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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

145 Beiträge, Schlüsselwörter: Zukunft, Zeit, Vergangenheit, Jetzt, Gegenwart, Relativität, Planck

Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:38
philomela schrieb:Nur denke ich, eine physikalische Theorie des Bewusstsein, welche "Gott" nicht mit einbezieht wäre ein fataler Irrtum.
Das ist doch totaler Quatsch und strotzt nur so von zirkulärer Logik.
Du kannst das Bewußtsein mit einer weiteren Instanz ("Gott") nicht mehr erklären als mit irgendeiner anderen Theorie. Im Gegenteil, vielmehr wird nach der Erklärung, woher denn das bewusstseinsgebende Bewusstsein kommt, gesucht.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:46
@Mr.Dextar

Naja, "Gott" ist eigentlich der unpräziseste Begriff, den es überhaupt gibt und ich benutze ihn eigentlich wirklich höchst ungern. Ich denke schon, das es so was wie ein folgerechte Entwicklung geben muss, in der der sgn. "Zufall" vielleicht nur aus unserer Perspektive danach aussieht. Da ist eigentlich genau der Knackpunkt. Die Welt entscheidet sich erst in jedem Augenblick, das zu sein, was sie ist und trotzdem muss es ein zugrundeliegendes, gerichtetes Prinzip geben.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:51
@philomela

Eben, Du kannst 'nen Keks einfach "Gott" nennen. Aber da ist die konventionelle Definition ein wenig anders. Ebenso sollten wir mit allen anderen Dingen umgehen. Z.b. weiss ich nicht, warum Pantheisten die Natur "Gott" nennen, obwohl sie einfach bei Natur bleiben könnten.
philomela schrieb:Die Welt entscheidet sich erst in jedem Augenblick, das zu sein, was sie ist und trotzdem muss es ein zugrundeliegendes, gerichtetes Prinzip geben.
Wieso? Vielleicht ist ja das einzig konstante Prinzip die Veränderung?

Das Bewusstsein ist sehr komplex aufgebaut und braucht eine extrem lange Entwicklungszeit. Dass dann aber ein "großes" Bewusstsein diese Existenz formt und a priori existieren soll, ist wohl eine unverschämte Annahme. ^^


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:54
@Mr.Dextar
Mr.Dextar schrieb:Dass dann aber ein "großes" Bewusstsein diese Existenz formt und a priori existieren soll, ist wohl eine unverschämte Annahme.
Warum?


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:55
@philomela

Habe ich doch schon gesagt:

Das Bewusstsein ist sehr komplex aufgebaut und braucht eine extrem lange Entwicklungszeit.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:57
Etwa 13,75 Milliarden Jahre? ^^

@Mr.Dextar

Vielleicht entwickelt sich dieses umfassende Bewusstsein simultan mit dem Universum.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 14:59
philomela schrieb:Vielleicht entwickelt sich dieses umfassende Bewusstsein simultan mit dem Universum.
OK, dann haben wir aber ein a posteriori- Gruppenbewusstsein, wenn ich das korrekt verstehe. :D Das hat dann aber nix göttliches mehr in sich, sondern ist genauso Produkt der Existenz wie alles andere.
philomela schrieb:Etwa 13,75 Milliarden Jahre? ^^
Es gibt keinen absoluten Anfang und wird ihn auch nie geben können. Ich sehe den Urknall jedenfalls nicht als den Anfang überhaupt. ;)


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:10
Wieso Gruppenbewusstsein? So weit sind wir ja leider noch nicht (Global Brain Theorie). Wenn man den Gedanken weiterspinnt, wären wir Bewusstseinshäufchen inmitten eines umspannenden Bewusstseins, keine Ahnung, wozu das alles gut sein soll, zumal ich uns Menschen nicht als die einzige bewusstseinsbegabte Lebensform annehme. Aber das Universum ist ja auch kein Organismus in diesem Sinne.
Mr.Dextar schrieb:Das hat dann aber nix göttliches mehr in sich, sondern ist genauso Produkt der Existenz wie alles andere.
Wenn alles aus der (Selbst-) Entwicklungs eines umfassenden mannigfaltig ausgeprägten Bewusstseins ("Gott") heraus existiert, sind wir doch auch Teil davon und gleichzeitig "Produkt der Existenz".
Mr.Dextar schrieb:Es gibt keinen absoluten Anfang und wird ihn auch nie geben können. Ich sehe den Urknall jedenfalls nicht als den Anfang überhaupt.
Ja, ich mag die Geschichte mit dem Aus- und Einatmen der Götter aus den vedischen Schriften. Oder kontrahiert das Universum gar nicht irgendwann wieder? Ich glaube, das kann man noch nicht so genau sagen.
Aber widersprochen haste mir da jetzt auch nicht unbedingt. :) Ist schon ne Menge Zeit für so ein Bewusstsein, sich zu entwickeln...


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:17
@philomela
Wenn man den Gedanken weiterspinnt, wären wir Bewusstseinshäufchen inmitten eines umspannenden Bewusstseins, keine Ahnung, wozu das alles gut sein soll, zumal ich uns Menschen nicht als die einzigen bewusstseinsbegabte Lebensformen annehme.
Sicher sind wir das nicht, aber unseres ist immerhin so stark, die Ausmaße der Existenz zu erahnen.
philomela schrieb:Aber das Universum ist ja auch kein Organismus in diesem Sinne.
Zum Glück. ^^
philomela schrieb:Wenn alles aus der (Selbst-) Entwicklungs eines umfassenden mannigfaltig ausgeprägten Bewusstseins ("Gott") heraus existiert, sind wir doch auch Teil davon und gleichzeitig "Produkt der Existenz".
Aber hier implizierst Du bereits mit "mannigfaltig ausgeprägtes Bewusstsein" ein fertiges Bewusstsein, das halt einfach so existiert und im Gegensatz zu den Teilsystemen (wir) keine ewige Entwicklungszeit braucht. ;) Von daher ist diese Aussage im Kern paradox.
philomela schrieb:Ja, ich mag die Geschichte mit dem Aus- und Einatmen der Götter aus den vedischen Schriften.
Uf, was für ne "Interpretation". Dann haben die Götter ja Mundgeruch. ^^
philomela schrieb:Oder kontrahiert das Universum gar nicht irgendwann wieder? Ich glaube, das kann man noch nicht so genau sagen.
Was man auf alle Fälle sagen kann ist, dass Energie nicht vernichtet werden kann (logisch). Nur halt nicht, welche Form sie mal annimmt. ;) Ich denke, diese Erkenntnis gehört neben "Cogito ergo sum" zu den Unumstößlichsten.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:20
@philomela
philomela schrieb:Oder kontrahiert das Universum gar nicht irgendwann wieder?
Derzeit setzen die meisten Wissenschaftler auf ewige Expansion.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:21
Mr.Dextar schrieb:Aber hier implizierst Du bereits mit "mannigfaltig ausgeprägtes Bewusstsein" ein fertiges Bewusstsein, das halt einfach so existiert und im Gegensatz zu den Teilsystemen (wir) keine ewige Entwicklungszeit braucht.
Nein wieso denn? "Es" ist und war demnach von Anfang an in der Entwicklung begriffen, nur dass es nach den vielen Milliarden Jahren eben schon einen gewissen Teilerfolg verzeichnen kann, indem es jetzt Supernovae, schwarze Löcher, Kernfusion, Wasser, Gänseblümchen und alles andere, was es sonst noch so gibt, schon gibt. ^^


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:22
War es nicht so, dass Schwingung die Formen hervorbringt? So wie bei den Klangbildern gezeigt.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:25
@philomela
Meinst du die Stringtheorie ?


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:28
@slider

Nein. (Was ist die String-Theorie?) Ich meinte sowas hier:

gw70018,1296052136,lRqjLf 26117 klangbilder 31hz

http://lernenleichtgemacht.com/brain-food/leistungs_wasser/wasser-klang-bilder

Geht auch mit Sand.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:28
@philomela
Nein wieso denn?t
Du sagst ja selbst:
philomela schrieb:Es" ist und war demnach von Anfang an in der Entwicklung begriffen, nur dass es nach den vielen Milliarden Jahren eben schon einen gewissen Teilerfolg verzeichnen kann
Damit ist für Dich bereits ein Bewußtsein gesetzt, auch, wenn es keine hohe Entwicklungsstufe innehat. Und auch hier setzt Du unbewußt einen absoulten Anfang als gesetzt, was aber, wie ich zeigte, nicht gehen kann. Ich sage ja: Die pantheistische Annahme ist zwar nett, aber überflüssig. ;)

Was noch zu bedenken ist: Jedes Bewusstsein, wie auch immer geartet, hat eine Eigenart. Welche Eigenart bekommt denn ein solches Bewußtsein? Und warum? "Wo" soll es existieren, wenn es doch selbst den Raum, in der Zeit "existiert", eingebettet ist?


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:36
Ja, da hast Du wohl Recht. Ist mir gar nicht in den Sinn gekommen.
Mr.Dextar schrieb:Die pantheistische Annahme ist zwar nett, aber überflüssig.


Denkst Du das echt? Für einen Menschen kann das schon viel ausmachen, was natürlich dem physikalischen Naturverständnis völlig egal ist, obwohl nein, warte, das gäbe es ohne den Menschen ja gar nicht. Hm. ^^ Der Mensch begegnet in der Naturwissenschaft nur wieder sich selbst (frei nach Heisenberg).

Fragen über Fragen... Was meinst Du mit:
Mr.Dextar schrieb:Jedes Bewusstsein, wie auch immer geartet, hat eine Eigenart.
Ich finde per se erst mal alles *eigenartig*. Aber darauf wolltest Du sicher nicht hinaus. ^^


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:46
@philomela
philomela schrieb:Denkst Du das echt? Für einen Menschen kann das schon viel ausmachen
Nun, ich muss einräumen, dass der Pantheismus von allen Gottesvorstellungen noch am plausibelsten erscheint. Dieser Gott erschafft nix und will auch nicht viel, sondern existiert halt einfach. Und zwar in der Natur selbst, nicht in irgendeiner metaphysisch-feinstofflichen-Mumpitz Ebene (die uns sowieso unzugänglich wäre und daher keine Auswirkungen auf uns hätte), die eh nicht existiert. ;)

Aber gerade deswegen macht sich diese Annahme überflüssig, WENN (!) sie auch so gedacht wird! Doch meist wird auch hier eine Instanz angebetet, die doch irgendwo eingreift und einem hilft, obwohl das widerum gegen die natürliche Selektion verstößt. Von daher: Was denken sich diese Menschen wirklich? Beten sie nicht doch eine Gottheit an anstatt die Natur?
philomela schrieb:viel ausmachen, was natürlich dem physikalischen Naturverständnis völlig egal ist, obwohl nein, warte, das gäbe es ohne den Menschen ja gar nicht. Hm. ^^ Der Mensch begegnet in der Naturwissenschaft nur wieder sich selbst (frei nach Heisenberg).
Naja doch, interpretier' nicht willkürlich irgendetwas kühnes in die Quantenmechanik ein. ^^ Denn dort ist JEDER Beobachter, selbst der unbelebteste Quark. ;)
philomela schrieb:Ich finde per se erst mal alles *eigenartig*. Aber darauf wolltest Du sicher nicht hinaus. ^^
Nein, damit meine ich die Individualität, den Charakter.
Als Beispiel untersuchen wir mal die 'Eigenart' des christlichen Gottes, so wie er in der Bibel geschildert wird: Dort haben wir dann Eigenschaften wie Jähzorn oder Wut, aber auch "Liebe" zu paar Menschen. ^^
Also funktioniert dieser Gott nach den Eigenschaften, welche ihm inhärent sind. Woher diese Eigenschaften nun herkommen und wieso, bleibt halt im Dunkeln. :nerv:

Hast Du es jetzt verstanden?


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:49
@canpornpoppy
In der Literatur steht ein entsprechender Artikel:
http://www.stat.physik.uni-potsdam.de/~pikovsky/teaching/stud_seminar/ajp_bell_theorem.pdf

Da sind zwar noch nicht die tatsächlichen Ergebnisse drin aber man kann sich schonmal in die Theorie einlesen. hrhrhr


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:53
Ach so meinst Du das.
Also zurück:
Mr.Dextar schrieb:Was noch zu bedenken ist: Jedes Bewusstsein, wie auch immer geartet, hat eine Eigenart. Welche Eigenart bekommt denn ein solches Bewußtsein? Und warum? "Wo" soll es existieren, wenn es doch selbst den Raum, in der Zeit "existiert", eingebettet ist?
Naja, die christliche Gottesvorstellung (beschrieben in der Bibel) mit einem universellen Bewusstsein zu vergleichen finde ich etwas kühn. ^^ Etwas, das *beschrieben* werden kann, würde ich mal von vornherein als Konstrukt ansehen und nicht das Abbild der tatsächlichen Gegebenheiten. Insofern hat dieser dort beschriebene "Gott" schon einen Charakter, wie die griechischen Götter ja auch, was wiederum m.E. nur ein mickriges Abbild sein kann. Ein universelles Bewusstsein in diesem Sinne hätte keinen Charakter, da Charakter etwas ist, das einen von etwas anderem unterscheidet und ein solchen Konzept ist uns nicht zugänglich. Obwohl, nein warte, das Alles (Universum, Gott) lässt sich vom Nichts scheiden. Eine bessere qualitative Aussage ist wahrscheinlich nicht möglich.


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Zeit (Achtung Philosophiegefährdet)

26.01.2011 um 15:58
Genauso empfinde ich die beschreibbare Naturwissenschaft, selbst wenn es die abstraktesten Formeln sind, eben nur als Konstrukte, die die tatsächlichen Gegebenheiten nicht allumfassend wiedergeben können. Bsp. schwarze Materie.


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