Shiloh schrieb:Das schwierige an diesem Fall, wie in so vielen Cold Cases:
- kein genauer Tatort
- kein Tatwerkzeug
- keine Spuren
- keine Leiche
- keine digitalen Fußabdrücke
- keine Zeugen
Ganz genau. Und hinzu kommt auch noch, dass wir (wie es normal ist) nicht alles wissen, was den Ermittlern bekannt ist.
Aber man kann in diesem Fall, wie auch in anderen, auch mal darauf schauen, wonach
nicht gefragt wird.
Und da fällt der ganze, sagen wir mal "Komplex Köln" raus: Keine speziellen Fragen wo sie sich dort so bewegt hat, wen sie da kannte, ob es vielleicht Konflikte gab usw. Nur so ganz allgemein wird mit einem Nebensatz darauf hingewiesen, dass eine Person aus Kempen oder dem Kölner Raum vielleicht aufgefallen sein könnte, weil sie sich für Dagmar besonders interessiert hat. Dafür aber massig Fragen nach Zeugen an dem besagten Abend.
Wahrscheinlich kommen nun gleich wieder die User um die Ecke, die eine normale True-Crime-Doku nicht von Aktenzeichen XY unterscheiden können und schließen daraus, dass man halt "vergessen" hat, in Köln zu ermitteln "weil davon ja nichts bei XY gesagt wurde".
Das ist aber ein Trugschluss, weil das eben keine Doku ist, die die Ermittlungen 1:1 nachspielt, sondern es geht in erster Linie darum, offene Fragen zu stellen. Wenn also der "Komplex Köln" da keine Rolle spielt, dann bedeutet das sehr wahrscheinlich, dass man keine Verbindung von dort zu dem Mord zieht und keine offenen Fragen dazu hat. Es bedeutet aber eben nicht, dass man dort nicht ermittelt hat.
Und da bleibe ich dabei, dass es natürlich möglich ist, dass es den großen Unbekannten in Köln gab, dass man aber in diese Richtung schon ermittelt hat aber eben nichts gefunden hat, was auf die Existenz dieses Mr. X hindeutete.