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Beschreibt mir das "Nichts"

858 Beiträge, Schlüsselwörter: Nichts Diskusion

Beschreibt mir das "Nichts"

14.06.2016 um 23:06
ArchLinux schrieb:Jedem Objekt lassen sich Eigenschaften zuordnen.
Ich habe mal irgendwo gehört oder gelesen, das soll neuerdings auch für Wellen gelten.


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14.06.2016 um 23:10
fritzchen1 schrieb:Ich habe mal irgendwo gehört oder gelesen, das soll neuerdings auch für Wellen gelten.


Das ist philosophisch recht evident und wurde schon von Aristoteles korrekt erfasst, wenn ich mich recht erinnere in seinem Hauptwerk "Organon".

Selbstverständlich haben auch Wellen Eigenschaften (z.B. Frequenz, Amplitudengeschwindigkeit,...) und alle Dinge unserer gedanklichen und visuellen Anschauung.


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14.06.2016 um 23:56
ArchLinux schrieb:Das ist philosophisch recht evident und wurde schon von Aristoteles korrekt erfasst, wenn ich mich recht erinnere in seinem Hauptwerk "Organon".
Du Glücklicher. Ich kenne nicht mal eines seiner Nebenwerke. :(
Aber schön zu sehen das die Philosophie so um evidenz bemüht ist.


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15.06.2016 um 00:03
fritzchen1 schrieb:Du Glücklicher. Ich kenne nicht mal eines seiner Nebenwerke. :(
Aber schön zu sehen das die Philosophie so um evidenz bemüht ist.
Die kenne ich auch nicht. "Organon" ist für mich von Interesse, weil Aristoteles mit seiner Ausarbeitung in Form des Sylogismus einen Vorläufer der heutigen modernen mathematischen Logik formuliert hat. War nahezu 2000 Jahre die Logik- Referenz schlechthin - bis Gottlob Frege mit der Begriffsschrift vor 150 Jahren die moderne mathematische Logik begründete.


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15.06.2016 um 00:17
ArchLinux schrieb:War nahezu 2000 Jahre die Logik- Referenz schlechthin
wenn diese Logik dann auch noch mit den beobachtungen übereinstimmen, dann macht es am meisten spass diese zu widerlegen. :)


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15.06.2016 um 00:33
fritzchen1 schrieb:wenn diese Logik dann auch noch mit den beobachtungen übereinstimmen, dann macht es am meisten spass diese zu widerlegen. :)
Syslogismus war keine strikt formale Logik - wie z.B. die Aussagenlogik oder Prädikatenlogik, formale Systeme, die nach dem Hauptsatz der mathematischen Logik (Gödelscher Vollständigkeitssatz) zu gleich korrekt und vollständig sind.
Das geht, nach dem zweiten gödelschen Unvollständigkeitssatz, nicht für jedes formale Systeme, insbesondere für die gesamte Mathematik an sich, in der es wahre Sätze gibt, die nicht abgeleitet werden können, z.B. die Kontinuumshypothese.


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jihotiyo
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27.06.2016 um 01:09
Wie wäre es mit folgendem Gedankenexperiment?

Man hat einen Glaswürfel mit 1x1x1 Meter, also nem Kubikmeter. Dieser Glaswürfel ist zunächst mit Luft gefüllt und hat nur eine Öffnung. Die an die Öffnung angeschlosse Vakuum-Pumpe saugt nun alle Atome ab und Einstein macht das Licht aus.

Dann haben wir das "Nichts" :p

Aber das ist nur alles ... rein akademisch ;p


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27.06.2016 um 08:17
jihotiyo schrieb:Die an die Öffnung angeschlosse Vakuum-Pumpe saugt nun alle Atome ab und Einstein macht das Licht aus.
Das wäre dann ein Raum ohne Teilchen. In der Quantenphysik allerdings steckt hinter dem Quantenvakuum oder Vakuumenergie hinter dem "Nichts".


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jihotiyo
ehemaliges Mitglied

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27.06.2016 um 08:56
@fritzchen1
fritzchen1 schrieb:Das wäre dann ein Raum ohne Teilchen.
Ja, und noch weniger "Nichts" als keine Teilchen geht ja fast kaum, oder? ;)
fritzchen1 schrieb:In der Quantenphysik allerdings steckt hinter dem Quantenvakuum oder Vakuumenergie hinter dem "Nichts".
Hm. Du vereisst jetzt mein komplettes Weltbild. :)

Was ist denn Quantenvakuum?^^


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27.06.2016 um 09:41
@jihotiyo
jihotiyo schrieb:Was ist denn Quantenvakuum?^^
Ich finde, hier ist es sehr gut (also verständlich :D) beschrieben:

https://www.wissenschaft-online.de/astrowissen/lexdt_q03.html


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BWSDR-UA
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28.06.2016 um 11:51
Wie soll man etwas beschreiben was es nicht gibt? Unsere menschliche Auffassungsmöglichkeit ist sehr beschränkt. Wenn man bedenkt das unser gesamtes Denkkonstruukt und alles was wir über das Universum zu wissen glauben, rein virtueeller Natur ist, anders kann es gar nicht sein, ist die Frage nach dem NICHTS rein philosophischer Natur. Das Nichts ist alles was es gibt und umgekehrt stimmt es genauso.


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28.06.2016 um 13:12
BWSDR-UA schrieb:Unsere menschliche Auffassungsmöglichkeit ist sehr beschränkt.
... und diese Beschränktheit fällt zudem individuell sehr unterschiedlich aus :D

Zunächst einmal ist nicht alles, was wir nicht mit unseren Sinnen direkt wahrnehmen können, virtueller Natur. Die außergewöhnliche Auffassungsgabe vieler Menschen hat uns den Blick in eine Welt ermöglicht, die ihre eigenen Gesetze hat, und jenseits unserer Alltagserfahrungen liegt. Gleichzeitig stoßen wir dabei aber auch auf eine fundamentale Grenze, quasi einem "Urgrund allen Seienden". Und diese Grenze ist keineswegs eine Frage des Auflösungsvermögens unserer Messtechnik, sondern wie bereits erwähnt fundamental.

Du fragst nun, wie wir etwas beschreiben können, was es nicht gibt. Tun wir das wirklich?

Eine der grundlegenden Erkenntnisse aus der Quantenphysik ist es, dass das "Nichts" in der Makro-Welt nicht gleichzusetzen ist, mit dem "Nichts" aus der Quanten-Welt. Das was wir als Vakuum bezeichnen, ist in der Quantenphysik ein "brodelnder" Urgrund aus Energie und Teilchen, in dem absolut nichts mehr fest bestimmt ist, weder Ort und Impuls, noch Zeit und Energie. Und deshalb wird uns ein "tieferer Blick" auch für immer verwehrt bleiben, versuchen wir es trotzdem, verändern wir damit die Realität, da wir das System in einen Zustand zwingen, in dem es ohne "Messung" nicht wäre.

Im Gegensatz zur Philosophie spricht man in den Naturwissenschaften daher auch vom Quantenvakuum. Und dieses Quantenvakuum hat durchaus Eigenschaften, die wir physikalisch beschreiben können. Alles was darüber hinaus geht, ist nach unseren Theorien nicht mehr definiert, und damit auch nicht beschreibbar. An diesen wenigen Stellen setzen dann oft Religion und Philosophie an, und entwickeln jenseits jeglicher Empirie ihre eigenen Thesen. Viele erkennen darin eine Schwäche der Naturwissenschaften, ich persönlich empfinde es eher als eine der vielen Stärken.


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28.06.2016 um 16:24
Peter0167 schrieb:Im Gegensatz zur Philosophie spricht man in den Naturwissenschaften daher auch vom Quantenvakuum. Und dieses Quantenvakuum hat durchaus Eigenschaften, die wir physikalisch beschreiben können. Alles was darüber hinaus geht, ist nach unseren Theorien nicht mehr definiert, und damit auch nicht beschreibbar. An diesen wenigen Stellen setzen dann oft Religion und Philosophie an, und entwickeln jenseits jeglicher Empirie ihre eigenen Thesen. Viele erkennen darin eine Schwäche der Naturwissenschaften, ich persönlich empfinde es eher als eine der vielen Stärken.
Die Naturwissenschaft ist an dieser Stelle auch einfach nur ehrlich und konsequent was ich auch defenetiv und allgemein als starke Eigenschaft bezeichnen würde.

Das soll natürlich nicht automatisch heißen dass die uns bekannten Geisteswissenschaften die dann an dieser Stelle mit ihren Konstrukten aufschlagen nicht sind, diese folgen im Großen und Ganzen schließlich auch ganz anderen Prinzipien und sind daher auch mit anderen Wissenschaften inkommensurabel.

Und ob man diese nun als "Ergänzungen" zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen wahrnimmt wo Letztere nicht mehr weiter kommt oder nicht ist und sollte letztlich auch der Freiheit eines jeden Individuums überlassen sein.


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28.06.2016 um 16:46
Libertin schrieb:sollte letztlich auch der Freiheit eines jeden Individuums überlassen sein
Natürlich kann da jeder seine persönliche Meinung zu haben, und ich will diese mit den meisten auch gar nicht tauschen, aber ich reagiere zumindest mit Unverständnis, wenn man den Naturwissenschaften, und namentlich der Physik unterstellt, dass sie an bestimmten Punkten "versagt". Es ist schlicht kein Versagen, wenn sie zu etwas wie z.B. der Anfangssingularität keine Aussage machen kann, da diese sich einer Beschreibung durch unsere physikalischen Theorien nun mal entzieht. Die Physik beginnt nun mal nicht bei t=0 sondern erst nach einer Planckzeit.

Ich rede in der Regel auch nicht den Geisteswissenschaften rein, es sei denn, die berufen sich auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse, um ihre Thesen zu stützen. Wenn die Physik sagt, STOP, und keine Planckeinheit weiter! ... dann kann sich auch niemand einer physikalischen Theorie bedienen, um z.B. ein Multiversum zu begründen. Oder noch schlimmer, die Physik dafür kritisieren, dass es Bereiche gibt, die durch sie nicht definiert werden kann.

Ich bin zwar die Ruhe selbst, aber wenn ich so was lese, dann könnte ich .... diablo


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28.06.2016 um 17:06
Peter0167 schrieb:Zunächst einmal ist nicht alles, was wir nicht mit unseren Sinnen direkt wahrnehmen können, virtueller Natur.
Virtuell ja nur weil es irgendwann mal lichtdurchlässig wurde. Das ist es aber schon recht spät. So war der einwand glaube ich zu verstehen.


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28.06.2016 um 17:07
@fritzchen1

"Virtuell" ist was anderes als "Visuell"


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28.06.2016 um 18:36
@Peter0167
Ja so geht mir das auch.
Insbesondere wenn Personen dem Irrglauben verfallen dass das Ende naturwissenschaftlicher Erklärungen nicht nur den Beginn sondern gar die vermeintliche "Richtigkeit" ihrer persönlichen Glaubenskonstrukte bestätigt weil Letztere ja Antworten auf Fragen liefert welche die Wissenschaft (noch) nicht liefern kann.

Polemisch wird in diesem Zusammenhang dann auch gerne vom sogenannten "Gott der Lücken" gesprochen.
Im Grunde ist das auch alles gar nicht schlimm, wir suchen ja schließlich alle irgendwo auf eigene Weise die Frage nach dem "Wie" und "Warum" für uns zu beantworten, solange dabei nur vermieden wird rein persönliche Gedanken zu bestimmten Grenzfragen zu verabsolutieren denn spätestens dann durchschreitet man auch schon die Schwelle zum Fundamentalismus wo die Diskussionen und auch der eigene Erkenntnishorizont dann meist nicht einmal mehr eine Plancklänge weiter kommen.


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07.07.2016 um 21:06
Nichts gibt es nicht, selbst im Vakuum lassen sich irgendwelche Spuren von irgendwas wie einzelne Atome oder Wellen (egal welcher Art) nachweisen.

Man kann sich das "Nichts" nicht vorstellen, weil es einfach nicht existiert.


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09.07.2016 um 19:13
Ich würde "nichts" eher wie die transparente Ebene eines Bildes sehen und verstehen. Ansonsten halte ich es, wie mit der Zeit. Es gibt sie objektiv betrachtet nicht wirklich, aber wir brauchen sie, um Ereignisse zu verstehen.


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09.07.2016 um 21:50
SophieM schrieb:Es gibt sie objektiv betrachtet nicht wirklich
manche würden auch fragen wie den auch, wenn der eigentliche Zeit Pfeil ja schon vor etwa
13,5 Mrd Jahren verschossen wurde.


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