Fichtenmoped schrieb:Rechenzentren brauchen viel Strom, da bieten sich große Solarzellen an.
Was ja der Ursprung dieser Idee ist. Kostenloser Strom für die Rechner.
Fichtenmoped schrieb:Aber diese Rechenzentren produzieren auch sehr viel Abwärme, die irgendwo hin muss, sonst sterben die Computer den Hitzetod.
Dummerweise kann man im All die Überschuss-Wärme nur über Infrarot-Strahlung abgeben und benötigt ein extrem effizientes, aber trotzdem extrem großes, Modul zur Abstrahlung von Wärme.
Das ist in der Tat die spannende Frage. Geplant ist ein sonnensynchroner Orbit entlang der Tag- und Nachtgrenze. So dass die Vorderseite ständig in der Sonne und die Rückseite ständig im Schatten liegt. Könnte man also die Vorderseite mit PV Modulen beschatten, so dass de sich nicht zu sehr aufwärmt und die Rückseite zum abstrahlen der Energie nutzen.
Hmm, wenn ich so drüber nachdenke, doch das könnte sogar klappen. Die Wärme der Server kommt ja nicht zusätzlich, sondern wurde vorher dem Sonnenlicht entzogen. Ausserdem könnte man über eine Wärmepumpenkühlung nachdenken. Das man also auf der Rückseite im Schatten einen Radiator hat, der Wärmer ist als das Innere der Sonde. Und dementsprechend auch mehr Energie abstrahlt.
Fichtenmoped schrieb:Und was ist bei notwendigen Wartungsarbeiten?
Das ist tatsächlich kein Thema. Man trennt heute eh strikt zwischen der physikalischen Hardware und den drauf laufenden Funktionen. So das die Funktionen einfach zwischen der physikalischen Hardware hin und her geschubst werden können. Wenn eine Hardware kaputt geht, dann wird sie halt rausgenommen und nicht mehr benutzt. Dann sinkt die Leistungsfähigkeit des Satelliten, ist aber egal wenn man genug Satelliten hat. Wenn in einem Satelliten alle Hardware gestorben ist, dann holt man ihn halt wieder runter und setzt nen neuen an seine Stelle.