natürlich kann man auch Maschinen bauen, die in bestimmten Situationen zwischen mehreren Varianten entscheiden kann, wie zB ein Schachcomputer. Jedoch kann diese Maschine im Moment nur auf die Situationen reagieren die sie programmiert bekommen hat. Versuche mal mit einem Schachcomputer Dame zu spielen.
Ein Affenkind kann jedoch auch in vollkommen unbekannten Situationen Entscheidungen treffen, die auch eine gute Erfolgswahrscheinlichkeit besitzen und auch Sinn machen.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:So, wenn man eine Situation sieht, die dem gleicht, was man schon gesehen hat und wo von man gelernt hat, dann fällt einem die Lösung für das Problem sofort ein.
Ist dann aber reine Imitation und nicht intelligentes Handeln. Dazu muß schon eine gewisse Transferleistung erbracht werden.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Das alles passiert unterbewusst.
Bewusstsein und Intelligenz müssen nicht aneinander gekoppelt sein. Da wir nicht wissen was Intelligenz wirklich ist und auch Bewusstsein für uns noch rätselhaft ist, können wir auch über eine Verbindung von beiden keine ernsthafte Aussage machen.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Stellt man sich erst mal vor, dass die Gehirnzellen aus Transistoren bestehen. Diese Transistoren werden durchs lernen miteinander verknüpft und diese Verknüpfung stellt quasi die gelernte Information dar. Jede einzelne Verknüpfung benötigt einen Aktivierungscode. Diesen Aktivierungscode liefert ein Reiz, welcher aus der Umwelt kommt, die man beobachtet. So jetzt sieht man in seiner Umwelt etwas bestimmtes, Reize werden emfangen, jeder einzelne Reiz hat ein bestimmtes Muster und dieses Muster stellt den Aktivierungscode für die einzelnen Transistorverknüpfungen dar.
Kann man so ausdrücken, ja.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Kommt etwas neues, was man bisher noch nicht gesehen hat, ist das Gehirn verwirrt, das es die Information nicht einordnen kann, weil dieser Reiz einfach ins Leere geht, da es keine passende Verknüpfung für diesen vorhanden ist Es müssen neue Verknüpfungen geschaffen werden um mit dieser neuen Information etwas anfangen zu können.
Hier machst Du Deinen entscheidenden Fehler. Selbst unbekannte Reize laufen nicht ins Leere sondern werden verarbeitet und provozieren eine Reaktion.
Im Anschluss daran werden dann wirklich neue Verknüpfungen erstellt.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Und diese Durchschaltung kann niemals die Intelligenz sein, erstens es passiert automatisch, zweitens wird von außen aktiviert und drittens, es ist bei jedem Lebewesen gleich.
Hier liegt der Kern Deines Fehlers. Intelligenz ist erstens nicht notgedrungen nicht automatisch. Es ist sogar sehr Wahrscheinlich das Intelligenz auf einem automatischen Vorgang beruht.
Zweitens: Die Durschaltung ja, aber das verarbeitende System (Hirn) ist nicht durch das Außen gegeben, sondern Teil des Gesamtsystems (Organismus).
Und Drittens: Nein, die Neuronale Struktur ist nicht nur von Art zu Art verschieden sondern sogar zwischen Individuen der gleichen Spezies.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Diese Kombinationsgabe ist nichts weiteres als dieser Durchschalteffekt von Transistoren. Damit man aber etwas kombinieren kann, braucht man Wissen dazu, eben diese Verknüpfungen. Und je mehr man davon hat, desto mehr kann man kombinieren, was sich wiederum in der Intelligenz zeigt.
Du bist Dir im Klaren darüber, dass Neuronen immer mit anderen Neuronen verknüpft sind? Auch wenn weder Intelligenz vorhanden ist, noch Wissen?


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Technologische Singularität

01.12.2008 um 13:36
@Tyranos
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Und das meine ich ja mit Wissen, man muss eben wissen wozu diese Armverlängerung gut ist und wie sie funktioniert.
Ja, das muss man erstmal wissen. Nur man wird mit diesem Wissen nicht geboren, sondern muss es erlernen, und wie man das Gelernte anwendet, wie schnell man überhaupt lernt usw,. das ist dann die Intelligenz.

Lernen heisst das Erlebte zu modelisieren, und diese Modelle als Werkzeuge zu sichern. Alle relevanten Alltagssituationen werden schematisiert, und nach einer bestimmten Dringlichkeitsstufe gespeichert. Man lernt um zukünftigen Problemen mit Hilfe der abgespeicherten Schemata adäquat begegnen zu können.

Wie man nun diese alten Schemata, oder eben die Werkzeuge zu gebrauchen versteht, wie man sie an die neuen Lebensumstände anpasst, um den grösstmöglichen Nutzen herauszuholen, das macht dann Intelligenz aus.
Wobei der Nutzen auch ein sehr individuell belegter Begriff ist.
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Damit man überhaupt dieses Wissen erlangt, muss man sich dafür interessieren, dies ist wiederum von der Psyche und somit auch Wahrnehmung abhängig.
Interesse ist in erster Linie davon abhängig, welche Ziele, Wünsche und Vorlieben man hat.
Man kann sich nicht für etwas begeistern, dessen Sinn sich einem nicht erschliesst, weil man die Grundstrucktur/das Grundschema dessen nicht kennt, begreift, oder man es für keines seiner Ziele verwenden kann. Zumindest sich nicht vorstellen kann, dass es irgendeinem seiner Ziele zuträglich sein könnte.

Hat man aber erst die Grundstrucktur erkannt, und hat es als "Werkzeug" wahrgenommen, mit dessen Hilfe man seinen Alltag wie auch immer besser/ökonomischer bewältigen kann, dann ist das Interesse am erlernen dieses Mittels geweckt.
Und jenachdem wie schnell man die Grundstrucktur erkannt, und ggf. benannt hat, und wie man diese dann am ökonomischsten in den Alltag (wobei dieser wiederrum auch ein Grundschema beinhaltet, welches erkannt und ggf. benannt werden möchte) einbauen kann, um Zeit und sonstige Ressurcen zu sparen, so intelligent ist man dann eben.

Es geht also im weitesten Sinne um das erkennen und benennen von Grundstruckturen (sowohl von vergangenen, die man als Werkzeuge nutzt, als auch von gegenwärtigen, die es zu bearbeiten gilt, damit man zukünftige Situationen begünstigt oder vermeidet, je nach Wunsch), die man sinnvoll oder logisch miteinander verknüpft, um letzlich sein Überleben zu sichern.


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Technologische Singularität

01.12.2008 um 14:53
@Tyranos
Was mir grade noch einfällt:
Zitat von TyranosTyranos schrieb:Stellt man sich erst mal vor, dass die Gehirnzellen aus Transistoren bestehen. Diese Transistoren werden durchs lernen miteinander verknüpft und diese Verknüpfung stellt quasi die gelernte Information dar. Jede einzelne Verknüpfung benötigt einen Aktivierungscode. Diesen Aktivierungscode liefert ein Reiz, welcher aus der Umwelt kommt, die man beobachtet. So jetzt sieht man in seiner Umwelt etwas bestimmtes, Reize werden emfangen, jeder einzelne Reiz hat ein bestimmtes Muster und dieses Muster stellt den Aktivierungscode für die einzelnen Transistorverknüpfungen dar.
Zitat von TyranosTyranos schrieb: Diese Kombinationsgabe ist nichts weiteres als dieser Durchschalteffekt von Transistoren. Damit man aber etwas kombinieren kann, braucht man Wissen dazu, eben diese Verknüpfungen. Und je mehr man davon hat, desto mehr kann man kombinieren, was sich wiederum in der Intelligenz zeigt.
Du behauptest grade auch, dass Intelligenz ein inhärenter Effekt genügend komplexer Netzerke ist.


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Technologische Singularität

01.12.2008 um 20:41
@Pan_narrans

Jedoch ist sie alleine wohl auch nicht ausreichend, weil sonst ja jede Kamera intelligent wäre.

Ich unterscheide schon zwischen Wahrnehmung und Aufnahmefähigkeit, weil in die Wahrnehmung noch die psychische Bewertung des Aufgenommenen reinfließt.

Was im Gehirn das Affenkind dazu befähigt und wie es das tut ist aber noch nicht bekannt.

Naja die Prioritäten der einzelnen Entscheidungen hängen größtenteils vom Erlebten ab. Also so eine Darstellung lässt sich schon aufbauen, ohne die Funktionsweise des Gehirns berücksichtigen zu müssen.

Ist dann aber reine Imitation und nicht intelligentes Handeln.

Alle Aktionen gleichen sich sowieso irgendwo. Es ist irgendwie immer eine Imitation da.

Da wir nicht wissen was Intelligenz wirklich ist und auch Bewusstsein für uns noch rätselhaft ist, können wir auch über eine Verbindung von beiden keine ernsthafte Aussage machen.

Ich bin aber der Meinung durchaus zu wissen, was Intelligenz ist und ich weiß auch wie das Denken funktioniert. Ich weiß zwar nicht was alles so im Gehirn passiert, aber wie so ein Gedanke entsteht und was dafür nötig ist, das kann ich mir schon vorstellen. Und das mit dem Bewusstsein, das ist für mich nach wie vor ein Rätsel.

Selbst unbekannte Reize laufen nicht ins Leere sondern werden verarbeitet und provozieren eine Reaktion.

Ins Leere meinte ich nur damit, dass sie nicht von einer Verknüpfung aufgefangen und verarbeitet werden, sondern sich einfach überall verteilen wo sie nur können.

Es ist sogar sehr Wahrscheinlich das Intelligenz auf einem automatischen Vorgang beruht.

Und wo ist mein Fehler jetzt, es ist doch automatisch?

Die Durschaltung ja, aber das verarbeitende System (Hirn) ist nicht durch das Außen gegeben, sondern Teil des Gesamtsystems (Organismus).

Das ist richtig.

Und Drittens: Nein, die Neuronale Struktur ist nicht nur von Art zu Art verschieden sondern sogar zwischen Individuen der gleichen Spezies.

Das ist mir klar. Der Effekt aber, dass einem was einfällt oder dass man was entdeckt, also wenn plötzlich die Leuchte über einem angeht, ist bei jedem gleich und Intelligenz unabhängig.

Du bist Dir im Klaren darüber, dass Neuronen immer mit anderen Neuronen verknüpft sind? Auch wenn weder Intelligenz vorhanden ist, noch Wissen?

Yo, und deswegen sind die Neuronen auch keine Transistoren. Das war eben nur ein Modell.

Du behauptest grade auch, dass Intelligenz ein inhärenter Effekt genügend komplexer Netzerke ist.

Ja und auch irgendwie nein.

Also irgendwie kommt das, was ich über die Intelligenz aussagen möchte, nicht so wirklich rüber.

Folgendes, ich sag mal jetzt Rakete.
Was meine ich damit und worauf bezieht sich das?
Man kann jetzt dazu nichts großartiges erzählen, da es einfach an Hintergrundinformationen fehlt. Man kann jetzt nur raten. Und es ist jetzt egal wie intelligent man ist, viel machen lässt sich da nicht. Erst wenn ich paar Stichwörter einfüge, könnte man dann logisch drauf kommen, was ich meine. Wenn man anhand dieser paar Stichwörter auf die Lösung kommt, dann kann man sagen, dass hinter dem Ganzen sich die Intelligenz verbirgt. So, wenn man aber auf die Lösung nicht kommt, weil diese Stichwörter einem nicht viel sagen, dann ist bei demjenigen eine geringere Intelligenz zu vermuten. So, aber wie kommt es, dass der eine auf die Lösung kam und andere nicht? Hat der eine mehr Gehirnzellen oder denkt er schneller? Alles nicht wirklich von Bedeutung. Der eine konnte mit den Hinweisen mehr anfangen, weil er mehr darüber Bescheid wusste und deswegen konnte er sich auch ein Bild daraus machen.
Letztendlich geht alles darauf hinaus, dass es von der Informationsmenge abhängt, was man alles mit dieser Information machen kann. Man kann jetzt nicht zu dem Begriff "Rakete" sich Informationen ausdenken, die zu dem selben Bild führen, was ich eins hab. So und wenn die Quelle der Intelligenz nicht das Wissen über bestimmte Zusammenhänge wäre, dann wäre es durchaus möglich einfach durchs Erfinden eigener Informationen ein bestimmtes Bild hinter einem Begriff zu rekonstruieren.


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Technologische Singularität

01.12.2008 um 21:06
@Tyranos
Ich glaub wir reden auch ein wenig aneinander vorbei.

Du behauptest, dass Intelligenz das Aktivieren bestimmter Informationen im Gehirn durch Reize von Außen und die Anwendung dieser um neue Situationen zu meistern ist. Da hast Du nicht ganz unrecht.

Ich meine jedoch, dass wir nicht wissen wie dieses stattfindet. Sicher Nervenimpulse laufen durch Neuronen und Aktivieren andere Neuronen.
Stellt aber ein Neuron auch eine Information dar? Unwahrscheinlich.
Wie werden diese Informationen aber gespeichert? Wie genau verarbeitet?

Die Wahrheit ist, dass das momentan noch keiner sagen kann.


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Technologische Singularität

01.12.2008 um 22:26
@Tyranos

Was mir zu deinem Post als erstes einfällt, weil unklar geblieben:

Wo ist bei dir der Unterschied zwischen Erwerb und Lernen?

Und von was für einer Intelligenz sprichst du? DIE Intelligenz gibt es nicht.


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